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zu den Synagogen in
Baden-Württemberg
Sulzburg
(Kreis Breisgau-Hochschwarzwald)
Jüdische Geschichte / Betsaal/Synagoge
Übersicht:
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english
version)
Die Geschichte der Sulzburger jüdischen Gemeinde geht in
die Zeit des 16. Jahrhunderts zurück. Erstmals werden 1528 Juden am Ort
genannt. Die Stadt wird vor allem Zuzug durch einige der aus Orten um Freiburg
1523 vertriebenen Juden erhalten haben (u.a. Krozingen, Gottenheim). Unter
Markgraf Georg Friedrich (1604-1622) wurden die Juden vertrieben.
1716 waren wieder vier Familien in der Stadt. Von da an war
Sulzburg bis ins 19. Jahrhundert geistiges und kultisches Zentrum der Juden in
der Markgrafschaft. Obwohl die Sulzburger Juden bis ins 19. Jahrhundert hinein
von dem ihnen erlaubten Getreide-, Wein-, Tabak- und Viehhandel unter durchaus
armseligen Bedingungen lebten, war ihr Anteil am Leben und an der Kultur der
Stadt schon damals beträchtlich. 1864 umfasste die jüdische Gemeinde mit
416
Personen ein Drittel der Stadtbevölkerung.
Aus Sulzburg stammte Gustav Weil
(1808-1889), der als Professor für orientalische Sprachen in Heidelberg vor
allem durch seine Übersetzung von "Tausendundeiner Nacht" bekannt wurde.
Bis 1887 bestand ein Rabbinat in Sulzburg, dann wurde es nach Freiburg verlegt.
Nach den Deportationen in der NS-Zeit kamen von den
1933 in
Sulzburg wohnhaften 94 jüdischen Personen mindestens 22 ums Leben.
Links:
Gedenken in der Synagoge mit den Namen der 1933 in Sulzburg wohnhaften
jüdischen Personen und ihrem weiteren Schicksal.
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Zur Geschichte des Betsaals/der Synagoge
1543/44 erhielten die beiden
damals aufgenommen Juden Isayas und Jössli in ihren Schutzbriefen die
Erlaubnis, in ihren Wohnungen "eines jeden Jahres auf den langen Tag
(gemeint der Versöhnungstag) eine Schul oder Synagoge aufzurichten und dazu
einen Vorsinger oder Schulmeister zu halten, der sie, ihre Weiber, Kinder und
Gesinde, nach ihrem Gebrauch und ihrer Gewohnheit lehre, samt des Vorsingers
Weib und Kinder in ihren Behausungen bis zum Ausgang ihrer Schutzzeit". Auf
Sonntag Exaudi 1546 bewilligte Markgraf Ernst allen Sulzburger Juden dieses
Recht. Vermutlich wurde daraufhin ein Betsaal eingerichtet.
Nach der Wiederansiedlung im 18. Jahrhundert war wiederum
ein Betsaal vorhanden, bis 1822 eine Synagoge in der Mühlbachstrasse
(im Volksmund "Judengasse") erbaut werden konnte. Architekt dieser
Synagoge war Johann Ludwig Weinbrenner, ein Neffe des badischen Architekten
Friedrich Weinbrenner (Karlsruhe). Sie wurde in einem spätbarock-klassizistischen
Mischstil erbaut. Im Innern überwiegen klassizistische Stilmerkmale; die großen
Rundfenster im Obergeschoss nehmen ein barockes Elemente auf. Der
Eingangsbereich ist geprägt von einem vorgestellten, giebelbekrönten Portikus.
Der Innenraum wurde an drei Seiten von Emporen eingefasst, die durch zwei im
Innern des Gebäudes liegende hölzerne Wendeltreppen erschlossen sind. Zwischen
den Emporen ist der Innenraum mit einer hölzernen Tonne überwölbt. Da die
Empore durch eine regelmäßige Reihe von Pfeilern mit Kapitellen gestützt
wird, entsteht ein dreischiffiger Raum. Nach dem Urteil des Freiburger
Professors und Kreisbaumeisters Christoph Arnold vom 12. Oktober 1822 war die
neue Synagoge in Sulzburg "solid und meistermäßig" hergestellt,
deren "gründliche Ausführung" dem "Entrepreneur" zur Ehre
gereiche.
1876/77 wurde die Synagoge renoviert. Dabei wurde im
Untergeschoss ein rituelles Bad eingebaut. Der Sternenhimmel des Tonnengewölbes
verschwand zugunsten einer kassettenförmigen Deckenfassung. Auch die
Scherengitter der Emporen wurden entfernt. Mit einem Festgottesdienst feierte
die gesamte Sulzburger Bürgerschaft mit der israelitischen Gemeinde das in
neuem Glanz erstandene Gotteshaus. Auch in den folgenden Jahrzehnten wurden
immer wieder Renovierungen oder bauliche Verbesserungen durchgeführt. 1920
erhielt die Synagoge elektrisches Licht. Während der Wintermonate wurden die
Gottesdienste – um Heizmaterial zu sparen - teilweise im Israelitischen
Gemeindehaus (Mühlbachstraße 1) abgehalten, wo im Erdgeschoss zwei Räume zur
Nutzung als Betsaal eingerichtet waren.
Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Synagoge schwer
demoliert. Über die Vorgänge an diesem Tag in Sulzburg liegen nähere
Informationen aus den Prozessakten der II. Strafkammer des Landgerichts Freiburg
vor. Bei diesem Prozess am 15. Dezember 1947 wurde der frühere Müllheimer
Kreisleiter Hugo Grüner als Drahtzieher der Aktionen in Abwesenheit verurteilt.
Schon am Nachmittag des 9. November 1938 hatte die Gendarmeriestation
Heitersheim, zu deren Postenbereich Sulzburg gehörte, vom Gendarmeriekreis Müllheim
den Auftrag erhalten, sämtliche Beamte am kommenden Morgen um 8 Uhr zum Rathaus
in Sulzburg zu beordern. Noch vor 6 Uhr fuhren am Morgen des 10. November
etliche Beteiligte des Pogroms, darunter zwei Gestapobeamte aus Müllheim, in
Sulzburg ein. Auch Kreisleiter Grüner erschien zusammen mit einigen "politischen
Leitern" und gab bekannt, dass etwas gegen die Juden geschehen müsse.
Zwischen 7.00 und 7.30 Uhr kamen mehrere Omnibusse von Westwallarbeitern zur
Durchführung der "Judenrazzia" nach Sulzburg. Nachdem die jüdischen
Männer inzwischen verhaftet und auf das Rathaus gebracht worden waren, drangen
die Westwallarbeiter in die jüdischen Häuser ein und begannen ihr Zerstörungs-
und Plünderungswerk. Sämtliche jüdischen Häuser sowie die Synagoge und die jüdische
Schule wurden schwer beschädigt und geplündert. Glücklicherweise konnte die
Synagoge nicht angezündet werden, da die Nachbarhäuser zu eng daneben standen.
1939 erwarb die politische Gemeinde das Synagogengebäude. Eine Turnhalle sollte
in ihr eingerichtet werden. Zeitweise wurde das Gebäude jedoch als Depot der
Universitätsbibliothek Freiburg genutzt. Nach dem Krieg wurde das Gebäude
beschlagnahmt und kam über die jüdische Vermögensverwaltung JRSO zunächst an
die jüdische Kultusgemeinde Südbaden zurück. 1954 wurde sie an einen
Privatmann für gewerbliche Zwecke verkauft. Danach diente das einstige
Gotteshaus als Lagerraum und Fabrikhalle.
Die Bemühungen um den Erhalt der Sulzburger Synagoge
gehen in die Zeit Anfang der 1960er-Jahre zurück. 1964 nahm sich ein
Freundeskreis um den aus Sulzburg stammenden jüdischen Bürger Hugo Bloch, München,
der Synagoge an. Es wurde vorgeschlagen, einen Betsaal, einen Vortragssaal und
ein Heimatmuseum in dem Gebäude einzurichten. Erste Besprechungen mit dem
Landratsamt und dem Landesdenkmalamt 1964 kamen ein Jahr später ins Stocken, da
sich der Besitzer weigerte, das Synagogengebäude zu verkaufen. 1974 sollte das
Gebäude wegen seines schlechten Zustandes abgebrochen werden. Das
Landesdenkmalamt, das bereits für 1965 einen Zuschuss vorgemerkt hatte, ergriff
die Initiative zum Erhalt der Synagoge. 1976 war der Besitzer zum Verkauf
bereit. 1977 kaufte die Gemeinde Sulzburg das Gebäude. Unter den Architekten
Edi Guggenheim und Wolfgang Hertel wurden die Restaurierungsarbeiten begonnen.
Intensive Überlegungen fanden zur künftigen Nutzung des Gebäudes statt. 1978
wurde die Anna-Hugo-Bloch-Stiftung mit der Aufgabe begründet, die israelitische
Kultusgemeinde in Sulzburg wieder zu beleben. Aus der ehemaligen Synagoge sollte
wieder ein jüdisches Gemeindezentrum werden. Da damals jedoch keine Aussichten
bestanden, dass in Sulzburg wieder eine jüdische Gemeinde entstehen konnte,
wurde der Plan nicht verwirklicht.
1979 wurde die ehemalige Synagoge in das
Schwerpunktprogramm Denkmalpflege des Landes Baden-Württemberg aufgenommen und
für ihre Wiederherstellung ein Zuschuss von 1,6 Millionen DM (= ca. 800.000
€) bewilligt. Bei den Restaurierungsarbeiten, die unter Federführung von
Prof. Wolfgang Stopfel vom Landesdenkmalamt Freiburg durchgeführt wurden,
sollte das Haus möglichst in den alten Zustand vor 1938 versetzt werden.
Restauriert wurden insbesondere die Außenfassade und der Eingangsbereich sowie
das rituelle Bad. Mit besonderer Sorgfalt wurden die Malereien im Innern
nachgezeichnet, insbesondere das mit Sternen ausgemalte blaue Himmelsgewölbe
der Decke. Ausstattungstücke wie Toraschrein und Lesepult wurden rekonstruiert.
Die Restaurierungsarbeiten konnten 1984 vorläufig abgeschlossen werden. Im
November 1984 wurde in einer Gedenkstunde das Haus als ein Haus der Begegnung für
Stadt und Umgebung eingeweiht. Weitere Restaurierungsarbeiten wurden bis Anfang
1995 schrittweise durchgeführt. Bei einer Veranstaltung zum Abschluss der
Renovierung Anfang Februar 1995 war auch der baden-württembergische Ministerpräsident
Erwin Teufel anwesend. Seit 1989 besteht der "Freundeskreis ehemalige
Synagoge Sulzburg", der für die inhaltliche Arbeit in der ehemaligen
Synagoge verantwortlich ist.
Fotos
Historische Fotos
(Quellen: links Ziwes, Badische Synagogen S. 41; Mitte: L.D.
Kahn, Geschichte bei S. 57)
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| Die Synagoge vor 1900 |
Innenansicht der Synagoge um
1920 |
Fotos nach 1945 und bis zur Gegenwart:
| Fotos aus den 1950er- bis 1970er-Jahren |
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Die ehemalige Synagoge um 1950 (Quelle: Ziwes, Badische
Synagogen S.82) |
Die ehemalige Synagoge in den 1960er-Jahren |
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Synagoge in Sulzburg; rechts
ehemalige jüdische Gastwirtschaft "Zum wilden Mann" |
Bauaufnahme 1977/78: Reste der
Zwischendecke und Empore (Quelle: "Ich bin doch..." von I. Hecht
S. 31) |
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Fotos 1987 nach der
Restaurierung:
(Quelle Sammlung Hahn, Fotos: R. Rasemann) |
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| Außenansichten
der ehemaligen Synagoge |
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| Die renovierte Synagoge 1987 |
Die Gebotstafeln über dem First des westlichen Giebels |
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Fotos Juli/August 2002 (Fotos F)
bzw. Januar 2003:
* Die mit (F) markierten Fotos sind mit freundlicher
Genehmigung von Norbert Floerken übernommen aus der Seite http://www.floerken.de/sulzburg/
Zum Bericht über die Exkursion Freiburger Studenten siehe Seite: http://omnibus.uni-freiburg.de/~post/szbg.html |
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| Eingang zur Synagoge (F)* |
Seitenfassade (F)* |
Blick zum Toraschrein (F)* |
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| Seitenfenster zur Straßenseite (F)* |
Decke - "Sternenhimmel" (F)* |
Frauenempore (F)* |
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| Oberer Teil des ehemaligen Toraschreines mit den
Gebotstafeln |
Gruppe von Studierenden aus Freiburg beim gemeinsamen Foto
in der Synagoge |
Der Sternenhimmel über dem Betsaal |
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| Blick auf ehemaligen Toraschrein |
Erklärungen in der ehemaligen Synagoge durch Jost
Grosspietzsch |
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Fotos 2003
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 27.10.2003) |
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Ansichten der
ehemaligen Synagoge von der Straße |
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Die Gebotstafeln |
Das Eingangsportal |
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Fotos 2007
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 21.3.2007) |
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| Schilder zur Synagoge und zur
ehemaligen jüdischen Gaststätte "Zum Wilden Mann" |
"Gustav-Weil-Straße"
als Erinnerung an den aus Sulzburg stammenden Orientalisten |
Hinweise zur Geschichte der
Synagoge gegenüber dem Gebäude |
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| Blick von Norden |
Die Synagoge in der Abendsonne |
Das Eingangsportal |
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| Der Sternenhimmel auf dem
Tonnengewölbe |
Blick zum Bereich des
Toraschreines und dem darüber befindlichen Rundfenster |
Der Giebel über dem
säulengetragenen Vordach vor dem Toraschrein |
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| Auf der Empore mit den Gittern |
Kapitell über den Säulen |
In der Ausstellung: Plan der
ehemaligen jüdischen Häuser der Stadt |
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| Aufnahmen von der
Frauenempore mit Blick zum ehemaligen Betsaal der Männer und zum Bereich
des Toraschreines |
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Gäste bei der Veranstaltung
am 21. März 2007 (Vorstellung des Buches "Synagogen in
Baden-Württemberg" |
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| Blick von der Gaststätte
"Zum Wilden Mann" (rechts) zur ehemaligen Synagoge |
Hinweistafel "Zum Wilden
Mann" |
Hinweise am Eingang "Zum
Wilden Mann" |
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Werbung für den
Gasthof "Zum Wilden Mann" und für
für Sulzburg - Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 23.
Juni 1904: "Koscher (hebräische Buchstaben links und rechts obere Zeile).
Sulzburg bei Badenweiler
(Luftkurort).
Gasthof z. Wilden Mann. Inh.: Frau Levi Witwe.
Derselbe ist mit dichten Tannenwäldern umgeben und ist daher zur
schnellsten Genesung für Brustleidende, Nervenkranke etc. etc. sehr
geeignet. Näheres durch
Die Obige." |
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Links und Literatur
Links:
Literatur:
 | Germania Judaica III,2 S. 1446. |
 | Franz Hundsnurscher/Gerhard Taddey: Die jüdischen Gemeinden in Baden.
1968. S. 266ff. |
 | Ludwig David Kahn: Die Geschichte der Juden von Sulzburg. Müllheim
1969. |
 | Ingeborg Hecht: Sulzburg. Ein Streifzug durch Geschichte und
Gegenwart. Freiburg 1985 (Reihe: Heimat im Bild). |
 | Bernd Michaelis: Die Geschichte der Juden in Sulzburg. 1987. |
 | Joachim Hahn: Synagogen in Baden-Württemberg. 1987. S. 68ff. |
 | Martin Bier: "Alles wirkliche Leben ist Begegnung". Eine
Ausarbeitung des Freundeskreises Ehemalige Synagoge Sulzburg für die
Besucher von ehemaliger Synagoge und Friedhof. 1991. |
 | Der Jüdische Friedhof in Sulzburg. Katalog zur Ausstellung. Hg.: Freie
Künstlergruppe Freiburg e.V., 1990. |
 | Haus-Bild-Stein: Skulpturen und Bilder von Bernd Völkle. Fotografien der
früheren Synagoge. Katalog zur Ausstellung mit Textbeiträgen von Gabriel Heim,
Wolfgang Heidenreich und Jost Grosspietsch. Sulzburg o.J. |
 | Spuren. Katalog zur Ausstellung J. Brodwolf 1990 in Sulzburg. Mit Beiträgen
über die Deportation der Sulzburger und Müllheimer Juden am 22.10.1940 von
Rolf Schuhbauer, Jost Grosspietsch und Wolfgang Heidenreich. |
 | Jacob Picard 1883-1967. Dichter des deutschen Landjudentums. Katalog zur
gleichnamigen Ausstellung in der ehemaligen Synagoge Sulzburg. Erarbeitet
von Manfred Bosch und Jost Grosspietsch. Freiburg 1992. |
 |
Die Stimme der Wörter der Bilder. Arbeiten von Gerta Haller,
Nikolaus Cybinski, Wolfgang Heidenreich und Jost Grosspietsch. 1996. |
 | "Ich bin doch geborener Sulzburger und
Deutscher". Text von Ingeborg Hecht. Hg. vom Freundeskreis Ehemalige
Synagoge Sulzburg e.V. 1994. |
 |
Franz-Josef Ziwes (Hg.): Badische Synagogen.
1997 S. 40f (Abschnitt zur Synagoge Sulzburg von Jost Grosspietsch). |
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Jüdisches Leben in Sulzburg
1900-1940. Eine Materialsammlung. Hrsg.: Freundeskreis der ehemaligen
Synagoge Sulzburg e.V. |
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Joachim
Hahn / Jürgen Krüger: "Hier ist nichts anderes als
Gottes Haus...". Synagogen in Baden-Württemberg. Band 1: Geschichte
und Architektur. Band 2: Orte und Einrichtungen. Hg. von Rüdiger Schmidt,
Badische Landesbibliothek, Karlsruhe und Meier Schwarz, Synagogue Memorial,
Jerusalem. Stuttgart 2007.
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Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the
Holocaust".
First published in 2001 by NEW
YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad
Vashem Jerusalem, Israel.
Sulzburg Baden. Jews
arrived in the early 16th century and were expelled in 1615 with the rest of the
Jews of the region. The Jewish settlement was renewed in 1716 by four families
expelled from Switzerland and Alsace. From 1727 to 1827, Sulzburg was the seat
of the chief rabbinate of Upper Baden. Throughout the 18th and 19th centuries
the Kahn and Weil families stood at the head of the community. Gustav Weil
(1798-1889), the noted Orientalist, was the first Jewish lecturer to receive
tenure at Heidelberg University without converting. In 1823 a synagogue was
consecrated and at the Jewish elementary school English was taught to prepare
the young for emigration to the United States. Anti-Jewish rioting occured
during the revolutionary disturbances of 1848 and on the eve of Jewish
emancipation in 1862. The Jewish population grew steadily to a peak of 416 in
1864 (total 1,296) but then declined sharply, numbering 84 in 1933. Under the
Nazis the economic boycott was systematically enforced, with the licences of
Jewish cattle traders revoked and Jews forced to liquidate their businesses. On
Kristallnacht (9-10 November 1938), the synagogue and cemetery were vandalized
and Jews were sent to the Dachau concentration camp. In all, 47 Jews emigrated
and ten moved to ohter German cities. The last 27 Jews were deported to the Gurs
concentration camp on 22 October 1940. Eight others were sent to concentration
camps after leaving Sulzburg. In all, 24 perished.

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