Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Pfarrweisach (Kreis Hassberge)
Jüdische Geschichte / Betraum 

Übersicht:

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde  
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde   
Zur Geschichte der Synagoge   
Fotos / Darstellungen  
Links und Literatur   

     

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde      
    
In Pfarrweisach bestand eine jüdische Gemeinde bis Mitte des 19. Jahrhunderts. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 18. Jahrhunderts zurück.    
  
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Zahl der jüdischen Einwohner wie folgt: 1801 gab es neun jüdische Haushaltungen, 1817 13 jüdische Haushaltungen, 1825 66 jüdische Einwohner, 1828 62, 1867 19, 1871 zehn.   
  
Bei der Erstellung der Matrikellisten 1817 werden in Pfarrweisach auf insgesamt 13 Matrikelstellen die folgenden jüdischen Familienvorstände genannt (mit neuem Familiennamen und Erwerbszweig): Seligmann Pfeufer Heuchelbach (Viehhändler), Goetzel Hirsch Ehrmann (Viehhändler), Pfeufer Hirsch Weinberg (Viehhändler), David Seligmann Heuchelbach (Viehhändler), Israel Goetzel Ehrmann (Viehhändler), Moses Michel Mayländer (Lehrer), Sußmann Michel Mayländer (Viehhändler), Aron Jacob Friedländer (Warenhändler), Aron Moises Gutmann (Warenhändler), Jacob Abraham Friedlich (Viehhändler), Bela, Witwe von Moses Frank (Warenhändler), David Moises Ehrlich (Warenhändler), Abraham Levi Straßburger (Kleiderhändler). Die jüdischen Familien waren damals im Besitz von Schutzbriefen, die von unterschiedlichen Herrschaften ausgestellt waren (die meisten von den Gutsherren/Freiherren von Altenstein, einzelne von den Herren von Künitz, der Hochfürstlichen Regierung Würzburg und der Großherzoglichen Landesdirektion Würzburg).     
   
An Einrichtungen hatte die jüdische Gemeinde einen Betraum oder eine Synagoge (s.u.), einen Schulraum für den Unterricht der Kinder und ein rituelles Bad. Die Toten der Gemeinde wurden auf dem jüdischen Friedhof in Ebern beigesetzt. Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war - zumindest zeitweise in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts - ein Lehrer angestellt, der zugleich als Vorbeter und Schochet tätig war. Erstmals wird - mit der Matrikelliste 1817 (s.o.) - als Lehrer Moses Michel Mayländer genannt.    
    
Die Zahl der jüdischen Einwohner ging nach der Mitte des 19. Jahrhunderts durch Ab- und Auswanderung schnell zurück, sodass die Gemeinde vermutlich um 1870 aufgelöst wurde. 
    
Von den in Pfarrweisach geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): in den angegebenen Listen finden sich keine Namen aus Pfarrweisach. 
    
    

    
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde       

In jüdischen Periodika des 19./20. Jahrhunderts fanden sich noch keine Berichte zur jüdischen Geschichte in Pfarrweisach. 

    
    
    
Zur Geschichte der Synagoge              
    
Ein Betraum oder eine Synagoge war in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts sicher vorhanden. Weitere Informationen liegen noch nicht vor. 
   
   
Adresse/Standort der Synagoge:         unbekannt    
  
  
Fotos   

Fotos zur jüdischen Geschichte in Pfarrweisach sind noch nicht vorhanden    
     

    
     

Links und Literatur

Links:

Website der Gemeinde Pfarrweisach   

Literatur:  

Israel Schwierz:  Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern. Eine Dokumentation der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit. A 85. 1988 S. 103; 1992² S. 112. 
Dirk Rosenstock: Die unterfränkischen Judenmatrikeln von 1817. Eine namenkundliche und sozialgeschichtliche Quelle. Reihe: Veröffentlichungen des Stadtarchivs Würzburg Band 13. Würzburg 2008. S. 108.

    
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 30. April 2016