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Jahrestagungen von Alemannia Judaica Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft (Frühere und bestehende) Synagogen Übersicht: Jüdische Kulturdenkmale in der Region Bestehende jüdische Gemeinden in der Region
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Die jüdischen Friedhöfe im Werra-Meißner-Kreis (ESW) Übersicht:
Zur Geschichte des Friedhofes¹: Der Friedhof wurde erst in der zweiten
Hälfte des 19. Jahrhunderts angelegt. Die älteste bekannte Belegung stammt aus
dem Jahr 1876; die letzte Beisetzung wurde 1935 vorgenommen. Danach wurde der
Friedhof geschlossen, die bis zu den Deportationen 1942 am Ort verstorbenen
Juden wurden in Eschwege beigesetzt. 1985 wurden noch 69 Grabsteine gezählt,
davon elf mit rein hebräischer Inschrift. Die Friedhofsfläche beträgt 20,78
ar. Lage: Der Friedhof liegt im Gewann "Ölgrund" oberhalb des Ortes (am Nordausgang in einer Waldecke). Links: Hinweise zum Friedhof mit zwei Fotos auf der Website
der Gemeinde Herleshausen
Herleshausen, Ortsteil Nesselröden (zwei Friedhöfe) Zur Geschichte der Friedhöfe¹: In Nesselröden bestand ein erster
jüdischer Friedhof etwa 2 km nordwestlich von Unterhausen, am Südosthang
des Eichenberges. Das Alter ist nicht bekannt. Es sind keine Grabsteine mehr
vorhanden. Das direkt am Waldrand gelegene Gelände liegt brach und wird nicht
landwirtschaftlich genutzt. Lage: zur Lage des älteren Friedhofes s.o.; der erhaltene Friedhof
liegt etwa nordöstlich des Dorfes in der Nähe der Bauschuttdeponie ("Vor
dem Ziegengraben"). Zur Geschichte des Friedhofes: Ein jüdischer Friedhof lag in Hessisch Lichtenau etwa 1 km südlich der Stadt, bereits in der Gemarkung von Retterode. Er ist in einer Flurkarte aus dem Jahr 1774 eingetragen. 1854 wurde die Straße von Lichtenau nach Retterode ausgebaut. Sie durchschnitt danach das Friedhofsgrundstück nahezu in der Mitte. Heute sind keine Hinweise mehr auf seine Lage vor Ort festzustellen.
An der Südostecke der Gemarkung Quental, nahe der
Gemarkungsgrenze zu Lichtenau und Günsterode am alten Sälzerweg findet sich
der Flurname "Judenfriedhof". Hier ist ein ca. 20 x 40 m großes
Rechteck mit Wall und Graben nachzuweisen. Ob es einst eine jüdische
Begräbnisstätte war, ist unklar. Lage: siebe obige Beschreibungen
Neu Eichenberg, Ortsteile Eichenberg und Hermannrode Zur Geschichte des Friedhofes¹: Am westlichen Ortsrand von Eichenberg war ein jüdischer Friedhof noch in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Gebrauch. Er wurde von der jüdischen Gemeinde Hermannrode belegt, wofür der Eichenberger Dorfgemeinde für jedes Begräbnis ein Totengeld zu entrichten war. Der Friedhof geht in die Zeit zurück, als in Eichenberg einige jüdische Familien lebten (nachweislich von vor 1667 bis 1718). 1667 wurde der Eichenberger Jude Jacob auf dem jüdischen Friedhof in Witzenhausen beigesetzt. Damals bestand in Eichenberg noch kein Friedhof. Er wird in den darauffolgenden Jahren von den in Eichenberg und Hermannrode lebenden jüdischen Familien angelegt worden sein. Von dem Friedhof sind heute keine Spuren mehr vorhanden. Lage: Oberhalb der "kleinen Trift" am westlichen Ortsrand, jedoch keine sichtbaren Spuren mehr vorhanden. Literatur: bei Arnsberg keine Angaben. Neu Eichenberg, Ortsteil Hebenshausen
Sontra (zwei Friedhöfe)
Zur Geschichte des Friedhofes: Die Toten der jüdischen Gemeinde Diemerode wurden zunächst in Sontra beigesetzt. In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde ein eigener Friedhof angelegt. Die jüdische Gemeinde hatte eine kleine Parzelle nordöstlich des Dorfes auf einem Hügel inmitten eines Wäldchens erwerben können. Der älteste (1985 registrierte) Grabstein ist von 1862. Die letzte Beisetzung fand am 5. März 1939 statt. Bei der Dokumentation 1985 wurden 56 Grabsteine gezählt, von denen 44 aufrecht standen, fünf lagen, von sieben Grabstätten waren nur noch Fragmente unterschiedlichen Zustands vorhanden. Die Friedhofsfläche beträgt 14,66 ar. Lage: Etwa 800 m nordöstlich des Dorfes (s.o.), erreichbar über
Forstfahrwege. Der Friedhof ist ohne Ortskenntnisse nur schwer zu finden. Waldkappel, Ortsteil Bischhausen Zur Geschichte des Friedhofes¹: Die Toten der jüdischen Gemeinde Bischhausen wurden bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts in Reichensachsen oder Jestädt beigesetzt. 1857 konnte die jüdische Gemeinde ein Grundstück in der Flur "Im Rittershagen" von etwa einem halben Acker Größe von Conrad Küllmers Frau erwerben, tauschte diesen jedoch zwei Jahre später gegen ein benachbartes, etwas größeres Grundstück. Die ersten Beisetzungen wurden seit 1863 vorgenommen. Der Friedhof wurde bis 1905 belegt. In der NS-Zeit wurde der Friedhof verwüstet; nach 1945 wurden die umgeworfenen Steine wieder aufgerichtet. Nach einer Dokumentation von 1985 sind noch 17 Grabsteine vorhanden, die über zwei nahezu parallel verlaufende Reihen verteilt sind. Die Friedhofsfläche beträgt 4,62 ar. Lage: Der Friedhof liegt etwa 2 km vom Dorf entfernt am Waldrand über dem Wehretal. Er liegt sehr versteckt am Waldrand und ist ohne Ortskenntnisse zur schwer aufzufinden.
Link: Website
der Stadt Waldkappel
Waldkappel, Ortsteil Harmuthsachsen (zwei Friedhöfe)
Wehretal, Ortsteil Reichensachsen Zur Geschichte des Friedhofes¹: Der jüdische Friedhof in Reichensachsen dürfte noch im 17. Jahrhundert angelegt wurden sein. Erstmals wird er 1710 genannt, als ein Jude aus Sontra hier beigesetzt wurde. Auf einer Flurkarte von 1788 ist er in der bis heute bestehenden unregelmäßigen Form eingetragen. Auch die jüdischen Familien in Datterode benutzten den Friedhof für die Beisetzung der Verstorbenen. Die Friedhofsfläche beträgt 85,77 ar.
Lage: Am nördlichen Abhang des Spitzenberges, etwa 2 km außerhalb von Reichensachsen. Er ist über forstwirtschaftliche Fahrwege erreichbar. Allerdings führt kein befestigter Weg bis in die unmittelbare Nähe des Friedhofes, sodass er schwer aufzufinden ist. Fotos (Fotos: K. Kurre²):
Link: Website
der Gemeinde Wehretal
Quellen/Literatur: Anmerkung ¹) bezieht sich auf die Quellen:
Fotos:
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