Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


Eingangsseite

Aktuelle Informationen

Jahrestagungen von Alemannia Judaica

Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft

Jüdische Friedhöfe 

(Frühere und bestehende) Synagogen

Übersicht: Jüdische Kulturdenkmale in der Region

Bestehende jüdische Gemeinden in der Region

Jüdische Museen

FORSCHUNGS-
PROJEKTE

Literatur und Presseartikel

Adressliste

Digitale Postkarten

Links

 


zurück zur Übersicht "Synagogen in der Region"  
zurück zur Übersicht "Synagogen in Hessen" 
Zur Übersicht "Synagogen im Lahn-Dill-Kreis"  
    

Herborn (Lahn-Dill-Kreis)
Jüdische Geschichte / Synagoge

Übersicht:

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde  
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde   
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer   
Aus dem jüdischen Gemeindeleben   
Berichte zu einzelnen Personen aus der Gemeinde   
Zur Geschichte der Synagoge   
Fotos / Darstellungen  
Erinnerungsarbeit vor Ort - einzelne Berichte   
Links und Literatur   

   

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english version)     
   
In Herborn bestand eine jüdische Gemeinde bis 1938/40. 
 
Bereits im Mittelalter gab es eine jüdische Gemeinde in Herborn, über die jedoch nur wenige Mitteilungen vorliegen. 1377 wird eine "Judenschule" in der Stadt genannt, ein Hinweis auf eine mittelalterliche Synagoge, die vermutlich vor der Judenverfolgung in der Pestzeit 1348/49 bestanden hat. 1396 wird eine jüdische Schule erwähnt.    
 
Die Entstehung der neuzeitlichen Gemeinde geht in das 17. Jahrhundert zurück, 1646 erhielt ein Jude aus Gladenbach die Erlaubnis, sich in Herborn niederzulassen. In der Folgezeit sind vermutlich weitere Juden beziehungsweise jüdische Familien nachgezogen, da 1660 die Herforder Juden (im Plural!) das Recht zum Einzelverkauf von Fleisch erhalten haben. Die Zahl der jüdischen Familien in der Stadt blieb jedoch relativ gering: zwischen 1680 und 1840 zählte die Gemeinde nie mehr als acht Haushaltungen.      
  
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Zahl der jüdischen Einwohner wie folgt: 1807 28 jüdische Einwohner, 1842 27, 1871 48 (1,9 % von insgesamt 2.568 Einwohnern), 1875 87, 1885 67 (2,2 % von 3.104), 1889 52 (in elf Haushaltungen), 1905 50 (1,6 % von 3.144), 1905 70 (1,7 % von 4.035).  

An Einrichtungen bestanden eine Synagoge (s.u.), eine Religionsschule, ein rituelles Bad und ein Friedhof. Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war ein Lehrer angestellt, der zugleich als Vorbeter und Schochet tätig war (siehe Ausschreibungen der Stelle unten). In besonderer Erinnerung blieb Lehrer Maier Rosenbaum, der von vor 1908 bis zu seinem Tod 1934 in der Gemeinde wirkte. Die Gemeinde gehörte zum Rabbinatsbezirk Weilburg (beziehungsweise Bad Ems - Weilburg).  
 
Im Ersten Weltkrieg fielen aus der jüdischen Gemeinde Albert Rosenberg (geb. 22.8.1877 in Grenzhausen, gef. 8.3.1916) und Julius Weinberg (geb. 18.4.1893 in Gersfeld, gef. 15.11.1914).  
 
Anfang der 1930er-Jahre lebten die meisten jüdischen Familien in einfachen Verhältnissen und betrieben Kleingewerbe. Zum "Mittelstand" gehörten die Familien Hecht, Hattenbach, Sternberg (Konfektionshaus in der Hauptstraße) und Seligmann. 
 
Um 1924, als zur Gemeinde 124 Personen gehörten (2,2 % von insgesamt 5.600 Einwohnern), waren die Gemeindevorsteher Leopold Hecht, Bär Sternberg und Josef Hattenbach. Als Lehrer, Kantor und Schochet war der schon genannte Maier Rosenbaum in der Gemeinde tätig. 1924 unterrichtete er 11 Kindern in Religion. An jüdischen Vereinen bestand u.a. ein Israelitischer Frauenverein (1924 unter Leitung der Frau von Sanitätsrat Dr. Weinberg, Frau Johanna Schlossmann und der Frau von Heinrich Sternberg). 1932 waren die Gemeindevorsteher Leopold Hecht (1. Vors.), Josef Hattenbach (2. Vors.) und David Löwenstein (3. Vors.). Weiterhin war Maier Rosenbaum Lehrer, Kantor und Schochet; er starb 1934. Im Schuljahr 1931/32 erteilte er noch sechs Kindern der Gemeinde den Religionsunterricht.         

1933 lebten noch 91 jüdische Personen in der Stadt (1,5 % von insgesamt 6.193 Einwohnern).
In
den folgenden Jahren ist ein Teil der jüdischen Gemeindeglieder auf Grund der Folgen des wirtschaftlichen Boykotts, der zunehmenden Entrechtung und der Repressalien weggezogen beziehungsweise ausgewandert. Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Synagoge verwüstet, mehrere jüdische Wohnungen überfallen und demoliert. Max Sternberg und Hugo Löwenstein wurden in das KZ Sachsenhausen verschleppt. 1939 wurden noch 45 jüdische Einwohner gezählt (0,7 % von insgesamt 6.478 Einwohnern). Die letzten jüdischen Einwohner wurden am 10. Juni und am 28. August 1942 über Frankfurt in das Ghetto Theresienstadt oder direkt in Vernichtungslager des Ostens deportiert: die letzten 12 waren am 28. August 1942: Simon Friedemann, Karoline Friedemann, Rosa Hattenbach, Leopold Hecht, Selma Hecht, Berta Levi, David Löwenstein, Rosa Löwenstein, Henriette Lucas, Lina Rosenbaum, Abraham Simon und Karoline Simon.       
  
Von den in Herborn geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"; darunter sind auch die Namen der jüdischen Patientinnen und Patienten der früheren "Landesheilanstalt" in Herborn genannt, die nachweislich ermordet wurden): Robert Bartenstein (1902), Berta Bing geb. Rosenstein (1885), Schemajo Blumenthal (1871), Rosa Bock geb. Sternberg (1887), Sara Bondi (1879), Martha Bornstein (1895), Ignatz Breslau (1870), Franziska Calm geb. Isak (1883), Lieba (Linda) Cloossen (1894), Herta Cohn (1896), Johanna Deutsch (1861), Sabine Einhorn geb. Bletz (1890), Selma Faber (1870), Hilde Falk (1893), Irma Frank (1908), Abraham (Albrecht) Frenkel (1874), Karoline Friedemann geb. Beifus (1878), Simon Friedemann (1875), Auguste Grünebaum geb. Rosenstein (1892), Hugo Grünewald (1876), Joseph Hattenbach (1877), Rosa Hattenbach geb. Katzenstein (1884), Else Hayum (1905), Leopold Hecht (1862), Selma Hecht geb. Homburger (1876), Max Hirsch (1880), Josef Hofmann (1892), Ernst Homberger (1872), Anna Junker (1874), Siegmund Katz (1883), Bernhard Koch (1866), Helene Langenscheid geb. Goldstein (1896), Hedwig Lebach geb. Baer (1895), Emilie Lehmann geb. Schweitzer (1868), Minna Lehmann geb. Schweitzer (1864), Isidor Leopold (1880), Berta Levi geb. Dannheisser (1873), Meier Levi (1892), Selma Levi geb. Hirsch (1904), Friedrich Levy (1889), Isaak Lilienfeld (1876), David Löwenstein (1866), Rosa Löwenstein geb. Blumenthal (1868), Henriette Lucas (1862), Josef Mandelbaum (1872), Paula Mayer geb. Franken (1901), Grete (Margarete) Meyer geb. Ullmann (1919), Irma Nussbaum (1921), Martin Pawel (1893), Karl Pollak (1901), Auguste Romberg geb. Holberg (1875), Lina Rosenbaum geb. Hecht (1873), Berta Rosenberg geb. Hirsch (1905), Emil Rosenstein (1881), Isidor Rosenstein (1890), Julius Salomon (1899), Meta Salomon geb. Stern (1909), Silvia Salomon (1933), Auguste Schiff geb. Schweitzer (1863), Suse (Susi) Schiffrin (1925), Richard Schulhaus (1887), Franziska Schweizer (1873), Abraham Simon (1868), Irma Simon (1911), Karoline Simon geb. Kirschner  (1865), Betti Stern (1896), Julchen Stern geb. Hammerschlag (1882), Moritz Stern (1877), Wilhelm Stern (1885), Ferdinand Sternberg (1885), Kurt Süskind (1919), Lina Weiler geb. Mayer (1888), Josef Weissbecker (1876), Friedrich (Fritz Louis) Wetzstein (1888), Selma Witzell geb. Herzberg (1909).   
 
Am heutigen Psychiatrischen Krankenhaus in Herborn (Zentrum für Soziale Psychiatrie Rehbergpark Herborn gGmbH) ist eine Gedenktafel angebracht mit dem Text: "Zum Gedenken an die ermordeten und zwangssterilisierten Patientinnen und Patienten der Landesheil- und Pflegeanstalt Herborn. Ihr Leben galt den Nationalsozialisten als 'lebensunwert'. Zwischen 1934 und 1939 wurden an insgesamt 1184 angeblich erbkranken Menschen Zwangssterilisationen durchgeführt. Von 1937 bis 1945 starben viele Patientinnen und Patienten, weil die Ernährung und Unterbringung absichtlich drastisch verschlechtert wurde. Am 25.09.1940 wurden 22 jüdische Frauen und 16 jüdische Männer aus der Anstalt abtransportiert und in Brandenburg/Havel ermordet. Von Januar bis Juli 1941 wurden 1630 Kranke über Herborn in andere Anstalten verlegt. Fast alle von ihnen wurden Opfer der 'Euthanasie'-Verbrechen in Hadamar: 273 davon stammten aus Herborn. Am 23.07.1941 wurden 504 Patientinnen und Patienten in andere Anstalten gebracht. Von vielen ist ihr Schicksal unbekannt. Die noch Lebenden und die Getöteten Menschen verpflichten und mahnen uns: Es gibt kein lebensunwertes menschliches Leben".       
  
Im November 2013 wurde am Eisernen Steg in Herborn ein Denkmal mit den Namen von 63 ermordeten jüdischen Herbornern eingeweiht (siehe Pressebericht unten).
    
    
    
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde 
 
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer  
Ausschreibungen der Stelle des Religionslehrers / Vorbeters / Schochet 1875 / 1878 / 1886 / 1887 / 1893  
     

Herborn Israelit 10111875.jpg (24124 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 10. November 1875: "In der israelitischen Gemeinde Herborn (Nassau) ist die Stelle eines Lehrers und Vorbeters mit 900 Mark zu besetzen. Reflektierende wollen ihre Offerten mit Zeugnissen franco einsenden an den 
Vorsteher J. Rosenthal"
   
Herborn Israelit 20031878.jpg (32068 Byte) Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 20. März 1878: "Hiesige Lehrer- und Kantor-Stelle ist sofort zu besetzen. Gehalt Mark 900 fix. Wer Schochet ist, kann diese Stelle auch dabei erhalten. Anmeldungen mit Zeugnissen nimmt entgegen der Vorstand. Russen und Polen werden nicht berücksichtigt. Herborn bei Wiesbaden, 17. März 1878. 
J. Rosenthal."   
  
Herborn Israelit 15041886.jpg (41948 Byte) Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 15. April 1886: "Die hiesige Religionslehrer-, Vorbeter- und Schächterstelle ist vakant und soll alsbald wieder besetzt werden. Jährliches Einkommen beläuft sich auf ca. 900 Mark. Bewerber wollen sich bei dem Unterzeichnete melden. Reisekosten werden nur dem Gewählten vergütet.  
Herborn, 12. April 1886.   J. Löwenstein, Vorsteher."   
 
Herborn Israelit 03021887.jpg (35864 Byte) Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 3. Februar 1887: "Die Kultusgemeinde Herborn (Hessen-Nassau) sucht auf 1. März 1887 einen Lehrer, Vorbeter und Schächter. Jährlicher Gehalt circa 900 Mark.   
Nur unverheiratete Bewerber werden berücksichtigt.  
S. Süskind, Vorsteher". 
 
Herborn Israelit 18071887.jpg (37260 Byte) Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 18. Juli 1887: "Die israelitische Gemeinde Herborn sucht per 1. August einen unverheirateten jungen Mann als Religionslehrer, Vorbeter und Schächter. Wöchentlich 12 Stunden Unterricht. Der Gehalt beträgt circa 900 Mark. Reflektanten wollen sich melden bei 
Vorsteher S. Süßkind."        
  
Herborn Israelit 11121893.jpg (59674 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 11. Dezember 1893: "Wir suchen per sofort oder zum 1. Januar einen seminaristisch gebildeten Lehrer, welcher Kantor und Schochet ist. Gehalt 600 Mark, Nebeneinkommen durch Schächten 200-300 Mark. Nur unverheiratete deutsche (kein Ausländer) Bewerber mögen sich unter Einsendung ihrer Zeugnisse melden. Dem Gewählten werden die Reisekosten vergütet.  
Herborn, Bez. Wiesbaden.  M. Rosenstein, Vorsteher".   

        
Zum Tod des Lehrers Neumann (1920; Lehrer in Herborn um 1880)  

Friedberg Israelit 11031920.jpg (111219 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 11. März 1920: "Friedberg in Hessen, 7. März (1920). Unsere Gemeinde hat einen schweren Verlust erlitten. Am Heiligen Schabbat mit der Toralesung Teruma starb in Frankfurt am Main infolge einer Operation Herr Lehrer Neumann, der mehr als zwanzig Jahre die Funktionen eines Lehrers, Kantors und Schochets hier ausgeübt hat. Schüler der Präparandenanstalt zu Burgpreppach und des Seminars zu Köln war er nacheinander in Lohrhaupten, Herborn, an der Israelitischen Religionsgesellschaft in Gießen, in Reinheim, Groß-Gerau und schließlich dahier tätig. Überall wusste er sich durch große Pflichttreue und Gewissenhaftigkeit die Zufriedenheit der Gemeinden zu erwerben. An seinem Grabe sprachen Herr Rabbiner Dr. Sander, Gießen, der besonders das Lehrgeschick des Verstorbenen hervorhob, Herr Lehrer Ehrmann, dahier, für den ‚Unabhängigen Verein israelitischer Lehrer Hessens’ und für den ‚Bund gesetzestreuer jüdischer Lehrer Deutschlands’, denen der Verewigte angehört hatte, Herr Rektor Philipps von der hiesigen Volksschule, das Vorstandsmitglied Herr Ferdinand Krämer für die Gemeinde und Herr Studienassessor Ehrmann, Frankfurt am Main, im Namen der Schüler. Möge sein Andenken ein gesegnetes sein! Seine Seele sei eingebunden in den Bund des Lebens."  

  
Zum Tod von Heinrich Reuß, Lehrer in Herborn um 1880 (gest. 1924 in Berlin)

Neustadtgoedens Israelit 04121924.jpg (98692 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 4. Dezember 1924: "Berlin, 28. November 1924: "Berlin, 28. November (1924). In Berlin verstarb Heinrich Reuß, ein verdienter Pädagoge und durch seine Artikel auch unseren Lesern wohl bekannt. Reuß ist in Oberlauringen geboren, von wo er mit 12 Jahren nach Burgpreppach (Präparandie) und dann nach Würzburg ins Lehrerseminar kam. Er war zuerst Religionslehrer in Herborn und dann 12 Jahre Volksschullehrer und Prediger in Neustadt-Goedens. Von dort kam er nach Aurich, wo er 14 Jahre als Hauptlehrer, Prediger und Chasen segensreich wirkt. Seit 1908 lebte er in Berlin, wo er 14 Jahre lang als Religionslehrer der Adaß und als Lehrer an der Talmud-Tora Knesset-Jisroel wirkte. Er starb im Alter von 62 Jahren, wovon er 43 Jahre als Lehrer eine Generation zur Tora und zu Weisheit erzog. Eine große Reihe pädagogischer, religionsphilosophischer und belletristischer Schriften sichert sein Andenken für alle Zeiten. Seine Seele sei eingebunden in den Bund des Lebens."

  
Verbesserungen für den Ruhegehalt des Lehrers (1908)
    

Mitteilung im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 18. September 1908: "Oberlahnstein. Dem Beispiele der meisten Gemeinden im ehemaligen Herzogtum Nassau folgend, kaufte nunmehr auch unsere Kultusgemeinde die hiesige jüdische Lehrerstelle in die Ruhegehaltskasse der Kommunalbeamten des Regierungsbezirks Wiesbaden ein. - Diese erfreuliche Tatsache ist auch von den Gemeinden Herborn und Langenschwalbach zu berichten. - Vivat sequentes!"   

   
   
Aus dem jüdischen Gemeindeleben
 

Die jüdische Gemeinde verkauft eine Torarolle (1901)  

Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 23. Mai 1901: "Eine gut erhaltene Sefer Thora ist preiswürdig zu verkaufen. Gefällige Anfragen sind zu richten an Kultusvorsteher Hecht, Herborn, Bezirk Wiesbaden."   

    
Spendenaufruf für bedürftige Familie von Lehrer Maier Rosenbaum (1908)   

Herborn Israelit 17091908.jpg (50190 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 17. September 1908: "Herzliche Bitte! 
Unterzeichneter appelliert an den Wohltätigkeitssinn aller Glaubensgenossen, eine arme, sehr bedürftige Familie zu unterstützen. Da größere Schulden zu decken sind, so möge meine Bitte nicht unerhört bleiben. - 
Spenden befördert 
M. Rosenbaum, Lehrer  
Herborn (Nassau)."  

   
   
Berichte zu einzelnen Personen aus der Gemeinde 
Zum Tod von Sanitätsrat Dr. Salomo Weinberg (1931)  

Gersfeld Israelit 22011931.jpg (106924 Byte) Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 22. Januar 1931: "Herborn, 16. Januar (1931). Am 12. Januar verschied hier unerwartet im 66. Lebensjahr - aus einem selten arbeitsreichen und fruchtbaren Wirken jäh hinweggerissen - der praktische Arzt, Sanitätsrat Dr. Salomo Weinberg. 
Der Verblichene, einem angesehenen gesetzestreuen Haus in Gersfeld (Rhön) entstammend, übte zuerst seine Praxis in seinem Heimatsorte aus und siedelte dann vor 20 Jahren nach Herborn über. Schön früh erwarb er sich durch seine ungewöhnliche berufliche Tüchtigkeit, verbunden mit hohen menschlichen Qualitäten, in seltenem Maße die Achtung und das Vertrauen seiner Mitbürger. Trotz seines anstrengenden Berufes eignete er sich schon in jungen Jahren ein großes religiöses Wissen an, sodass ihm schon bald die Chowerwürde zuteil wurde. 
Mit Dr. Weinberg ist ein Mann dahingegangen von eigenem Gepräge, eine geschlossene Persönlichkeit, ein fester Charakter, der, in sich beruhend, still und gerade seinen Weg ging. Treue zum Gesetze in sich und über sich, Gewissenhaftigkeit und Ehrfurcht, das machten das Wesen dieses Mannes aus. Aus dieser Grundhaltung heraus versteht sich - nur einem nicht tief genug gehenden, unverständlich - die Synthese von streng gesetzhaftem naturwissenschaftlichem Handeln, die auch im kleinsten Detail zur gewissenhaften Durchführung der Gebote und Vorschriften der jüdischen Lehre führt. 
Tiefe Religiosität erfüllte die Seele dieses adligen und starken Menschen, dessen seltener kritischer und überlegener Geist demütig Halt machte vor den Rätseln des Unerforschlichen. Seine Seele sei eingebunden in den Bund des Lebens."   

    
Untersagung der Ausübung der Handelstätigkeit für jüdische Unternehmen (1937)  
(aus der Sammlung von Hans-Peter Trautmann)       

Reichelsheim Dok 14051937.png (194711 Byte) Anzeige vom 14. Mai 1937: "Untersagung der Ausübung der Handelstätigkeit wegen Unzuverlässigkeit. 
Lpd. Die Landesbauernschaft Hessen-Nassau teilt mit: Im Gebiet der Landesbauernschaft Hessen-Nassau ist im Jahre 1936/37 folgenden Betrieben wegen Unzuverlässigkeit die Handelserlaubnis entzogen worden: 1. Gebrüder Karlsberg, Viehhandlung, Fränkisch-Crumbach. (Entzug der Handelserlaubnis - Entscheidung des Provinzialausschusses der Provinz Starkenberg vom 21.10.1936). 2. Gustav Sternberg, Viehhändler, Herborn (Dillkreis), Hauptstraße 105a. (Entzug der Handelserlaubnis für Vieh, Fleisch, rohe Häute und Felle - Verfügung des Landrats von Dillenburg vom 24.10.1936). 3. Ludwig Oppenheimer, Neckarsteinach. (Ablehnung der Legitimationskarte für 1936 - Entscheidung des Provinzialausschusses Starkenburg vom 7.10.1936 und für 1937 - Entscheidung des Kreisamtes Heppenheim a.d.B.) ...  6. Firma Gärtner und Blum, Nierstein am Rhein (Entzug der Handelserlaubnis wegen Verstoßes gegen das Weingesetz. Urteil des Landgerichts Mainz - Große Strafkammer). 7. S. Heymann Söhne, Mainz, Breidenbacherstraße 25 (Entzug der Handelserlaubnis wegen Verstoßes gegen das Weingesetz - Urteil des Landgerichts Mainz. Große Strafkammer).... Die Firmen zu 1,2,3,6 und 7 sind sämtlich jüdische Firmen."     

   
   
Erinnerungsarbeit vor Ort - einzelne Berichte 

November 2013: Ein Mahnmal für die ermordeten jüdischen Herborner wird eingeweiht    
Artikel von Christian Röder in mittelhessen.de vom 8. November 2013: "'Auch Herborn war ein Tatort'
EINWEIHUNG Mahnmal am Eisernen Steg erinnert an ermordete Juden

Herborn. In würdevollem Rahmen haben Vertreter der Stadt und der Kommunalpolitik gestern das Denkmal für die von den Nationalsozialisten ermordeten Juden Herborns am Eisernen Steg eingeweiht. Über 250 Personen - darunter viele Nachkommen der Holocaust-Opfer - nahmen an der Veranstaltung teil.
"Wer die Geschichte vergisst, muss sie wieder erleben", prangt in großen Lettern auf dem Gedenkstein, einem "Nero Africa Impala". Darüber stehen die Namen von 63 Herborner Opfern des nationalsozialistischen Terrors zwischen 1933 und 1945. Das Herborner Denkmal solle nicht nur erinnern, sondern "fordern und anspornen", sagte Stadtverordnetenvorsteher Jörg Michael Müller (CDU). Es erinnere daran, dass "auch Herborn ein Tatort war".
Bürgermeister Hans Benner (SPD) sagte, dass der Massenmord "zwar durch die Hitler-Diktatur angeordnet wurde, jedoch ohne das Versagen der Gesellschaft nicht möglich war." Er dankte auch den Spendern Manfred Schäfer und Klaus Dietrich.
Denkmal-Initiator Gerald Stern aus Newcastle, dessen Großeltern von den Nationalsozialisten ermordet wurden, sagte: "Wir hatten wenige Gräber, an denen wir trauern konnten." Bei seinem ersten Besuch Herborns vor über zehn Jahren schien es ihm, als seien die Juden vergessen worden. "Heute können wir ihre Namen endlich wieder lesen und ihrer gedenken", sagte er. Das einzige "Verbrechen" seiner Großeltern, David und Rosa Löwenstein, sei es gewesen, dass sie Juden waren: "Sie waren stolz darauf, Juden und Deutsche zu sein", sagte Stern. Viele hätten im Ersten Weltkrieg für ihr Land gekämpft. Spätestens am 9. November 1938, vor 75 Jahren, wären dann Freunde zu Feinden geworden. Reverend Bernd Koschland weihte das Denkmal ein. Auf hebräisch trug er das "Gebet der Erinnerung" vor und sagte: "Synagogen und Körper kann man zerstören, aber nicht den Geist des Judentums und der Juden." Benner und Müller trugen anschließend im Wechsel die Namen der Ermordeten vor. Dann machte ein kleiner Junge den Anfang und legte einen Stein vor dem Denkmal nieder. Viele weitere Blumen, Kerzen und Steine folgten. Nie mehr dürfe Unrecht das Recht des Einzelnen dominieren und pervertieren, sagte Müller zum Abschluss. Das Denkmal bedeute auch große Verantwortung."  
Link zum Bericht     
Programm der Gedenkstunde Einweihung Holocaust-Denkmal Herborn am 8. November 2013  (pdf-Datei)  
Rede von Gerald Stern zur Einweihung des Holocaust-Denkmales am 8. November 2013 (pdf-Datei)        
       
Fotos des Denkmales 
am Eisernen Steg 
(erhalten von Gerald Stern, 
Newcastle) 
Herborn Denkmal 121.jpg (234045 Byte) Herborn Denkmal 131a.jpg (359093 Byte) Herborn Denkmal 124.jpg (163853 Byte) Herborn Denkmal 120.jpg (121379 Byte)
    am Denkmal nach der Enthüllung: Mayor Hans Benner, Rev. Bernd Koschland und Gerald Stern  Gedenkinschrift mit Symbolik (Buchstaben rechts Abkürzung für 
"seligen Andenkens") und den Namen der aus Herborn stammenden 
und in der NS-Zeit ermordeten jüdischen Personen

    
    
    
Zur Geschichte der Synagoge           
    
Im Mittelalter war eine (1377 genannte) "Judenschule" (Synagoge) vorhanden. Es wurde mehrfach die Vermutung geäußert, dass sich diese - auf Grund des vorhandenen rituellen Bades möglicherweise bereits im Haus Kornmarkt 22 bzw. einem mittelalterlichen Vorgängerbau befand. Nach Thea Altaras war das rituelle Bad eine selbständige Anlage. Es ist nach ihr möglich ("keineswegs auszuschließen"), jedoch nicht nachzuweisen, dass diese Anlage des rituellen Bades bereits mit der 1377 erwähnten Synagoge bzw. der 1396 erwähnten jüdischen Schule in baulicher Verbindung gestanden ist. So bleibt offen, wo sich die mittelalterliche Synagoge in der Stadt befand.    
  
Das Gebäude Kornmarkt 22 wurde Anfang des 17. Jahrhunderts (1609) nach einem Besitzerwechsel in größerem Ausmaß renoviert und vergrößert. Um 1677 erfolgte ein erneuter Besitzwechsel eines Gebäudeteils: die südliche Hälfte des Gebäudes kam in jüdischen Besitz. Damals wurden eine Synagoge, Schulräume für den Unterricht und eine Wohnung eingerichtet. Die Wohnung könnte von einem Rabbiner bewohnt gewesen sein, was nach Thea Altaras "durchaus möglich gewesen sein konnte, zumal Anfang des 18. Jahrhunderts auch Rabbi Levi aus Katzenfurt an der Hohen Schule in Herborn mitgewirkt haben soll".  
  
1805 kam auch die nördliche Hälfte des Gebäudes am Kornmarkt in jüdischen Besitz. 1840 wechselte das Gebäude wiederum den Besitzer, jedoch fand auch danach, mit kurzen Unterbrechungen, der jüdische Gottesdienst in diesem Gebäude in einem gemieteten Raum statt. 
   
1875 richtete die jüdische Gemeinde eine Synagoge (beziehungsweise einen Betraum) in einem einfachen Fachwerkgebäude hinter dem Amtsgericht ein. 1880 beantragten die überwiegend in sehr einfachen Verhältnissen lebenden jüdischen Familien der Stadt bei den Behörden die Durchführung einer Kollekte für einen Synagogenneubau, jedoch reichten die eingesammelten Summen - auch von einer später durchgeführten weiteren Kollekte - zum Bau einer neuen Synagogen nicht aus. 1928 hatte die Gemeinde erneut vor, einen Synagogenneubau anzugehen, da sich das Gebäude hinter dem Amtsgericht in baufälligem Zustand befand. Die jüdische Gemeinde bat damals den Magistrat darum, dass ein Bauplatz für einen Synagogenplatz unentgeltlich zur Verfügung gestellt wird. 1929 wurde der Entwurf einer neuen Synagoge (mit 64 Plätzen für Männer und 48 für Frauen) vorgelegt. Die Pläne konnten jedoch nicht mehr ausgeführt werden, obwohl im Februar 1932 der Magistrat eine finanziellen Zuschuss für die Errichtung einer Synagoge in Aussicht gestellt hatte. Für den Neubau war ein Bauplatz an der Ecke Mühlgasse und Schulhofstraße (gegenüber der Hohen Schule) vorgesehen. 
       
Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Synagoge hinter dem Amtsgericht verwüstet in angezündet. Das Dach des Synagogengebäudes wurde dabei zerstört. Das Gebäude blieb nach 1945 erhalten, wurde jedoch 1982 abgebrochen.    
 
Das rituelle Bad im Kellergewölbe des Hauses Kornmarkt 22 wurde 1983 ausgegraben und restauriert. Es befindet sich in der südlichen Hälfte des aus Bruchsteinen gemauerten Gewölbekeller. Eine exakte Datierung mit baugeschichtlichen Daten des Bades ist nicht möglich. Nicht ausgeschlossen werden kann, dass das Bad bereits im 14. Jahrhundert in Verbindung mit einer 1377 erwähnten Synagoge in Herborn stand. Doch ist dies auch bislang nicht nachzuweisen. Zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert haben mehrere Umbauten des Hauses und Renovierungsarbeiten am rituellen Bad ihre Spuren hinterlassen. Die letzte größere Renovierung des Bades war im 19. Jahrhundert, als veränderte Vorschriften zum Betrieb der Mikwen staatlicherseits erlassen wurden (betreffs Beheizung des Raumes, Erwärmen von zusätzlichem Wasser, Hygiene u.a.m.). Nach einem Bericht von 1837 benutzten die damals fünf jüdischen Familien der Stadt die Mikwe. Der von Medizinalrat Dr. Müller erstellte Bericht über den Zustand des Judenbades sorgte vermutlich für eine baldige Renovierung der Mikwe.    
    
Die Mikwe ist zugänglich über den Seiteneingang im Hanauer Hof (Schlüssel erhältlich im Museum der Stadt). 
  
  
Adresse/Standort der Synagogen  Alte Synagoge bis nach 1840 im Gebäude Kornmarkt 22;  Synagoge von 1875 bis 1938 hinter dem Amtsgericht.  
  
  
Fotos
(Quelle: Fotos und Pläne zum rituellen Bad: Altaras s.Lit. 1994 S. 80-81; neuere Fotos Haus Kornmarkt 22: Hahn, Aufnahmedatum 27.10.2009)  

Das Gebäude Kornmarkt 22 - Synagoge von ca. 1680 bis nach 1840 

Herborn Synagoge 183.jpg (88541 Byte) Herborn Synagoge 182.jpg (89213 Byte) Herborn Synagoge 181.jpg (97138 Byte)
Das Gebäude Kornmarkt 22 mit Hinweistafel: "Kornmarkt 22. Erbaut 1609 von dem Herborner Stadtschreiber Andreas Jakob Hoen als Doppelhaus mit seitlichem Eingang. Ab ca. 1680 bis um 1840 diente die südliche Hälfte des Gebäudes als Synagoge der jüdischen Gemeinde zu Herborn."  
         

Das rituelle Bad im Keller des Hauses Kornmarkt 22

Herborn Mikwe 050.jpg (62294 Byte) Herborn Mikwe 051.jpg (63208 Byte) Herborn Mikwe 052.jpg (40588 Byte)
Während der Freilegung 
der Mikwe 1983
Nach der Instandsetzung im September 1988:
 Blick vom südlichen Rand 
Blick vom 
nördlichen Rand 
       
Herborn Mikwe P010.jpg (57742 Byte) Herborn Mikwe P011.jpg (46320 Byte) Herborn Mikwe P012.jpg (68441 Byte)
Grundriss des 
Ritualbades 
Querschnitt I-I und II-II 
(vgl. Grundrissplan links)
Längsschnitt III-III 
(vgl. Grundrissplan links)
Legende: B = perforierter Holzboden; F = Feuerstelle; H = Holztreppchen mit Wange; L = Lüftungsöffnung; Ö = zugemauerte Öffnung, ca. 20 x 20 cm; T = zugemauerte Tür; V = Verkleidung aus Holz; Z = Ziegelstein-Verkleidung 
     
Neue Fotos des Ritualbades werden noch ergänzt; über Zusendungen freut sich der Webmaster der "Alemannia Judaica"; Adresse siehe Eingangsseite.  
     

    
    
Links und Literatur

Links:  

Website der Stadt Herborn  
Webportal HS 010.jpg (66495 Byte)Webportal "Vor dem Holocaust" - Fotos zum jüdischen Alltagsleben in Hessen mit Fotos zur jüdischen Geschichte in Herborn 

Literatur:  

Germania Judaica II,1 S. 354-355.
Paul Arnsberg: Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Anfang - Untergang - Neubeginn. 1971. Bd. I S. 352-353.   
Rüdiger Mack: Juden an den hessischen Hochschulen im 18. Jahrhundert. In: Schriften der Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen VI. Neunhundert Jahre Geschichte der Juden in Hessen. Wiesbaden 1983 S. 293-295. 
Helmut Groos: Dokumente der Judenverfolgung in Herborn. In: Heimatjahrbuch für das Land an der Dill. Dillenburg 1985. 
Kein Artikel zu Herborn in Thea Altaras: Synagogen in Hessen. Was geschah seit 1945? 1988. 
Ausführlich zu Herborn in dies.: Das jüdische Rituelle Tauchbad und: Synagogen in Hessen. Was geschah seit 1945 Teil II. 1994. S. 76-82.
dies.: Neubearbeitung der beiden Bände. 2007² S. 215-221.    (mit weiteren Literaturangaben)
Studienkreis Deutscher Widerstand (Hg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945. Hessen I Regierungsbezirk Darmstadt. 1995 S. 
Pinkas Hakehillot: Encyclopedia of Jewish Communities from their foundation till after the Holocaust. Germany Volume III: Hesse -  Hesse-Nassau - Frankfurt. Hg. von Yad Vashem 1992 (hebräisch) S. 452-454.   
Christina Diederichs/Kerstin Ehrlich: Auf den Spuren jüdischen Lebens in Herborn. Seminararbeit im Fach Staat und Verfassung. Download der pdf-Datei.  

  
    


 

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the Holocaust". 
First published in 2001 by NEW YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad Vashem Jerusalem, Israel.

Herborn  Hesse-Nassau. After the Black Death persecutions of 1348-49, a permament community was not established until about 1680, when the Jews built a synagogue. Numbering 48 in 1871, the community maintained a school (1870-1933), was affiliated with the Bad Ems rabbinate, and grew to 124 (2 % of the total) in 1925. Its synagogue was destroyed on Kristallnacht (9-10 November 1938) and 46 of the 91 Jews left (mostly emigrating) by 1939; at least 22 were eventually deported. 
    
     

                   
vorherige Synagoge  zur ersten Synagoge nächste Synagoge   

               

 

Senden Sie E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website an Alemannia Judaica (E-Mail-Adresse auf der Eingangsseite)
Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 03. Dezember 2015