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Dittlofsroda (Gemeinde
Wartmannsroth, Kreis Bad Kissingen)
Jüdische Geschichte / Synagoge
(die Seite wurde erstellt unter Mitarbeit von Elisabeth
Böhrer)
Übersicht:
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english
version)
In Dittlofsroda bestand eine jüdische Gemeinde bis
1938/42. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 18. Jahrhunderts
zurück.
Bei der Erstellung der Matrikellisten 1817 werden in Dittlofsroda auf
insgesamt 17 Matrikelstellen die folgenden Familienvorstände genannt (mit neuem
Familiennamen und Erwerbszweig):
Hayum Nussbaum (Krämer und Händler mit rauen Häuten, Vorgänger; mit Frau und
vier Kindern), Wolf Schloss (Krämer und Händler mit rauen Häuten; mit Frau);
Moses Mannes (Metzler, mit Frau und einem Kind), Mannes Rosenburger
(Kurzwarenhändler, mit Frau und fünf Kindern), Abraham Mannheimer
(Schnittwarenhändler; mit Frau), Josef Hofmann (Viehhändler; verwitwet, zwei
Kinder), Götz Adler (Viehhändler; mit Frau und zwei Söhnen), Eisig Adler
(Schnittwarenhandel; verwitwet mit vier Kinder), Löb Ascher (Viehhandel; mit
Frau und einem Sohn), Kaufmann Grünlaub (Viehhandel; mit Frau und einem Kind),
Kaufmann Hofmann (Schnittwarenhandel; mit Frau und zwei Kindern); Moses Hofmann
(Viehhandel; mit Frau und zwei Kindern); Nathan Straus (Spezerei- und
Kurzwarenhandel; mit Frau und drei Kindern), Feist Baumann (Krämer; mit Frau),
Löb Rosenstock (Kleinhandel; mit Frau und drei Kindern), Rifka Wunder (Witwe,
drei Kinder), Isack Stern (Handel mit rauen Häuten; mit Frau und vier Kindern).
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Zahl der jüdischen Einwohner wie
folgt: 1816 68 jüdische Einwohner (17,8 % von insgesamt 383), 1833 80 jüdische Einwohner,
1867 45 (10,9 % von 413), 1890 19 (4,6 % von 414), 1900 23 (5,9 % von 389), 1910
25 (6,3 % von 394).
An Einrichtungen hatte die jüdische Gemeinde eine Synagoge (s.u.), eine
Religionsschule und ein rituelles Bad. Die Toten der jüdischen Gemeinde wurden
auf dem Friedhof
in Pfaffenhausen, teilweise auch auf dem Friedhof
in Altengronau beigesetzt. Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war zeitweise ein Religionslehrer angestellt, der zugleich als
Vorbeter und Schächter tätig war. 1817 wird im Zusammenhang der Erstellung der
Matrikelliste Hirsch Koburger als jüdischer Lehrer in Dittlofsroda (mit Frau
und vier Kindern) genannt. Seit Ende des 19. Jahrhunderts war die jüdische
Gemeinde Dittlofsroda jedoch der Gemeinde in Völkersleier
als Filiale angeschlossen; die dortige Lehrer unterrichtete auch die jüdischen
Kinder in Dittlofsroda. Die Gemeinde gehörte zum Bezirksrabbinat in Bad
Kissingen.
Im Ersten Weltkrieg kämpften sechs jüdische Männer aus Dittlofsroda an
den Fronten. Gefallen sind Gefreiter Ludwig Joseph Adler (geb. 27.5.1897 in
Dittlofsroda, gef. 20.4.1918) und Max Adler (geb. 22.4.1895 in Dittlofsroda,
gef. 8.8.1916), die beiden ältesten
Söhne des Gemeindevorstehers Leon Adler (Inhaber einer Viehhandlung und einer
Metzgerei, gest. 1927) und seiner Frau Pauline geb. Schuster.
Um 1924, als zur jüdischen Gemeinde noch 22 Personen gehörten (5,5 %
von insgesamt etwa 400 Einwohnern), war Vorsteher der Gemeinde Sigmund
Stern. Dieser war mit seiner Frau Karolina Stern Eigentümer des Geschäftes
"Kaufhaus Stern (Sigmund Stern starb noch am 30. Oktober 1941 in
Dittlofsroda, seine Frau im April 1942 in Würzburg).
1933 lebten noch 14 jüdische Personen in Dittlofsroda. Auf Grund der
zunehmenden Repressalien und der Folgen der wirtschaftlichen Boykotts verließen
bis 1939 10 von ihnen den Ort. Bereits 1937 waren auf Grund der Folgen des
wirtschaftlichen Boykotts alle jüdischen Einwohner unterstützungsbedürftig
geworden. Im Dezember 1940 wurden auf Anordnung des Landrats von Hammelburg bei
den letzten jüdischen Einwohnern Hausdurchsuchungen vorgenommen, da sie
verdächtigt wurden, Lebensmittel gehamstert zu haben. Im Mai und Juni zogen zwei
jüdische Einwohner nach Frankfurt am Main. In der ersten Hälfte des Jahres
1942 wurden die beiden letzten jüdischen Einwohner von Dittlofsroda nach
Würzburg gebracht und von dort am 23. September 1942 in das Ghetto
Theresienstadt verschleppt.
Von den in Dittlofsroda geborenen und/oder
längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit
umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad
Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches
- Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Else Adler (1903),
Isaak Josef Adler (1875),
Ludwig Adler (1928), Moritz Adler (1908), Pauline Adler geb. Schuster Erna Aron geb. Goldner (1905),
Margarete Feingold geb. Goldner (1910), Malchen (Mali) Frank geb. Strauss (1871),
Irma Gayer geb. Goldner (1906), Moses Goldner (1873), Johanna Goldschmidt
(1933), Klara Goldschmidt (1930), Lina Goldschmidt geb. Grünlaub (1898), Sally
Goldschmidt (1893).
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde
Aus der Geschichte der
jüdischen Lehrer
Ausschreibungen der Stelle des Religionslehrers / Vorbeters / Schochet 1892 für
Völkersleier mit Filiale Dittlofsroda
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 21. Januar 1892:
"Vakanz.
Die Religionslehrer-, Vorsänger- und
Schächterstelle in hiesiger Gemeinde ist bis 1. März neu zu besetzen und
wollen Bewerber sofort ihre Zeugnisse an die unterfertigte
Kultusverwaltung gelangen lassen.
Der dahier angestellte Lehrer hat auch
in dem Filialorte Dittlofsroda die Lehrer- und Schächterfunktion
zu übernehmen, wofür jedoch besonders honoriert wird.
Völkersleier
(Unterfranken), 18. Januar 1892. Die Kultusverwaltung: Löb Bergmann." |
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Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 24. März 1892:
"Vakanz.
Die Religionslehrer-, Vorsänger- und
Schächterstelle zu Völkersleier mit Filiale Dittlofsroda ist
sofort neu zu besetzen. Das Einkommen inklusive Nebenverdienste beträgt
900-1000 Mark.
Nur inländische, streng orthodoxe Bewerber wollen sich
unter Beifügung ihrer Zeugnisse an den unterfertigten Kultusvorstand
wenden.
Völkersleier (Unterfranken).
Löb Bergmann, Vorstand." |
Berichte zu einzelnen Personen aus der Gemeinde
Zum Tod von Josef Hofmann (1907)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 13. Juni 1907:
"Ermetzhofen (Bayern), 4. Juni. Am 27. Mai starb in Dittlofsroda
Herr Josef Hofmann im Alter von nahezu 90 Jahren. Von tiefer Frömmigkeit
beseelt, hat der Verblichene noch bis in seine letzten Tage die
religiösen Pflichten mit jugendlicher Rüstigkeit erfüllt. Auf seinen Stock
gestützt, erschien er regelmäßig trotz seiner großen Schwäche, im
Sommer wie im Winter, zum gemeinsamen Gebet. Bis vor 6 Jahren hat er als Baal
tokea (Schofarbläser an den Hohen Feiertagen) fungiert. Seine
Wohltätigkeit war von seltener Art. So wird er als ein echter Zadik
(Gerechter) im Andenken seiner Mitmenschen geehrt werden. Seine Seele
sei eingebunden in den Bund des Lebens." |
Über Michael Nußbaum (geb. 1842 in Dittlofsroda) -
Ehrenmitglied der Israelitischen Kultusgemeinde München (Bericht von
1921)
Artikel aus der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 13. Mai
1921: "Michael Nußbaum - Ehrenmitglied der Israelitischen
Kultusgemeinde München.
Gleichzeitig mit den Wahlen zu dem neu gegründeten Verbande bayerischer
israelitischer Gemeinden fanden in München auf Grund einer freiheitlichen
neuzeitlichen Verfassung die Gemeindewahlen statt, weiche nach
vorhergegangenem leidenschaftlichen Wahlkampfe unter Zugrundlegung der
Verhältniswahl annähernd die gleiche Verhältniswahl zeitigten wie das
bisherige Wahlrecht. Die Liberalen erhielten zwei Drittel, die vereinigten
Orthodoxen und Zionisten ein Drittel der abgegebenen Stimmen. Nach der
neuen Verfassung besteht die Gemeindeverwaltung nunmehr aus einem
zehngliedrigen Vorstande und der aus 24 Mitgliedern zusammengesetzten
Gemeindevertretung, sohin aus einem Oberhause und einem Unterhause, zwei
Gemeindevertretungskörpern, die man in Bayern bisher nicht kannte.
In der ersten Sitzung dieser beiden Vertretungskörper wurde einstimmig
beschlossen, dem bisherigen 1. Vorstand, Herrn Michael Nußbaum, der im
Hinblick auf seine vorgerückten Jahre gebeten hatte, ihn von seiner
Stelle zu entheben, die Ehrenmitgliedschaft der Gemeinde zu
verleihen.
Der erste so ausgezeichnete Mann ist Michael Nußbaum. Die Verleihung ehrt
die Gemeinde in gleicher Weise wie den Geehrten. Nußbaum hat diese
Auszeichnung verdient. Er ist kein Gelehrter, die man aus
wissenschaftlichen Werken kennt. Er ist ein einfacher und schlichter Mann
aus dem Volke, dessen Werke in der Kultusgemeinde weiterleben, in der er
sich durch deine Tätigkeit ein Denkmal gesetzt für alle
Zeiten.
Er ist geboren in Dittlofsroda bei Würzburg am 5. November 1842,
wohnt seit 1857 in München, wurde am 1. Mai 1887 in die
Gemeindeverwaltung gewählt, der er nunmehr seit 34 Jahren angehört und
seine ganze Kraft widmet. 1897 wurde ihm das Amt des 2. Vorstandes und
1917 das des 1. Vorstandes übertragen.
Wie in der Gemeinde, so treffen wir im gesellschaftlichen Leben auf die
Spuren seiner Tätigkeit.
In der Gesellschaft Concordia, der ersten und ältesten jüdischen Gesellschaft,
wirkte er über ein Menschenalter in der Vorstandschaft, seit Jahrzehnten
als erster vorstand und seit nahezu 20 Jahren als deren
Ehrenpräsident.
Die München-Loge Bne Brith wäre im Jahre 1897 nicht gegründet worden,
wenn er, der Gründungsmentor, nciht seine ganze Person hierfür
eingesetzt hätte, und es war damals nicht leicht, dem Orden U.O.B.B. in
Süddeutschland die erste Heimstätte zu schaffen.
Es wird wenig Vereine geben, in welchen er nicht an leitender Stelle
tätig ist. Ich nenne nur auszugsweise das Israelitische Pensionat, nenne
den ältesten Verein, den die Stadt München besitzt, den israelitischen
Aussteuerverein, und den von ihm gegründeten Kindersparverein, der
Kindersparkörbchen in die Familien entsendet, die Kinder sparen und
wohltun lehrt und bedürftige Kinder mit Milch versieht, ein Verein, der
in keiner Gemeinde fehlen sollte. Wohin wir blicken, auf dem Felde
der sozialen und karitativen Tätigkeit, überall sind die starke Hand und
der starke Wille Nußbaums festzustellen. |
Der
neue Friedhof an der Ungererstraße ist sein Werk. Für seine Verdienste
um die Allgemeinheit wurde er mit Orden ausgezeichnet und lange Jahre
verwaltete er das Amt eines Landrats im Kreise Oberbayern.
Er ist kein Mann vieler Worte, sondern ein Mann der Tat. Wenn er spricht,
dann sind es kernige, markige Worte. Als er in der letzten Sitzung des
alten Verwaltungstauschusses von seiner Stelle zurücktrat, sprach er zum
Abschied kurze Worte, die es wert wären, in goldenen Buchstaben im
Gemeindehaus festgehalten zu werden. Er führte aus: 'Mit der neuen
Gemeindevertretung zieht ein neuer Geist in dieses Haus. Mögen die neuen
zur Leitung der Gemeinde berufenen Männer nie den Geist vergessen, der in
diesem Hause geherrscht hat, den Geist des Friedens und der
Versöhnlichkeit.'
In diesen Worten spiegelt sich der Kern seines Wesens. Wenn beim
Widerstreit der Meinungen die Geister aufeinander stießen, und wenn es
denn doch immer wieder zu einer friedlichen Einigung kam, so gebührt ihm
hieran mit das Hauptverdienst.
Er steht an der Schwelle des 80. Lebensjahres. Im 90. Psalm heißt es:
'Des Menschen Leben währet 70 und, wenn es hoch kommt, 80 Jahre, und,
wenn es köstlich gewesen, dann ist es Mühe und arbeit
gewesen.'
Sein Leben war und ist köstlich im Dienste der Allgemeinheit, im Dienste
der Gemeinde, im Dienste der gemeindlichen Stiftungen, Anstalten und
Vereine.
Eine solche Arbeitskraft lässt man nicht ungenützt, solange man sie noch
nutzen kann. Von diesen Gedanken getragen, hat ihn denn auch trotz seiner
Jahre, trotz seines Widerstrebens die Gemeinde wiederum in den
Gemeindevorstand berufen. Möge er noch lange hier zum Wohle der Gemeinde
wirken!" |
Dokument der Auflösung der jüdischen Gemeinde (1936)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 19. November 1936:
"München. Die alte Gemeinde Dittlofsroda übergab vor einiger Zeit
dem Verband Bayerischer Israelitischer Gemeinden in München einen alten
Kultgegenstand und zwar ein zinnernes Waschgerät für Kohanim." |
Anzeigen
jüdischer Gewerbebetriebe und Privatpersonen
Verlobungs- und Hochzeitsanzeige von Meta Rothschild und Josef Ludwig
Stern (1937)
Anmerkung: Josef Ludwig Stern war ein am 18.1.1908 in Dittlofsroda
geborener Sohn des langjährigen Gemeindevorstehers Siegmund Stern und seiner
Frau Karoline Stern. Er besuchte von 1918 bis 1922 die Oberrealschule in
Würzburg, heiratete 1937 Meta geb. Rothschild aus Frankfurt. Beide sind 1941
noch von Frankfurt in die USA emigriert.
Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 11. März 1937:
"Statt Karten.
Meta Rothschild - Josef Ludwig Stern.
Verlobte.
Frankfurt am Main, Elkenbachstraße 14 -
Dittlofsroda/Bayern / Frankfurt am Main. März
1937." |
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Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 20. August 1937:
"Statt Karten Josef-Ludwig Stern - Meta Stern geb.
Rothschild. Vermählte.
Dittlofsroda/Bayern - Frankfurt am Main
- Frankfurt am Main, Elkenbachstraße 14
Trauung: Sonntag, 22. August 1937 1 3/4 Uhr Synagoge Hermesweg
Frankfurt am Main." |
Zur Geschichte der Synagoge
Eine Synagoge in Dittlofsroda wird 1795 erstmals
genannt. Nach dem nachstehenden Bericht von 1936 soll sie noch im 17.
Jahrhundert erbaut worden sein.
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 5. März 1936: "Eine
Kleingemeinde. Dittlofsroda, ein kleines Dorf in Unterfranken, am Fuße
der Vorderrhön gelegen, gehört zu dem Rabbinatsbezirk Bad Kissingen und
wird den meisten Lesern fremd erscheinen. Die Gemeinde zählte heute noch
vier jüdische Familien mit insgesamt 11 Seelen und ist durch Ab- und
Auswanderung im Abnehmen begriffen und wird wohl letzten Endes einmal
verwaisen. Eine Synagoge, welche ungefähr im 17. Jahrhundert erbaut
wurde, gleicht von außen her durch Bretterverschlag einer Halle, im
Innenraum verborgt dieselbe jedoch mancherlei Gegenstände im alten
Barockstil. Von besonderem Symbol erscheinen hoch oben vom Oren Hakodausch
herab, die zwei Löwen, das Wahrzeichen Israels. Gottesdienst findet
regelmäßig statt, jedoch ohne Minjan, nur an den höheren Festtagen
erhält die Gemeinde von auswärts die fehlenden Männer. Auch bestehen
bei der Synagoge sogenannte Rechte. Eine Nebenhalle, welche zur
Aufbewahrung von Holz und dergleichen dient, wird auch von
Andersgläubigen in Anspruch genommen und kommt dies daher, dass früher
jüdischer Anwesen in andere Hände gelangten und dies sich somit
forterbte. Es wurde immer gesagt: 'Altes Recht bleibt.' Wollen wir das
euch für uns immer hoffen. J.St." |
Die Synagoge ist letztmals 1929 renoviert worden.
1938 vereinbarten die in Dittlofsroda noch lebenden jüdischen Personen mit
denen im benachbarten Völkersleier,
einmal monatlich, an einem Schabbat, einen gemeinsamen Gottesdienst abzuhalten,
und zwar abwechselnd in der Synagoge von Dittlofsroda und in der Synagoge von
Völkersleier.
Beim Novemberpogrom 1938 wurden die Inneneinrichtung
und die Ritualien der Synagogen zerstört. Das Gebäude blieb erhalten, wurde
jedoch 1977 abgebrochen. An seiner Stelle befindet sich ein Gemüsegarten.
Erhalten blieben einige 20 cm hohe Grundmauern und die Stufen, die zur Synagoge
führten.
Eine Gedenktafel am Gemeindehaus (neben dem "Schützenhaus") erinnert
an die jüdische Gemeinde mit dem Text: "In Dittlofsroda bestand eine
jüdische Kultusgemeinde, deren Synagoge sich im Straßenzug 'Zum Schondratal'
zwischen Nr. 2 und 8 befand. Die Gemeinde gedenkt ihrer ehemaligen jüdischen
Mitbürger. Zur Erinnerung und Mahnung".
Adresse/Standort der Synagoge:
Gartengrundstück hinter den heutigen Garagen zwischen den Häusern 2 und 10 der Straße
"Zum Schondratal";
zum Synagogengrundstück führt ein Pfad links des Hauses "Zum Schondratal
2" (vgl. Fotos unten)
Fotos
| Gedenktafel |
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Foto: Jürgen Hanke,
Kronach (2004); aus www.synagogen.info |
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Das Grundstück der
ehemaligen
Synagoge im Frühjahr 2010
(Fotos: Elisabeth Böhrer,
Aufnahmedatum 30.4.2010) |
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An der Straße "Zum
Schondratal": zwischen den Gebäuden 2 und 10: das
Synagogengrundstück liegt im Bereich hinter der mittleren und rechten
Garage |
Links des Hauses "Zum
Schondratal 2"
führt ein Pfad zum Grundstück
der ehemaligen Synagoge
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Gartengrundstück,
auf dem die Synagoge stand. Die Grundmauern der Synagoge
sind noch teilweise erhalten. |
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Links und Literatur
Links:
Literatur:
 | Baruch Z. Ophir/Falk Wiesemann: Die
jüdischen Gemeinden in Bayern 1918-1945. Geschichte und Zerstörung. 1979
S. |
 | Israel Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in
Bayern. Eine Dokumentation der Bayerischen Landeszentrale für politische
Bildungsarbeit. A 85. 1988. 1992² S. 50-51. |
 | Pinkas Hakehillot: Encyclopedia of Jewish
Communities from their foundation till after the Holocaust. Germany -
Bavaria. Hg. von Yad Vashem 1972 (hebräisch) S. 452-453.
|
 | Volker Rieß: Jüdisches Leben in und um Hammelburg.
Katalog zur Ausstellung im Stadtmuseum Herrenmühle 12. Oktober – 10.
Dezember 2000, Hammelburg 2001.
|
 | Cornelia Binder und Michael (Mike) Mence: Last Traces /
Letzte Spuren von Deutschen jüdischen Glaubens im Landkreis Bad Kissingen.
Schweinfurt 1992. |
 | dieselben: Nachbarn der Vergangenheit / Spuren von
Deutschen jüdischen Glaubens im Landkreis Bad Kissingen mit dem Brennpunkt
1800 bis 1945 / Yestervear's Neighbours. Traces of German Jews in the
abministrative district of Bad Kissingen focusing on the period
1800-1945. Erschienen 2004. ISBN 3-00-014792-6. Zu beziehen bei den
Autoren/obtainable from: E-Mail.
Info-Blatt
zu dieser Publikation (pdf-Datei).
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Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the
Holocaust".
First published in 2001 by NEW
YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad
Vashem Jerusalem, Israel.
Dittlofsroda Lower
Franconia. The Jewish population numbered 68 in 1816 (total 383), declining
immediately thereafter mainly through emigration to the United States (including
18 in 1830-1854). A synagogue was built in 1795. Seventeen Jews were present in
the Nazi era; 13 left in 1936-39, 11 for other German cities. The last two were
deported to the Theresienstadt ghetto in September 1942.

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