Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Oestrich (Gemeinde Oestrich-Winkel, Rheingau-Taunus-Kreis) 
Jüdischer Friedhof   
  

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde            
    
Siehe Seite zur Synagoge in Oestrich (interner Link)     
    
    
Zur Geschichte des Friedhofes  
     
Nördlich von Oestrich, westlich von Hallgarten besteht seit dem 17. Jahrhundert der älteste erhaltene jüdische Friedhof des Rheingaues, der von zahlreichen jüdischen Gemeinden und in einzelnen Orten lebenden jüdischen Familien in der Umgebung belegt wurde, u.a. von den Gemeinden Eltville, Rüdesheim usw.. In mehreren dieser Orte wurden später (19. Jahrhundert) eigene Friedhöfe angelegt.  
  
Rüdesheim und Eltville legen eigene jüdische Friedhöfe an (1890/97)    

Eltville AZJ 26111897.jpg (53690 Byte)Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 26. November 1897: "Wiesbaden, 21. November (1897). Schon mehr als zwei Jahrhunderte besaßen die israelitischen Gemeinden des Rheingaus einen gemeinschaftlichen Friedhof in der Nähe von Hallgarten. Da der Zugang zu demselben überaus beschwerlich, so legte die israelitische Gemeinde Rüdesheim schon vor einigen Jahren einen eigenen Friedhof an. Nunmehr ist auch die israelitische Gemeinde Eltville dem Beispiele ihrer Schwestergemeinde gefolgt. Am 11. November ist der neue Friedhof durch den Bezirksrabbiner Herrn Dr. Silberstein aus Wiesbaden bei Gelegenheit einer Beerdigung geweiht worden, und machte die Weiherede desselben auf die dichtgedrängte Versammlung einen tiefen Eindruck."     

 
 
Bislang wurde von einer Erstbelegung des jüdischen Friedhofes Östrich-Hallgarten von 1673 ausgegangen. Bei den Arbeiten zur nachgenannten Dokumentation wurde es für möglich gehalten, dass ein aufgefundener Stein für "Jizchak, Sohn des Mordechai" schon auf 1625 datiert werden könnte. Letzteres ist jedoch unsicher, die vom Alter her sonst noch datierbaren Grabsteine sind nicht älter als 1692/93.   

Hinweis: Nach dem Verzeichnis der durch die "Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen" bearbeiteten hessischen Friedhöfe ergibt sich für den Friedhof in Oestrich die Zahl von 146 vorhandenen Grabsteinen aus der festgestellten Belegzeit von 1625 bis 1937 (1974). Siehe landesgeschichtliches Informationssystem Hessen - Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen und Hessisches Landesamt für geschichtliche Landeskunde in Marburg: Dokumentation der jüdischen Friedhöfe in Hessen - Online zugänglich  

    
    
Lage des Friedhofes    
    
Der jüdische Friedhof liegt 1 km westlich von Hallgarten. Von Oestrich kommend ist der Weg teilweise ausgeschildert.     
    
    
Fotos 
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum: 10.8.2008)  
("Dok.-Nr." bezieht sich auf die Nummerierung in der Dokumentation der "Kommission" [s.o.]; dort finden sich jeweils noch mehrere Fotos zu den einzelnen Grabsteinen von hervorragender Qualität)  

Hallgarten Friedhof 170.jpg (72995 Byte) Hallgarten Friedhof 171.jpg (108833 Byte) Hallgarten Friedhof 172.jpg (73718 Byte)
Von Oestrich kommend, ist der Weg teilweise ausgeschildert  Hinweistafel 
    
Hallgarten Friedhof 173.jpg (111653 Byte) Hallgarten Friedhof 174.jpg (117820 Byte) Hallgarten Friedhof 196.jpg (108813 Byte)
Das Eingangstor  Hinweisstein am Eingang (deutsch und hebräisch) 
   
Hallgarten Friedhof 176.jpg (129952 Byte) Hallgarten Friedhof 177.jpg (121447 Byte) Hallgarten Friedhof 186.jpg (126293 Byte)
Teilansichten des Friedhofes 
  Kleiner Grabstein im Vordergrund für
 "Hendle, Tochter des Jehuda genannt Löb Katz von 1713" 
(Dok. Nr. 5) 
Schwarzer Grabstein links für 
Max Strauss (gest. 1902, 
Dok. Nr. 134)  
     
Hallgarten Friedhof 193.jpg (120935 Byte) Hallgarten Friedhof 194.jpg (129063 Byte) Hallgarten Friedhof 184.jpg (120621 Byte)
Grabsteinfragment: 'ein aufrechter 
und gerader Mann... Abraham', 
nicht datierbar (Dok. 122) 
      
Grabstein hinten Mitte für "Jaakow, 
Sohn des Chawer Baruch
", gest. am
 Heiligen Schabbat, Halbfeiertag von
 Pessach, 19. Nissan 5493 (= 4. April 1733)
Blick über den Friedhof  
  
   
        
Hallgarten Friedhof 191.jpg (122794 Byte) Hallgarten Friedhof 190.jpg (121335 Byte) Hallgarten Friedhof 187.jpg (117866 Byte)
Zwei Grabsteine mit "Segnenden Händen", 
 der Kohanim: links für Sussmann Strauss
 (gest. 1870, Dok. 75), rechts für Lazarus
 Strauss
(gest. 1890, Dok. 108) beide 
aus Geisenheim
 Grabstein links für Fanny Mannheimer
 (gest. 1888, Dok. Nr. 102), rechts
 für Herz Mannheimer (1808-1884, 
Dok. Nr. 96) 
   
Grabstein links für Adelheid Nathan 
(gest. 1872, Dok. Nr. 84), rechts für 
Rosa Nathan aus Eltville (gest. 1887, 
Dok. Nr. 101) 
   
     
Hallgarten Friedhof 182.jpg (107650 Byte) Hallgarten Friedhof 180.jpg (107967 Byte) Hallgarten Friedhof 192.jpg (117628 Byte)
Grabstein für "Izchak, genannt Eisik, 
Sohn des verstorbenen Mordechai" 

(Datierung auf 1625 nicht sicher; Dok. Nr. 1)
 Grabstein für Herz Levitta von
 Rüdesheim (1816-1870, 
Dok. Nr. 77)  
Grabstein für Setta Hayum (gest. 1882)
 (Inschriftenbereich ist im Laufe des Jahrs
 2008 zerbrochen; Dok. Nr. 93) 
     
Hallgarten Friedhof 183.jpg (125940 Byte) Hallgarten Friedhof 178.jpg (138233 Byte) Hallgarten Friedhof 175.jpg (113875 Byte)
Grabstein links für Jenny Strauss geb. 
Strass
(1905-1970) und Eugen Strauss
 (1899-1974), rechts für Franziska Strauss
 geb. Leopold (1871-1934) und Moritz Strauss
 (1867-1937) (Dok. 143.147) 
 "Eduard Rosenthal und Frau Babette, 
Leo Strauss
und Frau Mina, Fanny Strauss
 und Tochter Johanna, Max Strauss, Else 
und Mutter Sophie Strauss - von den Nazis
 ermordete Bürger von Oestrich" (Dok. 145) 
"Ich glaube an das Gute im Menschen
 - Anne Frank - von den Freunden 
des Geistes der Einsicht" (Dok. 144) 
  
     

    
       

Links und Literatur

Links:  

Website der Stadt Oestrich-Winkel  mit der Seite zum jüdischen Friedhof  http://www.oestrich-winkel.de/tourismus-freizeit/historisches/juedischer-friedhof/      
Zur Seite über die Synagoge in Oestrich (interner Link) 

Literatur:    

    

    
     

                   
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Stand: 22. Juni 2017