Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Zur Übersicht über die jüdischen Friedhöfe im Saarland  
   

Neunkirchen (Kreisstadt, Saarland) 
Jüdischer Friedhof

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde

Siehe Seite zur Synagoge in Neunkirchen (interner Link)  
    

Zur Geschichte des Friedhofes    
       
Die Toten der jüdischen Gemeinde wurden zunächst in Illingen beigesetzt. Ein eigener Friedhof wurde in Neunkirchen gemeinsam von den in Spiesen und Neunkirchen lebenden Juden 1831 angelegt. Das Grundstück "auf der Spieser Höhe" war am 28. November 1831 gekauft worden. Um 1880 wurde der Friedhof vergrößert. 

1938/39 wurde der Friedhof verwüstet und 1942 zwangsweise an die politische Gemeinde verkauft. 
   
    
Nach 1945. 1949 wurde der Friedhof von der Synagogengemeinde Saar zurückgekauft. Es sind nur noch etwa zehn historische Grabsteine erhalten; die anderen Steine wurden nach 1945 ergänzt. Auf dem Friedhof befindet sich ein Mahnmal des Bildhauers und Architekten Arwed Hoyer aus Neunkirchen, das im Rahmen der Neueinweihung des Friedhofes am 5. Juni 1955 enthüllt wurde und den Text trägt: "Den Mitgliedern der Synagogengemeinde Neunkirchen, die in den Jahren 1933-1945 roher Gewalt erlagen. Allen in diesem Gottesacker ruhenden Menschen zur ehrenden Erinnerung."
   
Der Friedhof wurde seit 1971 bereits zehn Mal geschändet. Letztmals in der ersten Septemberwoche 2004. Dabei wurden 19 Grabstellen verwüstet. Die Täter hoben die ca. 60 Kilo schweren Denkmäler auf den Gräbern aus ihrer Mörtelbefestigung und kippten sie auf oder neben das Grab. In mehreren Fällen wurden die Marmorplatten mit der Aufschrift zertrümmert. Es war schon die zweite Schändung innerhalb von neun Monaten.  
      
   
Hinweis zu einer Dokumentation des Friedhofes 

Epidat logo.jpg (7648 Byte)Das Salomon-Ludwig-Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte in Duisburg hat den Auftrag erhalten, alle jüdischen Friedhöfe des Saarlandes bildlich-textlich zu dokumentieren und vergleichend zu erforschen. Das Saarland zählt 16 Friedhöfe, darunter einige, die mehrere Jahrhunderte alt sind. Ihre Gefährdung durch die schnell fortschreitende Verwitterung der tonigen Sandsteine des 19. Jahrhunderts macht die Erarbeitung einer Zweitüberlieferung höchst dringlich. Die Ergebnisse der Arbeit werden auch im Internet zugänglich gemacht.  
Die Dokumentation zum jüdischen Friedhof in Neunkirchen ist fertig erstellt: Link zur Dokumentation des Friedhofes Neunkirchen      

  
    
Lage des Friedhofes 
 
Hermannstraße, unweit der Autobahn A 8   
  
Link zu den Google-Maps  
(der grüne Pfeil markiert die Lage des Friedhofes)    
  

Größere Kartenansicht   
   

Fotos
(Fotos: Hahn: Aufnahmedatum 5.11.2004):

Neunkirchen Friedhof 051.jpg (71726 Byte) Neunkirchen Friedhof 052.jpg (75170 Byte) Neunkirchen Friedhof 054.jpg (66364 Byte)
Eingangstor Blick über den Friedhof 
(vom Eingang aus rechte Hälfte)
Mahnmal von 1955
     
Neunkirchen Friedhof 053.jpg (72184 Byte) Neunkirchen Friedhof 050.jpg (64955 Byte) Neunkirchen Friedhof 055.jpg (71000 Byte)
Grabstein für Karl Löb und 
Gedenkstein für ermordete Angehörige
"Ruhestätte der Familie Haas - Schiffweiler" bzw. Grabstein für Ferdinand Haas Spuren sinnloser 
Zerstörung

    
   

Links und Literatur

Links:

Website der Stadt Neunkirchen

Zwei Artikel zur Schändung des Friedhofes im September 2004 (Jugendzentrum Neunkirchen): hier anklicken und hier anklicken

Zur Seite über die Synagoge in Neunkirchen (interner Link)  

Literatur:   
   
   

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 30. Juli 2010