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in Gailingen
Gailingen am
Hochrhein (Kreis
Konstanz)
Texte/Berichte zur jüdischen Geschichte des Ortes
Seite 3: Berichte zu einzelnen Personen
aus der jüdischen Gemeinde
sowie Anzeigen jüdischer Gewerbebetriebe und Privatpersonen
Die nachstehend wiedergegebenen Texte mit
Beiträgen zur jüdischen Geschichte in Gailingen wurden in jüdischen Periodika
gefunden.
Bei Gelegenheit werden weitere Texte eingestellt. Neueste Einstellung am 19.7.2011.
Ein Teil der Texte muss noch abgeschrieben werden - bitte zum Lesen die
Textabbildungen anklicken!
Übersicht:
Berichte zu einzelnen
Personen aus der Gemeinde
Leopold
Guggenheim wird zum Bürgermeister gewählt (1870)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit"
vom
9. November 1870: "Karlsruhe. Von 304 Stimmberechtigten wurde heute
Leopold Guggenheim, Kaufmann in Gailingen, mit 206 Stimmen als Bürgermeister
gewählt. Er ist der erste Israelit in Baden, der zu einer solchen Stelle
gelangt." |
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Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit"
vom
12. Juli 1871: "Gailingen (Baden), den 30. Juni (1871). In Nr. 26
des 'Israelit' wird von der Wahl eines Israeliten zum Bürgermeister
berichtet. Auch hier in einem etwa 2.400 Seelen zählenden Orte wirkt ein
Israelit (Herr Guggenheim) schon ¾ Jahr als Bürgermeister zur
allgemeinen Zufriedenheit. B."
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Wiederwahl
von Leopold Guggenheim als Bürgermeister (1877)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit"
vom 10.
Januar 1877: "Gailingen, 5. Januar 1877: "Gestern wurde Herr H. L.
Guggenheim von hier, nachdem seine 6-jährige Amtsdauer abgelaufen, zum
zweiten Male als Bürgermeister der hiesigen Gemeinde erwählt. Abgesehen
von der Seltenheit dieses Ereignisses berührt uns dasselbe umso
freudiger, als der Gewählte ein religiöser Mann ist, der in jeder Weise
seiner Stellung entspricht und es aufs Beste versteht, des Vertrauens sich
würdig zu zeigen, das in ihn gesetzt wird." |
Über
die Verdienste von Heinrich Harburger im Krieg 1870/71 (Artikel von 1895)
Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums"
vom 27.
September 1895: "In der Geschichte des 6. badischen Infanterieregiments
Nr. 114, von dem Major Waenker von Dankenschweil beim großen
Generalstabe, ist der damalige Gefreite und jetzige Kaufmann Heinrich
Harburger von Gailingen ‚für besonders rühmliches Verhalten während
des Feldzuges 1870/71’ aufgeführt; insbesondere wird von ihm erwähnt,
dass er in der 3-tägigen Schlacht bei Belfort ‚verdiene, einen
Ehrenplatz einzunehmen, dass er immer unter den Ersten war, die sich nach
den größten Strapazen und in den gefährlichsten Lagen stets freiwillig
zu Patrouillen und sonstigen Unternehmungen meldeten.’
Konstanz, 4. September. E. Rothschild." |
Sal.
S. Wolf ist 50 Jahre 1. Vorstand der Bruderschaft Dower Tow (1886)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit"
vom 28.
Oktober 1886: "Gailingen, (Baden). Ein kleines Fest, das
vergangenen Schmini Azeret im
hiesigen Orte in bescheidenem Rahmen begangen wurde, dürfte seiner
Seltenheit halber wohl wert sein, durch Ihr geschätztes Blatt verbreitet
zu werden, da wir annehmen, dass sich auch ein entfernteres Publikum für
derartige, echt jüdische Anlässe interessieren dürfte.
Unser Mitbürger, Herr Sal. S. Wolf, hat nämlich am genannten Tage sein
50-jähriges Jubiläum als 1. Vorstand der Bruderschaft Dower
Tow (Verein zur Ausübung
guter Werke) durch Abhaltung eines durch die Mitglieder dieser
Bruderschaft im Café Biedermann hier veranstalteten Bankett, gefeiert.
Dem Jubilar, welcher mit Pflichttreue seit dem Jahre 1836 als 1. Vorstand
dieses der örtlichen Wohltätigkeit gewidmeten Vereines wirkt, wurde von
Seiten der Mitglieder des Vereins ein passendes Geschenk überreicht, und
demselben im Verlaufe des Festes von einem Mitgliede des Vereins, der Dank
für dessen langjähriges Wirken abgestattet, worauf der Jubilar,
sichtlich gerührt, für diese erwiesene Ehre dankte, und in einem guten
Vortrage alles Das, was der Verein seit seiner Gründung im Jahre 1803
geleistet, in einem kurzen Überblick klar darlegte. Wir entnahmen daraus,
dass dieser Wohltätigkeitsverein, trotz seiner bescheidenen Mittel, doch
seit seinem Bestehen viel Gutes geleistet, viele Arme unterstützt hat,
und darf wohl hervorgehoben werden, dass diese Bruderschaft in der
Hauptsache noch im gleichen Sinne wirkt und handelt, wie solche von den
selig verstorbenen Eltern und Großeltern der jetzigen Mitglieder gegründet
wurde.
Von Herrn Vorsteher Harburger hier wurde dem Jubilar bei diesem Feste
namens der Gemeinde gratuliert, und betonte dieser in seinem Toaste, dass
es dem Jubilar Herrn Wolf vergönnt sein möge, mit Gottes Hilfe in vier
Jahren abermals ein Jubiläum zu begehen, nämlich dasjenige als
ehrenamtlicher Vorbeter, in welcher Eigenschaft der Jubilar schon 46 Jahre
in hiesiger Gemeinde wirkt. Wir schließen uns gerne diesem Wunsche an,
und hoffen, dass der Jubilar solches an der Seite seiner ehrbaren Gattin,
mit welcher derselbe ebenfalls schon 46 Jahre in glücklicher Ehe lebt,
mit der gleichen Gesundheit und Geistesfrische, welches sich derselbe
trotz seiner 78 Jahre heute erfreut, mit Gottes Hilfe erleben möge.
M." |
25-jähriges
Jubiläum von Henry Weil und Maier Moos als Vorsteher der Chewra Kadischa (1887)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 13. Juni 1887: "Gailingen. |
Sterbebegleitung
durch den 96-jährigen Jakob Weil (1887)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit"
vom 25.
Juli 1887: "Gailingen (Baden). Gestatten Sie mir, das nachfolgende
interessante Faktum zu veröffentlichen, wovon Schreiber Dieses Augenzeuge
war. An dem Sterbelager eines schwerkranken, 77-jährigen Mannes stand der
ehrwürdige und achtbare Bürger Jakob Weil, der Ältere, ein Greis von 96
Jahren, wenigstens 3 volle Stunden und wehrte dem vor ihm liegenden
Kranken die Fliegen ab, ja, er machte ihm eine volle Stunde lang Eisüberschläge.
Wer in der Nähe stand und es mit ansah, der wünschte sich, ein Bild
hiervon zu besitzen, denn es wird wohl zu den größten Seltenheiten des
menschlichen Lebens gehören, einen kerngesunden Greis, mit vollem
Verstand, nahe an den hundert Jahren, in sehr vermöglichen Verhältnissen,
als freiwilligen Krankenwärter vor einem Sterbenden zu sehen, und Jeder
in der Gemeinde hegt den Wunsch, dass Gott, der Allmächtige, diesen ehrwürdigen,
achtbaren Greis in Gesundheit auch das hundertste Lebensjahr erleben
lassen möge, denn derselbe ist eine große Zierde unserer ganzen
Gemeinde. Er macht täglich Krankenbesuche, geht ins Gotteshaus morgens
und abends. Wer es mit ansieht, dem lacht das Herz." |
Zum
Tod von Maier Elias Moos (1889)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit"
vom 9. Mai
1889: "Gailingen. Während es von unserem heiligen Pessachfeste heißt,
dass wir an demselben geführt wurden 'aus der Trauer
zur Freude und aus dem
Jammer zu einem Feiertag’
traf in hiesiger Gemeinde diesmal leider das Gegenteil ein; denn wenige
Tage nach dem Fest starb unerwartet rasch nach kaum achttägiger Krankheit
einer der Edelsten und Besten, die je hier gelebt, nämlich Herr Maier
Elias Moos von hier.
Wie sehr der Schmerz und die Trauer um den Verlust dieses wackeren
Mannes alle Herzen ergriff, zeigte die große Bestürzung beim Bekannt
werden der Trauerbotschaft, wie auch die außerordentlich zahlreiche
Beteiligung am Leichenbegängnisse und zwar aus Nah und Fern, ohne
Unterschied des Glaubens.
Und in Wirklichkeit hat auch dieser edle Mann sich einer solch großen
Liebe und Verehrung stets würdig gezeigt; denn er hat dasjenige, was ihm
von dem allgütigen Gotte an Geistesgaben und an irdischen Gütern
beschieden war, bereitwillig in den Dienst der Gemeinde und unserer Not
leidenden Mitmenschen gestellt. Er war längere Zeit Vorsteher der
hiesigen israelitischen Gemeinde, und bis zu seinem Tode Vorstand der Chewra
Kadischa (Wohltätigkeitsverein), welch letzteres Amt er
ununterbrochen während eines Zeitraums von 27 Jahren bekleidete.
Beide Ehrenämter versah er zur vollen Zufriedenheit der
israelitischen Gemeinde, wovon die Wohltätigkeit, die während dieses
Zeitraums an ‚Lebenden und Toten’ geübt wurde, rühmlichst Zeugnis
gibt.
Aber auch außerhalb seines amtlichen Wirkungskreises hat er viel Gutes
bewirkt und fördern helfen. Wer sich in irgendeiner Angelegenheit an ihn
wandte, durfte sicher sein, mit Rat und Tat unterstützt zu werden.
Er erreichte ein Alter von 66 Jahren. Möge die allgemeine Teilnahme,
sowie das Bewusststein, dass das Wirken dieses Edlen gute Früchte
getragen und sein guter Name bis in die spätesten Zeiten in hiesiger
Gemeinde fortleben wird, den Hinterbliebenen einigermaßen zum Troste
gereichen. Seine Seele sei eingebunden in den Bund des Lebens." |
Goldene
Hochzeit von Baruch Kaufmann und Frau (1892)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit"
vom 4.
Januar 1892: "Aus Baden. Die früher in Gailingen, im
badischen Oberlande und jetzt in Heidelberg wohnhaften und allgemein
geachteten Baruch Kaufmann’schen Eheleute, haben am 15. Dezember ihre
goldene Hochzeit gefeiert. Der Großherzog verlieh dem Jubelpaar die
gestiftete silberne Erinnerungsmedaille, welche von dem Amtsvorstande,
Herrn Geheimem Regierungsrat Pfister mit der Überbringung der Glückwünsche
unseres edlen Fürsten überreicht wurde. Zu gleicher Zeit brachten Herr Bürgermeister
Dr. Walz die Glückwünsche der Stadtgemeinde, und Herr Netter, Vorsteher,
die der israelitischen Gemeinde zu Ausdruck." |
Zum Tod von
Mirjam Ullmann (1893)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit"
vom 2. März
1893: "Gailingen, im Februar (1893). Am 2. Februar verschied hier
plötzlich im Alter von 42 Jahren die durch ihre wahrhafte Frömmigkeit
und seltene Herzensgüte ausgezeichnete Frau Mirjam Ullmann, Gattin des
allgemein geachteten und geschätzten Herrn Max Ullmann sen. Bescheiden
und anspruchslos, freundlich und wohlwollend gegen jedermann war sie nicht
bloß eine selten treue Gattin und liebevolle Mutter, sondern auch eine wackere Frau in des Wortes eigenster Bedeutung. Armen und Dürftigen
schlug ihr warmfühlendes Herz besonders entgegen, die in ihrem Hause
stets eine liebevolle und gastfreundliche Aufnahme fanden. Ihre Seele sei eingebunden in den Bund des Lebens." |
Zum Tod von Fanny Gut
geb. Rothschild (1893)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 4. Mai 1893: "Wangen
(Baden), 24. April (1893). Vorigen Donnerstag fand in Gailingen
unter großer Teilnahme von Nah und Fern die Beerdigung von Frau Fanny Gut
statt. Mancher Leser des "Israelit" wird mit Wehmut ihrer
gedenken. Denn die Wohnstätte der Verblichenen wurde in ihrem früheren
Aufenthaltsorte St. Gallen von
gesetzestreuen Glaubensgenossen seinerzeit gerne aufgesucht, wo sie als
wahrhaft fromme Priesterin des Hauses waltete. Unbemittelten war zu jeder
Zeit diese gastfreundliche Stätte geöffnet. Manche haben daselbst Labung
für den Körper, Trost und Aufmunterung für die Seele gefunden. Für das
Wohl der Ihrigen war der Verstorbenen kein Opfer zu schwer und kein Mittel
zu groß. Mit recht konnte der Herr Rabbiner am Schlusse seiner Rede
sagen: 'Mit ihr wurde ein Stück echt jüdischen Lebens und Strebens zu
Grabe getragen.'" |
| Nach Friedhofsdokumentation Bamberger zu
Friedhof Gailingen Nd. II S. 188 Grab Nr. 281 ist Fanny Gut geb.
Rothschild am 18. April 1893 im Alter von 75 Jahren gestorben. Sie ist
geboren in Worblingen als Tochter
des Handelsmannes Baruch Rothschild und seiner Frau Rachel geb. Ochs. Sie
war verheiratet mit Daniel Gut. Ihr Grab in Gailingen ist erhalten. |
Zum Tod
von Joseph Kaufmann (1893)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit"
vom 23.
Oktober 1893: "Gailingen am Rhein, 16. Oktober (1893). Leider hat
der
Todesengel auch über unsern Ort seine Sense geschwungen und einen
frommen, edlen und gerechten Mann unserer Mitte entzogen; denn das zweitälteste
Mitglied unserer Gemeinde, Herr Joseph Kaufmann, hat am vergangenen
Donnerstagmorgen im 84. Lebensjahre seine reine Seele ausgehaucht. Nur ein
zweitägiges, durch Aufregung und Schrecken sich zugezogenes Leiden hat
seinem segensreichen Leben ein allzu schnelles Ende gesetzt. Welcher Liebe
und Achtung derselbe sich während seiner Lebenszeit erfreute, davon gab
die gestrige Beerdigung beredtes Zeugnis. Reich wie arm, Jude wie Christ
nahmen an derselben Teil. Manches Auge weinte bittere Tränen, ob des großen
Verlustes, den die Gemeinde erlitten. Begleitete doch der Verstorbene eine
lange Reihe von Jahren hindurch den ehrenhaften Posten eines
Waisenrichters. Und ach – wie viele Arme und Bedürftige hat er unterstützt
und wie bescheiden und anspruchslos war er stets für seine Person. Religiöse
Pflichten zu erfüllen, bereitete ihm stets Freude und Genuss! Wie oft äußerte
er sich über die jetzige Zeit, dass das Gottes-Wort so wenig erfüllt
wird und dadurch so große Entweihung
des heiligen Gottesnamens entsteht! Wie oft ist er Ratlosen mit gutem
Rat und kräftiger Tat zur Seite gestanden. In diesem rühmenswerten Sinne
erzog er auch seine Kinder, unterstützt von seiner Gattin, einer wackeren Frau in des Wortes schönster Bedeutung, welche ihm leider
schon bereits vor 3 Jahren im Tode vorangegangen ist. Dieser traurige
Fall, sowie der frühzeitige Tod zweiter verheirateter Töchter und eines
Sohnes waren sein Kummer und darum bedurfte er seit jener Zeit der kräftigen
Stütze seines einzigen noch übrigen Sohnes. Dieser, sowie dessen
Frau und Kinder waren seine Freude und sie haben durch hingebende Sorgfalt
alles aufgeboten, um den Lebensabend des Verblichenen zu einem ungestörten
und freudigen zu machen; was ihnen auch in der bestmöglichsten Weise
gelungen. Mit Recht konnte daher unser Herr Rabbiner – sein Licht
leuchte – in seiner Trauerrede die Worte anwenden: 'Unsere
Lebensjahre, das sind siebzig Jahre…' (Psalm 90,10). Möge
der Allvater die trauernde Familie trösten und stärken, damit sie den
großen Verlust ertragen kann. Möge dem Verstorbenen der Lohn für seine
guten Taten voll und ganz bezahlt werden. Seine
Seele sei eingebunden in den Bund des Lebens." |
Zum
Tod von Samuel H. Guggenheim (Bruder von Bürgermeister Guggenheim, 1893)
Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums"
vom
10. November 1893: "In Gailingen, dem Sitze des Bezirksrabbinates
des badischen Oberlandes (mit den Gemeinden Gailingen, Worblingen,
Wangen, Tiengen
und Konstanz) starb am 23. dieses
Samuel H. Guggenheim, Bruder des seligen, langjährigen verdienten Bürgermeisters
hiesiger Gemeinde, Leopold Guggenheim. Samuel H. Guggenheim war lange
Jahre Mitglied des Synagogenrates Gailingen, Vorsteher der
Bezirks-Synagoge und verwaltete diese Ämter ebenso wie dasjenige des
Direktors des hiesigen blühenden Vorschussvereins mit großer
Gewissenhaftigkeit und gutem Takte. Die am 25. dieses stattgehabte
Leichenfeier gab denn auch ein beredtes Zeugnis davon, in welch
allgemeinem Ansehen der Verblichene gestanden, sodass Herr Dr. Spitz im
vollen Sinne der ganzen Trauerversammlung sprach, als er dieses in seinem
warmen Nachrufe hervorhob." |
| |
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit"
vom
6. November 1893: "Gailingen, 25. Oktober (1893; wegen Raummangel
verspätet). Kaum sind es zwei Wochen, dass uns ein altes Gemeindemitglied
entrissen wurde, und schon wieder standen wir am offenen Grabe eines
solchen; denn unser S.H. Guggenheim ist nicht mehr. Vor nahezu fünf
Wochen wurde er an das Krankenbett gefesselt, das ihm zum Schrecken aller
so plötzlich und schnell ein Totenbett werden musste. Einen edlen,
gerechten Mann haben wir in ihm zu Grabe getragen. Hat er sich doch durch
seinen Gerechtigkeitssinn, seine ungeheuchelte Frömmigkeit und
Freundschaft die Liebe und Achtung aller derjenigen erworben, die mit ihm
infolge seiner Stellung in hiesiger Gemeinde und der Ehrenposten, die er
bekleidete, in Berührung kamen. War er doch seit nahezu 20 Jahren Bezirksältester
und tätiges Mitglied des Chewra Kadischa (Wohltätigkeitsverein). –
Bereits seit Gründung eines Vorschussvereins in hiesiger Gemeinde, war
der Verstorbene Präsident der Gesellschaft, welche Stelle er seines hohen
Alters wegen – er wurde 81 Jahre alt – vor einigem Jahre niederlegte
und bei welcher Gelegenheit ihm durch Überreichung eines kostbaren
Ehrengeschenkes die Dankbarkeit der Gesellschaft bewiesen wurde. Und
ebenso wie er gelebt, ist er auch gestorben. Noch kurz vor seinem Tode ließ
er die gesamte Familie an sein Bett kommen, dankte ihnen für ihre
hingebende Pflege und nahm Abschied von ihnen. Mit tränenerstickter
Stimme beauftrage er den anwesenden Herrn Rabbiner, der Gemeinde seinen
Dank abzu- |
statten für
das Vertrauen, das sie in ihn gesetzt, und bald darauf hauchte er seine
reine Seele aus. Trauernd umstanden daher alle Familieglieder die Bahre
ihres Oberhauptes und weinten bittere Tränen, ob des großen Verlustes,
den sie erlitten. Und was er uns gewesen, das bewies die heutige
Beerdigung, an der alle Mitglieder der Gemeinde, Vertreter der
Bezirkssynagogen und viele christliche Bürger von hier und Umgebung
teilnahmen. In beredten Worten schilderte der Herr Rabbiner das Leben und
Wirken des Verblichenen und stattete ihm den Dank der Gemeinde ab. Kein
Auge blieb tränenleer, als der Verstorbene in das kühle Grab gesenkt
wurde. – Möge ihm die Erde leicht sein und möge es gelingen, einen würdigen
und ebenso beliebten Nachfolger zu finden. Seine
Seele sei eingebunden in den Bund des Lebens." |
Zum Tod
von Maier Veit Weil (1894)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit"
vom 12.
Juli 1894: "Gailingen, 28. Juni (1894). Schon wieder ist einer der
edelsten unserer Gemeinde uns entzogen, den wir heute Mittag in den kühlen
Schoß der Erde gebettet; denn unser treuer Gemeindebürger Maier Veit
Weil ist nicht mehr. Bereits vier Jahre von einem schweren Leiden
heimgesucht, hauchte er seine reine, gottergebene Seele am vergangenen
Dienstag aus. Nie hörte man während seiner Leidenszeit ein Klagen und
Seufzen, stets gottergeben ertrug er seine Schmerzen. Zwölf Jahre lang
Verwaltungsmitglied der hiesigen jüdischen Gemeinde und Vorsteher mehrere
Vereine, war er stets bestrebt, die Interessen derselben in geeigneter und
würdiger Weise zu vertreten. Glücklich in allen seinen Unternehmungen,
streng reell und ehrlich in seinem geschäftlichen Verkehr vergaß er
niemals der Armen und Bedrückten. Und darum war er auch beliebt bei Juden
und Christen. Im gleichen Sinne erzog er auch seine Kinder, 2 Töchter und
5 Söhne, die nun mit der betrübten Mutter ihres Oberhauptes beraubt sind
und klagend die Bahre des geliebten Vaters und Gatten umstehen. Sein
Ableben hat eine allgemeine und gerechtfertigte Trauer hervorgerufen,
wovon die heutige Beerdigung beredtes Zeugnis ablegte. Möchte diese
Teilnahme die trauernde Familie in ihrem Schmerze trösten und aufrichten!
Weilt er auch nicht mehr in unserer Mitte, so lebt sein Andenken doch
stets in unserem Herzen als ein gesegnetes fort und fort." |
Zum Tod von
Vögele Weil (1896)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit"
vom 28.
Dezember 1896: "Gailingen. Ein bescheidenes, im Verborgenen verblühtes
Veilchen im schönen Blumenkranze der wackeren
Frauen in Israel wurde uns entrissen. Frau Vögele Weil ist im hohen
Alter von 83 Jahren nach einem sorgenvollen, leidenschweren, dornenbesäten,
aber tiefreligiösen, gottesfürchtigen Leben ins bessere Jenseits
eingegangen. Ihren Stiefkindern war die Heimgegangene, wie ihren eigenen
Kindern eine treue, hingebungsvolle Mutter. Trotzdem ihr Leben eine lange
Kette von Widerwärtigkeiten und Leiden gewesen war, kam niemals ein Laut
der Klage, ein Wort des Unwillens über ihre Lippen. Als vor einigen
Jahren ihr einziger Sohn, die Stütze ihres Alters, der in seiner großen
Heimatgemeinde das Amt eines zweiten Vorsängers und des Schächters
verwaltet hatte, im jungen Alter von 33 Jahren durch einen jähen Tod ihr
entrissen wurde, da hörte man kein Schreien der Verzweiflung, leise und
duldend sprach die fromme Frau mit den Worte unseres schönen ‚Chad
Gadja’-Liedes: ‚Und du
Todesengel, der du den Schochet schächtest…’* und ergab sich
ruhig in das Geschick. Möchten die Hinterbliebenen ihre Trauer dadurch
zeigen, dass sie in den Bahnen der Verstorbenen wandeln und insbesondere
ihre Kinder für diese Gottes- und Gesetzestreue erziehen. Ihre
Seele sei eingebunden in den Bund des Lebens."
|
| *Anmerkung:
zum Chad Gadja-Lied
gibt es einen Wikipedia-Artikel. |
Weiteres
Dokument - Witwe Hirsch - Kubitschek betreffend (1899)
Schreiben des
Synagogenrates in Gailingen an das Schultheißenamt in Aufhausen
(1899)
(Aus der Sammlung von Peter Karl Müller, Kirchheim/Ries) |
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Schreiben
"die Verlassenschaft der verstorbenen Salomon Kubitschek Witwe
Babette geb. Metzger betreffend"; diese war die 2. Ehefrau des
Salomon Kubitschek aus Aufhausen, war aber vorher in Gailingen mit Daniel
Hirsch Kahn verheiratet. |
Abschied
des langjährigen Vorstehers B. Harburger (1899)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit"
vom 30.
November 1899: "Gailingen. Ein hoch geachteter und allgemein
beliebter Mann, Herr B. Harburger, ist dieser Tage von uns geschieden, um
nach Zürich überzusiedeln. 20 Jahre lang wirkte Herr Harburger hier als
Vorstand der israelitischen Gemeinde, Lange gehörte er dem Bürgerausschuss
an, außerdem war er Bezirksältester, Mitglied der Landessynode,
Mitvorstand des Landesasyls ‚Friedrichsheim’ und des Vereins zur
Erziehung israelitischer Waisen in Baden und schließlich war er 25 Jahre
als Kassier des Vorschussvereins Gailingen tätig, der unter seine Leitung
zu großer Blüte gelangte. Der Gesangverein ‚Eintracht’ ehrte den
Scheidenden und dessen Familie durch eine Abschiedsovation, verbunden mit
Fackelzug, an welchen sich ein Bankett im Hotel Biedermann schloss. An
Herrn Harburger verliert Gailingen einen Mann, welcher am gesamten öffentlichen
Leben regen Anteil nahm und nie fehlte, wenn es galt, die Fahne des
Fortschrittes hochzuhalten, zum Wohl des gesamten Gemeinwesens. Auch die
national-liberale Partei besaß in ihm einen erprobten, überzeugungstreuen
Führer, welcher auch von den Gegnern hochgeschätzt wurde; Toleranz war
stets die Losung dieses edlen Bürgers. Möge es Herrn Harburger und
dessen Familie im neuen Wirkungskreis recht wohl gehen, das ist der
herzliche Wunsch seiner Freunde ohne Unterschied des Standes und
Konfession. (Konstanzer Zeitung)." |
Abschiedsfeier
für Wilhelm Moos (1900)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit"
vom 26.
Juli 1900: "Gailingen, im Juli (1900). Eine erhebende Abschiedsfeier wurde
am Sabbat Pinchas seitens der Chewra Kadischa zu Ehren des hier
wegziehenden bisherigen Präsidenten, Herrn Wilhelm Moos, veranstaltet.
Eine halbe Stunde nach Schluss des Morgengottesdienstes begab sich eine
Deputation in die Wohnung des Herrn Moos, um demselben den Dank für die
vielen Verdienste, die er sich um das Aufblühen des Vereines erworben,
auszusprechen.
Hierbei wurden demselben als Zeichen der Anerkennung eines Dankadresse und
ein Pokal überreicht und derselbe zum Ehrenmitgliede dieses Vereins
ernannt.
Nachdem der Vereinsvorstand, Herr Max Jakob Ullmann die Dankadresse
verlesen, hielt Herr Hauptlehrer Schwan eine Ansprache, worin er der von
allen Vereinsmitgliedern dankbar anerkannten Verdienste des Herrn Moos
gedachte und ihm die Wünsche des Vereins für sein und seiner Familie
Wohlergehen aussprach. Dabei hob er hervor, dass die Mitglieder dem Wirken
ihres bisherigen Präsidenten keine schönere Anerkennung zollen können,
als dass sie wünschen, es möchte dessen Nachfolger von der gleichen
Hingabe und Opferwilligkeit für den Verein beseelt sein.
Tief bewegt dankte Herr Moos für die ihm erwiesene Aufmerksamkeit, wobei
er erwähnte, dass er keinen Dank begehre, da er nur seine Pflicht getan
und dass er jederzeit an dem Gedeihen des Vereins den innigsten Anteil
nehmen werde.
Einsender dieses möchte hier noch anfügen, wie sehr die ganze
Gemeinde den Wegzug des Herrn Moos bedauert, indem derselbe als Mitglied
des Synagogenrates und verschiedener wohltätigen Vereine überall ersprießliche
Dienste leistete, sich auch bei Gründung des israelitischen Krankenhauses
und des Greisenasyls Friedrichsheim mit namhaften Beiträgen beteiligte
und jedem Einzelnen, der sich um Hilfe an ihn wandte, mit Rat und Tat zur
Seite stand. Wenn wir diese Zeilen der Öffentlichkeit übergeben, so möchten
wir hier auch mit Anerkennung der edlen Bestrebungen der Chewra Kadischa
gedenken, eines Vereines, der Wohltätigkeit
den Lebenden und Toten gegenüber ausübt, und jährlich 300 Mark
Stipendien an hiesige schulentlassene Knaben und Mädchen vergibt, welche
sich dem Studium oder der Krankenpflege widmen, oder ein Handwerk
erlernen.
Möchte dieser wohltätige Verein, der mit Gottes Hilfe jetzt 224 Jahre
besteht, sich auch weiter günstig entwickeln und noch viel Gutes ausüben!"
|
Zum Tod von Emil
Moos (1905)
Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt"
vom 6. Januar 1905: |
Zum Tod
von Heinrich Harburger (1907)
Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom
11. Januar 1907: |
Zum
Tod von Marie Kurz geb. Veit (1908)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
2. Januar 1908: |
Goldene
Hochzeit von Leopold und Dorlina Gut (1912)
Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt"
vom 6. September 1912: |
Auszeichnungen
für Unteroffizier Philipp Veit (1914)
Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt"
vom 4. Dezember 1915: |
Zum
Tod des Synagogenrats-Vorstehers Ludwig Rothschild (1915)
Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt"
vom 14. Januar 1915: |
| |
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
21. Januar 1915: |
| |
Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 14.
Januar 1915: |
Goldene
Hochzeit von Abraham M. Weil und Babette geb. Dreifuß (1919)
Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom
31. Januar 1919: |
Zum
Tod des langjährigen Gemeindevorstehers Baruch Harburger (1919)
Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom
19. Dezember 1919: |
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Zum Tod des Arztes Dr. Calmann Heilbronn
(1921)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
15. Dezember 1921: |
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Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
8. Dezember 1921: |
25-jähriges
Seminarjubiläum des aus Gailingen stammenden Studienrates Elias Gut in Köln
(1926)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
15. April 1926: |
|
60.
Geburtstag des aus Gailingen stammenden Studienrates Elias Gut in Köln
(1929)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
5. April 1929: |
Zum
Tod von Mathilde Hasgall geb. Wallensteiner (1931)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
5. Februar 1931: |
Bericht von Dr. S. Heilbronn über eine Reise nach
Erez Jisrael (1933)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
16. Februar 1933: |
Zum
Tod des aus Gailingen stammenden Konstanzer Rechtsanwalt Dr. Willy Rothschild
(1934)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 19. November 1934:
"Konstanz-Gailingen, 12. November (1934). Man schreibt uns:
Noch zittert der Schmerz über den Verlust des Dr. Moses Rothschild in uns
nach, da kommt eine neue Schreckensbotschaft. Wieder hat der unerbittliche
Tod einen aus der jüdischen Gemeinschaft des badischen Seekreises
hinweggerafft und wieder ist es zugleich ein Gefährte jener denkwürdigen
unter der Führung der Aguda stattgefundenen Pilgerfahrt ins heilige Land.
Dr. Willy Rothschild, der 'Rothschild erster Klasse', wie er damals
zum Unterschied der vielen Gleichnamigen, halb scherzend, halb staunend
genannt wurde. Halb staunend, denn es kommt auf den üblichen Schiffen,
die nach Erez Jsrael verkehren, nicht alle Tage vor, dass ein
Passagier, wenn er nicht gerade ein hoher Regierungsbeamter ist, für sich
eine Kabine erster Klasse in Beschlag nimmt. Geboren in Gailingen,
Student auf Deutschlands Hochschulen, Rechtsanwalt in Konstanz,
gestorben fern der Heimat in Mailand in seinem 54. Lebensjahr. Drei
Ortsnamen, zugleich drei Pole, in denen dieses Leben eingespannt war.
Darüber hinaus typische Meilensteine, die irgendwie symbolisch den Weg
absteckten, den der deutsche Jude von gestern mit scheinbar innerer
Notwendigkeit gehen zu müssen glaubte. Geboren in einer Landgemeinde, die
stark in der Vergangenheit wurzelnd, voll traditionsgebundener Kraft ihren
Söhnen weniger einen großen Fundus jüdischen Wissens, als jüdischen
Stolz und Selbstbewusstsein mitgegeben. Dann Berührung mit der Welt,
begeisterter K.C.-er, den er Zeit seines Lebens nicht verleugnen konnte.
Weltmännischer Anwalt in Konstanz, dabei immer voll rührender
Anhänglichkeit ans heimatliche Dorf, der sich immer wieder zeigte. Auch
hier glühte, wenn auch scheinbar unter viel Weltlichem verschüttet, das
ewige jüdische Feuer. Es bedurfte nur eines kleinen äußeren Anstoßes,
dass auch er jener Fahrt sich anschloss. Ging hinüber, sicher mit viel
Skepsis, eher geneigt alles kritisch zu betachten und sich nicht von
Gefühlen überrumpeln zu lassen. Und siehe, auch an ihm vollzog sich das
Wunder der Kedduschah, die von jenem Boden ausströmt. Er, dessen
äußerer Ausgleich so weit gediehen war, dass ihn drüben die Araber nie
als Jehudi, immer aber als 'Germani' taxierten, auch er kam als ein
Verwandelter zurück. Und diese Verwandlung mag zuletzt sich für ihn als
eine große Gnade erwiesen haben: dass er, als seine Welt über ihm
zusammenbrach, Haltung und innere Würde zu bewahren wusste. Dr. S.
H." |
Zum Tod von Anna Heilbronn, Witwe des
Dr.
Heilbronn (1937)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
28. Januar 1937: |
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Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
21. Januar 1937: |
Anzeigen
jüdischer Gewerbebetriebe und Privatpersonen
Anzeigen
von Gustav Bloch (1861 / 1863)
Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
4. April 1861: |
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Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
6. Mai 1863: |
Anzeige
der Fa. Guggenheim & Söhne (1887)
Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom |
Anzeige
von Adolf Guggenheim (1890)
Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
1. September 1890: |
Lehrlings-Gesuch
des Eisen- und Metallwarengeschäftes E. Harburger & Söhne
(1891)
Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
7. Mai 1891: |
Anzeige
von Hugo Guggenheim (1900)
Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
7. Mai 1900: |
Anzeigen
des Hotels Cafe Biedermann (1900 / 1936)
Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
2. Juli 1900: |
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Anzeige in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung"
vom 1. Juni 1936: |
Das
Hotel Café Biedermann sucht eine Köchin (1900)
Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
28. Juni 1900: |
Anzeigen
der Seifenfabrik von Nathan Gut (1901)
Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
31. Mai 1900: |
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Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
20. September 1900: |
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Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
10. Januar 1901: |
Spendenaufruf
von Jonas Biedermann (1901)
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 17. September 1901: "Aufruf.
Kaufmann, welcher schon sechs Jahre an chronischen Leiden haftet, 24 Jahre
alt, arbeitsunfähig, bereits stets von seinem Bruder unterstützt worden,
demselben nicht mehr möglich was zu tun, bittet nun, Herren, Berufsg.,
Vereine, edle Personen, um ein Scherflein für eine Radikalkurz
beizutragen. Ärztliche Zeugnisse zu Diensten Liebes-Gaben ist bereit
anzunehmen und dankt
Herr Jonas Biedermann, Gailingen
Baden." |
Lehrlingssuche
der Herrenkleiderfabrik Gebrüder Ottenheimer (1903)
Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
10. Dezember 1903: |
Anzeige
der Seifenfabrik Gailingen von Kantor Kahn (1909)
Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
25. März 1909: |
Nachnahme-Karte der Fa. Isaac & Co. (1910)
| Dokument zur
Geschichte jüdischer Gewerbebetriebe in Gailingen (erhalten von Peter
Karl Müller, Kirchheim / Ries) |
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Nachnahme-Karte
der Fa. Isaac & Co. aus Gailingen mit Poststempel Gailingen und
Ankunftsstempel Lörrach vom 18. Januar 1910 |
Hochzeitsanzeige
von Dr. Ezechiel Hasgall und Esther geb. Kahn (1925)
Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
30. Juli 1925: |
Hochzeitsanzeige
von Abraham Hasgall und Helene geb. Sondheimer (1928)
Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
25. Oktober 1928: |
Hochzeitsanzeige
von Norbert Guggenheim und Fanni geb. Kissinger (1929)
Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
3. Mai 1929: |
Verlobungsanzeige
von Alice Weil und Heinrich S. Hanhart (1931)
Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
15. Oktober 1931: |
Todesanzeige
für Edwin L. Rothschild (1932)
Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
14. Juli 1932: |
Weitere Dokumente
(aus der Sammlung von Hansjörg Schwer, Waldshut-Tiengen)
Brief
von Seligmann E. Biedermann in
Gailingen an den Gemeindevorsteher
H. Bernheimer in Thiengen (1851) |
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Im Brief wird die Lieferung von "Cedern
und Palmen" (vgl. Wikipedia-Artikel
Lulaw) an den Vorsteher Bernheimer in Tiengen angekündigt: "Gailingen, den 7ten Septber 1851/
Herrn H. Bernheimer Vorsteher in Thiengen /
Mit Gegenwartigem habe die Ehre Ihnen anzuzeigen / daß die bestellten Cedern u. Palmen dahier angelangt
/ sind, welche Ihnen im Laufe dieser Woch nach unten / verzeichneter factura zu zusenden das Vergnügen
/ habe, wofür Sie mir gefälligst den Betrag de 13 fl / einzusenden belieben.
/ Zu fernerem geneigten Zuspruch glaube ich / mich bestens empfehlen zu dürfen, da beste Gegen..
/ gewiß Ihrem Wunsche entsprechen werden. / Zugleich habe Ihnen noch zu bemerken, daß
/ die Palmen sowohl als die Cedern hier genau geprüft / u. für /Koscher
[hebräisch] Koscher gefunden wurden. / Freundschaftlichst grüßt Sie u zeichnet angenehmst
/ Seligm. E. Biedermann /
1 Kistchen Cedern G. No. 1 / 1 " Palmen G " 2. durch Fuhrmann Sharmi Bohring [?]
/
Rechnung / 24 Stück Cedern [hebr.] ... 25x f 10.- / 5 " Palmen [hebr.]
Lulaw 36 3.- / S 13." |
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