Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Osthofen (Stadt Osthofen, Landkreis Alzey-Worms) mit Rheindürkheim (Stadt Worms)
Jüdische Geschichte / Synagoge

Übersicht:  

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde  
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde   
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer und der Schule    
Berichte zu einzelnen Personen aus der Gemeinde   
Anzeigen jüdischer Gewerbebetriebe und Privatpersonen  
Berichte von 1933 über die ersten Verhaftungen jüdischer und nichtjüdischer Personen und Verbringung in das KZ Osthofen 
Sonstiges       
Zur Geschichte der Synagoge   
Fotos / Darstellungen   
Links und Literatur   

   

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english version)    
   
In Osthofen werden erstmals Mitte des 16. Jahrhunderts jüdische Einwohner genannt (Baruch und sein Schwiegersohn Juda). Um 1700 lebten mehrere jüdische Familien in Osthofen (1722 fünf, 1743 sieben Familien). Sie werden in der Folgezeit alle als wohlhabend bezeichnet. 
   
Im  19. Jahrhundert entwickelte sich die Zahl der jüdischen Einwohner wie folgt: 1807 13 jüdische Familien, 1828 96 jüdische Einwohner, 1861 125 (etwa 20 Familien; 4,1 % von insgesamt 3.038 Einwohnern), 1871 115, 1880 129 (4,1 % von 3.167), 1885 126, 1900 116. In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts ging die Zahl der jüdischen Einwohner im Verhältnis zu einigen Dorfgemeinden der Umgebung nicht sehr stark zurück. 
   
Zur jüdischen Gemeinde in Osthofen gehörten bereits im 19. Jahrhundert die in Rheindürkheim lebenden jüdischen Einwohner. Hier wurden 1827 sieben jüdische Einwohner gezählt, 1830 sechs. Bereits vor 1900 (vgl. im Artikel von 1897 s.u. und im Handbuch der jüdischen Gemeindeverwaltung 1924/25) nannte sich die Gemeinde offiziell "Jüdische Religionsgemeinde Osthofen-Rheindürkheim"). Dieser Gemeinde zugeteilt wurden nach Auflösung von kleineren Gemeinden in der Umgebung auch die in den dortigen Orten noch lebenden jüdischen Personen, so die jüdischen Einwohner von Abenheim, Pfeddersheim und Westhofen.  
    
An Einrichtungen bestanden im 19./20. Jahrhundert eine Synagoge (s.u.), eine jüdische Schule (Religionsschule), ein rituelles Bad und ein Friedhof. Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war ein Religionslehrer angestellt, der zugleich als Vorbeter und Schochet tätig war (vgl. unten Ausschreibungstexte 1882/1884). Vor 1868 wird ein Lehrer Bender genannt, der in diesem Jahr nach Darmstadt wechselte (siehe Bericht unten). Die Gemeinde gehörte zum Rabbinatsbezirk Worms. 
   
Im Ersten Weltkrieg fiel aus der jüdischen Gemeinde Unteroffizier Arthur Herz (geb. 17.10.1896 in Osthofen, gef. 24.8.1918).  
    
Um 1925, als zur jüdischen Gemeinde in Osthofen noch 89 Personen gehörten (2,0 % von insgesamt 4.557 Einwohnern, dazu in Rheindürkheim sieben Personen, in Westhofen fünf Personen) bildeten den Synagogenvorstand Ludwig Ebert, Julius Emrich und Karl Jöhlinger. 1932 waren die Vorsteher weiterhin Ludwig Ebert und Julius Emrich, als dritter Vorsitzender wird inzwischen Karl Katz genannt. Als Kantor und Lehrer war Bernhard Grünbaum angestellt. Er erteilte in Osthofen noch drei jüdischen Kindern den Religionsunterricht.  
         
Von den 1933 am Ort lebenden 80 jüdischen Personen verließ etwa die Hälfte bis 1937 den Ort. Mehrere wanderten aus, andere verzogen innerhalb von Deutschland (Frankfurt am Main, Wiesbaden, Mainz und Worms). Sechs Personen konnten nach Südamerika emigrieren, zwei in die USA. 1937 wurden noch etwa 40 jüdische Einwohner gezählt. Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Synagoge demoliert und angezündet (s.u.). Die letzten jüdischen Einwohner verließen Ende 1938/Anfang 1939 den Ort.  
Vgl. Presseartikel von Hans-Dieter Graf in der "Wormser Zeitung" vom 9. November 2015: "Ein Tag voller Terror und Zerstörung. Gedenken. Am 10. November 1938 wurde die Synagoge in Osthofen niedergebrannt..." (eingestellt als pdf-Datei)      
     
Osthofen KZ Gedenkstaette 120.jpg (120909 Byte)Im März 1933 wurde in einer leerstehenden Papierfabrik in Osthofen das erste Konzentrationslager im damaligen Volksstaat Hessen eingerichtet. Bereits 1933 wurden hier auch zahlreiche Juden aus der näheren und weiteren Umgebung in "Schutzhaft" genommen, teilweise schwer misshandelt. 
Siehe Website des Fördervereins Projekt Osthofen - ehem. Konzentrationslager Osthofen (1933-1934) 
sowie eine Informationsseite des NS-Dokumentationszentrums Rheinland-Pfalz 
Fotos des ehemaligen Konzentrationslagers Osthofen und der Gedenkstätte auf der Fotoseite vom Michael Ohmsen zu Osthofen (von dort auch das Foto links).    
   
Von den in Osthofen geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Jean Dreifus (1897), Ludwig Ebert (1867), Adele Eisenmann geb. Hoffmann (1872), Klara Gutmann geb. Mayer (1871), Flora Elisabeth Heller geb. Herz (1885), Alfred Herz (1906), Kurt Karl Herz (1909), Berta Joseph geb. Moses (1895), Adolf Kahn (1884), Irene Kahn geb. Weill (1905), Jose Kahn (1884), Clementine Klein geb. Herz (1862), Laura Klingenstein geb. Schloss (1880), Emilie Leopold (1880), Auguste Levi geb. Mann (1880), Otto Mann (1888), Markus Max May (1877), Emanuel Mayer (1874), Hermann Mayer (1879), Martha Mayer (1908), Selma Mayer (1906), Katharina Meyer geb. Herz (1882), Johanna Müller (1891), Jacques (Jacob) Oppenheim (1881), Ruth Paim (1915), Sofie Rothenberg geb. Klingenstein (1870), Samuel Samuel (1888), Emil Seelig (1915), Lina Seelig geb. Metzler (1895), Rudolf Seelig (1923), Siegfried Seelig (1912), Marta Siegel geb. Ebert (1897), Alfred Weil (1879), Blanche Weil geb. Levy (1908).   
Anmerkung: im Blick auf den Geburtsort "Osthofen" kann es u.U. zu einer Verwechslung mit dem elsässischen Osthofen (Osthoffen) kommen.  
    

Aus Rheindürkheim sind umgekommen: Adolf Kiefer (1886), David Kiefer (1880), Henriette Kiefer (1882), Herrmann Kiefer (1869), Ludwig Kiefer (1911), Otto Robert Kiefer (1909), Selma Kiefer (1884), Arnold Lewin (1889), Magdalena Wolff geb. Page (1890).       
    
    
    
Aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde 
 
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer und der Schule 
Ausschreibung der Stelle des Religionslehrers / Vorbeters / Schochet 1882 / 1884  

Osthofen Israelit 25101882.jpg (55109 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 25. Oktober 1882: "Lehrer-Gesuch. Die israelitische Gemeinde Osthofen, Rheinhessen sucht einen tüchtigen Vorbeter, Schochet und Kinderlehrer zu engagieren, dessen Eintritt längstens Januar 1883 erfolgen kann. 
Der Fixgehalt, der vorerst auf Mark 600 normiert ist, würde sich bei Prima-Leistungen sukzessive erhöhen; ebenso sind mit der Stelle ziemlich bedeutende Nebenverdienste verbunden. 
Reflektanten belieben sich unter Beifügung von Zeugnissen über seitherige Tätigkeit, bei unterzeichnetem Vorstand zu melden. 
Osthofen im Oktober 1882. Der Vorstand. Jos. Tribus." 
    
Osthofen Israelit 11021884.jpg (62669 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 11. Februar 1884: "Annonce. Die Gemeinde Osthofen (Rheinhessen) sucht zur sofortigen Besetzung der Stelle einen Lehrer, der die Funktionen eines Vorbeters und Schochets mit zu versehen hat. 
Fester Gehalt Mark 600-700. Nebeneinkünfte circa 400-400. 
Offerten und Beifügung von Zeugnisabschriften beliebe man an den Vorstand der israelitischen Gemeinde zu richten. 
P.S. Russen und Polen haben nicht nötig, sich zu melden. L. Leopold." 
  
Zu den Hohen Feiertagen suchte die jüdische Gemeinde regelmäßig einen Hilfsvorbeter, aus den Jahren 1900 bis 1913 finden sich u.a. die folgenden Anzeigen in der Zeitschrift "Der Israelit":
Osthofen Israelit 13091900.jpg (39821 Byte) Osthofen Israelit 15091902.jpg (33454 Byte)  Osthofen Israelit 01091904.jpg (37583 Byte)
1900   1901   1902   1904  
       
Osthofen Israelit 19081907.jpg (40927 Byte) Osthofen Israelit 10091908.jpg (43568 Byte) Osthofen FrfIsrFambl 15091909.jpg (38030 Byte) Osthofen FrfIIsrFambl 08091911.jpg (46958 Byte)
1907   1908   1909   1911  
           
Osthofen FrfIsrFambl 19091913.jpg (58369 Byte)   Osthofen Israelit 06081925.jpg (45911 Byte)      
1913   1925        

   
Lehrer Bender wechselt von Osthofen nach Darmstadt (1868)  

Osthofen Israelit 06051868.jpg (74495 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 6. Mai 1868: "Rheinhessen. Der Lehrer Bender, welcher seither in der Gemeinde Osthofen als Kantor und Lehrer fungierte, und mit Eifer und Treue sein Amt ausübte, ist nun dem Rufe der orthodoxen Gemeinde Darmstadt gefolgt. 
Der Vorstand seiner Gemeinde gab seiner Dankbarkeit und Anerkennung für dessen musterhafte Amtsführung einen Ausdruck, indem er am letzten Tag von Pessach nach Beendigung des Gottesdienstes dem Herrn Bender einen silbernen Pokal überreichte. - Aber auch außerhalb des engen Kreises seiner Gemeinde, wurden diesem tüchtigen Jugendbildner in dankender Anerkennung seiner Lehrtätigkeit aufs liebevollste begegnet. 
Die orthodoxe Gemeinde Darmstadt hat eine sehr glückliche Akquisition an Herrn Bender gemacht - er ist ganz der Mann der Schule, und er wird gewiss seine jetzige Gemeinde einer gedeihlichen Entfaltung entgegenführen, und die Sympathien dafür zu beleben bestrebt sein."  

    
Bildung eines Unterrichtsbezirks Osthofen - Rhein-Dürkheim, Herrnsheim, Abenheim und Gundheim (1904)  

Alsheim usw FrfIsrFambl 05021904.jpg (87661 Byte)Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 5. Februar 1904: "Worms. Das Großherzogliche Ministerium plant die definitive Anstellung israelitischer Religionslehrer, welche ein den Volksschullehrern gleiches Gehalt beziehen und dieselben Rechte genießen sollen, sobald sie wöchentlich 20 Stunden Religionsunterricht erteilen. Die nötigen Mittel sollen von den Gemeinden, die zu dem betreffenden Bezirk gehören, aufgebracht werden. An die Vorstände der israelitischen Gemeinden des Kreises Worms ist bereits der ausgearbeitete Plan gesandt worden. Nach ihm sind die Gemeinden in vier Unterrichtsbezirke eingeteilt und zwar: 1. Alsheim, Gimbsheim, Eich und Hamm; 2. Osthofen, Rhein-Dürkheim, Herrnsheim, Abenheim und Gundheim; 3. Hessloch, Monzernheim, Eppelsheim, Gundersheim und Westhofen; 4. Monsheim, Hohen-Sülzen, Nieder-Flörsheim, Wachenheim, Mölsheim, Pfeddersheim und Pfiffligheim. Die Gemeinden Heppenheim a.d.W. und Offstein sollen der Gemeinde Worms zugeteilt werden. Bis zum 1. Februar müssen die Gemeinden dem Kreisamte Worms Bericht erstattet haben."   

   
   
Berichte zu einzelnen Personen aus der Gemeinde

Zum Tod von Gütche Mayer (1878)

Osthofen Israelit 13021878.JPG (26784 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 13. Februar 1878: "Osthofen, 28. Januar (1878). In dem seltenen Alter von 100 Jahren verschied gestern sanft die Witwe des Feitel Mayer hier, namens Gütche. Bis zur letzten Zeit war sie im Besitz ihrer vollen Verstandeskräfte."

 
Zur Goldenen Hochzeit der Eheleute J. Löbenstein und Frau (1885)

Osthofen Israelit 23041885.jpg (60388 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 23. April 1885: "Osthofen. (Rheinhessen). Am Rosch Chodesch Ijar (1. Ijar = 16. April 1885) feierten die Eheleute Herr J. Löbenstein und dessen Gemahlin das seltene Fest ihrer goldenen Hochzeit. Die Eheleute haben bereits beide das 76. Lebensjahr zurückgelegt und erfreuen sich des besten Wohlseins. Möge sie der Allmächtige noch viele Jahre im Kreise ihrer Familie gesund und zufrieden erhalten. Lehrer Müller."

  
Kriegsteilnehmer Siegfried May erhält 1914 das Eiserne Kreuz

Osthofen FrfIsrFambl 06111914.jpg (6784 Byte)Meldung im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 6. November 1914: "Osthofen. Siegfried May erhielt das Eiserne Kreuz"

 
Zum Tod von Simon Hirsch (1891)  

Osthofen Israelit 12021891.jpg (51938 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 12. Februar 1891: "Osthofen. Eines unserer angesehensten Gemeindemitglieder, Herrn Simon Hirsch, haben wir heute zur letzten Ruhe begleitet. Ein sehr großer Leichenzug, wie ihn Osthofen noch selten gesehen, legte Zeugnis ab von der großen Achtung, in welcher der Verstorbene bei Israeliten und Christen stand. Er war ein frommer Jehudi und erzog auch seine Kinder in seinem Sinne. Herr Rabbiner Dr. Stein aus Worms hielt ihm die Grabrede, in welcher dieser das Leben des Verstorbenen als Mensch, als Bürger und als Israelit schilderte."

      
      
Anzeigen jüdischer Gewerbebetriebe und Einzelpersonen 
Anzeige von Isaak Kiefer aus Rheindürkheim (1891)
  

Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 4. Mai 1891: "Israelitisches Mädchen, im Kochen gründlich bewandert, sucht Stellung in kleiner Familie, auch als Haushälterin. Gute Behandlung Hauptsache.
Näheres bei Herrn Isaak Kiefer, Rheindürkheim bei Worms."   

    
L. Herz Söhne suchen Lehrmädchen / Lehrjunge für ihr Manufaktur-, Kurz- und Modewarengeschäft (1900 / 1902 / 1904)  

Osthofen Israelit 28051900.jpg (44692 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 28. Mai 1900: "Für unser Manufaktur-, Kurz- und Modewarengeschäft suchen ein Lehrmädchen aus anständiger Familie. Familienanschluss; Kost und Logis im Hause. 
L. Herz Söhne, Osthofen in Rheinhessen."   
 
Osthofen Israelit 21071902.jpg (35193 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 21. Juli 1902: "Für unser Manufaktur- und Modewarengeschäft suchen per 1. Oktober einen jungen Mann, aus achtbarer Familie, in die Lehre. Kost und Logis im Hause. 
L. Herz Söhne, Osthofen am Rhein."  
   
Osthofen Israelit 11021904.jpg (33486 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 11. Februar 1904: "Lehrmädchen und Lehrjunge aus guter Familie, per baldigst für unser Manufaktur- und Moderwaren-Geschäft bei freier Station und Familienanschluss gesucht. 
L. Herz Söhne, Osthofen in Rheinhessen."     

       
       
Berichte von 1933 über die ersten Verhaftungen jüdischer und nichtjüdischer Personen und Verbringung in das KZ Osthofen 
Anmerkung: Berichte über das KZ Osthofen waren in der jüdischen Presse 1933 noch möglich, jedoch durfte dies mit keinerlei Kritik an den Maßnahmen der Nationalsozialisten verbunden sein.

Osthofen Israelit 29061933.jpg (41562 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 29. Juni 1933: "Neue Demonstrationen in Mainz. Mainz, 28. Juni (1933). In der vergangenen Nacht kam es hier, nach der T.U., zu neuerlichen Demonstrationen der Bevölkerung vor den Wohnungen verschiedener bekannter Personen. Der geistliche Rat Karitasdirektor Alois Strempel, ein früherer Stadtrat und mehrere jüdische Einwohner wurden in Schutzhaft genommen. Strempel wurde wieder freigelassen. Die in Schutzhaft genommenen Personen wurden sämtlich dem Konzentrationslager in Osthofen zugeführt. 
   
Im nachfolgenden Bericht wird eine wörtliche Zitierung des antijüdischen Polizeiberichtes vorgenommen.
Osthofen JuedRundschau 01091933.jpg (102914 Byte)Artikel in der "Jüdischen Rundschau" vom 1. September 1933: "Der Polizeibericht meldet aus Worms: "Am 26. August wurde durch die Staatspolizeistelle in Worms und Umgebung eine größere Anzahl Juden in Polizeihaft genommen und dem Konzentrationslager Osthofen zugeführt. Diese Maßnahme war zur Abwehr notwendig, weil sich das Judentum in letzter Zeit in herausfordernder Weise gegen den Staat und seine Einrichtungen benahm. So ist es u.a. in der Nähe von Worms vorgekommen, dass Juden zwei SA-Männer in Uniform angepöbelt und geschlagen haben. Ferner haben sich Juden erlaubt, durch herausfordernde Redensarten den nationalsozialistischen Staat verächtlich zu machen. In letzter Zeit wurde auch wiederholt festgestellt, dass Juden sich an christlichen Mädchen in sittlicher Beziehung vergangen haben. Ein weiterer Grund zu dem Erlass der getroffenen Maßnahme war der, dass nach der Lügenmeldung einer in Straßburg erscheinenden Zeitung 300 jüdische Familien sich im Konzentrationslager Osthofen befänden und dort den schwersten Misshandlungen ausgesetzt sein sollen. Die Polizeidirektion warnt letztmals vor unüberlegten Handlungen gegenüber dem Staat und seinen Einrichtungen. Im Wiederholungsfalle muss bei solche Entartungen zu noch schärferen Maßnahmen gegriffen werden."

     
Sonstiges         
Erinnerungen an die Auswanderungen im 19. Jahrhundert: 
Grabstein in New York für Betty Davidson aus Osthofen (1833-1916)   
   
Anmerkung: das Grab befindet sich in einem jüdischen Friedhof in NY-Brooklyn; der Geburtsname von Betty Davidson wird nicht mitgeteilt
.  

Osthofen NY Cyprus 1771.jpg (131584 Byte)   Osthofen NY Cyprus 1771a.jpg (233202 Byte)   Grabstein für 
"my beloved husband 
and our dear father Joseph Davidson. 
Born in Rodenberg ... July 13, 1829. 
Died May 9, 1897" und 
"our beloved mother Betty Davidson. 
Born in Osthofen - Hessen-Darmstadt  
March 10, 1833, 
Died June 13, 1916".    

    
Grabstein in New York für Clara Minzesheimer aus Osthofen (1839-1915) 
Anmerkung: das Grab befindet sich in einem jüdischen Friedhof in NY-Brooklyn; der Geburtsname von Clara Minzesheimer wird nicht mitgeteilt.   

Stebbach New York Salem 1673a.jpg (90137 Byte)   Stebbach New York Salem 1673.jpg (94210 Byte)   Grabstein für 
"My Beloved Husband and our Dear Father 
David Minzesheimer 
 
Born in Stebbach - Baden July 22, 1823  
Died Aug. 14, 1892" 
und für "Beloved Wife and Mother  
Clara Minzesheimer
  
Born in Osthofen - Germany Oct. 15, 1839  
Died Jan 5, 1915".    

   
   
   
Zur Geschichte der Synagoge          
    
Im 18. Jahrhundert war sicher ein Betsaal vorhanden. 
   
-  Nach Angaben in der Dokumentation des Landesamtes (s.u. Lit. S. 308-309) wurde 1817 eine Synagoge erbaut, die bis zur Errichtung der neuen Synagoge 1875 genutzt wurde. Über die erste Synagoge sei nichts mehr bekannt. Die 1875 erbaute Synagoge war demnach (vgl. Fotos unten) ein kleiner Ziegelbau in der heutigen Friedrich-Ebert-Straße.  Auch über sie sei bis heute nur wenig bekannt. 
   
-  Nach Arnsberg (s.u. Lit. Bd. II S. 191)) soll die jüdische Gemeinde Osthofen etwa seit dem Jahre 1800 eine eigene Synagoge besessen haben; der Gottesdienst fand bis 1845 nach altem Ritus statt, später mit geringfügigen Abänderungen.
     
Die Angaben von Arnsberg lassen sich besser in Verbindung bringen mit dem, was aus den nachfolgenden Artikeln von 1897 in der Zeitschrift "Der Israelit" zur Synagogengeschichte und dem gottesdienstlichen Leben hervorgeht: anlässlich der Zentenar-(Jahrhundert-)feier (1896?) wurde demnach vom Vorstand ein Harmonium zum Begleiten einiger Gesänge des Synagogenchores und deutscher Hymnen der Gemeinde angeschafft, was freilich die heftige Reaktion eines konservativ-orthodoxen Gemeindemitgliedes oder einer der Osthofener Gemeinde nahestehenden Person hervorrief, der die Einführung des Harmoniums und deutscher Gesänge offenbar ein Gräuel darstellte. In seinem kritischen Artikel fasst er daraufhin alles Mögliche zusammen, was er aus seiner einsichtigen Sicht an problematischen Zuständen in der Gemeinde wahrnimmt.   
  
Falls tatsächlich 1896 eine Zentenarfeier stattgefunden hat, wurde die Synagoge um 1796 erbaut, aber - mit Blick auf das auf dem Foto Erkennbare - sehr wahrscheinlich in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts umfassend erneuert. Berichte hierzu konnten freilich noch nicht gefunden werden. 
Nachstehend der Artikel des konservativ-orthodoxen Kritikers und die Antwort der Gemeindevorsteher von 1897
:  

Osthofen Israelit 13051897.jpg (185214 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 13. Mai 1897: "Osthofen bei Worms, 6. Mai (1897). Die Sucht, ins jüdische Gotteshaus Reformen zu bringen, nimmt die Gestalt der Karikaturen an, wie solches die aus 15 bis 16 Mitgliedern zählende hiesige Gemeinde beweist und zum diesmaligen Pessachfeste es sich gezeigt hat. - Es wurde nämlich seitens des Vorstandes ein altes und verstimmtes Harmonium für 75 Mark angeschafft, das den Zweck haben soll, den Gottesdienst zu verschönern. Nun dürfte man annehmen, dass das Gotteshaus jeden Tag in vorgeschriebener Art und Weise der Tradition gemäß benützt wird. Ja weit gefehlt! Nicht einen Tag, außer samstags, wird es geöffnet und dann noch hält es schwer Minjan zu bekommen. Vom Brennen des ewigen Lichtes ist keine Rede, und dass die paar vorhanden Sforim (Torarollen) 'poßel' (z.B. auf Grund eines Fehlers oder ihres Zustandes unbrauchbar) sind, das kümmert keinen Menschen. Wen trifft nun, ist die berechtigte Frage, die Schuld, dass solche Zustände in solch kleiner Gemeinde einreißen können? Wohl keinen als die Herren Bezirksrabbiner, die sich von ihrem Wohnsitz aus um die kleineren Gemeinden ihres Bezirks gar nicht kümmern und fünf gerade sein lassen. - Im ferneren die sogenannten Religionslehrer, die den Lehrer, Chasen (Vorbeter), Schochet (Schächter), Schammes (Synagogendiener) etc. spielen und bei ihrem kargen Gehalt auf Sporteln sehen müssen, die ihnen nicht werden möchten, wenn sie nicht nach der Pfeife der Herren von der Verwaltung tanzten und sagen müssten, ich gehe mit euch! - Dass der Religionsunterricht dabei im Argen liegt, dass das Koschere bei den jüdischen Metzgern noch mehr als trefe (d.i. nach jüdischen Gesetzen nicht essbar) ist, dass den jüdischen Frauen ungeporschtes (d.i. vom Schächter nicht richtig behandeltes) Hinterviertel als koscher Fleisch verabfolgt wird, das stört keinen Menschen, und dass nun das oben gedachte Harmonium von jüdischen Händen an Feiertagen bearbeitet wird, wird selbst von solch einem Lehrer gut geheißen. Dass bei solcher Handlungsweise unsere Tradition ganz und gar vergessen wird, und dass Lieder in anderer Sprache als in der jüdischen in der Synagoge zu Gehör gebracht werden, hat zur Folge, dass die Bessergesinnten mit der Zeit solchem Gebaren fern bleiben und die leerstehenden Synagogen sich noch vermehren werden. Um dem vorzubeugen, wäre es in der Tat am Platze, wenn die Herren Bezirksrabbiner von Seiten des Staates angewiesen würden, ihren Bezirk wenigstens viermal im Jahre zu bereisen, um nach dem rechten zu sehen, wenn für die Religionsschule Stunden und Lehrpläne festgesetzt würden, nach welchen die Lehrer zu unterrichten hätten, und den Herren Bezirksrabbinern müsste ins Gewissen geredet werden, diese Reisen zu machen, ohne das Verlangen nach Diäten zu stellen. Unterbleibt aber der richtige Religionsunterricht und dessen Revisionen, dann ist zu befürchten, dass das Judentum für die jüngere Geschichte verloren geht."
  
Osthofen Israelit 24051897.JPG (197425 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 24. Mai 1897: "Osthofen bei Worms, 18. Mai (1897). Unter Berufung auf § 11 des Pressegesetzes erhalten wir die folgende Zuschrift, welche wir, obschon dieselbe vieles in dem erwähnten Berichte Enthaltene unwidersprochen lässt, und Anderes nur bestätigt, dennoch hier zum Abdruck bringen wollen: 'Wir würden es unter unserer Würde halten, den Artikel 'Osthofen bei Worms, 6. Mai' in der zweiten Beilage zu Nr. 38 dieses Blattes zu erwidern, wäre es nicht unsere Pflicht, keine irrigen Meinungen über die hier herrschenden Verhältnisse aufkommen zu lassen. Der Artikelschreiber schildert die hiesigen religiösen Zustände in einer Weise, die 'himmelschreiend' ist. Er fühlt sich berufen, seine warnende Stimme in einer Zeitung, die über die ganze Erde verbreitet, als abschreckendes Beispiel zum Nutzen und Frommen aller Juden ertönen zu lassen, ohne es mit der Wahrheit genau zu nehmen. Was ist die Ursache?  Zur Verherrlichung der Zentenarfeier wurde ein Harmonium in der hiesigen Synagoge aufgestellt, auf welchem auch am Pessachfeste einige Gesänge des Synagogenchors und eine deutsche Hymne begleitet wurde. Dies entsprach jedenfalls den religiösen Gefühlen (?! Red.) der großen Mehrheit unserer Gemeinde und gestaltete den Gottesdienst würdevoller und andächtiger. (?! Red.) - Bezüglich der anderen Anklagen können wir uns kurz fassen, wir weisen dieselben als unwahr zurück. Kein einziges Sefer (Torarolle) ist 'poßel' (unbrauchbar). Der Religionsunterricht wird vorschriftsmäßig erteilt, wie dies durch wiederholte Prüfungen des Herrn Bezirksrabbiners festgestellt wurde. 
Die Mitteilung, dass es bei jüdischen Metzgern hier mehr wie trefe ist, stützt sich ganz allein auf einige anonyme Anklagen, die seitens unseres verehrten Herrn Bezirksrabbiners sofort mit aller Strenge untersucht wurden. Die erste öffentliche Anklage ergab, dass ein minderjähriger Metzgerbursche (Christ), der wegen Unterschlagungen entlassen wurde, Verbreiter der Gerüchte war.
Über das gegen unseren verehrten Herrn Bezirksrabbiner Dr. Stein in Worms Vorgebrachte, dem von Seiten des 'Artikelschreibers' klar gemacht werden soll, welche Pflichten demselben obliegen, brauchen wir keine Worte der Erwiderung. Wer unseren in allen Kreisen der Bevölkerung  hochgeachteten und hochgeehrten Herrn Rabbiner kennt, wer weiß, mit welcher Gewissenhaftigkeit und Sorgfalt derselbe für das Wohl seiner einzelnen Gemeinden wacht und sorgt, und wie derselbe gerade in unserer Gemeinde aufs uneigennützigste 'diätenfrei' jederzeit nach dem Rechten sieht, der bildet sich sein Urteil. Wir weisen Alles, was in jenem Artikel gegen unsern hochverehrten Herrn Rabbiner geschrieben steht, mit voller Entrüstung zurück. 
Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde Osthofen-Rheindürkheim: Ludwig Leopold, L. Hirsch, Albert Joseph."

Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Synagoge demoliert, von der Osthofener SA mit Rebholz in Brand gesetzt und bis auf die Umfassungsmauern zerstört. 
In den 1950er-Jahren wurde die Ruine abgebrochen und an ihrer Stelle ein Wohnhaus errichtet. In unmittelbarer Nähe wurde am 9. November 1983 am evangelischen Gemeindehaus (Friedrich-Ebert-Straße 60) eine Gedenktafel angebracht. 
   
   
Adresse/Standort der Synagoge: Friedrich-Ebert-Straße 74 (rückwärtig auf dem Grundstück), alte Adresse Hauptstraße 53.
    
   

Fotos
(Foto obere Zeile: Buch "und dies ist die Pforte..." S. 209; zweite Fotozeile: Hahn, Aufnahmedatum 29.3.2005;
dritte und vierte Fotozeile - Fotos von Anfang Juli 2011: Michael Ohmsen; vgl. Website von M. Ohmsen mit Fotoseite zu Osthofen

Die Synagogenruine 1953  Osthofen Synagoge 101.jpg (68150 Byte) Osthofen Synagoge 100.jpg (65962 Byte)
     Ausschnittsvergrößerung des Fotos links
          
Die Gedenktafel von 1983
am evangelischen Gemeindehaus 
Osthofen Synagoge 200.jpg (44399 Byte)   
     Inschrift der Gedenktafel: "Zur Erinnerung an unsere jüdischen Mitbürger, die in der Zeit 
von 1933-.1945 von Nationalsozialisten ermordet oder vertrieben wurden. 
Die Synagoge in der Friedrich-Ebert-Strasse, das Gotteshaus der jüdischen Gemeinde Osthofen 
wurde am 10. November 1938 frevelhaft zerstört. 
(hebräisch und deutsch): Friede werde allen Völkern."   
     
Osthofen Synagoge 193.jpg (74171 Byte) Osthofen Synagoge 190.jpg (100727 Byte) Osthofen Synagoge 191.jpg (40853 Byte)
Standort der Gedenktafel  Die Gedenktafel  Abbildung der Synagoge auf Gedenktafel 
      
     
  Das Grundstück 
der ehemaligen Synagoge
(Foto: Michael Ohmsen, Juli 2011)
Osthofen Synagoge 192.jpg (127955 Byte) 
   Blick auf das Grundstück der nicht mehr bestehenden Synagoge 
(Friedrich-Ebert-Straße 74). Die Synagoge stand rückwärtig auf dem Grundstück, das 
neu bebaut wurde (Gebäude rechts im Hintergrund). Es sind noch Mauerreste vorhanden. 
Eine Gedenktafel am Synagogengrundstück konnte bislang nicht angebracht werden.   

     
      

Links und Literatur

Links:

Website der Stadt Osthofen 
Website des Fördervereins Projekt Osthofen - ehem. Konzentrationslager Osthofen (1933-1934) 
Hans-Dieter Arntz: "Gedenkstätte KZ Osthofen/bei Worms und ein Buch der Weltliteratur 'Das siebte Kreuz' (Website von Hans-Dieter Arntz)    
Informationen zum jüdischen Friedhof Osthofen  (interner Link) 
Presseartikel über einen Besuch von Otto Jacobi 1945 in Eich und Osthofen  „Einige Dinge in Ordnung gebracht“ (Allgemeine Zeitung, 08.05.2015)      

Literatur:  

Paul Arnsberg: Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Bd. 2. S. 191-192.
Pinkas Hakehillot: Encyclopedia of Jewish Communities from their foundation till after the Holocaust. Germany Volume III: Hesse -  Hesse-Nassau - Frankfurt. Hg. von Yad Vashem 1992 (hebräisch) S. 48-49. 
Manfred Helmes: Gedenkstättenarbeit in Osthofen: die Arbeit des Fördervereins Projekt Osthofen e.V.  In: SACHOR. Beiträge zur Jüdischen Geschichte und zur Gedenkstättenarbeit in Rheinland-Pfalz Heft Nr. 7 - 2/94 (4. Jahrgang) S. 22-23). Online eingestellt (pdf-Datei).
Angelika Arenz-Morch: "Zur Erziehung ist eine längere Schutzhaft nötig". Das Konzentrationslager des Volksstaates Hessen im rheinhessischen Osthofen. In: SACHOR. Beiträge zur jüdischen Geschichte in Rheinland-Pfalz. Ausgabe 1/1995 Heft. Nr. 9 S. 46-64. Online zugänglich (pdf-Datei).  
Jürgen Hust: Ausstellung über das Konzentrationslager in Osthofen. Ein Projekt der Berufsbildenden Schule III - Wirtschaft Worms. In: SACHOR. Beiträge zur Jüdischen Geschichte und zur Gedenkstättenarbeit in Rheinland-Pfalz. Hrsg. von Matthias Molitor und Hans-Eberhard Berkemann in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz. Erschienen im Verlag Matthias Ess in Bad Kreuznach. 7. Jahrgang, Sonderheft Nr. 1 S. 28-29. Online eingestellt (pdf-Datei). 
Wolfgang Schultheis: Die Gedenkstätte - Ehemaliges KZ Osthofen und die Einbindung in den Unterricht der Schulen. In: SACHOR. Beiträge zur Jüdischen Geschichte und zur Gedenkstättenarbeit in Rheinland-Pfalz. Hrsg. von Matthias Molitor und Hans-Eberhard Berkemann in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz. Erschienen im Verlag Matthias Ess in Bad Kreuznach. 7. Jahrgang, Sonderheft Nr. 1 S. 28-29. Online zugänglich (pdf-Datei).   
Landesamt für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz/Staatliches Konservatoramt des Saarlandes/ Synagogue Memorial Jerusalem (Hg.): "...und dies ist die Pforte des Himmels". Synagogen in Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Mainz 2005. S. 308-309 (mit weiteren Literaturangaben).  
Hans-Dieter Graf: Ein Tag voller Terror und Zerstörung. Gedenken. Am 10. November 1938 wurde die Synagoge in Osthofen niedergebrannt...". Artikel in der "Wormser Zeitung" vom 0. November 2015 (eingestellt als pdf-Datei)     

  
   


 

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the Holocaust". 
First published in 2001 by NEW YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad Vashem Jerusalem, Israel.

Osthofen. Established in 1722, the community numbered 129 (4 % of the total) in 1880, with Jews from Abenheim and Rheinduerkheim augmenting its membership. The community adopted a Liberal form of worship in 1897. It gradually declined, numbering 62 in 1933. The district's first Nazi concentration camp was set up there (May 1933 - December 1934) and by 1939 all the Jews had left.   
     
      

                   
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Stand: 30. Mai 2016