Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


Eingangsseite

Aktuelle Informationen

Jahrestagungen von Alemannia Judaica

Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft

Jüdische Friedhöfe 

(Frühere und bestehende) Synagogen

Übersicht: Jüdische Kulturdenkmale in der Region

Bestehende jüdische Gemeinden in der Region

Jüdische Museen

FORSCHUNGS-
PROJEKTE

Literatur und Presseartikel

Adressliste

Digitale Postkarten

Links

 


zurück zur Übersicht "Synagogen in der Region"  
zurück zur Übersicht "Synagogen in Rheinland-Pfalz" 
zur Übersicht "Synagogen im Landkreis Mainz-Bingen und Stadtkreis Mainz"
   

Nierstein mit Schwabsburg (VG Rhein-Selz, Kreis Mainz-Bingen)
Jüdische Geschichte / Synagoge 
(erstellt unter Mitarbeit von Wolfgang Kemp, Oppenheim) 

Übersicht:   

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde  
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde   
Berichte zu einzelnen Personen aus der Gemeinde  
Anzeigen jüdischer Gewerbebetriebe / Privatpersonen   
Kennkarten aus der NS-Zeit   
Nach der Deportation / Emigration: Anzeigen in der jüdisch-amerikanischen Zeitung "Der Aufbau"     
Zur Geschichte der Synagoge   
Fotos / Darstellungen 
Erinnerungsarbeit vor Ort - einzelne Berichte   
Links und Literatur   

     

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde    
    
In Nierstein bestand in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine kleine jüdische Gemeinde. Erstmals werden 1740 jüdische Einwohner genannt (in Oppenheim, Nierstein und Schwabsburg lebten damals zusammen zehn jüdische Familien). 1754 werden Benedict Mendel und Joseph Isaac als Schutzjuden am Ort erwähnt. 1785 bittet der Niersteiner Bürgermeister beim Oberamt in Oppenheim um die nachträgliche Genehmigung der Heirat des Niersteiner Juden Joseph Wolf. In diesem Jahr wird auch des Schutzjuden Moyses Hirt Sohn genannt. 1797 gab es zwei jüdische Familien sowie eine arme jüdische Witwe mit Kindern am Ort.  
  
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Zahl der jüdischen Einwohner wie folgt: 1806 drei jüdische Familien (Benedict Nathan, Wolf Joseph und Moises Joseph), 1808 27 jüdische Einwohner, 1817 41 (in acht Familien), 1824 35 (1,7 % der Gesamteinwohnerschaft von 2.076), 1861 47, 1900 79. 
  
Bei den acht jüdischen Familien im Jahr 1817 handelte es sich um die Familien der folgenden Personen: Schiffer Sebastian Wolf; Händler Wilhelm Mayer, Witwe Philippina Meyer, Händler Benedict Blum, Witwe von Moses Joseph, Moses Epstein, Weinhändler Joseph Mayer Koefer, Joseph Blum (genauere Angaben zu den einzelnen Familien im Beitrag von Wolfgang Kemp s.Lit.).  
  
Die jüdischen Familien lebten zunächst vor allem vom Handel. 1808 wird eine Cattunhandlung der Gebrüder Isaac und Jacob Mayer genannt. Ein größeres Weingut hatte in der Mitte des 19. Jahrhunderts in Nierstein Israel Bloch aus Mainz (gest. 1861, siehe Artikel unten). 
  
An Einrichtungen hatte die jüdische Gemeinde zeitweise eine Synagoge / Betsaal (s.u.). Ansonsten wurden die Einrichtungen in Oppenheim mitbenutzt. Ein eigener Religionslehrer / Vorbeter war vermutlich zu keiner Zeit vorhanden. Der Religionsunterricht der Kinder der Gemeinde wurde durch den Lehrer aus Oppenheim erteilt. Vorbeterdienste im Betsaal konnten auch ehrenamtlich übernommen werden.  
  
Im Ersten Weltkrieg fiel aus der jüdischen Gemeinde Jakob Kohlmann (geb. 3.3.1875 in Niederheimbach, gef. 29.10.1915). Der in Nierstein geborene und später in Oppenheim wohnhafte Ludwig Hirsch hat im Krieg einen Arm verloren (er wird auch im Bericht der nationalsozialistischen Ausschreitungen 1928 genannt, siehe unten); er kam nach der Deportation im Ghetto Theresienstadt ums Leben (sein Sohn Edmund war Ende 1938 totgeschlagen worden).  
  
1932 wurden 42 jüdische Einwohner gezählt (in zehn Haushaltungen), die der jüdischen Gemeinde in Oppenheim zugeteilt waren. Mit der Oppenheimer Gemeinde gehörte auch Nierstein zum Bezirksrabbinat in Mainz. Mehrere der jüdischen Familien hatten in Nierstein gut gehende Geschäftshäuser, viele waren in der Bevölkerung beliebte und angesehene Bürger.    
      
Nach 1933 ist ein Teil der jüdischen Gemeindeglieder (1933: ca. 40 Personen) auf Grund der Folgen des wirtschaftlichen Boykotts, der zunehmenden Entrechtung und der Repressalien weggezogen beziehungsweise ausgewandert. Beim Novemberpogrom 1938 wurden durch SA-Leute die jüdischen Wohnungen, Einrichtungen und Geschäfte demoliert. Die Familie Josef Kaufmann konnte danach die Wohnung nicht mehr betreten, da sie unbewohnbar geworden war. Im August 1941 zog Josef Kaufmann mit seiner Frau und seinem Bruder Ernst Abraham mit seiner Frau nach Mainz. Seitdem wohnten in Nierstein keine jüdischen Personen mehr.   
     
Von den in Nierstein geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945";  kritisch durchgesehen und ergänzt von Wolfgang Kemp): Eduard Blum (?) 1936 Freitod, Gustav Blum (1865), Charlotte Blum geb. Mainzer, Ehefrau von Gustav (1875), Karoline Eller geb. Hirsch (1891) Kornsandopfer s.u., Adolf Aron Feiner (1868), Auguste Feiner, Tochter von Adolf (1898), Paula Feiner, Tochter von Adolf (1890), Juliane Gärtner geb. Blum, Schwester von Gustav (1859), Elise Herzberg geb. Mayer, Wwe (1864), Betty Heumann geb. Grünebaum (1902), Emil Hirsch (1885), Jakob Hirsch, Ehemann von Emma (1884) (hat Theresienstadt überlebt), Emma Hirsch geb. Koch (1880), Ludwig Hirsch (Oppenheim) (1896), Edmund Hirsch, Sohn von Ludwig (Oppenheim) (1922), Josef Kaufmann (1871), Fanny Kaufmann geb. Hamburger, Ehefrau von Josef (1872), Frieda Kaufmann, Tochter von Josef und Fanny (1900), Else Babette Kaufmann, Tochter von Josef und Fanny (1907), Stella Kaufmann, Kind von Else (1937), Alois Koch (1876), Anna geb. Beck, Ehefrau von Alois (1877), Heinrich Koch (1886), Frieda Koch geb. Frank, Ehefrau von Heinrich (1882) Bernhard Mayer (1862), Max Schwed, Ehemann von Johanna (1892), Johanna Schwed geb. Feiner, Tochter von Adolf (1896), Ferdinand Sonnenberg, Ehemann von Jenni (1886), Jenni Sonnenberg geb. Hirsch (1898), Emmi Sonnenberg, Tochter von Ferdinand und Jenni (1917), Markus Weiler (1878), Franziska Weiler geb. Mayer, Ehefrau von Markus (1876), Dr. Julius Weiler, Sohn von Markus und Franziska (1906), Anna Maria Weiss geb. Bamberger (1898), Willibald (Willy) Wolf (1882), Flora Wolf geb. Oppenheimer, Ehefrau von Willy (1886), (gemeinsamer Freitod mit ihrem Mann), Josefine Zeller (1909). 
  
Aus Schwabsburg sind umgekommen: Johanette Boll geb. Wolf (1883), Gustav Wolf (1881), Willibald (Willy) Wolf (1882, vgl. Kennkarte unten)  
 
Am 22. Juni 2013 wurden an zwölf verschiedenen Stellen innerhalb des Stadtgebietes zur Erinnerung an 30 Opfer des nationalsozialistischen Terrors "Stolpersteine"  verlegt (jüdische und nichtjüdische Personen). Die "Stolpersteine" erinnern an: Rina Kohlmann geb. Koch und Erna Metzger geb. Kohlmann (Tempelhof 7), Ernst-Alfred Grünebaum, Stella Grünebaum geb. Kaufmann und Berthe Inge Grünebaum (Marktplatz 7), Alois Koch, Anna Koch geb. Beck, Frieda Koch geb. Frank, Heinrich Koch, Emma Hirsch geb. Koch, Jenny Sonnenberg geb. Hirsch, Ferdinand Sonnenberg und Emmi Sonnenberg (Rheinstraße 12), Willy Wolf, Flora Wolf geb. Oppenheimer und Liesel Wolf (Rheinstraße 3), Franziska Weiler geb. Mayer, Markus Weiler, Dr. Julius Weiler und Kurt Weiler (Rheinstraße 1), Georg Eberhard (Tiefer Weg 20), Adolf Aron Feiner, Paula Feiner und Auguste Feiner (Oberdorfstraße 19), Jakob Schuch (Oberdorfstraße 70), Jakob Schuch (Winzerstraße 12), Nikolaus Lerch (Fäulingstraße 31), Johann Eller und Cerry Eller geb. Hirsch (Ringstraße 19) sowie Adam Schmitt (Ringstraße 9.) Oberdorfstraße 51: Max, Selma und Anna Levy. Im Mai 2014 wurden 16 Stolpersteine an vier Stellen verlegt, die an die folgenden Personen erinnern: Max, Selma und Anna Levy (Oberdorfstraße 51e), Gustav, Charlotte und Robert Blum (Rheinstraße 23), Josef, Fanny, Irma Regine, Frieda, Alice Amalie, Jenny, Else-Babette und Stella Kaufmann (Rheinstraße 38), Jakob Hirsch (Rheinstraße 12).  
Weitere "Stolpersteine" werden im Juli 2015 für Familie Goldschmitt verlegt (Glockengasse). 
Vgl. Informationen und Fotos in http://www.geschichtsverein-nierstein.de/alben/stolpersteine/  
         

cerry_eller.jpg (9084 Byte)Hinweis auf die "Kornsandmorde" bei Nierstein: am 21. März 1945 wurden auf dem rechtsrheinischen Kornsand gegenüber Nierstein fünf Niersteiner und ein Oppenheimer Bürger ermordet. Unter den Ermordeten war auch die in obiger Liste aufgeführte Karoline (genannt: Cerry) Eller geb. Hirsch (geb. 1891 in Chicago aus jüdischer Familie; der Vater Hermann Hirsch hatte nach Rückkehr aus Amerika in Oppenheim einen Altwarenhandel; Foto links aus der unten genannten Website), die in Nierstein mit den evangelischen Maurer Johannes Eller verheiratet und anlässlich ihrer Hochzeit zum evangelischen Glauben übergetreten war. Beide wurden auf dem Kornsand ermordet. 
Zu den "Kornsandmorden" vgl. u.a. die Website www.kornsandverbrechen.de, eine Seite des Geschichtsvereins Nierstein sowie einen Wikipedia-Artikel  

      
      
     
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde 
 
Berichte zu einzelnen Personen aus der jüdischen Gemeinde  
Zum Tod des Weingutbesitzers Israel Bloch (1861)

Nierstein Israelit 06111861.jpg (58829 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 6. November 1861: "Mainz, den 29. Oktober (1861). Gestern Morgen verschied plötzlich vom Schlage gerührt auf seinem Gute in Nierstein der durch seine Besitzungen daselbst auch in weiteren Kreisen bekannte Herr Israel Bloch von hier. Der Verstorbene, der sich durch eigene Tätigkeit ein bedeutendes Vermögen erworben, genoss die Achtung seiner Mitbürger. Die Leiche des Verblichenen wird morgen früh 8 Uhr mit der Eisenbahn hier eintreffen, um auf dem hiesigen Friedhof beerdigt zu werden."

  
Bei den schweren nationalsozialistische Ausschreitungen in Oppenheim wurde Ludwig Goldschmidt aus Nierstein schwer verletzt (1928)   

Oppenheim CVZeitung 28091928 III.jpg (119088 Byte) Artikel in der Zeitschrift des "Central-Verein" vom 28. September 1928: "Schwere nationalsozialistische Ausschreitungen in Oppenheim. Am Sonntag, den 23. September, dem Vorabend des Versöhnungsfestes, durchfuhren abends gegen 8 Uhr, von einer Veranstaltung aus Westhofen bei Worms kommend, zwei Lastautos mit einem Anhänger, vollbesetzt mit Nationalsozialisten, die hessische Kreisstadt Oppenheim a. Rh. Während der ganzen Fahrt schrieen die Insassen im Chor: Deutschland erwache, Juda verrecke. Aus den fahrenden Autos wurde ein Haus mit Steinen bombardiert, die haarscharf am Kopfe vorübergehender Passanten vorbei flogen. An einer Straßengabelung überholten die Autos einen Trupp festlich gekleideter friedlicher Männer, Frauen und Kinder, insbesondere auch junge Mädchen und beschimpften sie im Vorbeifahren in nicht wiederzugebender Weise. Gleichzeitig warfen sie mit Gläsern auf die friedlich Dastehenden, die nach der Vorbeifahrt im Abstande von den Autos ihren Heimweg fortsetzten. Plötzlich hielten die Wagen. Die Führer und eine Rotte Burschen entstiegen ihnen und überfielen die auf der Straße gehenden jungen Leute und schlugen auf sie mit Gummiknüppeln, Schlagringen und anderen Gegenstände ein, während sich die Umstehenden in einem benachbarten Hause in Sicherheit bringen konnten. Der 20jährige Ludwig Goldschmidt aus Nierstein a.Rh. sank plötzlich zusammen. Er hatte einen Stich zwischen die Rippen, dicht an der Lunge vorbei erhalten, so dass sich Hemd und Weste über und über voll Blut ergossen. Der Kriegsteilnehmer Ludwig Hirsch, ein Mann, der im Feld den halben Arm verloren hat und mit dem Eisernen Kreuz, der hessischen Tapferkeitsmedaille und dem Verwundetenabzeichnen ausgezeichnet wurde, war herbeigeeilt, weil er fürchtete, dass sein 68jähriger Vater sich in Gefahr befände. Er rief nach diesem, wurde jedoch sofort von einer Rotte uniformierter Nationalsozialisten umringt, die in rohester Weise auf seinen Kopf, Hals und Rücken einschlugen und ihm die Kleider buchstäblich vom Leibe rissen. Er tief: "Schämt ihr euch nicht, so gegen einen Kriegsteilnehmer, der einen Arm verloren hat, vorzugehen". Er riss sich los, wurde aber auf einer Strecke von 150 Meter von einem Hitlergardisten verfolgt, der mit einem feststehenden Messer auf seinen Armstumpf einschlug und erst von ihm abließ, als von den nationalsozialistischen Führern das Kommando ertönte: Jungmannschaft zurück!
Die Autos suchten daraufhin mit abgeblendetem Licht das Weite, wurden jedoch von der Kriminalpolizei in Mainz, die sofort durch die herbeigerufene Oppenheimer Gendarmerie alarmiert wurde, mit Nummern und Insassen festgestellt. Die Verwundeten fanden sofort ärztliche Hilfe und sind noch bettlägerig. Unser Berichterstatter traf Herrn Hirsch mit einem starken Schüttelfrost an, der ihn danach einer Einspritzung wegen Starrkrampfgefahr befallen hatte. Der junge Goldschmidt war infolge des großen Blutverlustes sehr geschwächt. Die Bevölkerung aller Stände drückte allgemein ihre Empörung über die rohe und feige Untat der nationalsozialistischen Burschen aus und erkundigte sich ständig nach dem Befinden der Verletzten.
Der zuständige Landesverband Hessen-Nassau des C.V. hat sofort an Ort und Stelle die nötigen Schritte zur energischen Verfolgung dieser mittelalterlichen Zustände eingeleitet."  

     
Untersagung der Ausübung der Handelstätigkeit für jüdische Unternehmen (1937)  
(aus der Sammlung von Hans-Peter Trautmann)       

Reichelsheim Dok 14051937.png (194711 Byte) Anzeige vom 14. Mai 1937: "Untersagung der Ausübung der Handelstätigkeit wegen Unzuverlässigkeit. 
Lpd. Die Landesbauernschaft Hessen-Nassau teilt mit: Im Gebiet der Landesbauernschaft Hessen-Nassau ist im Jahre 1936/37 folgenden Betrieben wegen Unzuverlässigkeit die Handelserlaubnis entzogen worden: 1. Gebrüder Karlsberg, Viehhandlung, Fränkisch-Crumbach. (Entzug der Handelserlaubnis - Entscheidung des Provinzialausschusses der Provinz Starkenberg vom 21.10.1936). 2. Gustav Sternberg, Viehhändler, Herborn (Dillkreis), Hauptstraße 105a. (Entzug der Handelserlaubnis für Vieh, Fleisch, rohe Häute und Felle - Verfügung des Landrats von Dillenburg vom 24.10.1936). 3. Ludwig Oppenheimer, Neckarsteinach. (Ablehnung der Legitimationskarte für 1936 - Entscheidung des Provinzialausschusses Starkenburg vom 7.10.1936 und für 1937 - Entscheidung des Kreisamtes Heppenheim a.d.B.) ...  6. Firma Gärtner und Blum, Nierstein am Rhein (Entzug der Handelserlaubnis wegen Verstoßes gegen das Weingesetz. Urteil des Landgerichts Mainz - Große Strafkammer). 7. S. Heymann Söhne, Mainz, Breidenbacherstraße 25 (Entzug der Handelserlaubnis wegen Verstoßes gegen das Weingesetz - Urteil des Landgerichts Mainz. Große Strafkammer).... Die Firmen zu 1,2,3,6 und 7 sind sämtlich jüdische Firmen."     

   
   
Anzeigen jüdischer Gewerbebetriebe und Privatpersonen 
Anzeige des Manufaktur- und Ausstattungsgeschäftes A. Blum Nachfolger, Inh. Carl Grünebaum (1907)    

Anzeige im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 7. Juni 1907: "Suche per sofort für mein Manufaktur- und Ausstattungsgeschäft bei zwei Jahre Lehrzeit und freier Pension 
ein Lehrmädchen. 
A. Blum Nachf., Inh. Carl Grünebaum
, Nierstein am Rhein".    

     

Kennkarten aus der NS-Zeit            
               
Am 23. Juli 1938 wurde durch den Reichsminister des Innern für bestimmte Gruppen von Staatsangehörigen des Deutschen Reiches die Kennkartenpflicht eingeführt. Die Kennkarten jüdischer Personen waren mit einem großen Buchstaben "J" gekennzeichnet. Wer als "jüdisch" galt, hatte das Reichsgesetzblatt vom 14. November 1935 ("Erste Verordnung zum Reichsbürgergesetz") bestimmt. 
Hinweis: für die nachfolgenden Kennkarten ist die Quelle: Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland: Bestände: Personenstandsregister: Archivaliensammlung Frankfurt: Abteilung IV: Kennkarten, Mainz 1939" http://www.uni-heidelberg.de/institute/sonst/aj/STANDREG/FFM1/117-152.htm. Anfragen bitte gegebenenfalls an zentralarchiv@uni-hd.de       
 
 Kennkarten zu Personen, 
die in Nierstein geboren sind
 
 Nierstein KK Blum Gustav.jpg (93136 Byte)  Nierstein KK MZ Knopp Johanna.jpg (90342 Byte)  
   KK (Mainz 1939) für Gustav Blum (geb. 3. Januar 1865 in Nierstein), 
Weinhändler, wohnhaft in Nierstein und Mainz, am 27. September 1942
 deportiert ab Darmstadt in das Ghetto Theresienstadt, wo er am
 18. Januar 1943 umgekommen ist    
 KK (Mainz 1939) für Johanna Knopp geb. Koch 
(geb. 6. August 1882 in Nierstein)  
  
    
 
       
  Nierstein KK MZ Levy Max.jpg (92459 Byte) Nierstein KK MZ Mayer Bernhard.jpg (93901 Byte)  
  KK (Mainz 1939) für Marx Lewy 
(geb. 3. April 1884 in Nierstein), Kaufmann
      
 KK (Mainz 1939) für Bernhard Mayer (geb. 16. September 1862 in Nierstein),
 Metzger, wohnhaft in Mainz, am 27. September 1842 deportiert ab Darmstadt 
in das Ghetto Theresienstadt, wo er am 28. Oktober 1942 umgekommen ist  
 
       
 Kennkarte für den in Schwabsburg 
geborenen Willibald Wolf 
     
  KK (Mainz 1939) für Willy (Willibald) Wolf 
(geb. 26. April 1882 in Schwabsburg  
   

   
   
Nach der Deportation / Emigration  
Anzeigen in der amerikanisch-jüdischen Zeitschrift "Aufbau"  
 

Schwer Lit 010.jpg (43519 Byte)Hinweis auf die Publikation
Edgar Schwer: Was ist aus ihnen geworden? Spurensuche nach jüdischen Mitbürgern in der Exilzeitschrift AUFBAU 1940 - 1950
Familienanzeigen das linksrheinische Rheinland-Pfalz und das Saarland betreffend. Verein für Heimatkunde Nonnweiler e.V.          
Anzeigen - Nierstein betreffend - in der Zeitschrift "Aufbau" - nach der Zusammenstellung von Edgar Schwer; das angegebene Datum bezeichnet die jeweilige Ausgabe des "Aufbau"; die Zeitschrift ist online einsehbar
  
Nierstein Aufbau 19121941.jpg (24966 Byte)Freitag, 19. Dezember 1941:
Verlobte Dezember 1941. HELEN ISIDOR (fr. St. Goar, a. Rh.) 718 W. 178th St. New York & ROBERT BLUM (fr. Nierstein a. Rh.) 447 Ft. Washington Ave. N.Y.  
 
Nierstein Aufbau 20111942.jpg (84862 Byte)Freitag, 20. November 1942: Nach ihrem arbeits- und erfolgreichen Leben sind meine inniggeliebten Eltern Herr WILLY W0LF im Alter von 60 Jahren und Frau FLORA WOLF, geb. OPPENHEIMER im Alter von 56 Jahren aus Nierstein am Rhein, plötzlich in Mainz, drei Tage vor der Deportation nach Polen durch den Tod entrissen worden.
Ihre seltene Güte, ihr Charakter, ihr hilfsbereites und bescheidenes Wesen werden mir mein Leben hindurch als richtungsgebend vor Augen stehen.
In tiefem Schmerz:
Liesel Wolf, 2643 Broadway at 100th Street, Apt. 5-N. N.Y.C.
Netty Boll, geb. Wolf.
Adelheid Karlsberg, geb. Oppenheimer.
Gustav Wolf und alle Verwandten.
(WOLF Willibald Willy * 26. April 1882 in Schwabsburg, wohnhaft in Nierstein und Mainz  06. September 1942, Mainz Freitod
WOLF Flora, geb. Oppenheimer * 07. Mai 1886 in Fränkisch-Crumbach, wohnhaft in Mainz.  06. September 1942, Mainz, Freitod.) 
 
Nierstein Aufbau 09031945.jpg (30815 Byte)Freitag, 9. März 1945
EDITH MAYER (f’ly Strekrade. Rhld.) & SIEGFRIED GOLDSCHMIDT (f’ly Nierstein, Rhein) will be Married. 
Sunday, March 11, at 2 a’clock, 
Hotel Marseilles 248 West 103rd Street. 894 Riverside Drive N.Y.C. 
  
Nierstein Aufbau 20041945.jpg (35786 Byte)Freitag, 20. April 1945: We are happy to announce the arrival of our son RICHARD GORDON FRANKLIN April 11, 1945.
ROBERT & HELEN BLUM, née ISIDOR (f’ly Nierstein a. Rh. - f’ly St. Goar a.Rh.) 30 Bogardus Place New York 34, N.Y. At present Gotham Hospital. 
  
Nierstein Aufbau 27081948.jpg (58619 Byte)Freitag, 27. August 1948: 
Mein innigstgeliebter Mann, unser lieber, unvergesslicher Vater, Bruder und Großvater MAX LEVY (fr. Nierstein a. Rh.) verschied nach schwerem Leiden am 16. August 1948.
In tiefer Trauer:
Selma Levy.
Ernst Levy, 2157 Alta Avenue, Louisville, Ky.
Anna Oppenheimer, geb. Levy.
Max Oppenheimer, 2 Enkelkinder, 2336 Emerson Avenue, Louisviile, Ky.
Selma Loeb.
Josef Loeb, 1924 Wrocklage Avenue, Louisville, Ky.
Emma Koch, 225 W. 106th St., Apt. 14-H, N.Y.25. 

  
  
  
Zur Geschichte der Synagoge          
   
Eine Synagoge (vermutlich ein Betsaal in einem der jüdischen Häuser) war offenbar zeitweise vorhanden. Karl Johann Brilmayer (Rheinhessen in Vergangenheit und Gegenwart, erschienen 1905 S. 344) berichtet für 1905: "die Israeliten haben eine Synagoge". Weitere Angaben liegen nicht vor. Spätestens Anfang der 1920er-Jahre besuchten die Niersteiner Juden die Synagoge in Oppenheim.  
   
   
Adresse/Standort der Synagogeunbekannt (bitte gegebenenfalls Informationen an den Webmaster von "Alemannia Judaica", Adresse siehe Eingangsseite
  
  
Fotos    

 Verlegung von 
"Stolpersteinen im Juni 2013 
(Fotos erhalten von Hans-Peter Hexemer, 
Geschichtsverein Nierstein)    
 Nierstein Juni 2013 Sto010.jpg (150605 Byte) Nierstein Juni 2013 Sto011.jpg (145375 Byte)  Nierstein Juni 2013 Sto012.jpg (182770 Byte)
  Gunter Demnig bei der Verlegung Erinnerung an die einzelnen Schicksale 

   
   
   
Erinnerungsarbeit vor Ort - einzelne Berichte  

Februar 2010: Anregung für die Verlegung von "Stolpersteinen" in Nierstein   
Artikel in der "Allgemeinen Zeitung" vom 18. Februar 2010  (Artikel): "NEU wirbt für "Stolpersteine"
NIERSTEIN.
(red). "Je weiter der Holocaust in die Vergangenheit rückt, je weniger Zeitzeugen unter uns leben, desto wichtiger wird es, dass das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus in unsere Lebensmitte, also an authentische Orte in unserer Gemeinde gerückt wird, an denen wir dem Leid der Opfer nachspüren können", sagt Thomas Gehring, Fraktionssprecher der Wählergruppe NEU. Mit dieser Begründung möchte die Wählergruppe den Gemeinderat Niersteins dafür gewinnen, dass mit sogenannten "Stolpersteinen" des Künstlers Gunter Demnig an die Niersteiner Opfer des NS-Regimes dauerhaft erinnert werden kann..."   
  
März 2010: Der Geschichtsverein in Nierstein unterstützt die Aktion "Stolpersteine"  
Abschnitt aus deinem längeren Artikel von Hellmut Wernher in der "Allgemeinen Zeitung" vom 10. März 2010 (Artikel): 
"Nierstein - Für "Stolpersteine".  
Sollte der Gemeinderat das Setzen von "Stolpersteinen" zum Gedenken an die von den Nationalsozialisten verfolgten und umgebrachten Mitbürger beschließen, so wird der Geschichtsverein fünf dieser mit Namen versehenen Metallplatten stiften. Dies beschloss die Mitgliederversammlung und nahm zustimmend zur Kenntnis, dass zwei Vereinsmitglieder aus eigenen Mitteln je einen weiteren Stolperstein spenden wollen. Zweiter Vorsitzender Hans-Peter Hexemer wies darauf hin, dass 50 Niersteiner Bürger, vor allem Juden, entweder zur Ausreise gezwungen oder ermordet wurden. Ferner sei bekannt, dass fünf Kranke und Behinderte umgebracht wurden. An diese Menschen sollen die "Stolpersteine" auf den Gehwegen vor deren damaligen Wohnungen erinnern..."  
  
Mai 2011: Der Gemeinderat spricht sich gegen die Verlegung von "Stolpersteinen" in Nierstein aus 
Aus einem Artikel in der "Allgemeinen Zeitung" vom 7. Mai 2011: "Stolpersteine zur Erinnerung an jüdische Mitbürger sollen nicht vor den jeweiligen Häusern angebracht werden, vielmehr soll eine Lösung auf dem Gelände des Ehrenmals gefunden werden." 
(Zitat aus dem Artikel: Uwe Stapf ist Beauftragter in Kulturfragen (Allgemeine Zeitung, 07.05.2011)
 
Februar 2012: Stellungnahme von Ortsbürgermeister Thomas Günther zur Ablehnung von "Stolpersteinen" in Nierstein 
Artikel: Niersteiner Ortschef nimmt Stellung zu Ablehnung von Stolpersteinen (Allgemeine Zeitung, 16.02.2012) 
 
Weiterer Artikel zur Diskussion um die "Stolpersteine" in Nierstein vom 24. Februar 2012: 
Niersteiner Wählergruppe NEU hält an Stolpersteinen fest (Allgemeine Zeitung, 24.02.2012) 
  
März 2012: Niersteiner Geschichtsverein will Verlegung der Stolpersteine selbst organisieren   
Artikel von Sonja Werner in der "Allgemeinen Zeitung" vom 28. März 2012:  
Niersteiner Geschichtsverein will Verlegung der Stolpersteine selbst organisieren (Allgemeine Zeitung, 28.03.2012)  
Hinweis: Wer bei der Vorbereitung für die Verlegung von Stolpersteinen in der Gemeinde mithelfen und sich hier ebenfalls engagieren möchte, ist herzlich eingeladen, sich beim Geschichtsverein per E-Mail unter mail@geschichtsverein-nierstein.de zu melden. 
Weitere Infos gibt es zudem unter Telefon 0 61 33 / 5 88 28.  
 
Juni 2013: In Nierstein werden "Stolpersteine" verlegt    
Artikel von Hellmut Wernher in der "Allgemeinen Zeitung" vom 24. Juni 2013: "Nierstein. Stolpersteine in Nierstein verlegt 
'Heute kehren die Namen von 30 Niersteinerinnen und Niersteinern, die allesamt Opfer des Terrors der Nationalsozialisten geworden sind, in unsere Stadt zurück', stellte Hans-Peter Hexemer, Vorsitzender des Geschichtsvereins, bei der Verlegung von Stolpersteinen an zwölf verschiedenen Stellen innerhalb des Stadtgebietes fest. Damit werde den Menschen ein Stück Würde zurückgegeben; sie würden wieder aufgenommen und blieben – mit ihren Namen als stete Erinnerung und Mahnung. 'Betrachten wir diese Heimkehr als Verpflichtung', mahnte Hexemer.
Im Beisein zahlreicher Bürger erinnerte Hexemer auf dem Tempelhof zu Beginn der Verlegungsaktion, die sich von Station zu Station bis zum späten Nachmittag hinzog, daran, dass die Mitbürger wegen ihrer politischen Gesinnung, ihres jüdischen Glaubens oder wegen körperlicher Gebrechen ausgegrenzt und gedemütigt, ihrer bürgerlichen Rechte entzogen, verhaftet und gefoltert, zur Flucht ins Exil oder in den Selbstmord getrieben, deportiert und in Lager gesperrt, erschossen und am Ende fabrikmäßig ermordet wurden. 
Zwar habe 1933 bei der Machtübernahme der Nationalsozialisten sich noch niemand den Holocaust vorstellen können, doch hätten alle die ersten Schritte sehen und den Anfängen wehren können, meinte Hexemer und verwies auf die ersten Verhaftungen, die Gleichschaltung der Vereine und die Ausgrenzung der jüdischen Mitbürger, auch in Nierstein, wo sie bis dahin als Handwerker, Arbeiter, Händler und Weinkommissionäre gelebt hatten. Nach der anfänglichen Skepsis im Gemeinderat, in dem andere Formen des Gedenkens diskutiert wurden, hatte der Geschichtsverein angesichts der zahlreichen positiven Stimmen und der vielen Unterstützer die Initiative für die Verlegung der Stolpersteine übernommen und in umfangreichen Recherchen die Daten zusammengetragen. Mit Spenden von mehr als 7000 Euro konnte die erste Verlegung finanziert werden, weitere 30 Stolpersteine sollen in zwei weiteren Schritten folgen. 
Stadtbürgermeister Thomas Günther (CDU) erinnerte daran, dass schon vor 30 Jahren eine Gedenktafel, die die Opfergruppen nenne, am Ehrenmal angebracht worden sei, und betonte ebenso wie der Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen zur NS-Zeit, Dieter Burgard, es dürfe kein Vergessen geben. Vielmehr gelte es, den Mut zu haben, gegen eine Wiederholung des Schreckens einzuschreiten. Burgard stellte heraus, die Stolpersteine sollten nicht nur auf Schicksale aufmerksam machen, sondern auch belehren und vor allem mahnen. 
Während der Künstler Gunter Demnig die Steine verlegte, wurden jeweils die Biografien der Opfer verlesen, musikalisch begleitet von Reinhard Schütz und Claudia Kessel am Vormittag sowie Thomas Ehlke am Nachmittag."   
Stolpersteine in Nierstein verlegt (Allgemeine Zeitung, 24.06.2013)  
Mai 2014: Zweite Verlegung von "Stolpersteinen"  
Niersteiner Geschichtsverein verlegt weitere 16 Stolpersteine (Allgemeine Zeitung, 14.05.2014) 
 
März / Juli 2015: Weitere "Stolpersteine werden in Nierstein verlegt    
Weitere Stolpersteine in Nierstein (Allgemeine Zeitung, 17.03.2015) 
Anmerkung: in einer dritten Aktion verlegt der Geschichtsverein die Verlegung von Stolpersteinen am 7. Juli 2015 in der Glockengasse für die Familie Goldschmitt.  

    
    

Links und Literatur   

Links:  

Website der Gemeinde Nierstein   

Literatur:  

Paul Arnsberg: Die jüdischen Gemeinden in Hessen. 1971 Bd. II S. 180-187 (unter Oppenheim). 
Landesamt für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz/Staatliches Konservatoramt des Saarlandes/ Synagogue Memorial Jerusalem (Hg.): "...und dies ist die Pforte des Himmels". Synagogen in Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Mainz 2005. S. 293 (mit weiteren Literaturangaben). 
Wolfgang Kemp: 50 Jahre Wiederkehr der 'Reichskristallnacht' vom 9. November 1938: Dokumentation der Oppenheimer und Niersteiner Juden. In: Beiträge zur Jüdischen Geschichte in Rheinland-Pfalz (Vorgänger von SACHOR) 2. Jahrgang 1992 Heft 1 S. 4-24. 
Online zugänglich
(pdf-Datei). 
Wolfgang Kemp: Die jüdische Gemeinde Nierstein. Erstveröffentlichung in: Nierstein - Beiträge zur Geschichte und Gegenwart eines alten Reichsdorfes. Im Auftrag der Gemeinde Niederstein und des Arbeitskreises Niersteiner Ortsgeschichte herausgegeben von Hildegard Friess-Reimann und Sigrid Schmitt. Alzey 1992. Online zugänglich (pdf-Datei).  
ders.: NS-Morde der letzten Tage - das Verbrechen auf dem Kornsand bei Nierstein am 21. März 1945. In: Die Zeit des Nationalsozialismus in Rheinland-Pfalz. Bd. 3: "Unser Ziel - die Ewigkeit Deutschlands". Hrsg. von Hans-Georg Meyer und Hans Berkessel. Mainz 2001.      
Oppenheim Lit 020.jpg (104578 Byte)Wolfgang Kemp: Dokumentation Oppenheimer und Niersteiner Juden 1933-1945. Verlag der Rheinhessischen Druckwerkstätte Alzey 2009. 
ISBN 978-3-87854-221-6.  25 €.  

      
         

                   
vorherige Synagoge  zur ersten Synagoge nächste Synagoge   

    

 

Senden Sie E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website an Alemannia Judaica (E-Mail-Adresse auf der Eingangsseite)
Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 03. Dezember 2015