Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Zur Übersicht über die jüdischen Friedhöfe im Saarland  
   

Saarwellingen (Kreis Saarlouis) 
Jüdischer Friedhof

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde

Siehe Seite zur Synagoge in Saarwellingen (interner Link)  
   

Zur Geschichte des Friedhofes

Der jüdische Friedhof wurde bereits um 1725 angelegt und ist damit der älteste im Landkreis Saarlouis und einer der ältesten nachweisbaren jüdischen Friedhöfe im Saarland. 1920 wurde der Friedhof erweitert. Eine letzte Beisetzung fand 1936 statt. Der Friedhof wurde bereits 1884 und wieder 1938 geschändet und in den letzten Kriegstagen eingeebnet. Nach 1945 wurde er durch die Synagogengemeinde Saar - soweit möglich - wieder hergestellt. Es sind jedoch nur noch 37 Grabsteine erhalten. 
  
Über die Schändung des Friedhofes 1884:

Saarwellingen Fh Israelit 09061884.jpg (53342 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 9. Juni 1884: "Saarwelligen, Regierungsbezirk Trier, 27. Mai (1884). In der Nacht von Sonntag auf Montag wurde hier die verschlossene Türe des etwas vom Dorfe entfernt liegenden israelitischen Friedhofes gewaltsamerweise zertrümmert und auf demselben nicht weniger als zehn Grabmonumente umgeworfen und beschädigt. Möchte es gelingen, die Urheber dieser Rohheiten zu ermitteln und sie der gerechten Strafe zu überliefern."

Auf dem Friedhof steht seit dem 26. März 1950 ein Gedenkstein mit der Inschrift:
"Der einstigen Synagogengemeinde Saarwellingen, ihrem Gotteshause, ihren Mitgliedern, die roher Gewalt erlagen, den in dieser Erde zur letzten Ruhe gebetteten jüdischen Menschen in Pietät und tiefer Verehrung gewidmet."
     
    
Hinweis zu einer Dokumentation des Friedhofes 

Epidat logo.jpg (7648 Byte)Das Salomon-Ludwig-Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte in Duisburg hat den Auftrag erhalten, alle jüdischen Friedhöfe des Saarlandes bildlich-textlich zu dokumentieren und vergleichend zu erforschen. Das Saarland zählt 16 Friedhöfe, darunter einige, die mehrere Jahrhunderte alt sind. Ihre Gefährdung durch die schnell fortschreitende Verwitterung der tonigen Sandsteine des 19. Jahrhunderts macht die Erarbeitung einer Zweitüberlieferung höchst dringlich. Die Ergebnisse der Arbeit werden auch im Internet zugänglich gemacht.  
Die Dokumentation zum jüdischen Friedhof in Saarwellingen ist fertig erstellt: Link zur Dokumentation des Friedhofes Saarwellingen         

   

Lage des Friedhofes 

an der Schliefstraße
         
  
Link zu den Google-Maps 
(der grüne Pfeil markiert die Lage des Friedhofes)   
   

Größere Kartenansicht 
    
 

Fotos
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 17.4.2006)  

Saarwellingen Friedhof 110.jpg (117023 Byte) Saarwellingen Friedhof 109.jpg (119283 Byte) Saarwellingen Friedhof 103.jpg (121696 Byte)
Blick auf das Eingangstor mit Tafel und Inschrift: "Menschliche Würde und staatliches Gesetz verbieten, die Anlage dieses Friedhofes zu beschädigen"       
    
Saarwellingen Friedhof 105.jpg (105191 Byte) Saarwellingen Friedhof 104.jpg (134669 Byte) Saarwellingen Friedhof 107.jpg (129827 Byte)
Teilansichten des Friedhofes  
 
Saarwellingen Friedhof 107.jpg (129827 Byte) Saarwellingen Friedhof 100.jpg (117207 Byte) Saarwellingen Friedhof 101.jpg (123553 Byte)
Teilansicht Zu einem Denkmal zusammengefügte Fragmente von in der NS-Zeit zerschlagenen Grabsteinen
   
Saarwellingen Friedhof 108.jpg (126564 Byte) Saarwellingen Friedhof 102.jpg (112595 Byte)    
   Der 1950 aufgestellte Gedenkstein (Inschrift siehe oben)    

    
     

Links und Literatur

Links:

Website der Stadt Saarwellingen 

Literatur:

    

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 30. Juli 2010