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Synagogen im Kreis Fulda
Bad Salzschlirf (Kreis
Fulda)
Jüdische Geschichte / Betraum
Übersicht:
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english
version)
In Bad Salzschlirf bestand eine jüdische Filialgemeinde zur
Gemeinde Fulda im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts. Wenige jüdische Familien
waren Ende des 19. Jahrhunderts nach Salzschlirf zugezogen, ohne hier einer
festen jüdischen Gemeinde anzugehören. Die erste Familie war vermutlich die
aus Grebenau zugezogene Familie Seligmann und Lina Weihl mit dem Sohn
Isidor. Die Kinder Henny und Minna des Ehepaares sind 1894/97 in Bad Salzschlirf
geboren. Bis 1905 sind sechs weitere Familien zugezogen: vier Familien Strauß
(Geschwister Nathan, Sally, Karl und Auguste Strauß, alle mit eigenen Familien)
sowie eine weitere Familie Weihl (Gerson und Nanny mit Kindern). Letztere
eröffnete ein Textilwarengeschäft am Ort.
1905 wurde vom
Regierungspräsidenten in Kassel verfügt, dass die jüdischen Einwohner von
Salzschlirf in die Synagogengemeinde Fulda einzugemeinden seien. Eine
Übergangsfrist von 3 Jahren wurde gewährt. Vor Ablauf der Frist beantragten
die jüdischen Familien in Salzschlirf die Genehmigung einer eigenen
selbständigen Synagogengemeinde, da Fulda zu weit vom Ort entfernt sei. Diesem Antrag wurde im Mai 1909 auf die
Dauer von drei Jahren zugestimmt. Als Auflage wurde gemacht, dass ein Vorstand
gebildet würde (Wahl des Gemeindeältesten und gegebenenfalls eines
Rechnungsführers) und ein eigener Friedhof zu beschaffen sei. Die endgültige
Genehmigung einer Synagogengemeinde Bad Salzschlirf wurde vom Innenministerium
in Berlin im August 1912 allerdings verweigert. Man wies darauf
hin, dass die Zahl der jüdischen Familien am Ort zu klein sei, obwohl sich
diese von 1905 (drei Familien) bis 1907 (sieben Familien mit 20
Personen) erhöht
hatte, seit 1909 ein Gemeindeältester und ein Rechnungsführer gewählt worden
waren und mit der jüdischen Gemeinde in Schlitz ein Vertrag zur Mitbenutzung
des Friedhofes geschlossen worden war. Auf Grund einer Verordnung im Dezember
1915 wurden die in Bad Salzschlirf lebenden jüdischen Einwohner der
Synagogengemeinde in Fulda zugeteilt. Abgesehen von der Zugehörigkeit zur
Fuldaer Gemeinde konnten die Salzschlirfer Juden eigene Kultuseinrichtungen
haben.
An Einrichtungen bestanden eine Synagoge (Betsaal, s.u.). Die in Bad
Salzschlirf verstorbenen jüdischen Personen wurden gemäß dem 1909
geschlossenen Vertrag auf dem Friedhof
in Schlitz beigesetzt.
Im Ersten Weltkrieg waren unter den Kriegsteilnehmern von Bad Salzschlirf
auch Nathan Strauß, Karl Strauß, Salli Strauß (Feldbackmeister, siehe Bericht
unten), Simon Strauß, Isidor Weihl,
Emil Weihl und Arthur Weihl. Gefallen ist von Ihnen Arthur Weihl. Sein Name
steht auf der Gedenktafel für die Gefallenen der Weltkriege im Salzschlirfer
Friedhof.
Um 1924 wurden 30 jüdische Einwohner in Bad Salzschlirf gezählt (1922
sollen es sogar 45 gewesen sein). Vorsteher
der Gemeinde war Gerson Weihl (Angabe nach dem Handbuch der jüdischen
Gemeindeverwaltung und Wohlfahrtspflege 1924/25 S. 68). Den Familien gehörten
einige Einzelhandelsgeschäfte/Läden/Praxen am Ort - so hatten Karl Strauss und
Gerson Weihl je ein Textilgeschäft, Nathan Strauß besaß eine Metzgerei, Simon
Strauß eine Bäckerei (seit 1911), Dr. Hary Plato und Dr. Siegfried Schmoll je
eine Zahnarztpraxis (Plato 1921 bis 1924; Schmoll seit 1923). Josef Coszmann
hatte das Kino im Kurpark gepachtet; Mischa Weintraub hatte ein Fotoatelier in
der Bahnhofstraße beim Kurpark.
Die nationalsozialistische Machtergreifung 1933 wirkte sich auch
unmittelbar auf die jüdischen Familien in Bad Salzschlirf aus. Vor dem
Textilgeschäft der Familie Strauß stand am 1. April 1933 zur Überwachung des
Boykotts ein SA-Mann. Juden wurde verboten, den Kurpark zu betreten, was sich
vor allem gegen den Fotografen Weintraub richtete, der im Kurpark die Mehrzahl
seiner Fotos machte. Es kam mehrfach zu willkürlichen Verhaftungen,
Misshandlungen und gewaltsamen Aktionen gegen mehrere der jüdischen Einwohner.
Fast alle jüdischen Familien sind in den folgenden Jahren von Bad Salzschlirf
verzogen oder konnten auswandern. Im März 1938 starb in Frankfurt der
Bäckermeister Simon Strauß an Folge der in Bad Salzschlirf erlittenen
Misshandlungen, Kränkungen und Demütigungen. Er hatte bereits 1934 sein
Geschäft schließen müssen. 1941 wurde der letzte jüdische Einwohner
aus Bad Salzschlirf deportiert.
Von den in Bad Salzschlirf geborenen und/oder
längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit
umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad
Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches
- Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Fanny Adler geb.
Weihl (1884), Helene
(Henny) Coszmann geb. Weihl (1894), Joseph Coszmann (1876), Minna Schmoll geb.
Weihl (1897), Auguste Strauß (1874), Bertha Strauß geb. Rosenberg (1882), Karl
Strauß (1876),
Leo Strauß (1906), Simon Strauß, Minna Strauß geb. Plaut (1878), Sally Strauß (1878),
Alfred Weihl (1892), Emil Weihl (1879), Ida Weihl (1880), Lina Weihl geb. Wolf
(1860), Margarethe Weihl geb. Marburger (1896), Otto Weihl (1911), Sally Weihl (1914),
Walter Weihl (1922).
Nach Ende des Zweiten Weltkrieges lebten von 1949 bis 1949 etwa 1.000
Juden, die aus Konzentrationslagern des Ostens befreit wurden ("Displaced
Persons") in Bad Salzschlirf. Sie wurden in den Kuranlagen untergebracht.
Diese konnten erst nach 1950 - nach der Auswanderung der Displaced Persons"
(insbesondere nach Israel und den USA) - wieder für den öffentlichen Betrieb genutzt
werden.
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde
Allgemeine Berichte
Ein rituelles Logierhaus ist in Bad Salzschlirf noch nicht vorhanden
(1901)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 5. Juni 1901: "Salzschlirf,
3. Juni (1901). Die Verwaltung des hiesigen Bades bittet uns, darauf
hinzuweisen, dass bei ihr sehr häufig Anfragen nach einem Logierhause
einlaufen, in welchem rituell gekocht wird. Es sei zwar daselbst ein
Kolonialwarenhändler, der nebenbei das Geschäft eines Restaurateurs
betreibt, indes genüge dies nur bescheidenen Ansprüchen. Bei dem
Aufschwung, den Salzschlirf nimmt (1899 1.600, 1900 2.424, 1901 bis jetzt
3.000) würde ein rituelles Haus ersten Ranges ohne Zweifel sehr
rentieren." |
Anzeigen jüdischer Gewerbebetriebe und Privatpersonen
Anzeigen der jüdischen Pensionen "Villa Waldschlösschen" und
"Pension Weihl" (1918 - 1929)
Die älteste jüdische Pension wurde von Lina und Seligmann Weihl
geleitet. 1907 eröffnete das Hotelierehepaar Sophie und Jacob Straußer ein
"Israelitisches Haus I. Ranges", das zwischen 1915 und 1918 in
"Villa Waldschlößchen" umbenannt wurde. Nach dem Tod von Jacob
Straußer Anfang des 1920er-Jahre führte Sophie das Haus bis zu ihrem Tod 1929
weiter.
Erstmals ließt man von einem möglicherweise einzurichtenden jüdischen Hotel
in Bad Salzschlirf 1903 in einer von Herz Höchster aus Lauterbach
aufgegebenen Anzeige. Es könnte sich um das spätere Hotel "Villa
Waldschlößchen" handeln:
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Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 26. November 1903: "Hotel-Verpachtung.
In dem aufblühenden Badeort Salzschlirf ist neu erbautes 1. Hotel mit 50
Zimmern, schönem Vorgarten und allen dazu gehörigen Bequemlichkeiten,
entweder zu pachten, auch auf Wunsch unter sehr günstigen Bedingungen zu
verkaufen. Da noch kein besseres jüdisches Hotel da und großes
Bedürfnis hierzu vorhanden ist, so wäre es eine sehr gute Existenz.
Nähere Auskunft erteilt Herz Höchster, Lauterbach
(Hessen)."
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Anzeige im "Frankfurter
Israelitischen
Familienblatt" vom 2. August 1918 - der
hebräische
Begriff meint "Koscher" |
Anzeige im "Frankfurter
Israelitischen
Familienblatt" vom 23. August 1918
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Anzeige in der Zeitschrift
"Der Israelit"
vom 2. August 1923
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Anzeigen in der Zeitschrift
"Der Israelit"
vom 26. Juni 1924 |
Anzeige in der Zeitschrift
"Der Israelit"
vom 24. Juli 1924 |
Anzeige in der Zeitschrift
"Der Israelit"
vom 20. Juni 1929 |
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Weitere Anzeigen |
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Anzeige
von Mischa Weintraub in der "Kur- und
Theaterzeitung vom 30. Mai
1913: "M.
Weintraub - Porträtmaler. Ausführung von
Porträtmalereien, Photoskizzen,
Kunst-Photographien, Gummi und
Kohledruck.
Sport- und Landschafts-Photographie.
Bad Salzschlirf,
Mühlenstraße 67 - Meran,
Villa Kaiserbrücke, Franz-Ferdinand-Kai |
Anzeige von Zahnarzt
Plato in der
"Kur- und Theaterzeitung" vom 22. Mai 1921:
"Zahnarzt Plato, Bad Salzschlirf,
Haus Rabenau, Lindenstraße.
Sprechstunden: 9-12, 2-6;
Sonntags 9-12 Uhr." |
Traueranzeige
für Seligmann Weihl in der Frankfurter Zeitung vom 14. März 1923:
"Heute morgen entschlief nach schwerer Krankheit mein lieber Mann,
unser lieber Vater... Seligmann Weihl im Alter von 70 Jahren. Bad
Salzschlirf, den 12. März 1923...Frau Lina Weihl geb. Wolff und
Familie... Beerdigung am 14. März nachmittags 4 Uhr in Schlitz" |
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Anzeige der Restauration Weihl (1903)
Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit"
vom 18. Mai 1903: "Eine tüchtige Köchin gesucht.
Restauration Weihl, Bad
Salzschlirf." |
Berichte zu
einzelnen Personen aus der Gemeinde
Kriegsauszeichnungen für Feldbackmeister Saly Strauß
(1917)
Artikel
im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 2. Februar
1917: "Bad Salzschlirf. Feldbackmeister Saly Strauß erhielt
das Eiserne Kreuz 2. Klasse, nachdem er bereits mit der Hessischen
Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet war." |
Zur Geschichte der Beträume
In Bad Salzschlirf gab es keine eigentliche Synagoge, sondern
nur Beträume ("Synagoge") in den Kurpensionen Waldschlösschen und
Weihl. Während der Kursaison wurde regelmäßig Gottesdienst abgehalten,
außerhalb der Kursaison wohl nur unregelmäßig. Der Betsaal in der Pension
Weihl wurde 1903 eingerichtet; mit Hilfe von Spenden der Kurgäste
hatte man auch eine Torarolle anschaffen können.
Die Einrichtung des Betraums im Restaurant Weihl
(1903)
Anzeige
im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 31. Juli 1903:
"Bad Salzschlirf, an der Strecke Fulda - Giessen
(Oberhessische Bahn) gelegen, bekannt durch den berühmten
Bonifatiusbrunnen, bestes Heilmittel für Gicht, wird jetzt auch viel von
Israeliten besucht. Angenehmer Aufenthalt, streng rituelle Küche im
Restaurant Weihl. Seit diesem Jahre ist durch freiwillige Beiträge der
Kurgäste eine Sefer Thauro (Torarolle) beschafft worden und wird Freitag
Abend und Samstag regelmäßiger Gottesdienst abgehalten, auch ist stets
für Minjan (10 Männer zum Gottesdienst) gesorgt, wenn Kurgäste Jahrzeit
haben. Zu Auskunft gerne bereit. S. Weihl,
Restaurateur." |
Weitere Hinweise auf den Betsaal in der Pension Weihl
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| Hinweis auf die während der
Saison regelmäßigen jüdischen Gottesdienste in Bad Salzschlirf
("Badezeitung" vom 11. August 1912) |
Kurzvorstellung der
"Israelitischen Synagogengemeinde" im Adressbuch Bad Salzschlirf
1925/27: "Betsaal in Pension Weihl". |
Im Wohnhaus der Familie des Gerson Weihl, der 1909 zum
Gemeindeältesten gewählt wurde, war der Betraum im Erdgeschoss der rechten Gebäudehälfte. Den linken Teil
benutzte der Schwiegersohn von Frau Weihl für eine Zahnarztpraxis. Im
Obergeschoss und Dachgeschoss war die Wohnung der Familie. Während der
Kursaison wurde der Betsaal auch von den jüdischen Kurgästen in Bad
Salzschlirf rege besucht. An den jüdischen Feiertagen wurde der Speisesaal in
der Pension Weihl für Gottesdienste verwendet.
Nach 1933 wurde das
Gebäude von Frau Weihl an eine nichtjüdische Familie verkauft.
Adresse/Standort der Synagoge: an der Mühlenstraße
Fotos
(Quelle: Altaras 1994 S. 38; dies., Ausgabe 2007 S. 115)
Ehemalige Haus der Familie
Weihl
mit dem Betsaal
(Aufnahme vom Mai 1988) |
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Der Betsaal war an Stelle des
1988 im Erdgeschoss befindlichen Friseurladens im Bereich rechts der
Außentreppe |
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Links und Literatur
Links:
Literatur:
 | Paul Arnsberg: Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Anfang -
Untergang - Neubeginn. 1971. Bd. I S. 222 |
 | Thea Altaras: Das jüdische Rituelle Tauchbad und: Synagogen in
Hessen. Was geschah seit 1945 Teil II. 1994. S. 38.
Ausgabe 2007 S. 115. |
 | Anja Listmann: Beinahe vergessen. Jüdisches Leben
in Bad Salzschlirf. Hünfeld 2000.
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Aus der Buchbesprechung von
Heinrich Sippel im "Schlitzer Boten" vom 20. April 2000
Nun hat auch Bad Salzschlirf - nach Lauterbach, Schlitz u. a. Nachbarorten
- seine Judenchronik erhalten! Am 4. April stellte Anja Listmann aus Bad
Salzschlirf ihr Buch zum Thema "Beinahe vergessen - jüdisches Leben
in Bad Salzschlirf" im Haus des Gastes vor.
Rund 50 interessierte Zuhörer lauschten gespannt den engagierten Ausführungen
von Anja Listmann, als diese von ihren Studien berichtete, die zu dem 180
Seiten umfassenden, vom Rhönverlag Hünfeld, ISBN 3-931796-89-2,
herausgegebenen Bändchen (DM 24,80) führten.
"Ich mag keine Juden" hatte eine Zeitgenossin in einem Gespräch
mit der Autorin geäußert und damit tiefe Betroffenheit bei Anja Listmann
hervorgerufen. Es war dies der Anlass für die junge Bad Salzschlirferin,
sich mit der Judengeschichte ihres Heimatortes zu befassen.
Die junge Frau musste erstaunt zur Kenntnis nehmen, dass es höchste Zeit
war, die von ihr gemachten Feststellungen zu Papier zu bringen, waren
diese doch schon auf dem Weg, zu Rudimenten zu verkommen. Nur noch ganz
wenige Zeitzeugen standen ihr für ihre tiefgründigen Recherchen zur Verfügung.
Zudem wurde die Autorin immer wieder mit dem Hinweis konfrontiert,
"es brächte nur Ärger" und sei nicht ungefährlich, sich mit
diesem Thema heute noch zu befassen.
Dass sie sich in dieser Weise nicht beeinflussen ließ, ist Anja Listmanns
Verdienst. Es hat sich gelohnt, alle Spurenansätze zu verfolgen. Vor uns
liegt eine Schrift, die es verdient, weite Verbreitung zu erlangen, und
die der Aufgabe gerecht wird, den Salzschlirfern von heute mahnend zu künden,
dass vor sechs Jahrzehnten Menschen unter ihnen lebten, die einer anderen
Religion angehörten und von einer verhängnisvollen tödlichen Ideologie
verfolgt wurden.
Vgl. weitere Buchbesprechung von Peter Nowak in: junge Welt vom 18.11.2000
Online |

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the
Holocaust".
First published in 2001 by NEW
YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad
Vashem Jerusalem, Israel.
Bad Salzschlirf
Hesse-Nassau. Established after 1900, the small community grew to 36 in 1925. The
three remaining Jews (1939) perished in the Holocaust.
A Displaced Persons camp was located there in 1946-1949.

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