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Jahrestagungen von Alemannia Judaica Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft (Frühere und bestehende) Synagogen Übersicht: Jüdische Kulturdenkmale in der Region Bestehende jüdische Gemeinden in der Region
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Jüdische Friedhöfe in Schwaben Übersicht:
Zur Geschichte des Friedhofes: In Augsburg hatte bereits die jüdische Gemeinde im Mittelalter einen Friedhof. Vor und nach den Verfolgungen 1348 lag dieser außerhalb der Stadt am nordwestlichen Rand der Frauenvorstadt westlich der am Heilig-Kreuz-Kloster vorbeiführenden Straße, nahe dem Scheitelpunkt der heutigen Straße "An der Blauen Kappe". Nach der Ausweisung der Juden aus der Stadt 1438/39 wurde der Friedhof durch die Stadt konfisziert und abgeräumt. Die Grabsteine wurden zu Bauten am Rathaus verwendet. Friedhof 19./20. Jahrhundert: Ab 1806 konnten sich Juden wieder in Augsburg niederlassen. Ihre Toten wurden zunächst in Kriegshaber beigesetzt, bis 1871 ein eigener jüdischer Friedhof in Augsburg angelegt werden konnte. Auf ihm wurde auch eine Leichenhalle erstellt (nach 1945 durch einen modernen Neubau ersetzt). Der Friedhof ist bereits vor und in der NS-Zeit mehrfach geschändet worden (1924, 1930, 1935). Er ist von einer Backsteinmauer umgeben. Das Haupttor befindet sich an der Haunstetter Straße; ein weiteres Tor am Alten Postweg. Der Friedhof wird bis zur Gegenwart von der Augsburger Jüdischen Gemeinde belegt. An der linken Mauer befindet sich der Gedenkstein für die gefallenen jüdischen Soldaten des Ersten Weltkrieges. Weitere Gedenksteine erinnern an die in der NS-Zeit ermordeten Juden der Stadt. Lage: Im südlichen Stadtrandbezirk "Hochfeld" an der Haunstetter Straße.
Jüdische Gräber im KZ-Gräberfeld des Westfriedhofes
In Bissingen besteht im Norden der Stadt eine Flur "Judenbegräbnis" (Flurstücke nach den Eintragungen des Hauptlehrers Georg Engel von 1936 Nr. 387-407). Möglicherweise gab es am Ort in früheren Jahrhunderten zeitweise eine jüdische Gemeinde, über die sonst keine Quellen mehr Auskunft geben.
Link: Website
der Marktgemeinde
Bissingen
Zur Geschichte des Friedhofes: In Burgau bestand vom Mittelalter bis 1634/35 eine jüdische Gemeinde, die nach den Pestjahren 1634/35 ausgestorben ist. Als Erinnerung an die jüdische Gemeinde besteht u.a. noch der Flurname "Am Judenbegräbnis" im Bereich des früheren jüdischen Friedhofes. Nach dem Aussterben der Juden in Burgau im 30jährigen Krieg ist der Friedhof noch einige Zeit von Juden anderer Orte (Binswangen, Buttenwiesen, Fischach, Hürben) belegt worden. 1725 sollen auf dem Friedhof noch zwei Grabsteine gestanden haben. Heute sind keine sichtbaren Spuren mehr vorhanden. Lage: Unweit der heutigen Walter-Ludwig-Straße. Link: Website
der Stadt Burgau
Zur Geschichte des Friedhofes. In Donauwörth gab es im Mittelalter bis zur Ausweisung der Juden aus der Stadt 1517/18 eine jüdische Gemeinde. Zunächst lebten die Juden in sehr günstiger Lage der Stadt (bis 1493 vor allem in einem "Judenhaus" mit über 16 Wohnungen nahe dem Rathaus). Seit 1493 mussten die jüdischen Familien in der danach sogenannten "Judengasse" und dem "Judenberg" (seit 1933 Ölgasse/Ölberg) leben. Die Toten der jüdischen Gemeinde wurden auf dem Friedhof in Nördlingen beigesetzt. Erst nach der Ausweisung der Juden aus Nördlingen (1506) wurde ein jüdischer Friedhof in Donauwörth angelegt. Was mit ihm nach der Ausweisung geschah und wo er sich befand, ist nicht bekannt. Link: Website
der
Stadt Donauwörth
Zur Geschichte des Friedhofes. In Höchstädt bestand eine jüdische Gemeinde im Mittelalter und im 17./18. Jahrhundert. Die im Mittelalter verstorbenen jüdischen Personen wurden auf dem Friedhof in Augsburg beigesetzt. Im 17./18. Jahrhundert bestand ein jüdischer Friedhof jenseits der Landstraße auf der Höhe der heutigen Friedhofskirche St. Salvator. Link: Website
der
Stadt Höchstädt
Zur Geschichte der jüdischen Grabstellen: In Lindau befindet sich am nordwestlichen Rand des älteren Teils des Aeschacher Friedhofes ein Massengrab mit den Leichen von 25 Zwangsarbeitern. Auf dem Grab befindet sich ein Obelisk mit den Namen der dort Beigesetzten. Darüber steht: "ZUM GEDÄCHTNIS", unter den Namen: "OPFER DER JAHRE 1943-45". Die hier Beigesetzten stammten aus Deutschland und Osteuropa, darunter waren aller Wahrscheinlichkeit nach auch Juden, so vermutlich Idczak (= Izhak = Isaak?) Miercryslaus, Hugo Gutmann, Heinrich Kaufmann, Johann Labaj, Alex Piwowarow, Iwan Ustinow und Kurt Wertheim. Die Sterbeorte der Personen sind Friedrichshafen und Saulgau, beides ehemalige "Ausleihstationen" von KZ-Häftlingen des Konzentrationslagers Dachau an die dortigen Rüstungsunternehmer. Lage: Inmitten des Aeschacher Friedhofes an der Ludwig-Kick-Straße 49. Link: Website
der Stadt Lindau Mauerstetten, Ortsteil Steinholz (OAL)
Zur Geschichte des Friedhofes. In Neuburg a. d. Kammel bestand von mindestens 1431 bis ca. 1675 eine jüdische Gemeinde. Das jüdische Wohngebiet war vor allem in der "Judengasse" (jetzt Bergstraße), wo sich nach der Überlieferung auch die Synagoge befand (auf Grundstück zwischen Bergstraße 1 und 3). Ein Friedhof lag nachweislich ab 1565 auf dem nördlich des Eisberges gelegenen Höhenrücken, dem "Judenberg". Es haben sich keine Spuren dieses Friedhofes erhalten. Link: Website
der Stadt Neuburg a. d. Kammel
Zur Geschichte des Friedhofes: In Thannhausen gab es von ca. 1400 bis zu Ausweisung im August 1718 eine große jüdische Gemeinde (bis zu 400 Mitglieder), an die bis heute die "Judengasse" und die nördlich davon gelegene "Stadionkapelle" (1722 auf den Grundmauern der ehemaligen Synagoge erstellt mit "Synagogenopferstock") am Ort erinnern. Ein Friedhof konnte im August 1567 angelegt werden. Er wurde bis zur Ausweisung der Juden belegt. Heute sind jedoch außer dem Flurnamen "Judenbegräbnis" keine Spuren des Friedhofes mehr erhalten, da keine Einfriedung und kein Grabstein mehr vorhanden sind. Bei der Planung der neuen Umgebungsstraße wurde auf die Lage des ehemaligen Friedhof Rücksicht genommen. Lage: Der Friedhof lag bzw. liegt in an der Straße nach Ziemetshausen in einem Waldteil mit dem Flurnamen "Judenbegräbnis". Link: Website
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