Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Synagogen in Bayerisch Schwaben 
    
   

Pfersee (Stadt Augsburg)
Jüdische Geschichte / Synagoge

Übersicht:

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde  
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde   
Aus der Geschichte der Rabbiner in Pfersee     
Aus der Zeit der Auflösung der jüdischen Gemeinde      
Zur Geschichte der Synagoge   
Pläne / Fotos 
Links und Literatur   

    

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde    

In Pfersee bestand von der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts bis zur zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine jüdische Gemeinde. Erstmals werden 1569 Juden am Ort genannt, die unter dem damaligen Ortsherrn Bartholomäus Sailer durch den Markgrafen Erzherzog Ferdinand (Markgrafschaft Burgau) aufgenommen wurden. Namentlich wird Mosse Jued zue Oberhausen, Simon Judens zue Gintzburg son genannt. Sailer selbst war gegen die Aufnahme und wollte "das schädliche Judengesind von dem Ort (wieder) wegschaffen". Allerdings konnte er sich mit seiner Forderung gegen den Markgrafen nicht durchsetzen. Schon 1570 überließ Sailer den Ort - einschließlich der weiterhin hier nun lebenden jüdischen Familien - für 18.000 fl. seinem Schwager Michael Kazböck von Thürstein zu Oberhausen. Bis 1608 konnten sich jedoch insgesamt nur vier jüdische Haushalte etablieren, die möglicherweise alle aus Günzburg stammten.   
 
Die jüdischen Familien am Ort lebten zunächst ausschließlich vom Handel und Geldverleih. Am Ende des 16. Jahrhunderts wird als Geldverleiher u.a. Jud Jacob von Pfersee genannt. 1596 hatte beispielsweise Freiherr Ferdinand von Grafeneck bei ihm 7.000 fl. Schulden. Zur selben Zeit wird als Pfandhändler in verschiedenen Quellen Itzig aus Pfersee.    
  
Die bedeutendste der jüdischen Familien war Familie Ullmann (bzw. Ulmo), die ursprünglich aus Ulm stammte und nach der Vertreibung der Ulmer Juden 1499 zunächst nach Günzburg gezogen ist. Salomon Ullmann kaufte 1588 eine seltene Handschrift des Babylonischen Talmud, die als die "Pferseer Handschrift" bekannt ist und in der Münchner Staatsbibliothek aufbewahrt wird. Spätere Mitglieder der Familie Ullmann waren bedeutende Hoffaktoren (von den insgesamt fünf bekannten Hofagenten aus der Familie Ulmo sei vor allem Hofagent Löw Simon Ulmo für die zwischen 1721 und 1768 genannt) und Bankiers. Unter diesen wiederum war Ephraim Ullmann, der durch einen sehr hohen Kredit an die Stadt Augsburg 1803 das Zuzugsrecht in der Stadt erwerben wollte. Da 1806 die Stadt zu Bayern kam, wurde aus dem damaligen Vorhaben nichts. 
  
Um 1750 wurden von den damals 108 Häusern am Ort 28 von jüdischen Familien bewohnt. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts erscheinen Juden aus Pfersee immer wieder als Hoflieferanten.    
 
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Zahl der jüdischen Einwohner wie folgt: um 1830 noch 137 jüdische Einwohner (neben 639 Katholiken und 25 Lutheranern), 1871 45, 1888 nur noch 13 jüdische Einwohner. 
    
Um 1835/36 waren noch die folgenden Häuser/Liegenschaften im Besitz jüdischer Familien (nach Dokumentation s. Lt. S. 170-172): Augsburger Straße 39 (Simon Hirsch und Samuel Voigel, das Schlössle erworben 1831), Brunnenbachweg 2 (Handelsmann Joseph Schwarz), 4 (Jakobina Schwarz), 6 (Bernhard Rosenbusch; seit 1844 Isaak Landauers Witwe), 8 (Handelsmann David Heumann / Heymann), 12 (Handelsmann Samuel Weil), 14a (Handelsmann Simon Hirsch), Leitershofer Straße 5 (Handelsmann Moises Wolf Schele), 8 (Handelsmann Isaak Landauer), 14a (Handelsmann Bernhard Ullmann), 16a (Händler Isaak Hirschbaum), 18 (Sybilla, Bernhard Elira, Wolf und Klara Levi), 20 (Schuhmachermeister Süßkind Oppenheimer), 32 (Schächter Marx Günzburger), 40 (Isaak Lehrburger).        
  
An Einrichtungen hatte die jüdische Gemeinde eine Synagoge (s.u.), eine jüdische Schule und ein rituelles Bad. Die Toten der jüdischen Gemeinde wurden auf dem jüdischen Friedhof in Kriegshaber beigesetzt. Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war ein Lehrer angestellt, der auch als Vorbeter und Schochet tätig war. Vom 17. bis zum 19. Jahrhundert war Pfersee Sitz eines Rabbinates (zunächst Landesrabbinat der Markgrafschaft Burgau). Der letzte jüdische Lehrer der Gemeinde, Max Günzburger, starb 1874. 
 
Durch Abwanderung der jüdischen Einwohner insbesondere nach Augsburg löste sich die jüdische Gemeinde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf.
  
Von Bedeutung von Pfersee waren bis zur NS-Zeit noch mehrere jüdische Gewerbebetriebe, darunter die Appretur- und Schlichtemittelfabrik R. Bernheim / Chemische Fabrik Pfersee (entstanden 1888). Anfang der 1930er-Jahre war die Firma sehr erfolgreich mit einem Imprägniermittel "Imprägnol". 1933 wurde der Inhaber Willy Bernheim wegen angeblichen "Devisenvergehens" verhaftet, die Firma alsbald "arisiert". Große Bedeutung hatte über Jahrzehnte auch die Buntweberei Raff & Söhne in Pfersee, die aus der Süddeutschen Trikotwarenfabrik AG entstand, 1896 von David Raff und Isaak Lehmann gekauft und in eine Buntweberei umgebaut wurde.    
   
Von den in Pfersee geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen ist in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Rosa Kaufmann geb. Wassermann (1880); weitere Namen vermutlich unter "Augsburg" festgehalten.  
  
   
   

Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde 
       

Aus der Geschichte der Rabbiner in Pfersee
  
Über das segensreiche Wirken der Rabbiner in Pfersee (Notiz von 1866)

Pfersee Israelit 23051866.jpg (47141 Byte)Aus einem Artikel über Jeschiwot (Toraschulen) in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 23. Mai 1866: "c. in Pfersee, wo dereinst der Verfasser der 'Fragen und Antworten des Henoch Beit BeJehuda, und Rabbiner Sekel Oettingen und Rabbiner Wolf Levi segensreich wirkten, wurde gewiss auch nicht wenig für die Stärkung von Toraschülern und speziell für die Jeschiwot getan; und die Bewohner brauchen also nur diese heilige Erinnerung heraufzubeschwören und tätig zu verewigen."       

 
Über Rabbi Jehuda Löb bar Henoch (1660-1707, Rabbiner in Pfersee von 1680 bis 1707)
und seinen in Pfersee geborenen Sohn, Rabbiner Henoch bar Jehuda Löb (geb. ca. 1681 in Pfersee)  
Anmerkung:        

Pfersee Israelit 30101967.jpg (119932 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 30. Oktober 1867: "Gallerie der Rabbiner. Erste Centurie. Von E. Carmoly.
(hebräisch und deutsch:): Rabbi Jehuda Löb bar Henoch, Rabbiner zu Pfersee bei Augsburg, wurde in Oettingen, ums Jahr 1660 geboren. Die Erziehung des Knaben begann unter den Augen seines Vaters, der Rabbiner in Oettingen war. Später bildete Rabbi Henoch b. Abraham seinen Sohn zum Rabbiner aus, und mit dem 20. Jahre wurde er zum Seelenhirten in Pfersee ernannt. Jedoch scheint er einige Jahre vorher die Jeschiwa 'Hochschule' des Rabbi Samuel Keidenover in Frankfurt am Main besucht zu haben. Dort wurde er mit dem angesehenen Lesar Oettingen bekannt, der ihm seine Tochter Gütela zur Frau gab. In Pfersee lebte R. Löb ganz seinem Berufe, studierte fleißig und schrieb zwei größere Werke. Seine Frau beschenkte ihn mit einem Sohne und mehreren Töchtern, die sein häusliches Glück erhöhten.
Im Jahre 1688 wurde er von einer sehr schweren Krankheit befallen, die wenig Hoffnung an seinem Aufkommen ließ. Da schrieb er sein Testament und seine Grabschrift, die uns sein Sohn erhalten hat. Das Testament ist in mancher Beziehung sehr interessant, besonders verdient der Paragraph 4 über die Erhaltung seiner Bibliothek bekannt zu werden. Darin beschwört er seine Kinder und Nachkommen, keines seiner Bücher zu verkaufen, sondern Alle zusammen in öffentlichen Lehranstalten aufzustellen, wo sie von Jedem an Ort und Stelle benutzt werden können. Nur den Seinigen sei erlaubt, Werke dieser Sammlung mit nach Hause zu nehmen. Diese Verfügung betrifft die gedruckten Bücher seiner Bibliothek, was aber die handschriftlichen Werke anbelangt, namentlich seine und     
Pfersee Israelit 30101967a.jpg (157552 Byte)seiner Vorfahren verfassten Schriften, so befahl er in einem anderen Paragraphen desselben, durch gelehrte Männer, eine Auswahl für den Druck vorbereiten zu lassen.   
R. Jehuda Löb überstand die gefährliche Krankheit, und obgleich von dem Arzte zum Tode verurteilte, lebte er noch 17 Jahre. Er starb den 21. Elul (5)465, d.i. den 10. September 1705, im fünf und vierzigsten Jahre seines Lebens.  
R. Jehuda Löb b. Henoch war ein sehr tätiger Rabbiner; er predigte fleißig, und unterhielt mit den ausgezeichnetsten Gesetzlehrern seiner Zeit eine lebhafte Korrespondenz über Gewissensfragen. Die oben genannten zwei großen Werke, die er verfasste, ist das Eine, eine Sammlung dieser Fragen und Antworten (deutsch und hebräisch), die teilweise unter dem Titel Fragen und Antworten des Henoch Beit BeJehuda 1708 in Frankfurt am Main gedruckt wurden. Das andere Werk unseres Rabbiners in Pfersee ist eine Sammlung seiner Predigten, von denen nur Einige im Drucke erschienen sind, in dem Werke Reschit Bachurim, Frankfurt am Main 1708." 
 
25. (hebräisch und deutsch) Rabbi Henoch bar Jehuda Löb, Sohn des Pferseeer Rabbiners wurde ums Jahr 1681 geboren. Da er sich von Jugend auf in der rabbinischen Gelehrsamkeit sehr auszeichnete, so werde er frühe schon zum Oberhaupt der Synagoge von Schnaittach gewählt. Er war bereits Rabbiner in diesem Orte, als sein Vater 1705 starb; er betrachtete sich sogleich als Vollzieher des Willens seines Vaters hinsichtlich der Herausgabe der hinterlassenen Schriften seiner Vorfahren. Während drei Jahre beschäftige er sich mit der Redaktion zweier Sammlungen, eine den homiletischen und eine den kasuistischen Schriften gewidmet. Beide erschienen in Frankfurt am Main 1708 bei Mt. Andrä und Joh. Kellner. Die erste Sammlung führte den Titel Reschit Bachurim Das Früheste der Erstlinge, enthält Synagogal-Vorträge über die drei Hauptfeste von seinem Großvater Henoch ben Abraham, seinem Vater Jehuda Löb ben Henoch und von ihm Henoch ben Jehuda Löb. Die zweite Sammlung betitelt Fragen und Responsen Chinuch Beit Jehuda - Einweihung des Hauses Jehuda, besteht aus 145 Rechtsgutachten, nach den 4 Turim geordnet. Die meisten Gutachten sind von seinem Vater, viele von seinem Großvater, Großonkel und seinem Urgroßvater, die übrigen von ihm und etwa 20 anderen Rabbinern.      

   
Orchesterdirigent und Komponist Hermann Levi (1853-1900) - ein Urenkel von Rabbiner Wolf Levi in Pfersee (Artikel von 1933)   

Pfersee BayrGZ 15031933a.jpg (146262 Byte)Artikel in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung" vom 15. März 1933: 
"Die Vorfahren Hermann Levis. Zu Richard Wagners fünfzigstem Todestag. 
Die Fünfzigjahrfeier des Todestages Richard Wagners weckt auch die Erinnerung an einen der Getreuen des Hauses Wahnfried, den 1872 von Karlsruhe nach München berufenen Generalmusikdirektor Hermann Levi (1839-1900), der nach dem Tode Wagners der treueste Berater seiner Frau Cosima gewesen ist. 
Der Vater, der den Künstlerdrang seines Sohnes schon früh erkannt hatte und ihn in seinem Künstlerstreben immer zu fördern suchte, war Rabbiner Dr. Benedict Levi zu Gießen, der 1806 als Sohn des Rabbiners Samuel Levi in Worms geboren wurde. Dieser war der Sohn des Rabbiners Wolf Levi in Pfersee bei Augsburg, besuchte die höhere Schule daselbst und eignete sich die französische Sprache derart an, dass der Bürgermeister von Worms und einige Stadträte allwöchentlich bei ihm in der Judengasse einkehrten, um sich von ihm die französischen Zeitungen übersetzen zu lassen. 1807 wurde er in das Synhedrion zu Paris berufen. Der französisch sprechende Rabbiner von Worms gefiel Napoleon so gut, dass er ihn mehrmals in Audienz empfing, und um ihm eine Gnade zu erweisen, bot er ihm das Rabbinat Metz oder Mainz an. Levi wählte das letztere, und so wurde er 1808 zum Grab Rabbin du consistoire du déparement de Mont Tonnère berufen. Dr. Levi erzählte gerne in Freundeskreisen, wie er 1812 Napoleon auf seinem Zuge nach Russland über die Große Bleiche in Mainz ziehen sah und wie ihn sein Lehrer in die Höhe hob und aufforderte, den Segensspruch beim Anblick eines gekrönten Hauptes zu sprechen..." 

 
   
Aus der Zeit der Auflösung der jüdischen Gemeinde   
Überlegungen, durch Ansiedlung russischer Juden das Weiterbestehen der Gemeinde zu sichern (1891)  
Anmerkung: der Verfasser wusste offenbar nicht, dass die ehemalige Synagoge in Pfersee bereits 1876 abgebrochen wurde (nach Angaben von Lehrer A. Müller von 1896) 

Gersheim Israelit 01061891.jpg (85116 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 1. Juni 1891: "München, im Mai (1891). Als Beitrag zur Beantwortung der in Nr. 39 und 40 dieses Blattes gestellten Frage: 'Was können wir für unsere unglücklichen Brüder und Schwestern (in Russland) tun?' wollen Sie Folgendes veröffentlichen: 
In Bayern und wohl auch in den übrigen Ländern des deutschen Reiches existieren bekanntlich viele kleine jüdische Gemeinden, welche nicht mehr oder kaum noch die notwendige Minjan-Zahl an Mitgliedern umfassen; z.B. in der Pfalz: Rodalben, Gersheim und andere. Ferner gibt es an manchen Orten Synagogen, zu denen leider keine Gemeinde mehr vorhanden ist; z.B. Pfersee bei Augsburg.   
Es sollte sich ein Komitee bilden, das nach erlangter behördlicher Erlaubnis eine entsprechende Anzahl russischer Familien daselbst unterbringt; damit würde nach zwei Seiten hin Gutes gestiftet werden."  

    
         

Zur Geschichte der Synagoge

Eine Synagoge unbekannten Alters war in Pfersee vorhanden. In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde sie an Privatleute verkauft und später abgebrochen. Nach Angaben von Lehrer A. Müller (s. Lit. von 1896) war der Abbruch 1876; danach hätte Schreinermeister Steinle sen. auf dem Grundstück ein Wohnhaus erstellt.      
   

Adresse/Standort der Synagoge:   Die Synagoge befand sich nahe der St.-Michaelskirche an der Ecke Leitershofer Straße 26 / Fröbelstraße (Grundstück neu bebaut)    

Pläne / Fotos  
(Quellen: Historischer Plan von 1808 aus der Dokumentation zur Geschichte... s.Lit.; Ausschnittsvergrößerung aus einem aktuellen Plan von Pfersee, eingestellt auf der Website der Bürgeraktion Pfersee)   

Pfersee Plan 011.jpg (169431 Byte) Pfersee Plan 010.jpg (106136 Byte) Pfersee Plan 015.jpg (50928 Byte)
Historischer Plan 
von Pfersee (1808)
Eintragung der Synagoge auf dem
 historischen Plan von 1808
ungefähr derselbe Ausschnitt wie links auf einem Stadtplan der Gegenwart; die Synagoge lag  links von "St. Paul" ungefähr bei der auf dem Kopf stehenden "7"
   
       
Zwei Seiten aus dem Memorbuch 
der Gemeinde Pfersee
(Quelle: Theodor Harburger: Die Inventarisation jüd. Kunst- und Kulturdenkmaler Bd. 3 S. 659-660) 
 Pfersee Memorbuch 010.jpg (112589 Byte)  Pfersee Memorbuch 011.jpg (106645 Byte)
    Das Memorbuch der jüdischen Gemeinde Pfersee wurde vermutlich 1631 angelegt; 
es befindet sich in den Central Archives Jerusalem. Diese Fotos von 
Theodor Harburger wurden 1924 veröffentlicht. 
     
Erinnerung an Industriebetriebe 
in jüdischem Besitz
(Quelle: Römer s.Lit. S. 109-113)
Pfersee Ind 011.jpg (149334 Byte) Pfersee Ind 010.jpg (101414 Byte)
  Rosa und Isaak Bernheim, die 1888 die "Schlichte- und Appreturmittelfabrik" 
in Pfersee gründeten.
Die Buntweberei Raff & Söhne 
in Pfersee (Aus: "Die Großindustrie
 Augsburg", 1902)

   
  

Links und Literatur

Links:

Website der "Bürgeraktion Pfersee "Schlössle" e.V.  
Website des Jüdisch Historischen Vereins Augsburg mit einem Beitrag: Die Schabbeslampe des Mosche Ulmo aus Pfersee   
dieselbe Website mit einem Beitrag: 100 Jahre Pfersee in Augsburg         

Literatur:  

A. Müller: Ortsgeschichte von Pfersee. Nach archivalischen Quellen zusammengestellt. 1896. Als pdf-Datei online einsehbar.   
Gernot Römer: Schwäbische Juden. Leben und Leistungen aus zwei Jahrhunderten. Augsburg 1990. 
Israel Schwierz:  Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern. Eine Dokumentation der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit. A 85. 1988 S.   1992² S. 251. 
Sabine Ullmann: Nachbarschaft und Konkurrenz: Juden und Christen in Dörfern der Markgrafschaft Burgau 1650 bis 1750. Vandenhoeck und Ruprecht Göttingen. 563 Seiten. 1999. 64.50 €. ISBN 10-3525354665. 
Dokumentation zur Geschichte und Kultur der Juden in Schwaben. II. Hausbesitz um 1835/49. Bearbeitet von Doris Pfister. Hrsg. von Peter Fassl. Bezirk Schwaben. Augsburg 1993. 
Rolf Kießling (Hrsg.): Judengemeinden in Schwaben im Kontext des Alten Reiches. Berlin 1995. Colloquia Augustana Bd. 2. 
ders. / Sabine Ullmann (Hrsg.): Landjudentum im deutschen Südwesten während der Frühen Neuzeit. Berlin 1999. Colloquia Augustana Bd. 10.  
Sabine Ullmann: Zwischen Fürstenhöfen und Gemeinde. Die jüdische Hoffaktorenfamilie Ulmann in Pfersee während des 18. Jahrhunderts. In: ZHVS 90 1998 S. 159-187.       
   

            

   

                   
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Stand: 15. Januar 2011