Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


Eingangsseite

Aktuelle Informationen

Jahrestagungen von Alemannia Judaica

Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft

Jüdische Friedhöfe 

(Frühere und bestehende) Synagogen

Übersicht: Jüdische Kulturdenkmale in der Region

Bestehende jüdische Gemeinden in der Region

Jüdische Museen

FORSCHUNGS-
PROJEKTE

Literatur und Presseartikel

Adressliste

Digitale Postkarten

Links

 

    
zurück zur Übersicht "Synagogen in der Region"  
zurück zur Übersicht "Synagogen in Hessen" 
Zur Übersicht "Synagogen im Kreis Waldeck-Frankenberg"   
        

Rhoden mit Wrexen (Stadt Diemelstadt, Kreis Waldeck-Frankenberg)
Jüdische Geschichte / Synagoge

Übersicht:

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde  
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde 
Allgemeines    
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer  
Berichte zu einzelnen Personen aus der jüdischen Gemeinde    
Zur Geschichte der Synagoge   
Fotos / Darstellungen   
Links und Literatur   

    

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english version)        
    
In Rhoden (ehem. Freistaat Waldeck, seit 1928 Regierungsbezirk Kassel) bestand eine jüdische Gemeinde bis 1938/42. Zu ihr gehörten auch die im benachbarten Wrexen lebenden jüdischen Einwohner. Die Entstehung der jüdischen Gemeinde geht in die Zeit des 18. Jahrhunderts zurück: 1765 erscheint in einer Schatzungseinnahme- und Ausgabeliste der Stadt Rhoden erstmals die jüdische Familie des Schmul. Aus dem Jahr 1767 liegt eine Klage der damals aufgenommenen Schutzjuden Josua Abraham, Josef Abraham und Michael Joseph gegen den Magistrat der Stadt Rhoden vor wegen Erhebung von Einzugsgeldern, Bürgergeldern und Feuereimergeldern, ohne dass die Juden Bürgerrechte erhalten. 1769 wird der "Schutzjuden" Moses genannt. 1802 wurden fünf jüdische Familien in Rhoden gezählt. Mit dem "Waldeckischen Organisationsedikt" vom Januar 1814 wurden die Juden den übrigen Bürgern gleichgestellt. 
   
Für das 19. Jahrhundert liegen folgende Zahlen jüdischer Einwohner in Rhoden vor: 68 (1826), 70 (1847, in 15 Familien), 48 (1905, dazu 17 aus Wrexen).  
   
Die jüdische Gemeinde hatte an Einrichtungen ein Synagoge, eine Religionsschule sowie einen Friedhof. Für die Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war ein Religionslehrer angestellt, der auch als Schächter und Vorsänger tätig war (siehe Ausschreibungstexte der Stelle unten). Um 1860 wird ein Lehrer Kolhagen genannt, 1901/02 Lehrer L. Heymann (vgl. unten Aufrufe zu Spenden für die Synagoge).    
   
Im Ersten Weltkrieg fielen aus der jüdischen Gemeinde Karl Levy (geb. 21.11.1893 in Rhoden, gef. 20.10.1918) und Meyer Goldschmidt (geb. 20.5.1877 in Matfeld, gef. 23.12.1918). 
   
Um 1925
, als noch 26 jüdische Einwohner in Rhoden (2,0 % der Gesamtbevölkerung von 1.276 Einwohnern) sowie 23 in Wrexen zur jüdischen Gemeinde gehörten, waren die Vorsteher der Gemeinde Aron Stern (Rhoden) und Siegfried Löb (Wrexen). Aron Stern (Inhaber einer Viehhandlung) blieb auch in den 1930er-Jahren (letzter) Gemeindevorsteher der jüdischen Gemeinde. An Gewerbebetrieben, die jüdischen Familien gehörten, ist insbesondere die Mazzenbäckerei der Familie Lichtenstein und das Gemischtwarengeschäft der Familie Stern in Rhoden sowie die Papierfabrik der Gebrüder Mosheim in Wrexen zu nennen.  
        
Nach 1933 ist ein Teil der jüdischen Gemeindeglieder (1933: in beiden Orten etwa 60 Personen) auf Grund der Folgen des wirtschaftlichen Boykotts, der zunehmenden Entrechtung und der Repressalien weggezogen beziehungsweise ausgewandert. Im Übergangsjahr 1933 zeigte sich jedoch noch die bisherige völlige Integration der jüdischen Einwohner: bei der Beisetzung des Josef Stern am 5. April 1933 auf dem jüdischen Friedhof nahm der "Kriegerverein Rhoden" noch geschlossen teil und schwenkte die Vereinsfahne über dem offenen Grabe. Beim Novemberpogrom 1938 wurden jüdische Einwohner von SA- und SS-Leuten aus Arolsen in ihren Wohnungen überfallen und misshandelt, die Synagoge zerstört (s.u.). Das Gebäude des "Stern'schen Gemischtwarengeschäftes", Landstraße 22) wurde erheblich beschädigt. Die letzten jüdischen Einwohner wurden 1942 deportiert. Am Tag vor der Deportation - am 30. Mai 1942 - nahmen sich die Schwestern Anna und Ella Baer gemeinsam das Leben. Sie wurden auf dem jüdischen Friedhof beigesetzt.    
         
Von den in Rhoden beziehungsweise Wrexen geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): 
   
aus Rhoden: Julia (Julie, Lea) Cohn geb. Stern (1919), Pauline Devries geb. Freund (1884), Rosa Eichengrün geb. Levi (1886), Hedwig Freund geb. Seligmann (1881), Julius Freund (1880), Rosa Frohsinn geb. Stern (1876), Berta Hecht (1860), Max Hecht (1881), Richard Hecht (1894), Klärchen (Kläre) Jacob (1929), Louis Jacob (1896), Max Jakob (1926), Rolf Jacob (1928), Rosel Jacob (1931), Sophie Jacob geb. Goldschmidt (1900), Abraham Levie (1861), Herbert Levie (1931), Jettchen Lichtenstein geb. Freund (1882), Moses Lichtenstein (1858), Ruth Lichtenstein (1923), Thekla Mosheim geb. Stern (1875), Frieda Neuhaus geb. Hecht (1891), Bertha Polak geb. Lichtenstein (1888), Bertha Schwabacher geb. Löwenstein (1864), Adele Stern geb. Mosheim (1886), Aron Stern (1874), Emma (Hanna, Hannchen) Stern (1909), Lia Stern (), Paula Stern (). 
    
Aus Wrexen: Anna Bär (1875), Ella Bär geb. Schartenberg (1879), Rosa Frohsinn geb. Stern (1876), Siegfried Katz (1879), Hedwig Katz geb. Plaut (1888), Hennie Kaufmann geb. Schartenberg (1880), Rudolf Kaufmann (1878), Frieda Kleeberg geb. Weissenklee (1871), Alice (Liesel) Löb (1923), Arthur Löb (1920), Hedwig Rosa Löb (1888), Ida Löb (1895), Levy (Levi) Löb (), Liesel Loeb (), Siegfried Löb (1874), Hermine Löwenstein geb. Korwitz (1881), Bernhard Löwenstern (1915), Feodora Mosheim geb. Behrendt (1892), Friedrich (Fritz) Mosheim (1888), Hermann Mosheim (), Ludwig Mosheim (1891), Thekla Mosheim geb. Stern (1875),  Berta Philipp geb. Löb (1886), Bertha Schönstädt (1914), Lina Schönstädt geb. Stern (1882), Rudolf Schönstädt (1887), Alwine Stamm geb. Löb (1882), Arthur Sternberg (1920), Rosalie Sternberg (1904), Hermann Strauß (1890), Irmgard Straus (1921), Lina Weiler (1889), Paul Weiler (1907), Albert Weissenklee (1873), Albert Weitzenkorn (1876), Jeanette Weitzenkorn geb. Weissenklee (1876), Sigmund Weizenkorn (1879), Toni Weizenkorn geb. Freudenstein (1888). 
     
Auf einem Denkmal im jüdischen Friedhof in Rhoden stehen die Namen von 28 der aus Rhoden und Wrexen ermordeten jüdischen Personen.
 
An ehemaligen jüdischen Häusern sind in Rhoden in besonderer Erinnerung: Haus "Neustadt 3" und vor allem das Haus Landstraße 22 (Haus der Familie Stern, ehemals der Familie Hirsch = "Harsches Haus"). An letzterem Haus findet sich bis heute eine deutsche und hebräische Balkeninschrift (deutsch: "Gebaut von Hirsch Stern und Julia Stern geborene Geldmacher im Jahre 1880" und hebräisch "Aron Levie, Gittel Tochter von Josef 880". Hirsch Stern betrieb im Haus das bereits genannte  "Stern'sche Gemischtwarengeschäft".    
    
    
    
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde 
  
   
Allgemeines     
Beitrag "Die Juden in Waldeck" (erschien 1929) 
Anmerkung: Beitrag zur Geschichte der Juden in Bad Arolsen, Bad Wildungen, Korbach, Landau, Mengeringhausen, Rhoden, Sachsenhausen, Züschen sowie Eimelrod und Höringhausen.     

Artikel in der "Jüdischen Wochenzeitung für Kassel, Kurhessen und Waldeck" vom 12. April 1929:  "Die Juden in Waldeck. (Zum Ende des ehemaligen Fürstentums). 
Wir entnehmen dem 'Israelitischen Familienblatt' nachstehenden interessanten Artikel: Am 1. April fand in Arolsen die feierliche Vereinigung des Freistaates Waldeck mit Preußen statt. Das kleine Ländchen wird ein Bestandteil der Provinz Hessen-Nassau. Waldeck zählt unter seinen 58.000 Einwohnern etwa 550 Juden. Aus dem Kreise der Waldecker Juden der weiteren Welt bekannt geworden ist der Dichter Heinrich Stieglitz. Seine Werke sind heute vergessen. Seine Frau Charlotte aber entriss seinen Namen der Vergessenheit. Um ihn der Schwermut seines Gemüts, das unter seiner dichterischen Schwäche litt, zu entreißen, und in der Hoffnung, dass ein starker Schmerz heilend und kräftigend auf sein Gemüt einwirken werde, gab sie sich den Freitod. Diese Tat, die das damalige 'Junge Deutschland' aufwählte, wurde von Gutzkow, dem Verfasser des 'Uriel Akosta', behandelt in seinem Roman: 'Walpurg, die Zweiflerin'.   
Die Anzahl der waldeckischen Juden hat sich seit der Freizügigkeit stetig verringert. Sie wanderten aus, da sie anderwärts bessere Verdienstmöglichkeiten hatten und nicht so sehr die Zurücksetzung merkten wie in diesem engen Bezirk, auch durch Bildungsmöglichkeiten entschädigt wurden. Das religiöse Leben war in Waldeck bis auf einige Ausnahmen nie sehr rege. In der Hauptstadt Arolsen konnte es sogar geschehen, dass vor hundert Jahren fast die ganze Gemeinde dem Taufwasser zum Opfer fiel. Die Nachkommen der damaligen Juden gehören heute zu den ersten Familien des Landes. Etwas regeres Leben blüht heute in den beiden Gemeinden Wildungen und Korbach, wo je ein Lehrer amtiert. Arolsen, Mengeringhausen, Rhoden und Sachsenhausen sind kleine Gemeinden, die infolge ihrer geringen Seelenzahl nur mit großer Mühe sabbatlichen Gottesdienst abhalten können. Religionsunterricht wird in diesen Gemeinden nicht erteilt; falsche Sparsamkeit lässt es nicht zu. Dieser Mangel an Verantwortungsgefühl ist wohl auch die Ursache, dass der Korbacher Jakob Wittgenstein bei seinem Tode 1890 sein gesamtes Vermögen von 600.000 Mark seiner Vaterstadt vermachte, aber der Synagogengemeinde nur einige tausend Mark, und ihr nicht einmal den geringsten Einfluss auf die Verwaltung des errichteten Altersheims gestattete. Auch von dieser Familie sind einige Glieder in der Welt, wenn auch getauft, zu Ansehen gelangt. Soll doch der erste Bundespräsident von Österreich, Hainisch, von dieser Familie abstammen. Ferner ist ein Wittgenstein der Begründer der österreichischen Erzindustrie. Ein anderer, namens Paul, war, trotzdem er nur den linken Arm hatte, ein so hervorragender Pianist, dass sogar Richard Strauß für ihn Partituren schrieb. In Sachsenhausen hat ein nach Amerika ausgewanderter Jude Bloch ein Schwesternheim errichtet, aber die jüdische Gemeinde übergangen. Welchen Segen hätten diese beiden Gemeinden mit diesen Legaten für alle Religionen stiften können!  
Die beiden Gemeinden Eimelrod und Höringhausen, die zu dem nunmehrigen preußischen Verwaltungsgebiet Waldeck kommen, gehörten bisher zu Hessen-Nassau. In beiden, besonders in letzterer,       
Arolsen JuedWZKassel 12041929b.jpg (204928 Byte) herrschte stets ein reges religiöses Leben. Beide bedürfen dringend der Hilfe, damit ihre Synagogen nicht ganz zerfallen. Eimelrod hat deshalb vom Landesverband einen sehr reichen Zuschuss erhalten. Weshalb Höringhausen nicht bedacht wurde, fragt sich dort jeder. Vielleicht hat der Landesverband doch noch ein Einsehen und hilft der Gemeinde.    
Über die Geschichte der Juden in Waldeck ist wenig bekannt. Die meisten Nachrichten schlummern noch zerstreut in den Archiven. In früheren Zeiten durften nur in den Orten Züschen und Landau Juden wohnen. Die Hauptstadt besteht erst seit zwei Jahrhunderten. Sie ist die Geburtsstadt des erwähnten Dichters Stieglitz, sowie der berühmten Ärzte Marcus und Stieglitz. Auch die Nachkommen des Marcus gehören heute dem Christentums an. In Korbach muss es schon früh Juden gegeben haben. Darauf weist der Name eines alten Adelsgeschlechts namens 'Judenhertzog'. 1480 erklärte das 'Freigericht unter der Windmühle' zu Korbach einen Juden zu Frankfurt, den Juden dieser Stadt und der Umgebung in die Acht. Sie sollten mit ihm 'weder essen noch trinken, weder mit ihm gehen noch stehen, weder mit ihm sprechen noch singen, nicht mit ihm kaufen noch verkaufen, wuchern oder suchen, keinerlei Verhandlungen mit ihm haben, weder heimlich noch offenbar, auch nicht mit ihm in die Schule, in die Synagoge oder Tempel, überhaupt nicht mit ihm in ein Haus gehen.' Ebenso tat der Freigraf zu Landau alle Juden zu Gelnhausen in die Acht, 'nach rechtem altem Herkommen der kaiserlichen freien heiligen und heimlichen Gerichte', weil sie ungehorsam gewesen wären.  
Auch früher schon waren die Juden mit den Femgerichten in Berührung gekommen. 1738 durften sie nur in Züschen, und etwas später auch in Arolsen wohnen. 1788 war aber der Widerstand gegen die Juden so stark geworden, dass der Fürst den Landständen versprechen musste, einem Juden nicht eher einen neuen Schutzbrief zu geben, bis die Judenschaft im Lande bis auf 20 ausgestorben sei. Auch der Judeneid kommt in dieser Zeit in Waldeck vor. Trotz aller Beschränkungen haben sich die Juden doch in anderen Orten Wohnrecht erhalten. An den Freiheitskriegen nahmen sie teil. Nachdem schon 1804 der Leibzoll aufgehoben war, folgte 1814 das sogenannte Organisationsedikt. In diesem wurden ihnen alle Rechte der übrigen Staatsbürger zugebilligt. Als sie aber in Korbach das Bürgerrecht verlangten, erhob sich seitens der Stadt und der Bürgerschaft ein heftiger Widerstand. Der Fürst Georg Heinrich, ein vorurteilsloser, gerecht denkender Herr, setzte aber ihre Aufnahme zu Bürgern durch. Dieser Fürst gab ihnen auch im Jahre 1834 das Judengesetz, das den etwas merkwürdig anmutenden Titel führt: 'Gesetz über die Gemeinheiten der Juden'. Es gilt auch heute noch, denn es war in Waldeck Regierungsgrundsatz, die Juden unbehelligt zu lassen, wenn auch sie von der Regierung nichts verlangten. Das Gesetz ist aber von Segen gewesen. Der Austritt aus der Gemeinde ist nur mit einem gleichzeitigen Austritt aus der Religion möglich. Sonst muss jeder Waldecker Jude einer Synagogengemeinde angehören. Ein Versuch der jüdischen Gemeinde Korbach, der Regierung die Lasten der Lehrerbesoldung aufzubürden, scheiterte, da die Regierung damals sogar mit militärischer Exekution drohte.  
Es ist daher den beiden Gemeinden nicht zu verdenken, wenn sie auf den Anschluss an Preußen allerlei Hoffnungen setzen und hoffen, dass die Lasten, die sie bisher allein getragen, etwas erleichtert werden. Mögen sie in ihren Hoffnungen nicht enttäuscht werden.  Max Gottlieb."      

   
   
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer   
Ausschreibungen der Stelle des Religionslehrers / Vorbeters / Schochet 1859 / 1866 / 1867 / 1869 / 1891 / 1897 / 1903  

Anzeige in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 4. Juli 1859: "Israelitische Lehrerstelle
Bei der hiesigen israelitischen Gemeinde wird mit dem 1. September dieses Jahres die Stelle eines Elementarlehrers, der zugleich den Synagogendienst sowie die Geschäfte des Schächtens ausüben muss, vakant. Qualifizierte Bewerber wollen sich baldigst bei dem unterzeichneten Vorstande melden. 
Rhoden, im Fürstentum Waldeck, den 14. Juni 1859. A. Levy. S. Löwenstein."    
 
Rhoden Waldeck AZJ 02011866.jpg (56814 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 2. Januar 1866: "Die hiesige Religions- und Elementarlehrerstelle, verbunden mit der Vorsänger- und Schächterstelle, ist am 1. Februar 1866 vakant.  
Darauf Reflektierende wollen sich gefälligst an den unterzeichneten Vorstand wenden.  
Rhoden (im Waldeckschen) im Dezember 1865. 
Der Vorstand der israelitischen Gemeinde. R.S. Löwenstein. Abraham Hecht."  
  
Anzeige in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 9. Juli 1867: "In hiesiger jüdischer Gemeinde ist die Stelle eines Elementar- und Religionslehrers, verbunden mit der Vorsänger- und Schächterstelle vakant. Der Gehalt beträgt außer den Nebenakzidenzien 150 Thaler. 
Reflektanten wollen sich gefälligst unter Beifügung ihrer Zeugnisse portofrei an den unterzeichneten Vorstand melden. 
Rhoden (Waldeck), den 1. Juli 1867. 
Der Vorstand der Israelitischen Gemeinde   R.S. Löwenstein   Levy Levy."       
  
Rhoden AZJ 19011869.jpg (40816 Byte)Anzeige in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 19. Januar 1869: "Anzeige: Die hiesige Religionslehrer-Stelle verbunden mit Schächter- und Vorsängerdienst, ist auf sofort oder zu Ostern wieder zu besetzen. Der Gehalt beträgt exklusive Nebenaccidentien 150 Taler pro anno. Qualifizierte Bewerber wollen sich portofrei unter Beifügung ihrer Zeugnisse an uns wenden. Rhoden im Fürstentum Waldeck, im Januar 1869.  Löwenstein     Levi Levi.
   
Rhoden Waldeck Israelit 21041891.jpg (35762 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 21. April 1891: "Die Stelle eines Religionslehrers und Vorbeters wird vakant und soll bis zum 1. Juli dieses Jahres wieder neu besetzt werden. 
Meldungen und Zeugnisse sind beim Unterzeichneten einzureichen.  
Rhoden, 13. April 1891. Der Vorstand der israelitischen Gemeinde: R. S. Levy."   
  
Rhoden Israelit 03031897.jpg (37829 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 3. März 1897: "Die hiesige Stelle als Vorbeter, Religionslehrer und Schochet ist sofort zu besetzen. Gehalt 900 Mark, Nebenverdienste 200 Mark. Ausländer finden keine Berücksichtigung. Der Vorstand der israelitischen Gemeinde zu Rhoden in Waldeck."
  
Rhoden Israelit 12031903.jpg (66984 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 12. März 1903
"Die Gemeinde Rhoden-Waldeck sucht per 1. April dieses Jahres einen
  Religionslehrer
welcher gleichzeitig als Vorbeter und Schochet fungieren muss. Das Gehalt beträgt 800 Mark fest und circa 300 Mark Nebenverdienst. 
Gleichzeitig kann derselbe in einer nahe liegenden Gemeinde gegen extra Vergütung Religionsunterricht erteilen. Gefällige Meldungen nimmt entgegen Der Vorstand."
   
Rhoden Israelit 12041903.jpg (35078 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 12. April 1903
"Wir suchen per sofort einen 
Religionslehrer, Vorbeter und Schochet

Deutscher Staatsangehöriger. Gehalt 900 Mark und ca. 300 Mark Nebeneinkommen. Meldungen sind zu richten an Herrn 
H. Hecht
, Vorstand, Rhoden in Waldeck."
  
Rhoden FrfIsrFambl 15051903.jpg (13375 Byte)Ausschreibung der Stelle im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 15. Mai 1903: "Rhoden (Waldeck). Gehalt Mark 900.-, Mark 300.- Nebeneinkommen. Meldungen an H. Hecht."   
 
Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 10. August 1903
"Die hiesige Gemeinde sucht per 1. September dieses Jahres einen 
Religionslehrer, Schochet und Vorbeter

Gehalt 900 Mark und ca. 300 Mark Nebeneinkommen. 
Rhoden in Waldeck. Der Vorstand: H. Hecht."      
  
Rhoden Waldeck Israelit 19111903.jpg (49224 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 19. November 1903
"Einen Vorbeter, Religionslehrer und Schochet 
suchen zum baldigen Eintritt. Gehalt 1.000 Mark und ca. 300 Mark Nebenverdienst. Seminaristisch gebildete Bewerber wollen sich gefälligst melden bei dem 
Vorstand H. Hecht, Rhoden in Waldeck.
"    

     
Lehrer Kolhagen wird gesucht (1864)    
  

Anzeige in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 22. November 1864: "Der Lehrer Kolhagen aus Höringhausen im Darmstädtischen, dermalen Lehrer in Rhoden im Fürstentum Waldeck, dessen jetziger Aufenthaltsort mir unbekannt ist, wird hiermit auf diesem Wege aufgefordert, seinen Verpflichtungen gegen mich nachzukommen. Sollte derselbe dieser Aufforderung keine Folge leisten, dann werde ich seine Briefe veröffentlichen. 
Brilon in Westfalen. A. Friedländer."          

   
   
Berichte zu einzelnen Personen aus der jüdischen Gemeinde 

Ein jüdischer Seifenhändler wurde aus nichtigem Grund in "Schutzhaft" genommen (1934)   

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 6. Dezember 1934: "Kassel. Der Landespressedienst des 'DNB' teilt aus Kassel mit: 'Die Staatspolizei hat einen jüdischen Seifenhändler aus Rhoden (Kreis Arolsen) in Schutzhaft genommen, weil er erhebliche Unruhe in die Bevölkerung getragen und die wirtschaftliche Aufbauarbeit des Staates dadurch gestört hat, dass er zur Steigerung seines Umsatzes behauptete, die Seifenprodukte würden teurer und schlechter'."   

     
     
     
Zur Geschichte der Synagoge            
    
Über die Geschichte der Synagoge in Rhoden liegen nur wenige Informationen vor. Sie wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erbaut. Es handelte sich um einen einfachen Fachwerkbau mit Rundbogenfenstern.  
        
Ende 1901 befand sich die Synagoge in Rhoden in einem baufälligen Zustand. Der Bau einer neuen Synagoge war dringend nötig. Mit einem Hilferuf wandte sich die jüdische Gemeinde über Anzeigen in der Zeitschrift "Der Israelit" an die Öffentlichkeit (mehrfach erschienen, unten die Anzeige im "Israelit" vom 27. Januar 1902):  

Rhoden Israelit 27011902.jpg (130324 Byte)"Bitte! Die hiesige, aus 15 Familien bestehende israelitische Gemeinde sieht sich gezwungen, eine neue Synagoge zu bauen, da die bisherige einzustürzen droht. Die Gemeinde ist unbemittelt, überdies finanziell schwer belastet, so werden z.B. etwa 200 % Steuern erhoben. Wir werden uns deshalb im Vertrauen auf die vielgerühmte jüdische Wohltätigkeit an unsere Glaubensgenossen mit der ergebenen Bitte, unser Vorhaben zu unterstützen und das heilige Werk durch eine Spende zu fördern. Jede, auch die kleinste Gabe wird mit Dank angenommen. Für die gütigen Spender soll an jedem Schabbat beim Morgengottesdienst ein besonderes deutsches Gebet verrichtet werden. 
Gaben nehmen die Unterzeichneten gerne an. Quittungen über eingegangene Gaben werden in dieser Zeitung veröffentlicht.
Rhoden, Waldeck, 5. Januar 1902. Gezeichnet J. Levie, Schatzmeister und L. Heymann, Lehrer". 

Im März 1902 konnte Lehrer Heymann das Ergebnis der Kollekte in der Zeitschrift der Israelit (Ausgabe vom 17. März 1902) bekannt geben:

Rhoden Israelit 17031902.jpg (131455 Byte)"Quittung. Für unseren Synagogenbau gingen folgende Gelder ein: N.N. in N. 1 Mk., M. Gerson in Rogasen 5 Mk., L. Goldberg in Madfeld 7,50 Mk., C.S. Osann 5 Mk., L.A. Weinberg in Herzebrock 3 Mk., Louis Mor in Kassel 2 Mk., S.H. in München 10 Mk., Bertha Niklas in Rydneten 15 Mk., S. Metzger in Schönstadt 10 Mk., Adolf Zobel in Grossen 3 Mk., W. Dremmen 3 Mk., Sal. Kahn in Düttlenheim 4 Mk., Lehm. Ullmann in Westernburg 5Mk., M.L. in Tiefenort 10 Mk., N.N. in N. 10,05 Mk., S. Rosenbaum in Paderborn 10 Mk., M. Hecht in Salzkotten 5 Mk., Sam. Mark in Senheim 5 Mk., Js. Ury in Esslingen 15 Mk., Marx und Stern in Köln 6 Mk., N. Nebel in Poremba 3,05 Mk., S.H. in München (II. S.) 15 Mk., J. Bretfelder in Estenfeld 3 Mk., N.N. in Nieheim 2 Mk., M.ö Reichhart in Wolfhagen 6 Mk., N.N. z.Zt. B. 5 Mk., M. Leby in Marsberg 1 Mk., A Heß in Franfurt 5 Mk., M. Rosenbaum in Paderborn 5 Mk., A.R. A. 6,05 Mk., S. Rosenstock durch Frau Eisemann in Laudenbach ges. 7 Mk., Den gütigen Gebern unsern herzlichsten Dank. Wir bitten alle unsere Glaubensgenossen, und mich Sch'lach Monoaus am Purimfeste zu unterstützen. Nicht Gottgefälliger können Sie die Forderung des Purimfestes erfüllen, als wenn Sie es uns ermöglichen, dem Retter Israels aus Hamans Hand eine würdige Wohnstätte zu bereiten. 
Die Unterzeichneten nehmen jede Gabe dankbar an.
Rhoden (Waldeck) 12. März 1902
Julius Levie                                    L. Heymann, Lehrer".

Es ist nicht bekannt, ob die Synagoge damals tatsächlich neu gebaut oder nochmals renoviert werden konnte.     
    
Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Inneneinrichtung der Synagoge einschließlich der Ritualien durch SA- und SS-Leute aus Arolsen zerstört. Das Gebäude wurde bis auf die Grundmauern niedergebrannt. 
    
Eine Gedenktafel ist angebracht (Text siehe unten beim Foto).  
    
    
Adresse/Standort der Synagogean der Landstraße (vor Nr. 23); ein Zugang zur Synagoge bestand nur von der Straße "Gruland". 
   
   
Fotos  
(zur Verfügung gestellt von Mathias Kern, Diemelstadt-Rhoden, www.diemelstadt-rhoden.de

Die Synagoge in Rhoden - historische Aufnahme   
Rhoden Synagoge 182.jpg (81516 Byte) Rhoden Synagoge 183.jpg (56810 Byte) Rhoden Synagoge 184.jpg (40962 Byte)
Blick zur Synagoge; erkennbar ist die kleine Apsis im Bereich des nach Osten ausgerichteten Toraschreines 
(Bild Mitte Ausschnittsvergrößerung) sowie die angebaute Wohnung (Bild rechts Ausschnittvergrößerung), 
vermutlich für den Lehrer/Vorbeter der Gemeinde vorgesehen.  
      
Gedenken 
an die Synagoge 
Rhoden Synagoge 180.jpg (79033 Byte) Rhoden Synagoge 181.jpg (73936 Byte)
   Gedenktafel an der Mauer unterhalb des Synagogenstandortes mit der Inschrift: "Die Synagoge. Standort der ehemaligen Synagoge (oberhalb der Mauer). Spätestens 1820 werden mehrere jüdische Familien bei einer Einwohnerzählung genannt. Ein Antrage auf Bau eines jüdischen Gotteshauses wurde bereits 1802 gestellt. Die Synagoge war ein Fachwerkbau mit einem kleinen anhängenden Wohnteil. Die Kinder gingen in eine jüdische Schule. Der Friedhof auf dem Heidhüwwel bestand bereits 1821, er war Begräbnisstätte der jüdischen Familien aus Rhoden, Wrexen, Dehausen und Ammenhausen. Einen eigenen Rabbiner hatte die Gemeinde nicht. Am 08.11.1938 wurde die Synagoge geplündert und in Brand gesteckt. Die bis dahin nicht emigrierten Familien wurden in Konzentrationslager verschleppt."
        
Andernorts entdeckt - auf dem
 jüdischen Friedhof in Kassel
Kassel Friedhof 04151.jpg (184254 Byte)  
   Grabstein für Albert Levie (1842 in
 Rhoden - 1905) und Jenny Levie 
geb. Würzburger (1845 Bochum - 1896) 
 

      
      
Links und Literatur

Links:  

Website der Stadt Diemelstadt  
Website zum Stadtteil Rhoden  
Zur Seite über den jüdischen Friedhof in Rhoden (interner Link)    
Presseartikel/Veröffentlichungen zu Rhoden bei www.synagoge-voehl.de: hier anklicken   

Quellen:      

Hinweis auf online einsehbare Familienregister der jüdischen Gemeinde Bad Arolsen 
In der Website des Hessischen Hauptstaatsarchivs (innerhalb Arcinsys Hessen) sind die erhaltenen Familienregister aus hessischen jüdischen Gemeinden einsehbar: 
Link zur Übersicht (nach Ortsalphabet) https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/llist?nodeid=g186590&page=1&reload=true&sorting=41              
Zu Bad Arolsen sind vorhanden (auf der jeweiligen Unterseite zur Einsichtnahme weiter über "Digitalisate anzeigen"):    
HHStAW 365,1      Gräberverzeichnis des jüdischen Friedhofs Arolsen (Helsen), aufgenommen von dem Lehrer Moritz Goldwein aus Korbach im Sommer 1938   https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v5319758 
enthält 108 hebräische und deutsche Grabinschriften sowie eine Skizze zur Lage des jüdischen Friedhofes. Darin auch eine hebräische Inschrift auf einem Toramäntelchen in Mengeringhausen.       
HHStAW 365,2      Personenstandsregister der Juden von Arolsen   1834 - 1842 (1857-1858)  Trauregister 1834 - 1840  Sterberegister 1834 - 1842 - enthält auch Helsen - sowie Geburtsverzeichnis der Kinder von den Eheleuten Carl Alsberg und Johanna geb. Baruch aus Arolsen 1857 - 1858  https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1030569  
HHStAW 365,435   Personenstandsregister der Juden von Arolsen  1859 - 1866: enthält Geburts- und Sterberegister der Juden von Helsen, 1859 - 1866, Geburts-, Trau- und Sterberegister der Juden von Mengeringhausen, 1861 - 1866, Geburts-, Trau- und Sterberegister der Juden von Rhoden, 1859 - 1866, Geburts-, Trau- und Sterberegister der Juden von Landau, 1859 - 1866,  Geburts-, Trau- und Sterberegister der Juden von Arolsen, 1859 - 1866; Geburtsregister der Juden von Vasbeck, 1861, Geburtsregister der Juden von Helmighausen      https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v4250801                  
HHStAW 365,15     Personenstandsregister der Juden von Arolsen  1859 - 1875: enthält Geburtsregister 1859 - 1875, Trauregister 1859 - 1875, Sterberegister 1859 - 1875  https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v289737       
HHStAW 365, 16    Personenstandsregister der Juden von Arolsen  1867 - 1875: enthält Geburts-, Trau- und Sterberegister, darin auch Helsen, Külte, Landau, Massenhausen, Meineringhausen, Nieder-Waroldern, Rhoden, Wrexen  
 https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v2126643           

 Literatur:  

Paul Arnsberg: Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Anfang - Untergang - Neubeginn. 1971. Bd. II S. 222-223.
Studienkreis Deutscher Widerstand (Hg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945. Hessen II Regierungsbezirk Darmstadt. 1995 S. 213.  
Pinkas Hakehillot: Encyclopedia of Jewish Communities from their foundation till after the Holocaust. Germany Volume III: Hesse -  Hesse-Nassau - Frankfurt. Hg. von Yad Vashem 1992 (hebräisch) S. 575-576. 
Wrexen Lit 104.jpg (41218 Byte)Geschichte und Schicksale jüdischer Familien in Wrexen. Hrsg. von Wrexer Heimatverein. Erschien 2008. 
Informationen zum Erscheinen des Buches auf der Website www.diemelstadt-wrexen.de
  
Rhoden Friedhof Lit 010.jpg (63054 Byte)Heinrich Friele/Karl Heinemann: Der jüdische Friedhof Rhoden. Hrsg. vom Waldeckischen Geschichtsverein, Bezirksgruppe Diemelstadt. 2010. 250 S. (siehe Berichte oben). 
Zu Wrexen:  Monica Kingreen: Die Papierfabrik der Familie Mosheim und weitere jüdische Familien – Spuren jüdischen Lebens in Wrexen, in: "Auf Omas Geburtstag fahren wir nach P." Die gewaltsame Verschleppung von Juden aus Waldeck-Frankenberg 1941/42. Kassel-Riga, Sobibor/Majdanek und Theresienstadt, hrsg, von Marion Lilienthal, Karl-Heinz Stadtler und Wilhelm Völcker-Janssen, Korbach 2013, S. 364-383.  

        
          


 

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the Holocaust". 
First published in 2001 by NEW YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad Vashem Jerusalem, Israel.

Rhoden (now part of Diemelstadt), Hesse-Nassau. Numbering 70 in 1847, the community was affiliated with Kassel's rabbinate. The synagogue was burned down on Kristallnacht (9-10 November 1938) and most of the 34 Jews registered there in 1933 left. Nine from Rhoden and two from nearby Wrexen were deported in 1942.
     
      

                   
vorherige Synagoge  zur ersten Synagoge nächste Synagoge    

                      

 

Senden Sie E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website an Alemannia Judaica (E-Mail-Adresse auf der Eingangsseite)
Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 05. Mai 2016