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zurück zur Seite über die jüdische Geschichte / Synagogengeschichte in
Bamberg
Bamberg (Oberfranken)
Texte zur Geschichte der jüdischen Gemeinde
Die nachstehend wiedergegebenen Texte mit
Beiträgen zur jüdischen Geschichte in Bamberg wurden in jüdischen Periodika
gefunden.
Bei Gelegenheit werden weitere Texte eingestellt. Neueste Einstellung am
13.8.2011.
Überblick
Hinweis: Die Texte dieser
Seite konnten großenteils noch nicht abgeschrieben werden - durch Anklicken der
Textabbildung können sie jedoch bereits eingesehen werden.
Allgemeine Beiträge aus der Geschichte der Gemeinde
"Neue Beiträge zur Geschichte
der Juden in Bamberg" von Rabbiner Dr. A. Eckstein (Artikel von 1927)
Hinweis:
Distriktsrabbiner Dr. Adolf Eckstein hat mehrere - bis heute grundlegende
- Werke zur Geschichte der Juden in Bamberg und im ehemaligen Fürstbistum
Bamberg geschrieben. Der nachfolgende Abschnitt bringt einige Ergänzungen
zu seinem 1898 erschienen Buch (Titel links): "Geschichte der Juden
im ehemaligen Fürstbistum Bamberg, bearbeitet auf Grund von Archivalien,
nebst urkundlichen Beilagen". Bamberg - Druck und Verlag der
Handels-Druckerei 1898.
Reprint by Chris Fiebig. Bamberg 1985. |
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Artikel
in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung" vom 7.
Januar 1927: "Neue Beiträge zur Geschichte der Juden
in Bamberg. Von Rabbiner Dr. A. Eckstein.
Unter obiger Überschrift habe ich in der in Breslau erscheinenden
'Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums', Jahrgang
1924, S. 307-316, eine kleine Arbeit veröffentlicht, in welcher ich auf
Grund einer Sammlung hebräischer Akten, die ich von meinem inzwischen
verewigten Amtsvorgänger Dr. Jos. Kobak (1864-1883 hier
Distriktsrabbiner) i.J. 1908 von Lemberg zugesandt erhalten hatte, einige
Lücken meiner im Jahr 1898 erschienenen 'Geschichte der Juden im
ehemaligen Fürstbistum Bamberg' auszufüllen in der Lage war. Die
Abhandlung besteht aus 2 Kapiteln folgenden Inhalts: 1. Zur Geschichte des
Landesrabbinats, enthaltend hauptsächlich einen inhaltlich mitgeteilten
Auszug einer in der hebräischen Urschrift vorzüglich erhaltenen
Vertragsurkunde, welche zwischen den beiden Verbänden der stiftischen und
der ritterschaftlichen Judenschaft des Fürstbistums am 1. August 1658
über die Errichtung eines gemeinsamen Landesrabbinats vereinbart wurde (Anmerkung
1: vgl. G.J.B. = Geschichte der Juden in Bamberg, S. 156), ferner 2.
die ältesten Satzungen des hiesigen israelitischen Vereins für
karitative Leichenbestattung, das wichtigste und wertvollste Stück der
vom Lemberg zu ihrem ursprünglichen Heimatorte zurückgekehrten
Aktensammlung, in späthebräischer Sprache sehr wahrscheinlich im Jahr
1706 abgefasst, jedoch in den letzten aus späterer Zeit stammenden
Paragraphen mit deutschen Sätzen in hebräischer Schrift untermischt (Anmerkung
2: bei Gelegenheit sei bemerkt, dass das älteste bisher nachweisbare
Datum für den israelitischen Friedhof in
Waldsdorf das Jahr 1632 ist, entnommen einer Beschwerdeschrift des
dortigen Pfarrers über die 'Begrebnuß der Juden' [Staatsarchiv Bamberg
Rep. 35 Fasz. 46]; eine Grabsteininschrift aus älterer Zeit ist bisher
nicht aufgefunden worden. Der Friedhof von dessen Rabbinergräbern
unlängst in nr. 20 [S. 629] der Zeitschrift 'Das Bayerland' ein
stimmungsvolles Bild mitgeteilt wurde, ist allem Anschein nach anfangs des
17. Jahrhundert angelegt worden).
Dem Hinweis auf diese Abhandlung will ich nun eine kleine auf dem von mir
seit Jahrzehnten bearbeiteten Felde gehaltene Nachlese folgen
lassen.
I. Die israelitische Gemeinde von Bamberg im Jahre 1721.
Im hiesigen Staatsarchiv (Anmerkung 3: Rep. 113/I Band 6 Nr. 51)
hat sich ein auf Grund einer behördlichen Untersuchung am 24. März 1721
angelegtes Namensverzeichnis von jüdischen Einwohnern mit statistischen
Angaben vorgefunden, das uns einen Einblick in die inneren und sogar
familiären Verhältnisse der damals etwa 48 Haushaltungen umfassenden
Gemeinde gestattet. Wir entnehmen demselben folgendes:
In der 'Judenschul', wie man im Volksmunde auch das dreistöckige
Gemeindehaus nannte, das in der Neugasse (jetzt Generalsgasse 15) der
Synagoge, von derselben getrennt durch einen großen Hof mit 2
Nebengebäuden, vorgebaut war (Anmerkung 4: Noch auf der Stadtkarte von
Roppelt vom Jahr 1803 heißt die jetzige Habergasse 'bey der Judenschul'),
wohnten: 1. der Rabbiner Moses Broda aus Mährisch-Brod (1718 bis
1733) (Anmerkung 5: vergleich G.J.B. S. 169) mit 5 Töchtern und 1
Sohn nebst 2 weiblichen Bedienungspersonen, außerdem sein Schwiegersohn
Wolf auf Berlin, der bei ihm 'lernet', d.h. Talmud studierte, mit 3
kleinen Büblein nebst 1 Dienstmagd, zusammen also etwa 16 Personen; 2.
der Vorsinger Behr, damals bereits 28 Jahre im Dienste; 3. der 'Schulklopfer'
Mayer, dessen Amtstitel seinen Grund hatte in der ihm obliegenden Aufgabe,
die Gemeindemitglieder durch Anklopfen mit einem kleinen Hammer an Fenster
oder Türe zum Besuche der Gottesdienste aus dem schlafe zu wecken;
derselbe hatte sich des Besitzes von nur 4 Töchtern und 1 Sohn (mit 2
Dienstpersonen) zu erfreuen, außerdem hielt sich bei ihm eine alte Frau
aus Merzbach auf, 'welche der Judenschaft hin und her diente'. |
Rechts
von der Judenschule (Richtung Langgasse), im Hause 'zum Walfisch' wohnte
Sal. Marx mit 2 Söhnen und 3 Töchtern (nebst 2 Bedienungspersonen), auf
der anderen Seite (Richtung Zinkenwörth) 'beim Brücklein an der
Judenschul' wohnte die aus 9 Kindern bestehende Familie des verstorbenen
Elias, im schräg gegenüberliegenden 'Elefantenhaus' der uns bereits
bekannt gewordene Hofjude Marx' (Anmerkung 6: vgl. G.J.B., S. 262 und
294 und Nachträge zur Geschichte der Juden im Fürstbistum S. 45),
damals bereits 45 Jahre im bischöflichen Schutze, und sein verheirateter
Sohn, ferner 2 arme Jungens, die im Hause des wohlhabenden Hofjuden
verköstigt wurden. Auch in anderen Stadtteilen gab es jüdische
Hausbesitzer (Anmerkung 7: vgl. G.J.B., S. 109. Die Bedienungspersonen
sind als meist jüdische anzunehmen), so in der 'Wolfsgrube', im Hause
'zur steinernen Kemmet' und im Hause 'zum blauen Stern' (Langgasse). Im
Hause des Simon Fries am 'Hafen-Plätzlein' (jetzt etwa Eckenbüttner)
fanden nicht weniger als 29 Personen Platz, darunter 1 armes Kind und 1 Schulmeister
oder Hauslehrer. Einen eigenen Hauslehrer in schulloser Zeit hielten sich
auch Sam. Hamburger für seine 6 Kinder und Wohl Nathan für seine 8
Kinder. Am zahlreichsten aber war die Familie des Hoffaktors Mos. Heßlein,
der von seinem in Kurland sich aufhaltenden Tochtermann 5 Kinder (mit 3
Bedienungspersonen) bei sich wohnen hatte, ferner seinen verheirateten
Sohn Süßmann mit 4 Söhnlein und 3 Mägdlein, dazu Bedienungspersonen
und einen Schulmeister, im ganzen als einen Haushalt von etwa 24 Personen,
und dieser Mann beherbergte noch ein armes Waisenkind, ohne über
Wohnungsnot zu klagen.
II. Zum Kapitel der Hofjuden (Anmerkung 8: Ergänzung zu G.J.B.
S. 262-263, vgl. auch Nachträge S. 60-62).
Es braucht kaum hervorgehoben zu werden, dass diese 48 israelitischen
Familien im geschäftlichen Leben der Stadt eine Rolle gespielt und eine
Lücke ausgefüllt haben. Der oben genannte, schon aus früheren
Mitteilungen bekannte, Hofjude Sal. Marx und Söhne hatten für einen
Vorschuss, den sie der Hofkammer auf kaiserliche Subsidiengelder
geleistet, im Jahre 1716 eine größere Forderung an Wechselbriefen, die
der berühmte kaiserliche Hoffaktor Samson Wertheimer in Wien gelegentlich
der Frankfurter Herbstmesse ausgestellt. Dass zum Bau des bischöflichen
Klerikalseminars auch bei jüdischen Kapitalisten jener Zeit Anleben
aufgenommen wurden, war bereits bekannt (Anmerkung 9: G.J.B. S. 220).
Zu diesem Zwecke wurde auch Zacharias Fränkel in Fürth in Anspruch
genommen, den der Fürstbischof Friedrich Carl von Schönborn am 29. April
1736 anweisen lässt, zur Fortsetzung des Seminarbaus dem Oberstleutnant
Neumann auf Anforderung die Summe von 5000 Rth. 'abermahlen' verabfolgen
zu lassen, und sofort Kapitel und Zinsen 'als eine zur gemeinsamen
Wohlfahrt erforderliche Sach in aufrechnung zu bringen' (Anmerkung 10:
Bamb. Staatsarchiv Reo. 113, 1. Bd. 13 und 15. Über Zach. Fränkel vgl.
S. Haenle: Geschichte der Juden im ehem. Fürstentum Ansbach S. 85).
Der Großlieferant jener Zeit war der Hoffaktor Jk.Is. Heßlein, Sohn des
obengenannten M.J. Heßlein, der insbesondere Livreen und Chaisen, aber
auch sogar Spitzen für Messgewänder und andere Pontifikalien lieferte
und dafür im Jahre 1739 eine Forderung von 15.434 fl. 2 1/4 Kr. hatte.
Auch für Bekleidung der Husaren hat er dem Hofe gute Dienste geleistet,
und es wird ihn in einer Kammersitzung bezeugt, dass er sich jederzeit
"wohl und ehrlich aufgeführet'. Mit ihm konkurrierte der Hoffaktor
Sußmann, der im Oktober 1733 in einer Eingabe nachsuchte, ihm unter
Berücksichtigung der Tatsache, dass er an dem im vorausgegangenen Jahre
an Zahlungsstatt angenommenen Getreide einen Verlust von über 1.000
Thaler erlitten, die Lieferung der Hoflivreen allein zu überlassen, deren
Gegenwert er zur Hälfte wieder in Getreide zum
Marktpreise auf dem Lande anzunehmen sich erbiete. Es wird ihm auch eine
Lieferung für 100 Personen übertragen, während Heßlein eine solche
für 60 Personen erhielt (Anmerkung 11: Die Genannten sind bereits in
G.J.B., S. 263, 319 und 321 erwähnt). Auch Meyer, Sohn des David Eger,
bereits anfangs des 18. Jahrhunderts in Schutz aufgenommen, von dem die
hiesige Bankierfamilien Wassermann in weiblicher Linie abstammt,
hat während des 7-jährigen Krieges zur 'Unterhaltung' der kaiserlichen
Hilfsvölker Fourage aufgekauft und zu diesem Zwecke vom fränkischen
Kreiskonvent einen Pass ausgefertigt erhalten. Dessen Sohn, der gelehrte
Jakob Meyer Eger, wird mit seinem Schutzgesuch für seinen älteren Sohn
Wolf trotz guter Vermögensverhältnisse im Jahre 1676 mit der Begründung
abgewiesen, weil 'ohnehin die Juden gegen die vorige Zeiten allzustark
übersetzet seynd'; nachdem er aber bei Wiederholung seines Gesuches
geltend machte, dass er sich als Rabbiner in das Schwarzenbergische
begeben wolle, sein Realvermögen aber im Hochstift belassen werden und
sein Sohn eine 'ansehnliche bemittelte Heirat' machen würde, wurde
dasselbe im Juni 1768 mit Rücksicht auf Vermögensstand und mit dem
Bemerken genehmigt, dass bei nächster Erledigung einer Schutzstelle
dieselbe nicht wieder besetzt werden solle (Anmerkung 12: vgl. über
dieselben daselbst die Liste vom Jahre 1746 auf S. 320 [Archiv Rep. 113
II, Nr. 44]). Auch Gabriel Moses Ullmann wurde 1765 in Schutz
aufgenommen, weil er mit einer 'reichen Juden-Tochter' (Mitgift 3.000
Gulden) aus Dresden verlobt war und schon seit einigen Jahren mit hiesigen
Kaufleuten einen beträchtlichen Handel durch Einführung von Waren aus
Berlin und Leipzig betrieben habe. Endlich sei (nach Akten aus dem Jahre
1785) ein Hoffaktor Sam. Wolf genannt, der zusammen mit Simon Sommerhauser
für sich und im Namen der 'Haagischen Compagnie' zur Betreibung ihres
Holzfloßwesens aus dem Forst von Lichtenfels Weißtannen erwerben wollte.
Der bekannteste und angesehenste unter den Hoffaktoren am geistlichen Hofe
war S.S. Heßlein, der, seit 1777 Bambergischer Schutzjude, am 18.
Juni 1797 von der fürstlichen Obereinnahme als 'Admodiateur'
(Großpächter) angestellt wurde und an die kaiserliche Armee umfangreiche
Getreidelieferungen vermittelte. Er war der Bankier und Geschäftsagent
des Hochstifts, der erste großzügige Kaufmann, der aus dem hiesigen
Ghetto hervorgegangen. Sein Einfluss am Hofe muss bedeutend gewesen sein,
da man sich im Volke erzählte, dass Heßlein mit der Tabakpfeife im Munde
freien Zutritt zum Fürstbischof habe, und bei den hohen Beamten genoss er
hohes Ansehen und eine gewisse Vertraulichkeit. In einem Brief an
Geheimrat Pflaum in Kronach vom 12. September 1800 fügt er bei: 'an dero
Frau Gemahlin mein untertänigster Respekt' (Anmerkung 13: Sein Bildnis
aus biedermeierlicher Zeit, mitgeteilt in meiner Schrift 'Die
israelitische Kultusgemeinde Bamberg von 1803-1853' S. 41, macht den
Eindruck einer vornehmen Persönlichkeit. Weitere Mitteilungen über
denselben G.J.Bbg. S. 263 und Nachträge, S. 61. Vgl. noch Alt-Bamberg von
Schuster, Bd. 5, S.160). Als Vorsteher seiner Gemeinde musste der
'Herr Hoffaktor' wie man ihn in Regierungskreisen titulierte, öfter
seinen Einfluss in die Wagschale legen, um eine Stundung rückständiger
Neujahrsgelder und anderer Abgaben zu
erwirken. |
III.
Neuer Judenschutz auf dem Lande.
Laut einem fürstlichen Dekret vom 30. August 1747 hatte ein Jude bei
Erwerbung des Schutzes in der Hauptstadt den Betrag von 100
Speziesdukaten, auf dem Lande von 100 fl.fr. zur fürstlichen Schatulle zu
zahlen (Anmerkung 14: Bamberger Verordnungen I. Vgl. G.J.B. S. 202
Anmerk. 4). Aus einem vom Jahre 1791 stammenden 'Verzeichnis der
Gebühren, welche ein Jude auf dem Lande zur Erhaltung des
landesherrlichen Schutzes bis daher bezahlt hat', entnehmen wir, dass
diese Gebühren später etwas ermäßigt auf folgende Posten verteilt
wurden:
57 fl. 36 Kr.fr. in die fürstliche Schatull, an 60 fl. kurrent a 1
fl. 12 Kr.rh. gerechnet.
4 fl. 48 Kr. in das Armenhaus. 9 fl. 36 Kr. in die geheime
Kanzlei für das Dekret.
18 fl. 48 Kr. zur hochfürstlichen Hofkammer, als: 4 fl. - Kr. an
einer Spezies-Dukaten dem Herrn Hofkammerdirektor. 4 fl.
- Kr. an einer dito für das Hofkammerzahlamt 4
fl. - Kr. an einer dito für das Sekretariat. 2 fl. -
Kr. für die Herren Räte. 1 fl. 36 Kr. für die
Kanzley. - fl. 48 Kr. dem
Registrator. 1 fl. 12. Kr. dem Expeditori des
Schutzbriefes. 1 fl. 12 Kr. dem Kammerboten für
das Pergament. zus. 18 fl. 48 Kr.
90 fl. 48 Kr. in summa (Anmerkung 15: Archiv. Rep. 113 IV, Bd. 2
Nr. 66).
Ein hoher Betrag für die meist unbemittelten Leute, die einen schweren
Kampf um des Daseins Notdurft zu kämpfen hatten. Kein Wunder, dass es
auch Drückeberger gab, die keinen auf ihre Person ausgestellten
Schutzbrief besaßen, sondern nur einen solchen, den sie von Eltern oder
Verwandten erblich übernommen, aber von Schwiegereltern als Heiratsgut
oder bei einem Hauskauf vom Vorbesitzer erhalten hatten. Am 31. Dezember
1758 wurden die Außerverwaltungsbehörden 'stracklichst' angewiesen, bei
Vermeidung der Landesverweisung, binnen vierteljährlicher Zeitfrist zur
Erwirkung eines ordnungsmäßig auf die Person ausgestellten Schutzbriefes
veranlasst werden. daraufhin erfolgte eine Eingabe der Gesamtjudenschaft,
in welcher darauf hingewiesen wurde, dass dieselbe bei solchem Verfahren
unmöglich ihre bereits auf 4.000 fl. angewachsene Schuldenlast würde
verzinsen oder gar tilgen können, zumal die Anzahl derjenigen ihrer
Glaubensverwandten, die zu den gewöhnlichen Anlagen beizutragen vermögen,
höchstens 150 betrage, von denen die meisten in Ortschaften wohnen, die
mit fremdherrschaftlichen Jurisdiktionen vermischt sind, d.h. unter
Gutsherrn, unter welchen die Landjuden auch ohne Erwirkung eines
kostspieligen Schutzbriefes zuständig werden könnten, wenn sie es nicht
vorzögen, 'Ihr Hochfürstliche Gnaden lebensdauerlich treudevote
Untertanen zu bleiben'; nachdem sie bei den 3 kurz hintereinander
gefolgten Interregnis ihre bei solche Gelegenheit üblichen Auflagen (Anmerkung
16: Vgl. G.J.B. S. 216-217) getragen und die ordentlichen Schutzgelder
alljährlich bezahlt haben, erbitten und erwarten sie die Freisprechung
von der befohlenen und angeordneten Maßnahme zur Erwirkung des neuen Schutzbriefes.
Die Angelegenheit wurden nach dem Vorschlag der Hofkammer unter gerechter
Rücksichtnahme auf die tatsächlichen Verhältnisse, insbesondere mit
Rücksicht auf den Umstand, dass die Juden bei dem zweimaligen feindlichen
Einfall der preußischen Soldateska schwer gelitten und 'fast von allen
Mitteln entkräftet' waren, durch Verzichtleistung auf die Hälfte der zur
fürstlichen Schatulle beanspruchten Gebühren von 60 fl. erledigt (Anmerkung
17: Archiv Rep. 113 I Bd. 36 G.J. S. 323, Beilage 18 und Nachträge S. 49)."
Der nachfolgende Abschnitt über die Geschichte der Juden in Forchheim
ist auf der Seite zu Forchheim
wiedergegeben. |
Anlässlich der Verbandstagung der bayerischen
Israelitischen Gemeinden in Bamberg - Beitrag von Rabbiner Dr. Eckstein:
"Ein kurzer Gang durch die Vergangenheit der israelitischen Kultusgemeinde
Bamberg" (Artikel von 1928)
Artikel
in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung" vom 15. Juni
1928: |
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Alte rituelle Gegenstände aus Bamberg (Artikel von
1928)
Artikel
in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung"
vom 1. Juni 1928: |
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Judaica aus Bamberg in der hebräischen Bibliothek
Fuggers (Artikel von 1927)
Artikel
in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung" vom 11.
November 1927: |
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"Assimilations-Krise" in Bamberg (1808)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 19. Oktober
1933 |
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Martin Morgenroth: Aus der Geschichte der
jüdischen Gemeinde Bamberg - Dem Andenken Dr. Adolf Ecksteins gewidmet (Artikel
von 1935)
Artikel
in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung" vom 1. September
1935: |
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Aus der Geschichte des Rabbinates Bamberg
Klage
über den alt gewordenen Rabbiner Samson Wolf Rosenfeld (1854)
Artikel
in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums"
vom 3. Juli 1854: |
Zum Tod von Rabbiner
Samson Wolf Rosenfeld (1862)
Artikel
in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 10. Juni
1862: |
Bericht über Rabbiner Dr. Kobak
(1864)
Anmerkung: Rabbiner Dr. Josef Kobak war von 1864 bis 1883
Distriktsrabbiner in Bamberg, danach in Lemberg.
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 13. Januar
1864: |
Während der Vakatur des Rabbinates
(1884)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 21. Juli
1884: |
Ausschreibung der Stelle
des Rabbiners (1887)
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 17. Oktober
1887: |
Rabbiner Dr. Eckstein wendet sich gegen den
Antisemitismus in der Presse (1919)
Artikel
im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 3. Januar
1919: |
Ausschreibung der
Stelle des Rabbiners (1925)
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 30. Juli
1925: |
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Anzeige in der "CV-Zeitung" (Zeitschrift des Central-Vereins)
vom 31. Juli 1925: |
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Anzeige
in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung" vom 18.
August 1925: |
Rabbinerwechsel (1926)
Artikel
in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung"
vom 8. Juni 1926: |
70. Geburtstag von Rabbiner Dr. Adolf Eckstein
(1927)
Artikel
in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung" vom 15. Juli
1927: |
Antrittspredigt des neuen Rabbiners Dr. Katten (1930)
Artikel in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung"
vom 1. Februar 1930: |
Zum Tod von Rabbiner Dr. Adolf Eckstein (1935)
Artikel
in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung" vom 1.
Februar 1935: |
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Anzeige
in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung"
vom 1. Februar 1935: |
Aus der Geschichte der Lehrer, Vorbeter/Kantoren, Schächter
Ausschreibung der Stelle des 1. Kantors (1887)
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 10. März
1887: |
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Anzeige
in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 24. März
1887: |
Lehrer Fränkel tritt in den Ruhestand (1903)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 12. Januar
1903: |
25-jähriges
Ortsjubiläum von Lehrer und Kantor Karl Kleestadt (1912)
Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 16.
August 1912: "Bamberg. Lehrer und Kantor Karl Kleestadt feierte
sein 25-jähriges Jubiläum als Beamter der hiesigen jüdischen
Gemeinde." |
Ausschreibung der Stelle des Schächters und II. Kantors
(1926)
Anzeige
in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung"
vom 8. November 1926: |
Ausschreibung der Stelle des Religionslehrers und Kantors
(1928)
Anzeige
in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung" vom 15.
März 1928: |
Zum
Tod von Kantor und Hauptlehrer Karl Klestadt (1930)
Artikel
in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung"
vom 1. Mai 1930: |
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Zur Geschichte der Schule und anderer Einrichtungen
Die Einrichtung einer Mikwe im Stadtbad (1905)
Artikel
in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 13. Oktober
1905: |
Ausschreibung der Volksschullehrerstelle für die jüdische Schulklasse (1936)
Anzeige
in der "CV-Zeitung" (Zeitung des Central-Vereins) vom 1. Oktober
1936: |
Die Bamberger Volksschulen sind "judenfrei"
(1936)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 19. November
1936: |
An der allgemeinen Volksschule wurde eine jüdische
Sonderklasse eröffnet (1936)
Artikel
in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung" vom 1.
Dezember 1936: |
Aus dem jüdischen Gemeinde- und Vereinsleben
Gemeindekonflikt (1808)
Artikel
in der Zeitschrift "Sulamith" Jahrgang 1809 S. 189-190: |
Dazu
Artikel:
"Wie im Jahre 1808 in der Kultusgemeinde Bamberg der Liberalismus
siegte" (Artikel von 1935)
Artikel
in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung" vom 1.
September 1935: |
Gemeindebeschreibung (1851): über den neuen
Friedhof, das Schulwesen und Rabbiner Rosenfeld
Artikel
in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 10. November
1851: |
Spannungen
zwischen liberalen und orthodox-traditionellen jüdischen Gemeindegliedern
(1888)
Artikel
in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 10. Mai
1888: |
Ausschreibungen
der L. Gersfelder'schen Stiftung (1890 / 1901)
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 4. Dezember 1890: "L.
Gersfelder'sche Stiftung in Bamberg.
Am 12. Tewet dieses Jahres Verlosung der Familienväter-Präbenden, wozu
Anverwandte der Stifterin sich melden können bei
S. D. Weiskopf". |
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Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit"
vom 24. Dezember 1901: "L. Gersfelder'sche Brautsteuer-Stiftung.
Bewerberinnen aus der Verwandtschaft der seligen Stifterin willen sich bei
dem Unterzeichneten anmelden. Bräute erhalten den Vorzug.
S. J. Weiskopf, Bamberg." |
Rabbiner und Vorstand der Gemeinde werden zur Hoftafel geladen (1898)
Artikel
in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 15. Juli
1898: |
Wahlen zum Gemeindevorstand (1904)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 4. Januar
1904: |
Treffen der nordbayerischen jüdischen Jugendvereine in
Bamberg (1931)
Artikel
in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung"
vom 1. August 1931: |
Abendliche "Weihestunde" zugunsten der
städtischen Winterhilfe (November 1931)
Artikel
in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung" vom 1.
Dezember 1931: |
Aus dem
jüdischen Gemeindeleben in der NS-Zeit (April 1934: Ausstellung zu "Purim-Pessach")
Artikel
in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung" vom 15.
April 1934: "Aus der Gemeinde Bamberg. Am 17. und 18. März
(1934) war die Ausstellung 'Purim-Pessach' auf ihrer Wanderung durch
Bayern in der Kultusgemeinde Bamberg zu Gast. Das Gemeindesitzungszimmer
der Synagoge war der geeignete Ausstellungsraum, in welchem eine Fülle
wertvoller, den Kultgebräuchen des Purim- und Pessachfestes gewidmeter
Kunstgegenstände, die durch interessante Stücke aus Bamberger
Privatbesitz bereichert waren, in sachkundiger Anordnung den Augen der
Besucher sich darbot. Nach dem sabbatlichen Vormittagsgottesdienst
eröffnete in Anwesenheit zahlreicher Gemeindemitglieder der
Gemeindevorstand, Rechtsanwalt Dr. Morgenroth, die Ausstellung, die erste
Bamberger Veranstaltung des Jüdischen Kulturbundes in Bayern, mit einer
kurzen Würdigung der Bedeutung des Kulturbundes und herzlichen
Dankesworten an die Veranstalter der Ausstellung. Der Leiter der
Ausstellung, Herr Dr. Heinrich Feuchtwanger (München) gab einige
Erläuterungen über die kunsthistorische Bedeutung der ausgestellten
Gegenstände. Nachmittags veranstaltete Herr Rabbiner Dr. Katten,
unterstützt von Herrn Religionslehrer und Kantor Schapiro, nach
beendigtem Jugendgottesdienst eine Führung für die gesamte
Gemeindejugend. Die Ausstellung erfreute sich eines sehr zahlreichen
Besuches, der am Sonntag noch eine Steigerung erfuhr dadurch, dass auch
die benachbarten Gemeinden ihr Interesse an dieser Darbietung
jüdisch-kulturellen Lebens bekundeten". |
Aus
dem jüdischen Gemeindeleben in der NS-Zeit (März, April, Mai, Juni und Dezember 1935)
Artikel
in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung" vom 1. März
1935: "Aus der Gemeinde Bamberg. |
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Artikel
in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung" vom 1. April
1935: "Aus der Gemeinde Bamberg. |
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Artikel
in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung" vom 1. Mai
1935: "Aus der Gemeinde Bamberg. |
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Artikel
in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung" vom 15. Juni
1935: "Bamberg. Es ist ein Verdienst der Palästina-Filmstelle
Berlin, denjenigen, denen es nicht vergönnt ist, Erez-Israel zu bereisen,
durch den Film das Land näher zu bringen. Die Z.O.G. zeigte zu dem Zweck
in Bamberg zum erstenmal einen beweglichen Schmalfilm: 'Erez Israel.'
In der trefflich gelungenen Zusammenstellung der verschiedenen Bilder und
Szenen gefielen besonders die gut gelungenen Aufnahmen des Kinderdorfes
Ben Schemen. In Bamberg ist man auf den angekündigten, demnächst
erscheinenden Tonfilm der Palästina-Filmstelle besonders gespannt.
Nach diesen Film-Darbietungen, die mit Gesängen vom I.P.D. umrahmt waren,
folgte ein Vortrag von K. Wiesenfelder, der die enge Verbundenheit von Erez
(Israel) und Galuth (Diaspora) klarlegte und wahrhaftes Chuluziuth
(Pioniergeist), Bereitstellung des ganzen Menschen, nicht nur für Olim
(Einwanderer), sondern auch für Galuthmenschen (Juden in der
Diaspora) forderte. Als Delegierter für die Berliner Tagung der Z.V.f.D.
erstattete der Redner einen Bericht über seine Palästina-Eindrücke und
schloss unter starkem Beifall der zahlreich Erschienenen, mit einem Appell
an die Versammlung im gleichen Sinne in der Gemeinde arbeiten zu
wollen.
Mit dem Gesang der Hatikwah schloss die gut gelungene 4. Veranstaltung der
Z.O.G." |
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Artikel
in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung" vom 1.
Dezember 1935: "Aus der Gemeinde Bamberg. |
Aus dem
jüdischen Gemeindeleben in der NS-Zeit (Januar und Februar 1936)
Artikel
in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung" vom 1.
Januar 1936: |
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Artikel
in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung" vom 15.
Februar 1936: |
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Veranstaltungen der Zionistischen Ortsgruppe und der
Chewra Kadischa (1936)
Artikel
in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung" vom 15.
März 1936: |
Der jüdische Turn- und Sportverein erwirbt die
Konzession für eine Gaststätte (1936)
Artikel
in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung" vom 1. Juni
1936: |
Filmabend der Zionistischen Ortsgruppe
(1936)
Artikel
in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung" vom 15. Juni
1936: |
Die Zahl der Gemeindeglieder geht schnell zurück (1936)
Artikel
im "Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurts" vom
Mai 1936: |
Über die Arbeit der Zionistischen Ortsgruppe
(Oktober 1936)
Artikel
in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung" vom 1.
Oktober 1936: |
Aus dem jüdischen Gemeindeleben
in der NS-Zeit (November und Dezember 1936)
Artikel
in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung" vom 15.
November 1936: |
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Artikel
in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung" vom 15.
Dezember 1936: |
Berichte zu einzelnen Personen aus der Gemeinde
Zum Tod des Arztes Dr. Jakob Dessauer - 32
Jahre Vorsteher der Gemeinde (1879)
Artikel
in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums"
vom 1. Juli 1873: |
Goldene Hochzeit von Weinhändler Leonhard
Müller und seiner Frau Babette (1884)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 1. Dezember
1884: |
Benno Lessing wird zum Bevollmächtigten, Karl
Dessauer zum Stellvertreter im Gemeindekollegium der Stadt gewählt
(1903)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 12. Januar
1903: |
Stiftung der Erben des Kaufmannes Bernhard Ehrlich (1903)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 30. November
1903: |
Ernennung von Julius Ulrich zum Rat am
Oberlandesgericht (1905)
Artikel
im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 30. Juni
1905: |
Max Bretzfelder wird zum Leutnant der Reserve befördert
(1910)
Artikel
im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 18. März
1910: |
Über die Adelserhebung der Familie Wassermann (Artikel von
1910)
Artikel
im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 17. Juni
1910: |
Stiftung durch die Witwe vom Kommerzienrat Bernhard Mohrenwitz
(1911)
Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 15.
September 1911: |
Zum
Tod des Bamberger Hofbankiers Angelo von Wassermann (1835 - 1914)
sowie über seinen Bruder Emil Wassermann (1842 - 1911)
Vgl. hierzu auch die Seite "Banken jüdischen Ursprung" bei
http://www.juden-in-bamberg.de/Handel_Banken/Banken.htm
Artikel
in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 21. August 1914:
"Hofbankier Angelo von Wassermann. Geboren am 20. Mai 1835 in Wallerstein.
Gestorben am 6. Mai 1914 in Berlin.
An einem Maientage haben wir in Bamberg nach einer stillen
Trauerfeier, die an Einfachheit und Bescheidenheit nicht übertroffen
werden kann, die Staubeshülle eines Mannes der Familiengruft übergeben,
dessen Leben ein fast wolkenloser Maientag gewesen, der es schon mit
Rücksicht auf seine einflussreiche Stellung und seine Gesinnung
gegenüber dem Judentum verdient, dass ihm an dieser Stelle mit einigen
Worten ein Denkmal der Ehre aufgerichtet werde.
Von Benjamin Disraeli, dem genialen Staatsmann von Großbritannien,
wird erzählt, dass er die adelsstolzen Herren im Hause der Peers, als sie
es wagten, den auf politischer Stufenleiter durch eigene Geisteskraft zur
höchsten Sprosse des Erfolges emporgestiegenen Judenstämmling mit
ironisierender Anspielung an seine israelitische Abstammung zu erinnern,
in ihre Schranken mit den Worten zurückgewiesen habe: mein Adel ist
älter als der eure, denn mein Stammbaum reicht zurück bis auf Abraham,
den zum Segen aller Geschlechter der Erde erwählten Gottesfürsten! Nicht
alle geadelten Israeliten haben so adelig gedacht und empfunden. Auf der
Stufe, die sie erreicht, haben ihrer viele vergessen der Wurzel, der sie
entsprossen, und wir haben im allgemeinen keine Veranlassung, ihr Bild in
der Galerie berühmter Männer des Judentums aufzustellen, wie es ein
zeitgenössischer Schriftsteller getan. Aber Angelo von Wassermann, der am
6. Mai dieses Jahres fern der Heimat, an der sein Herz gehangen, in einem
Sanatorium zu Berlin nach einem an Aussaat und Ernte reich gesegneten
Leben kurz vor Vollendung seines 70. Jahres wie ein verlöschendes Licht
seinen Odem ausgehaucht, kannte keinen höheren Stolz als den der
Abstammung aus einer durch Wissen und Frömmigkeit ausgezeichneten und im
deutschen Vaterland weit verzeigten Familie (Anmerkung: Die Familie
führt ihren Stammbaum, den der als Sammler von auf die Geschichte der
bayerischen Israeliten bezüglichen Akten und Urkunden verdiente David
Wassermann in München aus archivalischen Forschungen mühsam
zusammengestellt, bis Anfang des 17. Jahrhunderts zurück. Als Stammvater
historisch nachgewiesen ist Elkan Wassermann, 1770 Salzfaktor des Fürsten
von Oettingen-Wallerstein. Mütterlicherseits stammt die Bamberger Linie
der Wassermanns angeblich von Rabbi Akiba Eger). |
Von
diesem Mann kann aber nicht gesprochen werden, ohne zugleich das Andenken
an seinen um einige Jahre jüngeren Bruder zu wecken, der ihm in die
Ewigkeit vorangegangen. Der Name Emil Wassermann (geb. am 12. Mai
1842 in Wallerstein, gest. am 12.
November 1911 in Berlin) bedeutete in weiten Kreisen ein Programm, und
dies Programm war das altüberlieferte Judentum in modernisierter Fassung.
Er schützte es, wie man ein teures Familienerbe schätzt, und dennoch war
es ihm ein Lebendiges und Gegenwärtiges, der Inhalt seines Bewusstseins.
Und er selbst war nach seiner ganzen Erscheinung und Geistesbeschaffenheit
ein echtes Produkt des Judentums, und zwar eines von den immer seltener
werdenden, in welchem der Geist der Vergangenheit und der Geist der
Gegenwart, Thorakenntnis und neuzeitliche Bildung in harmonischem Bunde
vereinigt waren. Es war ein Vergnügen, in seinem mit allem Schönen
geschmückten Hause ein Bibliothekzimmer zu finden, in welchem die
ehrwürdigen Talmudfolianten, denen er gern eine geschäftsfreie Mußestunde
widmete, seine besten Freunde waren. Keine Erscheinung gab es im Judentum,
im Leben oder in der Literatur des Judentums, welcher er nicht sein
lebhaftestes Interesse zugewendet, kein bestreben auf geistigreligiösem
oder gemeinnützigem Gebiete, das er nicht mit Hingabe seines jederzeit
zum Dienen bereiten Wesens und der ihm zur Verfügung stehenden
materiellen Mittel unterstützte. Immer und überall stand er an der
Spitze der Wohltäter und Förderer. Die Krone der Persönlichkeit war
aber doch seine durchaus konservativ gerichtete Frömmigkeit, die ihre
tiefsten Wurzeln in seinem warmfühlenden Herzen hatte. Von solcher
Gesinnung erfüllt, hat er in seiner hinterlassenen Niederschrift seiner
Wünsche seine sieben Söhne, welche bereits geachtete Stellungen in der
Welt einnehmen, gleich den Frommen ehemaliger Zeiten mit ergreifenden
Worten zur treuen Anhänglichkeit gemahnt an das Judentum und seine
Einrichtungen.
In seiner Liebe zum Judentum stimmte auch sein älterer Bruder Angelo
von Wassermann mit ihm überein. Nach Wesen und Art war's allerdings
ein anderer. Er war das Weltkind im Goetheschen Sinne dieses Wortes. Seine
Begabung und Neigung betätigte er vor allem auf kommerziellem Gebiete. In
ihm arbeitete ein intelligenter Geist und ein zielbewusster Wille, der den
eroberten Erfolg zu verwandeln wusste in ein Mittel neuer Unternehmungen
und neuer Erfolge. Damit ist bereits gesagt, dass er zu denjenigen
Erscheinungen kaufmännischer Unternehmer gehörte, die durch
schöpferische Arbeitskraft immer neue Betriebe in Bewegung setzen und so
durch ihre anregende und befruchtende Tätigkeit werteschaffend wirken. So
wird ihm mit Recht nachgerühmt, dass das von ihm in Gemeinschaft mit
seinem Bruder geleitete Bankhaus in Bamberg, eines der größten
Privatinstitute im Reiche, das in Berlin ein eigenes Haus hat und
Schwestergeschäfte in London und Brüssel, an der Begründung und an dem
Aufschwung der oberfränkischen Textilindustrie einen hervorragenden
Anteil hatte.
Und er war unser. Die schöne Synagoge in Bamberg wird sein und seines
Bruders Andenken erhalten in der Erinnerung kommender Geschlechter. Am 27.
Mai 1910 hat der verewigte Prinzregent von Bayern ihm den erblichen Adel
verliehen. Ich darf, nachdem er für ewig die Augen geschlossen, verraten,
dass es ihm Vergnügen machte, seinen großen Einfluss bei Hochgestellten
zugunsten von Glaubengenossen, die ein Anliegen hatten, in die Wagschale
zu legen. Nichts aber kennzeichnet so sehr seine Gesinnung als sein
letzter Wille, in welchem er verfügte: 'Da ich mein ganzes Leben lang ein
echter Jehudi war, so will ich auch als solcher begraben werden. Man soll
mich durch die Bruderschaft bestatten lassen und es sollen nur die
hebräischen Gebete gesagt werden. Ich will keine Grabrede und auch kein
deutsches Gebet gehalten haben, das etwa die Stelle einer Leichenrede
ersetzen könnte. Ich will, dass der Geistliche kein deutsches Wort bei
meiner Beerdigung spricht. Das soll durchaus keine Abneigung gegen den
gegenwärtigen Rabbiner bekunden. Grund der vorstehenden Verfügung ist
vielmehr der, weil ich von jeher Feind aller öffentlichen Huldigungen und
Lobeserhebungen war.'
In genauer Befolgung dieser patriarchalischen Wünsche sind im Beisein
einer imposanten Trauerversammlung seine Staubesreste in die Familiegruft,
die er sich nach dem im März 1912 erfolgten Tode seiner Gattin (Dora
geb. Bauer aus Augsburg) errichtet, versenkt worden. Als die auf
seinen Sarg fallenden Erdschollen aus der Tiefe ein dumpfes Echo
aufsteigen ließen, musste ich an die Dichterworte denken:
'Auf einem Berge sterben, Wohl muss das köstlich sein,
Wo sich die Wolken färben Im Morgensonnenschein.
Tief unten der Welt Gewimmel, Forst, Flur und
Stromeslauf,
Und oben tut der Himmel Die goldenen Pforten auf.' Dr. A.
Eckstein." |
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| Literaturhinweis: Ferdinand von
Weyhe: A.E. Wassermann. Eine rechtshistorische Fallstudie zur
'Arisierung' zweier Privatbanken (= Rechtshistorische Reihe 343). Verlag
Lang. Frankfurt am Main. 2007 187 S. |
Diamantene
Hochzeit von Neumann Frank und seiner Frau (1928)
Artikel
in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung" vom 1. Juni
1928: |
Abschiedsfeier des langjährigen Gemeindevorstehers
Geheimer Justizrat Dr. Josef Werner (1930)
Artikel
in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung" vom 15.
November 1930: |
60. Geburtstag von Julius Wassermann
(1933)
Artikel
in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung" vom 1. Juli
1933: |
Zum
Tod von Bankdirektor Oskar Wassermann (in Berlin, 1934)
Hinweis: Zur Person vgl. den Wikipedia-Artikel
"Oscar Wassermann"
Artikel
in der Zeittschrift "Der Israelit" vom 14. September 1934:
"Oscar Wassermann gestorben. Berlin, 13. September (1934). Der
bekannte Bankdirektor Oscar Wassermann ist am Rüsttag zu Rosch Haschanah
in Garmisch nach längerem Leiden im Alter von 66 Jahren gestorben.
Wassermann entstammte einem gesetzestreuen Hause in Bamberg und
bewahrte sich bis zuletzt warme Liebe zu allen jüdischen Dingen, wiewohl
er zwischendurch andere Wege gegangen war. Ein Mann von Energie und
seltener Begabung, machte er rasch Karriere und war bald als Direktor
der Deutschen Bank eine der populärsten Persönlichkeiten in der
deutschen Finanz- und Bankwelt. Er gehörte auch dem Generalrat der
Reichsbank an. Im Jahre 1933 schied er aus seinen Ämtern aus, behielt
aber trotz seiner geschwächten Gesundheit seine meisten Ehrenämter in den
jüdischen Organisationen bei. Die Liebe seines Herzens gehörte dem Palästinaaufbau,
doch hatte er auch Zeit und Sinn für alle anderen sozialen und
kulturellen Aufgaben der jüdischen Gemeinschaft. Bis zu den Jahren seiner
Krankheit war er auch Vorsitzender des Keren Hajessod für
Deutschland und eifriges Mitglied des Administrative Committee der
Jewish Agency. Er pflegte seine geistvollen Reden gern mit Bibel-,
zuweilen sogar auch mit talmudischen Zitaten zu würzen. Der Heimgang
Wassermanns rief in weiten jüdischen kreisen große Bestürzung
hervor.
Die Bestattung fand am Mittwoch, den 12. September, auf dem jüdischen
Friedhof in Berlin-Weißensee statt. Man sah viele bekannte Führer der
Wirtschaft, der Industrie und besonders der Bankwelt bei der Trauerfeier,
in deren Mittelpunkt eine eindrucksvolle Gedenkrede von Rabbiner Dr. Leo
Baeck stand." |
Anzeigen jüdischer Gewerbebetriebe und Privatpersonen
sowie Berichte über Gewerbebetriebe im Besitz jüdischer Personen
Israelitisches Restaurant eröffnet (1879)
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 15. Oktober
1879: |
Neue jüdische Restauration (1931)
Artikel
in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung" vom 15.
September 1931: |
Verlobungsanzeige
von Hanna Neumann und Josef Singer (1937)
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 22. Juli
1937: |
Sonstiges
Dokument
zu Emanuel Dessauer (1811-1880)
(aus der Sammlung von Peter Karl Müller, Kirchheim / Ries)
Umschlag
eines am 20. Februar 1877 aus Halle an den Hopfenhändler Emanuel
Dessauer in Bamberg geschickten Briefes.
Informationen zu Emanuel Dessauer finden sich auf einer
Seite des Museums Bamberg. |
Zum
Tod des Erzbischofs Dr. Josef von Schork, eines entschiedenen Gegners des
Antisemitismus (1905)
Artikel
in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 10. Februar 1905:
"Bamberg, 1. Februar (1905). Der am 25. vorigen Monats hier
verstorbene Erzbischof Dr. Josef von Schork war ein entschiedener
Gegner des Antisemitismus. In welchem Geiste er wirkte, davon gibt eine
Ansprache Zeugnis, die er gelegentlich der Vornahme der Firmung in Fürth
im Juni 1892 hielt. Er ermahnte darin, sich nicht bei dem Hasse und der
Hetzerei gegen die Andersgläubigen zu beteiligen. Diese Hetze sei eine
Schmach für unsere Zeit und verstoße gegen den Geist des Christentums in
schärfster Weise. Man müsse dem Irrtum widerstreben, aber es gehe nicht
an, die Angehörigen eines anderen Glaubensbekenntnisses zu hassen, da
Christus mit den Worten 'Liebe deinen Nächsten wie dich selbst' alle
Menschen ohne Ausnahme mit inbegriffen habe. Kürzlich erzählte Dekan
Seeberger in Bamberg folgende Geschichte, die bezeichnend ist für die
Gesinnung des Verstorbenen: 'Bevor ich in Urlaub abreiste, brachte ich dem
Erzbischof noch meine Glückwünsche zu seinem 50-jährigen
Priesterjubiläum dar. Ich glaube keine Indiskretion zu begehen, wenn ich erzähle,
dass dieser hohe Herr mit bewegten Worten mir sagte, dass die
Aufrechterhaltung des konfessionellen Friedens ihm ein Herzensanliegen
sei. Aus innerster Überzeugung konnte ich ihm erwidern: 'Das wissen wir,
Exzellenz!' möge auch den Nachfolger des Verstorbenen dieser Geist der
Friedensliebe beseelen! - Ein Mitarbeiter der 'Neuen Freien Presse', der
den Erzbischof im Sommer in Brennerbad wiederholt sah und sprach, erzählt
noch folgende Einzelheiten: Sehr erbittert zeigte sich Schork im Hinblick
auf Wiener Zustände über das Zusammengehen eines Teiles des katholischen
Klerus mit der Demagogie und hier anknüpfend, bemerkt er: 'Ihr Herr
Dr. Lueger muss aber ein sehr gewandter Mann sein; er kam zu uns nach
München behufs antisemitischer Propaganda und hielt eine Versammlung ab.
Als er etwa zehn Minuten nach Beginn seiner Rede merkte, dass er keinen
Anklang fand, wendete er sich prompt einem anderen Thema zu und sprach
noch eine Stunde lang von allem anderen, nur nicht von den Juden. Er war
doch nur auf die letzteren vorbereitet - das muss ein sehr schlagfertiger
Herr sein! Ja,' fügte der Bischof hinzu, 'der Antisemitismus fällt bei
uns in Bayern auf keinen fruchtbaren Boden, ich habe in meiner Diözese keinen
einzigen antisemitischen Pfarrer. Vor nicht langer Zeit hatte ich eine
Verhandlung mit einem höheren protestantischen Geistlichen, welche
diesem Anlass gab, mich zu fragen, ob ich auch Antisemit sei. Ich
antwortete: 'Nein, und zwar aus drei Gründen: erstens bin ich Mensch und
darf als solcher nicht hassen; zweitens bin ich Christ und muss als
solcher meinen Nächsten lieben, und drittens' - hier wurde er heftig -
'bin ich überzeugt, dass dieser Schlamm des Antisemitismus auch noch
unsere heilige Kirche bespritzen wird.' Und als dann der Lutheraner meine
Argumente bekämpfen wollte und zu nörgeln fortfuhr, replizierte ich
scharf: 'Nun, ich habe noch einen vierten Grund: ich bin kein Antisemit,
weil Sie einer sind.'" |
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Artikel
im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 17. Februar
1905: |
Hirtenbrief des neuen Erzbischofs Dr.
Friedrich Philipp von Abert
(1905)
Artikel
im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 19. Mai
1905: |
Dokument zur Leder-Manufaktur Sigmund Grünebaum (1908)
(aus der Sammlung von Peter Karl Müller, Kirchheim /
Ries)
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Zur Familie: Sigmund
Grünebaum (geb. 22.1.1867 in Niederwerrn,
gest. 21.11.1941 in Bamberg) war mit seinen Brüder David und Moritz
Grünebaum Mitinhaber der seit 1890 bestehenden Ledergroßhandlung
"S. Grünebaum" in Bamberg; ab 1924 war auch sein
Schwiegersohn Rudolf Fleischmann - bis zu seinem Tod 1936 - Teilhaber. Die
Firma musste am 8. August 1938 zwangsweise verkauft werden
("arisiert"). Familie Sigmund Grünebaum wohnte in Bamberg in
der Ottostraße 7; Sofie Grünebaum geb. Klein (Witwe von Sigmund
Grünebaum) wurde 1942 nach Theresienstadt, 1944 nach Auschwitz deportiert
und ermordet. Rechts eine Rechnung der Firma S. Grünebaum vom 27. März
1908.
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Der
Erzbischof spricht sich gegen das "Märchen vom
Ritualmord" aus (1913)
Artikel
in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 31. Oktober
1913: |
Firmenkarte
der Fa. Louis Kahn (1915)
(aus der Sammlung von Peter Karl Müller, Kirchheim / Ries; Angaben auf Grund
der Recherchen von Peter Karl Müller)
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Die Firmenkarte von Louis Kahn wurde am 26.
November 1915 nach Ebermannstadt geschickt und bestätigt die Gutschrift
eines per Postscheck eingegangenen Betrages. Louis Kahn ist am 8. Oktober
1853 in Gleicherwiesen / Thüringen geboren und am 7. Juni 1926 in
Bad
Kissingen gestorben. Er erweiterte in Bamberg eine 1851 gegründete
Wäschezuschneiderei "Sichel & Kahn" zu einer Schürzen- und
Wäschefabrik, die ab 1886 als "Louis Kahn" firmierte. Er selbst
und sein Sohn waren die Teilhaber der Firma, zwei Neffen waren die
Prokuristen. Die Firma wurde 1938 zwangsverkauft. Louis Frau Fanny Kahn
geb. Grünfelder nahm sich am 5. Mai 1939 in Bamberg das Leben.
Quelle: Gedenkbuch
Jüdische Bürger Bambergs. |
Firmenkarte
der Fa. M. Ullmann Nachfolger (1916)
(aus der Sammlung von Peter Karl Müller, Kirchheim / Ries; Angaben auf Grund
der Recherchen von Peter Karl Müller)
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| Bei M. Ullmann handelt es sich
um den Fabrikanten Marx Ullmann. Sein "Nachfolger" (M.
Ullmann Nachfolger) wird in der Telegramm-Adresse "Saalheimer,
Bamberg" genannt. Gemeint ist Kaufmann Martin Saalheimer (geb.
1881 in Bamberg als Sohn des Kaufmanns Max Saalheimer [1856 in
Kleinsteinach - 1939 in Bamberg] und seiner Frau Sidonie geb. Österlein
[1860 in Fürth - 1938 in Bamberg]). Martin Saalheimer wurde am 25. April
1942 nach Izbica deportiert; er ist umgekommen (Gedenkbuch der Jüdischen
Bürger Bambergs, hrsg. vom Verein zur Förderung der Jüdischen
Geschichte und Kultur Bambergs e.V.). |
Beitrag über "Die alttestamentlichen Plastiken
des Bamberger Domes" (Artikel von 1927)
Artikel
in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung" vom 20.
Oktober 1927: |
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