|

|
Ron Epstein-Mil:
Die Synagogen der Schweiz
Bauten zwischen Emanzipation, Assimilation und Akkulturation
Fotografien von Michael Richter
Beiträge zur Geschichte und Kultur der Juden in der Schweiz. Schriftenreihe des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebunds, Band 13.
2008. 268 S. 245 Abb. Geb. CHF 78.00 / EUR 47.20. ISBN 978-3-0340-0900-3.
Link zum Verlag mit Bestellmöglichkeit: Seite
beim Chronos-Verlag zu diesem Buch
|
In diesem reich illustrierten Buch werden erstmals die rund
dreißig Synagogen der Schweiz systematisch vorgestellt. Dabei geht es nicht nur um die Abbildung ihrer Architektur, die Synagogen werden als Metapher der Veränderung der jüdischen Gesellschaft verstanden. Ron Epstein zeigt auf, wie sich in den Synagogenbauten der Schweiz die Geschichte der Emanzipation ihrer jüdischen Bevölkerung spiegelt.
Mit der rechtlichen und gesellschaftlichen Gleichstellung der Juden 1874 wurden die zu planenden Synagogen für die jüdischen Gemeinden zum geeigneten Mittel, ihr neu gewonnenes Selbstverständnis nach
außen hin zu manifestieren. Sie dokumentieren die Entscheidungs- und Planungsprozesse der Bauherrschaften und ihrer Architekten, welche bemüht waren, sich mit einem neu zu definierenden Bautypus ein
zeitgemäßes Gesicht zu verleihen. Die Kenntnisse über die Geschichte und Entstehung der Schweizer Synagogen ermöglichen es, den jüdischen Kultbauten einen über ihre
bloße Erscheinung hinausgehenden Sinngehalt zu vermitteln. Es entstehen neue Einsichten in die Emanzipationsgeschichte der jüdischen Bevölkerung der Schweiz.
Im Gegensatz zu ihren Nachbarländern, in welchen die Französische Revolution die ersten Impulse für die rechtliche Gleichstellung der jüdischen Bevölkerung gab, setzte die Emanzipation in der Schweiz mit
großem Verzug ein. Daher orientierten sich die bauwilligen Gemeinden an den schon zahlreichen im Ausland entstandenen Synagogenbauten.
Der schweizerische Synagogenbau wurde bestimmt durch die spezielle Einrichtung der beiden jüdischen Enklaven Endingen und Lengnau im Kanton Aargau, in welchen er seinen Ursprung fand. Der wesentliche Unterschied zur Entwicklung in den Nachbarländern liegt vor allem darin, dass die Schweiz ein Konglomerat von Kantonen unterschiedlicher politischer und kirchlicher Prägung darstellte. Die Zulassung zum Bau eines neuen jüdischen Gotteshauses wurde zum Prüfstein für das politische System, verfolgten doch die fortschrittlichen Kantone die Trennung von Kirche und Staat. Ein Konzept, das nicht ohne Konsequenzen für die emanzipationswilligen jüdischen Gemeinden blieb. |
| |
|
|
|
Buchvernissage am 3. Juni
2008 um 18 Uhr in der Synagoge der ICZ in der Löwenstraße
(weitere Fotos von dieser Veranstaltung siehe Seite
zur Synagoge der ICZ) |
 |
 |
 |
|
Ron Epstein während der
Präsentation in der Synagoge |
Gäste beim Empfang nach der
Präsentation |
Beim Signieren von Büchern |
| |
|
|
|
|
Weitere
Buchvorstellung am Mittwoch, 24. September 2008, 20.00 Uhr in der
Kleinen Synagoge, Leimenstraße 24, Basel. Programm
der Buchvorstellung: pdf-Datei. |
|
Avenches
Links Gedenktafel für die ehemalige Synagoge in Avenches - Seite hierzu wird
noch erstellt
Baden (AG)
Zur Synagoge in Baden besteht eine Unterseite
(interner Link): hier anklicken
Basel (BS) Leimenstraße
Basel (BS)
Ahornstrasse
Basel (BS) Chabad
Missionsstraße
Zu
den Synagogen in
Basel besteht eine Unterseite
(interner Link): hier anklicken
Bern (BE)
Zur Geschichte der Gemeinde und ihrer Synagoge
Die jüdische Gemeinde
in Bern wurde 1848 gegründet. 1925 zählten zu ihr 120 Gemeindeglieder
(zusammen ca. 600 Personen).
Damals lebten weitere etwa 800 jüdische Personen in Bern, die der Gemeinde
nicht angehörten.
Adresse: Synagoge Kapellenstraße 2
Links: Jüdische
Gemeinde Bern
Literatur:
Biel - Bienne (BE)
Zur Geschichte der Gemeinde und ihrer Synagoge
Die Gemeinde in Biel
wurde 1848 gegründet. Sie umfasste 1919 60 Gemeindeglieder (zusammen etwa 300
Personen). Präsident war damals N. Schnoll. An Vereinen bestanden/bestehen
teilweise heute noch: ein Männerkrankenverein (Chewra Bikkur Cholim, gegr.
20.11.1866), der Israelitische Frauenverein, der Zionistenverein "Ohave
Zion", der Zionistenverein "Hatikwa", eine Sektion der Alliance
Israélite Universell, die Jugendvereine Maccabaa und Zafririm. Präsident um
1995: Klaus Appel.
Adresse: Rüschlistraße 3
1919 bestand zusätzlich der Verein "Achdus" mit einem Bethaus in der
Industriestraße 18
Links:
Literatur:
Bremgarten
Zur
Synagoge in Bremgarten besteht eine Unterseite
(interner Link): hier anklicken
La Chaux-de-Fonds (NE)
Zur
Synagoge in La Chaux de-Fonds besteht eine Unterseite
(interner Link): hier anklicken
Davos
(GR)
Link: Friedhof Davos
Endingen
(AG)
Zur
Synagoge in Endingen besteht eine Unterseite
(interner Link): hier anklicken
Freiburg - Fribourg
Zur Synagoge in Freiburg - Fribourg wird noch eine Seite erstellt
Genf - Geneve
Zu den Synagogen in Genf - Geneve wird noch eine Seite erstellt
seit
März 2010: neue Synagoge der Liberalen Israelitischen Gemeinde Genf
Communautè Israélite Libérale de Genève - GIL www.gil.ch
Kreuzlingen
Zur Geschichte der Gemeinde und ihres Betsaales:
Die jüdische
Gemeinde in Kreuzlingen wurde 1939 gegründet. Bis dahin spielte sich das
jüdische Leben vorwiegend im benachbarten Konstanz statt. Gegen Ende des
Zweiten Weltkrieges hatte die Gemeinde 130 Mitglieder. Nach 1945 ging die Zahl
langsam zurück. Inzwischen (2005) gehören nur noch vier Familien mit zusammen
18 Personen der Gemeinde an. Im Betsaal der Gemeinde finden nur noch an den
hohen Feiertagen Gottesdienste statt. Die kleine Gemeinde wird von Zürich aus
betreut.
Lausanne
Zur Synagoge in Lausanne wird noch eine Seite erstellt
Lengnau (AG)
Zur
Synagoge in Lengnau besteht eine Unterseite
(interner Link): hier anklicken
Luzern (LU)
Zur
Synagoge in Luzern besteht eine Unterseite
(interner Link): hier anklicken
Solothurn
Zur Synagoge in Solothurn besteht eine Unterseite
(interner Link): hier anklicken
St. Gallen (SG)
Zu
den Synagogen in St. Gallen besteht eine Unterseite
(interner Link): hier anklicken
Vevey (VD)
Zur Geschichte der Gemeinde und ihrer Synagoge:
Die jüdische Gemeinde
wurde 1905 gegründet. 1925 hatte sie ca. 92 Gemeindeglieder unter dem damaligen
Präsidenten J. Schnitzler.
Adresse:
Links: Link
Literatur:
Winterthur (ZH)
Zur Geschichte der Gemeinde und ihrer Synagoge:
Die Gemeinde in
Winterthur wurde 1878 gegründet. 1925 gehörten zu ihr unter dem damaligen
Präsidenten Gustav Bernheim etwa 130 Mitglieder. An jüdischen Vereinen
gab/gibt es: Bruderschaftsverein, Verein für jüdische Geschichte und
Literatur.
Adresse:
Links:
Literatur: