Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Rüdesheim am Rhein (Rheingau-Taunus-Kreis) 
Jüdischer Friedhof  
   

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde               
     
Siehe Seite zur Synagoge in Rüdesheim am Rhein (interner Link)  
     
     
Zur Geschichte des Friedhofes           
     
Die Toten der jüdischen Gemeinde wurden ursprünglich in Mainz, seit 1673 auf dem jüdischen Friedhof ("Judensand") bei Hallgarten beigesetzt. 1892 konnte die jüdische Gemeinde einen eigenen Friedhof neben dem allgemeinen Friedhof in Rüdesheim anlegen. Er wurde auch von der jüdischen Gemeinde in Geisenheim belegt. Die Einweihung des Friedhofes war anlässlich der ersten Beisetzung am 16. Mai 1892 durch Bezirksrabbiner Dr. Silberstein aus Wiesbaden.  
  
Die letzten Beisetzungen auf dem Friedhof erfolgten 1942 und 1945. 1945 wurden noch Rachela Nirenberg (1922-1945) beigesetzt, Opfer des KZ-Außenkommandos Geisenheim; der Grabstein wurde von ihrer überlebenden Schwester Sara Nirenberg gesetzt. Die zweite 1945 Beigesetzte war Sarah Neuman, eine ungarische Jüdin, die am 17. Januar 1945 starb, vermutlich auch im KZ-Außenkommando Geisenheim. 
    
Die Friedhofsfläche umfasst 6,05 ar.  
     
Auf Initiative des Rüdesheimer Bürgers Werner Lauter wurde der Friedhof 1981/82 erforscht, vermessen, die Grabsteine fotografiert, die Inschriften übersetzt. 
    
    
Aus der Geschichte des Friedhofes 
Anlage eines jüdischen Friedhofes in Rüdesheim (1892)  
   

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 8. Juni 1892: "Rüdesheim, 19. Mai (1892). Die israelitische Kultusgemeinde Rüdesheim, zu der auch die Israeliten in Geisenheim gehören, besaß seit etwa zwei Jahrhunderten mit den übrigen Israeliten des Rheingaus einen gemeinschaftlichen Friedhof, der unweit Hallgarten gelegen, zur Oestreicher Gemarkung gehört. Die Gemeinde Rüdesheim hat sich nun aber von dem Friedhofverbande losgelöst und in der Nähe des Ortes einen eigenen schön gelegenen Friedhof erworben, der am 16. Mai unter überaus zahlreicher Beteiligung aus Anlass einer Beerdigung von dem hierzu berufenen Bezirksrabbiner Herrn Dr. SIlberstein aus Wiesbaden feierlich eingeweiht worden ist. Die hierbei gehaltene Weiherede machte auf die zahlreiche Versammlung unverkennbar einen tiefen Eindruck."        

    
    
Lage des Friedhofes     
  
Neben dem allgemeinen Friedhof (Taunusstraße/Friedhofsweg).           
    
    
Fotos 
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum: 10.8.2008)  

Ruedesheim Friedhof 192.jpg (119763 Byte) Ruedesheim Friedhof 170.jpg (116651 Byte) Ruedesheim Friedhof 172.jpg (80009 Byte)
Im Vordergrund alter Eingang zum
 christlichen, im Hintergrund Eingang 
zum jüdischen Friedhofsteil 
Das Eingangstor Hinweistafel
     
     
Ruedesheim Friedhof 187.jpg (97804 Byte) Ruedesheim Friedhof 173.jpg (115791 Byte) Ruedesheim Friedhof 184.jpg (118942 Byte)
Gesamtansicht 
des Friedhofes 
Blick vom Eingang über 
die belegte Fläche 
Teilansicht mit Grabsteinen für 
Meta Hirschberger (1894-1933) und 
Emma Hofmann (1870 Seligenstadt 
- 1926 Rüdesheim) 
     
     
Ruedesheim Friedhof 183.jpg (126761 Byte) Ruedesheim Friedhof 180.jpg (132192 Byte) Ruedesheim Friedhof 185.jpg (117549 Byte)
Grabsteine für Adolf Strauss (gest. 1907 
in Geisenheim im 73. Lebensjahr) und
 Babette Strauss geb. Stern (1833
 Langenschwalbach - 1898 Geisenheim) 
Grabsteine für Abraham Strauss (1823
 Geisenheim - 1901 Geisenheim) und
 Babette Strauss geb. Herzog (1835
 Niedersaulheim - 1911 Geisenheim)
Grabsteine (von links) für 
Louis Hirschberger (1863-1912), 
Moses Maas (1832-1913) und Johanna 
Moos geb. Becker
(1832-1911) 
      
Ruedesheim Friedhof 174.jpg (113912 Byte) Ruedesheim Friedhof 178.jpg (113408 Byte) Ruedesheim Friedhof 179.jpg (102500 Byte)
Grabstein für Seligmann Strauss
 (1832-1907 in Geisenheim) und seine 
Frau (1837-1922) 
Grabstein für Emil Rothschild (1884-1903)
 - Grabstein: "abgebrochene Säule" 
für einen zu früh Verstorbenen 
Grabstein für Emilie Hirschberger 
geb. Hirsch
(geb. 1869 Groß-Gerau
gest. 1902) 
     
Ruedesheim Friedhof 175.jpg (95213 Byte) Ruedesheim Friedhof 181.jpg (89038 Byte) Ruedesheim Friedhof 177.jpg (108158 Byte)
Grabstein für Moritz Strauss (1847-1934)
 und Franziska Strauss (1850-1937) 
Grabstein für Bernhard Münzner
 (1860-1924)
Grabstein für Henriette Mayer 
geb. Strauss
(1857-1927) 
     
Ruedesheim Friedhof 190.jpg (112404 Byte) Ruedesheim Friedhof 188.jpg (104319 Byte) Ruedesheim Friedhof 186.jpg (126709 Byte)
"Segnende Hände" der Kohanim 
auf Grabstein für Adolf Strauss 
(siehe oben) 
Grabstein für Erich Cohn, Stollberg, 
Rheinland (1896-1926)  
Grabsteine für Nathan Strauss (1833 - 
1914 Geisenheim)  und Louis 
Hirschberger
(1863-1912) 
   
     
Ruedesheim Friedhof 176.jpg (100361 Byte)  
Grabstein für "Meine liebe Schwester Rachela Nirenberg, Opfer des Nazi-Arbeitslagers
 in Geisenheim" (1922-1945), darüber jiddische (nicht hebräische) Inschrift: "Main
 teure Schwester Rachel Lea Nirnberg vom Nazi-Arbeitslager in Geisenheim...
"
 

       
        

Links und Literatur 

Links: 

Website der Stadt Rüdesheim am Rhein  
Zur Seite über die Synagoge in Rüdesheim am Rhein (interner Link)   

Literatur:  

Arnsberg II,239-241. 
Werner Lauter / Rolf Göttert: Die israelitische Zivil- und Kultusgemeinde in Rüdesheim am Rhein. Die Geschichte einer Minderheit. Hg. Stadtarchiv Rüdesheim am Rhein. Rüdesheim 1988. 
Rolf Göttert: "In Frieden Ruhen". Notizen aus dem Stadtarchiv Nr. 35. Beiträge zur Rüdesheimer Stadtgeschichte: online zugänglich.  
Weitere Downloadmöglichkeit

     
       

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 22. Juni 2016