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Kronberg im
Taunus (Hochtaunuskreis)
Jüdische Friedhöfe
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde
Siehe Seite zur Synagoge in Kronberg
(interner
Link)
Zur Geschichte der Friedhöfe
Ein erster
jüdischer Friedhof lag bis um 1700 im Norden der Burg Cronenbourg - dem
Hain. Dieser Friedhof ist nicht mehr erhalten - das Grundstück ist bebaut.
Ein neuer jüdischer Friedhof wurde 1708
mit Erlaubnis des Freiherren von Bettendorf angelegt.
Die jüdische Gemeinde hatte eine jährliche Gebühr für den Friedhof zu
bezahlen. Er umfasste eine Fläche von 48,75 ar. Seit 1801 war das Grundstück
im Besitz der Ortsgemeinde.
In der NS-Zeit wurde der Friedhof bis auf den
nördlichsten und jüngsten Teil (ca. zwei Gräberreihen) eingeebnet und wieder
aufgeforstet, sodass das Friedhofsgrundstück seitdem nur noch 6,82 ar umfasst.
Der Friedhof enthält noch etwa 35 Grabsteine, davon zwei alte Steine von 1745
und 1821. Der neueste Grabstein ist von 1925 (Jenny Strauß, beigesetzt neben
ihrem 1917 verstorbenen Mann Heymann Strauß).
Auf dem Friedhof befindet sich am Eingang ein Gedenkstein mit dem Text:
"Friedhof der jüdischen Gemeinde in der Stadt Kronberg. Über
Jahrhunderte hinweg - von 1700 bis 1926 - fanden hier die Mitglieder der
jüdischen Gemeinde ihre letzte Ruhestätte. 1933/34 haben die
Nationalsozialisten den Friedhof zerstört und den größten Teil der Grabsteine
vernichtet. Psalm 3,2-5 (der Anfang wird auch hebräisch zitiert): 'Ach
Ewiger, wie sind der Feinde so viele. So viele, die sich setzen wider mich. So
viele, die von mir frohlocken: Für ihn ist keine Hilfe bei G'tt! Du aber,
Ewiger, bist ein Schild für mich, setzest mich zu Ehren, hebst mein Haupt
empor. Mit lauter Stimme rufe ich an den Ewigen, und von seinem Heiligen Berg
erhört er mich. Zur Ewigen Mahnung."