Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Grebenau (Vogelsbergkreis)
Jüdische Geschichte / Synagoge

Übersicht:

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde  
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde   
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer   
Berichte zu einzelnen Personen aus der Gemeinde   
Anzeigen jüdischer Gewerbebetriebe und Privatpersonen     
Zur Geschichte der Synagoge   
Fotos / Darstellungen 
Erinnerungsarbeit vor Ort - einzelne Berichte  
Links und Literatur   

   

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english version)     
    
In Grebenau bestand eine jüdische Gemeinde bis 1938. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 18. Jahrhunderts zurück, doch könnten bereits in früheren Jahrhunderten Juden am Ort gelebt haben. Die im 18. Jahrhundert ältesten Dokumente sind die Eintragungen in einem Geburtsregister, beginnend mit der Geburt von Jaunle (?) Bachrach, Sohn des Abraham Baruch, am 15. Mai 1734. 1770 gab es sechs jüdische Familien am Ort.  
    
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Zahl der jüdischen Einwohner wie folgt: 1814 18 jüdische Familien (mit 56 Kindern), 1828 122 jüdische Einwohner, 1861 186 (26,9 % von insgesamt 692 Einwohnern), 1880 170 (25,5 % von 666; damals war Grebenau die Stadt mit dem höchsten jüdischen Bevölkerungsanteil in Hessen, gefolgt von Niedenstein), 1895 127 (19,2 % von 660), 1910 128 (20,0 % von 640, in etwa 30 Familien). Unter den jüdischen Haushaltsvorsteher gab es Kaufleute, Viehhändler, aber auch Handwerker (je ein Sattler und Polsterer, Bäcker, Schneider, zwei Schuhmacher).     
   
An Einrichtungen bestanden eine Synagoge (s.u.), eine jüdische Schule (Israelitische Elementarschule von 1839 bis 1929), ein rituelles Bad und ein Friedhof. Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war ein Lehrer angestellt, der zugleich als Vorbeter und Schochet tätig war. Nach Gründung der Israelitischen Elementarschule war der erste Lehrer Saul Buchsberger aus Friedberg. An weiteren Lehrern sind bekannt: von etwa 1880 bis 1900 ein Lehrer Leer. Sein Nachfolger war ein Lehrer Kahn. Seit 1909 war Heinrich Lichtenstein (aus Oberwesel) in Grebenau, wo er bis 1929 blieb. Nach seiner Zeit in Grebenau war er Lehrer in Offenbach. Die jüdischen Lehrer in Grebenau waren staatlich angestellt und unterrichteten auch christliche Schüler, zumal 1899 eine Zusammenlegung der jüdischen und der evangelischen Schule als Simultanschule erfolgt war, an der nun zwei evangelische und ein jüdischer Lehrer unterrichtete. Die Gemeinde gehörte zum Liberalen Provinzialrabbinat in Gießen.  
   
Um 1924, als zur jüdischen Gemeinde noch 86 Personen gehörten (12,5 % von insgesamt 687 Einwohnern), waren die Gemeindevorsteher Abraham Weihl, Siegmund Schwab und Moses Kahn. Als Lehrer und Kantor war der bereits genannte Heinrich Lichtenstein tätig, als Rechner der Gemeinde wird Jos. Kahn genannt. Lehrer Lichtenstein erteilte 9 Kindern der Gemeinde den Religionsunterricht. An jüdischen Vereinen gab es den Wohltätigkeitsverein Chewrat Hanorim (1924 mit 16 Mitgliedern), den Verein Chewrat Talmud Tora (1924 mit 15 Mitgliedern) und den Israelitischen Frauenverein (1924 mit 16 Mitgliedern). Es gab bis zu Beginn der NS-zeit ein gutes Einvernehmen zwischen Juden und Christen am Ort. Jüdische Männer waren zum großen Teil Mitglieder im Kriegerverein (viele waren aktive Kriegsteilnehmer aus dem Ersten Weltkrieg) und im Turnverein. Bei der Einweihung der Turnhalle (nach dem Ersten Weltkrieg) hielt der jüdische Lehrer Heinrich Lichtenstein die Festrede. Bis 1935 war David Jacobs im Vorstand des Turnvereins. Die jüdische Lehrerstelle wurde 1929 nicht mehr wiederbesetzt.   
   
1933 wurden noch 60 jüdische Einwohner am Ort gezählt (9,1 % von 659 Einwohnern). In den folgenden Jahren sind die meisten jüdischen Gemeindeglieder auf Grund der zunehmenden Entrechtung und der Repressalien weggezogen beziehungsweise ausgewandert. Letzter Gemeindevorsteher war Siegmund Schwab. Über die Ereignisse beim Novemberpogrom 1938 in Grebenau liegen nur wenige Informationen vor (zum Brand der Synagoge siehe unten). 1939 wurden noch 14 jüdische Einwohner gezählt. 
   
Von den in Grebenau geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem):   Fanni Adler geb. Weihl (1882), Helene Bibe verw. Samuelsson (1895), Leopold Blumhof (1896), Markus Blumhof (1873), Else Brillemann geb. Schwab (1911), Amalia Hecht geb. Gottlieb (1868), Melly Jakob geb. Bachrach (1878), Adelheid Kahn geb. Gottlieb (1873), Helena Kahn (1881), Moses Kahn (1897), Selma Kahn (1924), Bertha Lutzky geb. Blumhof (1865), Bernhard Mandelstein (1883), Julius Meyer (1889), Leo ( Levi) Meyer (1890 oder 1891), Seligmann Reiss (1870), Julius Schwab (1909), Levi Schwab (1879), Lina Schwab geb. Katz (1875), Hanna Spier geb. Strauss (1898), Sara Spier geb. Strauss (1893), Albert Stein (1885 oder 1888), Leopold Stein (1880), Natan Stein (1891), Hulda Wallach geb. Stein (1863), Rosa Stern geb. Gottlieb (1900), Auguste Strauss (1874), Karl Strauss (1876), Sali Strauss (1878), Helene Weil geb. Schwab (1883), Hilda Weihl (1896).    
   
   
   
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde 
 
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer und der Schule  
Ausschreibungen der Stelle des Religionslehrers / Vorbeters / Schochet

Ausschreibungen der Stelle des Lehrers für die Schule in Grebenau wurden in jüdischen Periodika noch nicht gefunden.

         
Errichtung der jüdischen Elementarschule und Einsetzung des ersten Lehrers an der Schule (1839) 

Grebenau AZJ 07121839.jpg (174509 Byte)Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 7. Dezember 1839: "Grebenau (Großherzogtum Hessen), 30. Oktober (1839). Die Großherzogliche hessische Regierung genehmigt auf Nachsuchen der israelitischen Gemeinde zu Grebenau im Kreise Alsfeld die Errichtung einer eigenen Elementarschule. Diese trat denn auch alsbald ins Leben. Manchen widrigen Verhältnissen wurde dadurch abgeholfen und vielen Hoffnungen für die Zukunft Raum gegeben, die, wenn sie einst in Erfüllung gegangen, der schönste Lohn für die Opfer der Gemeinde sind. - Wer es weiß, wie wenig der Satz 'der Buchstabe tötet, nur der Geist macht lebendig' bei der hiesigen Gemeinde seither in Anwendung kam; wer es weiß, wie störend für die geistige Entwicklung der Religionsunterricht namentlich seither erteilt wurde, der wird gewiss die Errichtung dieser Schule mit Dank anerkennen und eine Regierung segnen, die, ohne einen Unterschied hinsichtlich des Glaubens zu machen, für alle ihre Untertanen sorgt.  
Die Gemeinde, aus 28 Familien bestehend, hat eine Besoldung reguliert, mit welcher schon auszukommen ist, und daher wurde auch ihrem Wunsche, einen Seminaristen zu bekommen, höchsten Orts willfahrt. Dem israelitischen Schulkandidaten Herrn Saul Buchsweiler aus Friedberg, einem jungen eifrigen Manne, wurde das Vikariat übertragen. Die Einweihung geschah am jüdischen Freudenfeste, den 1. Oktober dieses Jahres in der Synagoge bei Anwesenheit der ganzen Gemeinde und der christlichen Honoration. Nachdem der hiesige Geistliche einige ergreifende, den Zweck der Schule betreffende Worte gesprochen, hielt auch Herr Buchsweiler eine Anrede an seine Glaubensbrüder, worin er sich zuletzt ihr Vertrauen erbat und sie seines Eifers und seines guten Willens versicherte. Namentlich bewies er ihnen, wie durch ruhige Überlegung und freundliche Rücksprache mehr das Wohl der Schule befördert werde, als durch rasches und unüberlegtes Handeln. 
Möchte Gott es geben, dass diese Worte, sowohl der Gemeinde, als auch dem Lehrer im Gedächtnis bleiben und eine Ursache werden segensreicher Folgen."    

   
Über Lehrer Heinrich Lichtenstein (1889 - 1961, Lehrer in Grebenau von 1909 bis 1929) 

Grebenau Lit 010.jpg (122688 Byte) Hinweis auf eine Publikation in den "Mitteilungen des Geschichts- und Museumsvereins Alsfeld" Heft 1 - Juni 2011:  Norbert Hansen: Heinrich Lichtenstein - ein jüdischer Lehrer in Grebenau 1909-1929 S. 3-26.
Zu dieser Publikation: Der 50. Todestag von Lehrer Heinrich Lichtenstein war Anlass für den Geschichts- und Museumsverein Alsfeld, an einen bemerkenswerten Menschen zu erinnern, der zwei Jahrzehnte in Grebenau gelebt und gewirkt, in den 1930er-Jahren als jüdischer Lehrer in Offenbach die Schrecken des Nazi-Terrors erfahren und später in den USA ein nie veröffentlichtes und daher hier unbekanntes Dokument über sein Leben hinterlassen hat. 'My Life in Germany before and after Jan. 30, 1933' lautete die Überschrift eines mit 1.000  dotierten 'wissenschaftlichen Preisausschreibens', das eine Gruppe amerikanischer Wissenschafter der Harvard Universität in Cambridge, Massachusetts' im Sommer und Herbst 1939 initiierte. Unter den eingegangenen 263 Manuskripten war auch ein Beitrag von Heinrich Lichtenstein, der im Blick auf die Publikation ausgewertet wurde.  
    
Grebenau Li 011.jpg (72549 Byte)Foto links: Heinrich und Regina Lichtenstein in Amerika nach 1940. Foto: Privat 
Heinrich Friedrich Lichtenstein (geb. 15. Dezember 1889 in Oberwesel als Sohn des Metzgers und Viehhändlers Karl Lichtenstein): besuchte ab 1904 die zweijährige Präparandenschule in Wöllstein, danach das Lehrerseminar in Alzey (Abschlussexamen 1909). Seine erste Lehrerstelle konnte er 1909 in Grebenau antreten; seine Dienstwohnung war im Gebäude Amthof 2. 1911 legte er sein Staatsexamen in Darmstadt ab; 1914 wurde er endgültig zum Lehrer an der Volksschule in Grebenau bestellt. Im Ersten Weltkrieg zunächst weiterhin Lehrer in Grebenau, von August 1916 bis Kriegsende im Kampfeinsatz, zunächst an der Ostfront in Polen, dann an verschiedenen Orten an der Westfront; Kriegsgefangenschaft bis Oktober 1919. Seit 15. Dezember 1919 war Lichtenstein verlobt mit Ina geb. Stein; Heirat im Frühjahr 1920. In den folgenden Jahren erfolgreiche Arbeit in der Schule und in der Religionsgemeinde; Arbeiten zur jüdischen Geschichte Grebenaus. Im Frühjahr 1928, als Lichtenstein nur noch sieben jüdische Kinder zu unterrichten hat, bewirbt er sich auf eine Stelle an der Volksschule in Offenbach. Die neue Stelle tritt er Anfang Januar 1930 an (Volksschule Wilhelmstraße). In Offenbach bekommt er bereits massiv den aufgekommenen Antisemitismus zu spüren. Zum 1. Juli 1933 wurde er aus dem Hessischen Staatsdienst entlassen; seitdem übernahm er die verschiedensten Aufgaben in der jüdischen Gemeinde in Offenbach. Nach dem Novemberpogrom 1938 wurde er in das KZ Buchenwald verschleppt, wo er drei Wochen festgehalten wurde. Danach bemühte er sich um Auswanderung für sich und seine Frau. Im Juli 1939 konnte er Deutschland verlassen und über London in die USA emigrieren. In den USA fand er keine dauerhafte Anstellung mehr. Er starb am 28. März 1961 an Suizid und wurde auf dem Friedhof Ziedar Park bei Beth-El Emerthen, Westwood NJ beigesetzt. Seine Frau stark 1974.       
 
Grebenau Li 012.jpg (123808 Byte)Foto links: Die jüdische Familie Stein aus Grebenau um 1905 (v.l.n.r.: Ina (Regina) Stein, seit 1919 verheiratet mit Lehrer Heinrich Lichtenstein, Vater Wolf Stein, Karl Stein, Albert Stein, Mutter Karoline Stein geb. Weihl, Selma Stein. 
Über das Zusammenleben von Juden und Nichtjuden in Grebenau schrieb Lehrer Lichtenstein in seinen Lebenserinnerungen: "Zwischen dem jüdischen Bevölkerungsteil und dem nichtjüdischen herrschte das denkbar beste Verhältnis. Die Familien lebten mit ihren Nachbarn christlichen Bekenntnisses meist in freundschaftlichem Verkehr. Sie teilten tatsächlich Leid und Freud miteinander. Juden gehörten den Ortsvereinen an und waren geschätzte und aktive Mitglieder. Es gab keine Beerdigung auf dem Friedhof der einen Gemeinschaft, bei der nciht Mitglieder der anderen Gemeinschaft im Trauergeleit mitgingen. Die Festveranstaltungen der Juden wurden von den christlichen jungen Leuten ebenso gern besucht wie die allgemeinen Veranstaltungen von den Juden".   

    
    
Berichte zu einzelnen Personen aus der Gemeinde  

Mord an dem Handelsmann A. Weill aus Grebenau und die Bestrafung seines Mörders (1883)  

Grebenau Jeschurun AG 1883 S379.jpg (90161 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Jeschurun" (Alte Folge) Jahrgang 1883 S. 379: "Aus dem Regierungsbezirk Kassel, 5. Juni (1883). In Verfolg meiner in Nr. 15 dieser Zeitung mitgeteilten Korrespondenz, die Ermordung des A. Weil aus Grebenau betreffend, teile ich heute mit, dass der mutmaßliche Mörder, welcher seit der Untat in Gießen interniert ist, bisher beharrlich die Mordtat leugnet. In Begleitung hoher Gerichtsbeamten und Gendarmeriebewachung wurde derselbe vorigen Dienstag (29. Mai) auf den Tatort geführt und am darauf folgenden Tage mit der ausgegrabenen Leiche konfrontiert - alles dieses soll jedoch keinen Eindruck auf ihn gemacht und ihn völlig kalt gelassen haben!! - Wie ich weiter höre, wurde eine Sektion des Kopfes vorgenommen und soll der Schädel von den Gerichtsbeamten mit nach Gießen genommen worden sein. - Möge Gott die Wahrheit ans Licht fördern und den Mörder der gerechten Strafe nicht entgehen lassen. Ich werde seinerzeit mit gütiger Erlaubnis der wohllöblichen Redaktion das Ergebnis der Schwurgerichtsverhandlungen in diesen geschätzten Blättern mitteilen."   
  
Grebenau Jeschurun AG 1883 S798.jpg (71099 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Jeschurun" (Alte Folge) 1883 S. 798: "Aus dem Regierungsbezirk Kassel, 2. November. Der Mörder des Handelsmannes A. Weill aus Grebenau, Tagelöhner Schneider aus Willofs, welcher seit Ende März dieses Jahres in Voruntersuchung saß und (wie in Nr. 15 und 25 dieser Zeitung berichtet) seine Tat beharrlich leugnete, war vor einigen Wochen, nachdem er, von Gewissensbissen gequält, ein umfassendes Geständnis abgelegt hatte, vom Großherzoglichen Schwurgerichte zu Gießen zum Tode verurteilt worden. - Montag, den 29. dieses Monats, wurde das Urteil an demselben auf dem Hofe des dortigen Provinzial-Arresthauses von dem Scharfrichter Brand aus Sachsen vollzogen. - Wie verlautet, hat Schneider vor dem Schwurgerichte auch früher gegangene Verbrechen eingestanden, zum Beispiel die Ermordung seines Hauptmanns während des letzten Krieges."  
  
Zu dieser Geschichte ein Bericht aus Grebenau "Wie die Mordeiche zum ihrem Leben kam" (pdf-Datei, Quelle: www.grebenau.de). 

  
Zum 102. und 103. Geburtstag der aus Grebenau stammenden Sarah Rothschild in Chicago (1891)   

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 13. Juni 1890: "In Chicago feierte am 22. Mai Frau Sarah Rothschild ihren 102. Geburtstag. Die sehr rüstige Greisin ist in Grebenau (Preußen) geboren. Vier Generationen wohnten der Feier bei, darunter 27 Enkel und 15 Urenkel."   
 
Grebenau Israelit 24081891.jpg (80838 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 24. August 1891: "Chicago. Vor einigen Wochen feierte hierselbst Frau Sarah Rothschild, geboren in Grebenau (Hessen-Darmstadt) ihren 103. Geburtstag. Die alte Dame unterhielt sich recht lebhaft und erzählte verschiedene Erlebnisse aus der Zeit des ersten Napoleon. Als dessen Heer auf seinem Siegeszuge durch Hessen-Darmstadt kam, war sie noch im elterlichen Hause und hatte dort mit den Soldaten des Kaisers manch unerfreuliche Begegnung. Sie musste auch, wie alle weiblichen Personen ihres Ortes, für die französischen Truppen kochen. Frau Rothschild hat mit Ausnahme von 3 Tagen im Laufe der letzten Wochen, an welchem sie an der Grippe litt, noch nie wegen Unwohlseins das Bett gehütet und gibt an, ihr Gesundheit nur ihrer mäßigen Lebensweise zu verdanken. Sie steigt ohne Anstrengung die Treppen auf und ab und vertreibt sich die Zeit durch Spielen mit ihren Urenkelkindern."  

  
Zum Tod des langjährigen Gemeindevorstehers Abraham Weihl (1927)   

Grebenau Israelit 22121927.jpg (89716 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 22. Dezember 1927: "Grebenau (Oberhessen), 15. Dezember (1927). Am Mittwoch, den 7. Dezember verschied nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 63 Jahren Abraham Weihl. Ein Leben voll der strengsten Pflichterfüllung fand hier seinen Abschluss. Wie beliebt, geehrt und geachtet der Verstorbene bei seinen Mitmenschen war, konnte man an dem überaus großen Ehrengeleite sehen. Viele Jahre hindurch war er der jüdischen Gemeinde seines Wohnortes ein Vorsteher, der sich allen Gemeindeangelegenheiten, auch in schwerster Zeit, mit unermüdlicher Treue widmete, und auf die Erhaltung des echtjüdischen Geistes innerhalb der Gemeinde und des Gotteshauses bedacht war. Als ihn vor einigen Jahren ein schweres Herzleiden befiel, welches ihn an der Ausübung jedweder Tätigkeit hinderte, trug er die ihm auferlegten ungeheuer schweren körperlichen Leiden stets mit größter Geduld und ruhiger Ergebung in Gottes unerforschlichen Ratschluss. 
Möge Gott den trauernden Angehörigen Trost gewähren. Seine Seele sei eingebunden in den Bund des Lebens."   

    
90. Geburtstag von Jakob Jakob (1928)       

Artikel in der "CV-Zeitung" (Zeitschrift des Central-Vereins) vom 7. September 1928: "Am 15. September begeht unser Mitglied Jacob Jacob in Grebenau, Oberhessen, seinen 90. Geburtstag. Wir wünschen dem Jubilar auch weiterhin einen gesegneten Lebensabend".         
 
Artikel in der "Jüdisch-liberalen Zeitung" vom 21. September 1928: "Grebenau. (Hohes Alter). Als ältestes Mitglied der hiesigen kleinen Gemeinde und gleichzeitig als ältester Ortseingesessener konnte Herrn Jakob Jakob seinen 90. Geburtstag feiern. Dass der Patriarch noch über bewundernswerte Rüstigkeit und Geistesfrische verfügt, rechtfertigt die Bedeutsamkeit des Familienereignisses."      
 
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 27. September 1928: "Alsfeld, 19. September (1928). Seinen 90. Geburtstag beging am 15. September Herr Jakob Jakob im benachbarten Grebenau in voller Frische und Rüstigkeit. Er ist das älteste Gemeindemitglied und auch der älteste Ortsbewohner. Er ist bei allen Einwohnern des Ortes in höchstem Maße geachtet und beliebt."   
 
Artikel in der "Jüdischen Wochenzeitung für Kassel, Kurhessen und Waldeck" vom 14. September 1928: "Grebenau. Am 15. September feiert Herr Jakob Jakob - Grebenau im Kreise seiner Angehörigen in geistiger und körperlicher Frische seinen 90. Geburtstag. An allen Familien- und Gemeindeangelegenheiten nimmt er regen Anteil. Er ist das älteste Gemeindemitglied und auch der älteste Einwohner des Ortes. Seine Rechtschaffenheit und Friedfertigkeit haben ihm in seinem Leben auch außerhalb unserer Glaubensgemeinschaft allgemeine Beliebtheit gesichert. Er besucht noch regelmäßig das Gotteshaus und wir wünschen diesem aufrechten und guten Jehudi auch weiterhin einen gesunden und frohen Lebensabend. Ad moeh weesrim schonoh."  (= [alles Gute] bis 120 Jahre).  

     
Nach der Deportation: Todesanzeige für David Jakob und Fanny geb. Blach (umgekommen 1944; Todesanzeige von 1945)     

Anzeige in der deutsch-amerikanischen Zeitschrift "Der Aufbau" vom 2. November 1945: 
"Tief erschüttert traf uns die Nachricht, dass unsere innigstgeliebten, treusorgenden guten Eltern 
David & Fanny Jakob geb. Blach 
(Grebenau, Oberhessen, Frankfurt am Main) im Herbst 1944 in Theresienstadt, 
und unser lieber Onkel und Tanten  
Johanna Heilbrunn geb. Blach 
(Nentershausen, Frankfurt/Main), Pessach 1945 in Theresienstadt,  
Herrmann & Recha Blach geb. Blach 
(Eschwege) in Riga 1942 verschieden sind. In tiefem Schmerz: 
Henny Jacob, Hanna Jacob, Irma Jacob, Irene Jacob   
95 Cabrini Boulevard, New York City."  

     
     
Anzeigen jüdischer Gewerbebetriebe und Privatpersonen 
Anzeige des Bäckergesellen Moses Kahn (1900)  

Grebenau Israelit 31101900.jpg (25356 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 31. Oktober 1900: "Selbstständiger Bäckergeselle sucht Stellung. Moses Kahn, Grebenau, Oberhessen."    

     
 Anzeige von Witwe Levi Strauß (1903)    

Grebenau Israelit 19021903.jpg (23038 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 19. Februar 1903: "Tüchtiger Bäckergeselle, militärfrei, sucht Stelle. Offerten erbeten an 
Levi Strauß Witwe, Grebenau (Oberhessen)."  
 
Anmerkung (nach Angaben bei Nathan M. Reiss s. Lit. S. 792): Levi Strauß, geb. am 20. Oktober 1829 in Grebenau, war seit 6. Juli 1859 (in Grebenau) verheiratet mit Sophie (Sabine) geb. Lewin. Er starb am 21. Oktober 1900. Seine Frau/Witwe Sophie (Sabine) in 1840 in Angenrot geboren. Sie starb am 17. November 1924 in Grebenau.   

   
   
   
Zur Geschichte der Synagoge             
   
Zunächst war ein Betsaal oder eine erste Synagoge vorhanden. Eine neue Synagoge wurde um 1825 (oder erst 1864?)erbaut. Sie hatte 96 Plätze für Männer und 52 auf der Empore für die Frauen. Es gab fünf bis sechs Torarollen in der Synagoge. Im Gebäude der Synagoge waren auch die jüdische Schule und das rituelle Bad (am Ort "Koscherloch" genannt). 
   
Knapp eine Woche nach der Pogromnacht im November 1938 wurde die Synagoge durch Brandstiftung völlig zerstört. 
 
Auf Beschluss der Stadtverordnetenversammlung Grebenau vom 19. August 2008 wurde die Aufstellung eines Gedenksteines für die 1938 zerstörte Synagoge an ihrem Standort mehrheitlich beschlossen. Der Gedenkstein wurde an ihrem Standort im November 2008 eingeweiht (siehe Bericht unten).   
  
  
Adresse/Standort der Synagoge   Jahnstraße (Spielplatz)      
  
  
Fotos  

Die Synagoge um 1920
(Quelle: Foto links: N. Reiss s.Lit. S. 99; 
rechts: Sammlung Arnsberg 
im jüdischen Museum Frankfurt)
Grebenau Synagoge 190.jpg (60040 Byte) Grebenau Synagoge 120.jpg (265490 Byte)
   Im Synagogengebäude waren neben dem Betraum (rechte Seite und Foto rechts) auch 
die Schule (linke Seite) und die Mikwe (im Keller) untergebracht.
     
1945: die zerstörte Synagoge
(Quelle: Arnsberg Bilder S. 76)
Grebenau Synagoge 145.jpg (85894 Byte)
  Der in Grebenau geborene William Steinberger, als US-Soldat inmitten der 
Trümmer der zerstörten Synagoge im Oktober 1945. 
andere Version desselben Fotos  
     
Die Gedenkstätte auf dem Grundstück 
der zerstörten Synagoge

(Fotos: Hahn, 
Aufnahmedatum 9.4.2009) 
Grebenau Synagoge 173.jpg (122206 Byte) Grebenau Synagoge 170.jpg (132397 Byte)
  Eingang zum dem auf dem
 Synagogengrundstück 
angelegten Kinderspielplatz
Die Gedenkstätte
 
      
    Grebenau Synagoge 171.jpg (81609 Byte) Grebenau Synagoge 171a.jpg (86550 Byte)
   Gedenktafel mit Text: "Hier stand in unmittelbarer Nähe seit 1825 die Synagoge der jüdischen Gemeinde Grebenau. Als Folge der Pogromnacht des 9. November 1938 wurde das Haus, das auch als Schule für alle Grebenauer diente, von den Nationalsozialisten geschändet und anschließend durch Feuer zerstört. 
Kommenden Generationen zur Mahnung für Demokratie, Völkerverständigung, Frieden und religiöse Toleranz einzutreten. Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Grebenau. 
Das Geheimnis der Versöhnung heißt Erinnerung."  

    
    
Erinnerungsarbeit vor Ort - einzelne Berichte  

Die Aufstellung eines Gedenksteines für die zerstörte Synagoge im November 2008   
Artikel  in der "Oberhessischen Zeitung" vom 11. November 2008: "Mahnmal für nachfolgende Generationen - Gedenkstein und Tafel wurden am Platz der zerstörten Grebenauer Synagoge eingeweiht.
GREBENAU (gsi). Unter großer Anteilnahme der Grebenauer Bevölkerung wurden am Sonntag Morgen auf dem Spielplatz in Grebenau ein Gedenkstein und eine Gedenktafel eingeweiht, die nun auf dem Platz der im Dezember 1938 abgebrannten Synagoge stehen und an das Gotteshaus sowie an die jüdischen Menschen, die damals noch in Grebenau lebten, erinnern. Es war für alle Beteiligten ein bewegender Moment, als Bürgermeister Jürgen Ackermann, musikalisch begleitet vom Evangelischen Posaunenchor, im Novemberregen seine Begrüßungsrede hielt. "An einem ungewöhnlichen Ort", wie er sagte, erinnere man heute an die Reichspogromnacht vor 70 Jahren. Er sei froh darüber, dass nach langen Diskussionen in den verschiedenen Gremien nun ein Zeichen gesetzt werde, um die Synagoge zu würdigen. Sein besonderer Dank galt Armin Ziegler, auf dessen Initiative hin die Planungen erst begannen.      
Die Geschehnisse des 9. November 1938 seien bis heute nicht zu fassen. Man könne diesen Tag - einmalig in der Welt - nicht ungeschehen machen und habe daran zu tragen. Nach einer Kranzniederlegung an dem Denkmal mit Ortsvorsteherin Lotti Frick, Bürgermeister Jürgen Ackermann und Pfarrer Toralf Kretschmer gedachte dieser in einer kurzen Ansprache derer, die ihre Heimat verlassen und ihr Leben lassen mussten. Da in den Festakt auch die Feierlichkeiten zum Volkstrauertag eingebunden waren, gedachte man allen Opfern des Krieges, allen Opfern von Gewalt und auch allen Vertriebenen. Der Gedenkstein, so Kretschmer, sei ein Mahnmal für die nachfolgenden Generationen, damit solches nie wieder geschehe. In einer ausführlichen, persönlichen Stellungnahme in der überfüllten Teestube des Bürgeramtes dankte Kretschmer allen Parteien für die Umsetzung dieses Projektes, die trotz unterschiedlicher Positionen möglich wurde. Der Gedenkstein, so Kretschmer, stehe nicht verloren in der Ecke des Spielplatzes, sondern an der Stelle, an der sich das zerstörte Gotteshaus befand. Nun spielten Kinder dort, die vielleicht gerade hier dazu angeregt werden zu fragen, was der Stein und die Tafel bedeuteten.
Toralf Kretschmer schrieb dem Gedenkstein drei Bedeutungen zu: Ein Schlussstein anstelle eines Schlussstriches, da man die Vergangenheit nicht ruhen lasse dürfe. Eine Bilanz jedoch sei nötig, eine Übersicht darüber, was aus dem 1825 erbauten Gotteshaus und seinen Menschen geworden ist. Er gab zu bedenken, dass vor 1938 158 Juden in Grebenau lebten, 20 Prozent der Bevölkerung, und das über Jahrzehnte hinweg in friedlicher Koexistenz mit den Christen. Der Schulsaal der Synagoge wurde zeitweise von allen Schülern benutzt. In den Kriegen des 19. Jahrhunderts und dem Ersten Weltkrieg kämpfte man Seite an Seite, wie Kretschmer ausführte. 
Den Brand der Grebenauer Synagoge bezeichnete er als Vorbote des Abgrundes, der sich auftat, letztlich vor der ganzen Bevölkerung. Der Stein diene auch des Gedenkens an die Synagoge, ein Gotteshaus, eine Stätte der Andacht und des Gedenkens vor Gott. In diesem Kontext sieht Kretschmer auch die Inschrift des Steins "Das Geheimnis der Versöhnung heißt Erinnerung". 
Immer wieder stelle sich die Frage, wie es zu den Ereignissen habe kommen können: Die zerstörte Synagoge wurde, bevor sie angesteckt wurde, abgeschlossen. Es waren Menschen darin, die sich jedoch retten konnten. Was war passiert, dass so etwas möglich wurde? Thorarollen wurden im Sumpf versenkt, die Würde der jüdischen Religion missachtet. Freunde von früher, Schulkameraden, Nachbarn und Mitbürger wurden zu Tätern. 
Er sei erleichtert, so Kretschmer, dass es nun einen unverrückbaren Gedenkstein gebe gegen das Verdrängen. Die dritte Bedeutung des Steines sei die Hoffnung: Die Hoffnung, dass man Verantwortung übernehme und Jugendliche, die vielleicht in dem Gedenken an die Vergangenheit keinen Sinn mehr sehen, aufklärt, dass man sie dahinführen könne, selbst Verantwortung für sich zu übernehmen und keine Sündenböcke in Minderheiten zu suchen. Die Hoffnung sei berechtigt, da nicht einmal die schrecklichen Ereignisse von damals verhindern konnten, dass man heute innehalte. Nach dieser, wie Jürgen Ackermann sagte, "bemerkenswerten Rede", informierte Heinrich Dittmar aus einem anderen Blickwinkel über die Juden in Grebenau. Seine Anekdoten und Geschichten aus dem jüdischen Alltag erfüllten das abstrakte Gedenken an diesem Tag mit Namen und Leben. " 

  

  
Links und Literatur

Links:

Website der Stadt Grebenau  
Website des Regionalmuseums Alsfeld  
Webportal HS 010.jpg (66495 Byte)Webportal "Vor dem Holocaust" - Fotos zum jüdischen Alltagsleben in Hessen mit Fotos zur jüdischen Geschichte in Grebenau 

Literatur:  

Paul Arnsberg: Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Anfang - Untergang - Neubeginn. 1971. Bd. I S. 274-275.  
ders.: Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Bilder - Dokumente. S. 76.  
Keine Abschnitte bei Thea Altaras: Synagogen in Hessen. Was geschah seit 1945? 1988 und dies.: Das jüdische Rituelle Tauchbad und: Synagogen in Hessen. Was geschah seit 1945 Teil II. 1994.  
Studienkreis Deutscher Widerstand (Hg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945. Hessen I Regierungsbezirk Darmstadt. 1995 S. 193-194. 
Pinkas Hakehillot: Encyclopedia of Jewish Communities from their foundation till after the Holocaust. Germany Volume III: Hesse -  Hesse-Nassau - Frankfurt. Hg. von Yad Vashem 1992 (hebräisch) S. 132-133. 
Norbert Hansen: Heinrich Lichtenstein - ein jüdischer Lehrer in Grebenau 1909-1929. In: Mitteilungen des Geschichts- und Museumsvereins Alsfeld. Heft 1 - Juni 2011 S. 3-26.   

   
   
Umfassendes familiengeschichtliches Werk  

Nathan M. Reiss 

Some Jewish Families 
of Hesse and Galicia 
Second edition 2005 
http://mysite.verizon.net/vzeskyb6/  
Reiss Lit Titel 010.jpg (44676 Byte) Reiss Grebenau 010.jpg (85220 Byte)
  In diesem Werk eine ausführliche Darstellung zur jüdischen Geschichte in Grebenau mit umfassenden biographischen Angaben zu den Familien Gottlieb und Strauss ("The Gottlieb and Straus Families of Grebenau" S. 97-125) und Verwandtschaft (mit Nachkommen bis um 2000) mit zahlreichen Abbildungen u.a.m.      

    
      


 

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the Holocaust". 
First published in 2001 by NEW YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad Vashem Jerusalem, Israel.

Grebenau  Hesse. One of the oldest and (proportionately) largest in Hesse, this community numbered 186 (27 % of the total) in 1861. Its statefunded Jewish school (1839-1929) was also attended by Christians. Grebenau became a Nazi stronghold and on 6 November 1938, shortly before Kristallnacht (9-10 November 1938), local youths set fire to the synagogue. Of the 60 Jews living there after 1933, 23 emigrated. By October 1939 there were no Jews in Grebenau.   
    
     

                   
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Stand: 15. Dezember 2014