Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Synagogen in Bayerisch Schwaben 

  
Nördlingen (Landkreis Donau-Ries) 
Jüdische Geschichte / Betsaal/Synagoge

Übersicht:  

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde im Mittelalter  
   
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde im 19. /20. Jahrhundert     
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde im 19./20. Jahrhundert  auf weiterer Seite  
Zur Geschichte des Betsaals / der Synagoge   
Fotos   
Erinnerungsarbeit vor Ort - einzelne Berichte   
-
Ausstellung im Mai 2010: Begegnung mit bemerkenswerten Menschen 
- November 2010: eine neue Gedenkstätte am "Haus der Kultur" wird eingeweiht   
Links und Literatur  

   

Es besteht eine weitere Seite mit Texten und Erinnerungen an die jüdische Geschichte in Nördlingen (interner Link) 
sowie eine weitere Seite "Familienblätter zu jüdischen Familien in Nördlingen" (umfangreiche genealogische Informationen) (interner Link)   
  

Januar 2014: Hinweis auf eine neue Publikation zur jüdischen Geschichte in Nördlingen    
Noerdlingen Lit Koppel 010.jpg (98484 Byte)  Rolf Hofmann: Max Koppel & Söhne. Jüdisches Steinmetzunternehmen in Nördlingen. 
Max Koppel & Sons. Jewish Stonemasons in Nördlingen (Bavaria). 
englische Version von Yehuda Shenef.  
Kokavim-Verlag 86316 Friedberg, Bayern   www.kokavim.wordpress.com  
1. Auflage November 2013  60 S.   zahlr. Abb.  ISBN 978-3-944092-10-2.  
Das Buch ist erhältlich bei den Buchhandlungen in Nördlingen.   


  
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde im Mittelalter (english version
   
In Nördlingen bestand eine bedeutende jüdische Gemeinde zunächst im Mittelalter von den ersten Erwähnungen im 13. Jahrhundert (Nennungen in dem zwischen 1290 und 1300 verfassten Stadtrecht), unterbrochen durch die Verfolgungszeiten 1290, 1298, 1349, 1384 bis zur Ausweisung der Juden 1506/07. 

Die erste Gemeinde des 13. Jahrhundert hatte im Bereich des Brettermarktes 4 ihr Zentrum mit einer Synagoge (das Gebäude wird vor 1380 als Kastenhaus des Antoniterordens erwähnt).

Im 14. Jahrhundert gab es eine Synagoge in der 1394 und 1402 erstmals genannten "Judengasse"; die Synagoge stand Judengasse 1 / Ecke Schrannenstraße). Nach der Verfolgung in der Pestzeit war die Synagoge vermutlich einige Zeit im Besitz der Stadt. Beim einem Judenpogrom am 29. Juli 1384 wurden die Juden der Stadt ermordet; Häuser und Synagoge gingen in den Besitz der Stadt über. Auf Grund des Pogroms wurde Nördlingen 1385 vorübergehend aus dem Schwäbischen Städtebuch ausgeschlossen. 1393 wurde die Synagoge vom Rat der Stadt dem Memminger Antoniterorden geschenkt, doch scheiterte das Vorhaben, an ihrer Stelle eine Kapelle zu erbauen. 
 
Im 15. Jahrhundert bestand wiederum eine kleine jüdische Gemeinde in der Stadt, doch waren die jüdischen Familien ständig von der Ausweisung bedroht (nach 1453 waren 6 Jahre lang keine Juden in der Stadt). Seit 1401 konnten die jüdischen Familien das Synagogengebäude gegen Mietzahlungen benützen.  Ein jüdischer Friedhof, der 1415 erstmals genannt wurde und bei dem es sich bereits um den dritten mittelalterlichen jüdischen Friedhof in der Stadt handelte), befand sich auf dem Henkelberg (ehemaliger Galgenberg) und wurde von den in Nördlingen und der Umgebung lebenden jüdischen Familien belegt. Im November 1506 erreichte die Stadt Nördlingen nach jahrelangen Bemühungen, dass die Juden der Stadt "für alle Zeit" ausgewiesen werden durften. Innerhalb von drei Monaten hatten sie die Stadt zu verlassen. Die jüdischen Häuser und die Synagoge gingen in den Besitz des Rates der Stadt über.  
 
Im 17. Jahrhundert gab es - in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges 1636/37 und 1644 sowie 1673 - vorübergehend jüdische Niederlassungen in der Stadt.
   
   

Erinnerung an die mittelalterliche jüdische Gemeinde: Die "Judengasse" im Zentrum der Altstadt 

Noerdlingen_Judengasse 100.jpg (74218 Byte) Noerdlingen_Synagoge ma01.jpg (59070 Byte)
Noerdlingen_Judengasse 101.jpg (42932 Byte) An der Westseite der Judengasse (Fotos links) stand die mittelalterliche Synagoge, die 
1509 nach Ausweisung der Juden profanisiert wurde. Im Lauf der Jahrhunderte wurde sie
 mehrfach umgebaut. 1914 ist sie abgebrannt und wurde anschließend abgebrochen. 
Auf dem Foto: Reste der Ostwand vor dem Abbruch. Foto: Dr. Ernst Frickhinger, 
Nördlingen (Original in: Central Archives Jerusalem)
      
     
Darstellungen zu Spuren 
jüdischer Geschichte: der 
Judenbrunnen und die Judenmauer  
(erhalten von Peter Karl Müller,  Kirchheim/Ries)
Noerdlingen Judenbrunnen 010.jpg (72318 Byte) Noerdlingen Judenmauer 010.jpg (64038 Byte)
  Wiedergabe eines Bildes um 1819 des
 Nördlinger Johannes Müller, Titel "Der Rüben-
 und Schäflensmarkt, alter Judenbrunnen".
 Ungefähr an derselben Stelle des
 Judenbrunnens wurde 1902 der bis heute 
dort stehende Kriegerbrunnen erbaut 
(Quelle: "Nördlingen, Portrait einer Stadt",
 hg.  Fränkisch-Schwäbischer Heimatverlag
 Oettingen 1965).
Bild von Johannes Müller: "Das alte Baldinger
 Thor mit der Judenmauer in Nördlingen,
 demoliert 1821". Nach Georg Monninger
  (Was uns Nördlinger Häuser erzählen S. 73)
  war das Baldinger Tor mit einer dichten,
 oben begehbaren und mit einem Dach
 bedeckten Mauer ("Judenmauer" genannt)
 umgeben, deren Abbruch wegen
 Baufälligkeit 1820 erfolgte.

     
     
     
     
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde im 19./20.Jahrhundert     
    
Erst 1860 konnten Juden wieder in Nördlingen zuziehen (der erste jüdische Neubürger war der Lederhändler Eduard Höchstädter aus Mönchsdeggingen), insbesondere aus den umliegenden Orten Kleinerdlingen, Ederheim, Mönchsdeggingen, Harburg, Wallerstein, Hainsfarth und Steinhart
  
Die Zahl der jüdischen Einwohner entwickelte sich von 1860 bis 1910 wie folgt: 1860 eine Familie, 1867 61 jüdische Einwohner (0,9 % von insgesamt 6.873 Einwohnern), 1871 176 (etwa 25 Familien, 2,5 % von 7.079), 1875 70 bis 80 Familien, 1880 347 (4,4 % von 7.837), 1890 469 (5,9 % von 8.004), 1900 408 (4,9 % von 8.299), 1910 314 (3,6 % von 8.705). 1899 hatte man die Höchstzahl von 489 jüdische Einwohner gezählt. Die Gemeinde gehörte zum Bezirksrabbinat Wallerstein, das später von Ichenhausen vertreten wurde.
  
Mehrere der zugezogenen jüdischen Familienvorstände eröffneten für das wirtschaftliche Leben der Stadt in den folgenden Jahrzehnten bedeutende Gewerbebetriebe, Handlungen, Kaufläden. Weit bekannt war die Marmorschleiferei Max Koppel & Söhne mit etwa 40 Mitarbeitern (um 1900), die unter anderem jüdische Friedhöfe in ganz Süddeutschland mit Grabsteinen belieferte.    
 
An Einrichtungen hatte die jüdische Gemeinde einen Betsaal, dann eine Synagoge (s.u.), eine Religionsschule, ein rituelles Bad sowie einen Friedhof.  Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war ein Religionslehrer angestellt, der zugleich als Vorbeter (Kantor) und Schächter tätig war. Die erste Ausschreibung erfolgte nach Gründung der Gemeinde 1870 (vgl. Anzeige unten). Auf die Anzeige von 1870 hin bewarb sich erfolgreich Abraham Weiler, der bis zu seinem Tod 1908 (siehe verschiedene Berichte und Fotos auf der Textseite) erfolgreich in der Gemeinde als Lehrer und Kantor wirkte. Von 1908 bis 1911 war Elias Godlewsky Lehrer und Kantor (zuvor in Amberg), danach Hermann Strauß, der von 1911 bis zu seiner Auswanderung 1939 in der Gemeinde wirkte und an den städtischen Schulen den jüdischen   Religionsunterricht erteilte.
  
Im Ersten Weltkrieg fielen aus der jüdischen Gemeinde Josef Hamburger (geb. 11.12.1894 in Nördlingen, vor 1914 in Stuttgart wohnhaft, gef. 16.6.1915), Max Bühler (geb. 14.10.1891 in Nördlingen, gef. 3.4.1916), Gefreiter Jakob Bühler (geb. 29.7.1890 in Nördlingen, gef. 11.7.1916), Unteroffizier Alfred Bühler (geb. 5.5.1895 in Nördlingen, vor 1914 in Schopfloch wohnhaft, gef. 31.10.1916)), Vizefeldwebel Heinrich Bühler (geb. 22.4.1898 in Nördlingen, gef. 26.4.1918), Unteroffizier Sigmund Bühler (geb. 22.1.1893 in Nördlingen, gef. 23.7.1918) und Albert Regensteiner (geb. 4.4.1896 in Nördlingen, gef. 26.9.1918). Ihre Namen stehen auf einem im jüdischen Friedhof angebrachten Gefallenengedenkstein ("Fürs Vaterland seid ihr gestorben: Wir ehren Euch - Fürs Judentum habt ihr erworben das Himmelreich".)
 
Um 1924, als etwa 250 Personen der jüdischen Gemeinde angehörten, waren die Vorsteher der Gemeinde Ludwig Rosenfelder, Gabriel Schweißheimer, Jakob Seligmann, Gabriel Hamburger, Moses Rosenberger, David Sternglanz und Robert Neumann. Als Lehrer und Kantor wirkte der bereits genannte Hermann Strauß, als Schochet und Synagogendiener Sally Halpern. Die Religionsschule der Gemeinde besuchten damals vier Kinder, die anderen Kinder erhielten den Religionsunterricht an den städtischen Schulen. An jüdischen Vereinen gab es eine Chewra Kadischa ("Israelitischer Leichenverein", gegründet 1898, Ziele: Wohltätigkeit und Bestattungswesen, 1924/32 unter Leitung von Emil Koppel mit 1924 50, 1932 65 Mitgliedern), ein Israelitischer Frauenverein (gegründet 1900, Ziele: Krankenpflege, Unterstützung Hilfsbedürftiger, unter Leitung von Frieda Stoll, 1924 70, 1932 30 Mitglieder) und die Wohltätigkeitskasse "Gemilus Chessodim" unter Leitung von Moses Rosenberger. 1932 wird auch eine Wanderarmenkasse genannt zur Unterstützung durchreisender Juden. Zudem gab es Ortsgruppen der Zionistischen Vereinigung (spätestens 1924 gegründet), des Jüdischen Nationalfonds Keren Kajemet le Jisrael und des Jüdischen Jugendvereins (gegründet 1921). Die Gemeinde gehörte zum Distriktsrabbinat Wallerstein, das inzwischen von Ichenhausen aus versehen wurde. 1932 waren die Vorsteher Jacob Seligmann (1. Vors.) und Norbert Neumann (2. Vors.). Schriftführer war der Lehrer und Kantor Hermann Strauß.

1933 lebten 186 jüdische Personen in der Stadt (2,2 % der Gesamtbevölkerung von 8.402 Personen). Unmittelbar nach der nationalsozialistischen Machtübernahme wurden antijüdische Bestimmungen in der Stadt durchgesetzt. So war bereits im Sommer 1933 Juden der Besuch der städtischen Schwimmbäder verboten. Andererseits war die Betätigung auf wirtschaftlichem Gebiet teilweise weiterhin möglich. Noch im Sommer 1937 war der Viehhandel in Nördlingen vorwiegend in jüdischen Händen. Auf Grund der zunehmenden Repressalien und der Folgen des wirtschaftlichen Boykotts verließen bis Anfang November 1938 71 jüdische Personen die Stadt (38 wanderten aus, davon 22 in die USA, je fünf nach Holland und Palästina, die übrigen in andere Länder), 33 verzogen in andere deutsche Städte (München, Nürnberg, Augsburg usw.). Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Synagoge geschändet (s.u.) sowie die Wohnungen der jüdischen Familien "durchsucht", wobei viele Gegenstände und Bargeld gestohlen wurde. Etwa 30 jüdische Männer wurden in das Stadtgefängnis gebracht. 20 von ihnen wurden nach einer Woche freigelassen, die anderen über Augsburg in das KZ Dachau verschleppt. Bis Ende 1941 verließen weitere 45 jüdische Einwohner die Stadt, wovon 33 emigrieren konnten (18 in die USA, neun nach England, sowie andere Länder). Zwischen 1933 und 1942 sind 39 Juden in Nordlingen verstorben. Am 31. März 1942 wurden 25 jüdische Einwohner über München nach Piaski bei Lublin deportiert. Die letzten Nördlinger Juden, 15 ältere Personen, wurden im August in das Ghetto Theresienstadt verbracht. Damit war Nördlingen in der nationalsozialistischen Sprache "judenfrei" geworden.    
   
Von den in Nördlingen geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Else Adler (1903), Ludwig Adler (1928), Mina Arensberg geb. Kaufmann (1876), Friedrich Ascher (1888), Hedwig Ascher geb. Stern (1883), Betti (Betty) Bauer geb. Siegbert (1906), Emma Erna Bauer geb. Weil (1872), Irma Bauer (1911), Recha Baum geb. Bühler (1897), Fanny Franziska Berliner geb. Klopfer (1899), Lina Blümlein geb. Bühler (1905), Rosa Bredig geb. Schmieder (1861), Arthur Bühler (1904), Eugen Bühler (1881), Jenny Bühler (1880), Ludwig Bühler (1900), Saly Bühler (1899), Siegfried Bühler (1896), Siegfried Bühler (1899), Emma Dannenberg geb. Einstein (1886), Hina Einstein geb. Schweisheimer (1859), Moses Einstein (1882), Sigmund Einstein (1877),  Lina Frank geb. Bühler (1905), Therese (Roesi) Jakob geb. Einstein (1884), Günther Eisenmann (1927), Heinrich Eisenmann (1886), Helene (Lene) Eisenmann geb. Vogel (1890), Ida Eisenmann geb. Kaufmann (1886), Julie Fallmann geb. Levy (1893), Adelheid Frank geb. Oberdorfer (1888), Irma Erna Freising geb. Kaufmann (1887), Josef Freitag (1890), Gustchen Friedmann geb. Löwengart (1898), Johanna Geggel (1894), Antonie Gradmann (1889), Josef Grossmeyer (1874), Heinrich Guldmann (1871), M. Guldmann (geb. ?), Paula (Pauline) Guldmann geb. Weinschenk (1884), Abraham Hamburger (1872), Benno Hamburger (1882), Gerda Berta Hamburger (1923),  Hermann Hamburger (1877), Isaak Hirsch Hamburger (1876), Jeanette (Jenny) Hamburger geb. Lärmer (1886), Klara Hamburger (1879), Moritz Hamburger (1881), Selma Hamburger geb. Einstein (1889), Siegfried Hamburger (1877), Willy (Willi) Hamburger (1876), Jenny Heimann geb. Sicher (1873), Hermann Heinemann (1880), Rosa Heinemann geb. Kreisle (1892), Bernhard Herbst (1866), Julius Herbst (1895), Lina Herbst (geb. ?), Max Herbst (geb. ), Bertha Hochstädter (1871), Bertha Hochstädter geb. Dillenberger (1882), Karolina (Lina) Höchstädter geb. Neumann (1892), Rosalie Höchstädter (geb.?), Karoline (Lina) Jakob geb. Hamburger (1895), Therese Jakob geb. Einstein (1884), Adelheid Kaufmann geb. Kaufmann (1865), Fanny Kaufmann geb. Bühler (1888), Friedrich (Fritz) Kaufmann (1890), Helena Lehmann geb. Einstein (1882), Leopold Lehmann (1867), Lina Lehmann geb. Feuchtwanger (1876), Helene Mahler geb. Rakofsky (1906), Michael Bernd Mahler (1937), Bertha Maier geb. Weiler (1880), Ida Mannheimer geb. Schweisheimer (1887), Anni Markan geb. Regensteiner (1896), Charlotte Mayer (1895), Else (Elsa) Mayer geb. Mannheimer (1874), Klara Mayer (1896), Max Moses Mayer (1866), Charlotte Mayer (1895), Klara Mayer (1896), Hedwig Meyer geb. Regensteiner (1887), Ilse Meyer (1930), Irma Meyer (1899), Lina Nager (1896), Sara Nager geb. Marx (geb. ?), August Neuburger (1876), Ludwig Neuburger (1877), Resi Neuburger geb. Sternglanz (geb. ?), Helene Neuhaus geb. Seligmann (1909), Laura Neumann geb. Obermeier (1862), Louis (Ludwig) Neumann (1896), Jenny Obermeyer geb. Marx (1885), Eugen Oppenheimer (1889), Frida Oppenheimer (1886), Johanna Oppenheimer geb. Berretz (1896), Josef Oppenheimer (1887), Martha Oppenheimer geb. Steinhacker (1877), Lina Regensteiner geb. Gutmann (1872), Selma Regensteiner (1897), Moritz Rogger (1879), Bertha Rosenbaum (1874), Julius Rosenberger (1898), Paula Rosenberger (1895), Else Samson geb. Lauchheimer (1887), Lina Schloss geb. Heiligenbrunn (geb. ?), Selma Scheidt geb. Geggel (1878), Adelheid Schönfeld geb. Kaufmann (1880), Benno (Berthold) Schweisheimer (1898), Mathilde Schweisheimer geb. Mendle (1873), Moritz Model Schweisheimer (1862), Jakob Seligmann (1878), Julius Siegbert (1875), Sofie Siegbert geb. Aufhäuser (1877), Fritz Springer (1915),  Sofie Stein geb. ? (1891), Amalie Steinbock (1893), Anna Stern geb. Blum (1871), Friederike (Frieda) Stoll geb. Hubert (1871), Thekla Stoll (1897), Julius Thalheimer (1895), Erna Thäter geb. Mayer (1893), Marie Vogel geb. Eisenmann (1895), Babette Weil geb. Göggel (1882), Herbert Ludwig Weissbacher (1923), Max Weissbacher (1885), Olga Weissbacher geb. Bachenheimer (1898), Betty Wolf geb. Blum (1877),  Irma Wolf geb. Eisenmann (1878).   
         
         
         
         
Zur Geschichte des Betsaales / der Synagoge     
   
1870 richtete die Gemeinde einen Betsaal ein (im Haus Kreuzgasse 4/4a, ehemalige Druckerei Mundbuch). Am 12. August 1870 war die Einweihung dieses Betsaales.
    
1885/86 konnte auf dem Platz des ehemaligen Gasthauses Greifen nach Plänen des Ingenieurs Max Gaab eine Synagoge erbaut werden. Die Grundsteinlegung war im April 1885. Im Frühjahr 1886 konnten die Bauarbeiten abgeschlossen werden, am 17. September 1886 war die feierliche Einweihung. Von der Architektur her war die Nördlinger Synagoge sowohl im gesamten Aufriss der Westfassade als auch der Langhauswände stark von der zwei Jahre zuvor erbauten Synagoge in Kitzingen beeinflusst. Bei beiden Bauten dienten die Barockkirchen der Region äußerlich als Vorbild.  
 
- Die neue Synagoge in Nördlingen - Bericht der Augsburger Abendzeitung vom 17. September 1886 (eingestellt als pdf-Datei; Transkription von Rolf Hofmann) 
- The new Synagogue of Noerdlingen as reported by "Augsburger Abendzeitung" on September 17, 1886 (pdf-file; German transcription by Rolf Hofmann)      
  
Die Finanzierung der Synagoge wurde über ein Darlehen (80.000 Mark) sowie durch den Verkauf von Synagogenplätzen (zusammen 40.000 Mark) vorgenommen. Allerdings wollten sich daran nicht alle in Nördlingen lebenden jüdischen Personen beteiligen:  

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 20. April 1886: "München, 2. April (1886). Der Nördlinger Synagogenbau beschäftigt heute den Verwaltungsgerichtshof. Die israelitische Kultusverwaltung hat bezüglich der Deckung der auf 120.000 Mark sich belaufenden Kosten für den Neubau einer Synagoge durch Beschluss festgesetzt, dass 40.000 Mark von den Gemeindegliedern getragen werden sollen, nachdem bereits 80.000 durch ein Anlehen beschafft sind. Diese 40.000 Mark sollen nun dadurch aufgebracht werden, dass verheiratete Familienhäupter je 400 Mark für zwei Plätze, unverheiratete je 200 Mark für einen Platz in der neuen Synagoge bezahlen sollen, die erst im August dieses Jahres fertig wird. Die Zahl der Gemeindeglieder ist 85. Der Beschluss wurde vom Stadtmagistrat Nördlingen bestätigt, wogegen 6 betroffene Gemeindeglieder Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof gerichtet haben. In der heutigen Verhandlung wurde die Beschwerde vom Rechtsanwalt Dr. Wassermann vertreten, welcher den betreffenden Beschluss als einen Angriff auf die Gewissensfreiheit bezeichnete, ganz abgesehen von der völlig ungerechtfertigten, unbilligen Belastung aller selbständigen Gemeindemitglieder ohne Rücksicht auf deren Steuerkraft und Leistungsfähigkeit. Für die Kultusgemeinde plädierte Rechtsanwalt Dr. Hellmann, welcher den Beschluss zweckmäßig und bei der anerkannten Zahlungsfähigkeit der Nördlinger Israeliten keine ungehörige Belastung darin erblickt. Staatsanwalt Dr. Schaff beantragte in seinem Gutachten, dass der Beschwerde stattzugeben sei, indem die einzelnen Mitglieder nicht verpflichtet seien, die Synagogenplätze käuflich zu erwerben, und der Beschluss der Kultusverwaltung weder eine gleichmäßige Belastung der einzelnen Mitglieder involviere, noch überhaupt gesetzentsprechend sei. Die Publikation wurde auf den 9. April anberaumt."  
   
Noerdlingen Israelit 29041886.jpg (166246 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 29. April 1886: "Von der bayerischen Grenze, 13. April (1886). Ein erwähnungswerter Prozess spielte sich kürzlich vor dem Verwaltungsgerichtshof in München ab. Die israelitische Gemeinde von Nördlingen, welche aus 85 Gemeindegliedern besteht, baut eine neue Synagoge, die bis nächsten August fertig sein wird. Die Kosten des Baues und der Einrichtung belaufen sich auf ca. 120.000 Mark. Hiervon wurden 80.000 Mark als Anlehen aufgenommen und 40.000 Mark sollen von den Gemeindegliedern getragen werden und zwar dadurch, dass verheiratete Familienhäupter 400 Mark für 2 Plätze, unverheiratete je 200 Mark für einen Platz in der neuen Synagoge bezahlen sollen. Der Nördlinger Stadtmagistrat bestätigte den Beschluss, wogegen 6 Gemeindeglieder bei dem Verwaltungsgerichtshof Beschwere erhoben haben. Rechtsanwalt Dr. Wassermann, welcher die Beschwerde bei der Verhandlung vertreten, erklärte den betreffenden Beschluss als einen Angriff auf die Gewissensfreiheit, ganz abgesehen von der völlig ungerechtfertigten, unbilligen Belastung aller selbständigen Gemeindemitglieder ohne Rücksicht auf deren Steuerkraft und Leistungsfähigkeit. Rechtsanwalt Dr. Hellmann, der die Kultusgemeinde vertritt, fand den Beschluss zweckmäßig und erblickte bei der anerkannten Zahlungsfähigkeit der Israeliten in Nördlingen keine ungehörige Belastung darin. Staatsanwalt Dr. Schaff beantragte in seinem Gutachten, dass der Beschwerde stattzugeben sei. Das Urteil, das am 9. April verkündigt wurde, lautet dahin, dass der Beschluss der Kultusgemeinde aufrecht zu erhalten und die Beschwerdeführer abzuweisen seien."  
 
Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 27. April 1886: "München, 9. April (1886). (Verwaltungsgerichtshof). Aus Anlass der Beschwerde der Kultusgemeindemitglieder Kathi Schweißheimer, Moses Hamburger und Genossen von Nördlingen gegen den Beschluss des Stadtmagistrats Nördlingen wegen Leistung von Beiträgen zur israelitischen Kultusgemeinde in Nördlingen wurde der angefochtene Magistratsbescheid dahin abgeändert, dass die Beschwerdeführer zur Zeit noch nicht zur Entrichtung der von ihnen zu zahlenden Beiträge von je 200 beziehungsweise 100 Mark verpflichtet seien, da diese Verpflichtung statutengemäß erst mit der Fertigstellung der Synagoge und der Benutzbarkeit der Kirchenstühle eintrete, was erst im August laufenden Jahres der Fall sein wird. Der beanspruchte Beitrag kann nach den Motiven nicht als missbräuchliche oder unverhältnismäßige Sonderbelastung betrachtet werden, die vielmehr nur im Verhältnis stehe zum außerordentlichen Gesamtaufwand für einen Synagogenneubau. Die Kultusgemeinde hat die Kosten beider Instanzen mit Ausnahme der den Beschwerdeführern erwachsenen Vertretungskosten zu tragen."    

    
Beschreibung der Synagoge
von Prof. Julius Heller 1920
(siehe Literatur S. 48-50; Dank an Peter Karl Müller, Kirchheim/Ries für die Übermittlung des Textes!)   

Noerdlingen Julius Heller.jpg (104490 Byte) Links: Prof. Julius August Heller (Foto aus dem Personalakt des Theodor-Heuss-Gymnasiums in Nördlingen; Sammlung HarburgProject). Heller hatte zur Synagogen-Einweihung auch den Toravorhang entworfen (siehe unten bei den Fotos; Informationen zur Person und seiner Familie siehe ein von Rolf Hofmann erarbeitetes "Familienblatt Julius Heller in Athen + Nürnberg + Nördlingen" [pdf-Datei]) 
 Die Synagoge
. Als um die Mitte des vorigen Jahrhunderts Baurat Wolf in Stuttgart eine neue Synagoge zu bauen hatte, wählte er einen echt orientalischen Stil dazu, nämlich den arabisch-maurischen, das heißt er entnahm seine Vorbilder der Glanzperiode der Maurenherrschaft in Spanien, den wunderbaren Schöpfungen in der Alhambra zu Granada, sowie der Moschee zu Cordova. Kurze Zeit danach bekam der oben genannte Architekt den Auftrag, auch in Nürnberg eine neue Synagoge in diesem Stil zu erbauen. Der Bau gelang vortrefflich und fand Nachahmung und so kam es, dass diese Bauweise, als die passendste, allenthalten Aufnahme für den Bau israelitischer Gotteshäuser fand. Da die Araber sich der Lehre Mohammeds angeschlossen hatten und deren Bibel (der Koran) jegliche biblische Darstellung beim Bau von Kultusgebäuden aufs strengste verbot, waren die arabischen Baumeister zur Ausschmückung ihrer Werke nur auf das Ornament angewiesen, das sie mit echt orientalischer Phantasie zur höchsten Entwicklung brachten, namentlich das Flachornament, mit dem Wände und andere Flächen, namentlich in der Halle der Abencerragen und im Löwenhof der Alhambra in verschwenderischer Pracht bedeckt sind. Aber nicht nur das Ornament in Arabesken, sondern auch das geometrische Ornament entwickelte sich zu einer so hohen Stufe, dass dieselbe kaum überboten werden kann. - 
Die hiesige Israelitische Kultusgemeinde (Nördlingen), an Kopfzahl gewachsen und auch wirtschaftlich erstarkt, trug sich gewiss schon länger mit dem Gedanken, an Stelle des bisherigen sehr bescheidenen Bethauses, der Gottheit zu Ehren ein würdiges Gotteshaus zu errichten. Der längst gehegte Wunsch wurde zur Tat und im Jahr 1885 auf 1886 erhob sich, leider etwas abseits, ein ansehnlicher Bau. Derselbe sollte doch möglichst in die Mitte der Stadt zu liegen kommen und darum entschloss man sich, das der bisherigen Synagoge gegenüber gelegene Wirtschaftsanwesen zum "Greifen" anzukaufen und abzubrechen. - Der städtische Ingenieur, nachmaliger Baurat Gaab wurde mit der Vorlage eines Planes betraut, der die Genehmigung fand und Gaab den Auftrag zur Ausführung erbracht. Der schöne weiße Sandstein hierzu wurde aus den Schorndorfer Brüchen bezogen. Das Gebäude mit seiner Hauptfront gegen die Hindenburgstraße gelegen, zeigt sich von da als ein imposanter Bau. Zwei hübsche, nicht sehr hohe Türme stehen zu beiden Seiten eines etwas vortretenden Mittelbaues, der oben in eine Plattform mit Balustrade endigt. Der zurückgedrängte Giebel des niederen basilikaartigen Daches dient zur besseren Wirkung der Türme, die dadurch höher erscheinen und die bis zu ihrem dritten Stockwerk quadratische Grundform haben, von da aber ins Achteck übergehen. Als Abschluss endigt das Dach mit einer Kuppel; die Wirkung ist eine recht gute. Die ganze Fassade hat elf rundbogige Fenster, von denen je drei auf die Türme treffen, zwei links und rechts vom Portal liegen und drei über diesem sichtbar sind. Diese letzteren zeichnen sich im Inneren des Gotteshauses über dem Allerheiligsten durch ihre Farbenpracht vor allen anderen aus. Die Türme haben in ihrem oberen Teil je noch acht kleinere Fensteröffnungen. Das rundbogige Portal mit seinen zwei Säulchen, die das oft gesehene charakteristische Kapitell tragen, schließt oben mit einem wagrechten Gesims ab und ist mit hübschem ausgemeißeltem Flachornament verziert. Nach den mosaischen Gesetzen muss das Allerheiligste stets nach Osten zu liegen kommen, daher konnte dieses Portal nicht als Eingang gebraucht werden, weil im Innern die Nische mit dem Allerheiligsten den demselben gebührenden Ehrenplatz bekommen musste. Der eigentliche Eingang ist deshalb auf die Rückseite des Gebäudes verlegt worden (westlich). Soweit der Bau von der Hindenburgstraße sichtbar ist, besteht er, wie schon oben bemerkt, aus weißem Sandstein, die beiden Langseiten jedoch, sowie die Rückseite des Gebäudes sind aber in Ziegelrohbau ausgeführt, wobei jedoch die Tür- und Fenstereinfassungen von demselben weißen Haustein gearbeitet sind wie die Ostfassade. Jede Langseite hat unten und oben je sechs Fenster, alle gleich rundbogig, die Rückwand besitzt zur Beleuchtung der Empore drei größere in farbigem Glas ausgeführte Fenster. Über einige Stufen gelangt man ins Innere.
Orientalischer Prunk tritt dem Beschauer gleich beim Eintritt entgegen, ein farbenreiches Bild mit Gold durchsetzt bietet sich dem Auge dar. Der geräumige hohe Saal, die reich kassettierte flache Holzdecke, die Emporen links und rechts mit ihren reich verzierten Brüstungen, jede auf vier kräftigen gusseisernen Säulen ruhend, die vielen vergoldeten Beleuchtungskörper, in der Mitte der große, vergoldete Lüster mit zweiundvierzig Flammen, an den Wänden links und rechts je vier Wandarme dazu, dann in jeder der beiden Langseiten sechs in mattem Damast ausgeführt Fenster, und das alles in reichem maurischem Stil vielfarbig gehalten, die Metallteile vergoldet, wahrlich ein voller Beweis dafür, welche Pracht und welchen Reichtum dieser Stil zu entfalten vermag! Der Saal ist durch einen Mittelgang geteilt, zu dessen Seiten zusammen vierundzwanzig Bänke Platz haben. Das ganze Innere ist durch die farbigen Fenster mit einem feierlichen Halbdunkel erfüllt, das gegen das Allerheiligste hin noch zunimmt; der Mittelgang führt darauf zu und ehrfurchtsvoll naht sich der Beschauer demselben, und wenn der freundliche Lehrer gar noch die oberhalb der Lade angebrachten Talmudworte übersetzt: 'bedenke, vor wem du stehst', so bevollmächtigt sich ein heiliger Schauer der Seele. 
Vor der hohen und tiefen Nische, die das Allerheiligste birgt, liegt vorne die schöne, reichgeschnitzte Kanzel, ihr zur Seite links und rechts zwei hohe siebenarmige Leuchter, hinter der Kanzel das Vorbeterpult und hinter diesem an der Wald die die Torarollen enthaltende heilige Lade, in der Form des reichen Portikus mit Säulen und Kapitells, in ernster, dunklerer Farbe gehalten, den Inhalt durch einen gleichfalls dunklen Vorhang vor profanen Augen verdeckend.
Vor dem Allerheiligstenschrein hängt von der Decke die Ampel mit dem ewigen Licht und zu den Seiten stehen nochmals zwei kunstvolle Kandelaber. Im oberen Teil der Nische sieht man die schon bei Betrachtung der Außenseite erwähnten drei Fenster im herrlichsten Farbenschmuck prangen und das herrliche Gesamtbild abschließen.
Im Jahre 1885 stiftete der israelitische Frauenverein einen zweiten Vorhang für das Allerheiligste von rotem Samt mit reicher Goldverzierung, zu dessen Herstellung auftragsgemäß der Schreiber dieses die Zeichnungen lieferte. Während des Verlassens des schönen Raumes sieht man, dass die reich kassettierte flache Holzdecke, die Emporen links und rechts mit ihren reicht verzierten Brüstungen, jede auf vier kräftigen gusseisernen Säulen ruhend, die vielen vergoldeten Beleuchtungskörper, in der Mitte der große vergoldete Lüster mit zweiundvierzig Flammen, an den Wänden links und rechts die vier Wandarme dazu, dann in jeder der beiden Landseiten sechs in mattem Damast ausgeführte Fenster, und das alles in reichem maurischem Stil vielfarbig gehalten, die Metallteile vergoldet, wahrlich ein voller Beweis dafür, welche Pracht und welchen Reichtum dieser Stil zu entfalten vermag! Der Saal ist durch einen Mittelgang geteilt, zu dessen Seiten zusammen vierundzwanzig Bänke Platz haben. Das ganze Innere ist durch die farbigen Fenster mit einem feierlichen Halbdunkel erfüllt, das gegen das Allerheiligste hin noch zunimmt; der Mittelgang führt darauf zu und ehrfurchtsvoll naht sich der Beschauer demselben, und wenn der freundliche Lehrer gar noch die oberhalb der Lade angerachten Talmudworte übersetzt: 'bedenke, vor wem du stehst', so bemächtigt sich ein heiliger Schauer der Seele.    
Vor der hohen und tiefen Nische, die das Allerheiligste birgt, liegt vorne die schöne, reichgeschnitzt Kanzel, ihr zur Seite links und rechts zwei hohe siebenarmige Leuchter, hinter der Kanzel das Vorbeterpult und hinter diesem an der Wand die die Torarollen enthaltende heilige Lade, in ernster, dunklerer Farbe gehalten, den Inhalt durch einen gleichfalls dunklen Vorhang vor profanen Augen verdeckend.   
Vor dem Allerheiligstenschrein hängt von der Decke die Ampel mit dem ewigen Licht und zu den Seiten stehen nochmals zwei kunstvolle Kandelaber. Im oberen Teil der Nische sieht man die schon bei Betrachtung der Außenseite erwähnten drei Fenster im herrlichsten Farbenschmuck prangen und das herrliche Gesamtbild schließen.  
Im Jahre 1885 stiftete der israelitische Frauenverein einen zweiten Vorhang für das Allerheiligste von rotem Samt mit reicher Goldverzierung, zu dessen Herstellung auftragsgemäß der Schreber dieses die Zeichnungen lieferte. - Während des Verlassens des schönen Raumes sieht man, dass die Empore über dem Eingang nicht auf Säulen ruht, sondern auf Wandträgern und dem Ein- und Austritt nichts n den Weg stellt. Will man dem Gesamteindruck inwenig Worten Ausdruck verleihen, so ist es der: Im Äußern zierlich, im Innern prächtig!"       

  
Verkauf der alten Synagogeneinrichtung (1886)  
Nach Fertigstellung der Synagoge konnte die Einrichtung der alten Synagoge verkauft werden. Es ist nicht bekannt, wohin diese Einrichtung gekommen ist.  

Noerdlingen Israelit 11111886.jpg (44984 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 11. November 1886: "Durch unseren Synagogenneubau ist eine komplette Synagogen-Einrichtung, für eine kleinere Gemeinde passend, abzutreten. Hierauf reflektierende Gemeinden belieben sich dieserhalb an den unterzeichneten Vorstand zu wenden. 
Nördlingen. Die Kultusverwaltung. Der I. Vorstand: Lazarus Marx."


1936 - drei Jahre nach der nationalsozialistischen Machtergreifung - stand die Feier des 50jährigen Bestehens der Synagoge an:    
    
Historischer Rückblick anlässlich der 50jährigen Synagogeneinweihung 1936  

Artikel in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung" vom 15. Oktober 1936: "Nördlingen. Eine erhebende Feier fand am Sonntag, 4. Oktober, in der Synagoge zu Nördlingen statt. Es galt ein dreifaches Jubiläum zu feiern. 50 Jahre waren verflossen, seit das stattliche 'Beth Hakneseth' erbaut worden war, 25 Jahre sind es her, dass der Beamte der Gemeinde, Kollege Hermann Strauß, den Dienst in diesem Gotteshause versieht, und endlich konnte dieser in seiner Gemeinde so beliebte und geachtete Lehrer seinen 60. Geburtstag begehen. Herr Bezirksrabbiner Dr. Schwab, Ichenhausen, sprach nach dem Gesamt des 'Ma Towu' und nach dem Mincha-Gebet in zu Herzen gehenden Worten zu der vollzählig versammelten Gemeinde. Mit besonderem Danke hob er hervor, in welch vorbildlicher Weise der Jubilar stets mehr als seine Pflicht getan habe und ein Leben, dem Idealen und Göttlichen geweiht, 'lemalo min haschemesch' geführt habe, das fortwirkend ewige Werte erzeugt.  
Kollege Strauß, der danach das Wort ergriff, dankte von Herzen für die ihm erwiesene Ehrung (der Gemeindevorstand hatte dem Jubilar vorher schon Dubnows Geschichtswerk überreicht) und zeigte durch seine nachfolgenden Ausführungen, dass er nach wie vor auch für den Rest seiner Jahre nur den Weg 'lemalo min haschemesch' gehen könne, in tiefster Verbundenheit mit seiner so treuen Gemeinde. 
Der Unterzeichnete, der als Nachbarkollege und als Vertreter der Bezirkskonferenz Ansbach die Glückwünsche überbrachte, konnte mit dem Bewusststein heimkehren, eine selten schöne und würdige Feier erlebt zu haben.  Levite, Gunzenhausen."  
  
Noerdlingen BayrGZ 15011937.JPG (361651 Byte)Bericht in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung" vom 15. Januar 1937: "Aus den letzten 50 Jahren der Gemeinde Nördlingen. Am 17. September 1936 jährte sich zum 50. Male der Tag, an dem die Nördlinger Synagoge eingeweiht wurde. In den Schriften der Glossierer des Talmuds finden wir den Namen der Stadt Nördlingen mit 'Nurlingen' bezeichnet und in den Tschuwoth M'haram Maiur zeichnet der Dajan zu Venedig Rabbi Schmuel aus 'Nurlingen'; so heißt auch an anderer Stelle der Verfasser des Josef Omez Rabbi Josef Nurlingen. Aller Wahrscheinlichkeit nach stammen dieselben von den im Jahre 1384 aus Nördlingen vertriebenen Juden. Chronisten der Stadt Nördlingen erwähnen auch die Juden Nördlingens im 12. und 13. Jahrhundert. 1290 mussten auch die Juden Nördlingens ihre Heimat das erste Mal verlassen. Einige Zeit nachher wurden ihnen die Tore der Stadt wieder geöffnet; im 14. Jahrhundert bestand die Gemeinde aus 30 Familien, welche ihre Wohnungen in der erst vor ganz kurzer Zeit umbenannten 'Judengasse' hatten. Dort stand die Synagoge, jetzt eine zur Wirtschaft 'Bayerischer Hof' gehörige Scheune. - In der Nacht vom 26. auf den 27. Februar 1914 brannte diese nieder. Als das Dach und die Vorderwand gefallen waren, da traten die alten hohen und dicken Umfassungsmauern der einstigen Synagoge wieder zu Tage und mit ihnen der Bogen des stattlichen Gewölbes, die schmalen gotischen Fenster und die vorspringenden Mauerteile, welche die Frauenempore trugen: untrügliche Beweise dafür, dass diese Wände einst ein Gotteshaus umschlossen und zwar die älteste der drei Synagogen Nördlingens. - Diese Synagoge war ursprünglich Eigentum der jüdischen Gemeinde. Als bei der Katastrophe von 1348 vertragsmäßig alle Häuser und Hofstätten der Juden dem Grafen von Öttingen mit der Bedingung zufielen, sie binnen drei Jahren zu verkaufen, ist sie vermutlich zunächst an die Stadt übergegangen und wurde von ihr später wieder an die neugebildete Judengemeinde überlassen. Im Jahre 1909, bei der letzten Judenvertreibung, überließ der Rat dem Stadtrechner Hans Sporer, der bei den Unterhandlungen wegen Austreibung der Juden neben dem Stadtamtmann besonders tätig gewesen ist, die Schule nebst der Wohnung des Rabbi sowie den anstoßende Hof um 20 Gulden zu frei eigen. Seitdem ist sie in Privatbesitz geblieben. 
Von dieser Zeit ab war es den Juden nicht mehr gestattet, in Nördlingen zu wohnen, bis das Jahr 1848 ihnen Freiheit und Gleichheit brachte und damit auch die Freizügigkeit. Einer der zuerst wieder hierher gezogenen Juden war Eduard Höchstädter, der 1861 von Mönchsdeggingen übersiedelte.
Im Jahre 1869 waren schon 15 jüdische Familien in Nördlingen; sie schlossen sich der Gemeinde Kleinerdlingen an. Dorthin gingen sie an Sabbat- und Festtagen zum Gottesdienst. Erst am 28. März erhielt die neuerrichtete Gemeinde die Genehmigung der Königlichen Regierung. Hand in Hand damit erfolgte die Übersiedelung der Ederheimer Gemeindemitglieder nach Nördlingen, sodass die Gemeinde nach der Gründung aus 27 Mitgliedern bestand. 
In dem der heutigen Synagoge gegenüberliegenden Hause mietete die Gemeinde ein Lokal, welches zu einem Betsaal umgebaut wurde. Mit dem Rabbinat Wallerstein und der Gemeinde Mönchsdeggingen wurden über die Mitbenutzung des Begräbnisplatzes, mit der Gemeinde Kleinerdlingen über Benutzung des Ritualbades Verträge abgeschlossen. Als Religionslehrer und Vorbeter wurde Abraham Weiler aus Fischach angestellt. Am Schabbos Nachmu 5630 = 1870 wurde der Betsaal durch den Distrikts-Rabbiner David Weißkopf eingeweiht. 1874 wurde ein selbständiges Ritualbad errichtet und 1876 der Friedhof auf sanft geneigtem Hang vor dem Berger Tor angelegt.
Infolge stetigem Anwachsens der Gemeinde, die Mitte der 80er-Jahre an 500 Seelen zählte - heute sind es nur noch 150 - erwies sich der Betsaal bald als zu klein und die Gemeinde sah sich vor die Notwendigkeit gestellt, eine der Größe der Gemeinde angemessene Synagoge zu erbauten. Am 19. Januar 1884 - 21. Tewes 5644 wurde die Kultusverwaltung ermächtigt, einen geeigneten Synagogenbauplatz anzukaufen. Dies geschah am 5. März 1884 durch Erwerb der Gastwirtschaft zum Greifen für die Summe von RM 22.000.-. Am 1. Juni 1884 wurden die ausgestellten Pläne von der Gemeindeversammlung einstimmig gut geheißen. Die Pläne und Voranschläge des Synagogeneubaues wurden am 3. November 1884 behördlich genehmigt. Am 11. März 1885 wurde mit den Erdarbeiten begonnen. Am 27. April fand die Grundsteinlegung statt in Gegenwart des Distriktrabbiners, des 1. Bürgermeisters und des bauleitenden Technikers. In den Grundstein wurde eine hebräische und deutsche Urkunde eingelegt. Am Dienstag, den 14. September 1886 waren sämtliche Arbeiten beendet; der schöne Bau stand vor aller Augen. Er erforderte einen Kostenaufwand von RM. 120.000.- . Am 17. September 1886 (= 17. Elul 5646) fand die feierliche Einweihung statt unter Beteiligung der staatlichen und städtischen Behörden, der Geistlichkeit, der Rektoren und Lehrer der höheren Unterrichtsanstalten und zahlreicher auswärtiger Gäste. 
Die Abschiedsrede in der alten Synagoge hielt Herr Distriktsrabbiner M. Cohn - Kleinerdlingen, die Weiherede Herr Distriktsrabbiner A. Cohn - Ichenhausen. Der Festgottesdienst wurde von Lehrer und Kantor A. Weiler aufs feierlichste durchgeführt. 
Fromme Frauen spendeten einen herrlichen Vorhang für die Bundeslade und eine Schulchandecke aus rotem Samt mit reicher Goldstickerei, Mädchen selbstgestickte Toramäntelchen; Männer und Frauen stifteten einen weißen goldgestickten Vorhang, ferner die gemalten Fenster an der Ostfront, eine Ner-tamid-Ampel, silberne Leuchter und andere Gegenstände.
Ein halbes Jahrhundert hat das schöne Gotteshaus den Gemeindemitgliedern und vielen Glaubensgenossen aus nah und fern Stunden der Einkehr, des Trostes und seelischer Erbauung, Stunden der stillen Zwiesprache mit Gott geschenkt. Möge die Synagoge auch noch unseren Enkeln und Urenkeln als Pflegestätte des Glaubens dienen.    Strauß-Nördlingen."
 
Meldung in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung" vom 5. November 1936: "München. Die Gemeinde Nördlingen (Schwaben) veranstaltete anlässlich des 50jährigen Bestehens ihrer Synagoge eine würdige Feier, die gleichzeitig dem 25. Dienstjubiläum ihres Lehrers Hermann Strauß und seinem 60. Geburtstag galt."

   
Vortrag in der Synagoge Anfang März 1938 

Noerdlingen Israelit 10031938.JPG (87686 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 10. März 1938: "Nördlingen, 8. März (1938). Im Anschluss an den Nachmittagsgottesdienst fand hier vergangenen Sonntag in der Synagoge ein religiöser Vortrag statt, in dem Herr Isi Goldberger aus Nürnberg über die Bedeutung der Agudas Jisroel sprach. Nach einem geschichtlichen Rückblick über die Entstehung der Organisation, die den Zusammenschluss des jüdischen Volkes auf der Grundlage der Tora erstrebt, entwarf der jugendliche Redner in fesselnder Darstellung ein Bild von den vielfältigen Leistungen der Agudas Jisroel. Mit besonderem Nachdruck unterstrich der Redner die auf Ansiedlung religiöser Gruppen gerichteten Aufgaben und die darauf resultierende Forderung, durch Anschluss an die Gemeinschaft der Gesetzestreuen diesen Kreis zu unterstützen. Das aus dem Arewus-Begriff fließenden Solidaritätsgefühl gibt auch dem Einzelnen in den Landgemeinden, dass der große Klall Jisroel (die jüdische Gemeinschaft) ihn mitträgt. - Die in großer Anzahl erschienenen Gemeindemitglieder folgten den Ausführungen mit sichtlicher Anteilnahme. Lm". 

Beim Novemberpogrom 1938 wurden zunächst am Abend des 9. November 1938 die Scheiben der Synagoge eingeschlagen. Am folgenden Tag wurden das Mobiliar und die Ritualien zerstört; die Torarollen aus ihrem Schrein geholt und im Hof der Synagoge angezündet. Auf Anweisung des Bürgermeisters wurde dann jedoch ein Schild an der Synagoge angebracht, das das Gebäude zum Eigentum der Stadt erklärte, das nicht angerührt werden dürfe. Nach dem Pogrom verkaufte die jüdische Gemeinde die Synagoge und den Friedhof für 15.000 RM an die Stadt. Das restliche Synagogeninventar kam aus der Synagoge in den Luftschutzkeller der Schranne. In der Synagoge wurde ein Getreidespeicher eingerichtet.
 
1955 wurde die ehemalige Synagoge von der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde erworben und teilweise abgebrochen beziehungsweise umgebaut. An ihrer Stelle entstand das Evangelische Gemeindehaus. Im Erdgeschoss befand sich das Arbeitsamt Nördlingen. Am Eingang erinnerte eine Gedenktafel an die Synagoge. 1997 wurde das Evangelische Gemeindehaus und mit ihm die bis dahin erhaltenen Reste der Synagoge abgebrochen, an seiner Stelle 1998 ein mehrstöckiges Altenheim errichtet.
         
          

Kurzreferat zur Synagoge Nördlingen von Rolf Hofmann (im Rahmen der Ausstellung "Synagogen in Bayerisch Schwaben" bei den Rieser Kulturtagen am 6. Mai 2014)   
auch eingestellt als pdf-Dateienglish version (pdf-file)      
Bis in die 1990er Jahre standen noch wesentliche Teile der ehemaligen Nördlinger Synagoge, ohne dass dies allgemein bekannt war. Es waren dies die mächtigen Außenmauern mit den großflächigen Fenstern. Nach Abriss derselben und Neubau eines Seniorenwohnheims erinnert eine Gedenktafel an längst Vergangenes. Errichtet wurde die Synagoge in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts nach Plänen des Nördlinger Stadtbaumeisters Max Gaab in einem für einen jüdischen Kultbau unpassenden Baustil. Dominant war die Doppelturmfront, die der Synagoge seltsamerweise das Aussehen einer christlichen Kirche gab. Von praktischem Nutzen war dies nicht, denn es gab dort ja keine Glocken und keine Kirchturmuhr. 
Über die Gründe für die Wahl dieser Architekturform lässt sich bislang nur spekulieren. Nach der Vertreibung der jüdischer Familien aus Nördlingen im Jahr 1507 konnten sich jahrhundertelang keine Juden dauerhaft in Nördlingen niederlassen. Erst Eduard Höchstädter aus Mönchsdeggingen erkämpfte sich 1861 das Niederlassungsrecht. In den folgenden 20 Jahren wuchs die Zahl jüdischer Bürger, sodass der Bau einer Synagoge unumgänglich war. Sie sollte groß und eindrucksvoll sein und damit das wiedergewonnene Selbstgefühl jüdischer Familien in Nördlingen zum Ausdruck bringen, dies auch und gerade mit einer an christliche Architektur erinnernden Stilform, war doch durch königlichen Willen inzwischen auch die jüdische Religionsgemeinschaft als eine dem Christentum gleichwertige Kirche anerkannt. 
Die formale Dominanz der Doppelturmfront mit lediglich als Relief angedeutetem jedoch nicht ausgeführtem Eingangsportal brachte in der Organisation des Innern der Synagoge zwangsläufig Probleme. Das Hauptportal konnte nicht im Bereich der Türme sein, da dort ja im Osten des Gebäudes (also in Richtung Jerusalem) traditionell die Nische für die kostbaren Thora-Rollen sein musste, aus denen Woche für Woche Abschnitte aus den 5 Büchern Moses verlesen wurden. Der im Grunde fast versteckt liegende Hauptzugang befand sich demnach an der westlichen Rückseite der Synagoge, erreichbar über die schmale Luckengasse. Das Innere war dann weniger bescheiden. Entlang der beiden Längsseiten des großen Synagogenraums waren die Frauenemporen mit farbig gestalteten bleiverglasten Fenstern im Osten und Westen, und über allem thronte ein blauer mit goldenen Sternen geschmückter Himmel. So sagen es Jene die sich noch an die Ausstattung der Synagoge erinnern können, die von der Nutzung her einen sakralen Charakter hatte, ganz im Gegensatz zur historischen Tradition als Lehrhaus zum Studium der Heiligen Schriften. 
Nach Zerstörungen des Innern anlässlich der "Reichspogromnacht" 1938 nahm die politische Gemeinde das Gebäude in Besitz und verhinderte damit die Zerstörung. Dies war die mutige Tat des damaligen Bürgermeisters. Nach dem Krieg erhielt die JRSO als Verwalterin ehemaligen jüdischen Eigentums das Gebäude zurück und veräußerte es an die Evangelische Kirchengemeinde. Der Umbau zum Gemeindehaus mit Arbeitsamt im Erdgeschoss wurde mit der JRSO abgesprochen, desgleichen auch der Abbruch der an sakrale Nutzung erinnernden Doppelturmfront. Geplant hat diese Baumaßnahme der Baumeister Christian Prechter aus Harburg, der übrigens auch noch vor dem Umbau die historische Bausubstanz in Form einer zeichnerischen Bauaufnahme festhielt, heute ein kostbares historisches Dokument. Prechter war in Nördlingen als Sohn eines Postmeisters in der Augsburger Strasse aufgewachsen, studierte nach 1945 Architektur an der Technischen Hochschule in München unter dem legendären Professor Döllgast, dessen Assistent und Freund er wurde, und ließ sich dann als Baumeister in Harburg nieder. Erst vor wenigen Jahren ist er hochbetagt in Nördlingen verstorben, wo er seine letzten Lebensjahre im Altersheim verbracht hatte.   

         
         
Fotos 
Historische Fotos / Pläne / Abbildungen:    

Historische Ansichten der Synagoge in Nördlingen     
Noerdlingen Synagoge 149.jpg (57210 Byte) Noerdlingen Synagoge 250.jpg (144272 Byte) Kitzingen Synagoge 001.jpg (75515 Byte) Noerdlingen Synagoge 1935i.jpg (137581 Byte) Noerdlingen Synagoge 145.jpg (91106 Byte)
Die 1885/86 erbaute Synagoge in Nördlingen 
(rechts in höherer Auflösung eingestellt; Stadtarchiv Nördlingen) 
Architektonisches Vorbild für die 
Nördlinger Synagoge: die 1883 
erbaute Synagoge in Kitzingen  
Innenaufnahmen der Synagoge  
(Foto links von 1935; Stadtarchiv Nördlingen) 
     
     
Noerdlingen Synagoge Luftaufnahme 010.jpg (58793 Byte)   Noerdlingen Synagoge 159.jpg (64212 Byte) Noerdlingen Synagoge Postkarte.jpg (110410 Byte)
 Luftaufnahme der Synagoge 
(Stadtarchiv Nördlingen)  
Mehrbild-Ansichtskarte von Nördlingen mit Synagoge 
(Quelle: Peter Karl Müller, Kirchheim/Ries)  
Seitenansicht  
(Stadtarchiv Nördlingen) 
   
  Noerdlingen Synagoge Plan 01.jpg (1337301 Byte) Noerdlingen Synagoge Plan Gaab.jpg (8168 Byte) Noerdlingen Synagoge 157.jpg (87004 Byte) Noerdlingen Synagoge 156.jpg (75392 Byte)
 Historischer Lageplan der Synagoge mit der Signatur 
von Baumeister Gaab unten rechts (Quelle: Bauamt Nördlingen)  
Druck der Kreissparkasse Nördlingen von 1987 /Repro einer alten Lithographie),
 u.a. mit der Synagoge (Ausschnittsvergrößerung, Quelle: Peter Karl Müller, Kirchheim/Ries) ) 
       
Noerdlingen Synagoge Grundriss 010.jpg (127744 Byte) Noerdlingen Synagoge Zaun 001.jpg (186910 Byte) Noerdlingen Synagoge Toravorhand 1885.jpg (127273 Byte) Noerdlingen Synagoge Toravorhang 1922.jpg (63668 Byte) Noerdlingen Synagoge Tora 1922.jpg (56175 Byte)
Grundriss der Synagoge (Bauamt der Stadt Nördlingen), 
rechts Plan des Zauns  
  
Entwurf des Toravorhangs von 1885 von 
Prof. Julius August Heller (siehe Beschreibung oben)
(Stadtmuseum Nördlingen)  
Toravorhang (Parochet) von 1922 
aufgestickt das Symbol der Torakrone 
(Stadtmuseum Nördlingen) 
     
     
Abbildung / Fotos nach 1945 / 
Gegenwart:  
(Abbildung / Fotos 1954) 
   
Noerdlingen Synagoge F020.jpg (53668 Byte) Noerdlingen Synagoge 030.jpg (36565 Byte) Noerdlingen Synagoge 031.jpg (61183 Byte)
 Frontansicht der ehemaligen Synagoge 
von Baumeister Christian Prechter 
(vgl. rechts) 
Die ehemalige Synagoge in Nördlingen, 1954 von Baumeister Christian Prechter aufgenommen
 als Vorarbeit zum Teilabriss und Umbau zum evangelischen Gemeindehaus 
(die Fotos wurden von Rolf Hofmann, Stuttgart zur Verfügung gestellt)  
     
Noerdlingen Synagoge Abbruch 1995.jpg (173766 Byte) Noerdlingen Synagoge noerdl Portal 010.jpg (61141 Byte) Noerdlingen Synagoge Kapitell 010.jpg (141921 Byte)
Abbruch der Synagoge in den 1990er-Jahren
 (Foto aus einem Bericht der 
Rieser Nachrichten 1995)
Foto vom Seitenportal am Turm der Synagoge, 
entstand beim Abbruch der Turmfront um 1955 
(Quelle: Evang. Dekanat Nördlingen) 
Blieb erhalten: ein Kapitell des Portals 
(in Privatbesitz) 
  
     

Fotos 2004:
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum: 12.3.2004)

     
Noerdlingen_Synagoge 150.jpg (68751 Byte) Noerdlingen_Synagoge 151.jpg (42276 Byte) Noerdlingen_Synagoge 152.jpg (77065 Byte)
Das auf dem Synagogengrundstück 1998 erbaute Altenheim Gedenktafel für die ehemalige Synagoge
      
      

    
    
    
Erinnerungsarbeit vor Ort - einzelne Berichte   

Mai 2010: Ausstellung "Begegnung mit bemerkenswerten Menschen" - Lebensbilder jüdischer Persönlichkeiten
Im Rahmen der Rieser Kulturtage 2010 wurde von Rolf Hofmann eine Ausstellung organisiert - in Kooperation mit der Stadt Nördlingen und dem Freundeskreis Synagoge Hainsfahrt. Die Ausstellung ist zu sehen in der sogenannten Färberhalle des Reihl-Hauses, Vordere Gerbergasse 3, Nördlingen, vom 12. bis 30. Mai, jeweils Mittwoch, Samstag und Sonntag von 15.00 bis 19.00 Uhr.  
Fotos zur Ausstellung
(Quelle: oben Mitte: Jüdisch Historischer Verein Augsburg; unten: Hahn; alle Fotos wurden bei der Ausstellungseröffnung 
am 11. Mai 2010 erstellt)
Noerdlingen Ausstellung 110.jpg (24957 Byte) Noerdlingen Ausstellung 111.jpg (41931 Byte)
  Rolf Hofmann, der die 
Ausstellung organisierte
Publikation zur Ausstellung
mit einem Foto von Jenny Heymann
     
Noerdlingen Ausstellung 01007.jpg (65794 Byte) Noerdlingen Ausstellung 01005.jpg (60032 Byte) Noerdlingen Ausstellung 01006.jpg (59398 Byte)
 Erläuterungen zur Ausstellung vor 
zahlreichen Besuchern durch Rolf Hofmann
Blick in die Ausstellung: auf einzelnen Tafeln werden Kurzbiografien bemerkenswerter
 Menschen mit ausgewählten Dokumenten dargestellt
     
Berichte zur Ausstellung
Bericht auf der Seite des Jüdisch Historischen Vereins Augsburg (externer Link)   
Bericht von Heike Jahnz in der "Donauwörther Zeitung" vom 22. Mai 2010 (pdf-Datei)     
Bericht in den "Rieser Nachrichten" vom 28. Mai 2010: "Ausstellung endet am kommenden Sonntag" (pdf-Datei)   

Noerdlingen Ausstellung PA 010.jpg (283959 Byte)Links: Artikel von Heike Jahnz: "Bemerkenswerte Menschen - Ausstellung 'Lebensbilder jüdischer Persönlichkeiten aus Schwaben im Reihl-Haus'" in: "Rieser Nachrichten" vom 14. Mai 2010.   
Zum Lesen bitte Textabbildung anklicken.        

     
 
November 2010: Eine neue Gedenkstätte am "Haus der Kultur" wird eingeweiht   
Artikel von Jim Benninger in den "Rieser Nachrichten" vom 12. November 2010 (Artikel; auch als pdf-Datei eingestellt): 
"Ein Mosaikstein für das kollektive Gedächtnis. 
Nördlingen
Eine größere Gruppe von Menschen kam am späten Mittwochnachmittag zur Enthüllung einer Gedenktafel für jüdische Mitbürger in die Nördlinger Judengasse. Sie ist am 'Haus der Kultur', direkt hinter der Erinnerungsstele angebracht und listet die Namen derer auf, die während der Nazizeit deportiert und in Konzentrationslagern ermordet wurden. Initiiert hatte die Tafel Werner Eisenschink anlässlich der Ausstellung 'Lebensbilder jüdischer Persönlichkeiten von einst' bei den Rieser Kulturtagen.
An den Pogrom vor 72 Jahren erinnert. Vor der Enthüllung erinnerte Nördlingens Oberbürgermeister Hermann Faul auch an die sogenannte 'Reichskristallnacht' vor 72 Jahren, während der auch Rieser jüdische Mitbürger verfolgt und eingesperrt wurden. Seit dem 13. Jahrhundert seien bereits Juden in Nördlingen ansässig gewesen und hätten in der Folge immer wieder mit Pogromen zu kämpfen, so der OB. Nun sei es längst an der Zeit, sich der Verantwortung zu stellen und zumindest mit einer Gedenktafel an die vor dem Zweiten Weltkrieg in Nördlingen ansässigen Juden zu erinnern.
Viele Gäste begrüßt. Faul begrüßte viele Gäste, unter ihnen die Dekane Wolfermann und Erber und Stadträte, Sigried-Gunda Atzmon vom Freundeskreis Hainsfarther Synagoge, Simon Schenavsky, Sohn des damaligen Sponsors der Stele in der Judengasse, Klaus Wildförster und Dietmar Voges, die auch in Nördlingen einige 'Stolpersteine' legten, oder Nikola David. Der Kantor der israelitischen Kultusgemeinde Augsburg sang und betete mit den Besuchern. Stadtarchivar Dr. Wilfried Sponsel erinnerte an die Ausstellung und frühere jüdische Nördlinger Bürger wie den Kultusbeamten Maier Fromm.
Dessen Verwandtschaft mit dem bekannten deutschen Psychoanalytiker Erich Fromm hatte Rolf Hofmann aus Stuttgart herausgearbeitet. Und direkt hinter der Erinnerungstafel sind in der jetzigen Bibliothek Bücher verwahrt von Hermann Keßler, Dietmar-Henning Voges, Carl Völkl oder Werner Eisenschink, die sich mit der jüdischen Vergangenheit des Rieses beschäftigten. Mit der Tafel habe das 'kollektive Gedächtnis' der Stadt einen weiteren wichtigen Mosaikstein erhalten, so Wilfried Sponsel, und: 'Ich bin sicher, dass die Menschen, die hier Halt machen, von den Schrecken dieser ,dunklen Jahre’ erfasst werden.'"   
Dazu Fotos von Rolf Hofmann:   
  Noerdlingen Gedenkstaette 112010a.jpg (93127 Byte)      Noerdlingen Gedenkstaette 112010b.jpg (222537 Byte) Noerdlingen Gedenkstaette 112010d.jpg (76641 Byte) Noerdlingen Gedenkstaette 112010c.jpg (66815 Byte)
Gedenkstätte mit Stele im Vordergrund 
und Erinnerungstafel an der Wand 
im Hintergrund (Liste der aus Nördlingen deportierten jüdischen Personen)
Ansprache von Stadtarchivar 
Dr. Wilfried Sponsel
Von rechts nach links: Stadtarchivar 
Dr. Sponsel, Oberbürgermeister Faul, 
Werner Eisenschink, Sigi Atzmon, Kantor 
Nicola David und Simon Schenavsky
 
       
     
Mai 2012: Vortrag von Rolf Hofmann im Rahmen der "Rieser Kulturtage" über den Steinmetzbetrieb von Max Koppel    
KOPPEL-LUFTBILD.jpg (271690 Byte) Artikel von Bernd Schied in den "Rieser Nachrichten"  vom 16. Mai 2012: "Ein fast vergessener Unternehmer
Vortrag. Rolf Hofmann erinnert an den Steinmetzbetrieb von Max Koppel..." 
Artikel eingestellt als pdf-Datei  
  
Hinweis: Weiteres zur Fa. Max Koppel & Söhne auf der Textseite zur jüdischen Gemeinde in Nördlingen (interner Link)   
   
2012: Die Nördlinger Synagoge in den Gemälden des Künstlers Alexander Dettmar   
Link zu einem Video des Bayerischen Fernsehens (Sendedatum 24.2.2012):      http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/schwaben-und-altbayern-aktuell/painting_to_remember108.html 
  

         
          

Links und Literatur 

Links:

Website der Stadt Nördlingen  
Zur Seite über die jüdischen Friedhöfe in Nördlingen (interner Link)  
Artikel zur Geschichte der Synagoge und des Evangelischen Gemeindehauses von E. Bezzel im Evangelischen Gemeindeboten für die Kirchengemeinden Nördlingen usw. vom Februar/März 1991 (interne Seite): hier anklicken 
Genealogische Seiten zu den jüdischen Familien Nördlingens - Jewish Family Sheets Noerdlingen  erarbeitet von/compiled by Rolf Hofmann, Harburgproject 
Die Namen der jüdischen Gefallenen des Ersten Weltkrieges auf Seite des Hauses der Bayerischen Geschichte  
Über die Nördlinger Laubhütte im Museum Schloss Cronheim   (Seite auch intern gespeichert)  
Jüdisches Kulturmuseum Augsburg-Schwaben  www.jkmas.de  
Netzwerk Historische Synagogenorte in Bayerisch-Schwaben www.juedisches-schwaben-netzwerk.de  
Digitales Synagogenarchiv für Bayerisch-Schwaben www.synagogenarchiv.jkmas.de beziehungsweise http://archiv.jkmas.de    

Literatur:   

Germania Judaica II,2 S. 593-597; III,2 S. 977-994.
Noerdlingen Synagoge Lit 120.jpg (117963 Byte)Tempelweihe-Marsch. Der israelitischen Cultusgemeinde Nördlingen verehrungsvoll gewidmet von A. Weiler. Für Pianoforte. Erschien zur Einweihung der Synagoge 1886. Eingestellt als pdf-Datei.   
Anmerkung (nach Hinweis von R. Hofmann): Komponist des Tempelweihe-Marsches war Abraham Weiler, der langjährige Kantor und Lehrer der jüdischen Gemeinde in Nördlingen (siehe oben). Er war ein Enkel von Rabbiner David Weisskopf und von 1870 bis zu seinem Tod 1908 in Nördlingen tätig.     
Ludwig Müller: Aus fünf Jahrhunderten. Beiträge zur Geschichte der jüdischen Gemeinden im Ries. in: Zeitschrift des Historischen Vereins für Schwaben und Neuburg 25 1898 S. 1-124 und 26 1899 S. 81-183.
Noerdlingen Heller Lit 1920.jpg (55799 Byte)Julius Heller: Nördlinger Gotteshäuser. Mit einem Anhang: Das Klösterle / Nördlinger Begräbnisstätten. Nördlingen 1920. 
Michael Trüger: Der jüdische Friedhof in Nördlingen. In: Der Landesverband der Israelit. Kultusgemeinden in Bayern. 11. Jg. Nr. 72 März 1997 S. 19-20.
Gustav Adolf Zipperer: Nördlingen - Lebenslauf einer schwäbischen Stadt. Nördlingen 1979.
Baruch Z. Ophir/Falk Wiesemann: Die jüdischen Gemeinden in Bayern 1918-1945. Geschichte und Zerstörung. 1979 S. 486-488.
Israel Schwierz:  Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern. Eine Dokumentation der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit. A 85. 1988 S. 259-260.
Pinkas Hakehillot: Encyclopedia of Jewish Communities from their foundation till after the Holocaust. Germany - Bavaria. Hg. von Yad Vashem 1972 (hebräisch) S. 629-632. 
Hermann Keßler: Die jüdische Gemeinde in der Stadt Nördlingen 1860-1942. In: Rieser Kulturtage Dokumentation Band VII/I S. 327-391. 
Noerdlingen Lit Koppel 010.jpg (98484 Byte) Rolf Hofmann: Max Koppel & Söhne. Jüdisches Steinmetzunternehmen in Nördlingen. 
Max Koppel & Sons. Jewish Sonemasons in Nördlingen (Bavaria). 
englische Version von Yehuda Shenef.  
Kokavim-Verlag 86316 Friedberg, Bayern   www.kokavim.wordpress.com  
1. Auflage November 2013  60 S.   zahlr. Abb.  ISBN 978-3-944092-10-2.  
Schwaben Synagogen Lit 1401.jpg (163447 Byte)"Ma Tovu...". "Wie schön sind deine Zelte, Jakob..." Synagogen in Schwaben. Mit Beiträgen von Henry G. Brandt, Rolf Kießling, Ulrich Knufinke und Otto Lohr. Hrsg. von Benigna Schönhagen. JKM Jüdisches Kulturmuseum Augsburg-Schwaben. 2014. 
Der Katalog erschien zur Wanderausstellung "Ma Tovu...". "Wie schön sind deine Zelte, Jakob..." Synagogen in Schwaben des Jüdischen Kultusmuseums Augsburg-Schwaben und des Netzwerks Historische Synagogenorte in Bayerisch-Schwaben.   

   
    


 

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the Holocaust". 
First published in 2001 by NEW YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad Vashem Jerusalem, Israel  

Noerdlingen (in Jewish sources Nerlingen, Nerlgin) Swabia. Jews are known from the 12th century. The medieval community ended in 1290 when hundreds of Jews were slaughtered by the local population. The few who survived were murdered in the Rindfleisch massacres of 1298. A community with a synagogue and cemetery inhabited a Jewish quarter in the 14th century but it too was destroyed in the Black Death persecutions of 1348-49. A new community was wiped out in 1384 when 200 Jews were murdered. Jews were living under the protextion of Emperor Sigismund in the early 15th century until the last 11 Jewish families were expelled in 1507. Despite restrictions, Jews continued trading in Noerdlingen until permanent settlement was permitted in 1860. The Jewish population grew to a peak of 469 in 1890 (total 8.004), with a cemetery opened in 1876 and a synagogue in 1886. In 1933, 186 Jews remained. By November 1938, 71 had left, 38 of them imigrating (including 22 to the United States). On Kristallnacht (9-10 November 1938), the synagogue was vandalized. Nine Jews were sent to the Dachau concentration camp. Another 45 left by the end of 1941, 33 emigrating (18 to the United States). On 31 March 1942, 25 Jews were deported to Piaski (Poland) via Munich; the last 16 most aged, were sent to the Theresienstadt ghetto on 6-7 August 1942.  
   
    

                   
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Stand: 14. Januar 2016