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Jahrestagungen von Alemannia Judaica Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft (Frühere und bestehende) Synagogen Übersicht: Jüdische Kulturdenkmale in der Region Bestehende jüdische Gemeinden in der Region
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Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde In dem bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts zur Kurpfalz gehörenden
Mühlbach bestand eine jüdische Gemeinde bis 1855, danach bis zu ihrer Auflösung
am 18. Februar 1885 als Filiale der Gemeinde Eppingen. Ihre Entstehung geht in
das 18. Jahrhundert zurück. Erstmals werden 1714 zwei jüdische Familien
am Ort genannt. Die Gemeinde wurde 1827 zum Rabbinatsbezirk Sinsheim (ab 1877
Bretten) zugeteilt. Die höchste Zahl jüdischer Einwohner wurde um 1864 mit 36
Personen erreicht.
Zur Geschichte des Betsaales / der Synagoge Vor 1854 wurden die Gottesdienste und Gebete in Privathäusern abgehalten. 1854 kauften die damals sechs jüdischen Familien von dem nach Amerika ausgewanderten Adam Diefenbacher das einstöckige Wohnhaus Nr. 96 im unteren Dorf an der Hauptstraße und erweiterten es zur Einrichtung einer Synagoge um ein Stockwerk. Nachdem sich jedoch seit 1862 die Zahl der jüdischen Einwohner durch Aus- und Abwanderung verringerte und der "Schulgang" kurz nach 1870 aufhörte, verkauften 1884 die noch in Mühlbach verbliebenen Juden, Kappenmacher Hirsch Fleischer und Handelsmann Jacob Fleischer, das Haus an Jakob Frey. Eine Torarolle kam in die Pforzheimer Synagoge, eine andere nach Göppingen, wo sich der aus Mühlbach stammende Fabrikant Aron Fleischer 1866 niedergelassen hatte. Als die israelitische Gemeinde Mühlbach im Februar 1885 aufgelöst wurde, bezeichnete der Oberrat der Israeliten Badens die kurz zuvor erfolgte Veräußerung des Synagogengebäudes als rechtswidrig und beanspruchte das Haus für den Israelitischen Religionsschulfonds, dem das Vermögen der aufgelösten israelitischen Gemeinde Mühlbach zugewiesen wurde. Bereits seit ca. 1870 besuchten die in Mühlbach lebenden jüdischen Einwohner die Synagoge in Eppingen.
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