Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Aufhausen (Stadt Bopfingen, Ostalb-Kreis) 
Jüdischer Friedhof 
  

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde            
    
Siehe Zur Geschichte des Friedhofes           
    
Der Friedhof der jüdischen Gemeinde Aufhausen wurde vermutlich bald nach der ersten Erwähnung jüdischer Bewohner Aufhausens angelegt (1560). Als 1658 die Juden aus Baldern vertrieben wurden, nahmen sie die Grabsteine ihres Friedhofes mit und richteten sie auf dem Aufhausener Friedhof auf. Bis 1936 wurden auch Juden aus Bopfingen, Lauchheim, Ellwangen (bis 1901) beigesetzt (Fläche 41,43 a; Lage oberhalb des allgemeinen Friedhofs, Schenkensteinstraße). Die letzte Beisetzung erfolgte 1940; es sind 363 Grabsteine erhalten (Dokumentation des Landesdenkmalamtes Baden-Württemberg 1998). 
  
  
Aus der Geschichte des Friedhofes  
Schändung des Friedhofes (1927)   

Aufhausen Israelit 12051927.jpg (55637 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 12. Mai 1927: "Nördlingen. Auf dem jüdischen Friedhof zu Bopfingen, an dem auch die Gemeinden Lauchheim und Aufhausen u.a. teilhaben, wurden 16 Grabsteine umgeworfen. Der Fall liegt hier umso krasser, als sich die Täterinnen als junge Mädchen im Alter von 16 Jahren herausstellten, die aus Anlass ihrer Kommunion einen Ausflug machten und sich dabei die 'Belustigung'  auf dem jüdischen Friedhofe leisteten."
  
Artikel in der "Jüdischen Wochenzeitung für Kassel, Kurhessen und Waldeck" vom 8. Juli 1927: 
"Tafel der Schmach - 39 jüdische Friedhöfe in Deutschland geschändet.  
Berlin.
(J.T.A.) 'Der Schild', Zeitschrift des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten, bringt unter der Überschrift 'Tafel der Schmach' ein Verzeichnis von 39 Friedhofschändungen, die sich von November 1923 bis Mai 1927 in Deutschland ereignet haben. Hier die Namen der Orte und die Daten:  
1. Sandersleben (November 1923), 2. Schneidemühl (Januar 1924), 3. Sandersleben (März 1924), 4. Rhoden, 5. Wolfhagen - Hessen (April 1924), 6. Ribnitz / Mecklenburg (Mai 1924), 7. Villing (Juli 1924), 8. Regensburg (August 1924), 9. Hemer (November 1924), 10. Hersfeld (November 1924, 11. Kleinbardorf bei Königshofen, 12. Binswangen Bez. Augsburg (Juni 1924), 13. Hagen i.W. (Juni 1924), 14. Göttingen (August 1924), 15. Beverungen (Dezember 1924), 16. Köthen (Mai 1925), 17. Plauen i.V. (Juni 1924), 18. Alsbach a.d. Bergstraße, 19. Hockenheim / Baden (Januar 1925), 20. Löwenberg (Februar 1926), 21. Pflaumloch (März 1926), 22. Erfurt (März 1926), 23. Callies (April 1926), 24. Memmelsdorf / Oberfranken (Main 1926), 25. Altdamm/Pommern (Oktober 1926), 26. Breslau (Dezember 1926), 27. Bingen (Dezember 1926), 28. Ermetzhofen / Mittelfranken (Dezember 1926), 29. Kuppenheim / Baden (Januar 1927), 30. Kerpen / Rheinland (März 1927), 31. Neviges / Regierungsbezirk Düsseldorf (März 1927), 32. Hillesheim / Rheinhessen (April 1927), 33. Moers (April 1927), 34. Krefeld (April 1927), 35. Richelsdorf / Bezirk Kassel (April 1927(, 36. Ansbach (April 1927), 37. Regensburg (Mai 1927), 38. Aufhausen bei Bopfingen (Mai 1927), 39. Rülzheim / Rheinpfalz (Mai 1927)." 

    
Bericht aus dem Jahr 1953 mit Foto des Friedhofes 
(Artikel vom 26. September 1953 aus der Schwäbisch Post oder der Ipf- und Jagst-Zeitung; erhalten von Peter Karl Müller, Kirchheim/Ries) 

Aufhausen PA 018.jpg (105078 Byte)"Burg Schenkenstein. Von der Burg Schenkenstein, die auf dem gleichnamigen Felsenhügel unweit von Aufhausen liegt, sind nur ein runder Bergfried und einige Mauerreste übriggeblieben. In den Bauernkriegen wurde die Burg von Aufständischen zerstört und von den Gundelsheimern an Öttingen verkauft. - Im einsamen Waldtal am Fuße der Burg stehen die alten Grabsteine des Judenfriedhofes, die um 1600 von Baldern aus hierher versetzt wurden."

Anm.: Der Text ist missverständlich, da nur einige wenige Steine des Friedhofes aus Baldern stammen dürften (heute nicht mehr identifizierbare Steine).

    
    
Lage des Friedhofes    

Aufhausen FriedhofPlan.jpg (102226 Byte)
Lage des jüdischen Friedhofes auf dem Stadtplan Bopfingen: 
oben anklicken und unter "Behörden und öffentlichen
 Einrichtungen" bei "Friedhof, jüd., Aufhausen" anklicken
Lage des jüdischen Friedhofes Aufhausen
 (durch Pfeil markiert)
(Topographische Karte aus den 1970er-Jahren)
Link zu den Google-Maps

      
      
Fotos  
Historische Fotos
 
(Quellen: Fotos links und Mitte aus: Jüdische Friedhöfe und Gotteshäuser in Württemberg. Hg. vom Oberrat der Israeliten in Württemberg 1932; das Foto rechts wird im Photo Archive von Yad Vashem Jerusalem aufbewahrt, es ist undatiert und könnte auch aus der Zeit nach 1945 stammen)  

Aufhausen Friedhof 1932a.jpg (181521 Byte) Aufhausen Friedhof 1932b.jpg (169543 Byte)

Aufhausen Friedhof 910.jpg (49867 Byte)  

Neuere Fotos  

Der Friedhof im Spätsommer 2003
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 5.9.2003) 
 
Aufhausen Friedhof 150.jpg (77803 Byte) Aufhausen Friedhof 151.jpg (80791 Byte) Aufhausen Friedhof 155.jpg (83302 Byte)
Die gute Ausschilderung gibt es 
bereits über 20 Jahre
Eingangstor 
zum Friedhof
Kindergräber
 
     
Aufhausen Friedhof 153.jpg (72084 Byte) Aufhausen Friedhof 152.jpg (66756 Byte) Aufhausen Friedhof 154.jpg (78174 Byte)
Blicke vom Friedhof zur Ruine Schenkenstein Grabstein für den Bopfinger Stadtarzt 
Dr. Moritz Benedikt (1871-1930)
   
       
Aufhausen Friedhof 156.jpg (71997 Byte) Aufhausen Friedhof 157.jpg (72945 Byte) Aufhausen Friedhof 159.jpg (60691 Byte)
Teilansicht Blick vom oberen Teil des Friedhofes Teilansicht
     
   Aufhausen Friedhof 158.jpg (82972 Byte)   
    Teilansicht   
       
Der Friedhof im Herbst 2007
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 30.09.2007)
  
Aufhausen Friedhof 850.jpg (111467 Byte) Aufhausen Friedhof 851.jpg (61761 Byte) Aufhausen Friedhof 852.jpg (92678 Byte)
Eingangstor  Hinweistafel auf damalige (2007) Renovierungsarbeiten  Blick über 
den Friedhof
  
     
Aufhausen Friedhof 853.jpg (109523 Byte) Aufhausen Friedhof 854.jpg (103944 Byte) Aufhausen Friedhof 855.jpg (114673 Byte)
Teilansichten - wegen derzeitiger Sperrung des Friedhofes von der seitlichen Mauer  Kindergräber 
   
   Aufhausen Friedhof 856.jpg (96624 Byte)    
   Rechts oberhalb die Burgruine Schenkenstein   
 
 
Ältere Fotos
(Fotos: obere Zeile: R. Klotz um 1970; 2.-4 Zeile: Hahn, entstanden Mitte der 1980er-Jahre)  
 Aufhausen Friedhof 211.jpg (74611 Byte)  Aufhausen Friedhof 212.jpg (82818 Byte)  Aufhausen Friedhof 210.jpg (77861 Byte)
Blick zur Burgruine Schenkenberg Einzelne Grabsteine
   
Aufhausen Friedhof01.jpg (152227 Byte) Aufhausen Friedhof02.jpg (98408 Byte) Aufhausen Friedhof03.jpg (111157 Byte)
Gesamtansicht des Friedhofes von der
 Burgruine Schenkenstein 
 Eingangstor  Teilansicht
    
     
 Aufhausen Friedhof04.jpg (111190 Byte)  Aufhausen Friedhof05.jpg (98347 Byte) Aufhausen Friedhof06.jpg (96693 Byte)   
   Grabstein für Marianna Heß
   
Aufhausen Friedhof07.jpg (114997 Byte) Aufhausen Friedhof08.jpg (102070 Byte) Aufhausen Friedhof09.jpg (123896 Byte)
Teilansichten im Sommer

     
       

Links und Literatur 

Links: 

Website der Stadt Bopfingen  
Website des Zentralarchivs Heidelberg: zum jüdischen Friedhof Aufhausen
Informationsseite mit Fotos zum jüdischen Friedhof in Aufhausen (Universität Ulm, Zentrum für allgemeine wissenschaftliche Weiterbildung. Arbeitskreis Nördlinger Ries): hier anklicken 
Seite zur Geschichte der Familie Rosenfelder (Aufhausen - Gunzenhausen - Stuttgart): hier anklicken  

Literatur:

Ursula Lautsch: Die Judengemeinde Aufhausen an der Eger, in: Nordschwaben. Zeitschrift für Landschaft, Geschichte, Kultur und Zeitgeschehen. Heft 1/1982 (mit weiteren Quellen).
Wolfgang Irtenkauf: Der Judenfriedhof von Aufhausen. Ein ehernes Mahnmal der Zeit. In. Pessach 5722 hg. Israelitische Kultusvereinigung Württemberg und Hohenzollern. April 1962. S. 30-32.  

  
   

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 10. November 2014