Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Monzingen (Kreis Bad Kreuznach) 
Jüdischer Friedhof

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde

Siehe Seite zur jüdischen Geschichte in Monzingen (Seite noch nicht erstellt, interner Link) 
  

Zur Geschichte des Friedhofes  

In Monzingen bestand ein jüdischer Friedhof außerhalb der alten Stadtmauer. Es ist nicht bekannt, wann er angelegt worden ist. Die auf dem Friedhof in Sobernheim erhaltenen Grabsteine des Friedhofes sind aus den Jahren 1853 bis 1913.
  
Der Friedhof musste 1938 auf Befehl der Nationalsozialisten aufgelöst und eingeebnet werden. Die Grabsteine wurden im frühen Herbst 1938 auf den Friedhof Bad Sobernheim überführt und dort aufgestellt. 
   
Dokumentation s. Lit. S. 431: "Der letzten Jüdin von Monzingen, Frau Jettchen Ullmann (geb. 1856), hatte ein hoher Parteifunktionär damit gedroht, dafür zu sorgen, dass auf dem Gelände des jüdischen Friedhofes ein HJ-Heim gebaut würde. Die hochbetagte Frau gab nun nicht eher Ruhe, bis sie erreicht hatte, dass der Friedhof nicht in die Hand der Partei kam, sondern von einem Anlieger als Baugelände für ein Sägegatter gekauft werden konnte. Die Steine wurden von Arbeitern der Firma Marum, die damals noch im Eigentum von Alfred Marum, des letzten Vorstehers der Jüdischen Gemeinde in Sobernheim war, nach Sobernheim gefahren und hier zum überwiegenden Teil in einer Linie aufgestellt. Gleichzeitig fanden noch einige Umbettungen statt, darunter auch die des schon 1907 verstorbenen Ferdinand Ullmann, Ehemann von Jettchen Ullmann."
   
   
       
Lage des Friedhofes     
    
außerhalb der alten Stadtmauer  (genaue Lage ist noch nicht bekannt; nähere Angaben bitte an den Webmaster der "Alemannia Judaica"; Adresse siehe Eingangsseite)  
     
         

Fotos 
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 27.6.2008)

Die Monzinger Grabsteine im 
jüdischen Friedhof Bad Sobernheim
Bad Sobernheim Friedhof 150.jpg (121656 Byte) Bad Sobernheim Friedhof 152a.jpg (103269 Byte)
    Das obere Eingangstor des Friedhofes in Bad Sobernheim, das zum Bereich mit den Monzinger Grabsteinen führt  Grabsteine für Barbara (Bertha) Ullmann (1857-1923) und Babette Kronenberger geb. Mayer (1830-1907) [Dok. 81-82]
     
Bad Sobernheim Friedhof 153.jpg (122805 Byte) Bad Sobernheim Friedhof 152.jpg (132103 Byte) Bad Sobernheim Friedhof 151.jpg (127487 Byte)
Grabsteine [78-80 von links nach rechts] für Ferdinand Ullmann (1871-1907, [78], Johanna Mayer geb. Süß (gest. 1900, [79a]) und Jacob Mayer (1832-1896, [79b]), Angelius Fried (?, gest. 1913, [80]) Grabsteine [Dok. 81-84 von links nach rechts] für (81-82 siehe oben rechts): Michael Ullmann (1820-1905, [83]) und Henriette Ullmann geb. Herz (1822-1888, [84]) Grabsteine [Dok. 85-90 von links nach rechts] für: 85-86 unlesbar, Esther gen. Klara Fried geb. Meyer (1819-1863, [87]), Salomon Fried (1809-1889, [88]), Eva Ullmann geb. Roos (gest. 1853, [89] und Hedwig Ullmann (?, gest. 1896, [90])
     

   
    

Links und Literatur

Links:

Website der Stadt Monzingen      
Website der VG Bad Sobernheim

Literatur:        

Maren Heyne: Stille Gärten - beredte Steine. Jüdische Friedhöfe im Rheinland. Bonn 1994 S. 132-133. 
Dokumentation Jüdische Grabstätten im Kreis Bad Kreuznach. Geschichte und Gestaltung. Reihe: Heimatkundliche Schriftenreihe des Landkreises Bad Kreuznach Band 28. 1995. S. 431-456 (innerhalb des Abschnittes zu Bad Sobernheim).   
  

     

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 13. Oktober 2010