Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Osthofen (Stadt Osthofen, Landkreis Alzey-Worms) 
Jüdische Friedhöfe
  

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde                 
    
Siehe Seite zur Synagoge in Osthofen (interner Link)    
   
   
Zur Geschichte der Friedhöfe    
  
Alter jüdischer Friedhof 
  
In Osthofen bestand vor Anlage des neuen Friedhofes um 1840 ein alter jüdischer Friedhof. Wie lange er erhalten blieb beziehungsweise wann er abgeräumt wurde (NS-Zeit?), konnte noch nicht in Erfahrung gebracht werden. Das Grundstück ist in Privatbesitz. Als vor einiger Zeit bei Grabarbeiten auf dem Grundstück ein Grabstein gefunden wurde, wurde dieser in die Grundstücksmauer eingearbeitet und blieb somit erhalten.   
     
Neuer jüdischer Friedhof  
  
Ein jüdischer Friedhof in Osthofen wurde um 1840 angelegt und bis in die 1930er-Jahre belegt. Die Friedhofsfläche umfasst 15,88 ar. 
  
Nach Ende der NS-Zeit 1945 befand sich der Friedhof in einem desolaten Zustand. Der aus Eich stammende Arthur Jacoby (geboren als Otto Bernhard Jakobi 1920 in Eich, gest. 1983), der 1936 in die USA emigriert war und als amerikanischer Soldat im Juni 1945 zurückkehrte, schrieb damals über den Friedhof: "Die ihn umgebenden Mauern sind teilweise niedergerissen worden. Auf der rechten Seite in der Nähe des Eingangs sind mehrere Reihen mit Gräbern von russischen Leuten. Der Friedhof ist ein trauriges Bild umgestürzter Grabsteine und das Gras wuchert überall". 
Siehe Artikel: „Einige Dinge in Ordnung gebracht“ (Allgemeine Zeitung, 08.05.2015) 
  
  
Lage der Friedhöfe             

Alter jüdischer Friedhof: Am Stärkmühlweg (Ecke Stärkmühlweg / Hasengasse)     

Neuer jüdischer Friedhof:   Etwa 500 m nördlich der Gemeinde links an der Mettenheimer Straße.          
    
    
    
Fotos      

Der Grabstein am Grundstück 
des alten Friedhofes 
(Fotos: Michael Ohmsen; Aufnahmen vom
 Oktober 2011; Fotoseite von M. Ohmsen)
Osthofen Friedhof a101.jpg (191065 Byte) Osthofen Friedhof a100.jpg (122929 Byte)
  Der nur teilweise sicht- und lesbare Grabsteine enthält die Inschrift (soweit lesbar): 
"Hier ruht
die bedeutende und geachtete Frau, 
die rechtschaffene, die Wohltätigkeit geübt hat, 
es ist die Frau Lea, Tochter des Rabbiners 
Eljaschar, Gattin des Meir
Segal (=Levi) aus ...
(Ortsname unklar) 
und wurde begraben am Freitag, dem ..."  
 
     
     
Der (neue) Friedhof im Frühjahr 2005 
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 29.3.2005)
   
Osthofen Friedhof 206.jpg (72041 Byte) Osthofen Friedhof 201.jpg (78662 Byte) Osthofen Friedhof 204.jpg (79239 Byte)
Blick auf den Friedhof 
von der Mettenheimer Straße
Eingangstor Die Friedhofshalle 
(Tahara-Haus)
    
     
Osthofen Friedhof 210.jpg (82502 Byte) Osthofen Friedhof 200.jpg (82123 Byte) Osthofen Friedhof 209.jpg (35417 Byte)
Teilansichten des älteren Friedhofsteiles Blick in die Friedhofshalle
   
Osthofen Friedhof 208.jpg (70986 Byte) Osthofen Friedhof 202.jpg (79060 Byte)  
Teilansichten des jüngeren Friedhofsteiles  
   
Osthofen Friedhof 203.jpg (61247 Byte) Osthofen Friedhof 205.jpg (69880 Byte) Osthofen Friedhof 207.jpg (91922 Byte)
Grabstein mit reicher Ornamentik (Baum,
 Kranz, nach unten gerichtete Fackel, Vase)
 für Therese Herz (gest. 31.10.1888)
Grabstein für Mosche ben Jaakov 
von Osthofen (gest. 20.1.1875 
bzw. 14. Schewat 5635)
Grabstein für Lina Guthmann geb. Guthmann
 (1867-1934) und Gedenkinschrift für den 
im KZ verstorbenen Jakob Guthmann
        
      
Der Friedhof im Juli 2011
(Fotos: Michael Ohmsen; vgl. Website 
  von M. Ohmsen mit Fotoseite zu Osthofen)
     
Osthofen Friedhof 193.jpg (247539 Byte) Osthofen Friedhof 196.jpg (162684 Byte) Osthofen Friedhof 192.jpg (203224 Byte)
Blick auf den Friedhof Die Friedhofshalle (Tahara-Haus) Die Friedhofshalle vom Friedhof
     
Osthofen Friedhof 194.jpg (281931 Byte) Osthofen Friedhof 195.jpg (256950 Byte) Osthofen Friedhof 190.jpg (183855 Byte)
Teilansichten des Friedhofes  Grabstein Guthmann (wie oben)
     
  Osthofen Friedhof 191.jpg (194021 Byte)  
   zerbrochener Grabstein   

      
       

Links und Literatur

Links

Website der Stadt Osthofen 
Zur Seite über die Synagoge in Osthofen (interner Link)

Literatur

Paul Arnsberg: Die jüdischen Gemeinden in Hessen. 1971 Bd. II S. 191-192.
Landesamt für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz/Staatliches Konservatoramt des Saarlandes/ Synagogue Memorial Jerusalem (Hg.): "...und dies ist die Pforte des Himmels". Synagogen in Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Mainz 2005. S. 308-309 (mit weiteren Literaturangaben).

    
     

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 11. Mai 2015