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Friedhöfe in der Region"
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Ebern (Kreis
Hassberge)
Der jüdische Friedhof
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde
Siehe Seite zur jüdischen
Geschichte in Ebern (interner Link)
Zur Geschichte des Friedhofes
Der jüdische Friedhof in Ebern
konnte von den Anfang des 17. Jahrhunderts in Ebern aufgenommenen Juden im Jahre
1633 angelegt werden. 1639 wurden sie jedoch wiederum ausgewiesen. Der Friedhof
ist weiterhin von zahlreichen umliegenden Gemeinden (u.a. Memmelsdorf,
Reckendorf,
Autenhausen,
Maroldsweisach, Pfarrweisach,
Gleusdorf, Burgpreppach)
belegt worden. Er wurde mehrfach erweitert: so hat man während der Amtszeit des
Reb Jehuda Lejb ben Abraham als des "Landesvorsitzenden" (gest. 1725)
den Friedhof vergrößert und mit einer Einfriedung versehen. Da die ihn
belegenden Gemeinden stark orthodox geprägt waren, sind die Grabsteine bis ins
20. Jahrhundert hinein fast ausschließlich hebräisch beschriftet. Auffallend
ist außerdem der reiche Symbolschmuck. Insgesamt sind auf dem 132,50 ar großen
Friedhof noch etwa 1.200 Grabsteine sichtbar vorhanden. In der NS-Zeit wurde die
Friedhofsmauer abgetragen; die Steine der Mauer für den Straßenbau
zweckentfremdet. 1962 wurde eine neue Mauer erstellt.
Seit Frühjahr 2008 wurde der Friedhof durch Studenten des Instituts für
Jüdische Studien an der Heinrich-Heine-Universität unter Prof. Stefan
Rohrbacher dokumentiert. Die Grabsteine wurden gereinigt, fotografiert, schriftlich dokumentiert und anschließend die Inschriften entziffert. Das Ergebnis zeigt die Ausstellung
"Die Steine auf dem Paradies. Zeugen jüdischen Lebens im ländlichen
Franken", die 2012 im Johanna-Stahl-Zentrum im Museum Shalom Europa in
Würzburg präsentiert werden konnte.
Lage des Friedhofes
Der Friedhof liegt nördlich der Stadt. Von der Bahnhofstraße
zweigt beim Ortsausgang etwa 200 m nach dem Bahnhof nach rechts die Straße
"Zum Judenfriedhof" ab, ca. 400 m bis zum Friedhof.
Fotos
(Fotos: Historische Fotos von Theodor Harburger, veröffentlicht
in: s.Lit. S. 171-172; neuere Fotos von Jürgen Hanke, Kronach)
| Historische Fotos |
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Teilansichten des
Friedhof, aufgenommen am 7. Juni 1929 |
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| Neuere Fotos |
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| Das Eingangstor |
Hinweistafel |
Grabstein mit Engelsköpfen
und Schabbatlampe |
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| Teilansichten des
Friedhofes |
Erinnerungsarbeit vor Ort - einzelne Berichte
| Dezember 2009:
Die Dokumentation von Cordula Kappner zu den
jüdischen Friedhöfen im Kreis Haßberge wird im Internet zugänglich
gemacht |
Artikel (ger) in der "Main-Post" vom 28. Dezember 2009 (Artikel):
"KREIS HASSBERGE - Jüdische Grabmäler im Kreis Haßberge im Internet abrufbar.
Haus für Bayerische Geschichte griff dazu auf die umfangreiche Dokumentation von Cordula Kappner zurück.
Seit 26 Jahren befasst sich Cordula Kappner mit der jüdischen Geschichte des Landkreises Haßberge. Sie hatte interessierte Personen gebeten, sämtliche Grabsteine auf den jüdischen Friedhöfen in der Region zu dokumentieren. Diese Sammlung wird kommendes Jahr auf der Internetseite des Hauses für Bayerische Geschichte in Augsburg für Jedermann einzusehen sein.
Laut Kappner gibt es im Kreis Haßberge acht, mittlerweile geschlossene jüdische Friedhöfe. Wie alle geschlossenen jüdischen Friedhöfe in Bayern unterstehen sie dem Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinde. Die Grabsteine sind überwiegend in Hebräisch beschriftet. Ende des 19. Jahrhunderts finden sich auf ihrer Rückseite aber auch Inschriften auf Deutsch, im 20. Jahrhundert auch auf der Vorderseite.
Kappner hat sämtliche Grabdenkmäler im Kreis fotografiert. 16 Ordner umfasst ihre Dokumentation. Die Unterlagen über die Grabsteine in
Burgpreppach, Ermershausen,
Kleinsteinach, Limbach,
Memmelsdorf, Schweinshaupten und
Untermerzbach hat das Haus für Bayerische Geschichte in Augsburg eingescannt und für den Internetauftritt vorbereitet.
Der wissenschaftliche Mitarbeiter Wolfgang Jahn übergab neulich die Dokumente wieder an Kappner, die diese in ihrem Privatarchiv im Schloss Gleisenau aufbewahrt. Evamaria Brockhoff, die für den Internetauftritt des Hauses für Bayerische Geschichte verantwortlich, ist, hatte die Unterlagen vor zwei Monaten erhalten.
'Christoph Dörr aus Ebelsbach hat die Ordner nach Augsburg gefahren', sagt Kappner. Sie fügt an, dass die Dokumentation über die 1083 Grabsteine im jüdischen Friedhof in
Ebern von Schülern der dortigen Realschule ebenfalls an sie übergeben wurde.
'Auch diese Arbeiten werden ins Internet gestellt.'
Es sei geplant, in den ersten Monaten des Jahres 2010 die Präsentation online bereitzustellen, teilt Jahn mit. Er berichtet, dass soeben der Band 39 der
'Hefte zur Bayerischen Geschichte und Kultur' mit dem Titel 'Der gute Ort. Jüdische Friedhöfe in
Bayern' von Professor Christoph Daxelmüller erschienen sei. Zudem dokumentiere das Haus der Bayerischen Geschichte im Internet alle jüdischen Friedhöfe in Bayern sowie die KZ- und DP-Friedhöfe.
Kappner erwartet sich durch den Internetauftritt vermehrt Anfragen von jüdischen Familien über ihre Angehörigen im Kreis Haßberge:
'Dazu sind meine Unterlagen aus den 36 Ausstellungen, die ich zwischen 1983 und 2009 organisiert habe, sehr
wichtig.' Da die Dokumente über die jüdische Geschichte in den Haßbergen und, dank der Zusammenarbeit mit dem Kreisheimatpfleger aus dem Landkreis Rhön-Grabfeld, Reinhold Albert, im Osten des Grabfelds einen großen Umfang aufwiesen, sei sie froh, dass sie jetzt einen zweiten Raum im Schloss Gleisenau nutzen kann.
'Dafür bin ich der Gemeinde Ebelsbach und Bürgermeister Walter Ziegler
dankbar.'" |
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| Link: Internetportal
des "Hauses der Bayerischen Geschichte": Jüdische Friedhöfe in
Bayern" mit Bildern und Texten zu allen bestehenden und abgegangenen
jüdischen Friedhöfe sowie den KZ- und DP-Friedhöfen |
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| Anfang 2010:
Friedhofschändung |
Aus dem Polizeibericht (Artikel
aus der Website des Polizeipräsidium Unterfranken): "Hakenkreuzschmierereien am jüdischen Friedhof
EBERN, LKR. HASSBERGE. Ein Betreuer des jüdischen Friedhofs hat bei einer Überprüfung des Friedhofs am östlichen Waldrand von Ebern am Dienstagnachmittag festgestellt, dass unbekannte Personen in das kupferne Hinweisschild am Haupteingang ein Hakenkreuz eingeritzt hatten.
Das Hakenkreuz weist die Ausmaße von 40 mal 40 Zentimeter auf und wurde offensichtlich mehrfach nachgeritzt. Die Tat dürfte in der Zeit von Weihnachten letzten Jahres bis März diesen Jahres erfolgt sein. Es liegen bisher keine Hinweise auf die Verursacher vor. Das Schild muss durch ein neues ersetzt werden, da die Einritzungen sehr tief ins Material gehen. Der Schaden ist beträchtlich.
Sollte hierzu jemand sachdienliche Angaben machen können, wird gebeten, dies der Polizeiinspektion Ebern unter Tel.-Nr. 09531-9240
mitzuteilen." |
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| September/Oktober
2011: Dokumentation des jüdischen
Friedhofes - Ausstellung zum Friedhof |
Artikel in der "Neuen Presse
Coburg" vom 27. September 2011: "Friedhöfe als Häuser des
Lebens. Eine Ausstellung in der Synagoge widmet sich der jüdischen
Begräbnisstätte. Zur Eröffnung spricht Projektleiter Professor Stefan
Rohrbacher."
Link
zum Artikel. |
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| Februar bis
September 2012: Ausstellung über den
jüdischen Friedhof bei Ebern in Würzburg |
Artikel von Christian Ammon in der
"Main-Post" vom 27. Februar 2012: "Würzburg.
Ausstellung über den jüdischen Friedhof bei Ebern eröffnet. .Das Paradies befindet sich nahe bei Ebern, in einem ruhigen Seitental der Haßberge. Für den Judaisten Professor Stefan Rohrbacher vermittelt es nicht nur einen
'außergewöhnlich harmonischen und geschlossenen Eindruck', sondern das Flurstück
'Paradies' beherbergt auch einen der größten und wichtigsten Friedhöfe des fränkischen Landjudentums. Er hat für beinahe 300 Jahre bis zu seiner Schließung 1912 den jüdischen Gemeinden im weiteren Umkreis als Begräbnisstätte gedient...."
Die Ausstellung in der Valentin-Becker-Straße 11 ist bis 5. September Montag bis Donnerstag von 10 bis 16 Uhr und am Freitag von 10 bis 14 Uhr sowie auf Anfrage (Tel. 09 31 - 2 60 20 82) geöffnet."
Link
zum Artikel |
| Aktuell in 2012:
Ausstellung zum jüdischen Friedhof Ebern in
Würzburg |
Ausstellung
über den jüdischen Friedhof bei Ebern im Johanna-Stahl-Zentrum im Museum
Shalom Europa in Würzburg
Die Ausstellung in der Valentin-Becker-Straße 11 ist bis 5. September Montag bis Donnerstag von 10 bis 16 Uhr und am Freitag von 10 bis 14 Uhr sowie auf Anfrage (Tel. 09 31 - 2 60 20 82) geöffnet.
Link zu einem Artikel über die Ausstellung in der "Main-Post"
vom 27.2.2012
Informationsseite
zum Johanna-Stahl-Zentrum Würzburg
Information zur
Ausstellung in der Website des Instituts für jüdische Studien an der
Universität Düsseldorf |
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| Oktober 2012:
Ein virtueller Führer für den Friedhof wurde
erstellt |
Artikel von Ralf Kestel im
"Fränkischen Tag" vom 26. Oktober 2012: "Virtueller Führer für den Eberner Judenfriedhof
Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf erstellte einen einzigartigen virtuellen Führer durch den Eberner Judenfriedhof. Moderne Technik entführt in Zeiten, die Jahrhunderte zurückliegen.
Wo der Odem des Todes ruht, wird der Stille des Eberner Judenfriedhofs Leben eingehaucht. Das passiert nicht im versteckten Winkel und in freier Natur, sondern virtuell auf der Frauen-Empore der Synagoge in Memmelsdorf. Dort tagte am Mittwochabend der Trägerverein. Dessen Vorsitzender, Hansfried Nickel präsentierte den Mitgliedern das neuste Projekt: ein virtueller Rundgang über den jüdischen Friedhof von Ebern, zusammen mit Kleinsteinach die älteste Einrichtung jüdischer Kultur im weiten Umkreis.
Die Studenten um Professor Stefan Rohrbacher vom Institut für jüdische Studien der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf haben eine bemerkenswerte Arbeit vorgelegt, die viele Besucher und Schulklassen in ihren Bann ziehen und begeistern wird..."
Link
zum Artikel |
Links und Literatur
Links:
Literatur:
 | Israel Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens
in Bayern. 1988 S. 47-48; 1992² S. 51. |
 | Michael Trüger: Der jüdische Friedhof in
Ebern.
In: Der Landesverband der Israelit. Kultusgemeinden in Bayern. 11. Jahrgang
Nr. 70 vom September 1996 S. 28. |
 | Michael Brocke/Christane E. Müller:
Haus des Lebens. Jüdische Friedhöfe in Deutschland. 2001 S. 126-137. |
 | Theodor Harburger: Die Inventarisation jüdischer Kunst und
Kulturdenkmäler in Bayern. Hg. von den Central
Archives for the History of the Jewish People, Jerusalem und dem Jüdischen
Museum Franken-Fürth & Schnaittach. Fürth 1998 Bd. 2 S. 171-172 (zu
Ebern). |

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