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Neuhof (Kreis
Fulda)
Jüdische Geschichte / Synagoge
Übersicht:
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english
version)
In Neuhof bestand eine jüdische Gemeinde bis 1939. Ihre Entstehung
geht in die Zeit des 18. Jahrhunderts zurück. Zur Gemeinde gehörten die in
Neuhof, Ellers, Neustadt und Opperz lebenden jüdischen Personen. Bereits
im 17. Jahrhundert lebten jüdische Familien in Neuhof. Nach der Vertreibung der
Juden aus dem Hochstift Fulda 1671 durfte nur eine jüdische Familie in Neuhof
bleiben (dazu fünf in Fulda).
Die Zahl der jüdischen Einwohner entwickelte sich seit der Mitte des 19. Jahrhunderts wie folgt: 1861
39 jüdische Einwohner (2,3 % von insgesamt 1.709 Einwohnern), 1871 46 (3,0 %
von 1.533), 1885 52 (3,3 % von 1.586), 1895 65 (4,1 % von 1.583), 1905 70 (3,5 %
von 1.984).
An Einrichtungen bestanden (im Ortsteil Neustadt) eine Synagoge (s.u.), eine
Religionsschule und ein rituelles Bad. Seit 1894 war als Religionslehrer
Kaufmann Rothschild (Artikel zu ihm siehe unten) angestellt. Teilweise besuchten
die jüdischen Kinder aus Neuhof die 1878 eröffnete jüdische Elementarschule
in Flieden. Nach dem Tod von Lehrer Kaufmann 1921 wurden die Kinder der jüdischen Gemeinde durch den Lehrer aus
Flieden
unterrichtet. Die Toten der Gemeinde wurden in Fulda beigesetzt; seit 1905 auf
einem gemeinsam mit der Gemeinde Flieden angelegten Friedhof
auf Gemarkung Flieden. Die Gemeinde gehörte zum Rabbinatsbezirk Fulda.
Über die Berufs- und Sozialstruktur der Gemeinde zu Beginn des 20.
Jahrhunderts liegen bei Arnsberg Bd. II S. 122 folgende Informationen vor:
Lehrer Kaufmann Rothschild: ein Sohn studierte Mathematik und Naturwissenschaft
und unterrichtete in Köln und Hamburg. Familie Bär Adler hatte ein Schuh- und
Warengeschäft; ein Sohn war Arzt in Leipzig, der jüngere Sohn war Teilhaber
von Schwarzschild Söhne in Frankfurt am Main. Die Familie Nathan (Salomon)
Gottlieb hatte das größte Warenhaus am Platze (Manufaktur- und Kolonialwaren.
vgl. Anzeige unten). Die anderen Gottliebs waren alle Viehhändler und Metzger;
ein Sohn war Musiker. Von der Familie des Handelsmannes Aron Grünebaum war ein
Sohn Prokurist bei der Fa. Felsenstein in Frankfurt. Die Familie Hermann Levi
hatte ein Schuhgeschäft, ein Sohn studierte Musik. Außerdem gab es noch eine
Metzgerei Meier Katz und eine Bäckerei Karl Rothschild. Zwei Familien
Sondheimer, die Brüder Nathan und David, hatten Detailgeschäfte.
Im Ersten Weltkrieg fielen aus der jüdischen Gemeinde: Gefreiter Moritz
Adler (geb. 27.11.1893 in Neuhof, gef. 19.6.1918), Adolf Gottlieb (geb.
14.6.1893 in Neuhof, gef. 15.8.1916) und Norbert Gottlieb (geb. 7.6.1899 in
Neuhof, gef. 26.9.1918).
Um 1924, als noch 47 jüdische Gemeindeglieder gezählt wurden (1,9 %
von 2.525), war Vorsteher der Gemeinde David Sondheimer (siehe Bericht zu seinem
Tod 1928 unten). Den Religionsunterricht
in der Gemeinde erteilte Lehrer S. Freudenberger aus Flieden.
1932 war Vorsteher Nathan Gottlieb. Damals war nur noch ein schulpflichtiges
jüdisches Kind am Ort, das durch Lehrer Sally Weinberg aus Flieden unterrichtet
wurde.
1933 lebten noch etwa 40 jüdische Personen in Neuhof. In
den folgenden Jahren ist ein Teil der jüdischen Gemeindeglieder auf Grund der
zunehmenden Entrechtung und der Repressalien weggezogen beziehungsweise
ausgewandert. So konnte ein Sohn und eine Tochter des ehemaligen Lehrers
Rothschild in die USA emigrieren, ebenso zwei Töchter aus der Familie Hirsch
Gottlieb. Letzter Gemeindevorsitzender war Max Katz (geb.
1895). Einige jüdische Einwohner waren schlimmsten Erniedrigungen ausgesetzt.
So wurde bereits im September 1933 Salomon Gottlieb und seine 'arische'
Freundin, 'gefolgt von einer empörten und aufgeregten Menschenmenge', durch die
Straßen von Neuhof geführt. Beide mussten erniedrigende Beschimpfungen
erleiden, weil sie an ihrer Beziehung festhielten. Nach den Ereignissen beim Novemberpogrom
1938 kamen mehrere jüdische Männer in das KZ Buchenwald; im Zusammenhang
damit wurde der Vorsteher Max Katz ermordet.
Von den in Neuhof geborenen und/oder
längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit
umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad
Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches
- Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Emma Adler (),
William Adler (1888). Zander Alexander (1867), Bernhard Buxbaum (1879), Ida
Buxbaum geb. Adler (1883 oder 1884), Sofie Ehrenfeld geb. Stern (1872), Hedwig
Friedmann geb. Adler (1895), Aron Gottlieb (1877), Frieda Gottlieb geb.
Sondheimer (1883), Josef Gottlieb (1882), Karoline Gottlieb (1875), Lina
Gottlieb (1881), Max Gottlieb (1896), Nathan Gottlieb (1862), Mina Haas geb.
Levi (1911), Emma Hirschberg geb. Katzenstein (1871), Dieter Reinhold Katz
(1935), Frieda Katz (), Martin Katz (1932), Max Katz (1895), Arnold Katzenstein
(1869), Hermann Levi (1875), Erna May geb. Gottlieb (1895), Ida Oberschützky
geb. Gottlieb (1879), Anna Reiß geb. Gottlieb (1858), Selma Rosenthal (1889),
Rosa Rothschild geb. Adler (1896), Emilie Sand geb. Beck (1880), Bernhard Stern
(1878), Fanny Stern (1873), Gitta Stern geb. Adler (1873), Martha Weinberg geb.
Littmann (1875).
Anmerkung: Die Recherche bei Yad Vashem bringt keine klaren Ergebnisse auf
Grund der Vermischung der Orte Neuhof und Neuhofen (Pfalz).
Nach 1945 kehrte eine jüdische Frau (Jettchen Simon) nach Neuhof
zurück.
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer
Ausschreibungen der Stelle des Religionslehrers / Vorbeters / Schochet 1886 /
1892 / 1894 / 1925
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 25. Oktober 1886:
"Die Stelle eines Religionslehrers, Vorbeters und Schächters in der
hiesigen israelitischen Gemeinde, Rabbinatsbezirk Fulda, ist alsbald zu
besetzen. Das Einkommen von diesen drei Funktionen besteht in 500 Mark
jährlichem Bargehalt. Auch wird freie Wohnung und freie Beköstigung
gewährt, über deren Modalität demjenigen Bewerber, welcher zur
Präsentation eingeladen wird, vorher nähere Mitteilungen zugehen werden.
Bewerbungen nebst Zeugnissen, doch nur in beglaubigter Abschrift, da
Rücksendung derselben nicht erfolgt, nimmt entgegen
der Gemeindeälteste S. Gottlieb. Neuhof (Kreis Fulda), 10. Oktober
1886. |
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Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 28. April 1892: "Die
Stelle eines Religionslehrers, Vorbeters und Schächters in der hiesigen
israelitischen Gemeinde (Regierungsbezirk Fulda) ist alsbald zu
besetzen.
Bargeld 500 Mark, freue Wohnung und ca. 200 Mark Nebenverdienst.
Bewerbungen nebst Zeugnissen, letzte in unbeglaubigter Abschrift nimmt
entgegen Neuhof (Kreis Fulda).
Der Synagogenälteste: S. Gottlieb." |
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Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 27. Juni 1892:
"Die Stelle eines Religionslehrers, Vorbeters und Schächters in der
israelitischen Gemeinde Neuhof - Station der Frankfurt-Bebraer Eisenbahn -
ist alsbald zu besetzen.
Bargehalt 500 Mark, freie Wohnung und ca. 250 Mark Nebenverdienst.
Geeignete Bewerber wollen ihre Meldungsgesuche unter Beifügung ihrer
Zeugnisse in unbeglaubigter Abschrift an den unterzeichneten
Provinzial-Rabbiner einsenden.
Fulda, den 22. Juni 1892. Vorsteheramt der Israeliten: Dr. M. Cahn,
Provinzial-Rabbiner." |
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Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 9. Februar 1894: "Die
hiesige Religionslehrerstelle, verbunden mit Kantordienste und Schechita,
ist bis zum 1. März diesen Jahres zu besetzen. Das Gehalt beträgt 500
Mark Fixum und ca. 300 Mark Nebenverdienst durch Schechita; freie
Wohnung und Feuerung.
Bewerber belieben sich unter Beifügung ihrer Zeugnisse an den
Synagogen-Vorstand zu melden.
Neuhof (Kreis Fulda), 1. Februar 1894. Der Synagogen-Vorstand. Salomon
Gottlieb." |
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Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 26. März 1925:
"für die Gemeinde Neuhof bei Fulda wird Religionslehrer und
Schauchet per sofort gesucht. Gehalt 140 Mark monatlich und Einkommen
aus Schechitoh extra, freie Wohnung. Orthodoxe Bewerber wollen Zeugnisse
mit Lebenslauf und Referenzen an das Vorsteheramt der Israeliten Fulda
einsenden." |
| Anmerkung: Vermutlich wurde die Stelle trotz
der Ausschreibung 1925 nicht mehr besetzt, da nach 1925 nur noch
auswärtige Religionslehrer den Unterricht den nur noch wenigen jüdischen
Kinder in Neuhof erteilten (vgl. Bericht zum Tod von Gemeindevorsteher
David Sondheimer 1928: nach diesem Bericht ist davon auszugehen, dass die
Lehrerstelle bereits nach dem Tod von Lehrer Kaufmann Rothschild (1921)
nicht mehr besetzt werden konnte. |
Zum Tod von Lehrer Kaufmann Rotschild (1921)
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 18. August 1921:
"Für die zahlreichen Beweise innigster, herzlichster Teilnahme bei
dem Ableben unseres geliebten Gatten, Vaters und Bruders
Herrn Lehrer K. Rothschild
danken wir herzlichst. Familie Rothschild. Neuhof (Kreis Fulda),
Schlüchtern, Hamburg." |
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Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 28. Juli 1921:
"Neuhof, 20. Juli (1921). Nach langem, schwerem Leiden verstarb in
Königswarterkrankenhause in Frankfurt am Main unser langjähriger Lehrer
Kaufmann Rothschild. Er entstammte einer angesehenen Familie in
Schlüchtern und wurde schon im Elternhause in echt-jüdischem Sinne
erzogen. Nach Besuch der Lehrerseminars erlernte er zunächst die Schechita
und übernahm sodann verschiedene Stellen im Mosel- und Rheinlande. Da die
religiösen Zustände in diesen Gemeinden seiner Gesinnung nicht
entsprachen, gab er wiederholt günstige Stellungen auf. Er kannte nur das
eine Ziel. in einer frommen Gemeinde und einem frommen Rabbinate zu
wirken. Endlich erfüllt sich sein längst gehegter Wunsch, als die
hiesige Stelle vakant wurde. Die Aussicht, im Cahn'schen Rabbinat wirken
zu dürfen (sc. im Bezirksrabbinat Fulda), ließ jegliche pekuniären
Bedenken fallen. Gerne folgt er dem an ihn ergangenen Ruf und siedelte
nach Neuhof über. Hier war es ihm vergönnt, in 27jähriger Tätigkeit
reichen Segen zu stiften. Alle ihm übertragenen Ämter versag er mit
seltener Gewissenhaftigkeit, bis vor vier Jahren ein heimtückisches
Leiden seinem Wirken ein Ziel setzte. Vergebens suchte er in Bädern und
Krankenhäusern Linderung und Heilung von seinem schweren Leiden. Auch
lasteten schwere pekuniäre Sorgen auf seiner Brust, da die kleine
Gemeinde ihm ein zeitgemäßes Gehalt nicht gewähren konnte. Die einzigen
Lichtblicke waren ihm die günstige Entwicklung seiner tüchtigen Kinder,
insbesondere seines Sohnes, des Studienrats Dr. Rothschild in Köln. Am verflossenen
Sonntag wurde der treue Hirt von seiner Gemeinde zur letzten Ruhe
begleitet.
In der Synagoge, wo der Tote aufgebahrt war, widmete ihm Dr. Herz, Fulda,
als Vertreter des Provinzialrabbiners und sein Schwager Lehrer Heß in Saarwellingen,
herzliche Abschiedsworte. Am Friedhof sprach sein Freund Lehrer
Freudenberger, Flieden, und schilderte
die Wirksamkeit und die Toraliebe des Verblichenen. Sodann widmeten der
älteste Sohn, Lehrer Rothschild, Hamburg und der Sohn Dr. Rothschild, dem
Bruder und Onkel ergreifende Abschiedsworte. Möge der Verstorbene im
Jenseits den Lohn ernten, der ihn hierorts versagt war. Seine Seele sei
eingebunden in den Bund des Lebens." |
Zum Tod der Frau von Lehrer Rothschild
(1932)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 27. Oktober 1932: "Neuhof
bei Fulda, 26. Oktober (1932). In der Nacht zu Jomkippur verstarb hier
Frau Lehrer Rotschild nach vorangegangener kurzer Krankheit im Alter von
70 Jahren. Sie war die würdige Gattin des ihr etwa vor einem Jahrzehnt
entrissenen, von der hiesigen Gemeinde, der Lehrerschaft und dem Fuldaer -
das Andenken an den Gerechten ist zum Segen -, an dessen Tauroh-Schiurim
(Tora-Lernstunden) für Lehrer er stets mit großer Sachkenntnis und
Freude teilgenommen hatte, hochgeschätzten Mannes. Ihm hatte sie durch
ihre verständnisvolle Mitarbeit zu segensvoller Wirksamkeit in der
Gemeinde mitverholfen und so wuchs sie später noch stärker in die Rolle
einer treuen fürsorgenden Beraterin und Helferin, deren edle Wesenszüge
sich unserer ganzen Gemeinde tief eingeprägt haben, hinein. Ihre seltene
Herzensgüte, stete Hilfsbereitschaft, gefestigte und gottesfürchtige
Gesinnung prägte sie nicht nur dem Charakter ihrer Kinder auf, und ihr
echtes Gemilus-Chesed (Wohltätigkeit) führte auch dazu, dass bei
ihrem Tod manche Gemeindemitglieder das Empfinden hatten, dass sie eine
Mutter verloren hätten und auch viele Nichtjuden Tränen wirklichen
Schmerzes vergossen.
Die Beerdigung erfolgte unter starker Beteiligung der Nachbargemeinde. Ihre
Seele sei eingebunden in den Bund des Lebens." |
Berichte / Anzeigen zu einzelnen Personen aus der Gemeinde
Zum Tod von Baer Adler (1922)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 2. Februar 1922:
"Neuhof bei Fulda, 23. Januar (1922). Am 18. Tewes (= 18. Januar
1922) ist Herr Baer Adler - das Andenken an den Gerechten ist zum Segen
- aus Neuhof bei Fulda zu ewiger Ruhe heimgegangen. Noch im besten
Mannesalter stehend, im fast vollendeten 56. Lebensjahre, ist mit ihm
seine Gemeinde der letzten Stütze alten Schlages beraubt worden, nachdem
nciht lange vorher Lehrer Rothschild - das Gedenken an den Gerechten
ist zum Segen -, mit dem ihn Freundschaft verband, ihm vorausgegangen
war. Ein frommer, geradsinniger und rechter Mann, das war Baer
Adler im wahrsten Sinne des Wortes. Bescheidenheit war seine
hervorstechendste Eigenschaft. War ihm auch Wissenschaft des Judentums in
größerem Maße betreiben zu können, ihm, der aus einfachen Kreisen
hervorgegangen, versagt geblieben, so war ihm der Sinn für deren
Wichtigkeit stets gegenwärtig. Das zeigte sein Beschlagensein in Dinim
(sc. rabbinische Entscheidungen). Wie konnte er, als der Lehrer bereits
erkrankt, in der Kehillo (Gemeinde) vorlernen, konnte Baal kore
(Vorbeter), Baal tokea (Schofarbläser) sein! Wie verständnisinnig
waren seine Tefillos (Gebete) als Vorbeter an den Jomimnauroim
(ehrfurchtgebietenden Tagen zw. Jom Kippur und Neujahr). Nur einige kleine
Federstriche zur Zeichnung des Charakterbildes dieses hoch verdienten
Mannes aus seinem Leben: In der Woche war er fast ständig unterwegs
'über Land', fremde Milch (d.h. etwas nicht Koscheres) zu trinken,
war fern von ihm! Um wie viel mehr, dass er die schweren Gebote streng
beobachtete. Wenn er allabendlich spät nach Hause kam, hungrig, nie, dass
er sich zu Tisch setzte, ohne vorher seinem Viehe Futter gereicht zu
haben. Und wie war sein Haus stets ein Obdach für Arme! Noch vor dem
Kriege, als viele östliche Brüder von Ort zu Ort wanderten, in seinem
Hause wurden sie gespeist, hier übernachteten sie, bei ihm verwahrten sie
so oft mühevoll zusammengesparte Pfennige. Wie oft ließ er jedem
Einzelnen seinen persönlichen Schutz bei der Polizei angedeihen, wenn
diese sie behelligte, sodass es ihm bei dem Ansehen, das er bei den
Behörden besaß, fast stets gelang fertig zu bringen, dass man sie in Ruhe
ließ. Was Wunder, dass von diesem Manne Herr J.B. Sachs aus Leipzig, der
in tief erschütternden, gramerfüllten Worten seinem Schmerze um den
Verlust des allzu früh dahingeschiedenen edlen Mannes an seiner Bahre in
Schul Ausdruck gab, unter anderem erzählen konnte, dass es sich ihm einst
bei einer Gelegenheit bestätigte, was er früher ihm einmal ganz
beiläufig gesagt: '5 Pfennig von seinem Maasser nicht gegeben zu
haben, bedrückte ihn, als habe er jemanden bestohlen'. Ebenso
schmerzdurchdrungen war der Hesped (Trauerrede) des
Provinzialrabbiners Dr. Cahn, Fulda, der den heimgegangenen mit einem
großen, starken Baume verglich, der weithin Schatten, Frucht und Labung
spendete und der nun so plötzlich gefällt, tiefe Wunden schlug. Wie sein
kluger und klarer Blick, seine Aufrichtigkeit, sein wohlwollendes und
Vertrauen einflößendes Wesen, Juden und Nichtjuden ständig zu ihm
führten, sich Rat zu holen, wie ihn auch die christliche Gemeinde seines
Wohnorts in ihrer Vertretung seit vielen Jahren benötigte, so zeigte er
auch, obwohl an kleinem Orte, weitab von jeglichem Parteileben, ein klares
Verständnis für jüdische Gegenwartsaufgaben. Davon legt neben anderem
die großzügige Förderung des Palästinawerks der Agudoh, von der sein
Sohn in seinen Abschiedsworten an der Bahre des Vaters unter anderem
sprach, beredtes Zeugnis ab.
Trostworte den schwer geprüften Angehörigen zuzurufen, wer vermöchte
es? Mögen sie in Gott den Trost finden, in ihrem verwaisten Volke,
das auch seines Hauptes, seines Diadems in Zion und Jerusalem
beraubt ist." |
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Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 2. Februar 1922: "Danksagung.
Sage hierdurch allen Freunden und Bekannten für die vielen Beweise
aufrichtiger Teilnahme anlässlich des Hinscheidens meines lieben Mannes
nur auf diesem Wege herzlichsten Dank.
Fanni Adler und Kinder - Neuhof (Kreis Fulda)." |
Zum Tod des langjährigen Gemeindevorstehers
David Sondheimer (1928)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 13. Dezember 1928: "Neuhof
bei Fulda, 1. Dezember (1928). Einen schweren, unersetzlichen Verlust
hat unsere kleine Gemeinde erlitten. Unser Gemeindeoberhaupt, unser
langjähriger Führer Sondheimer ist nicht mehr. Am verflossenen
Donnerstag unternahm der noch im besten Mannesalter, allerdings schon
länger leidende Mann, eine Geschäftsreise nach seinem Geburtsorte Uttrichshausen.
Ahnungslos und wohlgemut betrat er die nächste Bahnstation Kerzell, um
nach vollbrachtem Tagewerk wieder zu seiner Familie heimzukehren. Da
ereilte ihn jäh der Tod. Was Herr Sondheimer für unsere Gemeinde
bedeutete, wird man erst mit der Zeit wahrnehmen. Er war es, der nach dem
frühen Ableben des allverehrten Lehrers Kaufmann Rothschild - das
Andenken an den Gerechten ist zu Segen - mit Umsicht und Geschick die
Leitung der führerlosen Gemeinde in die Hand nahm und auf Weitererhaltung
der religiösen Bräuche und Satzungen bedacht war. Trotz schwerster
Kämpfe ließ er sich niemals bereden, von dem geraden Weg der Pflicht
abzugehen.
Um den plötzlich Verstorbenen klagt eine liebende Gattin nebst vier noch
unversorgten Kindern. Welch großer Beliebtheit sich der so jäh
Dahingeschiedene allenthalben erfreute, das konnte man aus dem
Leichenbegängnis erkennen.
Von nah und fern hatten sich zahlreiche Freunde und Verehrer des
Dahingeschiendenen eingefunden, um dem treuen Freunde die letzte Ehre zu
erweisen.
Die Beteiligung seitens der Gemeinde, auch der christlichen Bevölkerung
war eine allgemeine. 'Ein Mensch gleich in seinem Leben der strahlenden am
Horizont auf- und niedergehenden Sonne'. Das war der Text der Trauerrede
des Lehrers Weinberg in Flieden, worin er der andächtig lauschenden
Trauergemeinde den Lebensgang und das segensreiche Wirken des
Heimgegangenen schilderte.
Im Auftrage des Herrn Provinzialrabbiners Dr. Cahn in Fulda dankte der
Herr Kreisvorsteher Dr. Herz, Fulda dem dahingeschiedenen treuen
Mitarbeiter für die der Gemeinde und der Jüdischkeit geleistete
Mitarbeit. Seine Seele sei eingebunden in den Bund des Lebens." |
Anzeigen jüdischer Gewerbebetriebe und Privatpersonen
Anzeigen von Salomon Gottlieb für ein junges Mädchen aus
Neuhof (1891), einen jungen Mann (1902)
und Lehrlingsgesuche für seine Manufaktur- und Kolonialwarenhandlung
(1911 / 1915 / 1922)
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 19. Februar 1891:
"Ein nettes, tüchtiges und selten begabtes junges Mädchen von ca.
18 Jahren sucht in einer besseren, religiösen Familie Stelle, woselbst
Gelegenheit geboten ist, sich häuslich und geschäftlich zu betätigen.
Gute, familiäre Behandlung Hauptbedingung. Offerten richte man
gefälligst an S. Gottlieb, Neuhof bei Fulda. |
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Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 7 . August 1902:
"Für mein Samstags und Feiertage geschlossenes gemischtes
Warengeschäft suche ich per sofort einen tüchtigen
jungen Mann
für
Lager und Reise, der in erster Linie mit der Manufakturwarenbranche
vertraut ist. Kost und Wohnung im Hause.
Salomon Gottlieb, Neuhof, Kreis
Fulda." |
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Anzeige
im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 4. August 1911:
"Ein Junge mit guter Schulbildung von ordentlichen Eltern kann per
sofort in meinem an Samstag und Feiertagen geschlossenen Manufaktur- und
Kolonialwarengeschäft als
Lehrling eintreten. Kost und Wohnung im
Hause.
Salomon Gottlieb, Neuhof, Kreis Fulda." |
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Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 7. Januar 1915:
"Lehrlingsgesuch.
Ein qualifizierter Junge kann bei mir sofort als
Lehrling eintreten. Samstag und Feiertage geschlossen, Station im
Hause.
Salomon Gottlieb. Manufaktur- und Kolonialwaren. Neuhof Kreis Fulda." |
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Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 30. März 1922:
"Ein geweckter Junge
aus gutem Hause kann bei mir in die Lehre
treten. Sonn- und Feiertags geschlossen.
S. Gottlieb,
Neuhof Kreis Fulda, Manufaktur- und Kolonialwaren." |
Anzeigen des Bäckermeisters Carl Rothschild (1900 /
1904)
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 12. Juli 1900:
"Suche für meine Bäckerei, Samstags geschlossen, einen
Gesellen
und Lehrjungen, z
um sofortigen Eintritt.
Bäcker Rothschild,
Neuhof, Kreis Fulda." |
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Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 11. Februar 1904:
"Bäckergeselle
sucht zum sofortigen Eintritt.
C. Rothschild, Bäcker, Neuhof bei Fulda." |
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Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit"
vom 11. April 1904:
"Suche für meine Bäckerei zum sofortigen Eintritt nach Ostern
einen
Gesellen und Lehrjungen.
Carl Rothschild, Neuhof bei Fulda." |
Anzeigen des Schuhmachermeisters B.
Adler (1900 / 1901)
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 31. Oktober 1900:
"Suche einen tüchtigen
Schuhmachergesellen
gegen hohen Lohn auf dauernde Beschäftigung. Samstags und Feiertage
streng geschlossen.
B. Adler, Neuhof bei Fulda." |
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Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 17. September 1901: "Suche
einen tüchtigen
Schuhmachergesellen
gegen gute Belohnung und einen willigen Lehrjungen gegen günstige
Bedingung. Samstags und Feiertage streng geschlossen.
B. Adler, Neuhof bei Fulda." |
Verlobungsanzeige für Emma Adler und Sally Sonneberg (1921)
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 15. Juli 1921: Emma Adler
- Sally Sonneberg.
Verlobte. Neuhof bei Fulda - Langsdorf in
Hessen." |
Todesanzeige für Dora Katz (1924)
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 17. Januar 1924:
"Nach kurzer Krankheit starb im 25. Lebensjahre unsere gute Tochter,
Schwester, Schwägerin und Tante Dora Katz.
Neuhof bei Fulda, 11. Januar
1924 - 6. Schebat 5684.
Im Namen der Angehörigen: Frau M. Katz
Witwe." |
Zur Geschichte der Synagoge
Zunächst war vermutlich ein Betsaal oder eine erste Synagoge
vorhanden.
1875/76 wurde eine (neue?) Synagoge anhand von Plänen aus dem Jahr 1874,
die von Bauinspektor Hoffmann aus Fulda und zwei Vorstandsmitgliedern der
israelitischen Gemeinde unterzeichnet waren, gebaut. Für den Bau der Synagoge
hatte man ein etwa 200 qm großes Gartengrundstück gekauft, das am damaligen
Dorfweg lag und von Bauernhöfen und Wohnhäusern umgeben war. Als Eigentümer
des Gebäudes waren acht Gemeindeglieder eingetragen. Es wurde ein L-förmiges
Gebäude erstellt. Im kürzeren Schenkel war die Synagoge untergebracht, im
längeren die Schule (Obergeschoss) und die Lehrer-Vorbeterwohnung sowie das
rituelle Bad. Der Betsaal hatte 26 Männer- und 16 Frauenplätze. Die Einweihung
der Synagoge war im Sommer 1876. Im Sommer 1926 war die Feier zum
50jährigen Bestehen der Synagoge.
50-jähriges Jubiläum der Synagoge 1926
Bericht
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 28. Oktober 1926:
"Neuhof, 25. Oktober. Am letzten Simchas Tora konnte die
hiesige Synagogengemeinde auf einen 50jährigen Bestand ihrer Synagoge
zurückblicken. Die Gemeinde ließ es sich nicht nehmen, zur Ehre des
Tages eine schlichte, aber erhebende Gedenkfeier zu veranstalten. Am
Vorabend des Simchas Thora wurden in dem festlich geschmückten
Gotteshause alle Gesetzesrollen aus der Lade gehoben und unter Absingen
von Liedern einige Umzüge um den Almemor veranstaltet. Darauf hielt der
gerade bei seiner Mutter zu Besuch hier weilende Arzt Herr Dr. Adler aus
Leipzig eine von Worten der Tora und Gottesfurcht durchdrungene
begeisterte Anrede. Er gedachte der edelmütigen Erbauer des Gotteshauses,
die unter größten Opfern seinerzeit das schöne Werk seiner Vollendung
entgegenbrachten und ermahnte die Anwesenden, allezeit in den Fußstapfen
ihrer frommen Vorgänger zu wandeln." |
Beim Novemberpogrom 1938 wurde
die Synagoge geschändet, die Inneneinrichtung zerstört. Dabei wurden u.a. die
in der Synagoge gelagerten Möbel eines Gemeindemitgliedes, darunter ein
Klavier, von der Frauenempore geworfen. Das Gebäude wurde nicht angezündet.
Über die weitere Geschichte des Synagogengebäudes liegen folgende
Angaben aus Neuhof vor: Ein SA-Mann aus Neuhof eignete sich die ehemalige und leerstehende Synagoge von Neuhof-Neustadt,
Haus-Nr. 7, ca. 1943/1944 unrechtmäßig an (Quelle: u.a. Dokumente JRSO Kassel,
1950). Zwei weitere SA-Männer begannen mit dem Umbau der Synagoge zu Wohnungen. Den Bauschutt entsorgte man in das Ritualbad
(Mikwe).
Nach 1945 wurden von dem damaligen Bürgermeister der Gemeinde Neuhof im Kreis Fulda,
Herrn August Lotz, drei Flüchtlingsfamilien in die zum Teil umgebaute Synagoge eingewiesen.
Nach Klärung des Restitutionsverfahrens durch die JRSO (Nürnberg/Fürth) wurde
das Synagogengebäude am 11. März 1952 an Privatleute aus Dorfborn verkauft. In
der Folgezeit wurde das Gebäude vom neuen Besitzer durch An- und Umbauten
äußerlich stark verändert. Als Ergebnis dieser
An- und Umbauten befindet sich an dieser Stelle ein langgestrecktes Wohn- und
Geschäftshaus in Privatbesitz. Trotz dieser Umbauten ist die Bausubstanz des
ehemaligen Synagogengebäudes derzeit noch zu ca. 80 % erhalten (0,55 Meter dicke Außenwände
und Zwischenwände, Zwischendecken, ein Kamin; Sandsteinquader im
Synagogenvorraum, vermutlich auch großen Synagogenraum). Eine Hinweis- oder Gedenktafel ist nicht
vorhanden.
Das Ritualbad wurde bei Renovierungsarbeiten im Jahr 2008 zum Teil wieder freigelegt und
auf Grund einer Bauzeichnung des Bau-Inspektors Friedrich Hoffmann, Fulda, geortet. Anwesend war der 1. Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Fulda, Herr Roman
Melamed.
Adresse/Standort der Synagoge: Frankfurter
Straße
Fotos
(Quelle der Pläne: Altaras 1988 S. 35-36; neue Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 31.5.2007)
| Grundrisse der ehemaligen
Synagoge |
 |
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Erdgeschoss |
Obergeschoss |
| |
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|
| Lagepläne |
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Situation 1874: die L-förmig
gebaute
Synagoge mit Schule zwischen
den damaligen Häusern |
Situation Gegenwart
(beziehungsweise
wie 1985): die L-förmige ehemalige
Synagoge ist in den
Neubau integriert |
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| Die ehemalige Synagoge |
 |
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Skizze der ehemaligen
Synagoge,
dazu der heutige Baukörper |
oben und unten: Blick von der
heute
vorbeiführenden Straße |
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| Blick auf den
heutigen Bau an Stelle der Synagoge; der Teil mit dem Schaufenster
markiert die östlich-nordöstliche Wand der ehemaligen Synagoge. Im
Bereich des Schaufensters war im Inneren der Toraschrein. Durch den Bereich
links davon mit dem Balkon kann man sich den ursprünglich L-förmigen
Baukomplex Synagoge/Schule bis heute vorstellen (vgl. Lagepläne oben). |
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Erinnerungsarbeit
vor Ort - einzelne Berichte
| Januar 2011:
Schwierigkeiten mit der Erinnerungsarbeit vor Ort
? |
Artikel von Hannah Eitel in der
"Frankfurter Rundschau" vom Januar 2011 (Artikel):
"Verharmlosung des Holocaust
Opfer ohne Täter. Die Chronik der Gemeinde Neuhof verharmlost den Holocaust. Trotzdem will die Bürgermeisterin nichts ändern.
Das haben wir schon seit Jahrzehnten so – das ändern wir nicht', sagt Bürgermeisterin Maria Schultheis. Auf der Internetseite ihrer Gemeinde Neuhof wird der Holocaust
'verharmlosend' dargestellt, wie ein FR-Leser urteilt. Er hatte sich schon vor Monaten bei der Bürgermeisterin beschwert und sie aufgefordert, die Passagen zu korrigieren..." |
| Hinweis: Die problematische Seite in
der Website von Neuhof: Geschichte |
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Links und Literatur
Links:
Literatur:
 | Paul Arnsberg: Die jüdischen Gemeinden in Hessen.
Anfang - Untergang - Neubeginn. 1971. Bd. II S. 121-122. |
 | Thea Altaras: Synagogen in Hessen. Was geschah seit
1945? 1988 S. 35-36. |
 | dies.: Das jüdische Rituelle Tauchbad und: Synagogen in
Hessen. Was geschah seit 1945 Teil II. 1994. S. 41. |
 | Studienkreis Deutscher Widerstand (Hg.):
Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der
Verfolgung 1933-1945. Hessen II Regierungsbezirke Gießen und Kassel. 1995
S. 25. |
 | Pinkas Hakehillot: Encyclopedia of Jewish
Communities from their foundation till after the Holocaust. Germany Volume
III: Hesse - Hesse-Nassau - Frankfurt. Hg. von Yad Vashem 1992 (hebräisch)
S. 515.
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Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the
Holocaust".
First published in 2001 by NEW
YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad
Vashem Jerusalem, Israel.
Neuhof
Hesse-Nassau. The Jews of Neuhof, Ellers and Opperz established a rural
community numbering 70 (3 % of the total) in 1905. It disbanded in 1939; 18 of
the 48 Jews emigrated; 17 were eventually deported.

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