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Synagogen in Bayerisch Schwaben
Oettingen (Landkreis Donau-Ries)
Jüdische Geschichte / Betsaal/Synagoge
Übersicht:
Es besteht eine weitere
Seite mit Texten zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (bitte
anklicken)
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde
(english
version)
(Text erstellt unter Mitarbeit von R. Hofmann, Stuttgart - HarburgProject)
In Oettingen gab es bereits im Mittelalter eine jüdische Gemeinde. Die
in Oettingen lebenden jüdischen Geschäftsleute standen in engen Verbindungen
zu den Nördlinger Juden. Bei den Judenverfolgungen 1298 und 1348/49
wurde die Gemeinde zweimal weitgehend vernichtet. Seit Anfang des 15.
Jahrhunderts lebten Juden wieder in der Stadt. 1434 zahlten drei
jüdische Familien 100 Gulden Krönungssteuer ans Reich. Die 1457 genannte
"Judengasse" ist vermutlich die heutige Ledergasse im Nordosten der
Stadt. 1488 wurden die Juden Oettingens (damals sechs Familien)
ausgewiesen, doch gab es seit der Mitte des 16. Jahrhunderts und bis erneut eine
jüdische Gemeinde.
Auf Grund der Teilung der Stadt zwischen zwei konfessionell unterschiedlichen
oettingischen Herrschaften Linien (Oettingen-Oettingen, das später zu
Oettingen-Wallerstein gehörte und Oettingen-Spielberg) gab es in Oettingen bis
1731 "lutherische Juden" und "katholische Juden", die auch
zwei verschiedene Synagogen besuchten. Ungeteilt für beide Herrschaftslinien
blieb das Rabbinat, zu dessen Inhaber mehrere hervorragende Gelehrte
gehörten, u.a. Rabbi Henoch Sundel Ben Abraham (Rabbiner von 1649 bis 1665),
Abraham David Mahler (1719 bis 1753), Pinchas Jacob Katzenellenbogen
(1795-1845), Dr. Meyer Feuchtwang (1846 bis 1857). 1851/52 sollte nach der
vorübergehenden Auflösung der Distriktrabbinates Schwabach
der Rabbinatsbezirk von Oettingen wesentlich vergrößert werden. Doch wurden
die Pläne nicht umgesetzt, vielmehr das Distriktrabbinat Oettingen nach 1857
aufgelöst und Oettingen dem Bezirksrabbinat Wallerstein
zugeteilt.
1925 gehörten noch 107 Einwohner Oettingens zur jüdischen Gemeinde
(3,6 % von etwa 3.000 Einwohnern). Die Gemeindevorsteher waren damals
Louis Badmann, Hermann Badmann, Louis Emanuel, Samuel Martin und Theodor
Engländer. Als Kantor und Lehrer wirkte Leopold Gutmann. Er
unterrichtete noch elf schulpflichtige Kinder im Religionsunterricht. An
jüdischen Vereinen gab es einen Wohltätigkeitsverein (Chewroth) unter
Louis Emanuel mit 46 Mitgliedern), einen Jünglingsverein und Leopold Gutmann (8
Mitglieder) und den Frauenverein (gegründet 1900; Ziele Krankenpflege und
Unterstützung Hilfsbedürftiger) unter Klara Engländer (33 Mitglieder). 1932
war erster Gemeindevorsteher und Schriftführer Max Badmann, 2. Vorsitzender
Louis Emanuel. Kantor und Lehrer war inzwischen Alois Kurzweil. Die Zahl der
schulpflichtigen jüdischen Kinder war auf sieben
zurückgegangen.
1933 wurden 66 jüdische Einwohner in Oettingen gezählt, von denen ein
Teil auswandern konnte. Vermutlich letzter Lehrer der Gemeinde war Leopold Rose,
der im Herbst 1936 von Oettingen nach Hörstein wechselte. Beim Novemberpogrom
1938 wurde die Synagoge geschändet und demoliert (siehe unten). Die letzten
der jüdischen Einwohner Oettingens wurden 1941/42 (teilweise von anderen
Orten aus) deportiert und ermordet.
Von den in Oettingen geborenen und/oder
längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit
umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad
Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches
- Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Albert Aufhäuser (1877),
David Badmann (1869), Elsa Badmann geb. Wimpfheimer (1888), Leo Badmann (1884),
Ludwig Badmann (1893), Max Badmann (1881), Auguste Buckmann (1882), Josef
Buckmann (1880), Sofie Buckmann geb. Neustädtler (1887), Albert Emanuel (1900),
Hans Emanuel (1933), Rosa (Roalie) Engländer geb. Vorchheimer (1878), Theodor
Engländer (1876), Berta Gerst geb. Badmann (1883), Beno Gutmann (1903),
Henriette Gutmann geb. Strauss (1873), Ida Gutmann geb. Leiter (1876), Justin
Gutmann (1880), Marie Hamburger geb. Klein (1874), Berta Hausner (1853), Martha
Heidecker geb. Kugler (1890), Henriette Heilbronner geb. Hausner (1860), Philipp
Herrmann (1878), Rudolf Herrmann (1929), Salo Herrmann (1891), Therese Herrmann
geb. Weißmann (1884), Emma Heß geb. Klein (1878), Julie Hirsch geb. Herrmann
(1875), Therese Kleemann geb. Engländer (1881), Martha Löwensteiner geb.
Schühlein (1884), Marta Löwensteiner geb. Hermann (1887), Frieda Martin geb.
Herrmann (1910), Helmut Martin (1934), Selma Martin geb. Neuburger (1898),
Thekla Mayer geb. Michelbacher (1883), Alfred Michelbacher (1892), August
Michelbacher (1889), Alfred Model (1867), Sigmund Model (1862), Salomon
Neuburger (1902), Laura Neumann geb. Obermeier (1862), Julius Regensburger
(1887), Minna Regensburger geb. Sämann (1881), Berta Rothschild geb. Frohmann
(1880), Rosa Sämann geb. Weissmann (1868), Betty Schlossmann (1880), Mina
Schlossmann (1881), Martha Schulheimer (1887), Max Schulheimer (1891), Sigmund
Schulheimer (1882), Adolf Schwab (1874), Gustav Schwab (1870), Alfred Springer
(1923), Betty Springer geb. Herz (1889), Fritz Springer (1915), Ludwig Springer
(1878), Friedrich (Fritz) Steiner (1888), Gretchen Steiner geb. Kirchhausen
(1903), Julius Steiner (1900), Regina Steiner (1871), Rosette Weinberger geb.
Badmann (1865), Lilly (Lea) Wolff geb. Badmann (1895).
Zur Geschichte der
Synagoge
Eine Synagoge beziehungsweise ein Betsaal war bereits
vermutlich bereits im Mittelalter vorhanden. Unter den 1488 ausgewiesenen Juden
war auch ein "Schulklopfer", der die Aufgabe hatte, die
Gemeindeglieder zu den Gottesdiensten (vor allem zu den Frühgottesdiensten)
zusammenzurufen. Im 16./17. Jahrhundert wird vermutlich jeweils ein Betsaal in
einem der jüdischen Häuser genutzt worden sein.
Eine Synagoge wird im
18. Jahrhundert erstellt worden sein. Sie stand nach dem Katasterplan von 1833
auf dem heutigen Grundstück Schäfflergasse 1. Im selben Gebäude war auch die
Rabbinerwohnung. Für die Erlaubnis, Gottesdienste zu feiern, hatte die
Gemeinde 1761 und 1806 an die Herrschaft 16 Gulden 30 Kreuzer jährlich an
"Synagogengeld" zu bezahlen. Die Zahlung dieser jährlichen
Abgaben hatte zur Voraussetzung, dass die Synagoge auf Kosten der Herrschaft
errichtet war. 1853 wurde - noch während der Amtszeit des letzten Oettinger
Rabbiners (Meir Feuchtwang) - auf dem Grundstück des bisherigen Synagogengebäudes
in der Schäfflergasse eine neue Synagoge erbaut bzw. eingerichtet.
Hinweis auf die bevorstehende Einweihung der Synagoge in
Oettingen (1853)
Im
Zusammenhang mit dem Bericht über die Einweihung der Synagoge in Heidenheim
in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 28. November
1853: "...Dem nahen Oettingen steht demnächst eine gleiche
Feier bevor. Überhaupt nimmt die Errichtung neuer jüdischer
Gotteshäuser in unserm Lande auf eine erfreuliche Weise zu. Möchte auch
die sittliche und moralische Veredlung unserer Glaubensgenossen hiermit
gleichen Schritt halten!" |
Über 80 Jahre war die Synagoge Zentrum des
jüdischen Gemeindelebens in Oettingen.
Während des Novemberpogroms 1938 wurde die
Synagoge auf Grund ihrer Nähe zu anderen Häusern nicht niedergebrannt. Die
Fenster, das gesamte Inventar und alle
Ritualien wurden zerstört. Unter den vernichteten Ritualien befanden sich 13
Torarollen, zwei kostbare Toraschrein-Vorhänge (von 1764 bzw. 1806) und viel
Silbergerät. Über das Schicksal des reichen Gemeindearchivs, das im
Gemeindesaal war, ist nichts bekannt. Es verschwand am Pogromtag spurlos
zusammen mit der jüdischen Gemeindebibliothek und der Bibliothek der jüdischen
Volksschule.
Nach 1945 wurde das Synagogengebäude zunächst von
amerikanischem Militär beschlagnahmt und der Jüdischen Vermögensverwaltung
(JRSO) übertragen. Später kam das Gebäude in Privatbesitz
Ein von dem Künstler Fred Jansen gestalteter Gedenkstein
wurde am 10. November 2005 am Gebäude der früheren Synagoge angebracht. Auf
zwei beweglichen Walzen aus Messing stehen die Namen der insgesamt 78 jüdischen
Personen, die 1933 bis 1942 in Oettingen lebten. Der Heimatverein Oettingen und
die Stadt Oettingen luden gemeinsam zu der Veranstaltung am Nachmittag des 10.
November vor der ehemaligen Synagoge ein.
Schule. Eine jüdische Schule bestand
im Haus Ringgasse 5 (Rückgebäude des Schuhhauses; die Ringgasse hieß früher
"Judengasse"). Das Haus ist in äußerlich wenig verändertem Zustand
erhalten und wird als Wohnhaus mit Werkstatt verwendet. Die Schule bestand bis
1928 unter der Leitung von Lehrer Leopold Gutmann.
Fotos
Historische Fotos:
(Quelle der Fotos links und rechts, obere Zeile: G. Römer: Schwäbische Juden s.Lit. S.
272.275;
Quelle untere Zeile: Theodor Harburger: Inventarisierung jüdischer Kunst-
und Kulturdenkmäler Bd. 3 S. 637ff;
Originale in den Central Archives
Jerusalem)
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| Die Synagoge in Oettingen
(Gebäude rechts im Vordergrund) |
Die Wetterfahne der ehemaligen
Synagoge Oettingen, heute im Heimatmuseum
der Stadt |
Oberlehrer Leopold Gutmann um
1926 mit der damaligen jüdischen Schulklasse in Oettingen |
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| Toraschilde aus Oettingen aus
dem 18. Jahrhundert |
Tora-Aufsatz (Rimmon) aus
Oettingen aus dem 17. Jahrhundert |
Tora-Vorhang (Parochet ) aus
Oettingen) |
| Die von Theodor
Harburger am 19.9.1927 in Oettingen fotografierten Gegenstände sind nicht
erhalten. |
Fotos nach 1945/Gegenwart:
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 12.3.2004)
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| Blick auf die
ehemalige Synagoge; im Fenster der Ostwand ist - über dem früher
darunter befindlichen Toraschrein - ein Davidsstern erhalten |
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| Hinweistafel an der Synagoge |
Bericht aus der
"Sonntagszeitung" vom 13.11.2005
zur Gedenkstein-Enthüllung |
Modell des Gedenksteines auf
der Einladungskarte zur Veranstaltung am 10.11.2005 |
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| Jüdisches Schulhaus: |
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| Das ehemalige
jüdische Schulhaus mit Rabbiner-/Lehrerwohnung in der Ringgasse (frühere
Judengasse) |
Erinnerungsarbeit vor
Ort - einzelne Berichte
(Bericht übersandt von Peter Karl Müller,
Kirchheim/Ries)
Artikel
in den "Rieser Nachrichten" vom 11. November 2008: "Erinnerung
an die Oettinger Juden. Gedenkfeier. Zwei neue Tafeln in der Ringgasse
und in der Schäfflergasse enthüllt.
Oettingen / heja / Gestern vor 70 Jahren wurde in Oettingen die
Synagoge in der Schäfflergasse geschändet - und zwar von Schulkindern,
die dazu von ihrem Lehrer mit Prügeln und Äxten bewaffnet wurden und
denen von Umstehenden Beifall für ihre Untaten gezollt wurde. Eine
Gedenktafel erinnert heute an diesem Ort an die Juden, die von 1933 bis
1942 in der Stadt wohnten. Jetzt wird dieses Denkmal von einem Schild
ergänzt, das an die ehemalige Synagoge und die Rabbinerwohnung erinnert,
die sich früher in dem Gebäude befanden. Außerdem enthält es den
Hinweis, dass das Denkmal von dem Lehminger Bildhauer Fred Jansen
gestaltet wurde, von dem im Übrigen auch das Zusatzschild stammt.
Gestern wiesen im Rahmen einer Gedenkfeier anlässlich des 70. Jahrestages
der Schändung der Oettinger Synagoge durch die Nationalsozialisten die 1.
Vorsitzender des Heimatvereins Oettingen, Gerda Martin und Bürgermeister
Matti Müller auf die Zusatztafel hin und erinnerten an die Gräueltaten
des Nationalsozialismus. 'Heute vor 70 Jahren, fast zu selben Zeit,
zerstörten Schulkinder die Oettinger Synagoge', so Gerda Martin. Umso
mehr freue es sie, dass zur gestrigen Gedenkfeier Schüler der Oettinger
Grund- und Hauptschule mit ihrem Lehrer erschienen seien.
'Dieses Denkmal und das Zusatzschild sind ein Mahnmal wider das Vergessen
und für mehr Toleranz', sagte sie. Und: 'Wir wollen in Oettingen an
unsere jüdischen Mitbürger denken, deren Namen in diese beiden Rollen
eingraviert sind und ich kann Sie nur bitten, drehen Sie an diesen Rollen
und denken Sie an die Juden, die in Oettingen lebten'. Im Namen der Stadt
und des Stadtrats bedankte sich Bürgermeister Müller für das Engagement
des Heimatvereins: 'Ich sage Ihnen für Ihre sehr wichtige Arbeit die
vollkommene Unterstützung der Stadt zu', erklärte er.
Im Anschluss begab man sich in die Ringgasse: Dort wurde von
Museumspfleger ein Schild enthüllt, das an das ehemalige Judengässchen
erinnert. 'Das Judengässchen,' oder manche sagten auch Judengasse, wurde
bereits 1938 von den Nationalsozialisten in Ringgasse umbenannt',
erklärte dazu Gerda Martin. Der Heimatverein habe sich nun entschlossen,
mit einem Schild an den früheren Namen der Gasse zu erinnern." |
Links und Literatur
Links:
Literatur:
 | Germania Judaica III,2 S. 1061. |
 | Ludwig Müller: Aus fünf Jahrhunderten. Beiträge zur Geschichte
der jüdischen Gemeinden im Ries. in: Zeitschrift des Historischen Vereins
für Schwaben und Neuburg 26 1899 S. 81-183. |
 | "Oettinger
Blätter" vom Januar 1989: Die Juden in Oettingen - ein Beitrag zur
Heimatgeschichte. |
 | Gernot Römer: Der Leidensweg der Juden in Schwaben. Schicksale von
1933-1945 in Berichten, Dokumenten und Zahlen. Augsburg 1983. |
 | ders.: Die Austreibung der Juden aus Schwaben. Schicksale nach 1933 in
Berichten, Dokumenten, Zahlen und Bildern. Augsburg 1987. |
 | ders.: Schwäbische Juden. Leben und Leistungen aus zwei Jahrhunderten. In
Selbstzeugnissen, Berichten und Bildern. Augsburg 1990. |
 | Neuerscheinung
in 2007: "Mehr als
Steine...." Synagogen-Gedenkband Bayern. Band I:
Oberfranken - Oberpfalz - Niederbayern - Oberbayern - Schwaben.
Erarbeitet von Barbara Eberhardt und Angela Hager. Hg.
von Wolfgang Kraus, Berndt Hamm und Meier Schwarz.
Reihe: Gedenkbuch der Synagogen in Deutschen. Begründet und
herausgegeben von Meier Schwarz. Synagogue Memorial Jerusalem. Bd. 3:
Bayern. Kunstverlag Josef Fink Lindenberg im
Allgäu. (mit umfassenden Quellen- und
Literaturangaben)
ISBN 978-3-98870-411-3.
Abschnitt zu Oettingen S. 523-529. |

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the
Holocaust".
First published in 2001 by NEW
YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad
Vashem Jerusalem, Israel.
Oettingen Swabia. The community was
virtually destroyed in the Rindfleisch massacres of 1298 and the Black Death
persecutions of 1348-49. Jews were present again in the late 14th century under
ducal protection. In the 17th century they were active as moneylenders and horse
and cattle traders. With the city divided between two rival duchies, two Jewish
communities arose in the second half of the 17th century, each constituting the
seat of a district rabbinate. In 1690 the Jews were saved from a pogrom in a
blood libel and commemorated the event annually by a special fast until the 20th
century. A new synagogue was consecrated in 1853. In 1857, 88 children were
enrolled in a Jewish public school. The Jewish population reached a peak of 430
in 1837 (total 3.210) and thereafter declined steadily to 66 in 1933. On Kristallnacht
(9-10 November 1938), the synagogue was vandalized and 13 Torah scrolls were
destroyed; afterwards Jewish homes and stores were wrecked. Forty-five Jews left
for other German cities in the Nazi era; another ten emigrated. Of the remaining
Jews, eight were deported to Piaski (Poland) via Munich on 3 April 1942.

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