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zu den Synagogen in
Baden-Württemberg
Ilvesheim mit
Seckenheim (Rhein-Neckar-Kreis)
Jüdische Geschichte / Betsaal/Synagoge
Übersicht:
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde
(english
version)
In dem bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts zur Kurpfalz gehörenden
Ilvesheim bestand eine jüdische Gemeinde bis 1938. Ihre Entstehung geht in die
Zeit des 17. Jahrhunderts zurück. Erstmals werden um 1700 Juden am Ort
genannt (1709 kaufte Simon, Schutzjude der Freiherren von Hundheim, in Ilvesheim
ein Haus). Das jüdische Wohngebiet konzentrierte sich zunächst auf die
Hauptstraße.
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Zahl der jüdischen Einwohner
wie folgt: 1825 150 jüdische Einwohner (14,5 % von insgesamt 1.034 Einwohnern),
1842 gleichfalls 150, Höchstzahl um 1864 mit 156 jüdischen Einwohnern,
1871 122, 1875 107 (7,5 % von 1.435), 1900 53 (2,9 % von 1.832), 1910 38 (1,9 %
von 1.985).
An Einrichtungen hatte die jüdische Gemeinde eine Synagoge (s.u.),
eine jüdische Schule (von 1835 bis 1876 öffentliche israelitische
Elementarschule im Synagogengebäude, danach Religionsschule), ein rituelles Bad
und ein Friedhof. Zur Besorgung religiöser
Aufgaben der Gemeinde war im 19. Jahrhundert ein Lehrer angestellt, der
zugleich als Vorbeter und Schochet tätig war. Zum Tod des früh verstorbenen
jüdischen Lehrers Jacob Bernheim 1841 siehe den Bericht unten. 1827 wurde die Gemeinde dem Rabbinatsbezirk Ladenburg zugeteilt.
Im 19.
Jahrhundert hatten die Juden des Dorfes als Handelsleute, Makler und Trödler
größere wirtschaftliche Bedeutung für den Ort.
Bis nach 1933 waren noch folgende Gewerbebetriebe im Besitz jüdischer
Familien / Personen: Praktischer Arzt Dr. Sigmund Friedlein (Praxis
Deidesheimer Straße 8; Dr. Friedlein verließ am 23. Januar 1933 Ilvesheim um
eine Stelle in einem Mannheimer Krankenhaus zu übernehmen), Viehhandlung Julius Kahn
(Verbindungsstraße 1), Landesproduktenhandlung Leo Kaufmann (Hauptstraße 31 mit Magazin Gässel 3), Textilhaus Moritz Kaufmann (Schloßstraße
16), Tabakhandlung Max und Adolf Kuhn (Hauptstraße 28 mit Magazin in der Neuen
Schulstraße). An der Blindenschule Ilvesheim war von 1905 bis 1935 als
Arbeitslehrer Herbert Hammel tätig; er war selbst blind.
Um 1925, als noch 23 jüdische Einwohner gezählt wurden (1,0 % von
insgesamt 2.411 Einwohnern), war Vorsteher der jüdischen Gemeinde Adolf Kuhn. Damals gehörten
zur Ilvesheimer Gemeinde auch die in Seckenheim lebenden jüdischen Personen
(1925 12, 1932 13). Auch 1932 war Adolf Kuhn noch Vorsteher der Gemeinde.
Schriftführer war der in Mannheim-Seckenheim lebende J. Marx.
1933 lebten 28 jüdische Personen am Ort (1,0 % von 2.866 Einwohnern). Auf
Grund der Folgen des wirtschaftlichen Boykotts, der zunehmen Repressalien und
der Entrechtung verließen die meisten von ihnen in den folgenden Jahren den
Ort. Ab 1936 waren die jüdischen Geschäftsinhaber gezwungen, ihre Geschäfte
zu liquidieren und auszuwandern. Neun Gemeindeglieder konnten in die USA
emigrieren, anderen verzogen zunächst nach Mannheim. Vier der jüdischen
Einwohner verstarben noch in Ilvesheim. Beim Novemberpogrom 1938 wurde
die Synagoge zerstört (s.u.), sechs jüdische Männer wurden in das KZ Dachau
eingeliefert. Die letzten sieben jüdischen Einwohner wurden am 22. Oktober 1940
nach Gurs deportiert, wo Adolf Kuhn und Fanny Löb verstorben; Julius Kahn ist
im Lager Nie umgekommen.
Von den in Ilvesheim geborenen und/oder längere Zeit am Ort
wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit
umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad
Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches
- Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945", ergänzt durch Gedenkbuch Baden-Württemberg): Ludwig
Baer (1878), Selma Bär geb. Doiny (1906), Berta Grünebaum geb. Kaufmann
(1885), Isidor Hirsch (1863), Regina Hochstädter geb. Kaufmann (1877), Albert
Jakoby (1855), Julius Kahn (1867), Bernhard Kaufmann (1881),
Johanna Kaufmann geb. Haas (1884), Leo Kaufmann (1883), Leopold Knöpfelmacher
(1863), Adolf Kuhn (1861), Alma Kuhn (1891), Barbara Kuhn (1882), Max Kuhn
(1887), Otto Kuhn (1888), Wilhelm Samuel Kuhn (1887), Hilde Löb (1893), Fanny
Selma Löb (1890), Sessy Mayer geb. Kuhn (1875), Johanna Reichert geb. Kuhn
(1899), Minna Rosenthal geb. Löb (1856), Elise Sauter geb. Kuhn (1880), Karoline Simon
geb. Löb-Kahn (1859).
Aus Seckenheim ist umgekommen: Manfred Oppenheimer (1907).
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde
Aus der Geschichte der
jüdischen Lehrer
Zum Tod und der Beisetzung des im Alter von 25 Jahren
verstorbenen Lehrers Jacob Bernheim (1841)
Artikel
in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 1. Januar 1842:
"Ilvesheim, im November (1841). Am 30. September dieses Jahres
verschied der verdienstvolle und allgemein geachtete Lehrer an der
Israelitischen öffentlichen Schule zu Ilvesheim, Bezirksamt Ladenburg,
Jacob Bernheim von Wangen im Seekreis, an den Folgen der Ruhr in einem
Alter von 25 Jahre,
Ein Mann jeder Aufopferung fähig, jedermann durch einen Charakter
Vertrauen, wie durch sein ausgezeichnetes Talent im Lehrfache Achtung
einflößend, von warmer Liebe zu seiner Gemeinde und seinen Amtsbrüdern
und der ihm anvertrauten Jugend beseelt, war er ganz der Mann dazu, sein
Scherflein zum Heil des Judentums beizutragen.
Von seinen Vorgesetzten und Freunden mit den Zeichen ehrender Anerkennung
seiner Verdienste geschmückt, und von allen seinen Kollegen,
israelitischer und christlicher Konfession, so von allen Redlichen, die
ihn kannten, hoch verehrt, erweckte sein Hintritt allgemeine
Trauer.
Die letzte Ehre, die dem Hingeschiedenen zuteil ward, ist der beredeste
Beweis von Verehrung, Liebe und Teilnahme die seinem Andenken gezollt
werden konnte.
Am Morgen des 3. Oktober sah man den ganzen Straßenraum vor dem
Sterbehause des Verewigten von einer ungewöhnlichen Menschenmasse, aller
Konfessionen angefüllt. Um 8 Uhr setzte sich der Leichenzug in Bewegung.
Die 24 Mitglieder des von dem Verblichenen gestifteten
Wohltätigkeits-Vereins umgeben den Leichenwagen; diesem folgten die
leidtragenden Brüder des Hingeschiedenen, sodann die israelitische
Schuljugend von Ilvesheim und Feudenheim,
der Bezirksrabbine Herr Traub, der Rabbinatskandidat Herr Lindemann von
Mannheim, der katholische Pfarrer Herr Neumayer von Ilvesheim und der
evangelische Pfarrer, Herr Hecht von Seckenheim; sodann sämtliche Lehrer
aller Konfessionen aus dem Bezirke, endlich die sämtlichen Mitglieder der
israelitischen Gemeinde, an die sich auch viele Mitglieder der nahe
gelegenen israelitischen Gemeinden Ladenburg
und Feudenheim, nebst sehr vielen
Christen anschlossen.
Da wo der Leichenwagen, und die, ihn nach der 4 Stunden entlegenen Begräbnisstätte
zu Hemsbach begleitenden 24 Vereinsmitglieder sich vom Kondukte
trennten, trotz des in Masse herabstürzenden Regens, von den beiden
israelitischen Geistlichen und Herrn Pfarrer Neumayer als
Lokalschulinspektor der israelitischen Schule dortselbst, höchst
ergreifende Leichenreden gehalten. Kein Auge blieb trocken, vielfaches
Schluchzen ließ sich vernehmen. Es waren die zwei tief gebeugten Brüder
des Verblichenen, die den Versorger ihrer Familie beweinten. Es waren die
Zöglinge der Israelitischen Schule, die den Verlust ihres Lehrers und
Freundes betrauerten; es waren seine Amtsbrüder, die in ihm einen
tüchtigen Mitarbeiter im Weinberge des Herrn verloren; es waren die
Mitglieder seiner Religionsgemeinde, allen jene, denen er so oft mit Rat
und Tat beistand, und die ihm jetzt eine Träne der Dankbarkeit
nachweinten.
Für den Freund der fortschreitenden Humanität aber war es ein
herzerhebender Anblick, zu sehen, wie die Bekenner zweier verschiedener
Religionen ihre Tränen vereint mischten an dem Sarge eines jungen Mannes,
dessen leben und Streben war, Licht und Liebe zu verbreiten. Das sicherste
Kennzeichen wahrer Religion. So ist der Staub nun zum Staube
zurückgekehrt, aber der Geist hat sich emporgeschwungen zu Gott, der ihm
zum ewigen Leben berufen hat." |
Berichte zu
einzelnen Personen aus der Gemeinde
Presseberichte aus jüdischen Periodika
liegen noch nicht vor.
Aus Ilvesheim stammten der Bankier Heinrich Kaufmann in Mannheim
sowie der Berliner Verlagsdirektor Siegfried Wolf.
Aus Ilvesheim war um 1925 Max Kaufmann nach Amerika ausgewandert;
er brachte es in New York zum Bankdirektor. |
Zur Geschichte des Betsaales/der Synagoge
Bereits um 1700 hatten die
Ilvesheimer Juden eine Synagoge
beziehungsweise einen Betsaal, dessen Standort nicht mehr bekannt ist. Das jüdische
Gotteshaus war nach dem Dreißigjährigen Krieg das erste in Ilvesheim (vor dem
Neubau einer evangelisch-reformierten und einer katholischen Kirche).
1810 wurde nach Angaben von Hansjörg Propst (s. Lit.) eine
neue Synagoge in der Hauptstrasse 35 erbaut. Sie befand sich unmittelbar
hinter einem der Hochwasserdämme (im Bereich der Synagoge auch "Juddedamm" =
Judendamm genannt), die um 1818 nochmals erhöht wurden. Durch diese Erhöhung
der Dämme kam es auf Grund von Hochwasserschäden 1824 zu einem Streit zwischen
der Synagogengemeinde und der politischen Gemeinde. Damals ging der Neckar auch
über den erhöhten Damm und setzte die Synagoge unter Wasser. Das Problem war,
dass gerade auf Grund des Dammes das Wasser lange nicht abfließen konnte und
Fundamente und Mauern immer feuchter wurden. Alle Balken seien nach einem
Bericht von 1826 morsch und faul geworden. Durch den Damm stand die Synagoge zusätzlich
im Schatten und erhielt keinen Luftzug mehr, sodass insgesamt der Damm der
Synagoge "anstatt zum Schutz und Vorteil", nun "zum Ruin und Verderben"
gereichte. Der Zustand des Gebäudes war 1826 so schlecht, dass die jüdische
Gemeinde sich "nur mit Lebensgefahr" in ihrer Synagoge versammeln konnte. Die
Großherzogliche Baukommission und in ihrem Gefolge das Direktorium des
Neckarkreises vertraten jedoch im Februar 1827 die Ansicht, dass der Damm nicht
an dem schlechten Zustand des Gebäudes Schuld sei. Der Grund liege bei der
Fahrlässigkeit der jüdischen Gemeinde, die sich schon vor neun Jahren hätte
beschweren sollen. So bekam die jüdische Gemeinde jedenfalls keinerlei
Schadensersatz und musste die Reparatur des Gebäudes in Höhe von 163 Gulden
selbst bezahlen.
In der Nacht vom 14. auf den 15. Juni 1846 wurde nach einem
Bericht des damaligen Vorstehers Salomon Kaufmann ein Synagogenfenster mit dem
Rahmen gewaltsam beschädigt.
1851 kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen der jüdischen
Gemeinde und Rabbiner Löb Ettlinger aus Mannheim, der die Aufgaben des
Bezirksrabbinates Ladenburg versah. Der Synagogenrat hatte mit Zustimmung der
Gemeinde, aber ohne Genehmigung des Rabbinates das Gitter der Frauenempore
entfernen lassen, wodurch diese nun von der Männersynagoge eingesehen werden
konnte. Der Ilvesheimer Synagogenrat vertrat den Standpunkt, dass diese
Entfernung "nicht zum Kultus" und damit nicht zum Wirkungskreis des Rabbiners
gehöre und meinte: "In keinen Kirchen und neu erbauten Synagogen werden
derartige Gitter angebracht, und es geschah die Wegbringung nur im Interesse der
Synagogenverzierung". Dem freilich widersprach Rabbiner Ettlinger. Seiner
Meinung nach sei ein Gitter "nach israelitischen Dogmen erforderlich". Er bat
das Bezirksamt, den Synagogenrat Ilvesheim bei Strafe von fünf Gulden zu
zwingen, das Gitter wieder anzubringen. Dem konnten jedoch die Ilvesheimer nicht
mehr nachkommen, weil sie das Gitter bereits "zu etwas anderem verwendet"
hatten. Nachdem sich Ettlinger im Oktober 1851
versichern ließ, das die Brüstung der Frauenempore in Ilvesheim auch
nach Entfernen des Gitters noch so hoch sei, dass man von den Frauen nicht sehr
viel sehen würde, gab er nach und akzeptierte die Entscheidung der Ilvesheimer
Gemeinde. 1882 wurden einige Reparaturen in der Synagoge nötig, nachdem
verschiedene Hölzer wurmstichig geworden waren.
Beim
Novemberpogrom 1938 wurde die Synagoge von SA-Leuten demoliert. Nach
1945 kam das Gebäude zunächst in den Besitz der jüdischen Vermögensverwaltung
JRSO (Jewish Restitution Successor Organization) und wurde von ihr 1951 weiter
verkauft. Das Gebäude ist danach zu einem bis heute erhaltenen Wohnhaus
umgebaut worden.
Fotos
Historische Pläne:
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| Grundrisspläne
des Synagogengebäudes Ilvesheim um 1850. Der linke Plan zeigt das
Erdgeschoss mit der Synagoge (b) und der Küche der Lehrerwohnung (d). Der
rechte Plan zeigt die Synagoge auf Höhe der (nicht eingezeichneten)
Frauenempore) und dem Schulzimmer (a) sowie beim Wohn- und Schlafzimmer
des Lehrers (c). (Quelle: GLA Karlsruhe 362/881) |
Fotos nach 1945/Gegenwart:
Foto um 1965
(Quelle: Hundsnurscher/ Taddey s. Lit. Abb. 96): |
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Ansicht der ehemaligen Synagoge - Fenster des Betsaals sind noch erkennbar |
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Fotos um 1985
(Fotos: Hahn): |
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Die sichtbaren Erinnerungen an die jüdische Geschichte sind hinter einem
neuen Verputz verschwunden |
Haus der ehemaligen Synagoge - Straßenseite - der Eingang ist
noch an der früheren Stelle. In der Haushälfte rechts davon waren die
israelitische Schule und die Lehrerwohnung |
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Fotos 2003
(Aufnahmedatum 30.7.2003: Hahn): |
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Es sind kaum Veränderungen erkennbar |
Blick von der Straßenseite
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Links und Literatur
Links:
Literatur:
 | Franz Hundsnurscher/Gerhard Taddey: Die jüdischen Gemeinden in Baden.
1968. S. 140-141. |
 | Hansjörg Probst: Ilvesheim im Wandel der Zeit. Ein historisches
Bilderbuch. Ilvesheim 1983. S. 19-21, 74´-75. |
 | Hans Huth: Die Kunstdenkmäler des Landkreises Mannheim, in: Die
Kunstdenkmäler Badens X,3 (1967) S. 125. |
 | Joseph Walk (Hrsg.): Württemberg - Hohenzollern -
Baden. Reihe: Pinkas Hakehillot. Encyclopedia of Jewish Communities from
their foundation till after the Holocaust (hebräisch). Yad Vashem Jerusalem
1986. S. 240-242. |
 | Joachim
Hahn / Jürgen Krüger: "Hier ist nichts anderes als
Gottes Haus...". Synagogen in Baden-Württemberg. Band 1: Geschichte
und Architektur. Band 2: Orte und Einrichtungen. Hg. von Rüdiger Schmidt,
Badische Landesbibliothek, Karlsruhe und Meier Schwarz, Synagogue Memorial,
Jerusalem. Stuttgart 2007.
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Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the
Holocaust".
First published in 2001 by NEW
YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad
Vashem Jerusalem, Israel.
Ilvesheim Baden. Jews
were present from the 18th century. Their population grew to 150 in 1825 (total
1,034). With liberalization in the 1850s, Jews from Ilvesheim enrolled in the
medical faculty of Heidelberg University. Many of the young left for other
German cities in the 1860s and for the United States. In 1933, 28 Jews remained,
gradually isolated economically and socially. The synagogue was vandalized on
Kristallnacht (9-10 November 1938) and six Jews were sent to the Dachau
concentration camp. By 1939, 17 had left the town, ten for the United States.
The last seven were deported to the Gurs concentration camp on 22 Ocotber 1940
and died in the Holocaust.

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