Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Die jüdischen Friedhöfe im Saarland 
 

Übersicht:

Blieskastel (HOM)  
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Merzig (MZG)   
Unterseite  
Ottweiler (NK)     
Unterseite  
Saarwellingen (SLS)   
Unterseite  
        
Dillingen/Saar- Diefflen (SLS) 
Unterseite  
Neunkirchen (NK)   
Unterseite  
Saarbrücken (SB) (alter und neuer Friedhof)    St. Ingbert (IGB)  
Unterseite   
       
Homburg (HOM)  
Unterseite    
Nohfelden-Gonnesweiler (WND)    
Unterseite
  
St. Wendel (WND)    
Unterseite  
Tholey (WND)  
Unterseite 
       
Illingen (NK)       
Unterseite  
Nohfelden-Soetern (WND) 
Unterseite  
Saarlouis (SLS)   
Unterseite  
 
  

    

Blieskastel (HOM) 

Blieskastel Friedhof 211.jpg (127837 Byte) Zum Friedhof in Blieskastel besteht eine Unterseite (interner Link): hier anklicken

   

      
Dillingen/Saar, Stadtteil Diefflen (SLS)

Dillingen Friedhof 102.jpg (85105 Byte) Zum Friedhof in Dillingen besteht eine Unterseite (interner Link): hier anklicken

     
     

Homburg (HOM) 

Homburg Friedhol 020.jpg (20904 Byte) Zum Friedhof in Homburg besteht eine Unterseite (interner Link): hier anklicken

      
     

Illingen (Saarland) (NK)

Illingen Friedhof 103.jpg (71235 Byte) Zum Friedhof in Illingen besteht eine Unterseite (interner Link): hier anklicken
      
  

Merzig (MZG) 

Merzig Friedhof 103.jpg (91078 Byte) Zu den Friedhöfen in Merzig besteht eine Unterseite (interner Link): hier anklicken

  
    

Neunkirchen (NK)

Neunkirchen Friedhof 052.jpg (75170 Byte) Zum Friedhof in Neunkirchen besteht eine Unterseite (interner Link): hier anklicken

        
  

Nohfelden - Gonnesweiler (WND)

Gonnesweiler Friedhof 054.jpg (75322 Byte) Zum Friedhof in Gonnesweiler besteht eine Unterseite (interner Link): hier anklicken

         
      

Nohfelden - Sötern (WND)

Soetern Friedhof 101.jpg (66048 Byte) Zum Friedhof in Sötern besteht eine Unterseite (interner Link): hier anklicken

     
       
Ottweiler (NK)

Ottweiler Friedhof 105.jpg (53534 Byte) Zum Friedhof in Ottweiler besteht eine Unterseite (interner Link): hier anklicken

   
    

Saarbrücken (SB) 

Saarbruecken Friedhof a100.jpg (52776 Byte)Zur Geschichte der Friedhöfe: Die Toten der jüdischen Gemeinde wurden bis 1840 in Forbach beigesetzt. 1841 konnte ein eigener jüdischer Friedhof in Saarbrücken angelegt werden (alter Friedhof). Die Einweihung war am 21. Februar 1841, verbunden mit den beiden ersten Beisetzungen. Aus dem Jahr 1841 datiert auch der älteste erhaltene Grabstein. Der Friedhof war bis 1900 in städtischem Besitz. 
Der neue Friedhof wurde 1918 von der Synagogengemeinde des Kreises Saarbrücken angelegt und seit etwa 1920 belegt. Der Eingangspavillon entstand um 1929 nach Entwurf von Hans Weszkalnys. Der Friedhof wird bis heute von der Synagogengemeinde Saar belegt.  

Die Anlage des (alten) jüdischen Friedhofes mit den beiden ersten Beisetzungen (1841)

Saarbruecken Isr Annalen 26031841.jpg (19976 Byte)Meldung in den "Israelitischen Annalen" vom 26. März 1841: "Kreis Saarbrücken. Hier ist für jetzt nichts weiteres zu bemerken, als dass die christliche Gemeinde den Juden einen Teil ihres Friedhofes eingeräumt hat."
   
Saarbruecken AZJ 01051841.jpg (192507 Byte)Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 1. Mai 1841: "Saarbrücken im März. Folgende Tatsache möchte eine Stelle in der Allgemeinen Zeitung des Judentums verdienen: Bisher musste die hiesige jüdische Gemeinde, aus 10 Familien bestehend, ihre Toten in dem nahe gelegenen französischen Städtchen Ferbach bestatten, was immer mit großen Schwierigkeiten  und Kosten verbunden war. Als nun vor ungefähr zwei Jahren hier ein durchreisender fremder Israelit erkrankte und auch verstarb, so verlangt der hiesige Gemeindevorsteher, Herr M. Simon, ein Mann von ausgezeichneter Bildung, der die größte Achtung genießt und auch ein Hauptmitglied des israelitischen Konsistoriums zu Trier ist, von der christlichen Behörde einen Platz für einen jüdischen Begräbnisort, welches ihm auch sogleich bewilligt wurde. Später aber vereinigen sich die jüdischen und christlichen Gemeinden durch Vermittelung der Hochlöblichen Regierung zu Trier in der größten Güte dahin, dass ersterer ein Platz an dem neuen christlichen Begräbnisorte angewiesen wurde. Und so wurde am 21. Februar dieses Jahres, als ein neuer Todesfall hier stattfand, der Sarg des an einem anderen Orte schon längst Bestatteten wieder ausgegraben - welches der jetzt verstorbene Rabbine zu Trier schon früher erlaubt hatte - und dieser so wie die neue Leiche in Anwesenheit des Bürgermeisters und vieler Christen auf dem angewiesenen Platze beigesetzt. Die Akten hierüber, welche meinen Beweis sowohl von der Humanität unserer Regierung als auch unserer Stadtbehörde und besonders des eifrigen und energischen Strebens des Herrn Simon darbieten, werde ich Ihnen nächstes zusenden, welche auch zugleich anderen jüdischen Gemeinden, die mit großen Kosten für ihre Begräbnisplätze zu sorgen haben, den Weg zeigen werden, wie sie sich dieser befreien können."

Grabschändungen auf dem Friedhof (1929)

Saarbruecken CV 20091929.jpg (33705 Byte)Artikel in der "C.-V.-Zeitung" (Zeitschrift des Central-Vereins) vom 20. September 1929: "Nach Saarbrücken. Die bedauerlichen Grabschändungen auf dem israelitischen Friedhof in Saarbrücken sind auch uns bekannt. Es scheint sich um das Werk eines anormal veranlagten Menschen zu handeln. Politische Motive liegen der Tat offenbar nicht zugrunde."

Lage: Alter Friedhof: zwischen Moltkestraße und Graf-Simon-Straße; zum Link auf den Stadtplanausschnitt mit Graf-Simon-Straße: hier anklicken.  
Neuer
Friedhof an der Goldenen Bremm - Bereich der Zollsiedlung unmittelbar an der französischen Grenze; zum Link auf den Stadtplanausschnitt: hier anklicken  

LinkWebsite der Stadt Saarbrücken     Website der Synagogengemeinde Saar 

Literatur

  

     

Saarlouis (SLS) 

Saarlouis Friedhof 101.jpg (127077 Byte) Zum Friedhof in Saarlouis besteht eine Unterseite (interner Link): hier anklicken   

     
   

Saarwellingen (SLS)

Saarwellingen Friedhof 110.jpg (117023 Byte) Zum Friedhof in Saarwellingen besteht eine Unterseite (interner Link): hier anklicken

         
      

St. Ingbert (IGB)

St Ingbert Friedhof 205.jpg (106334 Byte) Zum Friedhof in St. Ingbert besteht eine Unterseite (interner Link): hier anklicken   
      
   

St. Wendel (WND)

St Wendel Friedhof 152.jpg (87535 Byte) Zum Friedhof in St. Wendel besteht eine Unterseite (interner Link): hier anklicken

    
          

Tholey am Schaumberg (WND)   

Tholey Friedhof 201.jpg (70253 Byte) Zum Friedhof in Tholey besteht eine Unterseite (interner Link): hier anklicken  

  

   

Weitere jüdische Kulturdenkmale in der Denkmalliste des Saarlandes (Auswahl):

Nohfelden, Sötern  - Hauptstraße 13

Ehemaliges jüdisches Badehäuschen und dazugehörige Wanne. Schlichter eingeschossiger Bau auf rechteckigem Grundriss mit Satteldach.

Nohfelden, Bosen -  Bostalstraße 64

Sogenanntes Judenhaus, Wohnhaus aus dem 18. Jahrhundert. Schlichter zweigeschossiger Bau mit Satteldach, Rechteckfenstern und Rechteckportal. Giebelseite mit Fachwerk.

Nohfelden, Bosen -  Brückenstraße

Ehemaliges jüdisches Badehäuschen aus dem 19. Jahrhundert. Schlichter eingeschossiger Bau mit Satteldach, Rechteckfenster und Rechteckportal. 1988 Freilegung der Treppe und des Wasserbeckens.

 

Allgemeine Links:

Synagogengemeinde Saar  
Verleihung des Verdienstordens 1. Klasse der BR Deutschland an Ludwig Lipsker, Gründer und Leiter der Synagogengemeinde Saar im Juli 2003 
Saarbruecken Mahnmal 01.jpg (36795 Byte) Saarbruecken Mahnmal 02.jpg (10367 Byte)

Informationsseiten zum "Platz des unsichtbaren Mahnmals" auf dem Schlossplatz in Saarbrücken: vor dem Saarbrücker Schloss ließ der Künstler Jochen Gerz von 1990-1993 ein Mahnmal aus 2146 Steinen entstehen, auf deren Unterseite der Name je eines jüdischen Friedhofes in Deutschland (vor 1933) eingraviert ist: Link 1, Link 2, Link 3, Link 4
    

Saarland Ausstellung 05.jpg (57863 Byte)Rückblick: Vom 24. Oktober bis 21. November 2004 war im Museum für Früh- und Vorgeschichte in  Saarbrücken die Ausstellung "Gelöst ist die Schnur - gebrochen das Band" - "Jüdische Friedhöfe im Saarland" zu sehen.
Bericht zur Ausstellung (mit Fotos): hier anklicken

Saarland Ausstellung 010.jpg (33271 Byte) Saarland Ausstellung 011.jpg (37748 Byte) Saarland Ausstellung 012.jpg (37583 Byte)
In der Ausstellung "Jüdische Friedhöfe im Saarland"

 

Kontaktadresse zum Themenbereich Kulturdenkmale jüdischer Geschichte im Saarland:

Freundeskreis zur Rettung jüdischen Kulturgutes im Saarland e.V. 
c/o 1. Vorsitzender Georg M. Diening, 66352 Großrosseln, Zum Steinberg 6, 
Tel. 06809/91163, Fax 91164.   
   
 

 

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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 20. Juni 2009