|
Eingangsseite
Aktuelle Informationen
Jahrestagungen von Alemannia
Judaica
Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft
Jüdische Friedhöfe
(Frühere und
bestehende) Synagogen
Übersicht:
Jüdische Kulturdenkmale in der Region
Bestehende
jüdische Gemeinden in der Region
Jüdische
Museen
FORSCHUNGS-
PROJEKTE
Literatur
und Presseartikel
Adressliste
Digitale
Postkarten
Links
| |
zurück zur Übersicht "Synagogen in der Region"
zurück zur Übersicht "Synagogen in Mittelfranken"
Georgensgmünd (Kreis
Roth bei Nürnberg)
Jüdische Geschichte / Synagoge
Übersicht:
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english
version)
In Georgensgmünd bestand eine jüdische Gemeinde bis
1938. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 16. Jahrhunderts zurück.
Erstmals wird 1564 ein Jude in Georgensgmünd genannt: in diesem Jahr
ließ sich der Apotheker Samuel, ein Bruder des Jakob von Roth mit seiner
Familie in Georgensgmünd nieder. Ein Hinweis
für die frühe Bedeutung der Gemeinde ist insbesondere der noch im 16.
Jahrhundert angelegte große jüdische Friedhof am Ort. Seit
Ende des 16. Jahrhunderts zogen mehrere jüdische Familie nach Georgensgmünd: 1603
waren es 54 jüdische Einwohner. Im Dreißigjährigen Krieg kamen weitere
jüdische Familien dazu, sodass 1630 40 % der Ortsbevölkerung Juden
waren (etwa 80 bis 100 Personen). 1631/32 wurde Georgensgmünd durch
kaiserliche Söldner verwüstet. Der Ort war danach einige Zeit unbewohnt.
Spätestens nach Kriegsende zogen wieder jüdische Familien zu und beteiligten
sich am Wiederaufbau des Ortes. 1665 wurde in einer Gemeindeordnung das
Zusammenleben von Christen und Juden am Ort geregelt. 1714 lebten sechs
jüdische Familien in Georgensgmünd. Bis 1766 steigt die Zahl auf 28
Familien.
Weitere genaue Zahlen zur Größe der jüdischen Gemeinde liegen aus dem
19. Jahrhundert vor: 1809/10 70 jüdische Einwohner (11,8 % von insgesamt 592
Einwohnern), 1811/12 62 /10,3 % von 604), 1867 101 (7,8 % von 1.301), 1880 120
(8,7 % von 1.386), 1900 78 (4,9 % von 1.580), 1910 78 (4,7 % von 1.660).
Die jüdische
Gemeinde hatte seit 1735 ein jüdisches Gemeindezentrum mit einer Synagoge (s.u.), einer jüdischen
Schule, dem rituellen Bad (1907 renoviert, siehe Bericht unten) und der Lehrerwohnung. Ein Lehrer war jeweils
angestellt, der zugleich als Schächter und Vorsänger tätig war. Bei
anstehenden Neubesetzungen wurde die Stelle immer wieder ausgeschrieben
(s.u.).
Im Krieg 1870/71 war Kriegsteilnehmer aus der jüdischen Gemeinde
Heinrich Lewy, im Ersten Weltkrieg fiel Offz.St. Heinrich Gern (geb.
7.3.1878 in Georgensgmünd, gef. 15.4.1918). Die beiden Namen
stehen auf den Kriegerdenkmalen in der Ortsmitte links der Brücke über die
Fränkische Rezat.
Um 1925, als noch 45 Personen der jüdischen Gemeinde angehörten
(2,57 % von insgesamt 1.750 Einwohnern), waren die Vorsteher J. Neumark
und Abraham Heidecker. Den Religionsunterricht für das damals nur
eine schulpflichtige jüdische Kind erteilte Lehrer Sally Cohn aus Thalmässing.
An jüdischen Vereinen bestanden der Israelitische Frauenverein unter
Leitung von Rosa Sohn (14 Mitglieder) und der Wohltätigkeitsverein Chewra
Kadischa unter Leitung von Carl Gern (6 Mitglieder). Die Gemeinde gehörte zum
Distriktsrabbinat Schwabach. 1932 gab es noch 41 jüdische
Gemeindeglieder. Die beiden Vorsteher waren inzwischen Karl Gern (1. Vorsteher)
und Abraham Heidecker (2. Vorsteher). Auch im Schuljahr 1931/32 gab es nur ein
schulpflichtiges jüdisches Kind in der Gemeinde, das durch Lehrer M. Schuster
aus Ellingen unterrichtet wurde.
1933 wurden 35 jüdische Einwohner gezählt. Bis Mitte 1938 verließen
auf Grund der Folgen des wirtschaftlichen Boykotts, der zunehmenden Entrechtung
und der ständigen Repressalien etwa zwei Drittel der ortsansässigen Juden den
Ort. Die meisten wanderten nach Palästina/Israel und in die USA aus oder
verzogen innerhalb Deutschlands. 1935 wurde am Ortseingang eine Tafel
angebracht mit dem Text: 'Unser Bedarf an Juden ist hinreichend gedeckt'.
Beim Novemberpogrom 1938 wurden die Fenster der jüdischen Wohnungen
zerschlagen; einige der jüdischen Einwohner vorübergehend inhaftiert. Zwei
Tage später wurden im Rahmen einer örtlich begrenzten "Einzelaktion"
die letzten 12 jüdischen Einwohner, fast nur alte Menschen aus dem Ort
vertrieben, sodass Georgensgmünd am 1. Januar 1939 in der NS-Sprache
"judenfrei" war. Von den vertriebenen Juden konnten vier noch in die
USA emigrieren.
Von den in Georgensgmünd geborenen und/oder
längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit
umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad
Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches
- Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945", ergänzt durch Namen auf dem Gedenkstein vor der
ehemaligen Synagoge): Selma
Aufhäuser geb. Heidecker (1887), Irma Dreyfuss geb. Neumark (1897), Rosa Eisen
geb. Neumark (1876), Fanny Elias (1879), Emma (Emmy) Emanuel geb. Gern (1906), Berta
Friedmann geb. Neumark (1870), Louis Gern (1877), Justin Gerstle (1892),
Rosalie Gerstle geb. Heidecker (1860), Emma Grossmeyer geb. Wahle (1876),
Herbert Grossmeyer (1907), Emmanuel Heidecker (geb. ?), Emma Heidecker (1873),
Jakob Heidecker (geb. ?), Jette Heidecker (1860), Siegmund Heidecker (1879), Sophie
Heidecker (1878), Karoline Kaufmann geb. Neumark (1868), Emma Kohlmann geb.
Heidecker (1884), Emilie
Lämmle geb. Neumark (1874), Karoline (Lina) Landecker geb. Wild (1877), Sofie Maier geb. Gutmann
(1870), Frieda Meyer geb. Apfel (1873), Emmy Michelbacher (geb. ?), Martha Neumark
geb. Neumark (1872), Robert Neumark (1877), Recha Oppenheimer geb. Tachauer (1888), Rosa Pindrik
geb. Großmayer (1883), Therese Platz geb. Apfel (1871), Zilly Sämann
geb. Schloss (1885), Pauline (Paula) Scharf geb. Schloss (1896), Hanna Schloss (1892), Selma Schloss (1889), Josef Löb
Selling (1861), Rosa Sohn (1864), Bella Steinhardt (1878), Simon Tachauer
(1881), Louis (Loy) Wild (1873), Babette Wittkowsky geb. Lewy (1876).
Nach dem Krieg ließen sich einige Überlebende aus Konzentrationslagern,
die jedoch nicht aus Georgensgmünd stammten, vorübergehend am Ort nieder
(Displaced Persons). Im Mai 1946 waren es 23 Personen. Spätestens im
Zusammenhang mit der Gründung Israels 1948 verließen sie den Ort.
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde
Aus der Geschichte der
jüdischen Lehrer
Ausschreibungen der Stelle des Religionslehrers / Vorsängers / Schächters 1870
/ 1871 / 1872 / 1879 / 1884 / 1886 / 1891 / 1893 / 1897 / 1904 / 1922-23 / 1924
Anzeige in
der Zeitschrift "Der Israelit" vom 26. Januar 1870: "Es ist in Georgensgmünd, Bezirksamt Schwabach, die Stelle eines Religionslehrers,
Vorsängers und Schächters erledigt, mit einem Jahresgehalt von 450
Gulden und Nebenverdiensten, nebst freier Wohnung und drei Klafter
Schulholz. Inländische Bewerber, welche sich über ihre Befähigung
ausweisen können, wollen sich bei den Unterzeichneten baldigst melden.
Heidecker & Selling." |
| |
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 8. März 1871: Wegen Rücktritt
des hiesigen Herrn Lehrers vom Schulfache ist die hiesige Stelle eines
Religionslehrers, Vorsängers und Schochet vakant, und ist die Stelle bis
1. Mai diesen Jahres, eventuell bis 1. Juli, zu besetzen. Der fixe Gehalt
beträgt 450 Gulden nebst 4 Klafter Schulholz, freie Wohnung und nicht
unbedeutende Nebenverdienste. Bewerber wollen ihre Zeugnisse an die
unterzeichnete Kultusverwaltung baldmöglichst einsenden.
Georgensgmünd (Bayern), am 26. Februar 1871. Die Vorstände der
Kultusgemeinde." |
| |
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 17. April 1872: "Offene
Stelle.
Wegen Rücktritt unseres bisherigen Lehrers vom Schulfache wird die Stelle
als Religionslehrer, Vorsänger und Schächter bis 1. Juli eventuell
August dieses Jahres erledigt. Jährliches Einkommen 450 Gulden, freie
Wohnung, 4 Klafter Schulholz und ansehnliche Nebenverdienste. Bewerber
wollen ihre Zeugnisse über ihre Qualifikation an die Unterzeichneten
einsehen.
Georgensgmünd, den 11. April 1872. Die Vorsteher der Kultusgemeinde: Ellinger
& Selling." |
| |
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 20. August 1879: "Offene
Lehrer-Stelle.
Die hiesige israelitische Religionslehrer-, Vorsänger- und Schächterstelle
soll bis 8. Dezember dieses Jahres wieder besetzt werden. Das Jahresgehalt beträgt
M. 1000 fix nebst freier Wohnung im Schulhause und 12 Ster Schulholz. Zur
Erteilung von Privatunterricht ist vielfache Gelegenheit geboten. Bewerber um
diese Stelle, welche in einem bayerischen Seminar ihre Ausbildung erlangt haben,
erhalten den Vorzug und belieben dieselben ihre Gesuche mit nötigen Zeugnissen
versehen portofrei innerhalb 4 Wochen an die unterzeichnete Verwaltung
einsenden. Georgensgmünd, den 17. August 1879. Emanuel
Neumark. Moritz Wild." |
| |
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 17. Januar 1884. "Offene
Lehrerstelle.
In hiesiger Gemeinde ist die Stelle eines
Religionslehrers, Vorsängers und Schächters in Erledigung gekommen und
soll sofort wieder besetzt werden.
Der fixe Gehalt beträgt das Jahr als Lehrer und Vorsänger Mark 800, als
Schächter Mark 400, in Summa Mark 1.200, sowie freie Wohnung im
Schulhause und 12 Ster Schulholz, außerdem stehen nicht unbedeutende
Nebenverdienste in Aussicht.
Nur gut qualifizierte, seminaristisch gebildete Bewerber wollen ihre
Anmeldungen mit den nötigen Zeugnissen sofort portofrei an unterzeichnete
Verwaltung einsenden.
Ausländische Bewerber werden nicht berücksichtigt.
Georgensgmünd, den 8. Januar 1881. Emanuel Neumark, Bermann Gern.
Vorstand." |
| |
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 13. Mai 1886: "Offene
Lehrerstelle.
Die hiesige israelitische Religionslehrer-, Vorsänger- und
Schächterstelle soll innerhalb 2 Monate wieder besetzt werden, der fixe
Gehalt für diese 3 Funktionen beträgt 1.200 Mark nebst freier Wohnung im
Schulhause und 12 Ster Schulholz, außerdem stehen nicht unbedeutende
Nebenverdienste in Aussicht. Nur gut qualifizierte, seminaristisch
gebildete Bewerber wollen ihre Anmeldungen mit den nötigen Zeugnissen
sofort portofrei einsenden.
Georgensgmünd, den 2. Mai 1886. Die
israelitische Kultusverwaltung." |
| |
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 19. März 1891:
"Offene Lehrer-Stelle.
In Folge Erkrankung unseres bisherigen Herrn
Lehrers hat sich die hiesige Religionslehrer-, vorsänger- und Schächterstelle
erledigt und soll diese Stelle sofort wieder besetzt werden. Das fixe
Gehalt als Religionslehrer und Vorsänger beträgt Mark 800, das der
Schächterfunktion ca. Mark 300, bei freier Wohnung, 4 Klafter Brennholz
und nicht unbedeutenden Nebenverdiensten. Nur seminaristisch Gebildete
wollen ihre Zeugnisse an Unterzeichneten einsenden, und wird bemerkt, dass
den zur Probe Berufenen die Reisespesen vergütet werden. Ausländer sind
von der Bewerbung ausgeschlossen. Georgensgmünd, 15. März 1891. B. Gern,
Kultus-Vorstand." |
| |
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 14. August 1893: "Offene
Lehrerstelle. Infolge anderweitiger Berufung unseres seitherigen Herrn
Lehrers wird die hiesige Lehrer-, Chasan- und Schochetstelle vom 1.
September dieses Jahres an vakant.
Der Gehalt beträgt Fixum 750 Mark, mit Worten siebenhundertfünfzig Mark,
freie Wohnung im Schulhause und 9 Meter Schulholz. Außerdem diesem das
Erträgnis der Schechitah mit ca. 300 Mark, wofür jedoch keine Garantie
geleistet wird und die üblichen Nebenverdienste. Nur seminaristisch
gebildete Bewerber, mit guten Stimmmitteln begabt und ledigen Standes
werden berücksichtigt.
Gesuche, mit den nötigen Zeugnissen versehen, sind sofort an die
unterzeichnete Kultusverwaltung einzureichen. Georgensgmünd, 6. August
1893. Die Kultusverwaltung: Welsch." |
| Hierauf
hat sich Lehrer (Dr.) Ernst Fränkl beworben, der bis 1896 in
Georgensgmünd blieb und danach 40 Jahre lang in Augsburg tätig war. Zu
seinem 40jährigen Dienstjubiläum in Augsburg erschien eine Würdigung zu
seiner Lebensarbeit. Auch die Jahre in Georgensgmünd sind darin erwähnt
(s.u.). |
| |
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 30. Dezember 1897:
"Offene Lehrerstelle.
Wegen Mangel geeigneter Kandidaten wird die Stelle nun
ausgeschrieben.
Es ist hier die Religionslehrer-, Schächter- und Vorbeterstelle bis 1.
Februar 1898 neu zu besetzen. Fixer Gehalt Mark 750. Sicherer
Nebenverdienst Mark 600 nebst freier Wohnung und 12 Ster Brennholz.
Bewerber müssen seminaristisch gebildet, gute Zeugnisse besitzen und
Inländer sein.
Georgensgmünd, 27. Dezember. Die Kultusverwaltung: Josef Heidecker." |
| |
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 24. März 1904:
"Offene Lehrerstelle.
Wegen Beförderung des bisherigen Herrn Lehrer ist dahier die Religionslehrer-,
Vorsänger- und Schächterstelle vakant geworden.
Es ist mit dieser Stelle ein fixes Gehalt von Mark 750. - Schächterdienst
ca. Mark, Nebenverdienst circa 400 Mark nebst freier Wohnung und Beheizung
verbunden.
Bewerber, welche seminaristisch gebildet, unverheiratet
sind, über gute Zeugnisse und tüchtige Stimmmittel
verfügen, werden gebeten, sofort beglaubigte Abschriften ihrer
Originalzeugnisse anher einzusenden. Dem Gewählten werden Reisekosten
vergütet. Es werden nur Inländer berücksichtigt.
Georgensgmünd in Bayern, 20. März. Die Kultusverwaltung: Jacob
Neumark, Vorstand." |
| |
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 24. August 1922:
"Offene Lehrer-, Schochet- und Vorbeterstelle! In unserer Gemeinde
ist diese Stelle per sofort zu besetzen. Entsprechend den Leitsätzen des
Verbandes Bayerischer israelitischer Gemeinde beträgt das Gehalt 3/4 der
staatlichen Sätze (mit Zuschuss des Verbandes). Die Wohnung wird neu
renoviert, außerdem ist größerer Wurzgarten vorhanden. Herren mit
eigenem Haushalt wollen sich unter Vorlage ihrer Zeugnisse alsbald melden.
Kultusverwaltung Georgensgmünd bei
Nürnberg." |
| Vermutlich war die Stelle
nicht zu besetzen. Nach dem Tod des Lehrers Kaufmann in
Ellingen 1922/23 haben sich die Gemeinden Ellingen
und Georgensgmünd entschlossen, gemeinsam einen Lehrer anzustellen: |
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 10. Mai 1923: "Die
Kultusgemeinden Ellingen und Georgensgmünd suchen gemeinschaftlich zum
sofortigen Antritt einen Chasan, Schochet und Religionslehrer streng
religiöser Richtung. Gehalt nach Tarif. Wohnsitz ist Ellingen. Günstige
Bahnverbindung nach Georgensgmünd. Reflektiert wird wegen Wohnungsfragen
auf ledigen jungen Mann. Pension vorhanden. Gefällige Offerten erbeten an
Kultusgemeinde Ellingen." |
| |
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 14. Februar 1924:
"Die Lehrer-, Chasen- und Schochetstelle Ellingen-Georgensgmünd ist
sofort zu besetzen. Es wird auf tüchtigen, orthodoxen, ledigen Herrn
gesehen. Fixum jährlich 1.200 Mark und Nebenverdienste. Angebote wollen
an den Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Ellingen (Bayern)
gerichtet werden." |
| |
| Ausschreibung der Friedhofdiener-Stelle
1902 |
Anzeige in
der Zeitschrift "Der Israelit" vom 3. April 1902: "Friedhofdiener-Stelle.
Die durch Ableben erledigte Stelle eines Friedhofsdieners in Georgensgmünd
soll wieder besetzt werden. Der fixe Gehalt beträgt 400 Mark etwaige
Nebenverdienste ungefähr 200 Mark, außerdem kann die Stelle eines
Gemeindedieners der Kultusgemeinde in Georgensgmünd gegen entsprechende
Bezahlung mit übernommen werden.
Bewerber, welche kleine Familie haben und nebenbei ein Handwerk, wie
Buchbinderei, Glaserei etc. betreiben können, erhalten den Vorzug.
Gesuchen wollen bis spätestens 1. Mai unter Angabe der bisherigen
Lebensstellung und unter eventueller Beilegung von Zeugnissen an den
unterfertigten eingereicht werden.
Der Kreisvorstand der vereinigten Friedhofsgemeinden: Ludwig Herrmann,
Schwabach." |
Lehrer Vorchheimer sucht eine Vertretung für einige
Monate (1890)
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 4. Dezember 1890:
"Ich suche per sofort auf einige Monate einen Vertreter für meine Lehrerstelle
in Georgensgmünd (Mittelfranken). Gehalt nach Übereinkunft.
Bewerber, welche auch Vorbeter und Schächter sein müssen, wollen ihre
Offerten an Lehrer Vorchheimer, israelitisches Spital in Würzburg,
richten." |
Dienstjubiläum des ehemaligen jüdischen Lehrers Dr. Ernst
Fränkl 1936 in Augsburg, 1893-1896 Lehrer in Georgensgmünd
Artikel in
der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung" vom 15. Februar 1936: "Dr.
Ernst Fränkl 40 Jahre Lehrer in Augsburg.
Am 1. Februar war es unserem lieben Freunde Dr. Ernst Fränkl vergönnt,
sein 40jähriges Dienstjubiläum als Lehrer in Augsburg zu feiern. Für
Dr. Fränkl war diese Dienstzeit eine Zeit des Erfolges, errungen durch
eigene Kraft; es waren Jahre des Aufstieges, erreicht durch unaufhörliche,
ernsteste Arbeit an sich. Der Jubilar hat allen Grund, mit innerer
Befriedigung auf sein Werk zurückzublicken; denn seine Arbeit war nicht
vergebens. Nicht nur Wissen vermittelte er seinen Schülern, sondern er
verstand es auch religiöses Gefühl bei ihnen zu erwecken, weil er selbst
von aufrichtiger Religiosität erfüllt ist. Als guten Lehrer ist ihm auch
die Macht des Beispiels bekannt und so wirkt er durch gutes Beispiel durch
Unermüdlichkeit, durch Pflichttreue und durch vorbildliche
Berufsauffassung auf Schüler und Erwachsene gleichmäßig stark und
anhaltend sein.
Wer so wirken kann, wie es dem Jubilar vergönnte ist, der ist ein wahrer
Lehrer. Der Fränkl hat offenbar die Grundbedingungen zu seinem Beruf als
Lehrer und Erzieher in die Wiege gelegt bekommen. Sein seliger Großvater
Aron Fränkl war, wie Kollege rose Altenstadt in seiner 1931 erschienen
Schrift ‚geschichtliches der Israelitischen Kultusgemeinde Altenstadt’
nachweist, der erste vorschriftsmäßige vorgebildete Volksschullehrer der
israelitischen Volksschule in Altenstadt (laut Urkunde vom 11.10.1828 über
die feierliche Installation des Lehrers Aron Fränkl an der deutschen
Judenschule zu Altenstadt durch das Distriktsschulinspektorat Illertissen
‚nach allerhöchster Verordnung’). ‚Unser erster Sohn muss Lehrer
werden’, das war der Lieblingswunsch des Vaters unseres Jubilars. So
durfte dieser den für seine seelische Einstellung allein zu voller Beglückung
führenden Lebensweg beschreiten.
Dr. Ernst Fränkl wurde am 4. August 1874 in Altenstadt geboren; nach dem
Besuch der Talmud-Tora-Schule in Burgpreppach war er 1890-1893 an der
Israelitischen Lehrerbildungsanstalt Würzburg, die er 1893 mit gutem
Erfolge absolvierte. Von 1893-1896 amtierte er in Georgensgmünd
und seit 1. Februar 1896 ununterbrochen in Augsburg. Im Jahre 1897 legte
er die Anstellungsprüfung in Augsburg ab, unterzog sich 1901-1904
philosophischen Studien in Augsburg, München, Zürich und Bern und
promovierte mit magna cum laude in Bern auf Grund der Dissertation: *Über
Vorstellungselemente und Aufmerksamkeit, ein Beitrag zur experimentellen
Psychologie’ (254 Seiten).
Im Jahre 1907 erhielt er die goldene Fortschrittsmedaille auf der
Ausstellung ‚Das Kind’, Wien, für hervorragende Leistungen auf
psychologischem gebiete. Im Jahre 1929 wurde der jüdische Religionslehrer
Dr. Ernst Fränkl vom Rektor eines protestantischen Gymnasiums in Augsburg
während seines Urlaubs als Rektoratsvertretung bestellt.
Der Ernst Fränkl nahm auch stets regen Anteil an der Arbeit unseres
Lehrervereins. Es bedeutete daher nur eine Anerkennung dieser Tatsache,
wenn ihn die Vereinsleitung anlässlich der 50jährigen Jubiläumstagung
des Vereins zum Festredner bestimmte. Seit 1933 ist Freund Fränkl auch
Obmann unserer Schwäbischen Bezirkskonferenz.
So hat denn der Jubilar seine Arbeitskraft nicht nur seiner Gemeinde
geweiht, sondern er hat darüber hinaus treue Mitarbeit an vielen gemeinnützigen
Bestrebungen geleistet und überall befruchtend und anregend gewirkt.
Darum nehmen an seinem Jubelfeste nicht nur die Mitglieder der israelitischen
Kultusgemeinde Augsburg teil, sondern auch vor allem seine Berufsgenossen
in Stadt und Land. Wir wünschen dem Jubilar weiterhin gesunden Optimismus
und Befriedigung in seinem Beruf und seiner Arbeit." |
Lehrer Salomon Adler wird zum Lehrer an die Präparandenschule
Burgpreppach berufen (1904)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
24. März 1904: "Georgensgmünd, 18. März (1904). Unser Herr
Lehrer Adler ist zum Lehrer in der Präparanden-Schule
(Talmud-Thora) in Burgpreppach berufen und bereits von der
königlichen Regierung bestätigt worden. Da er es verstanden hat, durch
treue Pflichterfüllung und leutseliges Wesen sich die ungeteilte
Wertschätzung der ganzen Gemeinde zu erringen, so wird das Scheiden
dieses strebsamen Beamten von hier allgemein bedauert. Sei erfolgreich
und betreibe die Sache der Wahrheit". |
| |
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 24. März 1904: "Burgpreppach.
Als Nachfolger des an die Realschule der Israelitischen
Religionsgesellschaft zu Frankfurt am Main berufenen Herrn K.
Ochsenmann ist, wie wir aus sicherer Quelle erfahren, Herr Salomon
Adler, zur Zeit in Georgensgmünd, zum Lehrer an der
Israelitischen Präparandenschule zu Burgpreppach gewählt worden. Die
Wahl hat bereits die Bestätigung der Königlichen Kreisregierung zu
Würzburg erhalten. Herr Adler ist gleich seinem Vorgänger ein ehemaliger
Schüler der Burgpreppacher Schule." |
| |
Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
14. April 1904: "Nachruf.
Wir sehen uns hiermit veranlasst, Herrn Lehrer S. Adler, der nahezu
4 3/4 Jahre in hiesiger Gemeinde wirkte, und nunmehr plötzlich zu unserm
Bedauern, durch seine Berufung nach Burgpreppach,
die Gemeinde verlässt, für sein Schaffen und Wirken unsern besten Dank
abzustatten. Derselbe war uns, war hier noch besonders konstatiert sein
möge, stets ein lieber Freund, er verstand es, wie selten einer durch
sein stets taktvolles und leutseliges Benehmen, gerechtes Wesen, sich in
allen Kreisen einzubürgern, und sich überall allgemeine Achtung zu
verschaffen.
Wir wünschen ihm in seinem neuen Heim viel Glück und Segen. Möge es ihm
stets gut ergehen.
Georgensgmünd, 9. April 1904.
I.A. der Gemeinde: Die Kultusverwaltung J. Neumark,
Vorstand." |
Aus dem jüdischen
Gemeinde- und Vereinsleben
Reparatur der Mikwe (1907)
Artikel in
der Zeitschrift "Der Israelit" vom 13. Juni 1907: "Georgensgmünd, 10.
Juni (1907). Auf Anregung aus der Mitte der Gemeinde hat der Vorstand das
Ritualbad, das der Reparatur recht dürftig war, wieder in Stand setzen
lassen. Der ‚Landes-Verein’ leistete einen namhaften Zuschuss zu den
Kosten." |
Berichte zu einzelnen Personen aus der jüdischen Gemeinde
Zum 1. Jahrzeittag des Lehrers Selig
Wißmann (geboren in Georgensgmünd; 1892 bis 1927 Lehrer in Künzelsau)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 9. Februar 1928:
"Künzelsau, 5. Februar (1928). Am 16. Februar jährt sich zum ersten
Male der jüdische Todestag des am 25. Schewat 5687 verschiedenen
Religionslehrers Selig Wißmann - das Andenken an den Gerechten ist zum
Segen - in Künzelsau.
Da im vorigen Jahre an dieser Stelle eine ausführliche Schilderung seiner
Persönlichkeit und seines Wirkens unterblieb, sei dies jetzt
nachgeholt.
Selig Wißmann wurde am 1. Main 1869 als Sohn des Rabbiners Salomon
Wißmann ( das Andenken an den Gerechten ist zum Segen - in Georgensgmünd
(Bayern) geboren. Schon mit dem sechsten Jahre war er Vollwaise geworden,
sodass er bei seinem Onkel, Rabbiner Löb Wißmann - das Andenken an
den Gerechten ist zum Segen - Schwabach, erzogen wurde. Mit großem
Eifer widmete er sich an der dortigen Talmud-Tora-Schule dem Studium
unserer heiligen Schrift und nichts bereitete ihm mehr Freude als Tag und
Nacht forschen zu können. Nach dreijährigem Besuch des Israelitischen
Lehrerseminars Würzburg trat er in noch jugendlichem Alter eine
Hilfslehrerstelle in der Gemeinde Thüngen
an, wo er seine Kenntnisse im Jüdischen bei Hauptlehrer Eschwege - (Alles
Gute) bis 120 Jahre - der jetzt in Frankfurt weilt, erweiterte. Dort
lernte er auch seine künftige Gattin kennen, die ihm auf allen seinen
Wegen in seinem Beruf eine treue Begleiterin war. Drei Jahre war er dann
Lehrer in Alzenau (Unterfranken) und hierauf
wählte ihn die Gemeinde Künzelsau im Jahre 1892 zu ihrem Lehrer
und Führer. Bis zu seinem so plötzlichen und unerwarteten Tode war es
sein Streben, die Gemeinde zu Thauro (Tora), Awaudo (Gottesdienst) und
Gemilus Chasodim (Wohltätigkeit) zu erziehen, gerade so wie es sein
Streben war, seinen sieben Kindern die gleich innige Liebe zu Gott und
seinen Geboten einzupflanzen, die ihn beherrschte. Sein stetes Streben war
auf Frieden gerichtet. Dadurch verstand er es auch, sich bei Juden und
Nichtjuden gleich große Achtung und bei seiner vorgesetzten Behörde die
allergrößte Wertschätzung zu erwerben. Das zeigte sich bei seiner
Beerdigung, bei welcher nicht weniger als dreizehn Nachrufe gehalten
wurden. Die Gemeinde hatte nach 35 Jahren ihren treuen Führer, das Land
Württemberg einen seiner besten Lehrer, das Judentum einen seiner
treuesten Anhänger, der mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und ganzem
Vermögen seinem Gotte diente, verloren. Seine Seele sei eingebunden in
den Bund des Lebens." |
Anzeigen und
andere Dokumente jüdischer Gewerbebetriebe und Privatpersonen
H. Herrmann bietet eine Torarolle an (1882)
Anzeige in
der Zeitschrift "Der Israelit" vom 15. März 1882: "Eine Sefer Tora,
(Torarolle) fast noch neu, ist sehr billig mit Garantie zu verkaufen bei
H. Herrmann, Georgensgmünd, Bayern." |
Dokument aus der Firma Heidecker & Koch
(1919)
(aus der Sammlung von Peter Karl Müller, Kirchheim/Ries)
| Karte der Firma Heidecker
& Koch, Stahl-, Bürsten-, Papier-, Kurzwaren en gros (1919) |
 |
 |
| |
Auf der Karte wird
der Besuch eines Herrn A. Stolbinger angekündigt, der im Auftrag der
Firma Heidecker & Koch Bestellungen entnehmen kann. Die Karte wurde am
2. August 1919 nach Waldmünchen verschickt. Die Fa. Heidecker & Koch
wurde 1908 von Wilhelm Heidecker und Hans Koch gegründet und bestand
vermutlich bis 1931/32. Firmensitz war zuletzt im Gebäude Bahnhofstraße
11. |
Zur Geschichte der Synagoge
Seit Ende des 16. Jahrhunderts war eine erste Synagoge vorhanden. Bei
der Verwüstung des Ortes durch kaiserliche Söldner am 21. Oktober 1631
brannte die Synagoge vollständig ab.
1734/35 wurde die bis heute bestehende Synagoge erbaut, unter der sich
eine Mikwe (rituelles Bad) befand. Am 6. Adar 5495 (4./5. März 1735)
wurde die Synagoge vom markgräflichen Landesrabbiner eingeweiht. 1836/37
wurde L-förmig an das Synagogengebäude mit einem staatlichen Zuschuss für
insgesamt 800 Gulden die jüdische Schule angebaut mit einer
Wohnung für den Lehrer/Vorbeter. In dieser Zeit dürfte auch die zweite Mikwe
eingerichtet worden sein, die heizbar war. Zum Bau der Schule erschien
nachstehende Meldung in der "Allgemeinen Zeitung des
Judentums".
Artikel
in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 18. November 1837:
"In Petersgmünd (= Teil des heutigen von Georgensgmünd) im
Rezatkreise erbaute die jüdische Gemeinde ein neues Schulhaus. Auf
Verwenden des königlichen Landrichters Wunder erhielt dieselbe durch die
Gnade Seiner Majestät 300 Gulden. Das ganze Gebäude kostet 800
Gulden." |
Die Ritualien der Synagoge wurden im Oktober 1938 nach München
verbracht, wo sie beim Novemberpogrom 1938 zerstört wurden. Das
Synagogengebäude wurde bereits zuvor - im August 1938 - an einen benachbarten
Bäcker verkauft. Dennoch wurde beim Novemberpogrom 1938 die
Inneneinrichtung der ehemaligen Synagoge teilweise zerstört.
Nach 1945 wurde die ehemalige Synagoge zunächst als Turnhalle
benutzt. Später war sie Holzlege in Privatbesitz, die ehemalige Schule wurde
für Wohnzwecke verwendet. 1988 kaufte die Gemeinde Georgensgmünd das
Gebäude und begann mit der Restaurierung. Dabei wurden an der Südseite im
Inneren auch die ursprünglichen Wandmalereien teilweise freigelegt, die dem
polnischen Synagogenmaler Elieser Sussmann zugerechnet werden. Bei der
Restaurierung fand sich eine Genisa, ein Aufbewahrungsort für nicht mehr
brauchbare Schriften und Gegenstände aus der Synagoge, worin sich zahlreiche
alte religiöse Bücher, Gebetsriemen (Tefillin), Gebetsmäntelchen (Tallit
Katan) und andere Gegenstände aus dem religiösen Leben befanden. Seit 1997
ist das Gebäude für Besucher zugänglich. Im April 2000 wurde neben der
ehemaligen Synagoge ein Gedenkstein zur Erinnerung an die Umgekommenen der
NS-Zeit im Landkreis Roth und der Stadt Schwabach errichtet. Die vier Seiten des
Gedenksteines des Untersteinbacher Künstlers Reinhart Fuchs tragen die Namen der
ermordeten Juden aus Schwabach, Thalmässing, Roth und Georgensgmünd.
Adresse/Standort der Synagoge: Am Anger 9 (Jüdisches
Museum & Synagoge)
Nähere Informationen: Rathaus Georgensgmünd, Bahnhofstraße
4, 91166
Georgensgmünd, Telefon: 09172/703-0, Telefax: 09172/703-50.
Fotos
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 30. Juli 2006)
 |
 |
 |
Der Weg zur ehemaligen
Synagoge
ist im Ort ausgeschildert |
Hinweistafel |
Von allen Seiten ist das
Gebäude
elektronisch gesichert |
| |
|
|
 |
 |
 |
Blick zur 1736
erbauten
Synagoge |
Fenster des
Betsaales |
Die L-förmig an die Synagoge
angebaute Schule mit Lehrerwohnung |
| |
|
|
 |
 |
 |
| Ostseite: der Standort
des Aron Hakodesch (Toraschrein) ist von außen klar erkennbar |
Eingangstor, darüber
Portalinschrift |
| |
|
 |
 |
 |
| Die Portalinschrift
"Öffnet mir die Tür, denn ich komme durch sie herein") |
Der im April 2000
errichtete
Gedenkstein |
Hinweistafel am
Gedenkstein |
| |
|
|
 |
 |
 |
| Namen der aus Thalmässing
umgekommenen Juden |
Namen der aus Schwabach und
Thalmässing umgekommenen Juden |
Namen der aus Georgensgmünd
umgekommenen Juden |
| |
|
|
| |
 |
|
| |
Namen der aus Roth und
Schwabach umgekommenen Juden |
|
Links und Literatur
Links:
Literatur:
 | Baruch Z. Ophir/Falk Wiesemann: Die
jüdischen Gemeinden in Bayern 1918-1945. Geschichte und Zerstörung. 1979
S. 187. |
 | Israel Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in
Bayern. Eine Dokumentation der Bayerischen Landeszentrale für politische
Bildungsarbeit. A 85. 1988 S. 159-160. |
 | Pinkas Hakehillot: Encyclopedia of Jewish
Communities from their foundation till after the Holocaust. Germany -
Bavaria. Hg. von Yad Vashem 1972 (hebräisch) S. 287-288.
|
 | "Mehr als
Steine...." Synagogen-Gedenkband Bayern. Band II:
Mittelfranken.
Erarbeitet von Barbara Eberhardt, Cornelia Berger-Dittscheid,
Hans-Christof Haas und Angela Hager, unter Mitarbeit von
Frank Purrmann und Axel Töllner. Hg.
von Wolfgang Kraus, Berndt Hamm und Meier Schwarz.
Reihe: Gedenkbuch der Synagogen in Deutschen. Begründet und
herausgegeben von Meier Schwarz. Synagogue Memorial Jerusalem. Bd. 3:
Bayern, Teilband 2: Mittelfranken. Lindenberg im Allgäu 2010.
Kunstverlag Josef Fink Lindenberg im
Allgäu.
ISBN 978-3-89870-448-9. Abschnitt zu Georgensgmünd S.
334-349. |
 | Hans-Peter
Süss: Jüdische Archäologie im nördlichen Bayern. Franken und
Oberfranken. Verlag Dr. Faustus Büchenbach 2010 (Reihe: Arbeiten zur
Archäologie Süddeutschlands Band 25). Zu Georgensgmünd S. 68-70.
|

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the
Holocaust".
First published in 2001 by NEW
YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad
Vashem Jerusalem, Israel.
Georgensgmuend Middle
Franconia. Jews were present in the late 16th century. A synagogue was
built in 1723 and the Jewish population reached 120 in 1880 (total 1.386). In
1933, 35 remained. About two-thirds left from 1933 to mid-1938. The last 12,
mostly old, were expelled towards the end of 1938.

vorherige Synagoge zur ersten Synagoge nächste Synagoge
|