Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Redwitz an der Rodach (VG Redwitz, Kreis Lichtenfels)
Jüdische Geschichte / Synagoge

Übersicht:

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Aus dem jüdischen Gemeindeleben 
Anzeigen jüdischer Gewerbebetriebe und Privatpersonen  
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Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde       
   
In Redwitz bestand eine zeitweise relativ große jüdische Gemeinde  bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 18. Jahrhunderts zurück. Fast 40 jüdische Familien wurden noch Anfang des 19. Jahrhunderts am Ort gezählt. 1813 wurden der Gemeinde 38 Matrikeln (Plätze für jüdische Familien) eingeräumt. 1852 wurden noch 120 jüdische Einwohner gezählt. 

Vom 14. November 1825 bis 27. Mai 1862 war Redwitz Sitz eines Distriktrabbinats (für das Amt Lichtenfels), dem die jüdischen Gemeinden Lichtenfels, Kronach, Oberlangenstadt und Redwitz angeschlossen waren. Die Stelle war seit 1827 mit dem weit bekannten Rabbiner Moses Gutmann besetzt. Er war der erste akademisch gebildete Rabbiner in Bayern und erhielt 1828 eine Belobigung durch die Regierung, weil er gegen die "noch herrschenden Vorurteile und veralteten Mißbräuche" war und "dagegen mit deutschen Ansprachen in den Synagogen" eintrat (Groiss-Lau s.Lit. S. 25).  

An Einrichtungen hatte die jüdische Gemeinde eine Synagoge beziehungsweise einen Betsaal, eine Religionsschule und ein rituelles Bad. Die Toten der jüdischen Gemeinde wurden in Burgkunstadt beigesetzt. Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war - insbesondere nach Auflösung des Rabbinates - ein Lehrer angestellt, der zugleich als Vorbeter und Schochet tätig war. Unter den Lehrern der Gemeinde ist zu nennen: Benjamin Freudenthal (geb. 1844 in Tann, vor Redwitz Lehrer in Bad Neuhaus, 1875 von Redwitz nach Grünstadt versetzt, wo er 35 Jahre lang erfolgreich als Lehrer und Kantor wirkte).
  
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verzogen die jüdischen Familien vom Ort, viele wanderten aus (vgl. die Fotos der Grabsteine aus New York unten). 1883 hieß es, dass sich die jüdische Gemeinde "fast ganz aufgelöst" habe. 1890 wurden noch 17 jüdische Einwohner gezählt, 1903 waren es noch 22. Spätestens Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Gemeinde jedoch aufgelöst. Eine der letzten jüdischen Familien war die Familie E. Gutmann, der eine Korbwaren-Manufaktur gehörte (vergleiche Anzeigen der Familie unten). 
  
Im Ersten Weltkrieg fiel aus der jüdischen Gemeinde: Gefreiter Justin Gutmann (geb. 10.3.1895 in Redwitz, gef. 26.4.1918). Sein Name steht auf dem Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges neben der evangelischen St.-Ägidius-Kirche in Redwitz. Außerdem ist gefallen: Ernst Fleischmann (geb. 1.1.1898 in Redwitz, vor 1914 in Nürnberg wohnhaft, gef. 22.12.1917).  
        
1933 wurde noch ein jüdischer Einwohner gezählt.   
 
Von den in Redwitz geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Ida Blümlein geb. Kuh (1891), Frieda Fichtelberger geb. Kuh (1895), Martin Fleischmann (1895), Emma Gerngroß geb. Midas (1862), Thomas Grosser (1855), Max Gutmann (1899), Max Hopfmann (1868), Meta Lilienfeld geb. Gutmann (1903), Mathilde Nordhäuser (1878).    
   
   
   
Aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde                     
    
Aus der Geschichte des Rabbinates    
  
Rabbiner Dr. Fürst (Bayreuth) und Rabbiner Gutmann (Redwitz) können sich gegen orthodoxe Einflüsse behaupten (1860) 
Anmerkung: mit den "Würzburgern" sind die konservativ-orthodoxen Kreise um Rabbiner Seligmann Bamberger gemeint, die einen immer stärkeren Einfluss im fränkischen Bereich ausübten.    

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 26. Juni 1860: "In Oberfranken haben die Würzburger überhaupt noch wenig festen Fuß fassen können. Außer Rabbiner Gutmann in Redwitz ist auch Dr. Fürst in Bayreuth nicht der Mann, der sich durch diese Leute beirren lässt, und sind beide mit Erfolg bestrebt, das Judentum in zeitgemäßer Fortbildung zu befestigen. Gutem Vernehmen nach beabsichtigt man in Bayreuth sogar bei der sehr notwendigen Renovierung der Synagoge, die diesen Sommer vorgenommen werden soll, die Anbringung einer Orgel. Es wäre dies ein Anfang, der allseitig in Bayern mit Freude begrüßt würde."       

  
Zum Tod von Rabbiner Moses Gutmann (1862)  
         
Anmerkung: Rabbiner Moses Gutmann (geb. 1805 in Baiersdorf, gest. 1862 in Redwitz): war Sohn des rabbinischen Gelehrten Jontoph Gutmann; studierte an der Jeschiwa in Fürth und an der Universität Erlangen; seit 1827 Distriktsrabbiner für das Amt Lichtenfels mit Sitz in Redwitz; war verheiratet mit Jette geb. Wittelshöfer, Tochter des Rabbiners Moses W. in Floß. Gutmann wurde auf dem jüdischen Friedhof in Burgkunstadt beigesetzt.       

Redwitz AZJ 25031862.jpg (231450 Byte)Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 25. März 1862: "Nekrolog. Aus Bayern, im März (1862). Wir haben den Tod eines Mannes zu registrieren, dessen Namen in weiteren Kreisen bekannt geworden ist. 
Moses Gutmann, Rabbiner in Redwitz, starb am 1. Februar dieses Jahres, nach kurzem Lager im 57. Lebensjahr und 35. seiner Amtstätigkeit. An diesen Namen knüpft sich ein Stück jüdischer Kulturgeschichte. Nicht deshalb, weil er in der theologischen Literatur sein Wort mitgesprochen hat; diese Beweise seines Fleißes und literarischen Eifers gehören der jüdischen Literaturgeschichte an, sondern sein Eintritt ins Amt bildet eine Epoche in dem Fortschritt der deutschen Judenheit. Er fällt in die Glanzperiode der bayerischen Regierungstoleranz. Bayern nämlich und in Bayern die beiden Regierungen Bayreuth und Ansbach haben unter anderen glänzenden Erbschaften aus der preußischen Zeit auch die Verlassenschaft des Mendelsohn'schen Geistes und Verdienstes um die Lichtschaffung in den jüdischen Gemeinden cum beneficio angetreten. Hier wurde nach Einführung der bayerischen Verfassung mit dem Eintritt der zwanziger Jahre das wichtigste Moment für eine bessere Erziehung der israelitischen Bürger ins Auge gefasst, nämlich die Heranbildung methodisch gebildeter Pädagogen und Geistlicher. So wurden 1823/24 die ersten in Seminarien gebildeten Lehrer eingesetzt, und 1827 freute sich die damalige Regierung des Obermainkreises in dem jungen Gutmann, der schon zu 22 Jahren eine glänzende Prüfung über seine zu Erlangen gemachten Gymnasial- und philosophisch-theologischen Studien abgelegt hatte, den ersten Rabbiner, der mit gründlichen talmudischen Kenntnissen auch akademische Bildung verband, bestätigen zu können (Anmerkung: In einem öffentlichen Berichte über seine Installation, bei welcher alle Geistlichen der Umgegend sich beteiligten, heißt es, dass seine Antrittsrede alle Anwesenden zur Bewunderung und Rührung hinriss). Dass er auch den Erwartungen dieser intelligenten Kreisstelle entsprach, wurde ihm bereits im 2. Jahre seiner Amtsführung bewiesen, indem er von der Kreisregierung als Kommissär bei der Prüfung jüdischer Lehrer zu Würzburg der dortigen Behörde empfohlen wurde. Sein Takt, seine Sachkenntnis und Unparteilichkeit gewannen ihm damals allseitige Achtung. 
Überhaupt hatte ein unermüdeter Forschergeist, eine philosophische Erhebung über allen äußerlichen Schmuck und Genuss und eine unerschütterliche Festigkeit des Charakters sich bei Gutmann frühzeitig zur Bestimmung seiner Richtung vereinigt. Mit der Rabbinen- 
Redwitz AZJ 25031862a2.jpg (198433 Byte)lehre und deren biblischer Basis durch heimischen und Jeschiba-Unterricht vertraut; aber durch die Klarheit seines Geistes überzeugt, dass die Ethik des Judentums durch ungeeignete Zusätze und ungeschickte Pfleger verdunkelt, einer Reinigung bedürfe, um nach ihrer Trefflichkeit bei den eigenen Bekennern gewürdigt zu werden, und den Angriffen äußerer Kritik widerstehen zu können, nahm er den Faden Mendelsohn'scher Auffassung des Judentums auf, und war der große jüdische Philosoph des 18. Jahrhunderts im Norden als Gedanken und Plan darstellte, dem hat Gutmann, der stets offen und frei seine Stirne trug, in der Praxis Leben und Gestaltung gegeben. Er zerbrach unwesentliche Zeremonien-Formen, und es gelang ihm, durch Verbesserungen in Liturgie und Unterricht seine Parochianen aus dem Indifferentismus in ein Interesse für jüdisch-religiöses Leben hinüber zu führen. Denn durch ihn wurde der innere Geist des Judentums wie sein äußeres Ansehen gehoben, und die Staatsregierung, die sich durch ihn zur Aussuchung und Anstellung ähnlicher Fachkräfte bewogen fand, wurde dadurch zum Muster. Gutmanns Bestrebungen fanden auch wirklich bald hilfreiche Hände in seinen mit ihm und nach ihm berufenen Freunden und Kollegen Dr. Löwi, Aub und Stern, und mit diesem Zuwachs an Gesinnungsgenossen begrüßte er freudig die Gelegenheit, seine geläuterte Religions-Anschauung über den engen Kreis seines Sprengels hinaus zu tragen. Leider fand die damals projektierte Herausgabe der angekündigten Kohelet und seines Teils fertigen Bibelausgabe nicht die gehoffte Unterstützung. 
War ihm hier die lässige Wirklichkeit schon entgegengetreten, so legte ihm ein Umschwung von oben herab noch größere Hindernisse in den Weg. Mit dem Jahre 1836, unter den Ministerien Wallerstein und Abel, für deren Namen die bayerische Staatsgeschichte überhaupt nur einen Wegeruf kennt, trat besonders für die Juden eine traurige Hemmung der inneren und äußeren Entwicklung ein. Gutmanns lichtsuchender Geist zog sich von da an fast ganz auf das Feld der Theorie zurück. Von früh bis spät in den Räumen der Wissenschaft und bei den klassischen Schriften der alten und neuen Zeit weilend (Anmerkung: Er machte keinen Spaziergang ohne Vademecum eines klassischen Werkes der alten und modernen Sprachen, deren er Meister war), machte er gründliche
Redwitz AZJ 25031862b.jpg (190164 Byte) und vielseitige Studien, wovon nicht bloß seine Übersetzung der Apokryphen, seine Beiträge zu Geiger's theologischer Zeitschrift, Fürst's Orient und besonders Stein's Volkslehrer, sowie viele amtliche Gutachten in den Archiven Zeugnis geben; sondern auch eine in Manuskript hinterlassene Übersetzung des Josephus mit einem gründlichen und gelehrten Kommentar in lateinischer Sprache. So unersättlich aber sein Wissensdurst und so rastlos seine Tätigkeit war, so anspruchslos und bescheiden war er in den äußeren Verhältnissen. Er suchte keine glänzende Stellung, trotzdem er unter seinen Kollegen als Stern erster Größe glänzte; und, ungeachtet seiner langen Dienstzeit und der garten Kämpfe, welche ihm die Notwendigkeit, eine zahlreiche Familie mit kärglicher Besoldung zu erhalten, auferlegt, hat er nie  eine Erhöhung seines Gehaltes verlangt (Anmerkung: Gutmann folgte darin ganz seinem Vater, dem verehrten Rabbi Jomtow Gutmann zu Baiersdorf, welchem viele Rabbinen der Neuzeit Erziehung und Unterricht verdanken). Er hat aber auch die Seinigen leben gelehrt, wie sich seine Gattin einmal ausdrückte. Seinen Söhnen gab er eine wissenschaftliche Reife, schickte sie dann noch auf höhere Schulen, und hätte sie alle mit den schwersten Opfern dem Dienste der Wissenschaft gewidmet, wenn nicht bis jetzt die praktische Laufbahn den Israeliten in den meisten Richtungen verschlossen wäre.
 Die sittliche Kraft, die den in seiner Einfachheit erhabenen Seelenhirten sein ganzes Leben hindurch geleitet und in allen Mühseligkeiten gestärkt hat, ist ihm auch in der unerwartet hereingebrochenen letzten Krankheit treu geblieben. Eingedenk des 'bestelle dein Haus' (Jesaja 38,1) ließ er seinen ältesten Sohn zu sich berufen, übertrug ihm mit sokratischem Gleichmut die Tröstung der Mutter und die Sorge für die Schwester, und - starb. 
Zu seinem Leichenbegängnis strömten alle Bewohner des Ortes und der Umgebung herbei, um dem allgemein verehrten Manne die letzte Ehre zu erweisen, und die Rede zu hören, welche Rabbiner Traub aus Burgkunstadt vor offener Synagoge hielt. Letztere war, die die ganze Gemeinde, in Trauer gehüllt. So ist ein seltener Mann von uns geschieden, dessen Namen die Geschichte des Judentums mit Verehrung nennen wird."  

   
   
Berichte aus dem jüdischen Gemeindeleben  
Rückgang der jüdischen Gemeindeglieder - Berichte 1883 / 1912  

Oberlangenstadt AZJ 15101883.jpg (47611 Byte)Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 15. Oktober 1883: "Altenkunstadt (Bayern), 6. Oktober (1883). Seit Jahren musste es das Herz eines jeden Glaubensgenossen mit Wehmut erfüllen, wenn er die einst großen und blühenden jüdischen Landgemeinden in unserer Gegend sich auflösen sah. So hat sich die jüdische Gemeinde Redwitz, welche einst 40 Mitglieder zählt und einen eigenen Rabbiner hatte, den gelehrten Gutmann, welcher auch in der literarischen Welt durch seine in Geiger's Zeitschrift veröffentlichten Aufsätze über die Leviratsehe einen Namen sich erworben hatte, fast ganz aufgelöst. In Maineck, in Mitwitz, Horb wohnt noch eine jüdische Familie. In Oberlangenstadt und Küps ist auch eine bedeutende Reduktion der Gemeindemitglieder eingetreten."
 
Oberlangenstadt AZJ 02081912.jpg (62404 Byte)Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 2. August 1912: "Regensburg, 26. Juli (1912). Der hier erscheinenden 'Deutsch-Israelitische Zeitung' wird aus dem Frankenwalde geschrieben. Auffallend ist der langsame, aber stetige Rückgang der jüdischen Kultusgemeinden in unserer Gegend. Friesen, Redwitz, Mitwitz sind schon vor längerer Zeit erloschen; Oberlangenstadt, das früher 30 Judenfamilien zählte, hat nur noch 6 solche. - In solchen Gemeinden könnte mancher Israelite sich gut ernähren. Neu von auswärts Zuziehende sollten sich nicht in den Städten anhäufen. Wenn sie sich in Landgemeinden ansiedelten, würde auch das Judentum gewinnen, manche schöne Synagoge könnte erhalten werden. Vielleicht zeigt sich der Hilfsverein der Deutschen Juden auch einmal als Hilfsverein der Deutschen Juden und gewährt solchen Ansiedlern Subvention zum Bau eines Häuschens."

     
     
Anzeigen jüdischer Gewerbebetriebe und Privatpersonen    
Anzeigen einer der letzten jüdischen Familie am Ort - Familie E, Gutmann 1890 / 1901 / 1904 / 1907     

Redwitz Israelit 21071890.jpg (26886 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 21. Juli 1890: "Ich suche einen jungen Mann mit guter Schulbildung unter günstigen Bedingungen als Lehrling, bei freier Station im Hause. 
E. Gutmann. Korbwaren-Manufaktur, Redwitz a.d. Rodach (Bayern).   
 
Redwitz Israelit 21031901.jpg (34321 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 21. März 1901: "Ein ordentlicher Junge, mit guter Schulbildung und schöner Handschrift kann unter günstigen Bedingungen in meinem Korbwaren-Engros-Export-Geschäft sofort als Lehrling eintreten. 
E. Gutmann, Redwitz a.d. Rodach (Bayern)."  
 
Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 10. März 1904: "Suche 
für eine ältere, taubstumme Dame eine ältere Person zur Führung des Hausstands. Anerbietungen sind an den Vormund 
E. Gutmann, Redwitz a.d. Rodach (Bayern) zu richten."    
 
Anzeige im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 10. Mai 1907: "Suche für meinen Sohn mit guter Schulbildung Lehrstelle in einem Getreide- oder Landesproduktengeschäft. 
E. Gutmann
, Redwitz an der Rodach (Bayern)."     

   

Redwitz New York Salem 1804.jpg (168585 Byte)   Grabstein für 
"Sophie Fisher, Born in Redwitz - Bavaria Febr. 28, 1831. 
Died August 2, 1886" und 
"Solomon Fisher. Born in Altenkunstadt Bavaria,  October 11, 1817, 
Died September 15, 1906 - 
Was a righteous man, perfect in his generation, an he walked with God".   
    
  Redwitz New York Salem 1813.jpg (99107 Byte) Redwitz New York Salem 1813a.jpg (122934 Byte)Grabstein für 
"Zidonie Hackes geborne Wald  
geb. 15. Juni 1786 in Redwitz Baiern 
gest. den 2. Sept. 1864 - 
Die tiefbetrübten Kinder - 
ihrer vielgeliebten unvergesslichen Mutter"   

   
   
   
Zur Geschichte der Synagoge        
   
Es ist nicht bekannt, wann die Synagoge erstellt wurde. Das Gebäude ist nicht erhalten.   

Noch um 1890 wurden Gottesdienste in der jüdischen Gemeinde gefeiert. Zu den hohen Feiertagen 1891 wurde daher auch ein Vorbeter gesucht, da in Redwitz damals sicher kein eigener Vorbeter mehr in der Gemeinde angestellt war. 

Redwitz Israelit 17081891.jpg (21893 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 17. August 1891: "Wir suchen für die hohen Festtage einen Vorbeter. Offerten an die Kultusgemeinde Redwitz a.d. Rodach erbeten." 

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Synagoge aufgegeben. Über die weitere Geschichte liegen keine Informationen vor.   
  
  
Adresse/Standort der Synagoge:   altes Haus Nr. 34, Plan Nr. 58   
  
  
Fotos    

Abbildungen / Fotos zur jüdischen Geschichte in Redwitz sind nicht vorhanden; 
über Zusendungen freut sich der Webmaster von "Alemannia Judaica"; 
Adresse siehe Eingangsseite.
 
     

       
        

Links und Literatur

Links:  

Website der VG Redwitz an der Rodach    

Literatur:  

Israel Schwierz:  Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern. Eine Dokumentation der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit. A 85. 1988 S. 220.
Klaus Guth: Jüdische Landgemeinden in Oberfranken 1800-1942. Bamberg 1988. S. 395. 
Eva Groiss-Lau: Jüdisches Kulturgut auf dem Land. München/Berlin 1995. 

     
      

                   
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Stand: 23. Dezember 2013