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zu den Synagogen in
Baden-Württemberg
Baiertal (Stadt Wiesloch, Rhein-Neckar-Kreis)
Jüdische Geschichte / Betsaal/Synagoge
Übersicht:
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english
version)
In dem bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts unterschiedlichen Herrschaften
(insbesondere Deutscher Ritterorden und Kurpfalz) gehörenden Baiertal bestand
eine jüdische Gemeinde bis 1937. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 18.
Jahrhunderts zurück. Bald nach 1700 kamen die ersten jüdischen Familien in den
Ort. 1716 waren drei jüdische Familien ansässig.
Die höchste Zahl jüdischer Bewohner
wurde um 1850 mit 170 Personen erreicht. Danach ging die Zahl durch Aus- und
Abwanderung zurück (1900 84, 1925 31 Personen).
An Einrichtungen hatte die jüdische Gemeinde eine Synagoge, eine
jüdische Schule (1839 bis 1868 jüdische Elementarschule) und ein rituelles Bad
(vermutlich im Gebäude der jüdischen Schule). Die Toten der Gemeinde wurden im
jüdischen Friedhof in Wiesloch beigesetzt.
Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war - zumindest zeitweise - ein
jüdischer Lehrer angestellt, der auch als Vorbeter und Schochet tätig war
(vgl. Ausschreibungen der Stelle unten). Die Gemeinde gehörte (seit 1827) zum Bezirksrabbinat Heidelberg.
Im Krieg 1870/71 und im Ersten Weltkrieg fielen aus der jüdischen Gemeinde
insgesamt drei Männer; im Ersten Weltkrieg war es Gefreiter Leopold Marx (geb.
4.9.1897 in Baiertal, gef. 24.10.1917). Ihre Namen
stehen auf den Gefallenendenkmalen auf dem Ortsfriedhof. Im Ersten Weltkrieg
sind außerdem gefallen: Heinrich Kaufmann (geb. 19.2.1891 in Baiertal, vor 1914
in Mannheim wohnhaft, gef. 31.7.1916) und Nathan Kaufmann (geb. 13.1.1881 in
Baiertal, vor 1914 in Mannheim wohnhaft, gef. 31.7.1916).
Um 1925 war Vorsteher der
Gemeinde David Gumberich. Als Lehrer der jüdischen Kinder (noch zwei besuchten
in diesem Jahr der Religionsunterricht) kam A. Simon aus Wiesloch
regelmäßig nach Baiertal.
Bis nach 1933 gehörten jüdischen Personen/Familien insbesondere folgende Handels- und
Gewerbebetriebe: Tabakhandlung Nathan Gumberich (Alte Bahnhofstraße 16), Pferdehandlung Raphael Maier
(Hauptstraße 8, Elternhaus von Pauline Maier s.u.), Mehlhandlung Betty und Johanna Marx
(Hauptstraße 39), Gemischtwarenhandlung Gustav Oppenheimer (Mühlstraße 2), Zigarrenfabrik Gebr. Wolf (Alte
Bahnhofstraße 45).
1933 lebten noch 25 jüdische Personen am Ort.
Beim Novemberpogrom 1938 wurden durch einen SA-Truppe jüdische
Wohnungen überfallen und schwer beschädigt. Dabei wurden u.a. die
Fensterläden ausgehängt und diese durch die Fenster in die Wohnungen geworfen,
auch versuchten SA-Leute mit Äxten schlimme Zerstörungen; Außenwände
jüdischer Häuser wurden mit Kalb bespritzt; zu den Ereignissen um die Synagoge
s.u. Die letzten 14 jüdischen Einwohner wurden am 22. Oktober 1940 nach Gurs
deportiert.
Von den in Baiertal geborenen und/oder
längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit
umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad
Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches
- Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Selma Beer (1889), Siegmund Beer (1886), Wolf Bernheim
(1889), Hermine Edheimer geb. Kaufmann (1866), Babette Feibelmann geb. Marx (1890),
Robertine Flegenheimer geb. Bernheim (1892), Lina Frank geb. Kaufmann (1892),
Elsa Gumberich (1885), Nathan Gumberich (1899), Selma Kahn
geb. Marx (1886), Caesar Kaufmann (1886), Hannchen Kaufmann geb. Stern (1893),
Hedwig Kaufmann (1880), Hermann Kaufmann (1874), Josef Kaufmann (1891), Recha
Kaufmann (1883), Rosa (Rachel) Kaufmann geb. Bierig (1887), Berta Lauchheimer
geb. Bernheim (1888), Betty Maier
(1870), Elise Maier (1868), Pauline Maier (1877), Babette Marx (1892), Berta
Marx geb. Aumann (1895), Betty Marx (1883), Simon Marx (1876), Gustav Oppenheimer (1878), Julchen Oppenheimer geb. Bruchsaler
(1882), Meta Oppenheimer (1916), Sophie Salomon geb. Kaufmann (1890), Lina Stern
geb. Marx (1894), Sitta Uffenheimer geb. Kaufmann (1893), Betty Weimar geb. Marx
(1892), Ida Westheimer geb. Kaufmann (1869).
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde
Aus der Geschichte der
jüdischen Lehrer
Ausschreibungen der Stelle des Religionslehrers / Vorbeters / Schochet 1892 /
1894
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 1. Februar 1892:
"Auskündigung einer Religionsschulstelle. Die israelitische
Religionsschul-, Vorsänger- und Schächterstelle in Baierthal, Amts
Wiesloch, ist auf 1. März laufenden Jahres neu zu besetzen. Das Einkommen
besteht in 600 Mark Gehalt und etwa 400 Mark Gefällen. Für einen ledigen
Mann ist freie Wohnung vorhanden. Schulkandidaten belieben ihre mit
Zeugnis-Abschriften versehenen Meldungen behufs deren Übermittelung an
die Bezirks-Synagoge Heidelberg einzureichen bei dem Synagogenrat
in Baierthal." |
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| Nachdem sich auf die obige Ausschreibung
offenbar niemand geeignetes beworben hatte, wurde die Stelle mit leichter
Gehaltserhöhung nochmals ausgeschrieben: |
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom vom 29. Februar 1892:
"Auskündigung einer Religionsschulstelle. Die israelitische
Religionsschul-, Vorsänger- und Schächterstelle in Baierthal, Amts
Wiesloch, ist auf 1. April laufenden Jahres neu zu besetzen. Das Einkommen
besteht in 600-700 Mark Gehalt und etwa 400 Mark Gefällen. Für einen
ledigen Mann ist freie Wohnung vorhanden.
Schulkandidaten belieben ihre mit Zeugnis-Abschriften versehenen Meldungen
behufs deren Übermittelung an die Bezirks-Synagoge Heidelberg
einzureichen bei dem
Synagogenrat in Baierthal." |
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Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 25. Februar 1894: "Auskündigung
einer Religionsschulstelle.
Die israelitische Religionsschul-, Vorsänger- und Schächterstelle in Baierthal
bei Wiesloch, mit welcher ein fester Gehalt von 700 Mark, Nebeneinkommen
im Betrage von etwa 300 Mark und freie Wohnung für einen ledigen Mann
verbunden ist, ist auf 1. Mai laufenden Jahres neu zu besetzen.
Schulkandidaten belieben ihre mit Zeugnisabschriften belegten Meldungen
baldigst gelangen zu lassen an die
Bezirkssynagoge Heidelberg. Heidelberg, 23. Februar
1894." |
Berichte
zu einzelnen Personen aus der Gemeinde
Zum Tod des in Baiertal geborenen Lehrer Max Meier (geb. 1833 in Baiertal, gest.
1880 in Tauberbischofsheim)
Artikel
in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 21. September 1880: "Bonn, 12. September (1880). Man schreibt uns aus
Tauberbischofsheim: Am
27. August wurde unser hoch verdienter Lehrer Max Meier unter allgemeiner
Trauer zu Grabe getragen. Im Jahre 1833 in Baiertal geboren, absolvierte
er den Kursus im Lehrerseminar zu Karlsruhe, versah dann die
Religionslehrerstelle in Wiesloch, Hegenheim und Neuchatel, bis er im
April 1860 als Lehrer und Vorsänger hierher berufen wurde, wo er sowohl
durch sein Lehrtalent, (er unterrichtete auch in modernen Sprachen usw.
und wurde sein Unterricht auch von christlichen und auswärtigen Zöglingen
gesucht,) als auch durch seinen tadellosen ehrenfesten Charakter die
allgemeinste Achtung sich erwarb. Dies erwies sich nicht allein durch die
Teilnahme an seinem Begräbnis aus allen Ständen und Konfessionen,
sondern auch durch die Fürsorge, welche die Gemeinde für seine
hinterlassene Familie – eine Mutter und eine Witwe mit 7 unmündigen
Kindern, betätigte. Die Gemeinde erwies aber dadurch nicht allein dem
Verstorbenen, sondern auch sich selbst wahrhafte Ehre." |
Über den Unfalltod des Viehhändlers Marx
(1916)
Artikel
im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 23. Juni 1916:
"Baiertal (Baden). Ein schrecklicher Unglücksfall ereignete
sich letzten Freitag. Der noch ganz junge Viehhändler Marx wurde schon
seit zwei Tagen vermisst und nach langem Suchen fand man ihn als Leiche in
einem Bache. Eine Untersuchung wurde sofort eingeleitet. Am Sonntag wurde
er beigesetzt. Der große, imposante Leichenzug legte beredtes Zeugnis ab
von der allgemeinen Beliebtheit und Wertschätzung, die sich der
Verblichene sowohl bei Juden, wie bei Nichtjuden
erfreute." |
Über Pauline Maier
Pauline Maier (1877
Baiertal - 1942 Auschwitz), seit 1922 Oberin am jüdischen Altersheim in Mannheim; nach Deportation nach Gurs 1940 bis 1942 dort als Krankenschwester tätig, ging freiwillig mit ihren Patienten 1942 nach Auschwitz. Nach ihr
sind die 'Pauline-Maier-Straße' und das Pauline-Maier-Haus benannt. In Mannheim besteht seit 1964 das Pauline-Maier-Heim (Alters- und Pflegeheim).
vgl. Wikipedia-Artikel
zu Pauline Maier.
(Quelle des Fotos: Paul Sauer: Die Schicksale der jüdischen Bürger
Baden-Württembergs während der Nationalsozialistischen Verfolgungszeit
1933-1945. Stuttgart 1969 Fotoanhang Nr. 29). |
Anzeigen
jüdischer Gewerbebetriebe und Privatpersonen
Anzeige
im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 31. August
1906: "Als Wöchnerinnenpflegerin empfiehlt sich Josef Frank Witwe in
Baiertal bei Heidelberg, Baden." |
Zur Geschichte des Betsaals / der Synagoge
Zunächst war ein Betsaal
in einem jüdischen Wohnhaus im Unterdorf vorhanden (1740 erstmals genannt).
Als 1804 der Baiertaler jüdischen Gemeinde der Bau einer Synagoge
gestattet wurde, ist diese kurz darauf erbaut worden (Standort: heutiger
"Synagogenplatz", Ecke Mühlstraße /Pauline-Maier-Straße). Lange
hatte die Gemeinde an den Schulden für den Synagogenbau zu bezahlen. 1833 lag
noch eine Hypothekenlast auf dem Gebäude in Höhe von 1.000 Gulden. 1839 wurde
an der Nordseite der Synagoge in einem kleineren Gebäude die jüdische
Schule eingerichtet. Das Gebäude, in dem es oft sehr feucht war, eignete
sich freilich wenig als Schulhaus. Doch wurde erst 1864 in der Vorhalle der
Synagoge ein Klassenzimmer eingerichtet. Bis 1868 bestand die jüdische
Konfessionsschule. Ein besonderes Fest für die Gemeinde war die
Einbringung einer restaurierten älteren Torarolle in die Synagoge im August
1887:
Einbringung einer restaurierten Torarolle
(1887)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 25. August 1887: "Baiertal
in Baden. 20. August (1887). Ein seltenes Fest, das am vergangenen Schabbat (Paraschat
Re'e) in unserer Gemeinde stattfand, verdient wohl auch in weiteren Kreisen
bekannt zu werden. Vor 52 Jahren hat der hiesige Verein Gemilus Chassadim
unserer Synagoge eine neue Sefer HaTora (Torarolle) gespendet, im Laufe der Zeit
wurde solche einer namhaften Ausbesserung bedürftig. Am vergangenen Schabbat
konnte nun dieselbe wiederhergestellt ihrer Bestimmung zugeführt werden, was in
recht feierlicher Weise ausgeführt wurde. In feierlichem Zuge unter
wohlgeordneter Voranschreitung der Schuljugend wurde die festlich geschmückte
Torarolle von dem noch einzig lebenden der Spender derselben vom Hause des Gemeindevorstandes
nach der festlich dekorierten Synagoge getragen, wo die ältesten
Gemeindemitglieder mit den übrigen Torarollen zum Empfang aufgestellt waren, es
wurde der Vers Baruch HaBa ("gesegnet, der da kommt") in
feierlichster Melodie 3 mal abgesungen, wobei man auf allen Gesichtern Tränen
der Freude und Rührung bemerken konnte; als hierauf die andern Torarollen in
die Lade gestellt wurden, trug unser Lehrer H. Karrasch ein von ihm hierzu
verfasstes deutsches Begrüßungsgedicht vor. Nachher wurde auch die nun
hergestellte Torarolle in die Lage gestellt und es folgte (das Gebet) Jigdal
vom Vorbeter und der ganzen Gemeinde gesungen, wie auch Rezitation verschiedener
Psalmen. Nach dem Gottesdienst ergriff zuerst der Synagogen-Vorstand das Wort,
gedachte dankend der ehemaligen Spende dieser Torarolle und ermunterte die ganze
Gemeinde zur Nachahmung, dann hielt Lehrer Karrasch eine dem Fest angemessene
wohlgelungene Rede. Ein Festessen, woran sämtliche Gemeinde-Mitglieder
teilnahmen, wo es auch an gelungenen Toasten nicht mangelte, schloss die
herrliche Feier, die in unserer friedlichen Gemeinde noch lange in freudiger
Erinnerung bleiben möge. |
Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Synagoge
demoliert und angezündet. Etwa 20 bis 30 SA-Männer und Zivilisten waren mit
Fahrzeugen und Fahrrädern aus Richtung Wiesloch gekommen. Sie drangen mit
Gewalt in die Synagoge ein, warfen Mobiliar, Bücher und die rituellen Gegenstände
aus dem Gottesdienstraum auf einen Haufen vor das Gebäude, den sie anzündeten
und verbrannten. Der Gemeinderat beschloss in seiner Sitzung vom 23. November
1938, dass die Synagogenruine abgebrochen werden sollte. Zusätzlich wurde am
20. März 1939 beschlossen, dass die Steine des Gebäudes zur Drainage des neu
angelegten Sportplatzes in den "Krautgärten" gegenüber dem
ehemaligen Bahnhof verwendet werden sollten. Am 10. April 1940 kaufte die
Gemeinde das Synagogengrundstück für 1.356 RM. Auf ihm wurde eine Sammelstelle
der Milchzentrale gebaut (besteht nicht mehr). 1949 wurde in einem Vergleich
zwischen der Gemeinde Baiertal und der jüdischen Vermögensverwaltung (JRSO)
vereinbart, dass die Gemeinde das Grundstück für den Betrag von 600 DM als ihr
Eigentum behalten könne und als Schadensersatz für den Abbruch der beschädigten
Synagoge 7.000 DM an die Organisation bezahlt. Diese insgesamt 7.600 DM wurden
der Gemeinde bis zum 15. April 1950 gestundet.
Eine Säule der Synagoge blieb erhalten und
erinnerte (mit einer Gedenktafel) einige Jahre lang vor dem Bürgerhaus an die
Synagoge. Inzwischen ist die Säule auf dem ehemaligen Synagogenplatz
aufgestellt und zum Gedenkstein für die Synagoge geworden (mit Hinweistafel).
Weitere Erinnerung: Die Brücke der Schatthäuser Straße über den Maisbach – unweit dessen Einmündung in den Gauangelbach – wird im Volksmund
"Judenbrücke" genannt (Treffpunkt der jüdischen Bewohner am Sabbat nach dem Gottesdienst).
Fotos
Historische Fotos:
(Quelle der schwarz-weißen Abb.: Stadtarchiv Wiesloch)
| Historische Ansichtskarte |
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| Zwei historische Karten (um
1905) mit Ansicht der jüdischen Schule und der Synagoge |
Ausschnittsvergrößerung aus
der rechten Karte |
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Historisches Foto /
Darstellung
der Synagoge |
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Die Synagoge in Baiertal |
Zeichnung der Synagoge, das
kleinere Gebäude davor war das jüdische Schulhaus |
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Weitere Fotos aus der
jüdischen Geschichte Baiertals (Fotos erhalten
von A. Willaschek) |
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Das Haus von Nathan Gumberich
(um 1950). Am Haus zieht gerade eine Prozession der Kirchengemeinde
vorbei. |
Kriegerdenkmal-Einweihung am
24.6.1900 durch den Militärverein. Untere Reihe 1.von links: Maier Marx I |
Fotos nach 1945/Gegenwart:
Fotos um 1985:
(Fotos: Hahn) |
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Gedenkplatz vor dem Bürgerhaus mit Synagogensäule |
Die Säule aus der Synagoge |
Hinweistafel bei der Säule |
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Fotos 2003:
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 14.10.2003
bzw. mit *) J.
Krüger, Karlsruhe vom Sommer 2004) |
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| Hinweisschild zum
Synagogenplatz |
Der Synagogenplatz |
Säule der ehemaligen Synagoge
als Denkmal auf dem Synagogenplatz* |
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| Hinweistafel an der Säule |
Unweit des Synagogenplatzes
erinnert eine Straße an die in Baiertal 1877 geborene Pauline Maier
(Oberin des jüdischen Altersheimes in Mannheim, 1942 in Auschwitz
ermordet) |
Auch das
"Pauline-Maier-Haus" in Wiesloch erinnert an die mit ihren
Patienten 1942 freiwillig nach Auschwitz gegangene Pauline Maier |
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Links und Literatur
Links:
Literatur:
 | Franz Hundsnurscher/Gerhard Taddey: Die jüdischen Gemeinden in Baden.
1968. S. 42. |
 | Christian Sachs: Die Geschichte der Wieslocher und Baiertaler Juden im
Dritten Reich (maschinenschriftlich; Schülerarbeit im Gymnasium Wiesloch). 1983. |
 | Stadtteilverein Baiertal (Hg.): Von Buridal bis Baiertal. Eine
Gemeinde erzählt ihre Geschichte. Wiesloch 1988. |
 | Joseph Walk (Hrsg.): Württemberg - Hohenzollern -
Baden. Reihe: Pinkas Hakehillot. Encyclopedia of Jewish Communities from
their foundation till after the Holocaust (hebräisch). Yad Vashem Jerusalem
1986. S. 216-217. |
 | Joachim
Hahn / Jürgen Krüger: "Hier ist nichts anderes als
Gottes Haus...". Synagogen in Baden-Württemberg. Band 1: Geschichte
und Architektur. Band 2: Orte und Einrichtungen. Hg. von Rüdiger Schmidt,
Badische Landesbibliothek, Karlsruhe und Meier Schwarz, Synagogue Memorial,
Jerusalem. Stuttgart 2007. |

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the
Holocaust".
First published in 2001 by NEW
YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad
Vashem Jerusalem, Israel.
Baiertal, Baden. The first Jews
arrived after the Thirty Years War and the Jewish population grew to a peak of
160 in 1863 (15 % of the total). A synagogue was in existence by 1740 and a new
one was built in 1833 while a Jewish elementary school was opened in 1839. The
Jewish population dropped steadily to 25 in 1933. On Kristallnacht (9-10
November 1938) the synagogue and Jewish homes were vandalized and Jewish stores
looted. Nine Jews left Baiertal in 1936-40. The last 13 were deported to the
Gurs concentration camp on 22 October 1940.

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