Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Nieder-Wöllstadt (Gemeinde Wöllstadt, Wetteraukreis)
Jüdische Geschichte / Synagoge  
  Die Seite wurde erstellt unter Mitarbeit von Dieter Wolf, Offenbach  

Übersicht:

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde  
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde   
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer   
Aus dem jüdischen Gemeindeleben   
Zur Geschichte der Synagoge   
Fotos / Darstellungen  
Links und Literatur   

   

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english version)     
    
In Nieder-Wöllstadt bestand eine jüdische Gemeinde bis 1938. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 16./18. Jahrhunderts zurück. 
    
Bereits um 1550 wird "der Jude von Wöllstadt" in der schriftlichen Überlieferung genannt. Seit dem 17. Jahrhundert konnten sich jüdische Personen dauerhaft am Ort niederlassen, wobei es sich zunächst nur um wenige Familien gehandelt hat: um 1650 waren zwei jüdische Familien am Ort, 1715 waren es drei Framilien, 1728 sieben. Bis ca. 1724 bildeten die in Nieder-Wöllstadt lebenden jüdischen Familien mit denen in Assenheim eine gemeinsame jüdische Gemeinde. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurden zwischen sechs und neun jüdischen Familien am Ort gezählt (1760 sechs, 1780 acht, 1800 neun jüdische Familien in Nieder-Wöllstadt. Namentlich werden 1782 in einer Gemeinderechnung folgende Juden genannt: Hirsch, Eißig Löw, Samuel, Simon, Eißig, Hirsch, Ullmann.  
    
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Zahl der jüdischen Einwohner wie folgt: 1828 42 jüdische Einwohner, 1831 36 (in 14 Familien), 1861 71 (7,6 % von insgesamt 936 Einwohnern), 1880 53 (5,1 % von 1.035), 1900 38 (3,1 % von 1.205), 1910 36 (2,7 % von 1.340). Die jüdischen Familienvorstände waren als Metzger, Viehhändler, Getreide- und Textilhändler tätig.     
   
An Einrichtungen bestanden eine Synagoge (s.u.), eine jüdische Schule, ein rituelles Bad (bis um 1825 eine private Mikwe im Keller der Schutzjüdin Vogel Strauß, vielleicht Haus Frankfurter Straße 11) und ein Friedhof. Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war zeitweise ein jüdischer Lehrer angestellt, der zugleich als Vorbeter und Schochet tätig war (vgl. unten Ausschreibung der Stelle von 1890). 1831 wurde der Unterricht vom Vorbeter erteilt, der damals noch keine Lehrerausbildung hatte. 1859 bis 1861 wird als "Hauslehrer" Samuel Birk erwähnt (siehe Bericht unten). Um 1885 wird Lehrer A. Harris genannt (drei seiner 1882, 1884 und 1888 in Nieder-Wöllstadt geborenen Kinder sind nach den Deportationen in der NS-Zeit umgekommen). Später wurde der Unterricht durch einen auswärtigen Lehrer erteilt (vor allem aus Groß-Karben). Die Gemeinde gehörte zum liberalen Provinzialrabbinat Oberhessen mit Sitz in Gießen.   
   
Seit dem späten 19. Jahrhundert waren die Nieder-Wöllstädter Juden im örtlichen Vereinsleben (Gesangverein Frohsinn, Reiterverein u.a.m.) verwurzelt. 
  
1906 werden folgende jüdische Haushaltsvorstände genannt (aus dem Landes-Adreßbuch mit Angabe der damaligen Haus-Nummer): Bamberger, Leopold, Mäkler, Nr. 35 1/10; David, Tobias, Biergroßhandlung, Niederlage der Brauerei Henninger, Frankfurt a.M., mit Kolonialwarenhandlung, Käsgasse 122; Frank, Isaak, Händler, Nr. 133 u. 146; Löwenthal, A., Landesproduktenhandlung Tel. 14; Löwenthal, Abraham, Händler, Nr. 26; Löwenthal, Ferdinand, Händler, Nr. 26; Löwenthal, Salomon, Händler, Nr. 126; Schönberg, Löb Witwe, Nr. 48; Schönberg & Strauß, Rohproduktenhandlung Tel. 16; Stern, Aug., Näherin, Nr. 22; Stern, Hermann, Händler, Nr. 61; Stern, Michael, Metzger, Nr. 22; Strauß, Markus Witwe, Nr. 124; Strauß, Moritz, Fruchthandlung, Nr. 68.
   
Im Ersten Weltkrieg fiel aus der jüdischen Gemeinde der Gefreite Hermann Stern (geb. 30.11.1869 in Nieder-Wöllstadt, gef. 17.7.1915).       
   
Um 1924, als 43 jüdische Einwohner am Ort gezählt wurden (2,7 % von 1.557 Einwohnern), waren die Gemeindevorsteher Salli Löwenthal, J. Frank und J. Bamberger. 1932 war Gemeindevorsteher Moritz Strauss.    
  
1933 lebten noch 29 jüdische Personen in Nieder-Wöllstadt (in acht Familien; 1,9 % von insgesamt 1.561 Einwohnern). In den folgenden Jahren ist ein Teil der jüdischen Gemeindeglieder auf Grund der Folgen des wirtschaftlichen Boykotts, der zunehmenden Entrechtung und der Repressalien weggezogen (viele nach Frankfurt) beziehungsweise ausgewandert (drei nach Argentinien bzw. Brasilien). Zwei Personen sind noch am Ort verstorben. Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Synagoge zerstört (s.u.), der jüdische Friedhof geschändet und weitgehend zerstört. Die noch im Dorf verbliebenen jüdischen Personen wurden verhaftet und in die Gerberei am nördlichen Ortsrand abgeführt. Es kam zu Misshandlung. Die jüdischen Wohnungen wurden aufgebrochen, ausgeplündert und schwer demoliert. Mehrere jüdische Männer wurden über Friedberg in das KZ Buchenwald verschleppt und dort wochenlang festgehalten. Vier der letzten jüdischen Einwohner wurden im September 1942 vom Ort deportiert und wenig später in Treblinka ermordet (Theodor Strauß mit seiner Frau Gerda geb. Strauß und der Tochter Edith sowie die Witwe Minna Bamberger geb. Strauß).  
    
Von den in Nieder-Wöllstadt geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Minna Bamberger geb. Strauss (1886), Hilde Frank (1921), Jakob Frank (1889), Joseph Grünglück (1865), Frieda Gundersheim geb. Hirsch (1876), Salie Harris (1882), Betty Löb geb. Strauss (1912), Alice Löwenthal geb. Schnitzler (1908), Ferdinand (Felix) Löwenthal (1902), Lily Löwenthal geb. Berg (1902), Max Löwenthal (1896), Ruth Löwenthal (1932), Saly Löwenthal (1862), Pauline (Paula) Sänger geb. Löwenthal (1895), Selma Schöps geb. Harris (1888), Paula Stein geb. Harris (1884), Auguste (Augusta) Stern (1868), Edith Strauss (1928), Gerda Strauss geb. Strauss (1902), Margot Strauss (1918), Selma Strauss (1885), Theodor Strauss (1896).        
    
    
    
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde 
    
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer  
Ausschreibung der Stelle des Religionslehrers / Vorbeters / Schochet 1890  

Niederwoellstadt Israelit 28051890.jpg (41343 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 28. Mai 1890: "Die israelitische Gemeinde Nieder-Wöllstadt sucht per sofort einen jungen Mann, der als Lehrer, Vorbeter und Schächter zu fungieren hat. Gehalt 700 Mark. Bewerber wollen sich gefälligst an den unterzeichneten Vorsteher wenden. 
Nieder-Wöllstadt, 20. Mai 1890. P. David."  

    
88. Geburtstag von Lehrer a.D. Samuel Birk (von 1859 bis 1861 in Wöllstadt als Hauslehrer tätig)  

Artikel in der "Jüdischen Wochenzeitung für Kassel, Kurhessen und Waldeck" vom 3. Juni 1927: "Meerholz. In Nr. 20 unserer Zeitung berichteten wir, dass der Nestor der kurhessischen Lehrerschaft, Herr Lehrer Samuel Birk, seinen 80. Geburtstag feierte. Dazu erhalten wir nun von Herrn Lehrer Kleeblatt - Felsberg nachstehende ergänzende Mitteilung: Herr Lehrer i.R. Samuel Birk, wurde am 16. Mai dieses Jahres nicht 80, sondern 88 Jahre alt. Birk wurde am 16.5.1839 in Sterbfritz geboren und besuchte das Seminar in Schlüchtern. In den Religionsfächern wurde er von dem damaligen Kreisrabbiner in Schlüchtern, Schwarzschild, seligen Andenkens, vorbereitet. Im Jahre 1859 nahm er eine Hauslehrerstelle in Wöllstadt an, kam 1861 in den öffentlichen Schuldienst, als er die Schulstelle in Wachenbuchen erhielt. 1874 wurde er nach Meerholz versetzt, wo er bis zu seiner Versetzung in den Ruhestand am 1.10.1909 wirkte. Hier lebt er noch heute in vollster geistiger und körperlicher Frische und gedachtet und geehrt von jedermann."  

  
Lehrer A. Harris publiziert ein Rätsel (1885)  

Niederwoellstadt Israelit 05021885.jpg (75113 Byte)Aus der Zeitschrift "Der Israelit" vom 5. Februar 1885: "Rätsel
Ein Haus voll Kraft und wunderbar, Das hat ein einzig Türenpaar, 
Das nur ein kleiner Haken hält. Und ob dies Haus vom Sturm umweht. 
Es sorgt schon Gottes Majestät, Dass nimmer Tür und Haken fällt.   
A. Harris, Lehrer in Nieder-Wöllstadt.  
Auflösung erfolgt in Nr. 12. Die Namen der richtig Lösenden werden, wenn uns solche bis längstens Dienstag Vormittag den 10. Februar zugegangen, in der folgenden Nummer veröffentlicht." 
Anmerkung: "Die Auflösung in Nr. 12 ergab das "Haus David". 

  
  
Berichte aus dem jüdischen Gemeindeleben 
Bürgermeister Weith wendet sich gegen antisemitische Hetzereien (1890)  

Niederwoellstadt Israelit 18091890.jpg (95688 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 18. September 1890: "Nieder-Wöllstadt, 22. August (1890). Der Versuch, auch in unserer Gemeinde antisemitische Hetzereien zu inszenieren, ist an der kräftigen Initiative unseres Bürgermeisters Herrn Weith und an der Einmütigkeit, mit welcher die ganze Gemeinde, mit verschwindenden Ausnahmen dagegen Front machte, gescheitert. Die Kommission nämlich, welcher der Auftrag geworden, die Gründung einer freiwilligen Feuerwehr am hiesigen Platze vorzubereiten, hatte mit 4 gegen 3 Stimmen beschlossen, dass in den Statutenentwurf ein Paragraph aufgenommen werden solle, demzufolge Juden von der Mitgliedschaft ausgeschlossen seien. Die Kommission strich in Folge des laut gewordenen allgemeinen Unwillens nachträglich den Passus, und in der allgemeinen Versammlung, welche über die Statuten zu befinden hatte, nahm der Bürgermeister, Herr Weith, Veranlassung, zuerst einen Israeliten zur Anmeldeunterschrift aufzufordern; er wollte speziell damit seinen Standpunkt in der Frage präzisieren."   

    
    
   
 
Zur Geschichte der Synagoge            
    
Kurz nach 1719 wurde eine erste Synagoge (mit jüdischer Schule) im alten Brauhaus in der unteren Wiesengasse eingerichtet. Sie wird zuerst 1729 erwähnt. Nachdem 1719 ein neues gräflich solm-rödelheimische Brauhaus im Haingraben an der heutigen Kleinen Braugasse erbaut worden und das alte Brauhaus weitgehend funktionslos geworden war, scheint die erste "Judenschule" (Synagoge) in diesem Gebäude eingerichtet worden zu sein. Dafür hatte die jüdische Gemeinde an die Ortsherrschaft einen Erbzins zu bezahlen. Diese erste Synagoge stand am Ende der heutigen Straße Burggraben bei der Einmündung der Wiesengasse.   
    
Zeitweise wurde die Synagoge in Nieder-Wöllstadt auch von den in Bruchenbrücken lebenden jüdischen Personen besucht. Die jüdischen Kinder von Groß- und Kleinkarben besuchten zeitweise die jüdische Schule in Nieder-Wöllstadt.   
   
Eine neue Synagoge wurde vermutlich 1830 in der späteren Bahnhofstraße neben dem Haus der jüdischen Familie Ullmann (um 1860 abgebrochen) erbaut. Das Gebäude war ein kleiner Rechteckbau mit hohem ziegelgedeckten Walmdach (etwa 7 1/2 Meter lang und etwa 6 Meter breit). Zur Südseite hatte das Gebäude neben der Eingangstüre zwei Rundbogenfenster (vergleiche Fotos unten). Im Bereich des Toraschreines an der Ostseite war ein kleiner eingezogener rechteckiger Nischenanbau. Der Vorhof der Synagoge war seit seiner Erbauung 1883 von einer Ziegelsteinmauer mit einer schmiedeeisernen Gittertür eingefasst.  
  
1879 wird von der Einweihung einer neuen Torarolle berichtet. Das Ereignis war - mit einem anschließenden Ball - am Samstag (Schabbat), 5. Juli 1879. Auf Grund der zurückgehenden Zahl der jüdischen Einwohner (zum Abhalten eines Gottesdienstes benötigt man einen Minjan, d.h. zehn Männer) konnten wohl seit etwa 1900 nur noch an den Feiertagen Gottesdienste abgehalten werden.        
      
Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Synagoge durch einheimische Nationalsozialisten verwüstet, geplündert und anschließend zerstört. Die Mauern des Gebäudes wurden mit einem Traktor geschleift. Ende April 1939 wird berichtet, dass die Gemeinde Nieder-Wöllstadt auf dem Grundstück eine kleine Grünanlage anlegen möchte, nachdem der Bauschutt der Synagoge vollständig beseitigt wurde.  
  
Seit 1981 befindet sich eine kleine Hinweistafel am ehemaligen Standort der Synagoge.  
   
   
Adresse/Standort der Synagoge    Bahnhofstraße 3  (1932: Eisenbahnstraße)  
   
   
Fotos
(Quelle: Arnsberg Bilder S. 156)  

Die Synagoge in Nieder-Wöllstadt  Nieder Woellstadt Synagoge 121.jpg (74158 Byte) Nieder Woellstadt Synagoge 120.jpg (70066 Byte)
   Die Aufnahme wurde 1912 erstellt; vor der Synagoge stellten sich damals verschiedene jüdische und nichtjüdische Einwohner auf, sowohl Nachbarn wie zufällig vorbeikommende Passanten. Die meisten sind namentlich bekannt   
      

    
    
Links und Literatur

Links:  

Website der Gemeinde Wöllstadt   

Literatur:  

Paul Arnsberg: Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Anfang - Untergang - Neubeginn. 1971. Bd. II S. 145-146.   
ders.: Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Bilder - Dokumente. S. 156.   
Keine Abschnitte zu Nieder-Wöllstadt in Thea Altaras: Synagogen in Hessen. Was geschah seit 1945? 1988 und dies.: Das jüdische Rituelle Tauchbad und: Synagogen in Hessen. Was geschah seit 1945 Teil II. 1994 und dies. Neubearbeitung der beiden Bände. 2007.    
Studienkreis Deutscher Widerstand (Hg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945. Hessen I Regierungsbezirk Darmstadt. 1995 S. 335-336.   
Pinkas Hakehillot: Encyclopedia of Jewish Communities from their foundation till after the Holocaust. Germany Volume III: Hesse -  Hesse-Nassau - Frankfurt. Hg. von Yad Vashem 1992 (hebräisch) S. 269-270. 
Dieter Wolf:  Vom alten Nieder-Wöllstadt (Wöllstädter Heimatbuch 1), 2. durchgesehene. und erweiterte Aufl. [Selbstverlag] Wöllstadt 1977. 
ders.: 40 Jahre Freiwillige Feuerwehr Nieder-Wöllstadt. 25 Jahre Fanfaren- und Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr. Festbuch zum Feuerwehrfest von Nieder-Wöllstadt vom 24.-27. August 1979. Bearbeitet und herausgegeben im Auftrag des Vorstands der FFW Nieder-Wöllstadt von D. Wolf, Wöllstadt 1979, u.a. S. 89.  
ders.: Nieder-Wöllstadt 1846 bis 1933 - Zwischen Eisenbahnbau und Weltwirtschaftskrise - Historische Bilderausstellung im ehemaligen unteren Schulsaal des alten Rathauses von Nieder-Wöllstadt [Hrsg. Gemeindevorstand Wöllstadt; als Typoskript mit 1 Abb. vervielfältigt; 15 S.]. 
ders.: Rede zur feierlichen Eröffnung der historischen Bilderausstellung "Nieder-Wöllstadt 1846-1933 - zwischen Eisenbahnbau und Weltwirtschaftskrise -" am Freitag, den 13. Mai 1983. In: 3. Wöllstädter Jahrbuch Dez. 1983. Hrsg. Gemeindevorstand Wöllstadt 1983, S.51-58. 
Fritz Runge und Dieter Wolf: (Hrsg. u. Hauptautoren), 1200 Jahre Wöllstadt. 790-1990. Aus der Geschichte von Nieder- und Ober-Wöllstadt. Horb am Neckar 1990.[darin: Nieder-Wöllstadt. Eine Übersicht durch die Jahrhunderte (S. 54-80), hier: S. 106-107.
Dieter Wolf: Nieder-Wöllstadt. Zwei Jahrhunderte in Bildern. In: 1200 Jahre Wöllstadt. 790-1990. Aus der Geschichte von Nieder- und Ober-Wöllstadt. Horb am Neckar 1990. Hrsg. F. Runge u. D. Wolf (Horb am Neckar 1990), S.81-184. Zur Synagoge ebd. S.107, zum jüdischen Friedhof ebd. S. 106.
Hans Helmut Hoos: "Daß er nicht nur schutzmäßig sich betragen und leben sollt". Zur Geschichte Wetterauer Schutzjuden in Fauerbach bei Friedberg. Teil I in: AHG 58 (2000), S.137-186.  

   
    


 

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the Holocaust". 
First published in 2001 by NEW YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad Vashem Jerusalem, Israel.

Nieder-Woellstadt  Hesse. Established around 1725, the community numbered 71 (8 % of the total) in 1861 and then declined. The Jews mostly earned their livelihoods in the cattle trade and as storekeepers and butchers. On Kristallnacht (9-10 November 1938), the Nazis organized a pogrom and demolished the synagogue. Twenty-three of the town's Jews 40 Jews emigrated; three married to non-Jews survived the Holocaust. 
   
     

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 05. März 2015