Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Sulzdorf an der Lederhecke (VG Bad Königshofen i. Grabfeld, Kreis Rhön-Grabfeld)
Jüdische Geschichte / Synagoge 
 (erstellt unter Mitarbeit von Elisabeth Böhrer)   

Übersicht:

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde  
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde   
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer   
Berichte zu einzelnen Personen aus der Gemeinde   
Zur Geschichte der Synagoge   
Fotos / Darstellungen    
Links und Literatur   

   

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde   
   
In Sulzdorf an der Lederhecke bestand eine jüdische Gemeinde bis 1922. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 16./17. Jahrhunderts zurück. Erstmals werden 1532 (Jud Lipmann zu Sultzdorff; Urkunde siehe auf Seite zu Goßmannsdorf) und wiederum 1656 Juden am Ort genannt (Juden Abraham und Schmul). 1695 waren drei jüdische Familien in Sulzdorf (Hathen, Abraham und Götz). 
  
Im 18. Jahrhundert nahm die Zahl der jüdischen Dorfbewohner zu. 1741 gab es 17 jüdische Haushaltungen. Die jüdischen Familienvorstände verdienten den Lebensunterhalt der Familien durch Handel mit Vieh, als Metzger oder Geldwechsler, einer verkaufte Glaswaren.         
  
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Zahl der jüdischen Einwohner wie folgt: 1810 147 jüdische Einwohner, 1813 152 (35,3 % von insgesamt 431 Einwohnern), 1830 134 (von insgesamt 425 Einwohnern), 1839 121, 1848 103, 1851 107 (in 27 Familien), 1867 74 (15,4 % von 481), 1871 67 (14,9 % von 448), 1880 53 (12,0 % von 441), 1890 38 (9,0 % von 420), 1900 32 (7,7 % von 417), 1910 12 (3,2 % von 376).    
   
Bei der Erstellung der Matrikellisten 1817 werden in Sulzdorf auf insgesamt 28 Matrikelstellen die folgenden jüdischen Familienvorstände genannt (mit neuem Familiennamen und Erwerbszweig): Isak Abraham Kahn Amberg (Kleinhandel), Joseph Isak Amberg (Unterhändler), Maier Isak Amberg (Ellenhandel), Martel Feibel Spiegel (Kleinhandel), Jüdlein Sußmann Frankenberger (Viehhandel), Loeb Mannes Blumm (Viehhandel), Elias Gabriel Feuchtwanger (Unterhändler), Salomon Abraham Vorreuter (Schlächter), Moses Abraham Heß (Warenhändler), Maier Abraham Heß (Unterhändler), Jakob Maier Henneberger (Warenhandel), Schier Abraham Amberg (Unterhändler), Maier Abraham Bamberger (Viehhandel), Joachim Seligmann Römer (Schullehrer und Vorsänger), Lazarus Abraham Sachs (Ellenhandel), Hirsch Laemmlein Lampert (Unterhändler), Wolf Goetz Frank (Warenhändler), Mardocheus Enslein Ramer (Viehhandel), Abraham Loeb Sachs (Warenhandel), Hajum Abraham Sachs (Warenhandel), Pfeufer Mannes Goldschmitt (Warenhandel), Isle Goetsch Tischler (Viehhandel), Schmul Jacob Sulzer (Warenhandel), David Maier Heilner (Schlachter), Maier David Heilner (Viehhandel), Geitla, Witwe von Abraham Kahn Malzer (Warenhandel), Mayer Sachs (Feldbau, seit 1824).    

An Einrichtungen hatte die jüdische Gemeinde eine Synagoge (s.u.), eine jüdische Schule (in einem eigenen Schulgebäude, das 1919 in nichtjüdischen Besitz überging und abgebrochen wurde), ein rituelles Bad und ein Friedhof. Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war zeitweise ein Lehrer angestellt, der zugleich als Vorbeter und Schochet tätig war (siehe unten Ausschreibungen der Stelle von 1882 und 1892). Bereits 1817 wird in der Matrikelliste (s.o.) mit Joachim Seligmann Römer ein Schullehrer und Vorsänger genannt. In den Jahren vor 1849 war Lehrer Simon Hecht in der Gemeinde, der allerdings wegen seiner liberalen Einstellung gegenüber traditionellen orthodoxen Gebräuchen entlassen wurde (siehe Bericht unten). Nachfolger von Simon Hecht war Lehrer Leo Schwab (um 1848/1853 genannt). 1886 wird Lehrer Ganzmann erwähnt, der bei der Einweihung der Synagoge in Kleinbardorf mitwirkte (siehe Bericht auf der Seite zu Kleinbardorf). Seit etwa 1900 hatte Sulzdorf keinen eigenen Lehrer mehr, vielmehr kam der Lehrer aus Schweinshaupten zum Abhalten des Religionsunterrichtes und Übernahme weiterer Dienste nach Sulzdorf (siehe unten Ausschreibung der Stelle in Schweinshaupten von 1901).
Die Gemeinde gehörte zum Distriktsrabbinat Burgpreppach.    

Im Ersten Weltkrieg fiel aus der jüdischen Gemeinde Heinrich Zeilberger (geb. 14.9.1895 in Sulzdorf, gef. 20.4.1916). Sein Name steht auf dem Gefallenendenkmal der Gemeinde, das sich in einer kleinen Grünanlage rechts vor dem kommunalen Friedhof befindet. Außerdem ist gefallen: Max Tannenwald (geb. 31.3.1893 in Sulzdorf, vor 1914 in Königshofen wohnhaft, gef. 5.5.1915).
  
1920 verließ die letzte jüdische Familie Sulzdorf; die Gemeinde wurde aufgelöst.    
     
Von den in Sulzdorf geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Helena (Helene) Frank geb. Zeilberger (1888), Karl Hecht (1872), Fanny Heß geb. Rauh (1873), Mathilde Karlindacher geb. Tannenwald (1885), Betty (Betti) Oppenheimer geb. Malzer (1877), Klara Rindsberg geb. Kahn (1904), Rosa Sachs (1883), Rosa Sündermann geb. Zeilberger (1880), Louis Tannenwald (1883), Julius Zeilberger (1883).     
Hinweis: die in einigen Listen zu Sulzdorf aufgeführte Ingeborg Rindsberg (1930) ist nicht in Sulzdorf, sondern in Uehlfeld geboren (Hinweis von E. Böhrer).  
   
   
   
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde 
   
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer  
Ausschreibungen der Stelle des Religionslehrers / Vorbeters / Schochet 1882 und 1892 sowie von 1901 (Sulzdorf als Filiale zu Schweinshaupten)  

Sulzdorf Israelit 13091882.jpg (37435 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 13. September 1882: "Die Vorbeter- und Religionslehrer-Stelle in unserer Gemeinde ist zu besetzen. 
Fixer Gehalt Mark 600 und Mark 40 für Heizung nebst freier Wohnung. Außerdem gute Nebenverdienste. Nur solche, die seminaristisch gebildet, wollen sich wenden an 
M. Hecht, Vorsteher in Sulzdorf (Bayern)."  
 
Sulzdorf Israelit 27101892.jpg (58610 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 27. Oktober 1892: "Vakant ist die hiesige Religionslehrer- und Vorbeterstelle mit einem fixen Gehalt von 600 Mark bei freier Wohnung und Heizung, sowie auch Nebenverdienste. Eventuell kann auch die Schechitah mit übernommen werden. Seminaristisch gebildete Bewerber wollen sich unter Einsendung ihrer Zeugnisabschriften melden an 
M. Hecht,
Kultusvorsteher, Sulzdorf (Bayern)."  
  
Sulzdorf Israelit 25071901.jpg (50970 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 25. Juli 1901: "Die israelitische 
Schulstelle 
Schweinshaupten
, mit der Filiale Sulzdorf, ist bis 1. Oktober dieses Jahres zu besetzen, womit die Vorbeter und Schächterfunktion verbunden ist: Einkommen 10 bis 1100 Mark. Bewerber wollen ihre Gesuche an Unterzeichneten einsehen. 
Schweinshaupten, 22. Juli (1901). 
Julius Seitenbach
, Vorstand."   

   
Über die Lehrer Joachim Seligmann Römer, Simon Hecht und Leo Schwab 
(Angaben nach den Recherchen von Elisabeth Böhrer)  
Lehrer Joachim Seligmann Römer wird bereits in der Matrikelliste 1817 als Schullehrer und Vorsänger genannt. Er war ein Sohn des "Judenschullehrers" Seligmann Römer, der am 15. Februar 1824 im Alter von 72 Jahren gestorben ist. Sein Sohn Joachim ist in Sulzdorf auf Grund der Geburten seiner Kinder bis 1830 und der Sterbefälle der Kinder bis Dezember 1839 nachweisbar. Er starb am 30. Dezember 1856 im Alter von 76 Jahren und wird bis zuletzt als Religionslehrer bezeichnet. Vermutlich war er nicht bis zuletzt Lehrer. Um 1848/53 wird als Religionslehrer Leo Schwab genannt: in den Geburtsregistern werden am 14. August 1848 und 1853 Geburten von Kindern Leo Schwabs genannt. Da Lehrer Simon Hecht im Januar 1849 über seine Entlassung aus Sulzdorf berichtet, dürfte Leo Schwab ein Nachfolger von Simon Hecht gewesen sein.    
   
   
Der frühere Lehrer Simon Hecht äußert sich kritisch über die orthodox geprägte Gemeinde Sulzdorf (1849) 
Anmerkung: Lehrer Simon Hecht war nach seiner Entlassung in Sulzdorf Lehrer in Weimarschmieden 

Sulzdorf AZJ 15011849.jpg (128000 Byte)Aus einem längeren - von Simon Hecht - verfassten Artikel in der (liberal geprägten) "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 15. Januar 1849: "In der Gemeinde Sulzdorf, königlichen Landgerichts Königshofen, wurde ich deshalb meiner Stelle entlassen, weil ich dem schochen ed ('der ewig Thronende...') die rechte Betonung nicht gab und den Paradiesapfel (= Etrog, wird am Laubhüttenfest verwendet) verkehrt anfasste. Die Gemeinde musste sich versammeln, sich hierüber zu verständigen, und das Resultat war, dass ich in Erwägung beregter Fehler meine Funktionen fernerhin nicht mehr in dieser Gemeinde ausüben könne. Nolens volens musste ich meinen Bündel schnüren, wo der Gedanke in mir entstehen musste, um eine gute Unterkunft zu erlangen, alle jüdelnden Triller und Traller auf das Beste zu erlernen (gemeint: Besonderheiten im Singen der traditionellen Melodien der Liturgie). 
Wenn nun solche Männer als Beförderer des jüdischen Kultus wie viele Rabbiner im bayerischen Unterfranken an der Spitze stehen, so lässt sich keiner besseren Entwicklung in Schule und Gotteshaus entgegensehen; und sollte das jüdische Konsistorium, das von unserem König zu gründen beabsichtigt wird, aus diesen Männern zusammengesetzt werden, dann rufe ich meinen Amtsbrüdern zu: 
'Wandert aus Bayern aus, sucht euern Wirkungskreis, wo gebildete Rabbiner als Beförderer des jüdischen Kultus zur Seite stehen, zieht euch heraus aus dem Schlamme veralteter Gebräuche, höret auf, notwendige Heuchler eurer vorgesetzten bayerischen Rabbiner zu sein und ihr werdet durch eure Ehrlichkeit und Offenheit siegen und einem freien Wirkungskreise entgegen gehen!' "     

      
      
Berichte zu einzelnen Personen aus der Gemeinde 
Zum Tod von Marie Tannenwald geb. Goldschmidt (1889)      

Sulzdorf Israelit 12061889.jpg (258261 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 12. Juni 1889: "Sulzdorf a.L. (Unterfranken). Wenn der Greis unter der Last der Jahre zusammensinkt und der Natur den unverweigerlichen Zoll entrichtet, so ist seine Umgebung darauf vorbereitet, wenn aber der Blitz aus heiterem Himmel unter der nichtsahnenden Menge ein Opfer trifft, da zittert das Menschenherz in allen seinen Fasern und es empfindet den Schlag, der über die Familie niederging, als ob es ihn selbst getroffen hätte.   
Von unserer Gemeinde wurde auch ein solch jugendliches, nichts ahnendes Opfer gefordert. Und wenn es in dem Buche Rut, das wir in der nächsten Woche lesen, von Nöemi heißt, dass ihr Weggang tief gefühlt wurde und eine schwer empfundene Lücke bildete, so können wir dies gewiss auch von dem Hinscheiden eines wahren Bidetweibes, einer wackeren Frau im vollen Sinne des Wortes, von Frau Marie Tannenwald - sie ruhe in Frieden - geb. Goldschmidt, die am vergangenen Heiligen Schabbat ganz plötzlich in einem Blütenalter von 31 Jahren in ein besseres Jenseits abberufen wurde. Schwer, ja unsäglich schwer waren die Verluste, die das vorige Jahr und namentlich der verehrten Familie Goldschmidt brachte in dem so rasch aufeinander erfolgten Ableben der ebenso frommen als wohltätigen Eltern der Verstorbenen. So verlor die Familie Goldschmidt in diesem Jahre drei Glieder und den beiden Eltern sind von 10 Kindern bereits 8 in die Gruft teils voraus-, teils nachgefolgt.  
Edelsinn und Wohltun, Friedensliebe und Frömmigkeit zeichnete die Dahingeschiedene in hohem Grade aus und machten ihr Haus zur Friedensstätte, zum lieblichen Heim, zur gastlichen Einkehr. Denn gerade hierin zeigt sich ja die jüdische Frau und so galten auch ihr die Pflichten, die als Hausfrau und Israeliten nachzukommen hatte, als Höchstes. Ihrem tief betrübten Gatten - er möge leben - war sie eine liebevolle Gefährtin: Tätig früh und spät in emsiger Rührigkeit, fand sie im häuslichen Wirken ihre größte Lust und Freude. Sie lebte auch für ihre Nebenmenschen. Die Klagen der Armen fanden bei ihr kein verhärtetes Herz und kein verschlossenes Ohr. Sie zeigte sich als würdige Schülerin ihres Lehrers und Onkel, des durch seine wohltätigen Stiftungen bekannten seligen L. Hennebergers zu Würzburg, bei dem sie ihre Jugend verbrachte. Den Vorschriften und Lehren der heiligen Tora zu leben, war immer ihr Streben. Die Verstorbene beweinen vier kleine unmündige Kinder im Alter von 6 zu 1 1/2 Jahren und der tief betrübte Gatte, der nun zum wiederholten Male seine Gattin betrauert. Welcher Achtung und Ehre die Verstorbene genoss, zeigte sich recht, sowohl während der kurzen Krankheitsdauer als bei der Beerdigung derselben, wozu auch ihre Verwandten aus Frankfurt am Main, Fürth und Schmalnau herbeigeeilt waren. 
Mögen nun die trauernden Hinterbliebenen hierin und in dem süßen Bewusstsein der teuren Verstorbenen den Tribut der Liebe und Freundschaft im vollsten Maße stets entgegengebracht zu haben, Trost und Beruhigung finden. Die Heimgegangene aber möge in den Verband des ewigen Lebens aufgenommen sein. Ihre Seele sei eingebunden in den Bund des Lebens."     

   
   
   
Zur Geschichte der Synagoge                  
    

Zunächst war ein Betraum oder eine erste Synagoge vorhanden. 1786 (nach Schwierz bereits 1760) war die bis dahin benutzte Synagoge zu klein geworden. Damals wurde eine neue Synagoge erstellt. 
   
Die Synagoge wurde nach Auflösung der jüdischen Gemeinde 1922 auf Abbruch verkauft und abgebrochen. Der Toraschrein mit seinen wertvollen Holzschnitzereien ging in den Besitz der jüdischen Gemeinde Königshofen über, die ihn in der Eingangshalle ihrer Synagoge aufstellte. Beim Novemberpogrom 1938 wurden jüdische Männer aus Königshofen gezwungen, den Toraschrein aus Sulzdorf zusammen mit der Einrichtung der Königshofener Synagoge zu Brennholz zu zersägen.  
   
Auf dem Grundstück ist heute ein Garten, der zum Anwesen Sophienstraße 3 gehört.  .    
     
     
Adresse/Standort der Synagogesiehe oben; die "Synagoge mit der Lehrerwohnung" trug in der Sophienstrasse die ehemalige Haus-Nummer 34 (nicht 31!) und ist durch Einträge belegt (Angabe von Elisabeth Böhrer)     
     
    

Fotos   

 Synagoge   Zum Gebäude der Synagoge sind noch keine Fotos oder Abbildungen vorhanden; 
über Hinweise oder Zusendungen freut sich der Webmaster der "Alemannia Judaica"; Adresse siehe Eingangsseite.
   
     Koenigshofen Synagoge 013.jpg (74236 Byte)
   Der im Vorraum der Synagoge von Königshofen nach 1922 aufbewahrte Toraschrein der 
jüdischen Gemeinde Sulzdorf; Foto von Theodor Harburger 1929, 
erstmals veröffentlicht in Jüdisches Lexikon IV,2  
      
Synagogengrundstück 
(Foto: Elisabeth Böhrer, Aufnahme vom 10.5.2016) 
Sulzdorf Ort 2016013.jpg (120842 Byte) 
  Blick auf das Grundstück der nicht mehr bestehenden Synagoge; rechts am Bildrand ist das Haus Sophienstraße 3 zu sehen.  
     
Gefallenendenkmal 
(für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges, 1921 errichtet)
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 28.5.2007)
Sulzdorf Kriegerdenkmal 142.jpg (113436 Byte) Sulzdorf Kriegerdenkmal 140.jpg (118262 Byte)
   Gefallenendenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges vor dem kommunalen Friedhof mit dem 
Namen des jüdischen Gefallenen Heinrich Zeilberger    Sulzdorf Kriegerdenkmal 141.jpg (41818 Byte)
       

      
       

Links und Literatur   

Links:   

Website der Gemeinde Sulzdorf an der Lederhecke  
Zur Seite über den jüdischen Friedhof in Sulzdorf (interner Link)  
Der Name des jüdischen Gefallenen im Ersten Weltkrieg auf einer Liste des Hauses der Bayerischen Geschichte 

Literatur:  

Baruch Z. Ophir/Falk Wiesemann: Die jüdischen Gemeinden in Bayern 1918-1945. Geschichte und Zerstörung. 1979 S. 406-407.  
Israel Schwierz:  Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern. Eine Dokumentation der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit. A 85. 1988 S. 115; 1992² S. 124-125.   
Pinkas Hakehillot: Encyclopedia of Jewish Communities from their foundation till after the Holocaust. Germany - Bavaria. Hg. von Yad Vashem 1972 (hebräisch) S. 498-499. 
Reinhold Albert: Chronik - Gemeinde Sulzdorf an der Lederhecke. 1994. Band I. S. 78-80. 
Dirk Rosenstock: Die unterfränkischen Judenmatrikeln von 1817. Eine namenkundliche und sozialgeschichtliche Quelle. Reihe: Veröffentlichungen des Stadtarchivs Würzburg Band 13. Würzburg 2008. S. 185. 
Elisabeth Böhrer: Von Königshofen i.Gr. über Rostock in die USA. In: Heimat-Jahrbuch des Landkreises Rhön-Grabfeld 39. Jahrgang 2017 S. 418-420. Online zugänglich (eingestellt als pdf-Datei). 
Anmerkung: der Beitrag handelt von Angehörigen der Familie Malzer (Max und Albert Malzer), die von Sulzdorf nach Bad Königshofen gezogen sind, in der NS-Zeit emigrieren konnten (Albert 1936 in Königshofen gestorben), und von denen weitere Nachkommen in den USA leben, vgl. Informationen auf der Seite zu Bad Königshofen (unter Erinnerungsarbeit vor Ort, Beitrag von 2004).       

    
   n.e.     

                   
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Stand: 11. Februar 2017