Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Pfiffligheim (Stadt Worms) 
Jüdische Geschichte / Betraum 

Übersicht:

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde  
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde   
- Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer  
Zur Geschichte der Synagoge (Betraum)   
Fotos / Darstellungen   
Links und Literatur   

   

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde            
   
In Pfiffligheim bestand eine jüdische Gemeinde zeitweise im 19. Jahrhundert. Die Zahl der jüdischen Gemeindeglieder blieb jedoch gering, sodass sich die in Pfiffligheim lebenden Juden nach 1840 der Gemeinde in Pfeddersheim angeschlossen haben. 
   
1824 wurden in Pfiffligheim 34 jüdische Personen gezählt, 1830 28, 1848 17.  
  
An Einrichtungen bestand zeitweise ein Betraum (s.u.). Die Toten der Gemeinde wurden seit 1834/35 auf dem jüdischen Friedhof in Pfeddersheim beigesetzt.  
   
Von den in Pfiffligheim geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen ist  in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Martha Bockmann geb. Mann (geb. 17.3.1888 in Pfiffligheim, später wohnhaft in Oppenheim und Mainz; von Mainz im Mrz 1942 in das Ghetto Piaski deportiert und umgekommen), Elisabetha Mayer geb. Mann (1885, siehe Kennkarte unten).
    
    
    
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde  
   
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer  
Ausschreibung der Lehrerstelle  "Israelitischen Gemeinde zu Pfeddersheim-Pfiffligheim" (1891)  

Pfeddersheim Israelit 03121891.jpg (53840 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 3. Dezember 1891: "Bekanntmachung! Bei der israelitischen Gemeinde zu Pfeddersheim-Pfiffligheim, Kreis Worms, ist die Stelle eines Lehrers, Vorbeters und Schächters zu besetzen. 
Bewerber um diese Stelle, womit ein Diensteinkommen von ca. 750 Mark nebst freier Wohnung verbunden ist, - welche seminaristisch gebildet sind oder eine Prüfung vor einer kompetenten Behörde bestanden haben, wollen sich bei der unterzeichneten Stelle anmelden. 
Pfeddersheim, den 28. November 1891. Für den israelitischen Vorstand: J. Mandel"

       

Kennkarte aus der NS-Zeit            
               
Am 23. Juli 1938 wurde durch den Reichsminister des Innern für bestimmte Gruppen von Staatsangehörigen des Deutschen Reiches die Kennkartenpflicht eingeführt. Die Kennkarten jüdischer Personen waren mit einem großen Buchstaben "J" gekennzeichnet. Wer als "jüdisch" galt, hatte das Reichsgesetzblatt vom 14. November 1935 ("Erste Verordnung zum Reichsbürgergesetz") bestimmt. 
Hinweis: für die nachfolgenden Kennkarten ist die Quelle: Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland: Bestände: Personenstandsregister: Archivaliensammlung Frankfurt: Abteilung IV: Kennkarten, Mainz 1939" http://www.uni-heidelberg.de/institute/sonst/aj/STANDREG/FFM1/117-152.htm. Anfragen bitte gegebenenfalls an zentralarchiv@uni-hd.de       
 
 Kennkarte der in Pfiffligheim 
geborenen Elisabetha Mayer geb. Mann
 
 Pfiffligheim KK MZ Mayer Elisabeth.jpg (87763 Byte)    
   Kennkarte (Mainz 1939) für Elisabetha Mayer geb. Mann (geb. 22. April 1885 in Pfiffligheim), wohnhaft in 
Mainz und Nieder-Olm, am 25. März 1942 deportiert ab Mainz - Darmstadt in das Ghetto Piaski, umgekommen  
 

     
     
  
   
Zur Geschichte der Synagoge (Betraum)    
  
   
1815 war ein Betsaal in Pfiffligheim vorhanden. Er befand sich im Erdgeschoss des Anfang des 18. Jahrhunderts erbauten Rathauses in der Landgrafenstraße. Zuvor war dieser Raum als katholische Kapelle verwendet worden. Seit dem Bau der neuen Synagoge in Pfeddersheim 1843/44 gingen die Pfiffligheimer Juden zu den Gottesdiensten nach Pfeddersheim. An den Hohen Feiertagen im Herbst wurden weiterhin in Pfiffligheim Gottesdienste abgehalten. Nach 1850 wurde der Betraum aufgegeben; der Raum wurde für Zwecke der Feuerwehr verwendet. Später wurde das Gebäude Landgrafenstraße 51 zum einem Wohnhaus umgebaut.  
  
1856 wurde auf Grund der gestiegenen Zahl der jüdischen Dorfbewohner der Bau einer Synagoge in Pfiffligheim überlegt, doch blieb es bei den Überlegungen. Die Pfiffligheimer Juden bildeten in der Folgezeit eine gemeinsame Gemeinde mit denen in Pfeddersheim ("Israelitische Gemeinde Pfeddersheim-Pfiffligheim")
.   
       
       
Adresse/Standort der Synagoge    Landgrafenstraße 51  
    
    
Fotos   

Zur jüdischen Geschichte in Pfiffligheim sind noch keine Fotos vorhanden; 
über Hinweise oder Zusendungen freut sich der Webmaster der "Alemannia Judaica"; Adresse siehe Eingangsseite
  
     

        
       
Links und Literatur

Links:   

Website der Stadt Worms mit Seiten zu Pfiffligheim    

Literatur:  

Paul Arnsberg: Die jüdischen Gemeinden in Hessen. 1971 Bd. I I,196-198.
Landesamt für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz/Staatliches Konservatoramt des Saarlandes/ Synagogue Memorial Jerusalem (Hg.): "...und dies ist die Pforte des Himmels". Synagogen in Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Mainz 2005. S. 408-409 (mit weiteren Literaturangaben). 

           
            

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 19. Mai 2015