Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


Eingangsseite

Aktuelle Informationen

Jahrestagungen von Alemannia Judaica

Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft

Jüdische Friedhöfe 

(Frühere und bestehende) Synagogen

Übersicht: Jüdische Kulturdenkmale in der Region

Bestehende jüdische Gemeinden in der Region

Jüdische Museen

FORSCHUNGS-
PROJEKTE

Literatur und Presseartikel

Adressliste

Digitale Postkarten

Links

 

  
Zurück zur Übersicht: "Jüdische Friedhöfe in der Region" 
Zur Übersicht: Jüdische Friedhöfe in Baden-Württemberg
   

Freistett (Stadt Rheinau, Ortenau-Kreis) 
Jüdischer Friedhof 

 

Hinweis auf eine aktuelle Forschungsarbeit (eingestellt am 15. August 2011): Gerd Hirschberg befasst sich seit längerem mit der Geschichte der ehemaligen jüdischen Gemeinden Freistett und Rheinbischofsheim. Die Arbeit steht kurz vor dem Abschluss. Sie umfasst ca. 300 Seiten. Ausführlich dokumentiert werden die Entstehungsgeschichte des jüdischen Friedhofs Freistett und die Lebensumstände der jüdischen Familien im ausgehenden 19. Jahrhundert anhand von Aktenauszügen aus dem Gemeindearchiv Rheinau. Der Schwerpunkt liegt auf Informationen aus dem Ort Freistett, weil das Archiv der Gemeinde Rheinbischofsheim infolge Kriegseinwirkung zerstört wurde. Die Dokumentation endet mit der Darstellung der Schicksale der ehemaligen jüdischen Freistetter und Rheinbischofsheimer in der NS-Zeit, wie sie aus den Wiedergutmachungsakten rekonstruierbar sind. 
Anfragen an Gerd Hirschberg über E-Mail [gehirschberg(et)gmx.de].

  

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde  

Siehe Seite zur Synagoge in Neu-Freistett (interner Link)      
       

Zur Geschichte dieses Friedhofes

Die Toten der jüdischen Gemeinde (Neu-)Freistett wurden zunächst in Kuppenheim beigesetzt. Um 1830 wurde ein eigener Friedhof im Gewann "Hungerfeld" an der heutigen B 36 /Flurstück 1400/1, Fläche 29,4 ar) angelegt, den auch die Juden aus Rheinbischofsheim, Kehl (bis 1924), Bodersweier und Lichtenau mitbenutzten. Auf dem Friedhof befindet sich ein Gefallenendenkmal für die im Ersten Weltkrieg aus Lichtenau gefallenen jüdischen Gemeindeglieder.     
  

Eine Friedhofschändung gab es erstmals im April 1931

Neufreistett CV 11121931.jpg (26064 Byte)Meldung in der Zeitschrift des "Centralvereins" (CV-Zeitung) vom 11. Dezember 1931 in einem Jahresrückblick auf Friedhofschändungen in Deutschland 1931: "Freistett in Baden. Die Tannenhecke, die den Israelitischen Friedhof umzäunt, wurde am 21. April 1931 von zwei 19 Jahre alten Burschen in Brand gesetzt. Der Haupttäter ist eifriger Anhänger der Nationalsozialisten."
  
Neufreistett Israelit 13051931.jpg (35212 Byte)Meldung in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 13. Mai 1931: "Eine weitere Friedhofschändung fand dieser Tage in Freistett in Baden statt. Dort wurde die Tannenhecke, die den Friedhof umzäunt, in Brand gesteckt. Mit diesen zwei Fällen hat die Zahl der Friedhofsschändungen in Deutschland 120 erreicht."  

       

Lage des Friedhofes  

Freistett FriedhofPlan.jpg (118789 Byte) Links: Lage des jüdischen Friedhofes Freistett
 (durch Pfeil markiert) 
(Karte kann durch Anklicken vergrößert werden)
Stadtplan Rheinau zu Freistett: hier anklicken

   
Link zu den Google-Maps  
(der grüne Pfeil markiert die Lage des Friedhofes)   
  

Größere Kartenansicht  
   

Fotos 
Neuere Fotos:
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 1.9.2003) 

Freistett Friedhof 151.jpg (53299 Byte) Freistett Friedhof 150.jpg (97837 Byte) Freistett Friedhof 152.jpg (90200 Byte)
Blick zum 
Friedhof
Eingangstor Blick auf den Friedhof vom Lärmschutzwall
 der nahen Bundesstraße
   
     
Freistett Friedhof 153.jpg (87188 Byte) Freistett Friedhof 154.jpg (86993 Byte) Freistett Friedhof 155.jpg (88799 Byte)
Blick von der Friedhofsmauer Teilansicht Teilansicht
     
Freistett Friedhof 156.jpg (96494 Byte) Freistett Friedhof 157.jpg (80355 Byte) Freistett Friedhof 158.jpg (92856 Byte)
Teilansicht Auffallend mächtiger Grabstein mit 
Symbol der ineinandergelegten Hände 
als Zeichen inniger Verbundenheit
Teilansicht
    
     
Freistett Friedhof 159.jpg (83657 Byte) Freistett Friedhof 160.jpg (75108 Byte) Freistett Friedhof 161.jpg (66989 Byte)
Segnende Hände 
der Kohanim
Segnende Hände auf linker Hälfte 
des Doppelgrabsteines
Grabstein für Marx Kaufmann und 
Zippora geb. Roos aus Lichtenau
     
Freistett Friedhof 162.jpg (80041 Byte) Freistett Friedhof 163.jpg (82052 Byte) Freistett Friedhof 164.jpg (79053 Byte)
Grabstein für Jakob Bensinger und 
Pauline geb. Stern aus Kehl
Grabstein für den Lichtenauer Vorbeter
 und Lehrer Tobias Eisenmann 
aus Hainstadt (gest. 1862)
Denkmal für die im Ersten Weltkrieg aus
 Lichtenau gefallenen jüdischen Männer 
     
   
    Freistett Friedhof 165.jpg (87330 Byte)    
    Denkmal für die 1942 deportierten 
Jenny und Julchen Hammel (aus Freistett)
  

 

 
Ältere Fotos
(Fotos: Hahn, entstanden Mitte der 1980er-Jahre)

Freistett Friedhof01.jpg (147495 Byte)  Freistett Friedhof05.jpg (158963 Byte)  Freistett Friedhof08.jpg (132155 Byte) 
Eingangstor zum jüdischen 
Friedhof Freistett
Teilansichten 
des Friedhofes
  
Freistett Friedhof06.jpg (159197 Byte) Freistett Friedhof12.jpg (175057 Byte) Freistett Friedhof11.jpg (167790 Byte)
Teilansichten
   
Freistett Friedhof04.jpg (138887 Byte) Freistett Friedhof07.jpg (98656 Byte) Freistett Friedhof09.jpg (102385 Byte)
     Grabstein für Marx Kaufmann und 
Zippora geb. Roos aus Lichtenau
Denkmal für die 1942 deportierten Jenny
 und Julchen Hammel (aus Freistett)
     
Freistett Friedhof03.jpg (172604 Byte) Freistett Friedhof02.jpg (161435 Byte) Freistett Friedhof14.jpg (122725 Byte)
Segnende Hände 
der Kohanim
      Gedenkstein für die Gefallenen 
des Ersten Weltkrieges
     

  

    

Links und Literatur

Links:  

Website der Stadt Rheinau  
Website des Zentralarchives Heidelberg mit Seite zum jüdischen Friedhof Freistett  
Zur Seite über die Synagoge Freistett (interner Link)  

     

                   
vorheriger Friedhof     zum ersten Friedhof    nächster Friedhof 

        

 

Senden Sie E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website an Alemannia Judaica (E-Mail-Adresse auf der Eingangsseite)
Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 16. August 2011