Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Synagogen in Bayerisch Schwaben

   
Steinhart (Gemeinde Hainsfarth, Landkreis Donau-Ries) 
Jüdische Geschichte / Betsaal/Synagoge  

Übersicht:  

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde  
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde   
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer und der Schule    
Berichte zu einzelnen Personen aus der Gemeinde   
Anzeigen jüdischer Gewerbebetriebe und Privatpersonen    
Zur Geschichte der Synagoge   
Fotos / Darstellungen
Links und Literatur   

    

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde     
   
In Steinhart bestand eine jüdische Gemeinde bis zu ihrer Auflösung 1883. Ihre Entstehung geht in die Zeit Mitte des 16. Jahrhunderts zurück. 1560 standen unter dem Schutz des damaligen Ortsherrn Georg Daniel von Gundolzheim sechs jüdische Familien (persönlich wird Jud Falchle genannt). Allerdings mussten sie auf Befehl des Grafen Ludwig - zumindest vorübergehend - den Ort verlassen. Einige Jahre später waren wieder jüdische Familien am Ort. In den Nördlinger Messgeleitbüchern werden von 1589 bis 1600 an Juden aus Steinhart genannt: Josep, David, Lazarus, Isak Simon, Mossy, Liebmann, Samson, Jakob, Löw, Samuel und Benedikt. 1625 lebten 23 jüdische Familien mit zusammen 98 Personen am Ort. Vier dieser Familien gehörten dem Freiherr von Crailsheim, die anderen den von Wildenstein. Um auch im benachbarten öttingischen Gebiet handeln zu können, bezahlten die Judenschaften von Steinhard und Trendel in diesem Jahr zusammen 48 Reichsthaler an die oettingische Herrschaft. Bis 1660 ging die Zahl auf 12 Familien zurück. Neuer Zuzug erfolgt u.a. nach Ausweisung der Juden aus dem Herzogtum Pfalz Neuburg (vgl. Monheim). 
    
1792
gab es im Dorf 17 Judenhäuser. Anfang des 19. Jahrhunderts waren mehr als 40 % der Bevölkerung Juden (1809/10: 149 jüdische Einwohner = 41,2 % der Gesamteinwohnerschaft von 362 Personen). Die Familien lebten vom Handel mit Vieh, Gütern und Landesprodukten. Einige ärmere waren aus Hausierer unterwegs. Mehrere erlernten im 19. Jahrhundert ein Handwerk. 
   
An Einrichtungen hatte die jüdische Gemeinde eine Synagoge (s.u.), eine jüdische Volksschule in dem 1844 erbauten jüdischen Schul- und Gemeindehaus und einen Friedhof. Der Bau des Schul- und Gemeindehauses wurde auf Grund der Stiftung eines nach England ausgewanderten jüdischen Gemeindegliedes ermöglicht (Joel Emanuel'sche Stiftung von 1842). Im Gebäude befand sich im Obergeschoss ein Schul- und Versammlungsraum. Im Erdgeschoss war der Zugang zum rituellen Bad im Untergeschoss (der Raum des rituellen Bades wurde später wegen der Feuchtigkeit um die Hälfte verfüllt; Informationen von Gerhard Beck vom 1.3.2014). 
  
Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war ein Lehrer angestellt, der zugleich als Vorbeter und Schochet tätig war. Die Gemeinde wurde 1799 dem Rabbinat Oettingen zugeteilt, was zu Differenzen mit der Kraft Crailsheim'schen Fideicommiss-Administration führte. 1856 wurde Steinhart dem Bezirksrabbinat Wallerstein zugeteilt. 
  
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich ein reiches jüdisches Gemeindeleben. Jüdische Wohlfahrtsvereine wurden gegründet, auch gab es einen Verein zur "Beförderung armer Jünglinge zu einem ordentlichen Handwerk". Nachdem 1861 auch die letzten Beschränkungen des Judenedikts aus dem Jahr 1813 entfielen, wanderten immer mehr Juden von den Dörfern weg in größere Orte (1867 89 jüdische Einwohner, d.h. 26,6 % der Gesamteinwohnerschaft, 1880 26 jüdische Einwohner, d.h. 7,9 % der Gesamteinwohnerschaft). Nach der Auflösung der jüdischen Gemeinde 1883 wurden die letzten hier noch lebenden jüdischen Einwohner der Gemeinde in Oettingen zugeteilt.  
 
Von den in Steinhart geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Auguste Buckmann (1882), Joseph Buckmann (1880), Hedwig Gutmann geb. Steiner (1874), David Heymann (1868), Rosalie Lehmann geb. Buckmann (1875), Karoline Oberdorfer geb. Steiner (1864), Heinrich Steiner (1861), Moritz Steiner (1868).  
    
    
Eine ausführliche Schilderung des jüdischen Lebens in Steinhart findet sich in den Lebenserinnerungen von Heinrich Heymann: Eine Jugend in Steinhart und Oettingen. Siehe bei G. Römer: Schwäbische Juden S. 37-51. Heymanns Vorfahren lebten schon Jahrhunderte in Steinhart.     
     
     
     
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde 
 
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer und der Schule  
Über die Schenkung der Schule (1842)    
Anmerkung: es geht um die 1842 getätigte Joel Emanuel'sche Stiftung des Schul- und Gemeindehauses.  

Steinhard AZJ 21051842.jpg (45305 Byte)Bericht in der Allgemeinen Zeitung des Judentums vom 21. Mai 1842: "Ein Kaufmann in London hat den Ort seiner Heimat, Steinhart, königlich bayerisches Landgericht Heidenheim, nach langjähriger Abwesenheit wieder besucht, der israelitischen Gemeinde aber auch ein bleibendes Andenken seines Besuches hinterlassen, indem er ihr auf seine Kosten ein ganz neues Schulhaus erbauen lässt. die Bausumme soll 4.000 Gulden übersteigen, dieses aber nicht die einzige edle Handlung sein, welche den Bewohnern Steinharts diesen Besuch ewig unvergesslich machen wird".

    
    
Berichte zu einzelnen Personen aus der Gemeinde  
Über Rabbiner Joseph Ben-Menahem Steinhart bzw. Josef ben Menachem Mendel aus Steinhart (um 1700 in Steinhart - 1776 in Fürth)   

Joseph Ben-Menhem Steinhart (um 1700 in Steinhart - 1776 in Fürth): Rabbiner, zunächst in Rixheim, danach Oberrabbiner des Unter-Elsass, 1755 Oberrabbiner von Niederehnheim, Unterelsass, seit 1763 Rabbiner in Fürth. Großer Talmudist. Verfasste das Buch Sichron Josef (erschien Fürth 1773). Vgl. Seite bei Steinhardt's Familybook.   
 
Artikel in der Zeitschrift "Der Orient" vom 16. April 1847:   
Der Artikel konnte noch nicht abgeschrieben werden - zum Lesen bitte Textabbildungen anklicken. 
Steinhart Orient 16041847a.jpg (429075 Byte)   
Steinhart Orient 16041847b.jpg (82545 Byte)   

   
   
Zum Tod des Handelsmannes Samuel Gutmann (1879)  

Steinhard Israelit 02071879.jpg (88460 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 2. Juli 1879: "Kleinerdlingen. Am 29. März laufenden Jahres verschied zu Steinhard der Handelsmann Samuel Gutmann. Der Verlebte, der sich immer in dürftigen Verhältnissen befang, ernährte sich vom Hausieren mit Siegellack, Postpapier und dergleichen. Es dürfte wohl kein Ort in Bayern sein, in dem er nciht bekannt war. Wie war man daher erstaunt, als sich bei Eröffnung des Testaments folgende Legate vorfanden: Für die israelitische Waisenanstalt, Fürth  1100 Mark 
Für den Begräbnisplatz Steinhard zur Erhaltung der Umzäunung  200 Mark 
Für die jüdische Lehrerbildungsanstalt, Würzburg  200 Mark 
Für die Armen Palästinas  860 Mark.  Ferner war in dem Testamente eine Summe ausgesetzt zur Verteilung bei der Beerdigung an Arme ohne Unterschied der Konfession in Steinhard, Hainsfarth und Oettingen
Mit der Abwickelung der Verlassenschaft war ein Urenkel des Rabbi Josef Steinhard - das Gedenken an den Gerechten ist zum Segen - Herr Josef Obermeier von Steinhard, betraut, der mit großem Aufwand von Zeit und Mühe das hauptsächlich in Waren bestehende Vermögen schon bei Lebzeiten des Verstorbenen zu Geld machte. Herr Obermeier gebührt auch das Verdienst der Abfassung des Testaments."   

         
Berichte über Jakob Obermeyer 
Jakob Obermeyer (1845 in Steinhart - 1935): Orientforscher, reiste 1868 von Marokko über Ägypten nach Palästina und weiter nach Damaskus und Bagdad; wurde 1869 Lehrer an einer Schule der Alliance Israélite Universelle in Bagdad und 1872-1881 Erzieher des aus seiner Heimat geflohenen persischen Thronanwärters, den er 1881 nach Persien zurück begleitet. 1884 wurde er Lehrer der arabischen und persischen Sprache und Literatur in Wien. Sein bedeutendstes Werk ist "Die Landschaft Babyloniens im Zeitalter des Talmuds und des Gaonats" (1929).   
 
Zum 90. Geburtstag von Jacob Obermeyer (1935)  

Steinhardt Israelit 28031935.jpg (124885 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 28. März 1935: "Professor Jacob Obermeyer 90 Jahre alt. Hamburg, 26. März. Am 21. März wurde Prof. Jacob Obermeyer in Würzburg 90 Jahre alt. Der Jubilar ist eine interessante Persönlichkeit unter den jüdischen Gelehrten. Im Jahre 1845 in Steinhardt im bayerischen Mittelfranken geboren, hat Jacob Obermeyer im Milieu, das früher Männer wie Chacham R. Jacob Bernajs, Rabbi Jacob Ettlingen und später den 'alten Würzburger Raw' Rabbi Seligmann Beer Bamberger hervorgebracht hat, seine geistige Formung erhalten. Er hat sich schon in der Jugend gründliche talmudische Kenntnisse angeeignet. Schon in frühester Jugend hat sich bei ihm ein besonderes Interesse gezeigt, das jüdische Leben im Orient kennen zu lernen. Er bereiste im Jahre 1868 Nordafrika von Marokko bis Ägypten, durchquerte ganz Palästina und einen Teil Syriens bis nach Damaskus. Im Jahre 1869 wurde er als Lehrer an eine Schule der Alliance Israélit Universelle nach Bagdad berufen. Nach drei Jahren übernahm er dann die Stelle eines Lehrers und Erziehers im Hause des in Bagdad im Exil lebenden persischen Kronprätendenten Naib as-Saltana, einer Bruder Nasir-ad-dins, des Schahs von Persien.  
Im Winter des Jahres 1875/76 wählte der persische Prinz Abbas Mirza, der, wie alle Angehörigen der persischen Fürstengeschlechter, ein leidenschaftlicher Jäger war, auf Veranlassung von Obermeyer als Jagdrevier das Gebiet zwischen dem Euphrat und Tigris, wo es diese Zwillingsströme in ihrem mittleren Lauf am nächsten zueinander bringt, das Gebiet der ehemaligen jüdisch-babylonischen Hauptansiedlung von Beginn des babylonischen Exils, die Heimat des babylonischen Talmuds und der gaonäischen Akademien. Wie Obermeyer selbst berichtet, war ihm die Jagd an sich völlig gleichgültig. Nicht auf Gazellen, Rebhühner und die verschiedenen Wasservögel   
Steinhardt Israelit 28031935a.jpg (225033 Byte)war sein spähendes Auge gerichtet, er ließ keinen Jagdfalken aufsteigen, um einer geängstigten Rebhühnerkette oder um flüchtenden Gazellen nachzujagen, sein Hund lief ruhig neben ihm her und seine Flinte hing unbenutzt über seinem Rücken. Ihm war doch die Hauptsache bei dieser Reise, seinen Blick zu werfen auf die Zeit der Abfassung des babylonischen Talmuds und auf die Stätten, wo die babylonischen Amoräer ihre Lehrtätigkeit entfalteten. Sein Auge spähte in der gegenwärtig größtenteils verlassenen Steppe nach jedem Ruinenhügel, nach jedem längst vertrockneten Kanallauf, und er grübelte, ob wohl dieser oder jener Ruinenhügel oder Kanallauf, nach seiner örtlichen Lage zu schließen, mit dem einen oder anderen im Talmud erwähnten Ort oder Kanal identisch sein möge. Nach seiner Rückkehr veröffentlichte er im Sommer 1876 in der hebräischen Wochenschrift 'Ha-Maggid' eine Reihe von Artikeln unter dem Titel 'Meine Reise nach den Ruinen Babylons'. Von jener Zeit bis zu seiner endgültigen Rückkehr nach Europa 1884 hat Obermeyer öfters die Gelegenheit ausgenutzt, noch weiter die Landschaft zwischen dem Euphrat und Tigris zu durchreisen und zu durchforschen und seine Kenntnisse über die Heimat des babylonischen Talmuds erschöpfend zu erweitern. Als der Prinz Abbas-Mirza-Naib-assaltanah, der sich in der Zwischenzeit mit seinem Bruder versöhnte hatte, im Jahre 1881 nach Persien zurückkehrte, begleitete ihn Obermeyer zuerst nach Kaswin und später nach Teheran, wo er die Stelle des Lehrers im Hause des persischen Prinzen beibehielt. Im Jahre 1884 erhielt er eine Berufung nach Wien als Lehrer der arabischen und persischen Sprache und Literatur an der K.K. Lehranstalt für orientalische Sprachen, wo er bis 1915 tätig war. Im Jahre 1907 erschien das bekannte Werk von Obermeyer 'Modernes Judentum im Morgen- und Abendland' (Wien und Leipzig). Dieses interessante Werk behandelt mit großer Sachkenntnis viele aktuellen Probleme des jüdischen Lebens und ist durchdrungen von einer besonderen Liebe des Verfassers zum toratreuen Judentum, im Geiste dessen Obermeyer sein ganzes Leben geführt hat. Im Jahre 1929 hat Obermeyer sein Lebenswerk 'Die Landschaft Babyloniens im Zeitalter des Talmuds und des Gaonats' (Geographie und Geschichte nach talmudischen, arabischen und anderen Quellen) veröffentlicht. Dieses Werk ist eine reiche und unentbehrliche Quelle für jeden Forscher auf dem Gebiete der Geographie des babylonischen Talmuds und unterscheidet sich den den Arbeiten seiner Vorgänger auf diesem Gebiet, da er außer den bisher benutzten Schriftstellern des Altertums sich auch auf die arabischen Geographen und Historiker stützt, und Obermeyer nicht zuletzt seine eigene Anschauung über alle Stätten und Flecken Babyloniens zugute kommt. Es ist interessant zu bemerken, dass der Verfasser bei Erscheinen dieses Buches bereits 84 Jahre alt war und selbst die Korrektur gelesen hat. Das Buch ist aber in so bewundernswerter Lebendigkeit geschrieben, dass man kaum das hohe Alter des Verfassers merken kann. Jetzt lebt Professor Obermeyer im Israelitischen Altersheim in Würzburg, wo er sich noch lange Jahre seiner wohl verdienten Ruhe und geistigen Frische erfreuen möge. Prof. Dr. Isaac Markon. Hamburg."  

  
Zum Tod von Prof. Jacob Obermeyer (1937)   

Steinhart Israelit 20011938.jpg (285818 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 20. Januar 1938: "Prof. Jacob Obermeyer - das Andenken an den Gerechten ist zum Segen - Würzburg, 17 Januar (1938).  In der Nacht von Freitag auf Sabbat, den 28. Tebet (Nacht vom 31. Dezember 1937 auf 1. Januar 1938), verschied in Würzburg Prof. Jacob Obermeyer im hohen Greisenalter von 92 Jahren. Man macht sich wohl keiner Übertreibung schuldig, wenn man behauptet, dass mit diesem Leben eines der merkwürdigsten und interessantesten Schicksal unter Juden neuerer Zeit sein Ende gefunden hat. Jacob Obermeyer wurde im Jahre 1845 im mittelfränkischen Dörfchen Steinhart geboren und genoss bereits in früher Jugend eine gründliche talmudische Ausbildung. Dieses 'Lernen' der Jugendzeit sollte für Obermeyer zum entscheidenden Erlebnis werden, das für ihn weiterhin bis an sein Ende schicksalhaft geblieben ist. Seine Jugend fiel in eine Zeit, die durch das Aufblühen der modernen jüdischen Wissenschaft weiten Kreisen des deutschen Judentums neue Impulse zu geben versprach. Als Obermeyer jung war, schrieben Zunz, Grätz und Steinschneider ihre bekannten Werke. Von dem Forschungsdrang seiner Zeit wurde auch er ergriffen, und doch in so ganz anderer Weise, als es unter deutsch-jüdischen Gelehrten damals üblich war. Seine Leidenschaft, Geschichte und Gegenwart des Judentums zu erforschen, zwang ihn nicht hinter den Schreibtisch, sondern hinaus in fremde Länder und Erdteile. Besonders der jüdische Orient interessiert ihn. Er durchstreifte die ganze Nordküste Afrikas, besuchte Ägypten, Palästina, Syrien und wurde schließlich im Jahre 1869 Lehrer an einer Alliance-Schule in Bagdad. Angehörige des persischen Herrscherhauses, die in Bagdad im Exil lebten, wurden auf ihn aufmerksam, und so wurde Obermeyer für längere Zeit - Romantik aus 1001 Nacht; - Erzieher eines persischen Prinzen. Jetzt begannen seine eigentlichen Forscherjahre; sein Amt ließ ihm noch genug Muße übrig für ernste wissenschaftliche Tätigkeit. Er studierte arabisch, persisch und die klassischen Sprachen des europäischen Altertums, bis er sich eine profunde Kenntnis dieser Literaturen angeeignet hatte. So ausgerüstet, konnte er nun an sein Lebenswerk herangehen. Es führte ihn zurück zu den talmudischen Studien seiner jungen Jahre und verfolgte kein geringeres Ziel, als die Erforschung Mesopotamiens, der alten Heimat des babylonischen Talmuds und des Gaonats, um so den Buchstaben des Gelernten das Leben der unmittelbaren Anschauung einzuhauchen. Eine Geographie des Talmuds sollte sein Buch sein. Es erschien - allerdings erst im Jahre 1929 - unter dem Titel: 'Die Landschaft Babyloniens im Zeitalter des Talmuds und des Gaonats'. 'Dort unten in Mesopotamien', schreibt Obermeyer an anderer Stelle, 'am Rande der großen arabischen Wüste, an den Ufern des Euphrat und Tigris habe ich aus dem Born der arabischen Klassiker meine Bildung geschöpft und an den Bächen Babyloniens, an dem Urquell des Talmud, meinen Durst nach der Lehre gelöscht.' 
Nach dreijährigem Aufenthalt in Persien erhielt er im Jahre 1884 einen ehrenvollen Ruf nach Wien als Dozent für arabische und persische Sprache und Literatur an der k.k. Lehranstalt für orientalische Sprachen. Über drei volle Jahrzehnte bekleidete er dieses Amt. In dieser Zeit schrieb er u.a. ein Buch über 'Modernes Judentum im Morgen- und Abendland' (Wien und Leipzig 1907), in dem er uns zeigt, mit welchem Forscherblick für alles, was jüdisch war, er seine Weltreisen unternommen hat. Mit schonungsloser Wahrheitsliebe werden hier alle jüdischen Erscheinungen, besonders diejenigen des westeuropäischen Judentums, in ihrer Echtheit gemessen an der alten, unverfälschten, legitimen Tradition, und an nicht wenigen Stellen seines Buches reißt er dem als hohl und unlauter erkannten Reformjudentums seinerzeit die Maske ab. Von 1920 bis 1931 lebte Obermeyer in Berlin, im Jahre 1931 übersiedelte er ins hiesige Altersheim.
Seit dieser Zeit kannten wir Würzburger Professor Obermeyer und wenn er jetzt in die Ewigkeit abberufen wurde, so mögen Judentum und Judenheit in der weiten Welt den Tod des bedeutenden Gelehrten beklagen, wir in Würzburg trauern außerdem noch um den Menschen Jacob Obermeyer. Nicht etwa, dass er hier in Würzburg abseits von der wissenschaftlichen Welt ein 'Privatleben' geführt hätte, er hätte vielleicht als 90er das Recht dazu gehabt. Nein, wie alle, die das Glück hatten, mit Jacob Obermeyer in seinen letzten Jahren öfters zusammen zu sein, konnten an dieser ehrwürdigen Greisengestalt so recht einmal sehen, wie echtes Gelehrtentum seinen Träger innerlich und äußerlich zu einem Menschen zu formen und zu prägen vermag. Das, was an der Gestalt Obermeyers auf alle, die ihm nahe standen, besonders aber auf junge Menschen, so faszinierend wirkte, war eine absolute und doch so demütige Wahrheitsliebe. Allen Erscheinungen gegenüber, ein unzerstörbarer Lebensoptimismus und vor allem eine tiefe Liebe zum Judentum und zum jüdischen Volk. Und dadurch war sein Wesen zu einer Lehrer- und Erzieherpersönlichkeit geformt, die er bis zu seinem letzten Atemzug geblieben ist und deren Eindruck sich schlechterdings Niemand  
Steinhart Israelit 20011938a.jpg (137733 Byte) entziehen konnte. Er hatte in seiner Art etwas Väterlich-gütiges und liebenswürdiges. Der ganze Charm seines Greisenalters umfing einen in seiner Umgebung. Und doch, wenn er vom Judentum und seiner Lehre sprach, erfüllte ihn stets Ernst und - Sorge. Wie oft konnten wir seine Mahnung hören: 'Ja, junger Freund, Sie und Ihre ganze Generation müssen arabisch lernen, Sie müssen den Saadja Gaon in seiner Ursprache, müssen seine Bibelübersetzung lernen. Sonst bleiben Ihnen mit die wertvollsten Quellen des echten Judentums verschlossen.' 
Am ergreifendsten aber war sein Optimismus, eine geradezu heitere Lebenszuversicht, wie man sie selten bei einem Menschen antrifft. Niemals hörten wir den 92-jährigen klagen, es sei denn, dass er das Nachlassen seines Augenlichts bedauerte, was ihn daran hinderte, bis zuletzt noch wissenschaftlich tätig zu sein. Er ließ sich aus Büchern und Zeitungen vorlegen, und so staunte der Besucher immer wieder darüber, dass der Greis bis in seine letzten Tage stets mit den neuesten Ereignissen vertraut war. Am liebsten aber las er - in seinem Buche, dem wissenschaftlichen Hauptwerk seines Lebens. Mit der Lupe in der Hand suchte er sich mühsam die Buchstaben zusammen und blätterte so gleichsam in seinem reichen und vielgestaltigen Leben. Bei aller Demut und Bescheidenheit, die ihn beherrschte, war er doch erfüllt von dem beglückenden Bewusstsein, sein Leben mit Arbeit ausgefüllt und etwas Großes geleistet zu haben. Uns Allen, die wir in seiner Umgebung sein durften, war er Vorbild. Dr. F.G."  

 
  
Anzeigen jüdischer Gewerbebetriebe und Privatpersonen 
N. Heymann zieht nach Oettingen (1861) 

Steinhardt Dok 040.jpg (53959 Byte)Anzeige aus dem "Oettingischen Wochenblatt" vom Juni 1861 (aus der Sammlung von Peter Karl Müller, Kirchheim/Ries): "Lebewohl. Bei meiner Übersiedlung nach Oettingen sage ich den Bewohnern meines Ortes ein herzliches Lebewohl und bitte zugleich um die Fortdauer ihres Wohlwollens. Steinhard, den 24. Juni 1861. N. Heymann."  

   
   
Weitere Dokumente  

Postkarte an Hermann Weil, 
Maschinenfabrik in 
Augsburg-Pfersee (1923) von Hedwig Gutmann geb. Steiner (geb. in Steinhart)
Augsburg Dok 735.jpg (250691 Byte) Augsburg Dok 735a.jpg (212277 Byte)

Der Adressat Hermann Weil (geb. 1893 in Buchau) war mit seinem Bruder Siegfried Teilhaber der "Motoren- und Maschinenfabrik Augsburg-Pfersee. Hermann Weil und seine Tochter Edith Weil (Information über Link) flohen 1938 in die Niederlande. Im Dezember 1943 oder Januar 1944 wurden beide von Amsterdam nach Auschwitz deportiert, wo sie am 28.Januar 1944 ermordet wurden. Vgl. über Link: Die Geschichte der Familie Siegfried Weil, Augsburg.  
Die Karte selbst ist an die Frau von Hermann Weil geschrieben: Selma Weil geb. Oberdorfer (geb. 1893 in Hainsfarth). Selma Weil blieb 1938 in Augsburg bei ihrer Mutter. Ihre Adresse war 1939 die Halderstrasse 6, direkt neben der Synagoge. In der Liste der ermordeten Juden Augsburgs findet sich der 3. September 1943 als eingetragener Deportationstag. Der Name ihrer bei Ihr lebenden Mutter Karoline Oberdorfer geb. Steiner (geb. in Steinhart) findet sich ebenfalls in der Liste der ermordeten Juden Augsburgs mit dem eingetragenen Deportationstag 30. August 1942.
Die Absenderin der Karte ist Hedwig Gutmann geb. Steiner (geb. 1874 in Steinhart). Sie war eine jüngere Schwester von Selmas Mutter und somit Selmas Tante. Auch die Namen von Hedwig Gutmanns und Karoline Oberdorfer geb. Steiner finden sich in den Listen der Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland (siehe oben). 
Link zu den "Jewish Birth Records of Steinhart" von Rolf Hofmann.     

   
   
   
Zur Geschichte der Synagoge              
   
Eine Synagoge beziehungsweise einen Betsaal gab es sicher bereits im 18. Jahrhundert. Im Zusammenhang mit den allgemeinen Reformbemühungen seit den 1830er-Jahren wurden auch in Steinhart gottesdienstliche Reformen durchgeführt. Ein Synagogenchor (nach orthodoxer Tradition jedoch nur mit Männerstimmen) wurde gegründet. Die Synagoge wurde 1839 umfassend renoviert und am 6. September 1839 neu eingeweiht. Über die damaligen Veränderungen im Gemeindeleben erschien in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" (Ausgabe vom 17. Oktober 1840) erschien folgender Artikel

Steinhard AZJ 17101840.JPG (150897 Byte)Steinhart (Mittelfranken, Anm. damals noch Steinhard, die Gemeinde wechselte erst vor wenigen Jahrzehnten mit der Auflösung des Landkreises Gunzenhausen von Mittelfranken nach Schwaben). In Nummer 27 Ihres sehr geschätzten Blattes findet sich Seite 391 eine Notiz über Synagogen-Reform in der Gemeinde Dittenheim, bei welcher Gelegenheit von den Nachbargemeinden auf eine wegwerfende Weise abgesprochen wird, dies veranlasst mich, folgende Zeilen zur Berichtigung jenes Artikels einzusenden. 
Wenn ich auch weit entfernt bin, die zum Lobe jener Gemeinde angeführten Tatsachen in Abrede stellen zu wollen, so kann ich doch, ohne unbescheiden zu sein, sagen, dass nicht minder auch in hiesiger Gemeinde, seit einer geraumen Zeit, ein reger Eifer für alles Gute und Zeitgemäße, auf eine für jeden Menschenfreund höchst erfreuliche Weise sich kund gegeben hat. So sind hier zwei Vereine ins Leben getreten, die sich Unterstützung der Armen und Kranken und Beförderung armer Jünglinge zu einem ordentlichen Handwerke zur Pflicht gemacht haben. Das Bedürfnis einer Synagogen-Reform längst fühlend, suchte man durch einzelne Einrichtungen manche Missbräuche abzustellen. Umso williger kam man im vorigen Jahre der Aufforderung des königlichen Landgerichts, die Synagogen-Ordnung von Mittelfranken einzuführen, entgegen und scheute die beträchtlichen pekuniären Opfer nicht, um unsere Synagoge auch in ihrem Inneren zeitgemäß und ihrer hohen Bestimmung würdig auszustatten, was auf eine so befriedigende Weise gelungen ist, dass Jeder welcher unsere Synagoge früher kannte, jetzt beim Eintritt in dieselbe sich von deren freundlichem Anblick überrascht fühlt. Gleichzeitig hat sich aus der männlichen Schuljugend und mehreren erwachsenen Jünglingen ein Sänger-Chor gebildet, welcher sich seit der Wiedereröffnung unserer renovierten Synagoge (d.i. am 6. September 1839) beeifert, an Sabbat- und Festtagen durch angemessenen Choral-Gesang die Gemeinde zur Andacht zu stimmen. Schließlich muss ich mir die Bemerkung noch erlauben, dass es dem verehrten Einsender obiger Notiz entgangen zu sein scheint, dass aus seiner Gemeinde eine Deputation Sachkundiger sich hier her begab, um von unserer Synagoge Einsicht zu nehmen und nach diesseitigem Plane die dortige Synagoge herstellen zu lassen; somit hat Steinhart, nicht aber Dittenheim, für diese Gegend das gute Beispiel gegeben. 

Bis um 1880 waren die meisten jüdischen Einwohner abgewandert, sodass die Synagoge geschlossen, verkauft und zu einem bis heute erhaltenen Wohnhaus umgebaut wurde. Nach den Erinnerungen von Heinrich Heymann wurde die Synagoge allerdings "auf Abbruch verkauft", sodass nicht ganz klar ist, wie viel von dem alten Synagogengebäude in dem jetzt hier stehende Wohnhaus aufgegangen ist.   
  
  
  
Fotos 
Historische Fotos: 

Historische Fotos sind nicht bekannt, eventuelle Hinweise bitte an den Webmaster von Alemannia Judaica, 
Adresse siehe Eingangsseite

   
Neuere Fotos:  
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 12.3.2004)

Die Steinharter Synagoge   
Steinhart Synagoge 101.jpg (56077 Byte) Steinhart Synagoge 100.jpg (59031 Byte) Steinhart Synagoge 102.jpg (57537 Byte)
Die Synagoge in Steinhart war ein unauffälliges Gebäude. Es wird heute zu Wohnzwecken genutzt.
   
Das jüdische 
Schul- und Gemeindehaus 
Steinhart Schule 101.jpg (49856 Byte) Steinhart Schule 100.jpg (59701 Byte)
   Das stattliche Schulgebäude wurde von dem aus Steinhart stammenden, nach London
 ausgewanderten jüdischen Kaufmann Joel Emanuel 1842 finanziert; 
es kostete über 4.000 Gulden. 
    
Foto von 2013 
(vor Einbau neuer Fenster; 
Foto erhalten von Gerhard Beck)
Steinhart Sehule 240.jpg (500772 Byte)
     

   
     

Links und Literatur

Links:  

Website der Gemeinde Hainsfarth   
Zur Seite über den jüdischen Friedhof in Steinhart (interner Link)  
Website des Jüdisch Historischen Vereins Augsburg mit einer Seite zur jüdischen Geschichte in Steinhart   
The Steinhardt's Genealogy  
Website "Jewish Genealogy in Bavarian Swabia" 
Jüdisches Kulturmuseum Augsburg-Schwaben  www.jkmas.de  
Netzwerk Historische Synagogenorte in Bayerisch-Schwaben www.juedisches-schwaben-netzwerk.de  
Digitales Synagogenarchiv für Bayerisch-Schwaben www.synagogenarchiv.jkmas.de beziehungsweise http://archiv.jkmas.de    

Literatur:  

Ludwig Müller: Aus fünf Jahrhunderten. Beiträge zur Geschichte der jüdischen Gemeinden im Ries. in: Zeitschrift des Historischen Vereins für Schwaben und Neuburg 26 1899 S. 81-183.  
Pinkas Hakehillot: Encyclopedia of Jewish Communities from their foundation till after the Holocaust. Germany - Bavaria. Hg. von Yad Vashem 1972 (hebräisch) S. 370. 
Michael Trüger: Der jüdische Friedhof in Steinhart/Schwaben. In: Der Landesverband der Israelit. Kultusgemeinden in Bayern. 11. Jg. Nr. 73 Juni 1997 S. 17-18.
Alfred Heinzel: Juden in Steinhart - Kurzer Rückblick. Aufsatz aus den 1990er-Jahren. 
Gernot Römer: Schwäbische Juden. Leben und Leistungen aus zwei Jahrhunderten. In Selbstzeugnissen, Berichten und Bildern. Augsburg 1990 (insbesondere zu der aus Steinhart stammenden Familie Heymann S. 37ff. 
Reese Lit 020.jpg (145046 Byte) Spuren jüdischen Lebens rund um den Hesselberg. Kleine Schriftenreihe Region Hesselberg Band 6. 
Hrsg. von Gunther Reese, Unterschwaningen 2011. ISBN 978-3-9808482-2-0  
Zur Spurensuche nach dem ehemaligen jüdischen Leben in der Region Hesselberg lädt der neue Band 6 der 'Kleinen Schriftenreihe Region Hesselberg' ein. In einer Gemeinschaftsarbeit von 14 Autoren aus der Region, die sich seit 4 Jahren zum 'Arbeitskreis Jüdisches Leben in der Region Hesselberg' zusammengefunden haben, informieren Ortsartikel über Bechhofen, Colmberg, Dennenlohe, Dinkelsbühl, Dürrwangen, Feuchtwangen, Hainsfarth, Heidenheim am Hahnenkamm, Jochsberg, Leutershausen, Mönchsroth, Muhr am See (Ortsteil Altenmuhr), Oettingen, Schopfloch, Steinhart, Wallerstein, Wassertrüdingen und Wittelshofen über die Geschichte der ehemaligen jüdischen Gemeinden. Am Ende der Beiträge finden sich Hinweise auf sichtbare Spuren in Form von Friedhöfen, Gebäuden und religiösen Gebrauchsgegenständen mit Adressangaben und Ansprechpartnern vor Ort. Ein einleitender Beitrag von Barbara Eberhardt bietet eine Einführung in die Grundlagen des jüdischen Glaubens. Eine Erklärung von Fachbegriffen, ein Literaturverzeichnis und Hinweise auf Museen in der Region runden den Band mit seinen zahlreichen Bildern ab. Das Buch ist zweisprachig erschienen, sodass damit auch das zunehmende Interesse an dem Thema aus dem englischsprachigen Bereich abgedeckt werden kann, wie Gunther Reese als Herausgeber und Sprecher des Arbeitskreises betont. Der Band mit einem Umfang von 120 Seiten ist zum Preis von 12,80 €- im Buchhandel oder im Evangelisch-Lutherischen Pfarramt Mönchsroth, Limesstraße 4, 91614 Mönchsroth, Tel.: 09853/1688 erhältlich E-Mail: pfarramt.moenchsroth[et]elkb.de. 

    
    
Materialien zu Steinhart, erarbeitet von Rolf Hofmann, harburgprojekt, auf Grundlage der Forschungen von Mario Jacoby  
STEINHART JEWISH VITAL RECORDS - compiled by Rolf Hofmann, based on Mario Jacoby's previous research   

(1) birth records 1816-1875
(2) marriage records  1816-1875 
(3) death records   1816-1900  
(4) gravelist + name index  
(5) cemetery map 
(6) family list of 1804  
(7) matrikel list (ca. 1813-1861)  
(8) family sheet Michael Untermeier of Steinhart + Augsburg   
   
    

                   
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Stand: 20. Juli 2014