Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


Eingangsseite

Aktuelle Informationen

Jahrestagungen von Alemannia Judaica

Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft

Jüdische Friedhöfe 

(Frühere und bestehende) Synagogen

Übersicht: Jüdische Kulturdenkmale in der Region

Bestehende jüdische Gemeinden in der Region

Jüdische Museen

FORSCHUNGS-
PROJEKTE

Literatur und Presseartikel

Adressliste

Digitale Postkarten

Links

 

  
zurück zur Übersicht "Synagogen in der Region"  
zurück zur Übersicht "Synagogen in Mittelfranken"
   

Pappenheim (Kreis Weißenburg-Gunzenhausen)
Jüdische Geschichte / Synagoge

    
Übersicht: 

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde   
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde   
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer 
Allgemeine Berichte zur jüdischen Geschichte   
Aus dem jüdischen Gemeindeleben    
Berichte zu einzelnen Personen aus der Gemeinde  
Sonstiges   
Zur Geschichte der Synagoge   
Fotos / Darstellungen 
Erinnerungsarbeit vor Ort - einzelne Berichte  
Links und Literatur   
neu: Ahnenreihen - Familienblätter  

    
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english version)     
      
In Pappenheim bestand eine jüdische Gemeinde seit mittelalterlichen Zeiten. Nach alten - historisch jedoch nicht haltbaren Überlieferungen - werden die "Gelehrten von Pappenu" (angeblich gleich Pappenheim) bereits im Talmud genannt, was eine Ansiedlung zwischen dem 3. und 6. Jahrhundert bedeuten würde. Auch die Erwähnung von "Pappenheim" (gemeint war "Bohemia" = Böhmen) in einem hebräischen Bericht über den Ersten Kreuzzug (1096ff) beruht auf einer falschen Lesart. 

Pappenheim Judengasse.jpg (120390 Byte)Erstmals werden Juden in Pappenheim in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts genannt (auf dem historischen Stadtplan links ist als eine der Hauptstraßen von Pappenheim die vermutlich auf mittelalterliche Zeiten zurückgehende ehemalige "Judengasse" eingetragen, heute Deisinger Straße). 1314 wird Mosche von Pappenheim erwähnt, dem zwei Bürger von Rothenburg o.d.T. Geld schuldeten. Der Jude "Libermann von Pappenheim" wird 1325 in Nürnberg genannt. 1330 bestätigte Ludwig der Bayer dem Marschall Rudolf von Pappenheim das Privileg, Juden in Pappenheim zu halten. 1334 werden ausdrücklich die Rechte der Marschallen von Pappenheim gegenüber den Juden beschrieben. Die mittelalterlichen Juden in Pappenheim lebten insbesondere vom Geldverleih. Es scheint, dass die jüdische Gemeinde in der Stadt nicht von der Judenverfolgung in der Pestzeit betroffen war. Auch 1381 werden Juden genannt: damals liehen drei jüdische Bürger dem Burggrafen Friedrich V. von Nürnberg und dem Grafen Johann I. von Wertheim die Summe von 1.100 Gulden. Von einer Vertreibung der Juden aus Pappenheim im 15. Jahrhundert ist nichts bekannt. 
  
Die neuzeitliche Gemeinde entstand in Pappenheim im 16. Jahrhundert. Seit der Vertreibung der Juden in Städten wie Regensburg (1519) konnten sich Juden in Pappenheim dauerhaft aufhalten. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts waren es meist sechs bis neun Häuser in der Stadt, in denen Juden lebten.  1743 wurden 18 jüdische Familien in der Stadt gezählt. In dieser Zeit wurde Pappenheim auch Sitz eines Rabbinates. An Rabbinern waren insbesondere tätig: 
Elieser Lippmann Moses ben Salomon (gest. 1787 in Pappenheim) 
Moses Tauber (Sohn des Abraham): um 1800 Rabbiner in Pappenheim.   
Heymann Joseph Emden (geb. 1754 in Wassertrüdingen, gest. 1848 in Pappenheim): studierte in Metz; seit 1812 Rabbiner in Pappenheim. Mit dem Tod von Rabbiner Emden ist das Rabbinat in Pappenheim erloschen. Wenig später wurde Pappenheim dem Bezirksrabbinat Treuchtlingen zugeteilt, nach 1873 dem Bezirksrabbinat Schwabach.   
  
Die Blütezeit der jüdischen Gemeinde in Pappenheim war in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Über die demographische Entwicklung der jüdischen Bevölkerung geben die folgenden Zahlen Auskunft: 1809/19 180 jüdische Einwohner (10,2 % von insgesamt 1.766 Personen), 1811/12 198 (10,8 % von 1.825), 1832 Höchstzahl von 259 jüdischen Einwohnern (12,4 % von insgesamt 2.080). In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erfolgte eine schnelle Ab- und Auswanderung: 1867 101 Personen (4,1 % von 2.484), 1871 61 (3,3 % von 1.821), 1890 55 (3,2 % von 1.731), 1900 22 (1,3 % von 1.677).  
  
An Einrichtungen hatte die jüdische Gemeinde eine Synagoge (s.u.), eine Religionsschule, ein rituelles Bad sowie einen Friedhof. Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war ein Religionslehrer (zeitweise Elementarlehrer) angestellt, der zugleich als Vorbeter und Schochet tätig war (vgl. Ausschreibungen der Stelle unten).  
       
Um 1925 lebten noch elf jüdische Einwohner in Pappenheim. Vorsteher war damals ein Herr Schimmel. Die Gemeinde gehörte weiterhin zum Distriktsrabbinat in Schwabach
   
1933 lebten nur noch sieben jüdische Einwohner in Pappenheim. Erst im September 1935 wurde die jüdische Gemeinde offiziell aufgelöst. Die letzten jüdischen Einwohner wurden der Nachbargemeinde Treuchtlingen angeschlossen, zu der sie faktisch bereits seit dem September 1930 gehört haben. Zwischen Januar und Ende Juni 1936 verließen diese sieben Personen Pappenheim und verzogen nach Nürnberg und Eichstätt (je drei) sowie nach Treuchtlingen (eine Person). Am 1. Juli 1935 wurde Pappenheim für "judenfrei" erklärt.   
  
Von den in Pappenheim geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Frieda Ansbacher geb. Eschwege (1873), Clara Baumann (1861), Amalie Gutmann geb. Schimmel (1875), Isaak Gutmann (1872), Johann Hänlein (1905), Leopold Hänlein (1902), Max Hänlein (1864), Enna Herzstein geb. Schimmel (1884), Julie Hirschbaum (1890), Sophie Hirschbaum (1894), Johanna Kahn geb. Hänlein (1905), Heinrich Kleinmeyer (1871), Frieda Klugmann geb. Feuchtwanger (1859), Mathilde Löwentritt geb. Schimmel (1879), Theresa Neuberger geb. Gutmann (1902), Selma Neumann (1883), Berta Plaut geb. Schimmel (1906), Emilie Reichold geb. Feuther (1861), Albert Schimmel (1880), Berta Schimmel (1876), Friedrich Schimmel (1888), Ludwig Schimmel (1881), Mathilde Schimmel (geb. ?), Simon Schimmel (geb. ?), Wilhelm Schimmel (1884), Wolf Schimmel 1883), Babette Wambold (1874), Leo Wolf (1892).    
   
   
   
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde 
 
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer   
Ausschreibungen der Stelle des Religionslehrers / Vorbeters / Schochet 1860 / 1866 / 1867 / 1876 / 1879 und Vorbeter zu den Hohen Feiertagen 1908

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 24. April 1860: "Erledigte Stelle
Die Stelle eines Vorsängers und Schächters bei der hiesigen israelitischen Kultusgemeinde ist erledigt. Bewerber wollen sich mit Vorlegung ihrer Zeugnisse sofort melden, da obige Stelle in Bälde besetzt sein soll. Ertrag ist 500 fl. und auch darüber. Bedingungen werden sodann kundgegeben. 
Die Verwaltung der israelitischen Kultusgemeinde zu Pappenheim. Joseph Hirschbaum, Vorstand."     
 
Pappenheim Israelit 07021866.jpg (93741 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 7. Februar 1866: "Die Stelle eines Elementar- und Religionslehrers bei der hiesigen israelitischen Gemeinde ist erledigt und kann sogleich besetzt werden. Es wird für einen vorschriftsmäßig gebildeten, geprüften Elementar- und Religionslehrer ein jährlicher fixer Gehalt von 350 Gulden bezahlt, einschlüssig freier Wohnung. Der Lehrer muss zugleich die Funktion eines Vorsängers und Schächters versehen, welches noch mindestens 150 Gulden trägt: es bestehen bei der hiesigen Gemeinde mehrere Stiftungen, die auch eine jährliche Renumeration von vierzig Gulden abwerfen, und gibt es noch mehrere Nebenverdienste. Diese Stelle soll vorerst provisorisch auf zwei Jahre besetzt werden. Bewerber wollen sich mit Vorlegung ihrer Zeugnisse in Bälde melden.
Die Verwaltung der israelitischen Kultusgemeinde Pappenheim. Hirsch Fürther, Vorstand.
  
Pappenheim Israelit 11091867.jpg (41173 Byte)Ausschreibung in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 11. September 1867: "Die hiesige israelitische Religionslehrer-, Vorsänger- und Schächterstelle ist vakant und soll sofort definitiv besetzt werden. Die Stelle trägt bei freier Wohnung im Gemeindehaus und Holz zur Beheizung des Schulzimmers 275 Gulden Fixum. Die übrigen Nebenverdienste betragen 175 Gulden, welche letztere durch Privatunterricht noch ziemlich vergrößert werden können. Reflektierende wollen sich unter Einsendung ihrer Zeugnisse schnellstens an den Unterzeichneten wenden.
Die israelitische Kultusgemeinde Pappenheim, David Feuchtwanger, Kultusvorstand. 

Anmerkung: Erstmals unterzeichnet David Feuchtwanger, der über 20 Jahre lang Gemeindevorsteher blieb und zu dessen Tod im Januar 1890 untenstehender Nachruf erschien.  
  
Pappenheim Israelit 08031876.jpg (71403 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 8. März 1876: "Erledigte Stelle. Die hiesige israelitische Religionslehrer-, Vorsänger und Schächterstelle wird am 1. Juni 1876 vakant und soll von da ab wieder besetzt werden. Diese Stelle trägt bei freier Wohnung und 9 Ster Holz 515 Reichsmark Fixum. Die übrigen Nebenverdienste betragen 350 Reichsmark, für welche die Gemeinde haftet und die durch Privatunterricht noch vergrößert werden können. Reflektierende wollen sich unter Einsendung ihrer Zeugnisse baldigst an den Unterzeichneten werden. Pappenheim (Bayern), 6. März 1876. David Feuchtwanger, Kultusvorstand."
  
Pappenheim Israelit 22011879.jpg (51227 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 22. Januar 1879: "Die hiesige Religions-, Schächter- und Vorsängerstelle ist erledigt und soll sofort wieder besetzt werden. Die Stelle ist mit fixem Gehalt von Mark 685, wie auch mit Nebenverdienst von Mark 250 nebst freier Wohnung und Beheizung verbunden. Hierauf Reflektierende wollen sich, mit ihren Zeugnissen versehen, an den Unterzeichneten werden. Pappenheim, 19. Januar 1879. Heinrich Baumann, Kultus-Vorstand."
  
Pappenheim Israelit 06081908.jpg (43770 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 6. August 1908: "Wir suchen für Roschhaschono (Neujahrsfest) und Jomkippur (Versöhnungstag) einen Chasan / Vorbeter. Reflektanten wollen sich mit Gehaltsansprüchen sofort melden. Kultusverwaltung Pappenheim. J. Gutmann."   

      
Zum Tod des Kantors Samson Laudenbacher (1903, von 1828 bis 1850 Lehrer und Vorbeter in Pappenheim)  
Anmerkung: vgl. zur Familiengeschichte das von Rolf Hofmann erarbeitete Familienblatt Samson Laudenbacher von Kleinerdlingen und Pappenheim und Regensburg (pdf-Datei). 

Pappenheim Israelit 29011903.jpg (112925 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 29. Januar 1903: "Regensburg, 28. Januar (1903). Am 15. Januar starb dahier im hohen Alter von 94 Jahren und 5 Monaten der Senior unserer Gemeinde, der ehrwürdige Kantor Samson Laudenbacher. Geboren in Kleinerdlingen, war er 21 Jahre Kantor in Pappenheim und 48 Jahre in Regensburg. Im Alter von 88 Jahren trat er in den Ruhestand. Seine vorzüglichen Leistungen als Kantor, seine musterhafte Pünktlichkeit beim täglichen Gottesdienst, sein andachtsvolles Beten, seine tiefe Religiosität sichern ihm ein dauerndes Andenken in unserer Gemeinde, welche mit seinen Angehörigen sein Scheiden tief betrauert. Bei der Beerdigung widmete ihm Rabbiner Dr. Meyer einen warmen Nachruf. Sein ausgezeichnetes Wirken fand auch äußere Anerkennung, indem ihm vor einigen Jahren Seine Königliche Hoheit unser allergnädigster Prinzregent, die Verdienstmedaille des Michaelsordens verlieh. Sein 70., 80. und 90. Geburtstag wurden feierlich begangen. Bei dem letzteren wurde er von der Verwaltung der israelitischen Kultusgemeinde, vom Rabbinat, insbesondere auch vom Herrn Bürgermeister von Stobäus in öffentlicher Magistratssitzung geehrt, empfing viele Glückwünsche, u.a. auch vom Herr Regierungspräsidenten. Seine Melodien werden noch lange in unserer Gemeinde erhalten bleiben. Sein Andenken möge gesegnet sein."  

  
  
Allgemeine Artikel zur jüdischen Geschichte 
Früher Artikel zur jüdischen Geschichte Pappenheims (Forschungsstand von 1839)  

Pappenheim AZJ 22101842.JPG (118407 Byte) Pappenheim AZJ 03121842a.jpg (114481 Byte) Pappenheim AZJ 03121842b.jpg (308510 Byte)
Artikel in der AZJ vom 22.10.1842 Artikel in der AZJ vom 3.12.1842
Artikel zur frühesten jüdischen Geschichte Pappenheims aus der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" 1842 (innerhalb der Reihe "Über die ersten Niederlassungen der Juden in Mittelfranken" von Prof. J. M. Fuchs, Ansbach, veröffentlicht zunächst im 9. Jahresbericht des historischen Vereins für Mittelfranken, 1839):
Anmerkung: in Germania Judaica III,2 S. 1085 Anm. 4 werden insbesondere die Folgerungen, die in diesem Artikel aus den Pappenheimer Gebetsgebräuchen gezogen werden, allerdings als "höchst zweifelhaft" beurteilt. Da die Thesen jedoch nicht uninteressant sind und auf Beobachtungen aus den 1830er-Jahren beruhen, soll der Artikel hier wiedergegeben werden.  

Artikel vom 22. Oktober 1842: "Pappenheim. Der Herr Justizrat Redenbacher von Pappenheim hat wichtige Bemerkungen zu Geschichte der ersten Ansiedlung der Juden in Pappenheim eingesendet:
1. eine abschriftliche mitgeteilte Urkunde Kaiser Ludwigs des Bayern datiert Nürnberg nach dem weißen Sonntag des Jahres 1334. Darinnen bestätigt der Kaiser die Recht, Gnaden und Freiung, die ein Marschalb von Pappenheim von seinen Vorfahren, Königen und Kaisern und von ihm und den Reich hat. Was auch Juden bei ihm gesessen sind, die mag und soll er schirmen, und soll Niemand mit diesen Juden fürbass zu schaffen und zu tun haben etc. Aus dem Inhalt dieser Urkunde geht klar hervor, dass im Jahre 1334 Juden in Pappenheim saßen und dass die Marschälle von Pappenheim schon lange von dem genannten Kaiser mit dem Judenschutz begnadigt waren.
2. Darstellung des Mitvorstandes der Israelitischen Gemeinde, Herr Ignaz Schwarz.
Die fleißige Arbeit geht von mündlichen Sagen aus, nach welchen die jüdische Gemeinde zu Pappenheim eine der ältesten und nach Worms, Speyer und Mainz die älteste in Deutschland sei. Das Jahrhundert jedoch der ersten Ansiedlung möchte sehr schwer zu ermitteln sein."

Forts. im Artikel vom 3. Dezember 1842: "Viele frühere Gelehrte wollten behaupten, dass die im Talmud vorkommenden "Chachme de Pappenu" ("Die Gelehrten von Pappenu") Pappenheimer Gelehrte gewesen wären. Es scheint indessen die Behauptung sehr gewagt. Der Talmud besteht nämlich aus der früher entstandenen Mischna (ungefähr im Jahre 3988 bzw. 219 n.Chr.) und aus der viel später dazu gesammelten Gemara (Jahr der Welt 4280 bzw. 519 n.Chr.). Auf dem Schlossberg (in Pappenheim) ist bekanntlich ein Wappen mit der Inschrift 1011, welche Zahlen offenbar neueren Ursprungs sind. Nimmt man nun denn doch dieses Jahr 1011 für richtig an, und gibt man, da auch in ältern Urkunden von etwa 100 Jahren früher schon eines Pappenheims erwähnt werden soll, zu diesem noch 100 Jahre zu (Anm. Pappenheim kommt bereits in einer Urkunde aus dem Jahre 802 vor), so würde die eigentliche Erbauungszeit des Schlosses etwa in das Jahr 900 fallen. Erwägt man nun noch mit vieler Wahrscheinlichkeit, dass die Stadt nicht gleichzeitig der Burg, sondern sicher erst später erbaut wurde, dass der ehemals hier gestandene sogenannte Solothurm (auch vielleicht Sohlnhofen) von Solda (dem Jünger d.h. Bonifacius, welcher 739 in hiesiger Gegend, Eichstätt, wirkte) selbst erbaut oder nach seinem Namen genannt wurde, so ist es sehr zweifelhaft, dass noch 300 Jahre früher (519) schon Juden dahier gewohnt haben sollen und dass überhaupt damals schon ein Wohnort hier war. - Indessen sprechen für das wirkliche hohe Alter der Pappenheimer jüdischen Gemeinde folgende Gründe: 
a. Man betet in Pappenheim manche Gebete, z.B. die sogenannten Selichos nach einer Ordnung und einem gewissen Gebrauche, den man im Allgemeinen: 'Venezianischen' nennt. Dies lässt mit vielem Rechte vermuten, dass die allerersten Ansiedler der Pappenheimer jüdischen Kolonie, Auswanderer oder Exulanten aus Venedig waren. Diese Vermutung ist umso gegründeter, da die umliegenden jüdischen Gemeinden, die gewiss jünger sind, nach anderen Ordnungen, z.B. nach der 'Fürther' beten. Nur Treuchtlingen ist ausgenommen, welches die Selichos nach der Venezianischen Ordnung betet; wahrscheinlich ist dies eine später entstandene Filialgemeinde der Pappenheimer. Gegenwärtig wird in den meisten Synagogen zu Venedig, Triest und Verona nach der Sefard'schen Ordnung (portugiesisch und spanisch) gebetet. Hieraus ist abzunehmen, dass die größere Zahl der Juden zu Venedig aus Nachkommen der aus Portugal und Spanien im fünfzehnten Jahrhundert (1491) Vertriebenen besteht. Da nun der Pappenheimer sogenannte 'Venezianische Minheg' von dem jetzt in Venedig gebräuchlichen 'portugiesischen Minheg' gar bedeutend abweicht, und da nicht wohl anzunehmen ist, dass die damals von Venedig nach Pappenheim Ausgewanderten nur lediglich aus Anhängern des venezianischen Minhegs bestanden hätten, wenn auch damals schon Anhänger des portugiesischen sich dort aufgehalten, so möchte wohl jene Übersiedlung von Venedig nach Pappenheim schon vor dem Jahre 1491 stattgefunden haben.
b. Für diese Ansicht und im Allgemeinen für das hohe Alter spricht am deutlichsten das Fragment eines beim Begräbnisse oder Totenhause eingemauerten Steines, welches die Jahreszahl 5118 der Welt, 1367 nach Christi Geburt führt. Der Stein bezeichnet das Grab einer Frau, welche gerade 481 Jahre dort begraben liegt. Oberhalb dieses Steines sind noch zwei Stücke und seitwärts vom Hause wieder ein Stück Stein mit hebräischen Charakteren eingemauert; diese sind gut erhalten, der Schrift nach weit älter und sind von Herrn Schwarz folgendermaßen erläutert worden, die Kante des Sandsteins ist vom Anfang der vierten Linie an bis zur untersten sechsten Linie gänzlich abgenützt, sodass gerade der wichtigste Teil, nämlich die Jahreszahl nicht ganz vollkommen erkannt werden kann. Dürfte man nach den Buchstaben bet, welche wirklich ganz vollkommen erkannt werden kann, die Berechnung machen, so wäre dieser Stein 106 Jahre älter, als der oben bezeichnete und würde also am 27. Dezember 1838 gerade 586 Jahre alt sein und in das Jahr 1252 nach Christi Geburt fallen. Da aber der Sprache nach am Anfang des Wortes der fünften Linie ein nun, und an jenem der sechsten Linie ein bet fehlt, so möchte wohl auch nach dem Raume zu urteilen, am Anfang der vierten Linie ein Buchstabe und vermutlich auch nur bei der Jahreszahl der Inschrift, ein kof gestanden sein. Dies ändert nun die Jahreszahl um volle 100 Jahre; doch bleibt sie immer um sechs Jahre älter und ist daher 486 Jahre alt (1351).  
Unter der Regierung des Grafen, nachherigen Fürsten von Schwarzenberg, Johann Adolph, haben die Juden unter dem 22. Juni 1644 von demselben einen Schutz- und Freiheitsbrief erhalten, worinnen ihnen gestattet wird, in der Grafschaft zu wohnen, eine Synagoge zu halten, Rabbiner, Vorsänger und Schulmeister aufzunehmen, und zu ihren jüdischen Zeremonien, wie zu Prag, Frankfurt, Worms, oder sonst im Römischen Reich und Land zu Franken es üblich und Herkommen ist, zu gebrauchen, welche Rabbiner nach jüdischem Gebrauch den Juden vorgesetzt werden, die Anlage zu machen, auch die Übertreter und verbrechende Juden ihrem Gebrauch und Herkommen nach zu bestrafen, befugt sein sollen, auch da ein Jud mit und gegen den andern etwas zu streiten und zu klagen hätte, sollen sie es bei ihren Rabbinern ausführlich machen, die Strafen sollen zur Hälfte in die Herrschaftskasse, zur Hälfte in den Juden-Gottes-Kasten verwendet werden, es wird ihnen auch gestattet, in der Grafschaft Städtlein, Märkten, Flecken und Dörfern mit herrschaftlichem Vorwissen und Einwilligung Wohnhäuser, welche jedoch mit keinen Grundstücken versehen sein, zu kaufen, wobei sie und ihre Kinder gegen die aufliegende jährliche Schutzgelder werden werden sollen, auch werden sie von Fron, Einquartierung befreit, die sich also in der Grafschaft häuslich niederlassen, sollen Kramgewerbe und Handelsschaften etc. zu treiben befugt sein; und wenn einer abzieht, soll er 3 Gulden fränkisch vom Hundert Nachsteuer gehen und einen Ersatzmann für sich stellen."
Spätere Anordnung und Juden-Polizei-Ordnungen, wovon die erste 1685 erschienen ist, haben diese Gerechtsame in etwas beschränkt."  

   
Wilhelm Kraft: Zur Geschichte der Juden in Pappenheim (1926)  

Pappenheim MGWJ 1926 277.jpg (148456 Byte) Pappenheim MGWJ 1926 278.jpg (152995 Byte) Pappenheim MGWJ 1926 279.jpg (147842 Byte) Pappenheim MGWJ 1926 280.jpg (147285 Byte)
Pappenheim MGWJ 1926 281.jpg (149426 Byte) Pappenheim MGWJ 1926 282.jpg (149092 Byte) Pappenheim MGWJ 1926 283.jpg (144255 Byte)

     
     
Aus dem jüdischen Gemeindeleben
   
Dem Arzt Dr. Neuburger wird der Aufenthalt in Pappenheim verweigert (1850)

Pappenheim AZJ 28101850.jpg (30993 Byte)Artikel in der  "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 28. Oktober 1850: "Aus Pappenheim erzählt man uns, dass der dortige Magistrat dem jüdischen Arzte Dr. Neuburger den Aufenthalt hartnäckig verweigert und daher von der königlichen Regierung in eine Strafe von 200 Gulden genommen worden ist."

  
Wenig besuchte Antisemitenversammlung in Pappenheim (1893) 

Pappenheim Israelit 16101893.jpg (23504 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 16. Oktober 1893: "Pappenheim, 9. Oktober (1893). Eine vom  Antisemiten Geßler aus München veranstaltete, durch die Ortsschelle bekannt gemachte Antisemitenversammlung war im Ganzen von sieben Personen besucht, ein Beweis dafür, dass hier für die Hetzer kein Feld ist."

   
Das Gebiet der Israelitischen Kultusgemeinde Treuchtlingen wird auf den Amtsgerichtsbezirk Pappenheim ausgedehnt (1930)

Pappenheim BayrGZ 01081930.jpg (88366 Byte)Anzeige in der "Bayerischen israelitischen Gemeindezeitung" vom 1. August 1930: "Bekanntmachung über die Erweiterung des Gebietes der Israelitischen Kultusgemeinde Treuchtlingen. Die Israelitische Kultusgemeinde Treuchtlingen hat beschlossen, ihr Gebiet auf den Amtsgerichtsbezirk Pappenheim auszudehnen. Es ergeht hiermit die Aufforderung an alle Religionsgenossen, die in dem von der Ausdehnung betroffenen Gebiete wohnen oder unabhängig vom Wohnsitz steuerpflichtig sind, etwaige Einsprüche gegen die Gebietserweiterung bis spätestens 1. September 1930 bei dem Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Treuchtlingen schriftlich oder mündlich einzulegen. München, 23. Juli 1930. Verband Bayerischer Israelitischer Gemeinden. Dr. Neumeyer."

    
Über das Ende der jüdischen Gemeinde in der NS-Zeit (1936)  

Pappenheim Israelit 30071936.jpg (35331 Byte)Meldung in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 30. Juli 1936: "München. Die 'Bayerische Zeitung' vom 20. Juli meldet, dass es seit dem vorigen Monat in Pappenheim keinen Juden mehr gibt. Im Jahre 1821 wohnten 283 Juden in Pappenheim, 1885 nur noch 35, 1935 noch 5 Juden; in diesem Jahre ist die letzte jüdische Familie abgewandert."  

   
   
Berichte zu einzelnen Gemeindegliedern  
Eine Eheschließung mit Schwierigkeiten (1854)      

Artikel in der Zeitschrift "Jeschurun" vom 1. Dezember 1854: "Aus Mittelfranken, 20. November (1854). Ein Vorgang in der Gemeinde Pappenheim bietet in so verschiedenen Beziehungen Stoff zu sehr ernsten Betrachtungen, dass wir ihn der Öffentlichkeit nicht vorenthalten zu dürfen glauben. Wir geben jedoch nur einfach das Tatsächliche, und überlassen eine allseitige Würdigung desselben dem denkenden Leser: 
Vor einigen Jahren, als das Rabbinat zu Pappenheim erledigt war, wollte ein junger Mann daselbst eine nach jüdisch religiösem Gesetze verbotene Ehe mit der Witwe seines Oheims mütterlicher Seite eingehen. Auf Vorstellung des Rabbiners Feuchtwanger, dessen Geburtsort Papenheim ist, wurde die von der Lokalbehörde bereits gefertigte Bewilligung höhern Orts verweigert, und fand sich in ihrer Heimat kein Rabbiner, die die gesetzwidrige Trauung hätte vollziehen wollen. Das Paar wendet sich nach der Pfalz, und findet dort einen Lehrer, der gewissenlos genug war, die Trauung vorzunehmen. In die Heimat zurückgekehrt, meldet sich das Paar beim Rabbiner Skutsch zu Treuchtlingen, wohin Pappenheim inzwischen einverleibt worden, und fordert Anerkennung der vollzogenen Ehe. Dieser wies jedoch nach Pflicht und Gewissen ein solches Ansinnen von sich und musste sich, da alle Vorstellungen fruchtlos blieben, an die Regierung zu Mittelfranken werden, wurde jedoch von dieser Kreisstelle zum Rechtswege (!) verwiesen. Auf einen desfalls an's königliche Ministerium ergriffenen Rekurs erhielt der Rabbiner Skutsch nach achtzehn Monaten, am 25. Oktober, eine bereits am 10. März, auf Grund einer am 30. Januar dieses Jahres ergangenen Ministerialentschließung, ausgefertigte, die Annullierung der Ehe und die Trennung der Ehegatten verfügende Entscheidung, mit dem Bemerken, das Ehepaar habe den Gnadenweg bei Seiner Majestät dem Könige eingeschlagen und sei bis zum Erfolge des Resultats nichts weiter zu unternehmen. 
Die Ministerialentschließung weist in ihren Motiven insbesondere auf $ 8 des revidierten Gesetzes über Ansässigmachung und Verehelichung hin, wonach die Polizeibehörden verpflichtet sind, die Verehelichungsbewilligung zu versagen, wenn, wie im vorliegenden Falle, das Bestehen eines kirchenrechtlichen Hindernisses zu ihrer Kenntnis gelangt ist."     

        
Zum Tod des langjährigen Gemeindevorstehers David Feuchtwanger im Januar 1890 
Anmerkung: zur Familiengeschichte vgl. das von Rolf Hofmann erstellte Familienblatt Moses David Feuchtwanger von Pappenheim (pdf-Datei)   

Pappenheim Israelit 23011890.jpg (209061 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 23. Januar 1890: "Treuchtlingen, 17. Januar (1890). Der Erew Schabbat Schemot (18. Tewet; gemeint Freitag, 10. Januar 1890) war für unsere Nachbargemeinde Pappenheim ein Trauertag, ein Tag schweren und herben Verlustes. Der in weiten Kreisen bekannte und hochgeachtete Herr David Feuchtwanger schied nach kaum dreitägigem Unwohlsein ganz unerwartet und plötzlich aus diesem Leben im Alter von nicht ganz 60 Jahren. Nicht allein seine Familie, sondern insbesondere die kleine jüdische Gemeinde, deren Vorstand der Heimgegangene länger als 20 Jahre gewesen, vor allem aber die Armen und Notleidenden haben durch den Tod dieses frommen, wohltätigen, echten Jehudi einen unersetzlichen Verlust erlitten. Herr Lehrer Heß von hier sprach am Grabe tief empfundene, warme Worte der Anerkennung der Tugenden und edlen Eigenschaften des Verewigten. Schon in frühester Juden verlor er den Vater, und seine Mutter erzog ihn zu einem frommen Jüngling. Als solcher half er ihr die unmündigen Geschwister, an denen er auch später mit aller Liebe hing, ernähren und erziehen. Er war nicht allein ein treuer, sorgsamer Gatte, ein liebender, aufopfernder Vater, der seine Töchter zu würdigen Frauen in Israel erzog, ein strebsamer Arbeiter, ein treuer Bürger des Staates und der Gemeinde, sondern auch Vater der Armen und Hilfsbedürftigen. Seine Wohltätigkeit kannte keine Grenzen und er beschränkte sie nicht bloß auf seine Näher, sondern auch auf die weiteste Ferne, besonders auf das Heilige Land erstreckte sich dieselbe in hohem Maße. Aber nicht allein den Lebenden erzeigte er Wohltätigkeit, sondern auch den Toten; denn überall war er zur Hand, wo eine Mizwa (ein Gebot) zu erfüllen war. Er war der kleinen Gemeinde, die nicht Minjan zählt (das heißt, es fehlen nun die festen zehn religionsmündigen Männer zur Feier des Gottesdienstes), für welche er stets zu sorgen strebte, die letzte feste Säule, die nun gefallen. Die Stadt Pappenheim ehrte in dadurch, dass er 18 Jahre lang Mitglied des Kollegiums und Armenrates war. In welch hohem Maße er sich die Liebe seiner Mitbürger und Mitmenschen erworben hatte, bezeugte das überaus große Leichenbegängnis, wozu sich fast alle Mitglieder hiesiger Gemeinde, der Stadtrat und das Kollegium und fast sämtliche Einwohner der Stadt eingefunden hatten. Seine Gottesfurcht und Frömmigkeit war keine äußerliche, sondern eine wahre und aufrichtige. Von dieser zeugte ganz besonders seine Demut und Ergebung in des Allmächtigen Ratschluss, als ihm vor sieben Jahren ein hoffnungsvoller Knabe von 5 Jahren, der letzte von sieben Söhnen, unerwartet schnell entrissen wurde, welcher der Stolz seines Alters war, und die Hoffnung, dass er der Träger seines Namens und Erhalters seines Hauses werde sollte. Der Allgütige tröste die tieftrauernde Familie und Gemeinde und schenke ihnen die Kraft, den schweren Schicksalsschlag zu tragen, wie der Verstorbene es tat, in Demut und Ergebung. Sein Andenken wird ein stets gesegnetes bleiben. Seine Seele sei eingebunden in den Bund des Lebens.  H."   

   
   
Sonstiges  
(aus der Sammlung von Peter Karl Müller, Kirchheim / Ries)   

Briefumschlag an die Verwaltung der
 israelitischen Kultusgemeinde Pappenheim (1862)  
Pappenheim Dok 1505.jpg (104695 Byte) Pappenheim Dok 1505a.jpg (576774 Byte)
  Der Briefumschlag an die Verwaltung der israelitischen Kultusgemeinde Pappenheim wurde am 6. April 1862? von Nürnberg nach Pappenheim verschickt. Der Inhalt auf der Innenseite des Umschlages (rechts) ist sicher unvollständig, eventuell war ein weiteres Blatt mit anderem Text beigefügt. 
     
Postkarte an Max Hänlein, Pferdewärter 
in Pappenheim (1883-1888)
  
Pappenheim Dok 14018.jpg (171300 Byte) Pappenheim Dok 14018a.jpg (132225 Byte)

Es handelt sich um eine Antwortkarte, die zusammen mit einer normalen Postkarte verschickt wurde, um dem Empfänger die Portokosten der Antwort zu ersparen. Leider ist die Rückseite nicht beschrieben. Es befindet sich dort nur ein nicht lesbarer Poststempel. Anhand des auf der Karte abgebildeten Wappens lässt sich die Verwendungszeit der Karte in etwa auf die Jahre 1883 bis 1888 bestimmen. 
Die Antwortkarte ist adressiert an Max Hänlein, Pferdewärter in Pappenheim. Max Hänlein ist 1864 in Pappenheim geboren, war von Beruf Kaufmann und Reisender. Später wohnte er in Treuchtlingen. Ermordet am 26. September 1942 in Treblinka.
Quelle: http://www.treuchtlingen.de/fileadmin/media/Juden_in_Treuchtlingen/Haenlein.pdf 
vgl. das Buch von Walter E. Keller: Jüdisches Leben in Treuchtlingen. 2010. S. 127.   

 
 
 

Novelle über Rebekka Elkan von Sophie Hoechstetter (1912)
 
Anmerkung:  Sophie Hoechstetter (geb. 1873 in Pappenheim, gest. 1943 in der Moosschwaige bei Dachau) war eine (nichtjüdische) fränkische Schriftstellerin und Malerin. In Pappenheim erinnert eine Straße an sie. Weitere Informationen über www.pappenheim.de (Zitat von hier: "Kein Autor hat Franken so schön, so einfühlend, so eindrucksvoll geschildert sie Sophie Hoechstetter"). In Sophie Hoechstetters Novellen hat auch das fränkische Judentums seinen Platz.  
Ein Artikel über "Sophie Hoechstetter - Dichterin & Malerin" erschien als "Historisches Blatt" Ausgabe 02/2007 des Heimat- und Geschichtsvereins Pappenheim und Ortsteile; eingestellt aus www.pappenheim.de als pdf-Datei.     

Fuerth AZJ 09081912.jpg (229482 Byte)Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 9. August 1912: "Rebekka Elkan. Novelle von Sophie Hoechstetter.  Die Pegnitz ist kein schöner Fluss, obwohl sie durch das alte Nürnberg geht und man dort einst einen Dichterorden nach ihr benannte. Die Pegnitz wälzt sich unter steinernen Brücken, und dann fließt sie einen unlustigen Lauf hinunter nach der Judenstadt Fürth, wo sie an grauen Gassen vorbeischleicht, die morschen Mauern trüber Häuser feucht macht und ärmliche Stege über sich hat.   
Ihr Lauf ist wie ein heimlicher, unguter Weg; draußen, hinter der Stadt verbindet sie sich mit einem anderen Fluss, und die beiden nehmen, als seien ihre Namen unehrlich geworden, einen dritten an.  
Man steigt ein klein wenig auf zur Stadt Fürth von der Pegnitz her und kommt in den ältesten Teil der Siedlung. Es stehen Häuser mit vornehmen Giebeln aus fernen Tagen. Und die schöne Synagoge ist wie ein Tudorschloss der ebene mit Umbauten und Höfen und Begrenzungsmauern – eine Festung des Glaubens aus dem östlichen Lande in der neuen Zeit. Und dann ist da ein Rathaus, gebaut nach einem Dogenpalast, das steht recht wunderlich da in dem fränkischen Ort. Seine eine Seite begrenzt eine kurze aufsteigende Straße, die heißt der Brandenburger, nach den Hohenzollern, die noch vor nicht viel mehr als hundert Jahren über das Land herrschten.  
Genug der Erinnerungen. Spuren sind viele, um die Geschichte der Zeiten, das Werden von Kulturen zu fühlen in der alten Judenstadt, da man bei einer flüchtigen Wanderung durch ihr Gedränge von Häusern denkt, das Schicksal hätte hier schleichen gelernt und käme nie mehr als stolze, schöne Gestalt zu den Menschen.   
Des Märzabends gelbe Helle war schon hinter dem Horizont gesunken, und frühe Dämmerung begrub die Stadt. 
An einem Fensterladen des Hauses der Geschwister Elkan am Brandenburger, das die stolze Aussicht auf den nach der Judenstadt versetzten Drogenpalast hat, hing ein Zettel, Darauf stand unter dem gedruckten 'Möblierte Wohnung zu vermieten' in Handschrift: Feiner Salon mit Kabinett. Ein junger Herr, schmal und sehr arisch aussehend, stand unschlüssig vor dem Zettel. Er warf noch einen Blick auf den Dogenpalast, dann trat er ein bei den Geschwistern Elkan. Es war eine Art Kontor, in das er kam. Jedoch saß daran eine Frau, die nähte.  
Es war Fräulein Sabine Elkan, ein Teil der Geschwister Elkan. Sie mochte einige fünfzig Jahre alt sein und fiel dem Kommenden angenehm auf, weil sie noch richtige Zähne hatte und richtiges Haar.  
Man wurde einig über den Salon mit dem Kabinett. Es standen gute alte Mahagonimöbel da aus den vierziger Jahren, mit kugelkeulenhaften Beinen, und ein Sofa, wie eine ins Breite gerissene Leier geformt, über die statt Saiten grüner Rips gespannt war.   
Fräulein Sabine Elkan, klugäugig, mager und von raschen Gebärden, fragte den Fremden: 'Und mit wem hab' ich die Ehre?'   
'von Rosenkreutz', sagte der Fremde.,  
Fräulein Sabine Elkan verbarg sowohl Erstaunen als Freude über das adlige Epitheton. 'Partikulier wohl, wenn ich fragen darf?' sagte sie fein.  Sei es, dass der Herr von Rosenkreutz die Bedeutung des Wortes nicht verstand, sei es, dass er alle Fragen ein für allemal beenden wollte, er antwortete: 'Ich bin Privatgelehrter und mache Studien über die Geschichte der französischen Refugiés in Franken. Von Erlangen aus hat man mich hierher gewiesen, weil ich von hier aus am bequemsten die alten dörflichen Siedlungen besuchen könnte. Ich werde einige Wochen bleiben und manchmal verreisen. Die Miete für einen Monat möchte ich im voraus bezahlen.'  
Fräulein Sabine Elkan nahm unter höflicher Ablehnung gern diese Bereitwilligkeit entgegen. Nach einigen schicklichen, durch die Situation gebotenen Gesprächen blieb sie noch stehen. Es drängte sie, dem neuen Mieter sofort eine Vergeltung für
:      
Fuerth AZJ 09081912b.jpg (458962 Byte)seine offenen Worte über Zwecke und Ziele seines hiesigen Aufenthaltes zu geben. 
'Wenn Sie verzeihen, Herr Baron – es trifft sich merkwürdig. In unser Haus kommt zum Mittagstisch – ich tu's seiner seligen Mutter zuliebe, die sich als einzelne Person hart genug getan hat – ein junge Mensch, man lässt ihn lernen auf'm Gymnasium. Er heißt Reneß und ist aus Wilhermsdorf -'. '
Ah, aus Wilhermsdorf! Also ein Nachkomme der französischen Ansiedler?'    
Dasselbe wollt' ich sagen dem Herrn Baron. Der Konrad hat das stolze Wesen noch im Blute. Obwohl – es ist kein Grund. Hat keinen Vater gehabt – und eine bedauernswerte Mutter. Sie hat gespart für den Konrad. Er wohnt beim Herrn Lehrer in Burgfarrnbach – man hat sich angenommen des Jüngelchens. Wir tun's auch. Ist ein begabter Mensch, wird sein Glück machen, wenn er sich hält. Wenn der Hochmut ins richtige Gleis kommt, sag' ich immer. Wird die Ehre zu schätzen wissen, wenn ihn der Herr Baron empfängt.'  
'In ein paar Tagen lieber erst, ich bitte,' sagte Rosenkreutz freundlich. 'Ich habe zunächst sehr viel zu arbeiten.'  
'Es ist ruhig im Haus – mer is in Fürth, sag' ich oft – und es ist ruhig bei uns wie am Langen Tag.'  
Die elektrische Bahn klingelte draußen vorbei, ohne für Fräulein Sabine Elkan ihre Beteuerung abzuschwächen.  
Fräulein Sabine verließ den neuen Mieter und begab sich in ein Hinterzimmer desselben Geschosses. Da saßen ihre Verwandten: ihre Tante, Frau Sarah Elkan geborene Scharlach, und ihre Nichte, die siebzehnjährige Rebekka Elkan.  
Die Tante, eine hohe Sechzigerin, war, obwohl sie diese Titulatur nicht offiziell führte eins der Klageweiber der Kultusgemeinde. Ihr angesehener Beruf bestand darin, durch einen Todesfall in Trauer versetzte Familien im Hersagen der Gebete, in den lauten Beteuerungen des Schmerzes zu unterstützen und abzulösen. Fräulein Sabine Elkans Beruf hingegen war, auf eine feine und kunstgerechte Art die 'Sargenes' genannten Sterbekleider der Kultusmitglieder zu nähen. Sie lieferte auch dazu die allerschönste, oft wie Seide schimmernde Leinwand. Dies war durchaus kein trostloses Tun. Denn nur selten kam es vor, dass bei ihr ein Sargenes direkt für den Sarg bestellt wurde. Ein guter Jude hat sein Sargenes, sobald er ein erwachsenes Mitglieder der Gemeinde ist, und trägt es jeden 10. Tischri (das ist Oktober) zum Versöhnungsfest. Desgleichen jede richtige Judenfrau. Zu ehrenvollem Lebensabschnitt, zu Mannbarkeit und Ehe wurden meist die Sargenen gefertigt. 
Der Bruder Hirsch Elkan aber handelte in Vieh und Getreide, auch in Gütern, wenn er ein Bäuerlein weit genug in der Hand hatte. Stets hing eine Tabelle mit den Terminen der Ganten und Hypothenkündigungen seines Bezirks im Kontor, und auch Fräulein Sabine verstand sich ein wenig auf die Sachen, denn 'der Bruder' befand sich meist auf Geschäftsreisen und Gunzenhausen, in Feuchtwangen, in Dinkelsbühl, Treuchtlingen, Roßstall, Leutershausen, Zirndorf und wie die kleinen Handelsplätze alle heißen.   
Fräulein Sabine also kam zu ihren Anverwandten und machte die Angelegenheit mit dem neuen Mieter pro forma und aus Klugheit vor der Tante noch zu einer unentschiedenen. Denn die Tante war reizbar und musste zum Schein die letzten Entschließungen in die Hand bekommen.  
''Rebekkchen,' sagte sie, 'kannst gehen an die Luft. Kannst holen ein Paket Kerzen für fünfundsiebzig beim Schimmel. Is en Spaziergang und is billiger als beim Nachbarn.'    
Rebekka Elkan stand still auf und ging aus dem Zimmer. Sie zog eine lose blaue Tuchjacke an und setzte eine kleine Mütze auf. 
Auf dem Turm des Dogenpalates war es sechs Uhr vorüber. 
Rebekka Elkan hatte Eile. 
Am Ende der Altstadt, wo die Straße hinaus nach Burgfarrnbach führt, machte sie Halt. Auf der Brücke stand ein junger Mensch mit einem Fahrrad. Er spähte in die Dunkelheit und kam dann rasch auf Rebekka Elkan zu. Es war eine stumme Begrüßung. Sie küssten einander, als wären sie lange getrennt gewesen, und doch hatten sie sich erst vor Stunden gesehen.  
'Ich wusste, dass du kommst,' sagte der junge Mensch in einem etwas pathetischen Tone. 'Sieh, es sind immer so kurze Minuten, dass wir uns haben. Und darum habe ich dir all meine Pläne geschrieben. Nimm den Brief mit, lies ihn heute Nacht. Und für morgen musst du dich freimachen. Ich bringe dir für morgen eine Einladung zum Kaffee mit nach Burgfarrnbach. Von der alten Base Horndasch. Die Tante Sabine wird es erlauben. Wir brechen früh auf, angeblich zum Bahnhof, und ich begleite dich dann zu Fuß heim. Da können wir alles bereden.' 
Rebekka Elkan nahm ohne ein Zeichen von Erstaunen den dicken Brief. Sie schrieben einander öfter. '  
Conny, mir ist so angst bei allem,' sagte sie leise, mit einer etwas matten, dunklen Altstimme.   
Conny Reneß sah sich vorsichtig um nach Menschen. Es war niemand um den Weg. Da beugte er sich wieder herunter und küsste den blassen Mund von Rebekka Elkan.  
Es waren zwei schöne junge Leute. In ihren großen blauen, schmerzlichen Augen lag ein Flimmern. Sie liebte den Konrad Reneß. Und sein Jugenddrang ging zu dem schmalen, verschossenen semitischen Mädchen. Niemand durfte davon wissen. Denn Christ und Jude gehörten nie zusammen nach der Anschauung der Umwelt. Auch gehörte ein Mensch, der noch nicht ganz fertig mit dem Gymnasium war, nicht zu einem Mädchen.  
Konrad Reneß beugte sich tiefer herab zu Rebekka Elkan. Seine Zärtlichkeit wurde leidenschaftlicher, er sagte abgerissene Worte zwischen seinen Küssen: 'Warte nur – in ganz kurzer Zeit – es ist dann anders – alles wird anders.' - 
Rebekka Elkan eilte ihren Weg zurück. Sie saß dann, wie immer, mit der Tante und der Großtante beim Abendessen. Wie immer wurde geredet, dünkte es ihr. Hier sprach man immer dasselbe, auch wenn es über verschiedenste Ereignisse ging.  
'Was werden sagen Farntrogs? Was soll sich denken Herr Apfelbaum?' Sie merkte endlich, es galt dem christlichen Mieter, mit dem sich wider Erwarten die Tante Sarah nicht so rasch abgefunden hatte. 
'Es ist wegen dem Konrad. Hab' ich dir nicht gesagt, der Herr Baron interessiert sich für die alten Eingewanderten?'   
Sabine und Sarah tauschten einen Blick. Um den Konrad schwebte etwas, nur ihnen bekannt. Sie wussten wohl, wer sein Vater war. Dass ein Jude sich mit einer Christin vergangen – ein Elkan, der später in Amerika verschlossen, das schuf dem Konrad die Teilnahme des Hauses Elkan. -  
Rekekka Elkan hatte ihr eigenes kleines Zimmer, das lag, isoliert von den anderen, in der Mansarde ach vorn. Nur das christliche Weibsbild, wie der Onkel sagte, die Magd, schlief auch in diesem Geschoss.   
Vom Turm des Dogenpalastes hatte es schon die Mitternacht geschlagen.  
Da endlich konnte Rebekka den Brief des Konrad Reneß lesen. Er füllte viele Blätter, denn Konrads Buchstaben waren..."           
     
Fortsetzung der Novelle von 
Sophie Hoechstetter: bei Interesse zum
 Lesen bitte Textabbildungen anklicken 
Fuerth AZJ 09081912b.jpg (270014 Byte) Fuerth AZJ 16081912.jpg (473805 Byte) Fuerth AZJ 16081912a.jpg (534479 Byte) Fuerth AZJ 16081912b.jpg (142453 Byte)
  Forts. in AZJ vom 9.8.1912 Fortsetzung in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 16.8.1912
         
Fuerth AZJ 23081912.jpg (136436 Byte) Fuerth AZJ 23081912a.jpg (541748 Byte) Fuerth AZJ 23081912b.jpg (154662 Byte)    
Fortsetzung in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 23.8.1912    
         
Fuerth AZJ 30081912.jpg (403260 Byte) Fuerth AZJ 30081912a.jpg (557287 Byte) Fuerth AZJ 30081912b.jpg (65467 Byte) Fuerth AZJ 11091912.jpg (247341 Byte) Fuerth AZJ 11091912a.jpg (351349 Byte)
Fortsetzung in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 30.8.1912  Schluss in der AZJ vom 11.9.1912
      
Hinweis auf weitere Publikationen 
von Sophie Hoechstetter 
(aus der Sammlung von 
Peter Karl Müller, Kirchheim/Ries)
Fuerth SHoechstetter Lit010a.jpg (135514 Byte) Fuerth SHoechstetter Lit010b.jpg (74915 Byte) Fuerth SHoechstetter Lit010.jpg (101607 Byte)
       Sophie Hoechstetter: Mein Freund Rosenkreutz. Der gesammelten Novellen erster Band erschien in einem 
Nachdruck bei Koehler & Amelang in Leipzig 1931.
dies: Mein Freund Rosenkreutz. Fränkische Novellen. Erschien im Einhorn Verlag Dachau bei München. 
In beiden Ausgaben findet sich die Novelle über Rebekka Elkan.
Weitere Informationen und Download-Möglichkeit von "Mein Freund Rosenkreutz" über den Wikipedia-Artikel zu Sophie Hoechstetter
         

     
     
     
Zur Geschichte der Synagoge       
    
Bereits im Mittelalter wird eine Synagoge vorhanden gewesen sein. Die 1476 vollende Evangelisch-Lutherische Pappenheimer Stadtpfarrkirche steht auf dem Grundstück einer älteren Kirche, von der ein an der Nordseite des Chores eingelassener Stein mit der Jahreszahl 1405 berichtet. Es handelte sich bei der ersten Kirche um eine Marienkapelle, der auf demselben Grundstück die mittelalterliche Synagoge vorausging. 
    
Über die neuzeitlichen Synagogen liegen nur wenige Informationen vor. 1811 wurde eine neue Synagoge erbaut. Sie war etwa 120 Jahre lang Mittelpunkte des jüdischen Gemeindelebens der Stadt.   
   
Bis Anfang der 1930er-Jahre wurde die Synagoge benutzt, zuletzt vermutlich nur noch zu den Festtagen. Nach Auflösung der jüdischen Gemeinde 1935 wurden die Synagogen-Ritualien der jüdischen Gemeinde in Treuchtlingen übergeben, wo sie beim Novemberpogrom 1938 zerstört wurden. Das Synagogengebäude ein Pappenheim wurde 1937 an die Stadt verkauft. Beim Novemberpogrom 1938 wurde dennoch nach einem Bericht die ehemalige Synagoge vermutlich von Jugendlichen ausgeräumt und das Gestühl vor der Synagoge angezündet. Nach einem anderen Bericht wurde gleichfalls von Jugendlichen das Zinn der Fensterläden des Gebäudes entfernt, um daraus Zinnfiguren gießen zu können. Mitglieder der SA in Pappenheim beteiligten sich an der Zerstörung der Synagoge in Treuchtlingen.   
   
1954 wurde die ehemalige Synagoge umgebaut und als Feuerwehrhaus (Station einer Rettungswache und Wohnung) verwendet. Im Nachbargebäude (Deisinger Straße 19) befand sich die israelitische Volksschule und die Wohnung des Vorbeters. Dieses Gebäude war zuletzt Wohnhaus und wurde 1980 abgebrochen; seit 1994 steht hier die Rotkreuz-Rettungswagengarage. 
           
           
Adresse/Standort der SynagogeKarl-Graf-Strasse 27   
           

           
Fotos
Historische Fotos
(Fotos von Theodor Harburger, Aufnahmen vom 6. Dezember 1926; Quelle: Central Archives for the History of the Jewish People, Jerusalem; veröffentlicht in Th. Harburger: "Die Inventarisation jüdischer Kunst- und Kulturdenkmäler in Bayern. 1998)  

Pappenheim Synagoge 102.jpg (105567 Byte) Pappenheim Synagoge 101.jpg (92475 Byte) Pappenheim Synagoge 100.jpg (85451 Byte)
Die Synagoge in Pappenheim 
am 6. Dezember 1926 
Innenansicht der Synagoge mit Blick 
über den Schulchan (Vorlesepult) zum
 Toraschrein; der Synagogenleuchter
 befindet sich heute im Fränkische-
Schweiz-Museum in Tüchersfeld.
Toraschild (Schmuck der Torarolle) 
aus der Synagoge Pappenheim; 
hergestellt in Augsburg 1736/37. 
Der Toraschild befindet sich heute 
im Israel-Museum in Jerusalem. 
 
 
            
Historische Ansichtskarte von
 Pappenheim (gelaufen 1916)
Pappenheim Synagoge 040.jpg (86698 Byte) Pappenheim Synagoge 041.jpg (70864 Byte)
  Blick über Pappenheim Ausschnittvergrößerung: 
das Synagogengebäude
   
      
      

Neue Fotos
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum: 30.7.2006)

 
  Pappenheim Synagoge 203.jpg (59569 Byte) Pappenheim Synagoge 200.jpg (56856 Byte)
Die ehemalige Synagoge als Feuerwehrhaus
   
  Pappenheim Synagoge 201.jpg (71232 Byte) Pappenheim Synagoge 202.jpg (67227 Byte)
  Hinweis-/Gedenktafeln

  
  
Erinnerungsarbeit vor Ort - einzelne Berichte 

Juli 2009
Jüdische Tage in Pappenheim
(Quelle der Informationen, der Fotos und 
des Berichtes "Pappenheimer Skribent",
  www.pappenheim-aktuell.info - Seite)
090707_juedische-tage-01.jpg (6780 Byte) 090707_juedische-tage-02.jpg (33888 Byte)
   "Segnende Hände der Kohanim" auf einem
 Grabstein für einen Nachkommen der 
biblischen Priesterfamilien (Kohanim)
 Grabstein mit Symbol 
einer abgeknickten Blume 
  
     
Geschrieben von Pappenheimer Skribent - Dienstag, 7. Juli 2009:  
Jüdische Tage in Pappenheim wird es vom 12. bis zum 19. Juli in Pappenheim geben. Begegnung mit Familie Bruck aus Jerusalem, Besuch des Judenfriedhofs, Autorenlesung, und Historischer Stammtisch. 
Lebendige Geschichte Kultur und Lebensart wird bei den jüdischen Tagen in Pappenheim zu erleben sein. Die Woche vom Sonntag 12. bis Sonntag 19. Juli wird der Heimat- und Geschichtsverein Pappenheim und Ortsteile e. V ganz ins Zeichen des jüdischen Lebens stellen. Waren es doch die jüdischen Familien und der Judenschutz der Pappenheimer Reichserbmarschälle, die Pappenheim vom Mittelalter bis in das 19. Jahrhundert zu einem bescheidenen Reichtum und seinen schönen Bürgerhäusern geholfen haben. 
Die Jüdischen Tage in Pappenheim stehen im Zusammenhang mit dem zweiten Besuch des Ehepaars Ruth und Aahron Bruck aus Jerusalem, die im letzten Jahr einen Großteil der Grabinschriften auf dem jüdischen Friedhof niedergeschrieben haben. In diesem Jahr werden sie das Werk vollenden, sodass nun ein wertvoller Baustein zur Dokumentation über das jüdische Leben in Pappenheim zur Verfügung steht. 
Unter der Schirmherrschaft Ihrer Erlaucht Gräfin Ursula Gräfin zu Pappenheim hat der Heimat- und Geschichtsverein ein Programm geschaffen, in dem sich die Vereinsziele nämlich Heim und Geschichte für jedermann verständlich darzustellen verwirklicht sind. 
        
Presseartikel aus dem Weissenburger
 Tagblatt" vom 14. Juli 2009 zur
 Fotoausstellung mit Fotos des Pappenheimer
 jüdischen Friedhofes von 
Christel Wollmann Fiedler
Pappenheim PA 070709.jpg (373342 Byte)
 

Artikel: "'Jüdische Woche' in Pappenheim - Spurensuche nach vernichteter Kultur fortgesetzt. Fotoausstellung von Christel Wollmann Fiedler mit Lesung im 'Haus des Gastes' - Bis Samstag noch mehrere Vorträge und Führungen. Pappenheim (rh) - Es ist der 'traurige Aspekt einer einst hohen Kultur': Jene der fränkischen Landjuden ist aus Sicht des früheren Landrats Georg Rosenbauer unwiederbringlich verloren. 'Die Kultur der Landjuden wird es im Gegensatz zu jener der Stadtjuden nicht mehr geben.' Gerade deswegen führt der Pappenheimer Heimat- und Geschichtsverein sein im vergangenen Jahr vorgestelltes Projekt 'Wenn Steine sprechen - Spuren der Pappenheimer Juden' - fort.  
Derzeit hat der Verein unter Führung von Renate Prusakow daher eine zweite 'Jüdische Woche' auf die Beine gestellt, während im Haus des Gastes' großformatige Fotografien mit Motiven aus dem Pappenheimer Judenfriedhof zu sehen sind. Gefertigt hat diese Schwarz-Weiß-Bilder die Berliner Fotografin Christel Wollmann-Fiedler, die vor 14 Jahren erstmals nach Pappenheim gekommen war. Seitdem, so Renate Prusakow, habe man in Pappenheim nach einem passenden Anlass für eine Ausstellung gesucht und diesen nun gefunden.... 
Bei Interesse zum weiteren Lesen bitte Textabbildung anklicken.

     

  

Juli 2012: Jüdische Tage in Pappenheim 

Rückblick auf die "Jüdischen Tage in Pappenheim", die unter dem Thema standen 
"Wenn Steine sprechen - Die Geschichte der Pappenheimer Juden"  
und am Dienstag, 17. Juli 2012 und Mittwoch 18. Juli 2012 stattfanden. 
Führungen auf dem jüdischen Friedhof wurden mit Ruth und Aaron Bruck aus Jerusalem durchgeführt, außerdem gab es einen Vortrag, ein Konzert und eine Ausstellung
Veranstaltet wurden die Tage vom Heimat & Geschichtsverein Pappenheim & Ortsteile e.V. 
Weitere Informationen bei www.pappenheimgeschichte.de 

Rechts: Programmblatt 
(zur Vergrößerung bitte anklicken)
Pappenheim JuedTage 2012a.jpg (154977 Byte) Pappenheim JuedTage 2012b.jpg (144169 Byte)  
 
 

   
Hinweis auf das Israelische Tanzhaus e.V. - israelische Folkloretänze in Pappenheim       

Pappenheim Tanzhaus 010.jpg (133903 Byte)Hinweis: Das "Israelische Tanzhaus e.V." (Matti Goldschmidt, München) bietet regelmäßig 5-Tagesseminare mit israelischen Folkloretänzen in Pappenheim an; 2011 wurde das Seminar bereits im 14. Jahr angeboten. 
Informationen über die Website www.israeltanz.de oder E-Mail (Matti Goldschmidt).
(Foto links erhalten von Matti Goldschmidt)   

   

Juli 2014: Jüdische Tage in Pappenheim   
 
Hinweis auf die "Jüdischen Tage in Pappenheim" vom 10. bis 16. Juli 2014 unter dem Thema: "Wenn Steine sprechen, die Spuren der Pappenheimer Juden"
Vom 10. Juli bis 16. Juli 2014 belebt der Heimat- & Geschichtsverein Pappenheim & Ortsteile e.V. die Stadt mit den Jüdischen Tagen 2014. Dabei wird neben einem vielseitigen Rahmenprogramm eine weitere Broschüre zur Dokumentation des Jüdischen Friedhofs aus dem 11. Jahrhundert der Öffentlichkeit vorgestellt. 
Weitere Informationen in der Website des Heimat- & Geschichtsvereins Pappenheim & Ortsteile e.V. pappenheim-geschichte.de
(Programm auch eingestellt als pdf-Datei)    

      
         

Links und Literatur

Links:  

Website der Stadt Pappenheim   
Website des Heimat & Geschichtsvereins Pappenheim & Ortsteile e.V.    
Informationsseite zu der auf dem Grundstücke der mittelalterlichen Synagoge erbauten Pfarrkirche  
Seite zum jüdischen Friedhof in Pappenheim (interner Link)  
Genealogische Seiten zu mehreren aus Pappenheim stammenden Familien in der Website www.thekesters.net:  
Familien Pappenheim und Mühsam
  (von hier zu den Seiten Pappenheim I, Pappenheim II, Pappenheim III, Mühsam I, Mühsam II, Mühsam III, Sorauer, Baginski und Familie Schweitzer     

Literatur:  

Germania Judaica I S. 265-266; II,2 S. 644-645; III,2 S. 1084-1086.
Wilhelm Kraft: Zur Geschichte der Juden in Pappenheim. Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft der Judentums. Frankfurt  am Main Bd. 70 1926 S. 277-283.  Eingestellt als pdf-Datei.           
Baruch Z. Ophir/Falk Wiesemann: Die jüdischen Gemeinden in Bayern 1918-1945. Geschichte und Zerstörung. 1979 S. 219. 
Israel Schwierz:  Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern. Eine Dokumentation der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit. A 85. 1988 S. 173-175.
Pinkas Hakehillot: Encyclopedia of Jewish Communities from their foundation till after the Holocaust. Germany - Bavaria. Hg. von Yad Vashem 1972 (hebräisch) S. 337-339.
Till Strobel: Jüdisches Leben unter de Schutz der Reichserbmarschälle von Pappenheim (1650-1806). Reihe: Quellen und Darstellungen zur jüdischen Geschichte Schwabens. Band 3. bibliotheca academica Verlag. Epfendorf 2009. 432 S. 48 €     Buchbesprechung von Stefan Lang.   
Beitrag von Thomas Michael Karl: Die Stadt Pappenheim in Bayern zur Zeit des Dritten Reiches 1933-1945: online zugänglich (darin unter 5.3 "Judenverfolgung" und 5.4 "Pappenheimer Judenfriedhof". Beitrag online zugänglich bei www.pappenheimaktiv.com 
Bayern SynGedenkband II.jpg (63426 Byte)"Mehr als Steine...." Synagogen-Gedenkband Bayern. Band II: Mittelfranken. Erarbeitet von Barbara Eberhardt, Cornelia Berger-Dittscheid, Hans-Christof Haas und Angela Hager, unter Mitarbeit von Frank Purrmann und Axel Töllner. Hg. von Wolfgang Kraus, Berndt Hamm und Meier Schwarz. Reihe: Gedenkbuch der Synagogen in Deutschen. Begründet und herausgegeben von Meier Schwarz. Synagogue Memorial Jerusalem. Bd. 3: Bayern, Teilband 2: Mittelfranken. Lindenberg im Allgäu 2010. 
Kunstverlag Josef Fink Lindenberg im Allgäu

ISBN 978-3-89870-448-9.   Abschnitt zu Pappenheim S. 522-534. 
pappenheimer_juden_klein.jpg (15686 Byte)Stephan Reuthner / Hans Navratil: Wenn Steine sprechen... die Spuren der Pappenheimer Juden. Pappenheim 2013 (80 Seiten). Mit einem Stadtplan, 32 Bildern und zwei Plänen. 
Aus dem Inhalt: Kleiner Stadtrundgang durch das jüdische Pappenheim - Der Judenregal der Reichserbmarschälle zu Pappenheim - Die Entwicklung der israelitischen Gemeinde bis zum 19. Jh - Wandel der Rahmenbedingungen ab 1813 - Die Pappenheimer Synagoge - Die israelitischen Friedhöfe - Die Grabsteine der israelitischen Friedhöfe - Gebürtige Pappenheimer-Opfer der Shoah.  
pappenheimer_juden_ii_klein.jpg (17181 Byte)Stephan Reuthner (Hrsg.): Wenn Steine sprechen ... die Spuren der Pappenheimer Juden II. Pappenheim 2014 (116 Seiten). 
Aus dem Inhalt: Vorwort des Herausgebers - Grußwort von Ursula Gräfin zu Pappenheim - Grußwort von Alexander Küßwetter. Bezirksrat und Vorsitzender des Trägervereins Jüdisches Museum Mittelfranken - Vom Verlust des Ganzen - oder: Eine persönliche Bestandsaufnahme (Susanne Talabardon) - Vom Umgang mit jüdischen Friedhöfen. Beobachtungen aus Unterfranken (Rebekka Denz) - Jüdische Friedhöfe und ihre Bauten in Deutschland: Zeugnisse einer "jüdischen Architektur"? (Ulrich Knufinke) - Anmerkungen zur jüdischen Begräbniskultur (David Kurz) - Die Jurabrüche der Pappenheimer Umgegend und die Pappenheimer Juden - zwei Fundstellen (Anneliese Ottmann) - Die Vorgehensweise bei der Dokumentation jüdischer Grabsteine (Anke Geißler) - 50 Grabsteine mit transkribierter Inschrift, Übersetzung und Bild.   

   
   
Ahnenreihen - Familienblätter: 

Hinweis: Die nachstehenden detaillierten Ausarbeitungen zu jüdischen Familien in Pappenheim wurden von Rolf Hofmann im Rahmen der Forschungsinitiative "Harburg Project" recherchiert und sind wegen ihrer Detailfülle eine gute Basis für Korrekturen und Ergänzungen, die unter anderem auch von Nachkommen der einst in Pappenheim lebenden Familien kommen können.    
Kontaktadresse: Rolf Hofmann, HarburgProject@aol.com      
  
Ahnenreihen
Ahnenreihe Familie Reutlinger in Pappenheim 
Ahnenreihe Familie Hirschbaum von Steppach und Pappenheim   
  
Familienblätter:    
Familienblatt Moses Samuel Bacharach von Pappenheim  
Familienblatt Moses Wolf Bauernfreund von Ellingen + München 
Familienblatt Abraham Veis Baumann von Pappenheim   
Familienblatt Löw Joseph Baumann von Pappenheim    
Familienblatt Hirsch Bär Bernau von Treuchtlingen + Pappenheim  
-  Familienblätter Familie Bronner siehe unten*  
Familienblatt Joseph Bürger von Treuchtlingen + Pappenheim 
Familienblatt Joseph Butter von Lomnitz + Pappenheim  
Familienblatt Löw Isaias Dittenheimer von Dittenheim und Pappenheim  
Familienblatt Joseph Emden von Wassertrüdingen und Pappenheim   
Familienblatt Isaac Eschwege von Fulda und Pappenheim + Fulda  
Familienblatt Moses David Feuchtwanger von Pappenheim  
Familienblatt Itzig Löw Fürther von Pappenheim   
Familienblatt Maier Moses Fürther von Pappenheim   
Familienblatt Moses Hirsch Fürther von Fürth + Pappenheim 
Familienblatt Aron Hänlein von Pappenheim   
Familienblatt Max Hänlein von Pappenheim  
Familienblatt Sallo Guttentag von Antonienhütte und Esslingen und Eichstätt   
Familienblatt Seligmann Abraham Harburger von Pappenheim (+ München ?)  
Familienblatt Adolf Hirschbaum in Pappenheim  
Familienblatt Josef Hirschbaum von Steppach und Pappenheim  
Familienblatt Siegmund Hirschbaum in Pappenheim  
Familienblatt Hayum Meier Kleinmeier von Thalmässing und Pappenheim 
Familienblatt Samson Laudenbacher von Kleinerdlingen und Pappenheim und Regensburg 
Familienblatt Joseph Levi Levinger von Pappenheim     
Familienblatt Isak Mund von Pappenheim   
Familienblatt Isaac Moises Neumann von Treuchtlingen + Pappenheim     
Familienblatt Wolf Isaac Neumann von Pappenheim  
Familienblatt Abraham Neumark in Pappenheim  
Familienblatt Mendel Levi Nussbaum von Pappenheim 
Familienblatt Isaac Rosenbaum von Pappenheim 
Familienblatt Hajum Simon Schimmel von Pappenheim 
Familienblatt Löw Simon Schimmel von Pappenheim  
Familienblatt Moises Simon Schimmel von Pappenheim   
Familienblatt Benjamin Simon Schülein von Thalmässing + Ellingen  
Familienblatt Nathan Joseph Schwarz von Pappenheim 
Familienblatt Hirsch Joseph Schwarz von Pappenheim  
Familienblatt Samuel Joseph Schwarz von Pappenheim  
Familienblatt Wilhelm Steinacher von Uehlfeld + Neustadt + Eichstätt   
Familienblatt Herrmann Strauss von Pretzfeld + Pappenheim  
Familienblatt Levi Moses Tabor von Pappenheim     
Familienblatt Moses Tabor von Pappenheim 
Familienblatt Amson Samuel Weinmann von Pappenheim 
Familienblatt Hermann Wambold von Pappenheim (+ München?)   
Familienblatt Simon Wambold von Cronheim + Pappenheim 
Familienblatt Lippmann Wolf von Ellingen     
weitere Familienblätter werden bearbeitet     
 
*Familienblätter zu Familie Bronner mit Vorbemerkung: DIE FAMILIE BRONNER AUS PAPPENHEIM. Anmerkungen von Rolf Hofmann  
Der Urahn dieser hochinteressanten Familiengeschichte ist Isaac Hirsch Bronner, der als Handelsmann um 1790 wohl von Thalmässing nach Pappenheim kam und seine Gattin Malka heiratete. Aus dieser Ehe sind bislang vier Söhne und zwei Töchter bekannt. Zwei der Söhne (Samuel Bronner und Aron Bronner) sind in Pappenheim geblieben. Die anderen beiden Söhne (Israel Bronner und Moses Bronner) sind 1839 beziehungsweise 1848 nach Amerika ausgewandert und haben sich in Syracuse im Staat New York niedergelassen. Aus den Handelsgeschäften dieser beiden Brüder entstand dann zusammen mit einigen ihrer Söhne in Syracuse das Unternehmen 'L & G BRONNER & CO', das im Groß-  und Einzelhandel sowie auch im Importgeschäft tätig war. Die Geschäfte umfassten 'Millinery, Fancy Goods and Straw Goods', also vermutlich luxuriöse Modeartikel für den gehobenen Bedarf.
Nachkommen dieses reich mit Kindern gesegneten Bronner-Familienverbands befassen sich seit langem mit ihrer Familiengeschichte, insbesondere auch mit ihrer Herkunft aus Bayern. Jeremy U. Newman hat hierzu 1979 die Pappenheimer Standesregister im Zentralarchiv in Jerusalem konsultiert und insbesondere Namen und Geburtdaten kopiert, die dann Grundlage für weitere umfangreiche Ausarbeitungen wurden. Heute sind diese Ergebnisse im Internet unter www.jewishgen.org und www.ancestry.com einzusehen.
Inzwischen haben im Rahmen der Forschungsinitiative 'Harburg Project'  weiterführende Recherchen stattgefunden, deren beeindruckende Ergebnisse nachstehend präsentiert werden. Dies zwangsläufig im Bewusstsein, dass diese Ausarbeitungen unvollständig sind und auch Fehler enthalten können. Es steht zu hoffen, dass durch die Präsentation im Internet Ergänzungen und Korrekturen möglich sein werden.    
Familienblatt Aron Bronner von Pappenheim 
Familienblatt Isaac Hirsch Bronner von Pappenheim  
Familienblatt Israel Bronner von Pappenheim + Syracuse (USA) 
Familienblatt Moses Bronner von Pappenheim + Syracuse (USA) 
Familienblatt Samuel Bronner von Pappenheim   

 
   


 

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the Holocaust". 
First published in 2001 by NEW YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad Vashem Jerusalem, Israel.

Pappenheim  Middle Franconia. The Jewish community dates from at least the early 14th century, with the Jews living under various letters of protection. A new synagogue was erected in 1811 The Jewish population reached 259 in 1832 (total 2.080), declining thereafter to 101 in 1867 and seven in 1933. All the Jews left for other places in Germany in 1936. The Jewish cemetery was destroyed by local rioters in November 1938.   
          
             

                   
vorherige Synagoge  zur ersten Synagoge nächste Synagoge   

         

 

Senden Sie E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website an Alemannia Judaica (E-Mail-Adresse auf der Eingangsseite)
Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 14. Mai 2015