Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Rothenburg siegeltypar.gif (12975 Byte)links: Siegeltypar der jüdischen Gemeinde Rothenburg
(Original im Reichsstadtmuseum)

 

Rothenburg ob der Tauber (Landkreis Ansbach) 
Mittelalterliche Jüdische Viertel und Synagogen

Übersicht:

Zur Geschichte der mittelalterlichen jüdischen Gemeinde und ihrer Synagogen     
  1. Die mittelalterliche Gemeinde vom 12. Jahrhundert bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts  
  2. Die mittelalterliche Gemeinde von der Mitte des 14. Jahrhunderts bis zur Vertreibung der Juden 1519/20   
Links und Literatur   

   

Zur Geschichte der mittelalterlichen jüdischen Gemeinde und ihrer Synagogen (english version)

1. Die mittelalterliche Gemeinde vom 12. Jahrhundert bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts

In Rothenburg ob der Tauber bestand bereits seit dem 12. Jahrhundert eine jüdische Gemeinde mit allen Einrichtungen wie Friedhof, Synagoge, Mikwe und Gemeindehaus. 1180 wird der erste Rothenburger Jude namentlich genannt. Im 13. Jahrhundert lebten 500 bis 600 Juden in der Stadt. Der geistige Führer des damaligen Judentums in Deutschland, Rabbi Meir ben Baruch (um 1220-1293) hatte viele Jahre in Rothenburg seinen Wohnsitz. Bei der sogenannten "Rindfleisch-Verfolgung" 1298 wurden über 450 Juden der Stadt grausam ermordet, ihre Leichen auf dem Friedhof verbrannt. Einige Jahre später lebten wieder Juden in der Stadt. Im Zusammenhang mit den Pogromen der Pestzeit wurde 1349/50 die neu entstandene Gemeinde wiederum vernichtet.

Das Zentrum des jüdischen Viertels war bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts im Bereich des heutigen Kapellenplatzes. Hier stand eine große Synagoge, die zweistöckige Talmudhochschule/Jeschiwa mit 21 Zimmern und einem Lehrsaal und weitere Einrichtungen. Unweit davon war das Judentanzhaus, das zugleich als Judenherberge diente, mit dem Festsaal der Gemeinde.

Lage des ehemaligen jüdischen Viertels:

Lage des mittelalterlichen jüdischen Stadtviertels in Rothenburg auf dem dortigen Stadtplan: links anklicken und im "Straßenverzeichnis" weiterklicken zu "Kapellenplatz"


Abbildung /Fotos 
(Fotos der unteren Reihe: Hahn, Aufnahmedatum 16.11.2003)

Rothenburg Kapellenplatz 010.jpg (81298 Byte)
Die ehemalige mittelalterliche Synagoge - schon lange als Marienkapelle genutzt - auf dem Kapellenplatz in einer Darstellung von 1762 (Johann Friedrich Schmidt
  
Rothenburg Kapellenplatz 150.jpg (66454 Byte) Rothenburg Kapellenplatz 151.jpg (70530 Byte) Rothenburg Kapellenplatz 152.jpg (70888 Byte)
Ansichten des Kapellenplatzes
      
Gedenktafel für Rabbi Meir von Rothenburg am Haus Nr. 5 am Kapellenplatz 
(Foto: Leo Wirth, Januar 2008,
 vgl. Website)
Rothenburg Gedenktafel 130.jpg (80165 Byte)
Text der Tafel: "Rabbi Meir Ben Baruch von Rothenburg - einem der bedeutendsten Talmudgelehrten zum Gedenken. Geboren um 1220 in Worms, lebte und wirkte er von etwa 1250 bis 1286 in der Synagoge und in der Talmudschule, die auf diesem Platze standen, dem ersten Judenviertel Rothenburgs. Er starb 1293 in Ensisheim und wurde 1307 in Worms begraben. Synagoge und Talmudschule wurden 1404 in eine Marienkapelle und in ein Seelhaus umgewandelt. Die Marienkapelle wurde 1805 abgebrochen."

   
    
2. Die mittelalterliche Gemeinde von der Mitte des 14. Jahrhunderts bis zur Vertreibung der Juden 1519/20

In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts zogen einige Juden wieder in der Stadt zu. Das alte Wohnviertel im Bereich der Kapellengasse blieb ihnen für eine neue Ansiedlung verschlossen. Dafür konnten sie im Bereich einer Auffüllung des Stadtgrabens vor der alten Stadtmauer Wohnungen von der Stadt mieten. Es handelte sich bei der im Zuge dieser Ansiedlung entstehenden "Judengasse" (heute noch so genannt) um kein Ghetto, da hier auch christliche Familie lebten. 
         
Eine Synagoge konnte sich die Gemeinde 1407 am Rande des jüdischen Friedhofes (bis Ende der 1950er-Jahre "Judenkirchhof", seit der Anlage eines Busparkplatzes "Schrannenplatz" genannt) bauen. Nach der Vertreibung der Rothenburger Juden wurde die Synagoge am 8. Januar 1520 geplündert und im April dieses Jahres als "Kapelle zur reinen Maria" geweiht. 1525 wurde sie im Bauernkrieg zerstört; ihre Mauern sind 1560 eingerissen worden. Die Steine fanden als Baumaterial für die neue Friedhofskirche vor dem Rödertor Verwendung. 
      
Um 1410 wurde eine Mikwe im Haus Judengasse 10 eingerichtet. Dabei handelte es sich um ein schlichtes Wasserbecken mit einer herabführenden kleinen Treppe. Die Mikwe wurde bis zur Vertreibung der Juden aus Rothenburg 1519/20 benutzt.   
     

   
Lage der Judengasse:

Rothenburg Plan 015.jpg (82026 Byte) Links: Historischer Plan aus dem "Führer durch Rothenburg ob der Tauber und Umgebung" von A. Schnizlein/M. Schütz, 17. Aufl. 1936, mit Eintragung des mittelalterlichen "Judenkirchhofes" und der "Judengasse"
Lage des mittelalterlichen jüdischen Stadtviertels in Rothenburg auf dem dortigen Stadtplan: links anklicken und im "Straßenverzeichnis" weiterklicken zu "Judengasse"


Abbildungen / Fotos 
(Fotos der unteren beiden Reihen: Hahn, Aufnahmedatum 16.11.2003)

Die zweite mittelalterliche Synagoge Rothenburg Synagoge ma02.jpg (80197 Byte)
Die Synagoge der zweiten mittelalterlichen Gemeinde am Schrannenplatz, die 1520 zur Marienkapelle umgebaut wurde, aber bereits 1525 im Bauernkrieg zerstört wurde. 1560 wurden ihre Mauern eingerissen (Darstellung aus der Chronik von Michael Eisenhard 1520, abgebildet in O. Gussmann s. Lit. S. 15).
 
Historische Ansichten von Judengasse und Judentanzhaus
(erhalten von Peter Karl Müller, Kirchheim/Ries)
Rothenburg Judengasse 165.jpg (55903 Byte) Rothenburg Judentanzhaus 015.jpg (51401 Byte)
  Judengasse von Osten - Künstler: J. Frank Blick zum "Weißen Turm" und dem Judentanzhaus (Führer durch Rothenburg von 1936)
     

Rothenburg Judentanzhaus 016.jpg (35661 Byte)Text aus dem "Führer durch Rothenburg" von A. Schnizlein 1936: "Der weiße Turm ist ebenso wie der Markusturm ein Rest der ältesten Befestigung; an ihn schmiegt sich das Judentanzhaus an, das bis zur Vertreibung der Juden in den Jahren 1519/20 zugleich als Judenherberge gebiet hatte und ehedem außerhalb der Stadt gestanden war."

Rothenburg Judentanzhaus 017.jpg (55813 Byte) Rothenburg Judentanzhaus 018.jpg (72513 Byte)
Lithographie mit "Weißem Turm und Judentanzhaus vor 1905
   
Rothenburg Judengasse 153.jpg (79476 Byte) Rothenburg Judengasse 152.jpg (58509 Byte) Rothenburg Judengasse 151.jpg (57840 Byte)
  Die Judengasse in Rothenburg
   
Rothenburg Judengasse 150.jpg (73431 Byte) Rothenburg Judentanzhaus 150.jpg (56338 Byte) Rothenburg Judentanzhaus 151.jpg (54690 Byte)
Haus Judengasse 10, wo sich im Keller die Mikwe befindet Das Judentanzhaus neben dem Weißen Turm (erbaut um 1400, neu erbaut 1613, 1945 kriegszerstört, wieder aufgebaut 1953)
     
     
Neugestaltung des Platzes 2009 vor dem "Judentanzhaus" mit den erhaltenen mittelalterlichen Grabsteinen  
(Fotos von Leo Wirth, Rothenburg, http://blogreiter.typepad.com/)  
Rothenburg Grabsteine 09001.jpg (120923 Byte) Rothenburg Grabsteine 09002.jpg (87013 Byte)
 Die "Rabbi Meir-Gärtchen" genannte Anlage wurde 2009 umgestaltet. Das Gärtchen ist jetzt frei zugänglich und besser sichtbar. Näheres über Link zum "Blogreiter"
            
         
Mittelalterliche Mikwe 
Judengasse Nr. 10 
(Fotos: Jürgen Hanke, Kronach; Aufnahmen vom Sommer 2009)
Rothenburg Mikwe 043.jpg (78200 Byte) Rothenburg Mikwe 042.jpg (32758 Byte)
   Informationstafel Modell
 Hinweis: Die Mikwe im Keller des Hauses Judengasse Nr. 10 ist aus der Erbauungszeit des Hauses um 1409. Das Wasserbecken (111 x 95 cm, 201 cm tief), in welches fünf Stufen führen, besteht aus einer Mulde im Grundfels und ist in die Auffüllung des Kellers bis zum erhöhten Bodenniveau eingebettet. Bis heute fließt immer wieder Grundwasser nach. Ein gemauerter Überlauf mit einem kleinen Kanal nach draußen in der Westwand des Beckens auf der Höhe der zweiten und dritten Stufe verhinderte ein Überschwemmen des Kellers bei erhöhtem Grundwasserspiegel. (Freigelegt und dokumentiert 1985 von Hilde Merz, Rothenburg o.d.T.)   


Zur Seite über die Gemeinde des 19./20. Jahrhunderts

  

Hinweis auf ein privates Museum zur mittelalterlichen jüdischen Geschichte im Keller des Hauses Ecke Judengasse / Galgengasse
(Fotos: Schaumann; Wirth, Websitein english)      

Rothenburg MuseumSchaumann 01.jpg (68751 Byte) Rothenburg MuseumSchaumann 02.jpg (47487 Byte) Rothenburg MuseumSchaumann 03.jpg (45739 Byte)
  Blicke in das in einem mittelalterlichen Keller am Anfang der Judengasse untergebrachte Museum  
  
Rechts: Faltblatt des Museums
(in english)
Rothenburg MuseumSchaumann 04.jpg (324202 Byte) Rothenburg MuseumSchaumann 05.jpg (412213 Byte)

In den Kellerräumen des Geschäftshauses von Fritz Schaumann, an der Ecke Galgengasse/Judengasse in Rothenburg ob der Tauber, befindet sich ein privates Museum, das die Geschichte der mittelalterlichen jüdischen Gemeinde mit dem Gelehrten Rabbi Meir ben Baruch anschaulich darstellt. Ein kleines, aber mit Liebe zum Detail ausgestattetes Museum in den ehemaligen Lagerräumen des Farbenhauses Schopf, gegenüber dem Juden-Tanzhaus und dem Rabbi Meir Gärtchen. Das Gedenken und die Nähe zur Wirkungsstätte des berühmten Talmud-Gelehrten brachte Fritz Schaumann auf die Idee zu der Darstellung jüdischen Lebens in der Zeit um 1300. Die Gewölbe wurden vom Besitzer und Initiator der Ausstellung persönlich ausgemalt und mit Szenen aus dem Leben des "Maharam" genannten Gelehrten bereichert. 
In diesen uralten Gewölben am Anfang der Judengasse lebt die Geschichte der jüdischen Gemeinde um das 13. Jahrhundert wieder auf. Es ist die Zeit der liberalen Stauferkönige und –kaiser, die sich auf dem Bergsporn der heranwachsenden Stadt einen Wohnsitz, ihre "Pfalz" erbaut hatten. So beschreibt es Fritz Schaumann und verweist auf ein beginnendes Jahrhundert des Geistes, in das hinein sich das Fürstenland, das Städteland Franken und auch die Reichsstadt Rothenburg geradezu modern entwickeln konnte. An der Kreuzung zweier wichtiger Handelsstrassen gelegen, war die Stadt bereits auf 5.000 Einwohner angewachsen, darunter 500 Bewohner jüdischen Glaubens. Sie waren wohlgelitten und als geschätzte Handelsleute nahe dem Marktgeschehen zentral angesiedelt. Die aufblühende Stadt- und Lebensgemeinschaft war wohl der Anlass für den bedeutendsten Zeitgenossen mosaischen Glaubens, sich hier niederzulassen. 
 
Die historische Judaika-Installation in den alten Gewölben der beginnenden Judengasse "Am Weißen Turm", direkt gegenüber dem Juden-Tanzhaus in Rothenburg o.T. mit Eingang Judengasse, hat Öffnungszeiten von: Montag bis Freitag: 10.00-12.00 und von 14.00-18.00 Uhr. 
Samstag und Sonntag nach telefonischer Absprache oder 
Schopf-Teppiche: Galgengasse 3, 91541 Rothenburg o.T., Tel.: 0-9861-942330, Mail   
Die Gewölbe sind für jedermann kostenfrei zugänglich!
 
Dazu der folgende Presseartikel:

Rothenburg MuseumSchaumann 06.jpg (147521 Byte)Artikel in der "Fränkischen Landeszeitung" vom 27. Juni 2007: "Eine Stadt und ihre Geschichte - Rothenburg und die Juden - OB: Stadt will sich mehr engagieren - Judaika-Installation
Rothenburg (sh). Die Stadt Rothenburg will mittelfristig ein Konzept erarbeiten, um seine reiche jüdische Geschichte besser öffentlich darzustellen. Oberbürgermeister Walter Hartl nutzte gestern den Besuch der historischen Judaika-Installation von Fritz Schaumann, um diese Idee öffentlich zu machen. Ein Ziel könnte ein besonders ausgewiesener 'Weg' sein. Hartl betonte, dass auch die dunklen Kapitel aufgearbeitet werden müssten.
Die Überlegungen stießen bei Fritz Schaumann, der viele Jahre selbst Stadtrat war, und seinem Sohn Peter Schaumann (er gehört ebenfalls dem Stadtrat an) auf viel Interesse. Fritz Schaumann berichtete von Besuchern aus aller Welt. Viele kämen wegen der berühmten Rabbi Meir. Der jüdische Gelehrte unterrichtete im 13. Jahrhundert 40 Jahre in der Tauberstadt. Am Kapellenplatz unterhielt er eine Schule mit 21 Unterrichtsräumen. Schaumann ließ sich von Rabbi Meir zu seiner Installation in den unterirdischen Gewölben am Anfang der Judengasse inspirieren. In Gegenständen, vor allem aber durch Wandmalereien wird die Geschichte einer mittelalterlichen jüdischen Gemeinde lebendig. Rund zwei Jahre arbeitete Schaumann daran. Freunden und seinem 80. Geburtstag verdankte Schaumann eine Ergänzung. Am Eingang zu den Gewölben ist jetzt eine große Vitrine zu sehen, unter anderem mit einem Menorah-Leuchter und einem Tora-Vorhang. OB Hartl versteht ein stärkeres Engagement der Stadt für seine jüdische Geschichte als Beitrag zur Völkerverständigung. So eine Arbeit könne aber auch aufklären und damit mithelfen, rechtsradikalen Umtrieben vorzubeugen."

   
     

Links und Literatur 

Links:

Website der Stadt Rothenburg ob der Tauber 
Ausführliche Internetseiten "Zur Geschichte der Juden in Rothenburg ob der Tauber" auf dem Server der Universität Trier: hier anklicken  
Zur Seite über die jüdischen Friedhöfe in Rothenburg (interner Link) 
Seiten zur jüdischen Geschichte des Vereins Alt-Rothenburg e.V.: 
1. Überblick: Überblick: 14 Jahre Kampf um die Judengasse  
2. Das Gebäude Judengasse 12 
3. Ergebnisse der archäologischen Grabung in der Judengasse  
4. Der komplette Text des Kurzführers "Jüdisches Rothenburg" von Oliver Gußmann 

Literatur:  (ausführliche Literaturliste: hier anklicken)

Germania Judaica Bd. I, S. 311f.; II,2 S.  707-718; III,2 S. 1252-1276.
Harry Breßlau: Zur Geschichte der Juden in Rothenburg ob der Tauber. Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland Band III (1889) S. 301-336. Band IV (1890) S. 1-17.
Aug. Schnizlein: Zur Geschichte der Vertreibung der Juden aus Rothenburg o./Tauber 1519/20. In: Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums Heft 3 1917 S. 263-284.   Online Zugänglich (interner Link)
Theodore Kwasmann: Die jüdischen Grabsteine in Rothenburg. In: Trumah 1 (Hg. M. Elat, M.S. Cohen und Theodore Kwasmann) 1987 S. 7-137.
H. Schmidt: Rothenburg und die Juden. In: Udim 5 (1974/75) S. 155-186.
Michael Trüger: Der jüdische Friedhof in Rothenburg ob der Tauber. In: Der Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern. Jg. 9 Nr. 61 März 1994 S. 20. 
Hilde Merz (Hg.): Zur Geschichte der mittelalterliche Judengemeinde in Rothenburg ob der Tauber. Rabbi Meir ben Baruch von Rothenburg zum Gedenken an seinem 700. Todestag. Rothenburg 1993.
Horst F. Rupp: Die jüdische Gemeinde in der Reichsstadt Rothenburg ob der Tauber. In: Hartwig Behr / Horst F. Rupp: Vom Leben und Sterben. Juden in Creglingen. Würzburg 1999. 2001² S. 17-25.
Ludwig Schnurrer: Die Juden in den kleineren fränkischen Reichsstädten. In: Reiner A. Müller (Hg.): Reichsstädte in Franken. Haus der bayerischen Geschichte. Aufsätze Band 2. 1987. S. 84-99.
ders.: Rabbi Meir ben Baruch von Rothenburg. In: ders. Rothenburg im Mittelalter. Rothenburg 1997. S.49-62.
Rothenburg Buch 06.jpg (22423 Byte)  Oliver Gussmann: Jüdisches Rothenburg ob der Tauber. Einladung zu einem Rundgang. Haigerloch 2003. Text auch über die Seiten des Vereines Alt-Rottenburg e.V. 
Barbara Mattes: Jüdisches Alltagsleben in einer mittelalterlichen Stadt - Responsa des Rabbi Meir Ben Baruch von Rothenburg. Berlin 2003. ISBN 3-11-017917-2. (Dissertation). 
     


 

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the Holocaust". 
First published in 2001 by NEW YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad Vashem Jerusalem, Israel.   

Rothenburg ob der Tauber  Middle Franconia. Jews were present in the early 12th century, occupying a Jewish quarter with a synagogue and cemetery and restricted to the occupation of money-lending. Under R. Meir ben Barukh (the "Maharam"; 1220-1293), the outstanding scholarly authority of the age and head of the local yeshiva, the community became a religious center for Bavarian Jewry and beyond. Persecutions in the 1280s led many Jews in Germany to leave for Eretz Israel with R. Barukh at their head. He was arrested on the way by Emperor Rudolf and imprisoned at Ensisheim in Alsace, where he died, refusing to be ransomed so as not to create a precedent. In the Rindfleisch massacres of 1298 the entire community of over 450 was slaughtered. The renewed community was again wiped out in the Black Death persecutions of 1348-49. A third community was expelled in 1397 on the charge of well poisoning and for the last time in 1519-20 at the instigation of a local cleric.
The modern community was founded in the 1870s and grew to 115 in 1900 (total 7,923). The 45 Jews remaining in 1933 left by 1938, most for other German cities.
    

  

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 22. November 2009