Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Bad Mingolsheim mit Bad Langenbrücken (Gemeinde Bad Schönborn, Landkreis Karlsruhe) 
Jüdische Geschichte / Betsaal/Synagoge

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Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde  
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Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer   
Zur Geschichte der Synagoge   
Fotos / Darstellungen
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Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english version)

In dem bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts zum Hochstift Speyer gehörenden Mingolsheim bestand eine jüdische Gemeinde bis 1935. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 18. Jahrhunderts zurück. 1740 waren vier jüdische Familien am Ort, 1785 sechs.  
  
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Zahl der jüdischen Einwohner wie folgt: 1825 43 jüdische Einwohner (2,6 % von 1.677 Einwohnern), 1832 40, 1836 54, 1830 52, 1864 67, 1871 69, 1875 höchste Zahl mit 77 Personen (3,9 % von insgesamt 1.972), 1880 70, 1885 65, 1890 60, 1900 53 (2,5 % von 2.128), 1910 32 (1,4 % von 2.251). 
  
An Einrichtungen hatte die Gemeinde eine Synagoge (s.u.), eine jüdische Schule (mit Lehrerwohnung in dem als Wohnhaus erhaltenen Gebäude Friedrichstraße 25) und ein rituelles Bad. Die Toten der Gemeinde wurden zunächst in Obergrombach, seit 1878 auf einem eigenen Friedhof beigesetzt. Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war ein Lehrer angestellt, der zugleich als Vorbeter und Schochet tätig war (siehe Ausschreibungen der Stelle unten). 1827 wurde die Gemeinde dem Rabbinatsbezirk Bruchsal zugeteilt. 
  
Zur jüdischen Gemeinde Mingolsheim gehörten die in Bad Langenbrücken lebenden jüdischen Personen. Hier hatten sich seit 1875/80 einige jüdische Personen / Familien niedergelassen. 1880 lebten sechs jüdische Personen am Ort, 1889 9, 1895 wurde die Höchstzahl von 26 jüdischen Einwohnern am Ort erreicht; 1905 17, 1910 11.  
 
Im Ersten Weltkrieg fiel aus der jüdischen Gemeinde Wilhelm Moses. Sein Name steht auf dem Gefallenendenkmal des Ortsfriedhofes bei der Friedhofshalle. Theodor Neumann wurde dreimal verwundet, mehrfach ausgezeichnet und zum Unteroffizier befördert. 
  
Um 1925, als noch 24 Personen zur jüdischen Gemeinde gehörten (dazu die in Langenbrücken lebenden 11 jüdischen Personen), war Vorsteher der Gemeinde Ferdinand Neumann. Die beiden schulpflichtigen jüdischen Kinder der Gemeinde erhielten ihren Religionsunterricht durch Lehrer Jakob Lewin aus Malsch. Auch 1932 war Gemeindevorsteher Ferdinand Neumann.      
    
Die jüdischen Familien in Mingolsheim lebten hauptsächlich vom Vieh- und Getreidehandel. Um 1900 entstanden am Ort mehrere jüdische Zigarrenfabriken, von denen zwei 1933 noch betrieben wurde. An ehemaligen, teilweise bis nach 1933 bestehenden Handels- und Gewerbebetrieben im Besitz jüdischer Familien / Personen sind bekannt: Zigarrenfabrik Eschelmann (Friedrichstraße 48), Viehhandlung und Landwirtschaft Julius Falk (Leopoldstraße 11), Koschere Metzgerei Albert Max und Hopfenhandlung Nathan Mayer (Leopoldstraße 9), Viehhandlung Abraham Moses (Bruchsaler Straße 11), Zigarrenfabrik J. Östreicher jun. OHG, Teilh. Ferdinand Neumann, Theodor Neumann und Albert Östreicher (Friedrichstraße 29, beschäftigte etwa 30 Personen), Viehhandlung und Landwirtschaft Moritz und Max Östreicher (Leopoldstraße 3), Zigarrenfabrik Max Oppenheimer (Leopoldstraße 7), Zigarrenfabrik Reiß-Mayer (Friedrichstraße 27), Zigarrenfabrik Gustav Stein (Friedrichstraße 58, beschäftigte etwa 30 Personen).    
 
In Bad Langenbrücken bestanden bis nach 1933 an jüdischen Gewerbebetrieben: "Badische Möbelwerke AG", Inhaber Isak und Gustav Basnitzki (Fabrik gegenüber Bahnhof, Wohnhaus Huttenstraße 27), Zigarrenfabrik Falk-Streckfuß, Teilhaber Eugen und Josef Falk (Insel 1), Tabak- und Hopfenhandlung Theodor Isaac (Dammstraße 2/II). 
  
1933 lebten noch 13 jüdische Personen am Ort (0,5 % von 2.354 Einwohnern; zur Gemeinde gehörten acht in Langenbrücken lebende jüdische Personen). Auf Grund der Folgen des wirtschaftlichen Boykotts, der zunehmenden Entrechtung und der Repressalien sind die meisten von ihnen in der Folgezeit vom Ort verzogen beziehungsweise ausgewandert. Zwischen 1935 und 1938 mussten alle jüdischen Unternehmen geschlossen werden. Auswanderungen der jüdischen Einwohner gab es nach Argentinien, Palästina, Frankreich und in die USA. Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Synagoge demoliert (s.u.). Max Östreicher wurde verhaftet und in das KZ Dachau eingewiesen. Die letzten vier jüdischen Einwohner wurden am 22. Oktober 1940 nach Gurs deportiert.   
     
Von den in Mingolsheim geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"):  Elsa Falk (1893), Emma Falk geb. Spiegel (1899), Julius Falk (1898), Rosa Löwe geb. Östreicher (1859), Martha Mayer geb. Reiss (1882), Franziska Moses geb. Reiss (1878), Hugo Moses (1888), Sofie Oppenheimer geb. Stein (1874), Alice Stein (1901), Heinrich (Heinz) Stein (1907), Julius Stein (1897), Lena (Lina) Stein (1876).     
  
Von den in Langenbrücken geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Siegfried Basnizki (1889), Josef Falk (1892), Selma Isack (1888).   
   
   
  

Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde 
 
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer  
Ausschreibungen der Stelle des Religionslehrers / Vorbeters / Schochet 1872 / 1878 / 1882 / 1887 / 1892 / 1903    

Mingolsheim Israelit 29051872.jpg (63999 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 29. Mai 1872: "Bruchsal. Die Religionslehrer-, Kantor-, Schächterstelle zu Mingolsheim diesseitigen Rabbinatsbezirks, wird mit einem Fixum von 350 Gulden, einer schönen freien Wohnung für einen Ledigen oder Verheirateten nebst dem gesetzlichen Schulgeld und den auf 200 Gulden sich belaufenden Gefällen, andurch zur Bewerbung ausgeschrieben. Reflektierende haben innerhalb 14 Tagen ihre Anmeldungen mit den notwendigen, beglaubigten Zeugnisabschriften belegt, franko anher einzusenden. 
Die Großherzogliche Badische Bezirkssynagoge zu Bruchsal: L. Schlessinger."   
 
Mingolsheim Israelit 23101878.jpg (45132 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 23. Oktober 1878: "In der Gemeinde Mingolsheim (Baden) ist die Stelle eines Religionslehrers, Vorsängers und Schächters bald zu besetzen. Das Einkommen beträgt neben freier Wohnung 1.000 Mark jährlich. Unverheiratete Bewerber wollen ihre Gesuche und Zeugnisse an den Unterzeichneten einsenden.
Bruchsal, den 8. Oktober 1878. Dr. J. Eschelbacher, Bezirksrabbiner."  
 
Mingolsheim Israelit 23011882.jpg (48436 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 23. Januar 1882: "Die mit einem Gehalt von 600 Mark, Nebeneinnahmen von ca. 400 Mark und freier Wohnung verbundene Stelle eines Religionslehrers, Vorsängers und Schächters in der Gemeinde Mingolsheim soll baldigst, und zwar womöglich mit einem seminaristisch gebildeten Lehrer wieder besetzt werden. Unverheiratete Bewerber wollen ihre Zeugnisse in beglaubigter Abschrift an den Unterzeichneten senden.
Bruchsal, 19. Januar 1882. Dr. J. Eschelbacher, Bezirksrabbiner."  
 
Mingolsheim Israelit 01091887.jpg (89524 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 1. September 1887: "Die mit freier Wohnung, festem Gehalt von 600 Mark und Akzidenzien im Betrage von ca. 400 Mark verbundene Stelle eines Religionslehrers, Kantors und Schächters in Mingolsheim soll baldigst mit einem unverheirateten Lehrer, möglichst einem badischen Schulkandidaten, besetzt werden. Meldungen mit Zeugnissen in beglaubigter Abschrift sind an die unterzeichnete Stelle zu senden. Die Bewerber um die jetzt bereits zur Besetzung gelangte Religionsschulstelle in Malsch, welche ihre Stellung auch für diejenige in Mingolsheim aufrecht zu erhalten wünschen, wollen ihre diesbezügliche Absicht baldigst hierher mitteilen. 
Bruchsal, 29. August 1887. Die Bezirkssynagoge."   
 
Mingolsheim Israelit 14111892.jpg (62822 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 14. November 1892: "Die mit freier Wohnung, einem festen Gehalte von 600 Mark und Nebeneinnahmen in ungefähr gleichem Betrage verbundene Stelle eines Lehrers, Vorsängers und Schächters in Mingolsheim soll baldigst wieder besetzt werden. Seminaristisch gebildete, ledige Bewerber werden bevorzugt. Den Meldungen sind nur solche Zeugnisse beizulegen, die nicht zurückgeschickt zu werden brauchen. Dieselben sind zu richten an   
Die Bezirkssynagoge. Bruchsal, 11. November 1892."  
    
Ausschreibung im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 24. April 1903: "Religionslehrer, Schächter und Vorbeter per bald in Mingolsheim, Gehalt 850 Mark, freie Wohnung und ca. 400 Mark Nebeneinnahmen. Meldungen seminaristisch gebildeter Bewerber zu richten an die Bezirkssynagoge in Bruchsal." 

  
   
    

Zur Geschichte des Betsaals / der Synagoge

Da nur wenige Dokumente zur Synagogengeschichte vorhanden sind, bleiben manche Frage zur Geschichte der Synagoge in Mingolsheim offen. Zunächst war ein Betsaal vorhanden, der sich nach 1837 im Haus von Herz Sichels Witwe befand. Da die Zahl der jüdischen Einwohner in diesem Jahr gerade 50 Personen in elf Familien überschritten hatte und eine weitere Zunahme zu erwarten war, plante man seit diesem Jahr den Bau einer Synagoge. Am 1. August 1837 bat die jüdische Gemeinde bei den zuständigen Behörden um die Erlaubnis zur Durchführung einer Kollekte für den geplanten Synagogenbau. Das Oberamt Bruchsal wollte auf Grund der noch zu kleinen Seelenzahl das Vorhaben nicht unterstützen. So blieb es vermutlich beim Betsaal im Haus von Herz Sichels Witwe. Eine Unklarheit im Blick auf die weitere Geschichte entsteht dadurch, dass die Portalinschrift der nach der Darstellung von Willy Messmer (s. Lit.) erst 1882 erbauten Synagoge die Jahreszahl 1846 aufweist. Möglicherweise wurden in diesem Jahr an diesem Gebäude (ehemaliges Haus von Herz Sichels Witwe?), einige bauliche Veränderungen vorgenommen.   
     
Zum Neubau einer Synagoge und zur Anlegung eines Baufonds wurde 1853 ein Vertrag unterzeichnet mit den zwölf Haushaltsvorständen der israelitischen Gemeinde, der in  Gegenwart des Bürgermeisters Heintzmann und des Ratschreibens Ducherer am 4. Januar 1853 unterzeichnet wurde. Nach diesem Vertrag hatten "alle Wochen" zu bezahlen: Isack Stein 4 Gulden, Wolf Östreicher 8 Gulden, Mayer Hanf 5 Gulden, Jensch Baum 4 Gulden, Salomon May 4 Gulden, Abraham Moses 6 Gulden, Isack Östreicher 6 Gulden, Niehm Hanf 7 Gulden, Jakob Stein 8 Gulden, David Östreicher 8 Gulden, Hertz Siegels Witwe 3 Gulden und Kaufmann Wetzlar 5 Gulden.   
     
Es brauchte dennoch einige weitere Jahre, bis 1882 auf dem Grundstück Friedrichstraße 25 eine Synagoge erbaut beziehungsweise neu eingerichtet werden konnte. Die Portalinschrift von 1846 blieb über dem Eingang erhalten. Der Synagogenrat der Gemeinde erließ eine Synagogen-Ordnung, die von Felix Mayer unterzeichnet und am 28. Dezember 1882 vom Großherzoglichen Bezirksamt Bruchsal zum Vollzug genehmigt wurde. Über 50 Jahre diente das Gebäude als gottesdienstliches Zentrum der Mingolsheimer Gemeinde. Inwieweit in den 1930er-Jahren auf Grund der zurückgegangenen Zahl der jüdischen Gemeindeglieder noch regelmäßig Gottesdienste stattfanden, ist nicht bekannt.     
      
Am 1. April 1938 wurde das Gebäude von der israelitischen Gemeinde verkauft und von dem neuen Besitzer nun als Scheune beziehungsweise Lagerraum genutzt. Obwohl das Gebäude in nichtjüdischem Besitz war, erschienen beim Novemberpogrom 1938 am 10. November vier SA-Leute und wollten das ehemalige Synagogengebäude mit Benzin übergießen und anzünden. Anführer der Gruppe war der Leiter der Mingolsheimer SA-Reserve. Nur auf Grund des Protestes eines Nachbarn, der darauf hinwies, dass das Gebäude inzwischen in nichtjüdischem Privatbesitz sei, ließen die SA-Leute von der Zerstörung ab.   
      
Am Synagogengebäude ist noch die Inschrift über dem Eingang (Psalm 118,20 und Jahreszahl 1846) erhalten. Nach einer Neubebauung der anliegenden Grundstück ist sie jedoch nicht mehr von außen sichtbar.   
   
  

Fotos 
Historische Fotos: 

Historische Fotos sind nicht bekannt, eventuelle Hinweise bitte an
den Webmaster, E-Mail-Adresse siehe Eingangsseite


Fotos nach 1945/Gegenwart:  

Foto um 1965:
(Quelle: Hundsnurscher/Taddey s. Lit. Abb. 13)
Mingolsheim Synagoge 001.jpg (100454 Byte)   
   Baufälliger Zustand   
     
Fotos um 1985:
(Foto: SW von Hahn 1983; Farbfotos bei W. Messmer s.Lit. S. 87f)
Mingolsheim Synagoge 002.jpg (76392 Byte) Mingolsheim Synagoge 003.jpg (58113 Byte)
    Das Dach ist zur Sicherung wiederhergestellt Die Außenanlage verändert sich
        
    Mingolsheim Synagoge 004.jpg (52333 Byte) Mingolsheim Synagoge 005.jpg (62682 Byte)
   Portalinschrift aus Psalm 118,20 Wohnhaus 
     
Fotos 2003/04:
(Foto Mitte: Hahn, Aufnahmedatum 14.10.2003; die beiden anderen Fotos Sommer 2004 von J. Krüger, Karlsruhe)
Mingolsheim Synagoge 191.jpg (34550 Byte) Mingolsheim Synagoge 151.jpg (37375 Byte) Mingolsheim Synagoge 190.jpg (46318 Byte)
Das Gebäude ist verputzt; Blick von der Nordwestecke Blick von der Südseite, der Blick auf die ehemalige Synagoge ist nicht mehr möglich Links: Wohnhaus vor der Synagoge, in dem sich die ehemalige jüdische Religionsschule befand

     
   

Links und Literatur

Links:

Website der Gemeinde Bad Schönborn  
Zur Seite über den jüdischen Friedhof in Bad Mingolsheim (interner Link)  

Literatur:

Franz Hundsnurscher/Gerhard Taddey: Die jüdischen Gemeinden in Baden. 1968. S. 40.
Willy Messmer: Juden unserer Heimat. 1986.
Jürgen Stude: Geschichte der Juden im Landkreis Karlsruhe. 1990.
Joseph Walk (Hrsg.): Württemberg - Hohenzollern - Baden. Reihe: Pinkas Hakehillot. Encyclopedia of Jewish Communities from their foundation till after the Holocaust (hebräisch). Yad Vashem Jerusalem 1986. S. 253-254.  
synagogenbuch-1.jpg (32869 Byte)Joachim Hahn / Jürgen Krüger: "Hier ist nichts anderes als Gottes Haus...". Synagogen in Baden-Württemberg. Band 1: Geschichte und Architektur. Band 2: Orte und Einrichtungen. Hg. von Rüdiger Schmidt, Badische Landesbibliothek, Karlsruhe und Meier Schwarz, Synagogue Memorial, Jerusalem. Stuttgart 2007.    
  
  

  


 

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the Holocaust". 
First published in 2001 by NEW YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad Vashem Jerusalem, Israel.

Bad Mingolsheim  Baden. Jews first settled in the 18th century. Their population reached 77 in 1875 (total 1,972). In the early 20th century they opened eight cigarette factories and continued to be active as cattle traders, brokers, and shopkeepers. The exodus of the young reduced the Jews population to 11 in 1933. All but four Jews left in 1938. The latter were deported to the Gurs concentration camp on 22 October 1940. 
    

   

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 04. Mai 2009