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Jahrestagungen von Alemannia Judaica Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft (Frühere und bestehende) Synagogen Übersicht: Jüdische Kulturdenkmale in der Region Bestehende jüdische Gemeinden in der Region
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Merchingen (Gemeinde
Ravenstein,
Neckar-Odenwald-Kreis) Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde Siehe Seite
zur Synagoge in Merchingen Zur Geschichte dieses Friedhofes Die Toten wurden zunächst in Berlichingen und Bödigheim, zwischen 1769 und 1773 vorübergehend in Hüngheim beigesetzt. 1812 oder 1833 wurde ein eigener Friedhof an der Straße nach Ballenberg angelegt (Flurstück 2400, Fläche 47,00 a).
Ältere Fotos
Hinweis: Artikel in den Fränkischen Nachrichten vom 12. April 2002: Geschichte des Judenfriedhofs in einem neuen Buch beleuchtet Der Autor Dr. Nir wurde von Walter Brecht unterstützt Merchingen. Die von Dr. Wolf Nir (Magshimim, Israel)
erarbeitete Dokumentation über den Merchinger Judenfriedhof ist fertiggestellt.
Dr. Nir wurde im geschichtlichen Teil von Walter Brecht unterstützt.
Artikel in den Fränkischen Nachrichten vom 30.Oktober 2004: Dokumentation über den Judenfriedhof in Merchingen Benjamin Wolf Nir hat Geschichte der Begräbnisstätte erforscht Merchingen. In mehreren Kurven windet sich die Landesstraße 515 nach Merchingen in Richtung Ballenberg aus dem Kessachtal zur Hochfläche des Baulands empor. Wenn die Höhe schon fast erreicht ist, erhebt sich links an der Straße eine lang gestreckte Mauer. Hinter dieser Mauer und einem kleinen Nadelbaumgehölz verbirgt sich in einem lichten Hain aus allerlei Laubbäumen der Merchinger Judenfriedhof. Angelegt wurde der Merchinger Judenfriedhof Anno 1810. Auf Bitte der Merchinger Juden in den Jahren 1808 und 1809 hatte Freiherr Götz von Berlichingen zu Merchingen Gelände für einen Judentotenhof am unwirtlichen "Wurmberg" zugewiesen. Die am 24. Mai 1810 verstorbene Tochter des Koppel Falk Kuttenblauer und seiner Ehefrau Gella Heichla war die erste Beisetzung auf dem neuen Friedhof. m Jahre 1768 hatte Freiherr Johann Friedrich von Berlichingen zu Merchingen den Merchinger und Hüngheimer Juden, die bisher ihre Toten auf dem jüdischen Friedhof in Berlichingen beisetzen mussten, links von der Straße Merchingen-Hüngheim gelegenen so genannten "Doktersrain" auf Gemarkung Hüngheim schon einmal Gelände für einen Begräbnisplatz zur Verfügung gestellt. Aber auf Beschwerden des Hüngheimer Pfarrers Leonhard Franziscus Jonek beim Würzburger Fürstbischof Adam Friedrich von Seinsheim und vor allem auf Klage des Brigadegenerals Friedrich Alexander von Berlichingen zu Jagsthausen bei der "freyen Reichsritterschaft in Franken Löbl: Orts im Ottenwald" musste wieder der alte Zustand hergestellt werden. Der General hatte geklagt, weil ihm durch die Beisetzungen im Hüngheimer Friedhof die Gebühren von jährlich etwa 50 bis 60 Gulden für die Bestattungen in Berlichingen verloren gingen. Diese Einnahme war seiner Familie im Jahre 1698 bei einem "Theilungs-Reccehs" zugeteilt worden. Spätestens 1771 musste der Hüngheimer Friedhof wieder geschlossen. Die Hüngheimer Juden mussten sogar die Gebühren für die bereits Bestatteten nachentrichten. Im neuen Friedhof am "Wurmberg" wurden 432 Bestattungen dokumentiert. Erhalten sind 378 Gräber mit Grabsteinen. Darunter sind 17 Kindergräber. 54 Gräber ohne Grabsteine sind im von 1810 bis 1938 geführten Begräbnisbuch identifiziert. Im von 1811 bis 1875 geführten Sterberegister sind weitere 189 Gräber ohne Markierungen von tot geborenen oder in sehr frühem Alter verstorbenen Kindern verzeichnet. Wieviel religiös unmündige Kinder, also Mädchen unter zwölf und Knaben unter 13 Jahren, von 1875 bis 1938 verstorben und ohne Grabstein beigesetzt wurden, ist unbekannt. Insgesamt fanden also weit über 600 Begräbnisse statt. Das jüngste Grab ist das von Jonas Hess, der am 28. September 1938 verstarb und zusammen mit seiner am 10. August 1927 verstorbenen Gattin Amalie in einem Doppelgrab ruht. In den zurückliegenden Jahren hat Dr. Benjamins Wolf Nir aus Magshimim in Israel eine Dokumentation zum Merchinger Judenfriedhof erarbeitet. Dr. Benjamin Wolf Nir wurde 1926 in Breslau geboren. 1938 kam er mit mehreren Tausend jüdischen Kindern nach England. So entging er im Gegensatz zu den meisten Angehörigen seiner Familie dem Holcoaust. Einen kurzen einleitenden Überblick über die Geschichte der Merchinger und Hüngheimer Juden hat Walter Brecht zusammengestellt. Die Dokumentation wird am Donnerstag, 4. November, um 16 Uhr in Anwesenheit des Verfassers und zahlreicher Gäste im Merchinger Schloss-Saal in einer Feierstunde der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Dokumentation kann bei der Stadt Ravenstein bezogen werden.
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