Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Ilvesheim (Rhein-Neckar-Kreis) 
Jüdischer Friedhof

Jewish Cemetery - Cimetière juif
  
   

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde             
     
Siehe Seite zur Synagoge in Ilvesheim (interner Link)   
    
    
Zur Geschichte dieses Friedhofes             
     
Um 1860 wurde ein eigener Friedhof der jüdischen Gemeinde Ilvesheim angelegt (Lage Ecke Scheffelstraße/Hebelstraße, Flurstück 1741, Fläche 7,27 a). 
 
Der Friedhof wurde im April 1911 erstmals geschändet, wie aus den nachfolgenden Pressemitteilungen hervorgeht:       
  
Die Schändung des jüdischen Friedhofes 1911  

Ilvesheim AZJ 05051911.jpg (32219 Byte)Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 5. Mai 1911: "Eine große Rohheit verübten einige Burschen auf dem Ilvesheimer israelitischen Friedhof. Sie waren 21 Grabdenkmäler um und demolierten sie teilweise. Schon vorher trieben sie allerlei Allotria im Dorfe. Die Täter dürften einer schweren Strafe nicht entgehen."   
   
Ilvesheim FrfIsrFambl 28041911.jpg (18318 Byte)Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 28. April 1911: "Mannheim. Auf dem Ilvesheimer israelitischen Friedhof warfen einige Burschen 21 Grabdenkmäler um und demolierten sie teilweise."    

    
    
Lage des Friedhofes   

Ilvesheim FriedhofPlan.jpg (102136 Byte) Lage des jüdischen Friedhofes Ilvesheim
 (durch Pfeil markiert)
(Topographische Karte aus den 1970er-Jahren)

   
Link zu den Google-Maps 
  
(der Friedhof ist mit dem grünen Pfeil markiert)  
   

Größere Kartenansicht      
  
  
  
Fotos    

Der Friedhof im März 2009
(Fotos: Michael Ohmsen)  

          
(Bei den eingestellten Fotos der ersten beiden
 Fotozeilen handelt es sich um 
Fotos mit höherer Auflösung
(bitte anklicken, Dateigröße je 0,7 mb)  
Ilvesheim Friedhof 411.jpg (426794 Byte) Ilvesheim Friedhof 412.jpg (333116 Byte)
   Das Eingangstor Blick über den Friedhof
      
   Ilvesheim Friedhof 410.jpg (442984 Byte) Ilvesheim Friedhof 413.jpg (439580 Byte) 
      Die Gedenktafel   Teilansicht
     

Der Friedhof im April 2010
(Fotos: Michael Ohmsen)

     
Ilvesheim Friedhof 190.jpg (91108 Byte) Ilvesheim Friedhof 191.jpg (97404 Byte) Ilvesheim Friedhof 192.jpg (93534 Byte)
Mehrere Grabsteine zeigen Spuren von
 Schändung und gewaltsamer Zerstörung 
Grabstein hintere Reihe links der Mitte 
mit "segnenden Händen" der Kohanim 
 
      
Ilvesheim Friedhof 193.jpg (86012 Byte) Ilvesheim Friedhof 194.jpg (126396 Byte) Ilvesheim Friedhof 195.jpg (124569 Byte)
Grabstein links für Sophie Kuhn 
geb. Frank, rechts für Abraham Frank 
   
     
Ilvesheim Friedhof 196.jpg (130572 Byte) Ilvesheim Friedhof 197.jpg (117911 Byte) Ilvesheim Friedhof 198.jpg (105082 Byte)
   Teilansichten des Friedhofes   
     
   Ilvesheim Friedhof 199.jpg (108742 Byte)  
     
     
Der Friedhof im Sommer 2003 (Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 30.7.2003) 
Anmerkung: durch den wochenlangen regenlosen "Jahrhundertsommer" 2003 ist auch das Friedhofsgrundstück völlig verdorrt.  
Ilvesheim Friedhof 156.jpg (51838 Byte) Ilvesheim Friedhof 151.jpg (73417 Byte)  Ilvesheim Friedhof 155.jpg (67662 Byte) 
Eingangstor zum Friedhof Teilansichten
   
Ilvesheim Friedhof 154.jpg (76727 Byte) Ilvesheim Friedhof 152.jpg (75821 Byte)  Ilvesheim Friedhof 153.jpg (71955 Byte) 
 Teilansichten 
 
     Ilvesheim Friedhof 150.jpg (50020 Byte)    
   Gedenktafel für die jüdische Gemeinde   
     
      

Der Friedhof Mitte der 1980er-Jahre
(Fotos: Hahn) 

Ilvesheim Friedhof01.jpg (82331 Byte) Ilvesheim Friedhof02.jpg (139966 Byte)
    Eingangstor zum Friedhof Teilansicht 

    
    
    
Dokumentation des Friedhofes von Michael Ohmsen auf youtube.com:   

      
    
    
   
 
Erinnerungsarbeit vor Ort - einzelne Berichte       

Mai 2020: Der Friedhof soll ausgeschildert werden        
Artikel von Torsten Gertkemper im "Mannheimer Morgen" vom 9. Mai 2020: "Ilvesheim. Ilvesheim Gemeinderat beschließt Ausschilderung der jüdischen Grabstätte / Forderung nach einheitlichem Aussehen. Sichtbares Zeichen für Friedhof
Der jüdische Friedhof in Ilvesheim soll mit Hinweisschildern besser sichtbar gemacht werden. Das hat der Gemeinderat in seiner ersten gemeinsamen Sitzung seit Anfang März beschlossen. Sie fand in der Mehrzweckhalle statt, um die Abstände zwischen den einzelnen Personen besser einhalten zu können. Das Gremium folgte mit seiner Entscheidung einstimmig einem Antrag der CDU-Fraktion. Die Christdemokraten hatten darin gefordert, im Bereich der Feudenheimer Straße Schilder aufzustellen. So soll der Friedhof als 'öffentliche Einrichtung in Erinnerung an die deportierten jüdischen Mitbürger und als Mahnmal für kommende Generationen' noch mehr ins Bewusstsein der Ilvesheimer Bevölkerung gerückt werden. 'Viele Bürger wissen gar nicht, dass es den Friedhof gibt. Er ist aber das einzig unübersehbare Denkmal, das wir in Ilvesheim für die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger haben', sagte die CDU-Fraktionsvorsitzende Katharina Kohlbrenner in der Sitzung am Donnerstagabend. Die ehemalige Synagoge in der Hauptstraße 35 ist ebenfalls ein Zeugnis jüdischen Lebens in der Inselgemeinde. Sie wird derzeit allerdings als Wohnhaus genutzt und ist nicht mehr als ehemaliges jüdisches Gotteshaus erkennbar. Auch die Freien Wähler stimmten dem Anliegen der Christdemokraten, den Friedhof besser auszuschildern, zu. 'Natürlich gibt es die Befürchtung, dass es zu Schmierereien auf dem Friedhof kommen könnte, wenn noch mehr Leute wissen, wo er liegt', sagte Peter Riemensperger, Vorsitzender der Freien Wähler. Er hat dazu aber eine eindeutige Meinung: 'Von so etwas sollten wir uns aber nicht abhalten lassen.'
Keine Angst vor Schmierereien. Bürgermeister Andreas Metz pflichtete ihm in diesem Punkt bei: 'Beim Mahnmal vor der alten Kirche hatten wir vor zehn Jahren die gleiche Diskussion und bisher gab es keine Schmierereien.' Vor der alten Kirche, in der zurzeit die Gemeindebibliothek untergebracht ist, steht ein zentrales Mahnmal für die aus Ilvesheim deportierten Juden. Finanziert werden soll die Beschilderung des Friedhofs mit Mitteln aus dem Haushalt. 'Seit vielen Jahren stehen 15 000 Euro für Aus- und Beschilderung öffentlicher Einrichtungen im Haushalt, was bisher noch nicht umgesetzt wurde', schreibt die CDU-Fraktion in ihrem Antrag. Bürgermeister Andreas Metz ergänzte die Diskussion mit dem Hinweis auf die zentrale Verwaltungsstelle für jüdische Friedhöfe. Sie sitzt in Karlsruhe und gibt den Kommunen unter anderem Zuschüsse für die Instandhaltung der Grabstätten. In der Verwaltungsstelle werde derzeit über eine einheitliche Form der Beschilderung für alle jüdischen Friedhöfe in Baden-Württemberg nachgedacht, so der Rathaus-Chef: 'Konkreteres haben wir bislang aber nicht gehört.' 'Die Verwaltung sollte in Erfahrung bringen, ob das Schild von der zentralen Stelle zeitnah kommt. Wenn nicht, dann nehmen wir das selbst in die Hand', sagte Riemensperger. 'Ich bin gegen ein banales Schild in Schwarz und Weiß, so etwas wäre für einen historischen Friedhof nicht angemessen', sagte Rolf Sauer, Vorsitzender der SPD-Fraktion. Katharina Kohlbrenner stimmte ihm darin zu. 'Bei diesem Antrag steht der Erinnerungsgedanke im Mittelpunkt, deshalb stimmen wir dafür', ergänzte Sarah Nick-Thoma (Grüne). Die Grünen-Fraktion hatte im Herbst des vergangenen Jahres erfolgreich einen Antrag zur Verlegung von Stolpersteinen in Ilvesheim eingebracht. Wann die Schilder genau stehen werden, ist noch nicht klar. 'Wir bemühen uns, zeitnah eine Antwort von der zentralen Verwaltungsstelle zu erhalten, wie die landesweit einheitliche Beschilderung aussehen soll', so Metz in der Sitzung."  
Link zum Artikel  

    
     

Links und Literatur

Links:

bulletWebsite der Gemeinde Ilvesheim  
bulletWebsite des Zentralarchivs Heidelberg mit Informationen zum jüdischen Friedhof Ilvesheim 
bulletZur Seite über die Synagoge in Ilvesheim (interner Link)  

   
     

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 17. April 2020