Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Burgpreppach (Kreis Hassberge) 
Der jüdische Friedhof 
   

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde      
    
Siehe Seite zur Synagoge in Burgpreppach (interner Link)  
        
vgl. auch die Seiten:     
Texte zur Geschichte des Rabbinates / Bezirksrabbinates in Burgpreppach 
Texte zur Geschichte der Talmud-Tora-Schule (Präparandenschule)  
    
    
Zur Geschichte des Friedhofes        
    
Die Toten der jüdischen Gemeinde wurden zunächst in Ebern beigesetzt. Ein eigener Friedhof in Burgpreppach wurde 1708 angelegt. Die ältesten erhaltenen Steine stammen aus den Jahren 1710 bis 1714. Die Bedeutung von Burgpreppach als Sitz eines Bezirksrabbinates und einer Talmud-Tora-Schule (18./19. Jahrhundert) ist auch an den in dieser Zeit relativ großen und reich verzierten Steinen zu erkennen. Vom Eingang aus befindet sich im vorderen Bereich der neuere Teil, im hinteren Bereich der ältere Teil des Friedhofes. Der Friedhof ist mit einem Maschendrahtzaun und dicht gewachsenen Bäumen umgeben. Die Friedhofsfläche umfasst 26,90 ar. Der Friedhof wurde am 25. September 1939 letztmals belegt (Jakob Hirschmann). Es sind nach der letzten Zählung 397 Grabsteine erhalten.    
      
Zum Friedhof wurde 1989 und 1992 eine Fotodokumentation erstellt (Fotos: Heidi Flachsenberger, zugänglich über Link s.u.). Die Grabsteininschriften wurden - soweit lesbar - gemeinsam mit David Lewin übersetzt. Mit Hilfe der Friedhofsdokumentation ist ein leichteres Auffinden von Grabsteinen bei Friedhofsbesuchen möglich.  
Kontakt über Mail zum Verein NatFam e.V. (H. Flachsenberger); Informationen zum Verein auf einer Seite der Gemeinde Burgpreppach.   
    
    
Lage des Friedhofes   
    
Der Friedhof liegt auf einer Anhöhe südöstlich des Ortes. 
Von der Ortsmitte aus zur evangelischen Kirche. Vor der Kirche rechts ab und auf einem Feldweg bis zum Wasserhäuschen. Von hier führt ein weiterer Feldweg bergan bis zum Friedhof.   
      
      
Fotos 
(Fotos:  Historische Fotos von Theodor Harburger, veröffentlicht in: s. Lit. S. 131-133)  

Historische Fotos, Aufnahmedatum 5. Juni 1929
Burgpreppach Friedhof 111.jpg (93599 Byte) Burgpreppach Friedhof 110.jpg (99160 Byte) Burgpreppach Friedhof 112.jpg (75188 Byte)
Grabstein für den Gemeinde- und
 Landesvorsteher (Parnas uManhig
 HaMedina
) Eli Salomon, Sohn des Naphtali
oben und unten: Grabstein der
 Rabbinersgattin Rebekka, Tochter des
 Gaon Samuel, gest. 1748 (5508)
Grabstein der Leah Freidel, Tochter 
des R. Jizchak, gest. 15. Juni 1720 
(9. Siwan 5480)
     
     
  Neuere Fotos
(Fotos: Jürgen Hanke, Kronach) 
    
Burgpreppach Friedhof 121.jpg (68068 Byte) Burgpreppach Friedhof 122.jpg (59751 Byte) Burgpreppach Friedhof 120.jpg (54833 Byte)
Eingangstor und 
Blick auf den Friedhof 
  Grabstein mit segnenden Händen
 der Kohanim und Schofar 
     
Der Friedhof im Frühjahr 2007
(Fotos: Hahn, 
Aufnahmedatum 27.5.2007)
Burgpreppach Friedhof 222.jpg (127591 Byte) Burgpreppach Friedhof 230.jpg (109287 Byte)
  Eingangstor  Blick über den Friedhof 
     
Burgpreppach Friedhof 233.jpg (129519 Byte) Burgpreppach Friedhof 232.jpg (114517 Byte) Burgpreppach Friedhof 224.jpg (116429 Byte)
Teilansicht    Mit Stahlstützen gesicherte Steine 
     
Burgpreppach Friedhof 228.jpg (116271 Byte) Burgpreppach Friedhof 226.jpg (108302 Byte) Burgpreppach Friedhof 229.jpg (132495 Byte)
Kunstvoller Grabstein im oberen Bereich  Blick vom oberen Teil  Teilansicht im oberen Bereich 
     
Burgpreppach Friedhof 225.jpg (115568 Byte) Burgpreppach Friedhof 227.jpg (108954 Byte) Burgpreppach Friedhof 223.jpg (126223 Byte)
Alter Grabstein 
(Jahreszahl nicht lesbar)
    
   
Grabstein für den Gemeinde- und
 Landesvorsteher (Parnas uManhig
 HaMedina
) Eli Salomon, Sohn des
 Naphtali
   
     
Burgpreppach Friedhof 220.jpg (105080 Byte) Burgpreppach Friedhof 221.jpg (70353 Byte) Burgpreppach Friedhof 231.jpg (99845 Byte)
Grabstein mit segnenden Händen der Kohanim und Schofar; es handelt sich um das Grab des Schimon Bar Eljakum Neumann HaKohen, d.i. Wolf Neumann (geb. 1832 in Burgsinn, seit 1876 Lehrer an der Talmud-Tora-Schule in Burgpreppach (vgl. Text zum 25-jährigen Dienstjubiläum); gest. 1908; hatte vierzehn Kinder); Angaben von der Urenkelin Fredel Fruhman, deren Großvater Lehrer Salomon Neumann - das dritte Kind von Wolf Neumann - später u.a. in Gochsheim (siehe Informationen und Fotos auf der dortigen Seite) und Kassel als Lehrer tätig war.  
   
      
 Ende Oktober 2007: Besuch von Nachfahren früherer 
jüdischer Familien von Burgpreppach 
(Fotos erhalten von Heidi Flachsenberger)   
 
 Burgpreppach Friedhof 220.jpg (326627 Byte)  Burgpreppach Friedhof 221.jpg (300317 Byte)  Burgpreppach Friedhof 222.jpg (197186 Byte)
     
     

       
       
Erinnerungsarbeit vor Ort - einzelne Berichte  

Dezember 2009: Die Dokumentation von Cordula Kappner zu den jüdischen Friedhöfen im Kreis Haßberge wird im Internet zugänglich gemacht   
HAS Dok 010.jpg (44191 Byte)Foto links von Ulrike Langer: Die Dokumentationen über die jüdischen Friedhöfe im Kreis Haßberge sind am kommendem Jahr (2010) auf der Homepage des Hauses der Bayerischen Geschichte zu finden. Mitarbeiter Wolfgang Jahn (links) gab die Unterlagen aus dem Archiv von Cordula Kappner (rechts) zurück.      
Artikel (ger) in der "Main-Post" vom 28. Dezember 2009 (Artikel): 
"KREIS HASSBERGE - Jüdische Grabmäler im Kreis Haßberge im Internet abrufbar. Haus für Bayerische Geschichte griff dazu auf die umfangreiche Dokumentation von Cordula Kappner zurück.  
Seit 26 Jahren befasst sich Cordula Kappner mit der jüdischen Geschichte des Landkreises Haßberge. Sie hatte interessierte Personen gebeten, sämtliche Grabsteine auf den jüdischen Friedhöfen in der Region zu dokumentieren. Diese Sammlung wird kommendes Jahr auf der Internetseite des Hauses für Bayerische Geschichte in Augsburg für Jedermann einzusehen sein.  
Laut Kappner gibt es im Kreis Haßberge acht, mittlerweile geschlossene jüdische Friedhöfe. Wie alle geschlossenen jüdischen Friedhöfe in Bayern unterstehen sie dem Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinde. Die Grabsteine sind überwiegend in Hebräisch beschriftet. Ende des 19. Jahrhunderts finden sich auf ihrer Rückseite aber auch Inschriften auf Deutsch, im 20. Jahrhundert auch auf der Vorderseite. 
Kappner hat sämtliche Grabdenkmäler im Kreis fotografiert. 16 Ordner umfasst ihre Dokumentation. Die Unterlagen über die Grabsteine in Burgpreppach, Ermershausen, Kleinsteinach, Limbach, Memmelsdorf, Schweinshaupten und Untermerzbach hat das Haus für Bayerische Geschichte in Augsburg eingescannt und für den Internetauftritt vorbereitet. Der wissenschaftliche Mitarbeiter Wolfgang Jahn übergab neulich die Dokumente wieder an Kappner, die diese in ihrem Privatarchiv im Schloss Gleisenau aufbewahrt. Evamaria Brockhoff, die für den Internetauftritt des Hauses für Bayerische Geschichte verantwortlich, ist, hatte die Unterlagen vor zwei Monaten erhalten. 'Christoph Dörr aus Ebelsbach hat die Ordner nach Augsburg gefahren', sagt Kappner. Sie fügt an, dass die Dokumentation über die 1083 Grabsteine im jüdischen Friedhof in Ebern von Schülern der dortigen Realschule ebenfalls an sie übergeben wurde. 'Auch diese Arbeiten werden ins Internet gestellt.' 
Es sei geplant, in den ersten Monaten des Jahres 2010 die Präsentation online bereitzustellen, teilt Jahn mit. Er berichtet, dass soeben der Band 39 der 'Hefte zur Bayerischen Geschichte und Kultur' mit dem Titel 'Der gute Ort. Jüdische Friedhöfe in Bayern' von Professor Christoph Daxelmüller erschienen sei. Zudem dokumentiere das Haus der Bayerischen Geschichte im Internet alle jüdischen Friedhöfe in Bayern sowie die KZ- und DP-Friedhöfe. 
Kappner erwartet sich durch den Internetauftritt vermehrt Anfragen von jüdischen Familien über ihre Angehörigen im Kreis Haßberge: 'Dazu sind meine Unterlagen aus den 36 Ausstellungen, die ich zwischen 1983 und 2009 organisiert habe, sehr wichtig.' Da die Dokumente über die jüdische Geschichte in den Haßbergen und, dank der Zusammenarbeit mit dem Kreisheimatpfleger aus dem Landkreis Rhön-Grabfeld, Reinhold Albert, im Osten des Grabfelds einen großen Umfang aufwiesen, sei sie froh, dass sie jetzt einen zweiten Raum im Schloss Gleisenau nutzen kann. 'Dafür bin ich der Gemeinde Ebelsbach und Bürgermeister Walter Ziegler dankbar.'"
  
Link: Internetportal des "Hauses der Bayerischen Geschichte": Jüdische Friedhöfe in Bayern" mit Bildern und Texten zu allen bestehenden und abgegangenen jüdischen Friedhöfe sowie den KZ- und DP-Friedhöfen  
    
Direkter Link zu den Seiten zum jüdischen Friedhof von Burgpreppach auf o.g. Website mit Fotodokumentation von Heidi Flachsenberger  

     
       

Links und Literatur 

Links:  

Website der Stadt Burgpreppach      
Zur Seite über die Synagoge in Burgpreppach (interner Link)   

Literatur:  

Israel Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern. 1988 S. 43-45. 1992² S. 47-49. 
Michael Trüger: Der jüdische Friedhof in Burgpreppach. In: Der Landesverband der Israelit. Kultusgemeinden in Bayern. 8. Jahrgang Nr. 57 vom März 1993 S. 16.
Michael Brocke/Christane E. Müller: Haus des Lebens. Jüdische Friedhöfe in Deutschland. 2001 S. 126. 
Theodor Harburger: Die Inventarisation jüdischer Kunst und Kulturdenkmäler in Bayern. Hg. von den Central Archives for the History of the Jewish People, Jerusalem und dem Jüdischen Museum Franken-Fürth & Schnaittach. Fürth 1998 Bd. 2 S. 131-133 (zu Burgpreppach). 
Michael Schneeberger: Die Juden von Burgpreppach. Reihe: Jüdische Landgemeinden in Bayern Nr. 12.  In Jüdisches Leben in Bayern. 20. Jg. Nr. 98 vom September 2005 S. 32-40.   
Publikation: "Die jüdischen Friedhöfe im Landkreis Haßberge". Hrsg. vom Landkreis Haßberge Neubearbeitung 2014. Online einsehbar (pdf-Datei).   

    
     

                   
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Stand: 22. Oktober 2014