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Mühlhausen (Kreis
Erlangen-Höchstadt)
Jüdische Geschichte / Synagoge
Übersicht:
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english
version)
In Mühlhausen bestand eine jüdische Gemeinde bis 1942.
Ihre Entstehung geht in die Zeit des 15./17. Jahrhunderts zurück. 1464
wird erstmals ein Juden am Ort genannt, der als Kläger vor dem Landgericht
Bamberg auftrat. Danach hört man wieder von Juden aus der 1. Hälfte des 17.
Jahrhunderts. In den Vogteirechnungen des Ortes von 1610/11 werden
Schutzgelder der Juden Feustel, Amsel, Isaak Salamon und Abraham genannt. 1621
waren die jüdischen Familienhäupter Gerst, Amsel und Isaak. Auf Grund des
Krieges flohen die jüdischen Einwohner 1631 von Mühlhausen nach Höchstadt,
konnten jedoch nach dem Krieg zurückkehren. 1678
waren wieder acht jüdische Familien unter den Freiherren von Egloffstein am
Ort.
1709 und 1712 lebten neun jüdische
Familien am Ort. Sowohl die Freiherren von Egloffstein wie auch die Bayreuther
Markgrafen hatten Juden am Ort aufgenommen.
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Zahl der jüdischen Einwohner
wie folgt: 1809/10 178 jüdische Einwohner (24,0 % von insgesamt 741), 1811/12
187 (24,7 % von 758), 1817 45 Familien mit zusammen 196 Personen, davon 53
Jungen, 52 Mädchen sowie 6 jüdischen Dienstboten; 1824/25 208 (25,0 % von 833), 1867 150 (12,4 % von
1.212), 1880 112 (9,3 % von 1.206), 1890 111 (10,2 % von 1.086), 1900 77 (7,5 %
von 1.029), 1910 66 (6,4 % von 1.035). Das Matrikelgesetz von 1813 räumte für
Mühlhausen 45 Matrikeln ein. Zur jüdischen Gemeinde Mühlhausen gehörten nach
der Auflösung der israelitischen Kultusgemeinde Vestenbergsgreuth auch die hier
noch lebenden jüdischen Einwohner.
An Einrichtungen bestanden eine Synagoge (s.u.), eine jüdische Elementarschule
(1869 bis 1920, zuletzt nur noch von den beiden Kindern des jüdischen Lehrers
Hammelburger besucht, s.u.) beziehungsweise eine Religionsschule sowie ein rituelles Bad. Von mindestens 1754 bis 1835 war Mühlhausen Sitz eines
Ortsrabbinates. Letzter Rabbiner war Wolf Jonas Steinacher (geb. 1764), der von
1796 bis 1835 als Rabbiner in Mühlhausen wirkte. Er wirkte zugleich als
Vorsänger. Nach seinem Weggang wurde Mühlhausen zum Rabbinatsbezirk Burgebrach
zugeteilt.
Zur Besorgung der religiösen Aufgaben der Gemeinde wurde nun ein Lehrer
angestellt, der zugleich als Vorbeter tätig war (siehe Ausschreibungen der
Stelle unten).
Die jüdischen Lehrern Mühlhausens waren: 1869 bis 1871 Exspektant Meier
Schmidt aus Weimarschmieden, 1871
bis 1876 sowie von 1880 bis 1906 Jakob Haas, dazwischen von 1876 bis 1879
Hieronymus Strupp von Memmelsdorf. Sein Nachfolger wurde Sigmund
Hammelburger (1906-1928), der wie seine Vorgänger gleichfalls als Vorbeter in
der Synagoge wirkte. Er wurde nach seiner festen Anstellung zum
"Volksschullehrer" ernannt. Er hatte in den folgenden Jahren nur noch
wenige Schüler zu unterrichten (1912 nur noch fünf), aber seine
Unterrichtsergebnisse waren immer gut. Im Ersten Weltkrieg vertrat Hammelburger
den zweiten Lehrer an der protestantischen Schule, da dieser ins Feld ziehen
musste. 1920 wurde die israelitische Elementarschule aufgelöst. Hammelburger
blieb zunächst als Religionslehrer, Vorbeter und Schächter und Mühlhausen.
Dazuhin engagierte er sich in mehreren Vereinen des Ortes. 1928 bewarb er sich
erfolgreich als Lehrer nach Ichenhausen.
Hier blieb er bis zu seiner Emigration in die USA 1940 (gest. 1969).
Im Ersten Weltkrieg waren 13 jüdische Männer aus
Mühlhausen Kriegsteilnehmer. Sie kamen mit teilweise hohen Auszeichnungen,
teilweise jedoch auch schwer verwundet zurück. Von den jüdischen
Kriegsteilnehmern ist Fritz Wahle gefallen (geb. 2.3.1878 in Mühlhausen, gef.
22.10.1916). Sein Name steht auf dem
Gefallenendenkmal bei der Kirche. Unmittelbar daneben steht auch der Gedenkstein
für die in der NS-Zeit ermordeten Juden aus
Mühlhausen.
Um 1924, als noch 50 Personen der jüdischen Gemeinde angehörten (5,8 %
von insgesamt 850 Einwohnern), waren die Vorsteher der Gemeinde Theodor
Bruckheim (seit 1920), H. Hellmann, Albert Schloß, J. Reinhold und G.
Wassermann. Die Gemeinde gehörte seit 1924 zum Distriktsrabbiner Bamberg.
1933 wurden noch 43 jüdische Gemeindeglieder gezählt (4,4 % von 977).
Erster Gemeindevorsteher war weiterhin Theodor Bruckheim (vgl. unten Artikel zu
seinem 60. Geburtstag 1935). Zunächst verzogen nur
wenige der jüdischen Einwohner aus Mühlhausen. Im März 1936 schlugen
Unbekannte bei zwei jüdischen Wohnungen die Fenster ein. Beim Novemberpogrom
1938 drangen auswärtige SS-Leute unter Mithilfe der örtlichen SA-Leitung
in die 15 jüdischen Häuser des Ortes ein und beschädigten Türen, Fenster,
Hausrat und Möbel. Die meisten der Männer wurden in das KZ Dachau gebracht. Zwischen
1938 und 1942 verließen 28 jüdische Personen den Ort (16 wanderten aus,
zwölf verzogen innerhalb Deutschlands), acht verstarben in Mühlhausen. Zwei
der vier letzten jüdischen Einwohner wurden von Mühlhausen aus am 25. April
1942 nach Izbica Polen deportiert. Danach lebten nur noch die beiden Frauen Luise Reizenstein geb. Wassermann
und Auguste Wassermann am Ort. Sie wurden am 9. September 1942 in das KZ
Theresienstadt verschickt.
Von den in Mühlhausen geborenen und/oder
längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit
umgekommen (Angaben nach dem Shoah-Mahnmal in Mühlhausen; ergänzt durch
beziehungsweise verglichen mit den Listen von Yad
Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches
- Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Selma Bing (1892),
Marie Brandis (1865), Hugo Bruckheim (1878), Julius Bruckheim (1872), Simon
Bruckheim (1873), Anna (Nanny) Dingfelder geb. Löbstein (1868), Louise (Luise)
Ehrlich geb. Reizenstein (1863), Lina Freudenthal geb. Hellmann (1861), Ludwig
Fuld (1877), Bertha Guth geb. Blumenthal (1882), Dr. Manfred Moses Haas (1885),
Julie Krämer geb. Wahle (1876), Jeanette Lehmann geb. Hammelburger, Hermann
Lehmann (1923), Wilhelm (Willi) Lehmann (1893), Hugo Löbstein (1876), Ernst
Reizenstein (1866), Louise (Luise) Reizenstein geb. Wassermann (1872), Luise
Sachs geb. Offenbacher (1856), Emma Schloß geb. Löwenthal (1874), Rosa Wahle
(1875), Meta Wahle (1880), Auguste (Gusta, Gusti) Wassermann (1874), Julius
Wassermann (1926), Martha Wassermann geb. Kahn (1893), Margot Wassermann
(1924).
Anmerkung: Die Angaben bei Yad Vashem sind wenig hilfreich, da es mehrere Mühlhausen (insbesondere Mühlhausen in
Thüringen) mit ehemaligen jüdischen Gemeinden gibt, zwischen denen oft nicht
klar genug differenziert werden kann.
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde
Aus der Geschichte der
jüdischen Lehrer
Ausschreibungen der Stelle des Religionslehrers / Vorbeters / Schochet 1870 /
1871 / 1876
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 9. November 1870:
"Offene Lehrer-Stelle. Die hiesige Elementar- und
Religionslehrer-Stelle ist erledigt, der Gehalt beträgt 350 Gulden mit
freier Wohnung, Nebenverdienste belaufen sich wenigstens auf 200 Gulden
besondere Berücksichtigung finden diejenigen, welche Kenntnisse in Musik
und in neueren Sprachen besitzen, und stellt sich in diesem Falle das
Honorar für Privat-Unterricht dem Gehalt gleich heraus. Bewerber wollen
sich innerhalb 3 Wochen an den Unterzeichneten wenden.
Mühlhausen bei Bamberg, den 4. November 1870. Michael Reizenstein,
Kultus-Vorstand." |
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Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 5. Juli
1871:
"Offene Lehrerstelle. Durch Erkrankung unseres Lehrers ist die hiesige
Elementar-, Religionslehrer- und Vorbeterstelle in Erledigung gekommen.
Der fixe Gehalt beträgt 350 Gulden nebst freier Wohnung. Die
Nebenverdienste können sich, wenn in neueren Sprachen Unterricht erteilt
werden kann, dem Gehalte gleich stellen. Bewerber wollen sich an
Unterzeichneten wenden.
Mühlhausen bei Bamberg. Michael Reizenstein,
Vorstand." |
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Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 28. Juni 1876:
"Offene Lehrerstelle. Die hiesige Elementar-Lehrer- und
Vorsänger-Stelle ist in Erledigung gekommen und soll so rasch als
möglich wieder besetzt werden. Der fixe Gehalt beträgt inklusive des
Staatszuschusses Mark 900, die Nebeneinkünfte entziffern jährlich ca.
Mark 500, ferner kann auch die Schächterstelle damit angegeben werden,
die ein jährliches Einkommen von Mark 300 bring nebst freier Wohnung.
Summe Mark 1.700. Bewerber wollen ihre Gesuche unter Beilegung ihrer
Zeugnisse baldmöglichst an den Unterfertigten einsehen. Mühlhauen bei
Bamberg, 21. Juni 1876. Philipp Brandeis, Kultus-Vorstand." |
Lehrer Sigmund Hammelburger übernimmt die Stelle in Ichenhausen (1929)
Meldung
in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung" vom 15.
Januar 1929: "Personalien. Die Volksschullehrerstelle Ichenhausen
wurde dem Lehrer Sigmund Hammelburger, bisher Lehrer in Mühlhausen
(Oberfranken), übertragen." |
Berichte zu
einzelnen Personen aus der Gemeinde
Über Tobias Koen (1763-1849)
Tobias
Koen (geb. 1763 in Mühlhausen, gest. 1849 in Paris): seit 1793 in
Paris als Chirurg, um 1800 oder bereits zuvor war er Pediküre von
Joséphine de Beauharnais, der Ehefrau von Bonaparte, den er selbst auch
bereits 1801 gepflegt hat. Seit 1810 war er Chirurg-Pediküre des
Gesundheitsdiensts des Kaisers, 1811 auch einige Zeit Fußpfleger von
Papst Pius VII. Er hatte einen hervorragenden Ruf und konnte sich später auch als
Chirurg-Pediküre von Herzog und Herzogin von Berry (seit 1814), und später Königs
Karl X. bezeichnen. Zahlreiche andere hochgestellte Persönlichkeiten
ließen in diesen Jahren ihre Fußpflege von Tobias Koen vornehmen. Nach
1837 war Koen möglicherweise noch Fußpfleger des Dichters Victor Hugo. |
Kaufmann Julius Wassermann ist Vorsteher des örtlichen Kriegervereins (1891)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 22. Juni 1891: "In Mühlhausen
(Oberfranken) bildete sich vor etwa einem halben Jahre ein Kriegerverein.
Zum Vorstande dieses Vereins wurde ein Glaubensgenosse Herr Kaufmann
Julius Wassermann, der als Feldwebel den Feldzug 1870/71 mitmachte und
in demselben sich öfters auszeichnete, erwählt. Bei der am 14. Juni
stattgefundenen Fahnenweihe repräsentierte er würdevoll diesen
Ehrenposten und erwarb sich hierdurch die Sympathien aller
Festversammelten. Zu bemerken ist noch, dass dem vereine nur zwei
Israeliten angehören. - Gewiss ein schönes Zeichen des friedlichen
Einvernehmens der Konfessionen. -k." |
60. Geburtstag von Theodor Bruckheim
(1935)
Artikel
in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung" vom 15. Mai
1935: "Mühlhausen in Oberfranken. Herr Theodor Bruckheim
in Mühlhausen in Oberfranken beging am 9. Mai seinen 60. Geburtstag. An
diesem Freudentage nahm die Gemeinde, die Herrn Bruckheim zu größtem
Dank verpflichtet ist, innigen Anteil, denn er bekleidet seit 16 Jahren
das Amt des Kultusvorstandes in mustergültiger Weise und hat es
verstanden, die Kultuseinrichtungen der Gemeinde trotz der schweren Zeiten
bis zum heutigen Tage aufrecht zu
erhalten." |
Zur Geschichte der Synagoge
Bereits vor 1686 war ein Betsaal beziehungsweise eine
Synagoge vorhanden. In diesem Jahr (1686) war dieses Gebäude baufällig und nicht
mehr anständig. Hierauf wies Albrecht von Egloffstein der Gemeinde einen zum
Schlossgarten gehörigen Platz zu, auf dem ein Synagogenneubau ausgeführt
werden konnte.
1754 wurde am selben Platz eine neue Synagoge
erbaut. 1833 wurde die Synagoge innerhalb von vier Monaten
umfassend renoviert und am 6. September 1833 neu eingeweiht. Die Predigt
des Rabbiners Wolf Jonas Steinacher zu diesem Anlass ("Synagogeneinweihungsrede
vom Königlichen Rabbiner W. J. Steinacher in Mühlhausen gehalten am Abend des
6ten September 1833") ist noch erhalten, da Steinacher diese der
Königlichen Regierung des Obermainkreises zur Kenntnisnahme übersandte.. Die
Synagoge konnte renoviert werden u.a. auf Grund einer Spende des nach London
ausgewanderte Mühlhausener Juden Salomon Abraham. Dieser hatte testamentarisch
30 Stück Karolin (ungefähr 330 Gulden) zur Verschönerung der Synagoge in
Mühlhausen vermacht. Die übrigen Kosten hatte die jüdische Gemeinde auf Grund
einer Kollekte unter den Gemeindegliedern übernommen. Im Zuge der Renovierung
waren die bis dahin einzeln stehenden Betstühle neu hergerichtet und in
zusammenhängenden Reihen aufgestellt worden. Der Fußboden war zur
Trockenlegung des Gebäudes höher gelegt worden
Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Synagoge geschändet und
völlig verwüstet: SS-Leute, die zuvor die Juden in Adelsdorf überfallen
hatten, waren von dort nach Mühlhausen gekommen. Sie brachen durch ein Fenster
in die Synagoge ein und zerschlugen die Inneneinrichtung. Ein Teil der
Inneneinrichtung und die Ritualien wurden auf den Marktplatz geschleppt und dort
verbrannt.
Im April/Mai 1949 fand vor dem Landgericht Bamberg ein Prozess gegen
einige der am Novemberpogrom Beteiligten statt. 18 erhielten Gefängnisstrafen
von drei Monaten bis zu vier Jahren, einer wurde freigesprochen.
Das Synagogengebäude blieb nach 1945 erhalten und wurde zu einem bis
heute bestehenden Wohnhaus - ein charakteristischer Walmdachbau mit gequaderten
Eckpilastern - umgebaut.
Adresse/Standort der Synagoge: Schlossweg 5
Besondere Gebäude: 1924 wurde eine von den beiden Brüdern
Sigmund und Otto Reizenstein gestiftete "Kleinkinderbewahranstalt"
eingeweiht. Die beiden Brüder Reizenstein wurden 1925 zur Ehrenbürgern der
Gemeinde Mühlhausen ernannt.
Fotos
(Historisches
Foto von Theodor Harburger, Aufnahmedatum 11. Juni 1929; Quelle: Central Archives for the
History of the Jewish People, Jerusalem; veröffentlicht in Th.
Harburger: "Die Inventarisation jüdischer Kunst- und Kulturdenkmäler in Bayern.
1998Bd. 3 S. 397)
| Historisches Foto |
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Blick zum Aron HaKodesch
(Toraschrein); links die Kanzel |
Ausschnittsvergrößerung:
Chanukkaleuchter, Pult, dahinter Toravorhang (Parochet) |
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| Neuere Fotos |
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Quelle: www.synagogenprojekt.de |
Eingangstor mit dem Wappen
derer von Egloffstein (Bärenkopf; Foto: Jürgen Hanke, Kronach) |
Links und Literatur
Links:
Literatur:
 | Germania Judaica III,2 S. 893-894. |
 | Baruch Z. Ophir/Falk Wiesemann: Die
jüdischen Gemeinden in Bayern 1918-1945. Geschichte und Zerstörung. 1979
S. 144-146. |
 | Israel Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in
Bayern. Eine Dokumentation der Bayerischen Landeszentrale für politische
Bildungsarbeit. A 85. 1988 S. 166-167. |
 | Pinkas Hakehillot: Encyclopedia of Jewish
Communities from their foundation till after the Holocaust. Germany -
Bavaria. Hg. von Yad Vashem 1972 (hebräisch) S. 242-243.
|
 | Johann Fleischmann: Mesusa 2. Spuren jüdischer
Vergangenheit an Aisch, Aurach, Ebrach und Seebach. Mühlhausen 2000. passim.
(Insbesondere: Mühlhausen 1833: Predigt des Ortsrabbiners Steinacher nach
erfolgter Synagogenrenovierung S. 102-116; Mühlhausen 1919: Gemeinde feiert
Kriegsheimkehrer S. 161-167; 1942: Mühlhausen ist "frei von
Juden!" S. 205-208; 40 Jahre nach dem Novemberpogrom: Mühlhausener
Pfarrer klagt wegen eigener Untätigkeit S. 215-218). |
 | ders.: Mesusa 3. Spuren jüdischer
Vergangenheit an Aisch, Aurach, Ebrach und Seebach. Die jüdischen
Friedhöfe von Zeckern usw. Mühlhausen 2002. passim. (Insbesondere: 1738 -
Der jüdische Friedhof von Mühlhausen S. 239-278). |
 | ders.: Mesusa 4. Lebensbeschreibungen und Schicksale.
Spuren jüdischer Vergangenheit an Aisch, Aurach, Ebrach und Seebach.
Mühlhausen 2004. passim. (Insbesondere: 1763-1849 - Tobias Koen,
geboren in Mühlhausen, Chirurg-Pédicure von Kaiser Napoleon S. 21-56;
Christian Plätzer: Spuren des fränkisch-jüdischen Lehrers Sigmund
Hammelburger und seine Familie S. 310-363).
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Johann Fleischmann: Dr. Manfred Moses Haas. geboren am 3. Januar
1885 in Mühlhausen. Erlangen - Würzburg - Westfront - München - Leipzig.
1942 nach Theresienstadt deportiert - 1944 in Auschwitz ermordet.
Reihe Mesusa Bd. 6. Spuren jüdischer Vergangenheit an Aisch, Aurach,
Ebrach und Seebach. 2008. Hrsg. vom Arbeitskreis "Jüdische
Landgemeinden an Aisch, Aurach, Ebrach und Seebach". 414 Seiten mit
241 z.T. farbigen Abbildungen.
ISBN 978-3-933623-14-0 20 € vgl. www.mesusa.de
Bestellmöglichkeit über E-Mail. |
 | "Mehr als
Steine...." Synagogen-Gedenkband Bayern. Band II:
Mittelfranken.
Erarbeitet von Barbara Eberhardt, Cornelia Berger-Dittscheid,
Hans-Christof Haas und Angela Hager, unter Mitarbeit von
Frank Purrmann und Axel Töllner. Hg.
von Wolfgang Kraus, Berndt Hamm und Meier Schwarz.
Reihe: Gedenkbuch der Synagogen in Deutschen. Begründet und
herausgegeben von Meier Schwarz. Synagogue Memorial Jerusalem. Bd. 3:
Bayern, Teilband 2: Mittelfranken. Lindenberg im Allgäu 2010.
Kunstverlag Josef Fink Lindenberg im
Allgäu.
ISBN 978-3-89870-448-9. Abschnitt zu Mühlhausen S.
434-447. |

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the
Holocaust".
First published in 2001 by NEW
YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad
Vashem Jerusalem, Israel.
Muehlhausen Upper
Franconia. The community suffered grievously during the Thirty Years War
(1618-1848), fleeing to Hoechstadt in 1631. In the early 18th century, it
consecrated a cemetery and synagogue. The Jewish population reached 187 in 1812
(total 758), declining steadily to 43 in 1933. On Kristallnacht (9-10
November 1938), the synagogue and 15 Jewish homes were vandalized. On 14 May
1939, nearly all the tombstones in the cemetery were smashed. In 1938-42, 16
Jews emigrated, including 11 to the United States, and 12 left for other German
cities. The last four Jews were deported to Izbica in the Lublin district
(Poland) and to the Theresienstadt ghetto in 1942.

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