Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Heidelberg (Stadtkreis) 
(Alter) Jüdischer Friedhof vor dem Klingentor

Jewish Cemetery - Cimetière juif

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde 

Siehe Seite zur Synagoge in Heidelberg
 

Zur Geschichte der (alten) jüdischen Friedhöfe in Heidelberg

Die ersten jüdischen Friedhöfe. Der Friedhof der mittelalterlichen Gemeinde befand sich an der Plöck zwischen Sandgasse und Theaterstraße, unmittelbar östlich der Turnhalle der Theodor-Heuss-Realschule. Er wurde erstmals 1344 genannt ("judenkirchoff"), 1369 erweitert, 1391 zwangsaufgelöst und abgeräumt. 1971 wurde bei Restaurierungsarbeiten im Haus Untere Straße 20 ein Grabstein aus dem 14. Jahrhundert (heute in der archäologischen Abteilung des Kurpfälzischen Museums). Weitere Spuren des Friedhofes sind nicht bekannt. In den folgenden Jahrhunderten wurden in Heidelberg verstorbene Juden vermutlich in Worms beigesetzt, im 17. Jahrhundert in Wiesloch. 1688 wurde wiederum in Heidelberg ein jüdischer Friedhof in der Plöck (östlich der St.-Anna-Kirche auf dem Grundstück Plöck 6) eingerichtet, der jedoch spätestens 1702 aufgegeben werden musste (keine Spuren erhalten). 

Der (alte) Friedhof vor dem Klingentor. 1701 wurde an der Klingenteichstraße (200 m oberhalb des Klingentores) ein bis 1876 belegter und bis zur Gegenwart erhaltener Friedhof angelegt (Fläche 19,66 a). Danach erhielt die Gemeinde einen Teil des städtischen Bergfriedhofes östlich der Rohrbacher Straße für ihre Beisetzungen. Dieser Friedhof wird bis zur Gegenwart benutzt (Fläche 111,52 a). Auf ihm befindet sich auch eine jüdischer Friedhofshalle mit verschiedenen Gedenksteinen. 

Pläne:

Heidelberg FriedhofPlan.jpg (174855 Byte)
Lage der jüdischen Friedhöfe Heidelbergs (durch Pfeile markiert; östlicher Friedhof: alter Friedhof; südlicher Friedhof: neuer Bergfriedhof)
(Karte kann durch Anklicken vergrößert werden)
Lage des alten jüdischen Friedhofes in Heidelberg auf dem dortigen Stadtplan: oben anklicken und unter "Behörden und öffentliche Einrichtungen" weiterklicken zu "Friedhof, israel., Heidelberg, Klingenteichstraße"


Hinweis für Besucher/innen des Friedhofes
: Der Friedhof ist ohne Schlüssel nicht zugänglich. Bei Interesse kann ein solcher besorgt werden bei der Jüdischen Kultusgemeinde, Häusserstr. 10, Tel.: 06221/587144 oder 06221/905240. 
Einen weiteren Schlüssel hat das Städtische Landschaftsamt Abt. Friedhof, Kornmarkt 1 (Verwaltungsgebäude Prinz-Carl, Verwaltung des Bergfriedhofes: Steigerweg 2), Tel.: 06221/5828000, Amtsleiter Michael Schwarz beziehungsweise zuständiger Bearbeiter, Herr Schömer Tel.: 06221/5828020. Öffnungszeiten: montags bis donnerstags 8.30 Uhr-12.00 Uhr und 14.00 Uhr-15.30 Uhr sowie freitags 8.30 - 13.00 Uhr.

Fotos
(Fotos des Eingangsbereiches: J. Hahn, Aufnahmedatum 25.6.2004; 
Fotos im Friedhof: Prof. Dr. Oded Lipschits, Tel Aviv vom 11.7.2004;
Sz mit Nummer bezieht sich auf die Nummerierung der Grabsteine in der Dokumentation von Benno Szklanowski)

Heidelberg Friedhof Kl 101.jpg (67172 Byte) Heidelberg Friedhof Kl 100.jpg (60300 Byte) Heidelberg Friedhof Kl 111.jpg (42207 Byte)
Oberhalb der Mauer liegt der Friedhof Eingangstor Grabstein für die am 19.11.1804 verstorbene Frau Hindel, Gattin des Herrn Jehuda (Sz 1)
Heidelberg Friedhof Kl 110.jpg (35918 Byte) Heidelberg Friedhof Kl 109.jpg (35706 Byte) Heidelberg Friedhof Kl 108.jpg (59292 Byte)
Grabstein für Paul Oppenheimer (1865-1874, linke Tafel) und Abraham Frank (1800-1873, rechte Tafel; Sz 167) Grabstein für Frau Kressel (gest. 7.1.1847), Gattin des Heidelberger Bezirksrabbiners Salomon Fürst (Sz 99) Grabstein für den Vorsänger Benedikt, Sohn des Isaak Hochstätter, gest. 3.4.1824 (Sz 30) mit Levitenkanne 
Heidelberg Friedhof Kl 107.jpg (81823 Byte) Heidelberg Friedhof Kl 106.jpg (91362 Byte) Heidelberg Friedhof Kl 105.jpg (81596 Byte)
Von rechts: Grabstein für Seligmann, Sohn des Josef gest. 17.1.1817 (Sz 64); für Breinele, Witwe des Leib, Sohn des Meir Segal, gest. 17.6.1831 (Sz 62) usw. Rechts: Grabstein für die Jungfrau Chava, Tochter des Gemeindevorstehers Moses Flegen(heim), gest. 12.2.1818 (Sz 37); links davon für Rabbi Joseph, Sohn des Rabbi David Westheimer (gest. 15.8.1812 (Sz 35) Grabstein rechts hinten für Frau Hanna, Gattin der Leiser Levi, gest. 22.7.1823 (Sz 25), davor Grabstein für Frau Ester, Gattin des verstorbenen Rabbi Itzik aus dem Haus Reckendorf, gest. 26.8.1822 (Sz 28) usw.
Heidelberg Friedhof Kl 104.jpg (42239 Byte) Heidelberg Friedhof Kl 102.jpg (94299 Byte)
Grabstein für Elijahu, Sohn des Pessach, gest. 21.6.1839 (Sz 23) Links Grabstein für Ludwig Bamberger, gest. 28.4.1850 (Sz 83)

 

Ältere Fotos: 
(Fotos: Hahn, standen Mitte der 1980er-Jahren, ergänzt durch zwei Fotos aus dem Buch von Benno Szklanowski (mit *) gekennzeichnet)

Heidelberg FriedhofK01.jpg (110608 Byte)  Heidelberg FriedhofK02.jpg (129284 Byte)  Heidelberg FriedhofK03.jpg (135853 Byte) 
 Eingangstor Blick auf den Friedhof 
Heidelberg FriedhofK04.jpg (114782 Byte) Heidelberg FriedhofK05.jpg (76447 Byte)
Teilansicht * Einzelne Grabsteine *

 

Links und Literatur

Links:

Website der Stadt Heidelberg
Website des Zentralarchivs Heidelberg mit Informationen zum jüdischen Friedhof Heidelberg  
Zu den Seiten über den Bergfriedhof Heidelberg - israelitischer Teil (interner Link): hier anklicken  und zu den Seiten über die Synagogen in Heidelberg bis 1940: hier anklicken bzw. nach 1945: hier anklicken  

Literatur:

Heidelberg FriedhofK06.jpg (15491 Byte)Benno Szklanowski: Der alte jüdische Friedhof am Klingenteich in Heidelberg 1702 bis 1876. Eine Dokumentation im Auftrag der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg. Reihe: Neue Hefte zur Stadtentwicklung und Stadtgeschichte 3/1984.

Link zu Literatur zu Juden in Heidelberg  

   

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 30. November 2006