Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Heidelberg (Stadtkreis)
Texte/Berichte zur jüdischen Geschichte der Stadt im 19./20. Jahrhundert (bis nach 1933) 
 
Hier: Berichte aus dem jüdischen Gemeinde- und Vereinsleben sowie zu einzelnen Personen aus der jüdischen Gemeinde  

Die nachstehend wiedergegebenen Texte mit Beiträgen zur jüdischen Geschichte in Heidelberg wurden in jüdischen Periodika gefunden. 
Bei Gelegenheit werden weitere Texte eingestellt. Neueste Einstellung am 11.12.2014.   
      
Hinweis: die Texte auf dieser Seite müssen noch abgeschrieben und teilweise mit Anmerkungen versehen werden, können jedoch durch Anklicken der Textabbildung bereits gelesen werden   
      
    
  
Übersicht:  

Berichte aus dem jüdischen Gemeinde- und Vereinsleben (sowie allgemeine Berichte)  
Anmerkung:
Zum jüdischen Gemeinde- und Vereinsleben finden sich in den überregionalen jüdischen Periodika der Zeit im Vergleich mit anderen jüdischen Gemeinde auffallend wenige Berichte  
-  Heidelberg - der "Sammelplatz aller kleinlichen Judenfeindlichkeiten" (Artikel von 1849)  
Der antisemitische Redakteur Reuther erhält eine Gefängnisstrafe (1894)   
Antisemitischer Parteitag in Heidelberg (1894)   
-  Gründung einer Friedrich-Loge des Benei-Berit-Ordens in Heidelberg (1895) 
-  Über das Kinderfest zu Chanukka (1903)    
-  Gründung eines jüdischen Turnvereins (1905)  
-  Eine Krankenbesuchs-Vereinigung hat sich gebildet (1921)  
-  Patriotische Feier in der jüdischen Gemeinde zur Befreiung des Rheinlandes (1930)    
-  Bericht über den "Verein gesetzestreuer Juden e.V." (1931)   
Berichte zu einzelnen Personen aus der Gemeinde    
-  Beitrag über "Wiener Hofjuden", darunter den zeitweise in Heidelberg tätigen Samuel Oppenheimer (Beitrag von 1934)  
Der Arzt Dr. Ortlieb aus Heidelberg wird in Mosbach ermordet (1877)   
-  Zum Tod des Nordpolfahrers Emil Bessels (1886)  
 Mendel Bamberger wurde für seine zahnärztliche Arbeit ausgezeichnet (1908)  
-  Fabrikant A. Samuel Wolf wurde in den Synagogenrat gewählt (1912) 
Offizierstellvertreter Hermann Müller wird für besondere Tapferkeit im Krieg ausgezeichnet - Dr. A. Elsasser wird ärztlicher Leiter im Kriegseinsatz  (1914)  
-  Stadtrat und Synagogenrat Max Liebhold wird zum Bezirksältesten ernannt (1915)  
-  Rechtsanwalt Samuel Zucker wurde mit dem EK I ausgezeichnet (1920)    
-  70. Geburtstag von Altstadtrat und Synagogenrat Max Liebhold (1921)  
Preis für den pädagogischen Schriftsteller S. Müller (1931)   
Anzeigen jüdischer Gewerbebetriebe und Privatpersonen     
-  Anzeige der Buch- und Antiquariatshandlung Ernst Carlebach (1866)   
-  Das Ehepaar Dr. J. und Elise Fiebermann übernehmen die Lehr- und Erziehungsanstalt von Frau M. Beßels (1872)  
-  Anzeige der Lehr- und Erziehungs-Anstalt für israelitische Töchter von Herrn und Frau Dr. Reckendorf (1872) 
-  Anzeige der Knabenpension von Dr. Jonas Simon (1903) 
-  Anzeigen der Familienpension / des Mädchenpensionats von Julie Bermann (1900 / 1903 / 1904 / 1911)   
-  Anzeige der Zigarren en gros - Handlung von Hermann Salomon (1924)  
-  Werbung für das rituelle Restaurant Blum (1928 / 1930)  
-  Für jüdische Studenten besteht die Gelegenheit zu ritueller Verpflegung in der Restauration Blum (1928)  
Weitere Dokumente  
-  Brief an Carl Abenheimer aus Heidelberg an S. Blum in Gengenbach (ca. 1866/71)   
Postkarte der Alliance Israélite Universelle an J. Schlößinger in Heidelberg (1885)  
Postkarte an die Gebrüder Reis in Heidelberg (1888)     
Postkarte an Alice Felsenstein im Sanatorium Dr. Frieda Reichmann (1925)   

  
  
  
Berichte aus dem jüdischen Gemeinde- und Vereinsleben (sowie allgemeine Berichte)    
Heidelberg - der "Sammelplatz aller kleinlichen Judenfeindlichkeiten" (Artikel von 1849)      

Artikel in der Zeitschrift "Der treue Zionswächter" vom 30. November 1849:       

  
Der antisemitische Redakteur Reuther erhält eine Gefängnisstrafe (1894)   

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 27. April 1894:          

   
Antisemitischer Parteitag in Heidelberg (1894)    

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 19. Oktober 1894:        

     
Gründung einer Friedrich-Loge des Bnei-Berith-Ordens in Heidelberg (1895)    

Heidelberg AZJ 25011895.jpg (15532 Byte) Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 25. Januar 1895:       

     
Über das Kinderfest zu Chanukka (1903)        

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 8. Januar 1903:      

 
Gründung eines jüdischen Turnvereins (1905)  

Heidelberg FrfIsrFambl 08121905.jpg (22024 Byte)Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 8. Dezember 1905:     

 
Eine Krankenbesuchs-Vereinigung hat sich gebildet (1921)        

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 14. Juli 1921:    

 
Patriotische Feier in der jüdischen Gemeinde zur Befreiung des Rheinlandes (1930)         

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 31. Juli 1930:     


Bericht über den "Verein gesetzestreuer Juden e.V." (1931)      

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 15. Januar 1931:    

      
      
      
Berichte zu einzelnen Personen aus der jüdischen Gemeinde  
Beitrag über "Wiener Hofjuden", darunter den zeitweise in Heidelberg tätigen Samuel Oppenheimer (Beitrag von 1934)  

Heidelberg Israelit 29031934.jpg (356327 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 29. März 1934:      
Heidelberg Israelit 29031934a.jpg (417743 Byte)   

     
Der Arzt Dr. Ortlieb aus Heidelberg wird in Mosbach ermordet (1877)    

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 31. Januar 1877: "Aus Baden, 21. Januar (1877). Das Städtchen Mosbach war am Freitagabend - nach einer Mitteilung der 'Heidelberger Zeitung', - der Schauplatz eines schweren Verbrechens. Dr. med. Ortlieb aus Heidelberg (Israelit) saß in Gesellschaft eines dortigen Beamten in einem Gasthause, als plötzlich ein Schuss durchs Fenster fiel, der Ersteren sofort tötete. Der Mörder hatte es jedoch gar nicht auf den Getroffenen abgesehen, sondern auf den neben diesem sitzenden Beamten, von dem er vor Kurzem zu einer Gefängnis-Straße verurteilt worden war, und an dem er sich auf so furchtbare Weise rächen wollte.   
Karlsruhe, 23. Januar (1877). Die verbrecherische Tat in Mosbach, die einen jungen, kenntnisreichen, allgemein beliebten und geachteten Arzt, einen Wohltäter der Armen, das Leben kosten sollte, scheint ihre Veranlassung in einem anderen Motiv zu haben, als dem Anfangs bezeichneten. Man hat es wahrscheinlich nicht mit einem Meuchelmorde, sondern mit der unseligen Handlung eines Irrsinnigen zu tun. Der Täter, ein Schreiner Appel, war vor mehreren Jahren in den Heilanstalten Illenau und in Pforzheim, von wo er entfloh, ohne dahin wieder zurückgebracht zu werden. Er trug längst einen Hass gegen alle Ärzte zur Schau, weil ein solcher nach seiner Idee ihn einmal in den Kopf geschossen habe (er soll einmal elektrifiziert worden sein). Dr. Ortlieb, der am Sonntag in Heidelberg beerdigt wurde, war von dem Schuss so unglücklich in den Kopf getroffen worden, dass er sofort zu Boden stürzte und nach wenigen Minuten den Geist aufgab. Der Beamte, welcher neben ihm saß und beinahe auch von dem umherfliegenden Blei getroffen worden wäre, hatte mit dem geisteskranken Appel niemand etwas zu tun."       

    
Zum Tod des Nordpolfahrers Emil Bessels (1886)
       

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 19. August 1888:       
Heidelberg AZJ 09081888b.jpg (424912 Byte)  

  
Mendel Bamberger wurde für seine zahnärztliche Arbeit ausgezeichnet (1908)          

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 21. Mai 1908:     

    
Fabrikant  A. Samuel Wolf wurde in den Synagogenrat gewählt (1912)      

Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 18. Oktober 1912:       

      
Offizierstellvertreter Hermann Müller wird für besondere Tapferkeit im Krieg ausgezeichnet - Dr. A. Elsasser wird ärztlicher Leiter im Kriegseinsatz  (1914)   

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 11. Dezember 1914: "Heidelberg, 4. Dezember (1914). Offiziersstellvertreter Hermann Müller vom 17. bayerischen Infanterieregiment, Sohn des Hauptlehrers S. Müller, erhielt für besondere Tapferkeit vor dem Feinde das bayerische Militärverdienstkreuz zweiter Klasse. - Das Heidelberger 'Rote Kreuz' richtet in Tournai (Belgien) eine Militärverpflegungs- und Erfrischungsstation ein. Zur Einrichtung derselben und als ärztlicher Leiter wurde Herr Dr. A. Elsasser entsandt. Dem Sanitätspersonal gehören an Schwester Helga Wunsch, Großlogenschwester, und Fräulein Grete Marx. Für diese Station wurden von jüdischer Seite 7.000 Mark gespendet."           

    
Stadtrat und Synagogenrat Max Liebhold wird zum Bezirksältesten ernannt (1915)        

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom  22. Januar 1915:    

   
Rechtsanwalt Samuel Zucker wurde mit dem EK I ausgezeichnet (1920)      

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 20. Februar 1920:       

   
70. Geburtstag von Altstadtrat und Synagogenrat Max Liebhold (1921)       

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 15. April 1921:     

      
Preis für den pädagogischen Schriftsteller S. Müller (1931)        

Artikel in der "Jüdisch-liberalen Zeitung" vom 7. Januar 1931:  "Heidelberg (Preisverleihung). Dem durch seine Behandlung pädagogischer Fragen bekannten Schriftsteller S. Müller in Heidelberg ist vom Oberrat der badischen Israeliten für seine 'segensreiche Tätigkeit auf jüdisch-literarischem Gebiete' ein Preis verliehen worden."             

   
   
   
Anzeigen jüdischer Gewerbebetriebe und Privatpersonen  
Anzeige der Buch- und Antiquariatshandlung Ernst Carlebach (1866)    

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 1. Januar 1867:          

    
Das Ehepaar Dr. J. und Elise Fiebermann übernehmen die Lehr- und Erziehungsanstalt von Frau M. Beßels (1872)      

Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 13. März 1872:      
 
Anzeige in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 15. Oktober 1872: "Für das herannahende Montag den 28. Oktober beginnende Wintersemester bringen wir unser Israelitisches Mädchenpensionat und die damit verbundene Höhere Töchterschule in freundliche Erinnerung. 
Prospekte und jede nähere erwünscht Auskunft erteilen bereitwilligst 
Herr und Frau Dr. Fiebermann, Hauptlehrer Beßels' Nachfolger, Heidelberg."       

    
Anzeige der Lehr- und Erziehungs-Anstalt für israelitische Töchter von Herrn und Frau Dr. Reckendorf (1872)        

Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 1. Mai 1872:       

    
Anzeige der Knabenpension von Dr. Jonas Simon (1903)      

Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 17. Dezember 1903:     

    
Anzeigen der Familienpension / des Mädchenpensionats von Julie Bermann (1900 / 1903 / 1904 / 1911)       

Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 19. Juli 1900:    
  
Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 30. Juli 1903:       
 
Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 4. Februar 1904:  
 
Anzeige im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 12. Mai 1911:    

    
Anzeige der Zigarren en gros - Handlung von Hermann Salomon (1924)         

Artikel in der "CV-Zeitung" (Zeitschrift des "Central-Vereins") vom 3. April 1924:    

   
Werbung für das rituelle Restaurant Blum (1928 / 1930)      

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 7. Juni 1928:   
  
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 14. Juni 1928:  
 
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 3. April 1930:    
 
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 10. April 1930:       

    
Für jüdische Studenten besteht die Gelegenheit zu ritueller Verpflegung in der Restauration Blum (1928)        

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 16. August 1928:      

      
     
     
Weitere Dokumente  
(aus der Sammlung von Peter Karl Müller, Kirchheim/Ries, Anmerkungen auf Grund der Recherchen von P.K. Müller)      

 Brief von Carl Abenheimer aus Heidelberg 
an S. Blum in Gengenbach
(ca. 1866/71)
  
 Gengenbach Dok 110.jpg (137453 Byte)  Heidelberg Friedhof 209107au.jpg (77545 Byte)
      Der Brief von Carl Abenheimer wurde noch vor dem 1. Januar 1872 verschickt, da an diesem Tag sämtliche badischen Ganzsachen mit dem Übergang des Postregals an die Deutsche Reichspost ungültig wurden. Rechts Grabstein des Absenders Carl Abenheimer (1808-1877) 
im jüdischen Teil des Bergfriedhofes in Heidelberg.   
     
Postkarte der Alliance Israélite Universelle 
an J. Schlößinger in Heidelberg (1885)
   
Heidelberg Dok 130601a.jpg (182049 Byte) Heidelberg Dok 130601.jpg (204726 Byte)
   Absender der Karte ist Adolf Hanauer, Secretair der Alliance Israelite Universelle (in der Firma Kauffmann & Cie. in Mannheim). Die Karte wurde verschickt an J. Schlößinger in Heidelberg am 24. Juli 1885. Das Heidelberger Adressbuch von 1885 nennt S. 127 einen Jakob Schlössinger, Tabakhändler, wohnhaft im Burgweg 4 in Heidelberg.  
Zur Alliance Israélite Universelle siehe einen Wikipedia-Artikel.      
     
Postkarte an die Gebrüder Reis in Heidelberg (1888)    Heilbronn Dok 16025.jpg (118618 Byte) Heilbronn Dok 16025a.jpg (153251 Byte)
Es handelt sich um eine Postkarte geschäftlicher Art von W. M. Wolf in Heilbronn an die Gebrüder Reis in Heidelberg, die am 13. September 1888 verschickt wurde. 
Lazarus und Simon Reis aus Wollenberg gründeten 1856 in Heidelberg eine Lumpenanstalt und 1871 eine Kunstwolle-Fabrik. Lazarus Reis liegt begraben auf dem Bergfriedhof / Neuer jüdischer Friedhof in Heidelberg - Foto des Grabsteines (interne Links)
Quelle: Heidelberger Geschichtsverein e.V. - www.haidelberg.de  http://www.s197410804.online.de/ABC/ABCfirmen.htm#R  
Zu W.M. Wolf in Heilbronn siehe Seite mit Dokumenten zu jüdischen Personen in Heilbronn.      
      
Postkarte an Alice Felsenstein 
im Sanatorium Dr. Frieda Reichmann (1925)
  
Heidelberg Dok 192501.jpg (168336 Byte) Heidelberg Dok 192501a.jpg (133099 Byte)

Die Postkarte an Frl. Alice Felsenstein im Sanatorium Dr. Frieda Reichmann in Heidelberg wurde versandt am 11. Sept. 1925. 
Frieda Reichmann ist am 23. Oktober 1889 als Tochter von Alfred und Klara Reichmann in Karlsruhe geboren. Nach einem Medizin-Studium in Königsberg und ihrer Promotion zum Dr. med. assistierte Sie in der Zeit des 1. Weltkriegs dem Neurologen und Psychiater Kurt Goldstein bei der Behandlung gehirnverletzter deutscher Soldaten in der Nervenklinik der Universität Königsberg. Den zwei Jahren Tätigkeit von 1918-1920 in Frankfurt folgten drei weitere Jahre im Privatsanatorium Weißer Hirsch in Dresden. In diese Zeit fällt auch ihre Ausbildung zur Psychoanalytikerin und der Entschluss zur Eröffnung eines eigenen Sanatoriums in Heidelberg. Dieses war ein Sanatorium für jüdische Patienten und wurde koscher geführt. Zum Behandlungskonzept gehörte auch ein dementsprechendes Zusammenleben im Haus. 1926 heiratete Dr. Frieda Reichmann den Psychoanalytiker Erich Fromm. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahr 1933 entschloss sich Dr. Frieda Reichmann zur Auswanderung. Nach kurzen Stationen in Frankreich und Palästina gelangte sie später in die USA. Dort geht Sie weiter ihren wissenschaftlich-medizinischen Weg. 1943 gründete Sie zusammen mit Harry Stack Sullivan, Erich Fromm, Clara Thompson und Janet Rioch das William Alanson White Institut of Psychiatry, Psychoanalysis and Psychology. Sie lehrte an der Washington School of Psychiatry und arbeitete bis zu ihrem Tode als Director der Psychotherapie in Chestnut Lodge. Frau Dr. Frieda Reichmann starb am 28. April 1957 in Rockville, Maryland.
Die Empfängerin der Postkarte war Alice Felsenstein, später Alice Homburger geb. Felsenstein. Auf einer genealogischen Seite findet sich als Berufsbezeichnung "Krankenschwester". Als Absenderin der Karte zeichnet ihre "Tante Clara". Alice Felsenstein wurde am 28. Mai 1901 als Tochter von Isidor Felsenstein und Helene geb. Marx in Leipzig geboren. Am 22. Juni 1926 heiratete sie Julius Yoel Homburger. Alice Homburger-Felsenstein starb am 17. Juli 1993 in Haifa.
Quellen: http://de.wikipedia.org/wiki/Frieda_Fromm-Reichmann 
http://www.s197410804.online.de/Personen/FrommFrieda.htm 
http://www.aerzteblatt.de/archiv/55195/Frieda-Fromm-Reichmann-Tiefenpsychologische-Behandlung-der-Schizophrenie  
http://www.geni.com/people/Alice-Homburger/5305783685460124882  (zu Alice Homburger-Felsenstein)   

     

   

   

   

   

   

   

   

 

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Stand: 31. Januar 2016