Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Trier (Rheinland-Pfalz)
Texte/Berichte zur jüdischen Geschichte der Stadt 
  
Hier: Texte zu den Rabbinern, Lehrern und anderen Kultusbeamten der Gemeinde sowie zum jüdischen Schulwesen  

Die nachstehend wiedergegebenen Texte mit Beiträgen zur jüdischen Geschichte in Trier wurden in jüdischen Periodika gefunden. 
Bei Gelegenheit werden weitere Texte eingestellt. Neueste Einstellung vom 16.2.2014.   
     
Hinweis: die meisten Texte auf dieser Seite müssen noch abgeschrieben werden, können jedoch durch Anklicken der Textabbildungen gelesen werden
    
    

Übersicht:

Aus der Geschichte des Rabbinates in Trier  
-   Übersicht über die Rabbiner in Trier im (18.), 19. und 20. Jahrhundert  
-   Beziehungen der Familie des Rabbiners Moses Lazarus zu Sabbataj ben Meir HaKohen (Artikel von 1867)   
-   Zum Tod von Rabbiner Moses Lazarus (1840)    
-   Zur bevorstehenden Rabbinerwahl (1840)   
-   Die Gemeinde Saarlouis spricht sich für Rabbiner Dr. Joseph Kahn aus (1840)  
-   Rabbinatskandidat M. Heß hat die erste deutsche Predigt in Trier gehalten (1840)       
-   Stellungnahme von Rabbinatskandidat Dr. Joseph Kahn zur bevorstehenden Rabbinerwahl (1840)   
-   Großes Interesse an der Neuwahl des Rabbiners und Rückblick auf die letzte Wahl 1827 (1841)   
-   Rabbiner Dr. Joseph Kahn wird auf die Trierer Rabbinerstelle gewählt (1841)    
-   Predigt von Rabbiner Dr. Joseph Kahn bei seinem Amtsantritt (1841)   
-   Einsetzung von Oberrabbiner Dr. Joseph Kahn in sein neues Amt in Trier (1841)   
-   Über eine Predigt von Oberrabbiner Dr. Joseph Kahn zum bürgerlichen Neujahrstag (1843)     
-   Anerkennung der jüdischen Gemeinde für Oberrabbiner Dr. Joseph Kahn (1843)   
-   Oberrabbiner Dr. Joseph Kahn wird als erster Jude in das Casino in Trier aufgenommen (1845)   
-   Kritik einer Anzahl von Gemeindemitgliedern an Oberrabbiner Dr. Joseph Kahn (1845)  
-   Oberrabbiner Dr. Joseph Kahn und die Resultate der Breslauer Rabbinerversammlung - eine Verteidigung gegen Kritik am Rabbiner (1847)   
-   Zahlreiche Fortschritte in der Entwicklung der jüdischen Gemeinden des Synagogenbezirks Trier (1855)    
-   Über eine Predigt von Oberrabbiner Dr. Joseph Kahn zum Wochenfest (1863)   
-   Durch die Bemühungen von Oberrabbiner Dr. Joseph Kahn entstanden in 47 Gemeinden seines Bezirks neue Synagogen (1865)   
-   25-jähriges Amtsjubiläum von Oberrabbiner Dr. Joseph Kahn (1866)  
-   F
riedensfest in den Synagogen des Rabbinatsbezirkes Trier (1867)     
-   Beitrag von Oberrabbiner Dr. Joseph Kahn über "Pastorale Erfahrungen" (1867)   
-   Zum Tod von Oberrabbiner Dr. Joseph Kahn (1875)   
-   Abschied von dem nach Trier wechselnden Rabbiner Dr. Naftali Herz Ehrmann in Kassel (1879)    
-   Rabbiner Dr. Herz Naftali Ehrmann wurde von der Gemeinde in Schrimm gewählt, nimmt aber die Wahl nicht (1879)  
-   Kritik an Rabbiner Dr. Jakob Hollander, da er als Kohen gegen die einen solchen betreffende Friedhofsvorschrift verstößt (1879)  
-   Durch das Wirken von Rabbiner Dr. Naftali Herz Ehrmann lassen die Spannungen in der Gemeinde nach (1881)   
-   Feier zum Todestag des früheren Rabbiners Dr. Jakob Hollander (1882)   
-   Abschied der Israelitischen Religionsgesellschaft von Rabbiner Dr. Herz Naftali Ehrmann (1885)  
-   P
ublikation der Predigt von Rabbiner Dr. Moses Samuel Zuckermandel zum 25-jährigen Bestehen der Synagoge (1884/85)  
-   Veröffentlichung einer Predigt von Rabbiner Dr. Moses Samuel Zuckermandel zur Feier des 100. Todestages von Moses Mendelssohn (1886)   
-   Oberrabbiner Dr. Moses Samuel Zuckermandel gibt ein Spruchbuch heraus (1889)    
-   Rabbiner Dr. Moses Samuel Zuckermandel wird als Rabbiner in Pleschen gewählt (1890) 
-   Rabbiner Dr. Jakob Baßfreund wird zum Rabbiner in Trier gewählt (1891)  
-   25-jähriges Amtsjubiläum von Oberrabbiner Dr. Jakob Baßfreund (1907)     
-   Schwerer Unglücksfall in der Familie von Oberrabbiner Dr. Jakob Baßfreund (1904) 
-   Zum Tod von Oberrabbiner Dr. Jakob Baßfreund (1919 in Breslau)   
-   Rabbiner Dr. Adolf Altmann wird zum Oberrabbiner in Trier gewählt (1920)     
-   Über den Propheten Elia (Beitrag von Oberrabbiner Dr. Adolf Altmann) (1923) 
-   Verlobungsanzeige von Hilde Altmann und Max von Mentz (1930)   
-   25-jähriges Amtsjubiläum von Oberrabbiner Dr. Adolf Altmann (1930)   
Gedanken zu Rosch Haschana (Neujahrsfest) 5692 von Rabbiner Dr. Adolf Altmann (1931) 
Beitrag von Oberrabbiner Dr. Adolf Altmann über "Optimismus von heute" (1934)      
     
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer und Kantoren sowie weiterer Kultusbeamten   
-   Ausschreibung der Stelle des Vorbeters (für die neue Synagoge) und Schächters (1859)       
-   Ausschreibung der Lehrerstelle (1875)   
-   Ausschreibung der Stelle des ersten Lehrers und Religionslehrers (1877)   
-   Ausschreibung der Stelle des ersten Kantors und zweiten Elementarlehrers (1886)   
-   Ausschreibung der Stelle des ersten Kantors und Religionslehrers (1888)  
-   Ausschreibung der Stelle eines Kantors und Schächters (1897)    
-   25-jähriges Ortsjubiläum von Lehrer A. Nußbaum (1903)    
-   Ausschreibung der Stelle des Kantors und Religionslehrers (1924)   
-   Ausschreibung der Stelle des Kantors und Religionslehrers (1927)    
-   Lehrer Moses Berlinger tritt in den Ruhestand (1931)    
-   Berichtigung eines Fehlers im Artikel über Lehrer Moses Berlinger (1931)  
-   Zum Tod von Oberlehrer i.R. Willy Jonas (1937)   
  
Aus der Geschichte der jüdischen Schule    
-   Überlegungen zur Umwandlung der israelitischen Elementarschule in eine öffentliche Schule (1890)    
-   Die israelitische Volks- und Gemeindeschule wird gegen kirchlichen Widerspruch auf den städtischen Etat genommen (1891)   
   
Lehrerversammlungen in Trier    
Jahresversammlung des Vereins israelitischer Lehrer Südwestdeutschlands in Trier (1888)  
Jahresversammlung des südwestdeutschen Verbandes israelitischer Lehrer in Trier (1891)     

    

Aus der Geschichte des Rabbinates in Trier       
  
Übersicht über die Rabbiner in Trier im (18.), 19. und 20. Jahrhundert  

Erste Hälfte des 18. Jahrhunderts unvollständig - nur die Vorfahren von Rabbiner Moses Lemberger werden genannt: 
bis 1693 Rabbiner Aron-Moses-Ezechiel Lemberger (gest. 1712 in Westhoffen), war als Oberrabbiner in Trier bis 1693, danach in Westhoffen (Unterelsass), 
1723 bis 1733 Rabbiner Josua Höschel (Heschel) Lemberger (Josua Heschel Lewow; geb. ca. 1693 in Westhoffen als Sohn des o.g. Rabbiners Aron-Moses-Ezechiel Lemberger); war Rabbinats-Assessor in Metz, von 1723 bis 1733 Rabbiner in Trier, 1749 bis 1770 ansbachischer Oberrabbiner in Schwabach, gest. 1771)  
   
1764 bis 1788: Rabbiner Moses Lemberger (Moses Lewow; geb. ca. 1715 in Metz als Sohn des o.g. Rabbiners Josua Höschel Lemberger, gest. 1788 in Trier).
1788 bis 1804: Rabbiner Marx (Mordechai) Levy (geb. in Postoloprty, Postelberg, Nordböhmen, gest. 1804 in Trier): zunächst in Saarlouis tätig; wurde 1788 als Nachfolger seines Schwiegervaters Rabbiner Moses Lemberger (letzter) Landesrabbiner des kurtrierischen Obererzstifts mit Sitz in Trier; seit 1794 nur noch Rabbiner der Stadtgemeinde. 
1804 bis 1827: Rabbiner Samuel Marx (geb. ca. 1772 in Saarlouis als Sohn von Oberrabbiner Marx Levy, gest. 1827 in Trier): wurde 1804 Rabbiner in Trier, seit 1809 Konsistorial-Oberrabbiner für das Département Sarre mit Sitz in Trier.  Über Rabbiner Samuel Marx vgl. Lexikonartikel im BBKL.   
sein Bruder Heinrich Marx, Vater von Karl Marx, konvertierte 1824 mit seiner Familie zum Protestantismus.
1827 bis 1840: Rabbiner Moises Lazarus Schach (Moses ben Eliezer Schach; geb. 29.2.1763 in Glogau als Sohn des Lazarus Aron, später in Schwabach und der Kela Manasses aus Königsberg; war verheiratet mit Perla Dehlinger [1766-1826]; gest. 1840 in Trier): war Dajan in Mainbernheim; danach letzter fürstlich-hohenlohischer Landesrabbiner in Weikersheim, seit 1819 Rabbiner in Mergentheim, 1827 zum Oberrabbiner in Trier gewählt (Stellenantritt im Januar 1828).       
1841 bis 1875: Rabbiner Dr. Joseph Kahn (geb. 1809 in Wawern als Sohn eines jüdischen Lehrers, gest. 1875 in Amsterdam): studierte in Metz, Mannheim, dann Universitäten Heidelberg und Bonn; zunächst Lehrer in Offenbach und Frankfurt am Main, Prediger in Luxemburg; 1841 zum Oberrabbiner in Trier gewählt; war seit 1844 verheiratet mit Rebecka von Biema, nach ihrem Tod seit 1848 mit Veronika geb. Straßer (gest. 1858); über seine umfangreiche Tätigkeit im Rabbinatsbezirk informieren die unten stehenden Berichte; 1859 weihte er die Trierer Synagoge ein; er starb bei einem Besuch seiner in Amsterdam lebenden Tochter.   
1879 bis 1880: Rabbiner Dr. Jakob Hollander (geb. 1844 in Altona, gest. 1880 in Trier): studierte in Altona und Berlin, promovierte in Halle; 1871 Stiftsrabbiner in Hannover, 1874 Rabbiner in Wreschen (Września), Posen; 1879 Rabbiner in Trier und Religionslehrer am Gymnasium.   
1880 bis 1886 als orthodoxer Rabbiner der Israelitischen Religionsgesellschaft: Rabbiner Dr. Herz Naftali Ehrmann (geb. 1849 in Michelstadt, gest. 1918 in Lübeck): studierte in Altona, Mainz und Berlin; 1876 bis 1879 Rabbiner und Schulleiter der Adass Jeschurun (Israelitische Religionsgesellschaft) in Kassel (nicht: Karlsruhe!); 1879 bis 1886 orthodoxer Rabbiner in Trier; 1886 bis 1902 Rabbiner in Baden (CH); verbrachte seinen Lebensabend ab 1912 in Lübeck.  Er veröffentlichte mehrere Werke unter dem Pseudonym "Judäus", u.a. Der Baalschem von Michelstadt. Kulturgeschichtliche Erzählung von Judäus. Frankfurt am Main 1907. Nachdruck Basel 1982.  
Weitere Texte zu Rabbiner Ehrmanns Wirken in Baden (CH) siehe die dortige Textseite
1881 bis 1890: Rabbiner Dr. Moses Samuel Zuckermandel (geb. 1836 in Uherský Brod [Ungarisch-Brod], Mähren, gest. 1917 in Breslau): studierte - nach dem Besuch mehrerer Jeschiwot - in Breslau und Jena; 1864 Rabbiner und Religionslehrer in Gnesen (Gniezno), 1869 in Märkisch-Friedland (Mirosławiec), 1876 Rabbiner in Pasewalk, Vorpommern; 1881 Oberrabbiner in Trier, 1890 kurzzeitig Rabbiner in Pleschen (Pleszew), Provinz Posen, danach in der Forschung tätig; 1898 Klausrabbiner am Mora-Leipziger Stift in Breslau.        
1891 bis 1918: Rabbiner Dr. Jakob Bassfreund (geb. 1850 in Kempen [Kępno], Posten. gest. 1919 in Breslau): studierte in Breslau; 1877 bis 1882 Stiftsrabbiner und Lehrer in Hannover; 1882 bis 1891 Rabbiner, Lehrer und Schulleiter in Tarnowitz [Tarnowskie Góry]; 1891 bis 1918 Oberrabbiner in Trier; trat 1918 in den Ruhestand und übersiedelte nach Breslau, wo er noch als Klausrabbiner der Talmud-Tora-Stiftung tätig war. Seine Frau Fanny geb. Blaschke erhielt 1918 das Verdienstkreuz für Kriegshilfe; Sohn Heinrich Levi Bassfreund war 1923 bis 1938 Kreisrabbiner in Eschwege.    
1920 bis 1938: Rabbiner Dr. Adolf Altmann (geb. 1879 in Hunsdorf [Huncovce], Slovakei, verschollen Juni 1944 im KZ Auschwitz): studierte an den Jeschiwot in Hunsdorf und Preßburg [Bratislava] sowie an der Universität Bern; nach Lehr- und anderen Tätigkeiten 1907 bis 1915 und 1918 bis 1920 Rabbiner in Salzburg und Meran, dazwischen österreichischer Militärrabbiner der der 10. Armee in Südtirol; 1920 Oberrabbiner in Trier, 1938 Flucht nach Holland; Deportation zusammen mit seiner Frau Malwine geb. Weiß (geb. 1881) über Westerbork, Theresienstadt und 1944 in das KZ Auschwitz; auch sein Sohn Wilhelm und seine Tochter Hilda van Mentz und ihre Familie wurden nach Auschwitz deportiert und ermordet; die Söhne Alexander (1931 bis 1938 Rabbiner in Berlin), Erwin und Manfred überlebten. 1956 wurde in Trier eine Straße nach ihm benannt.  
Über Rabbiner Dr. Altmann informiert auch ein Wikipedia-Artikel.   

  
  
Beziehungen der Familie des Rabbiners Moses Lazarus zu Sabbataj ben Meir HaKohen (Artikel von 1867)   
Anmerkung: Bei dem im Artikel genannten "Schach" bzw. SchaCH handelt es sich um den großen Gelehrten Sabbataj ben Meir HaKohen, geb. 1621 in Wilna, gest. 1662 in Holleschau (Mähren). Von ihm erschien 1647 in Krakau das Werk 'Sifte Kohen', ein bekannter Kommentar zum zweiten Teil des 'Schulchan Aruch'. Bei den Judenverfolgungen unter Chmielnicki floh er aus seiner Heimat und wurde Rabbiner in Dresin und Holleschau, wo er in der Folgezeit zahlreiche halachische Werke schrieb. Bei dem unten genannten Werk Oruch Mischach handelt es sich um das 'Sefer haaruch mi-SchaCH'.

Berlichingen Israelit 18121867.jpg (156046 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 18. Dezember 1867: "Aus Unterfranken. Am Schlusse der in diesen geschätzten Blättern in mehreren Nummern fortgesetzten Erzählung 'des Königs Eidam' sind mehrere Städte in weiter Ferne genannt, in denen sich noch Sprößlinge aus der Familie des Schach befinden. 
Nun wird es gewiss den verehrlichen Lesern dieser Blätter von Interesse sein, zu erfahren, dass auch unsere Nähe noch würdige Abkömmlinge des großen Gesetzeslehrers Schach aufzuweisen hat, und zwar in den Familien der berühmten Gelehrten Rabbi Hirsch Berlinger zu Berlichingen und Rabbi Josef Ahron Ellinger zu Niederstetten, und entnehmen wir den desfallsigen Stammbaum dem Werke Oruch Mischach Teil I. 
Der Schach hatte noch einen Schwiegersohn namens Rabbi Ahron, Rabbiner zu Luntschitz. Dieser hatte einen Sohn namens Rabbi Mosche, welcher der Vater des Rabbi Ahron, des Verfassers der Hagohas Minchas Ahron (Erläuterung zu genanntem Oruch Mischach), und welch' letzerer Rosch beth Din zu Berlin war. Dieser Rabbi Ahron zeugte mehrere berühmte Söhne, von denen der Eine, namens Rabbi Elieser Dajan zu Mainbernheim war. Ein Sohn des Rabbi Elieser war Rabbi Moscheh (= Rabbiner Moses Lazarus), Rabbiner zu Trier, dessen Tochter mit Rabbi Hirsch Berlinger verehelicht ist. Die Frau des Rabbi Hirsch und dessen Kinder sind also aus der Familie des Schach. Die Mutter des genannten Rabbi Josef Ahron Ellinger war eine Tochter des erwähnten Rabbi Elieser; sohin gehörte auch dieser ehrwürdige Mann und seine Kinder diesem Stamme an. 
Höchst wichtig wird noch Folgendes zu erfahren sein. Es erschien nämlich von Schach's Werken Oruch Mischach nur der erste Teil im Drucke. Rabbi Hirsch Berlinger besitzt nun noch ein Manuskript genannten Werkes, das zwar nicht auf den ganzen Joreh Deah, doch auf einen größten Teil desselben sich erstreckt. - Vielleicht findet sich ein entsprechender Verleger hiezu, und wird sich Rabbi Hirsch Berlinger vermutlich mit Vergnügen bereit erklären, eine Abschrift dieses Manuskriptes zum Behufe des Druckes desselben abzugeben. A."

         
Zum Tod von Rabbiner Moses Lazarus (1840)   

Weikersheim AZJ 02051840.jpg (98255 Byte)Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 2. Mai 1840: "Trier, 12. April (1840). Am 9. dieses Monats segnete unser Konsistorial-Oberrabbine, Moses Lazarus, das Zeitliche. In einem Alter von 67 Jahren, war er noch wenige Stunden vor seinem Tode mit seinen gewöhnlichen Arbeiten beschäftigt, als ein Schlagfluss seinem Leben ein Ende machte. Die Gemeinde betrauert in ihm nicht bloß den treuen Geistlichen, sondern auch einen Wohltäter der Armen, einen Vater der Witwen und Waisen. Seine Richtung war allerdings nicht der Zeit angemessen, ohne dass er jedoch intolerant gewesen. Vor 13 Jahren war er von Weikersheim hierher berufen. Eigen ist es, dass seine Leiche die erste war, die mit dem nunmehr auch hier eingeführten Leichenwagen, den wir dem Eifer des Vorstehers H.S. Allweyer verdanken, nach dem Beerdigungsplatze geschafft wurde.  
Wir erwarten nun von der Loyalität unserer ehrenwerten Vorsteher, durch anderer und eigene Erfahrung belehrt, dass sie einen geeigneten Mann an unsere Spitze stellen werden, unter dessen Förderung das aufkeimende Gute mit Gottes Hilfe zur Reife kommen wird."      

      
Zur bevorstehenden Rabbinerwahl (1840)      

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 27. Juni 1840: "Trier, 10. Juni (1840). Über das hiesige Rabbinat und dessen baldige Wiederbesetzung lässt sich noch wenig Zuverlässiges mitteilen. Gewiss ist, dass unsere Vorsteher sich Zeit nehmen wollen; denn sie wünschten sogar ein Interregnum von einem halben Lustrum (sc. Lustrum ist ein Fünfjahreszeitraum, halbes Lustrum = zweieinhalb Jahre) einzuführen. Die königliche Regierung will indessen nur ein mehrmonatliches zugestehen. Leider muss ich Ihnen berichten, dass auch hier bei einer so wichtigen Verhandlung niedrige Leidenschaften rege werden, und so will man den würdigen jungen Gelehrten, M. Heß in Trier, auf die Seite schieben, und zwar nicht aus dem Grunde, weil derselbe in einem der zu dieser Amtsführung gehörigen Fächer nicht das Nötige zu leisten im Stande sei, nein, weder seine Wissenschaften, noch seine rabbinischen Kenntnisse werden in Abrede gestellt, weder sein Charakter, noch sein bisheriger Lebenswandel bieten seinen Gegnern eine wunde Stelle dar; auch hat derselbe schön öfters mit großem Beifalle gepredigt, was die sehr bedeutende Gemeinde zu Kassel demselben bezeugen wird. So schrieb mir damals Dr. B. 'wenn das Vorsteheramt überhaupt einen Rabbinen aufzunehmen gedächte, so hätte Herr Heß gegründete Hoffnung zu dieser Stelle, so gut gefielen seine Reden in beiden Synagogen.'"         
 
Artikel in der Zeitschrift "Der Orient" vom 10. Oktober 1840: "Trier. Alle Wünsche sollen nun durch das künftige geistliche Oberhaupt erfüllt werden. Es ist wahrlich keine kleine Aufgabe. Soll es nun nicht Indignation erregen, wenn junge Leute ohne Erfahrung und ohne Wissenschaft nach dieser sehr wichtigen Stelle sich lüstern zeugen, um sie als Pfründe zu genießen? Wir vertrauen auf das Gewissen der Notabeln, dass sie nichts als die heilige Angelegenheit ins Auge fassen und mehr auf das Allgemeine Rücksicht nehmen werden, als auf den Vorteil oder die Versorgung einzelner Menschen. So wie sie in dieser Sache urteilen werden, so wird die Welt, so wird auch Gott über sie urteilen. Es wird schon alles an den Tag kommen, und Gott kennt ja die Gedanken eines Jeden.  
Als eine Kuriosität muss ich Ihnen zwei Argumentationen mitteilen, deren sich Einzelne in allem Ernste gegen die Anstellung des Herrn Heß bedienten. Einmal hieß es, derselbe wohne schon sechs Jahre hier und hat während dieser Zeit mit Niemandem noch einen Streit gehabt, folglich fehle ihm die Energie, um dieses Amt zu bekleiden. Gleichsam als müsste der Rabbiner auch ein Raufbold sein, dem eine gewisse Qualität Gallsüchtigkeit unerlässlich wäre. Dann fiel es einem Andern ein, der Herr Heß beschäftigt sich stark mit der hebräischen Literatur und ihrer Exegese und so wäre denn zu befürchten, dass derselbe weniger Sorgfalt auf sein Amt verwenden werde. Als wäre von einem Müßiggänger eher in dieser Beziehung Etwas zu erwarten. Es versteht sich von selbst, dass solche Einwendungen nur von Einzelnen ausgehen, und finden sie auch bei einem Bornierten Anklang, so halten die Vernünftigeren solche Mängel mit Recht für sehr empfehlende Vorzüge.  
Mehrere Gemeinden in unserm Regierungsbezirke,    
Trier Orient 10101840a.jpg (87662 Byte)die zwölf, vierzehn und sechszehn Stunden von dem Sitze des Rabbinats zu Trier entfernt sind und zu den wohlhabensten und zahlreichsten des ganzen Bezirkes gehören, wie Saarlouis und Ottweiler etc. haben sich verabredet, von dem Rabbinate zur Trier sich zu trennen und für sich allein einen Rabbinen zu wählen; denn in zwölf Jahren kam der letztere Rabbiner nicht in ihre Gegend, sie gewahrten nichts von seiner Wirksamkeit, als die Entrichtung ihrer Beiträge und Gefälle; käme nun aber jetzt ein rüstigerer Geistliche an die Spitze, so wäre immer noch ein Rabbiner in ihrer Mitte weit ersprießlicher für alle ihr geistlichen Angelegenheiten, und so will namentlich die Gemeinde von Saarlouis, die vierzig Familien stark ist, gern das Doppelte entrichten, wenn ihr Wunsch gewährt wird. Sie haben sich deshalb an die hiesige Regierung gewendet; allein man hat Grund an der Gewährung ihrer Bitte zu verzweifeln. Es wird ihnen zwar nicht untersagt werden, einen Rabbinen für sich zu nehmen, den Beitrag zu dem hiesigen Rabbinat werden sie dessen ungeachtet dennoch entrichten müssen."  

     
Die Gemeinde Saarlouis spricht sich für Rabbiner Dr. Joseph Kahn aus (1840)    

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 14. November 1840:       

   
Rabbinatskandidat M. Heß hat die erste deutsche Predigt in Trier gehalten (1840)
    

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit des 19. Jahrhunderts" vom 4. Oktober 1840: "(Novität). In Trier ist jetzt die erste deutsche Predigt von dem Kandidaten M. Heß gehalten worden".        

  
Stellungnahme von Rabbinatskandidat Dr. Joseph Kahn zur bevorstehenden Rabbinerwahl (1840)  

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 26. Dezember 1840: "Saarlouis, 1. Dezember 1840. Der Artikel in der Allgemeinen Zeitung des Judentums, datiert: Saarlouis, den 6. Oktober, wurde sowohl hier, als auch in der ganzen Umgegend mit dem größten Unwillen aufgenommen, weil in demselben ein Mann verletzt wird, der die größte Achtung und Liebe Aller, die ihn kennen, mit Recht genießt. Im Interesse der Wahrheit fühlt sich Unterzeichneter verpflichtet, folgendes hier öffentlich bekannt zu machen.   
Es ist wohl wahr, dass Herr Moses Levy von einigen Individuen stürmisch ersucht ward, sich um die Rabbinenstelle in Trier zu bewerben; aber standhaft wies dieser edle Mann - der neben seinen ausgezeichneten talmudischen auch tiefe und gründliche Kenntnisse in der hebräischen Sprache besitzt - derartige Zudringlichkeiten ab und nur aus edlen Motiven. Um jedem Verdachte zu entgehen, weigerte er sich am jüngst verflossenen Buß-Sabbat eine Drascha (Predigt) in Trier zu halten, wozu er dringend eingeladen war. Noch andere Tatsachen, welche die edlen Gesinnungen dieses Mannes charakterisieren, könnte ich mitteilen, wenn ich nicht befürchten müsste, hierdurch der Bescheidenheit desselben zu nahe zu treten. Das Eine sei nur noch erwähnt: Er selbst munterte einen Kandidaten, welcher sich um die Stelle bewirbt, bei seiner Durchreise durch Merzig auf, eine deutsche Rede in dortiger Synagoge zu halten, und nahm diese auch beifällig auf. Beweist dieses nicht schon hinreichend, dass er den Bestrebungen der Zeit, so lange sie in dem Gebiete der Religion bleiben - nicht abhold ist? Jeder Berichterstatter, den wohl das Interesse für die gute Sache zu solchem Schmähartikel verleitet haben mag, möge doch in der Zukunft nie mehr die Sache mit Personen verwechseln. Liebe, Wahrheit und Toleranz, - das sind die Waffen, vermittelst welcher wir kämpfen müssen, denn aus dem Unreinen kann das Reine nie entstehen.   
Zur Beruhigung aller Freunde des religiösen Fortschrittes kann ich - da ich den ganzen Regierungsbezirk durchreise habe - mit Gewissheit versichern, dass man sich allenthalten nach einem wissenschaftlich gebildete Rabbinen innigst sehnt. Besonders wünscht man sich überall eine bessere Aufsicht über die Schulen und Lehrer, als diese bisher war.  Deutsche Vorträge werden mit großer Liebe angehört, und wirken vortrefflich, wenn sie nur aufrichtig vom Herzen fließen. Die Liebe, mit welcher man mir überall entgegen kam, vermag ich nicht genug zu schildern, und ich statte hier den vielen Beteiligten meinen verbindlichsten Dank ab. Die christlichen Behörden und Geistlichen sind ohne Ausnahme von den liebevollsten Gesinnungen für das Interesse der Israeliten beseelt. Hier und da - ja selbst an Orten, wo man es nicht vermutet - finden sich gebildete Männer, die tief einsehen, was uns Not tut. - Es steht daher mit der Intelligenz der Israeliten in unserem Regierungsbezirk nicht so schlimm, als viele behaupten wollen. - Sollten auch hier und da einige den Bestrebungen der Zeit entgegen arbeiten wollen, so werden sie gewiss an den besseren Einsichten der Menge, und dem energischen Willen unserer weisen und humanen Regierung scheitern.   Joseph Kahn, Kandidat der jüdischen Theologie."        

 
Großes Interesse an der Neuwahl des Rabbiners und Rückblick auf die letzte Wahl 1827 (1841)        

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 10. April 1841:      
Trier AZJ 10041841a.jpg (241890 Byte)   

    
Rabbiner Dr. Joseph Kahn wird auf die Trierer Rabbinerstelle gewählt (1841)    

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 11. September 1841:        

     
Predigt von Oberrabbiner Dr. Joseph Kahn zu seinem Amtsantritt (1841)        

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit des 19. Jahrhunderts" vom 27. November 1842:           
Trier Isr19Jh 27111842a.jpg (381888 Byte)    
Trier Isr19Jh 27111842b.jpg (278523 Byte)    

 
Einsetzung von Oberrabbiner Dr. Joseph Kahn in sein neues Amt in Trier (1841)     

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 8. Januar 1842:        

   
Über eine Predigt von Oberrabbiners Dr. Joseph Kahn zum bürgerlichen Neujahrstag (1843)    

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 18. Februar 1843:      

   
Anerkennung der jüdischen Gemeinde für Oberrabbiner Dr. Joseph Kahn (1843)    

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 20. November 1843:      

 
Oberrabbiner Dr. Joseph Kahn wird als erster Jude in das Casino in Trier aufgenommen (1845)     

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit des 19. Jahrhunderts" vom 8. Juni 1845:       

  
Kritik einer Anzahl von Gemeindemitgliedern an Oberrabbiner Dr. Joseph Kahn (1845)     

Artikel in der Zeitschrift "Der treue Zionswächter" vom 30. September 1845:     

  
Oberrabbiner Dr. Joseph Kahn und die Resultate der Breslauer Rabbinerversammlung - eine Verteidigung gegen Kritik am Rabbiner (1847)  

Artikel in der Zeitschrift "Im Deutschen Reich" vom 7. Februar 1847:       

 
Zahlreiche Fortschritte in der Entwicklung der jüdischen Gemeinden des Synagogenbezirks Trier (1855)      

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 18. Juni 1855:      

    
Über eine Predigt von Oberrabbiner Dr. Joseph Kahn zum Wochenfest (1863)      

Artikel in der Zeitschrift "Ben Chananja" vom 22. Juli 1863:           
 
Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 18. August 1863: 

   
Durch die Bemühungen von Oberrabbiner Dr. Joseph Kahn entstanden in 47 Gemeinden seines Bezirks neue Synagogen (1865)     

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 27. Juni 1865:        

 
25-jähriges Amtsjubiläum von Oberrabbiner Dr. Joseph Kahn (1866)   

Artikel in der Zeitschrift "Ben Chananja" vom 15. Dezember 1866: 
  
Artikel in der Zeitschrift "Ben Chananja" vom 15. Januar 1867:       
Trier Chananja 15011867a.jpg (124021 Byte)   

  
Friedensfest in den Synagogen des Rabbinatsbezirkes Trier (1867)   

Trier AZJ 08011867.jpg (236831 Byte)Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 8. Januar 1867:            
Trier AZJ 08011867a.jpg (231981 Byte)  

 
Beitrag von Oberrabbiner Dr. Joseph Kahn über "Pastorale Erfahrungen" (1867)    

Artikel in der Zeitschrift "Ben Chananja" vom 1. August 1867:       
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Zum Tod von Oberrabbiner Dr. Joseph Kahn (1875)      

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 20. Juli 1875:         
 
Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 27. Juli 1875: 
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Abschied von dem nach Trier wechselnden Rabbiner Dr. Naftali Herz Ehrmann in Kassel (1879)     

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 6. August 1879:         

    
Rabbiner Dr. Herz Naftali Ehrmann wird von der Gemeinde in Schrimm gewählt, nimmt aber die Wahl nicht an (1879)     

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 15. Oktober 1879:        

 
Kritik an Rabbiner Dr. Jakob Hollander, da er als Kohen gegen die einen solchen betreffende Friedhofsvorschrift verstößt (1879)   

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 29. Oktober 1879:         

 
Durch das Wirken von Rabbiner Dr. Naftali Herz Ehrmann lassen die Spannungen in der Gemeinde nach (1881)    

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 9. November 1881:       

 
Feier zum Todestag des früheren Rabbiners Dr. Jakob Hollander (1882)     

Trier AZJ 17011882.jpg (141522 Byte)Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 17. Januar 1882:      

 
Abschied der Israelitischen Religionsgesellschaft von Rabbiner Dr. Herz Naftali Ehrmann (1885)    

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 24. Dezember 1885:       

  
Publikation der Predigt von Oberrabbiner Dr. Moses Samuel Zuckermandel zum 25-jährigen Bestehen der Synagoge (1884/85)    

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 14. April 1885:       


Veröffentlichung einer Predigt von Oberrabbiner Dr. Moses Samuel Zuckermandel zur Feier des 100. Todestages von Moses Mendelssohn (1886)   

Trier AZJ 16021886.jpg (96422 Byte)Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 16. Februar 1886:         

   
 Oberrabbiner Dr. Moses Samuel Zuckermandel gibt ein Spruchbuch heraus (1889)          

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 5. September 1889: "Oberrabbiner Dr. Zuckermandel zu Trier hat ein Spruchbuch herausgegeben, das bereits die 2. Auflage erfordert. Unter dem Titel 'Unterricht in der Religionslehrer nach meinem Spruchbuch' ließ er jetzt einen Vortrag erscheinen, den er vor Kurzem in der Konferenz jüdischer Lehrer Südwestdeutschlands gehalten. ER geht von der Ansicht aus, dass im Religionsunterrichte eine Vereinigung von biblischer Geschichte, Religionslehre und der hebräischen Verse aus dem Gebetbuche stattfinden müsse, sodass in einer Unterrichtszeit biblische Geschichte und Religionslehre einerseits, Religionslehre und Hebräisch, namentlich das Gebetbuch andererseits vereinigt werden müssten. Dieser Ansicht ist das Spruchbuch angepasst. Dass diese Ansicht angefochten werden kann und wurde, lässt sich voraussetzen. In dem vorliegenden Vortrage verteidigt der Verfasser sie nun und geht den Rezensionen zu Leibe, die sein Buch erfahren hat, wobei er manchen recht guten Gedanken entwickelt. Das Schriftchen ist deshalb als lesens- und berücksichtigungswert zu empfehlen."       

 
Rabbiner Dr. Moses Samuel Zuckermandel wird als Rabbiner in Pleschen gewählt (1890)     

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 22. Mai 1890:         

   
Rabbiner Dr. Jakob Baßfreund wird zum Rabbiner in Trier gewählt (1891)    

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 8. Januar 1891:        
 
Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 8. Januar 1891:  

     
25-jähriges Amtsjubiläum von Oberrabbiner Dr. Jakob Baßfreund (1907)    

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 20. September 1907:       

   
Schwerer Unglücksfall in der Familie von Oberrabbiner Dr. Jakob Baßfreund (1904)    

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 4. Februar 1904:       

   
Zum Tod von Oberrabbiner Dr. Jakob Baßfreund (1919 in Breslau)    

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 7. Februar 1919: "Am 25. vorigen Monats verschied in Breslau im 69. Lebensjahre Dr. Jakob Baßfreund, früher Oberrabbiner in Trier. Die Beisetzung erfolgte unter großer Beteiligung von Freunden und Verehrern des Dahingeschiedenen. Die beiden Gemeinderabbiner Dr. Rosenthal und Prof. Dr. Guttmann gaben ihren freundschaftlichen Gefühlen, Herr Rabbiner Dr. Silberberg dem Schmerze der Verwandten beredten Ausdruck, während Herr Rabbiner Dr. Munk (Berlin) für den traditionell-gesetzestreuen Rabbinerverband sprach, zu dessen treuen Mitarbeitern der Verstorbene zählte."             

 
Rabbiner Dr. Adolf Altmann wird zum Oberrabbiner in Trier gewählt (1920)    

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 21. Oktober 1920:        

 
Über den Propheten Elia (von Oberrabbiner Dr. Adolf Altmann) (1923)  
Anmerkung: diese und die nachfolgende Publikation von Rabbiner Dr. Altmann stehen exemplarisch für zahlreiche andere von ihm erschienene Beiträge, die er vor allem in der Zeitschrift "Der Israelit", aber auch in anderen Publikationsorganen veröffentlichte. Altmann war neben dem "Israelit" u.a. auch Mitarbeiter von: "Ungarische Wochenschrift" (Hrsg.), "Die Welt" (Korrespondent), "Jüdische Volksstimme" und "Salzburger Volksblatt".     

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 15. November 1923:      
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Verlobungsanzeige von Hilde Altmann und Max von Mentz (1930)    

Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 12. Juni 1930:            


25-jähriges Amtsjubiläum von Oberrabbiner Dr. Adolf Altmann (1930)     

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 4. September 1930:         

 
Gedanken zu Rosch Haschana (Neujahrsfest) 5692 von Rabbiner Dr. Adolf Altmann (1931)    

Trier Israelit 10091931.jpg (521290 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 10. September 1931:    

   
Beitrag von Oberrabbiner Dr. Adolf Altmann über "Optimismus von heute" (1934)    

Trier Israelit 03051934.jpg (703109 Byte) Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 3. Mai 1934:         

  
  
  
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer und Kantoren sowie weiterer Kultusbeamten     
Ausschreibung der Stelle des Vorbeters (für die neue Synagoge) und Schächters (1859)      

Anzeige in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 1. August 1859: "Ein musikalisch gebildeter Vorbeter, der im Stande ist, einen schon bestehenden Chor selbstständig zu leiten und weiter auszubilden, und auch die Schächterfunktion versehen kann, findet hier für die in circa sechs Wochen einzuweihende neue Synagoge sofort Anstellung mit einem jährlichen Einkommen von circa Fünfhundert Thalern Pr. Crt., einschließlich der Schächtergebühren und andern Nebengefällen. Außerdem ist für einen gebildeten Mann sichere Aussicht vorhanden, durch Unterricht und Aufnahme von Pensionärs sein Einkommen noch bedeutend zu vergrößern. Bewerber wollen ihre Zeugnisse über ihre Befähigung und streng religiöse und sittliche Führung mit Angabe ihres Alters und der Größe ihrer Familie baldmöglichst an den Unterzeichneten portofrei einsenden. 
Trier
, den 24. Juli 1859. 
Für das mit dem Vorstande vereinigte Bau-Komitee: Der Oberrabbiner J. Kahn
."          

 
Ausschreibung der Lehrerstelle (1875)    

Anzeige in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 29. Juni 1875:        

   
Ausschreibung der Stelle des ersten Lehrers und Religionslehrers (1877)    

Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 22. August 1877: "Die Synagogengemeinde Trier beabsichtigt zum 1. Oktober dieses Jahres einen ersten Lehrer & Religionslehrer
welcher zugleich tüchtiger Chasan (Kantor) und Baal Kore (Vorbeter) sein, sowie die Einübung und Leitung eines Chroes vorstehen muss, mit einem jährlichen Gehalte von 2000-2400 Mark anzustellen. 
Bewerber wollen sich unter Vorlage ihrer Zeugnisse schleunigst wenden an den Vorstand der Synagogengemeinde Trier."          
 
Anzeige in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 28. August 1877:  
Text wie oben. Die Anzeige erschien sowohl in der konservativ-orthodoxen Zeitschrift "Der Israelit" wie auch in der liberalen "Allgemeinen Zeitung des Judentums".     

 
Ausschreibung der Stelle des ersten Kantors und zweiten Elementarlehrers (1886)      

Anzeige in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 7. September 1886:       

  
Ausschreibung der Stelle des ersten Kantors und Religionslehrers (1888)     

Anzeige in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 1. März 1888:        

  
Ausschreibung der Stelle eines Kantors und Schächters (1897)    

Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 27. Dezember 1897:       

    
25-jähriges Ortsjubiläum von Lehrer A. Nußbaum (1903)     

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 16. Januar 1903:       

    
Ausschreibung der Stelle des Kantors und Religionslehrers (1924)    

Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 18. Dezember 1924:     

 
Ausschreibung der Stelle des Kantors und Religionslehrers (1927)   

Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 7. Juli 1927:        

    
Lehrer Moses Berlinger tritt in den Ruhestand (1931) 
Hinweis: ein Sohn von Moses Berlinger war Rabbiner Eliezer Berlinger (geb. 1904 in Illingen, gest. 1985 in Amsterdam): dieser hatte in Berlin, Heidelberg, Köln und Berlin studiert und war von 1929 bis 1932 Rabbiner in Schönlange (Trcianka), Posten), 1932 bis 1946 Rabbiner in Malmö, Schlesien, 1946 bis 1952 Rabbiner in Helsinki, seit 1956 Hauptrabbiner des Bezirks Utrecht, seit 1972 im Ruhestand in Amsterdam.     

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 15. Oktober 1931: "
Der hebräische Schlusswunsch steht bei Berichten über verstorbene Personen; daher die Korrektur im nachfolgenden Artikel.   

    
Berichtigung eines Fehlers im Artikel über Lehrer Moses Berlinger (1931)    

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 22. Oktober 1931: "Berichtigung. In der Würdigung des Herrn Lehrer Moses Berlinger in Trier aus Anlass seines Eintretens in den Ruhestand in der jüngsten Nummer unseres Blattes (Seite 8) kam aus Versehen des Setzers eine hebräische Formel an den Schluss, die zu einem anderen Artikel gehörte. Wir bedauern diese Verwechslung und wünschen Herrn Lehrer Berlinger einen heiteren Lebensabend in frischer Gesundheit und ungetrübtem Glück. (Alles Gute) bis 120 Jahre".         

  
Zum Tod von Oberlehrer i.R. Willy Jonas (1937)      

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 4. Februar 1937: "Trier, 25. Januar (1937). Die Jüdische Gemeinde Trier hat einen schweren Verlust erlitten durch das Ableben eines ihrer besten Mitglieder, des Oberlehrers i. R. Willy Jonas (früher Illingen, Saar). Neben den besten jüdischen und menschlichen Qualitäten zeichnete diesen Mann außerordentliche Bescheidenheit aus. Nichts für sich, alles für die anderen! Dieser edle Charakterzug brachte ihm ungewollt die Zuneigung aller ein, die jemals mit ihm in Berührung kamen. Davon legte auch die außergewöhnlich große Beteiligung an der Bestattung beredtes Zeugnis ab. Selbst seine erste Gemeinde, die er vor etwa 40 Jahren betreute, war durch zahlreiche Mitglieder vertreten. Herr Oberrabbiner Dr. Altmann zeichnete an der Bahre das Charakterbild dieses edlen Jehudi in zu Herzen gehenden Worten. Möge Gott der schwergeprüften Gattin, die ihren Lebensgefährten aufopfernd pflegte, und den Kindern die Kraft zur Überwindung des schweren Schicksalsschlages geben. Seine Seele sei eingebunden in den Bund des Lebens."            

   
   
  
Aus der Geschichte der jüdischen Schule  
Überlegungen zur Umwandlung der israelitischen Elementarschule in eine öffentliche Schule (1890)    

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 5. September 1890:        

   
Die israelitische Volks- und Gemeindeschule wird gegen kirchlichen Widerspruch auf den städtischen Etat genommen (1891)     

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 23. März 1891:        

     
   
Lehrerversammlungen in Trier    
Jahresversammlung des Vereins israelitischer Lehrer Südwestdeutschlands in Trier (1888)    

Trier AZJ 07061888.jpg (449575 Byte)Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 7. Juni 1888:            
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Jahresversammlung des südwestdeutschen Verbandes israelitischer Lehrer in Trier (1891)        

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom  3. Juli 1891:        

     
     
     

      

 

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Stand: 18. April 2014