Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Ullstadt (Gemeinde Markt Sugenheim, Kreis Neustadt an der Aisch - Bad Windsheim)
Jüdische Geschichte / Synagoge

Übersicht:

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde  
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde   
Zur Geschichte der Synagoge   
Fotos / Darstellungen   
Links und Literatur   

    

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english version)      
   
In Ullstadt bestand eine jüdische Gemeinde bis 1936, deren Entstehung in die Zeit des 17. Jahrhunderts zurückgeht. Anfang des 17. Jahrhunderts (ältester Grabstein von 1627) wurde der jüdische Friedhof der Gemeinde angelegt, der als Verbandsfriedhof von elf weiteren Gemeinden in der Umgebung belegt wurde. 
  
Über die Entwicklung der jüdischen Gemeinde im 19. Jahrhundert geben die folgenden Zahlen Auskunft: 1811/12 40 jüdische Gemeindeglieder (6,7 % von insgesamt 592), 1833/37: 50 (9,7 % von 530), 1867 42 (6,8 % von 620), 1880 30 (4,4 % von 687), 1890 23 (3,9 % von 586), 1900 20 (3,4 % von 579), 1910 13 (2,3 % von 563).
Die Gemeinde gehörte zum Distriktsrabbinat in Fürth. 
  
Da die Zahl der jüdischen Gemeindeglieder seit Ende des 19. Jahrhunderts zu klein geworden war, um regelmäßig Gottesdienste feiern zu können, schlossen sich die in Ullstadt noch lebenden jüdischen Einwohner der Gemeinde in Sugenheim an. Um 1925 lebten noch sieben jüdische Personen in Ullstadt, um 1932 noch sechs. Zur offiziellen Auflösung der jüdischen Gemeinde in Ullstadt kam es jedoch erst 1936. 
  
1933 lebten noch fünf jüdische Personen in Ullstadt. 1934 verzogen drei von ihnen nach Ansbach, zwei nach Nürnberg, sodass zum 31. Dezember 1934 Ullstadt keine jüdischen Einwohner mehr hatte. Dennoch wurde Ullstadt noch 1936 offiziell der jüdischen Gemeinde in Sugenheim zugeteilt.   
     
Von den in Ullstadt geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Sigmund Ehmann (1866), Lina Federlein geb. Sternschein (1874), Martha Handburger geb. Engelhardt (1904), Rosa Löw geb. Sämann (1873), Gustav Sämann (1876), Jeanette (Jenny) Schülein geb. Sternschein (1876), Max Sternschein (1879). 
      
      
      
Aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde       
Eine Ritualmordbeschuldigung vor 100 Jahren 

Neustadt Aisch Israelit 22041903.jpg (324240 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 22. April 1903: "Eine Ritualmordbeschuldigung vor 100 Jahren. Zu den Vorurteilen, welche wie eine unheilbare Krankheit sich forterben von Geschlecht zu Geschlecht, ohne dass es der fortschreitenden Aufklärung bis jetzt wenigstens gelingen will, ihre Fortpflanzung und Ausbreitung zu verhüten und zu verhindern, gehört in erster Reihe auch das Vorurteil des ‚Ritualmordes’ oder die Beschuldigung, dass die Juden oder eine Sekte derselben zu rituellen Zwecken, besonders bei Gelegenheit ihres Osterfestes, Christenblut gebrauchen. Ehemals zwar, im 2. und 3. Jahrhundert gewöhnlicher Zeitrechnung, da waren es die Kirchenväter, welche ihre Religion verteidigen mussten gegenüber der Beschuldigung des Ritualmordes, die von heidnischer Seite gegen das Christentum erhoben wurden. Seit dem 13. Jahrhundert wurde nun diese wahnwitzige Verleumdung bald hier und bald dort in irgendeinem Winkel der Erde gegen die Juden gerichtet, und dadurch unsägliches Elend über sie gebracht. Heinrich Heines fragmentarische Dichtung ‚Der Rabbi von Bacharach’ gibt ein ergreifendes Bild von den panischen Schrecken, welche um die Osterzeit durch das Märchen vom Ritualmord in den Judengassen des Mittelalters verbreitet wurden. Dass aber auch noch in unseren Tagen, im Zeitalter des elektrischen Lichtes, das Gespenst des krassesten Aberglaubens in weiten Kreisen des Volkes umgeht, und die Massen wahnbetört, das beweisen die noch nicht vergessenen Affären von Xanten und Konitz.
In einer solchen Zeit dürfte es leider nicht unzeitgemäß sein, aus staubbedeckten Akten eine ‚Affäre’ auszugraben, die sich jetzt vor genau hundert Jahren auf dem damals unter preußischer Landeshoheit stehenden Gebiete von Bayreuth zugetragen, um an diesem Beispiel zu zeigen und zu beweisen, wie durch das rasche und energische Einschreiten von Behörden das Aufkommen von solchen verhängnisvollen Anklagen und Beschuldigungen im Keime unterdrückt werden können. Die ‚Affäre’ ist kurz erzählt folgende.
‚Im März 1803 verschwand in der Nähe von Neustadt a. Aisch ein christliches Kind im Alter von zwei Jahren. Nach 12 bis 13 Tagen wurde dasselbe auf einem Acker tot aufgefunden. Nach Aussage des über die stattgehabte Sektion aufgenommenen Protokolls war das Kind einfach erfroren. Das verhinderte aber nicht das Entstehen des Gerüchtes, dass das Kind das Opfer eines ‚Ritualmordes’ geworden. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Schauermär in der ganzen Gegend. Vergebens war die Intervention der lokalen Behörden, vergebens waren die aufklärenden Vorträge der Prediger auf den Kanzeln. Das Volk ließ sich den einmal gefassten Glauben nicht nehmen. Aufreizende Pasquille wurden gegen die Juden verbreitet und kein Jude, der sich auf den Straßen zeigte, war mehr seines Lebens sicher, bis endlich die Kultusgemeinde von Bayreuth im Interesse ihrer bedrohten Glaubensgenossen mit einer dringlichen Bittschrift an die Majestät des Königs von Preußen sich wandte, und dadurch die Provinzialbehörde zur Ergreifung energischer Maßregeln veranlasste. Von diesen Maßregeln verdient das folgende Publikandum, das wie ein kalter Strahl auf den entstandenen Brand der Leidenschaften wirkte, zur Kenntnis der Mitwelt gebracht zu werden.
‚Es ist der unterzeichneten Landes-Polizei-Stelle zur Kenntnis gekommen, dass zwischen den christlichen Untertanen und jüdischen Eingesessenen zu Ullstadt und Sugenheim im Neustädter-Kreise darüber Misshelligkeiten entstanden sind, dass man den Gedanken gefasst, es sei der im letzt abgewichenen Monat März vermisst und nach einigen Tagen auf einem Acker tot gefunden wordenen 2jährigen Knabe des von Frankensteinl. Pächters Matthäus Makel auf dem Buchhof unweit Ullstadt von Juden behufs der Feier ihres Osterfestes ermordet worden.
‚Je törichter dieses längst widerlegte Vorurteil einer intoleranten Vorzeit’ schon an sich ist, und so wenig dessen Fortpflanzung dem gegenwärtigen helleren Zeitalter zur Ehre gereicht, desto weniger hätte man in dem vorliegenden Fall, wo durch eine gerichtliche Untersuchung des Kindes die Überzeugung gegeben wurde, dass dasselbe auf dem Felde erfroren ist, erwarten sollen, dass jemand auf diese unvernünftige Vermutung verfallen und sich in solcher soweit verlieren und zu solchen Ausschweifungen verleiten lassen könne, wodurch sogar die öffentliche persönliche Sicherheit der jüdischen Bewohner jener Gegend in Gefahr zu kommen scheint.
Es kann diese veranlasste Ruhestörung wohl nur allein das Werk einzelner boshafter Menschen sein, die vom Hass gegen einzelne jüdische Glaubensgenossen angetrieben, Rache üben und dazu andere leichtgläubige Menschen missbrauchen und irre führen wollen, ohne zu überlegen, welches Ungemach sie sich selbst und anderen dadurch bereiten.
Die Ausmittelung dieser Ruhestörer wird indessen den Polizei-, vereinigt mit den Justizbehörden, nach den bereits gegen sie vorliegenden Anzeigen nicht schwer, und es wird eines jeden Teilnahme an der Sache nach dem Grade seines Verschuldens mit aller Strenge des Gesetzes geahndet werden, welche Strafen umso empfindlicher werden müssen, als dabei Vergehungen auf Vergehungen gehäuft worden sind. 
Neustadt Aisch Israelit 22041903a.jpg (80121 Byte)Indem dieses hierdurch zu jedermanns Wissenschaft bekannt gemacht und zugleich jeder dortige christliche Einwohner ernstlich gewarnt wird, sich nicht die mindesten weiteren Kränkungen gegen die jüdischen Eingesessenen zu erlauben; so verhofft die königliche Kriegs- und Domainen-Kammer, dass dieser Warnung Gehör gegeben und durch ein entgegengesetztes Benehmen, welches überdies eine Widergesetzlichkeit gegen obrigkeitliche Verfügungen bezeichnen und den Grad der Strafbarkeit erhöhen würde, nicht die Notwendigkeit werde veranlasst werden, dass die, den Unterbehörden des Kreises wegen ihres weiteren Verfahrens gegebenen ernsten Instruktionen zum Vollzug gebracht werden müssen.’
Gegeben Bayreuth, den 25. April 1803. Königliche Preußische Kriegs- und Domainen-Kammer.
Das vorstehende Publikandum verdanken wir Herrn Antiquar B. Seligmann in Bayreuth, der uns außerdem die Mitteilung macht, dass in Bayreuth noch weitere Aktenstücke in dieser Angelegenheit vorhanden sind."

    
Ortsbeschreibung von Ullstadt (1833)    

Ullstadt Lit 1833.jpg (39471 Byte)Beschreibung von Ullstadt in: Joseph Anton Eisenmann: Geographische Beschreibung des Erzbistums Bamberg. Bamberg 1833. S. 399: "Ullstadt (Uhlstadt), Pfarrdorf mit dem Pfarrsitze, der Pfarrkirche, 194 (katholische) Seelen in 26 Häusern), 1 Schloss und 1 Kapelle, 1 Schule, 1 gemeinschaftlicher Gottesacker, dem Sitze eines Freiherren von Frankenstein... [Die dasigen 196 Protestanten bilden eine eigene Pfarrer. Die 50 Juden daselbst haben ihre Synagoge und seinen Begräbnisplatz.]."   

     
Auflösung der jüdischen Gemeinde Ullstadt und Zuteil der letzten jüdischen Einwohner nach Sugenheim (1936) 
  

Bekanntmachung in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung" vom 15. September 1936: "Bekanntmachung über Auflösung der Israelitischen Kultusgemeinde Ullstadt.
 Der Rat des Verbandes hat in seiner Sitzung vom 28./29. Juni 1936 nach Anhörung des zuständigen Bezirksrabbinats auf Grund des § 28 der Verbandsverfassung beschlossen: 
1. Bei der Kultusgemeinde Ullstadt sind die Voraussetzungen dafür gegeben, dass diese Kultusgemeinde als aufgelöst anzusehen ist. 
2. Die Auflösung der Kultusgemeinde Ullstadt wird als eingetreten erklärt. 
Dieser Beschluss wird hiermit öffentlich bekannt gemacht unter Hinweis auf § 28 der Verbandsverfassung, laut welchem gegen den Beschluss jedem Gemeindemitglied binnen einer Frist von einem Monat nach dieser Bekanntmachung die Beschwerde zum Landesschiedsgericht des Verbandes zusteht. Die Beschwerdefrist beginnt mit Veröffentlichung dieser Bekanntmachung. 
München, den 4. September 1936. Verband Bayerischer Israelitischer Gemeinden. I.V.: Dr. Oestreich."     
   
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 24. September 1936: "München. Nach einer Bekanntmachung des Verbandes Bayerischer Israelitischer Gemeinden ist die Kultusgemeinde Ullstadt als aufgelöst erklärt worden".   
 
Mitteilung im "Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt" Oktober 1936 S. 18: "München. Nach einer Bekanntmachung des Verbandes Bayerischer Israelitischer Gemeinden ist die Kultusgemeinde Ullstadt als aufgelöst erklärt worden."   
 
Mitteilung in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung" vom 15. November 1936: Bekanntmachung über Ausdehnung des Gebietes der Israelitischen Kultusgemeinde Sugenheim auf das Gebiet der politischen Gemeinde Ullstadt.  
Die Verwaltung der Israelitischen Kultusgemeinde Sugenheim, zugleich Steuerverbandsvertretung, hat am 25. Januar 1936 folgenden Beschluss gefasst: 
Gemäß Artikel 2 des religionsgesellschaftlichen Steuergesetzes dehnt die Israelitische Kultusgemeinde Sugenheim ihr Gebiet auf das Gebiet der politischen Gemeinde Ullstadt aus. 
Dieser Beschluss wird hiermit öffentlich bekannt gemacht. 
Den an der Umbildung Beteiligten, insbesondere den von der Umbildung betroffenen umladenpflichtigen Bekenntnisgenossen, wird hiermit Gelegenheit zur Einsprache gegeben. Die Einsprache soll genau die Gründe darlegen, welche gegen die bekanntgegebene Umbildung angeführt werden wollen. Die Einsprache muss binnen einer vom 20. November 1936 ab aufenden Frist von zwei Wochen bei der Verwaltung der Israelitischen Kultusgemeinde Sugenheim schriftlich eingereicht werden. 
Sugenheim, den 11. November 1936. Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Sugenheim. Louis Sämann."   

    
    
    
Zur Geschichte der Synagoge      
   
Bereits in der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts war eine Synagoge vorhanden. Sie wurde bis 1743 auch von den Sugenheimer Juden besucht. Doch gab es immer wieder Streit, da sich die Sugenheimer Juden in ihren Plätzen und Ehrenfunktionen zurückgesetzt fühlten, worauf sie sich um eine Genehmigung zur Einrichtung einer eigenen Synagoge bemühten. Sie erhielten die Erlaubnis im Januar 1743.  

Eine neue Synagoge wurde 1823 erbaut (eingeschossige Bauanlage). Nachdem auf Grund der zurückgegangenen Zahl der jüdischen Gemeindeglieder seit Ende des 19. Jahrhunderts keine regelmäßigen Gottesdienste in der Ullstadter Synagoge abgehalten werden konnten, besuchten die Ullstadter Gemeindeglieder die Gottesdienste in Sugenheim. 1925 wurde die Synagoge an einen Einwohner aus Sugenheim auf Abbruch verkauft. Doch blieb das Gebäude stehen.

Bei der Auflösung der jüdischen Gemeinde 1936 wurden die Ritualien aus der Synagoge nach Sugenheim gebracht, wo sie beim Novemberpogrom 1938 zerstört wurden. Das Synagogengebäude in Ullstadt überdauerte den Krieg und ist bis heute erhalten (eingetragen in der Bayerischen Denkmalliste).  
Teile der Bausubstanz sind noch gut erhalten. Reste von Wandfresken um den Ahron Hakodesch und die Ahron-Hakodesch-Nische sind noch gut erhalten (Schwierz, 1988).   
   
Adresse/Standort der SynagogeBuchstraße 10. 
     

    

Foto
(Quelle: U. Metzner, Feuchtwangen, veröffentlicht in www.synagogen.info

Ullstadt Synagoge 105.jpg (40612 Byte)
Die ehemalige Synagoge in Ullstadt

      
   

Links und Literatur

Links:

Website des Marktes Sugenheim  
Informationen zum jüdischen Friedhof in Ullstadt 

Literatur:  

Baruch Z. Ophir/Falk Wiesemann: Die jüdischen Gemeinden in Bayern 1918-1945. Geschichte und Zerstörung. 1979 S. 237-238.
Israel Schwierz:  Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern. Eine Dokumentation der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit. A 85. 1988 S. 185-186.
Pinkas Hakehillot: Encyclopedia of Jewish Communities from their foundation till after the Holocaust. Germany - Bavaria. Hg. von Yad Vashem 1972 (hebräisch) S. 308.  
Bayern SynGedenkband II.jpg (63426 Byte)"Mehr als Steine...." Synagogen-Gedenkband Bayern. Band II: Mittelfranken. Erarbeitet von Barbara Eberhardt, Cornelia Berger-Dittscheid, Hans-Christof Haas und Angela Hager, unter Mitarbeit von Frank Purrmann und Axel Töllner. Hg. von Wolfgang Kraus, Berndt Hamm und Meier Schwarz. Reihe: Gedenkbuch der Synagogen in Deutschen. Begründet und herausgegeben von Meier Schwarz. Synagogue Memorial Jerusalem. Bd. 3: Bayern, Teilband 2: Mittelfranken. Lindenberg im Allgäu 2010. 
Kunstverlag Josef Fink Lindenberg im Allgäu

ISBN 978-3-89870-448-9.   Abschnitt zu Ullstadt S. 705-711. 

   


 

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the Holocaust". 
First published in 2001 by NEW YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad Vashem Jerusalem, Israel.

Kurzer Hinweis innerhalb des Artikels von Sugenheim Middle Franconia  Jews are known from the early 17th century, and a synagogue was built in 1756. At the time, the Jews inhabited a special quarter (Judengasse). In 1837 the Jewish population stood at 160 (total 760), dropping to 42 in 1933 and 15 by 1938. On Kristallnacht (9-10 November 1938) the synagogue and Jewish school was vandalized. The remaining Jews left by 11 January 1939. The five Jews of the attached community of Ullstadt (a community of 40-50 in the first half of the 19th century whose cemetery served 11 other communities) left in 1934.         
                     

   

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 11. Juli 2012