Zurück zur Übersicht: "Jüdische
Friedhöfe in der Region"
Zur Übersicht: Jüdische Friedhöfe in Baden-Württemberg
Stuttgart
Pragfriedhof -Jüdischer Teil
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde
Siehe Seite zur Synagoge in
Stuttgart
Zur Geschichte dieses Friedhofes
Nachdem der israelitische Teil des Hoppenlaufriedhofes voll belegt war, wurde
seit 1874 ein neuer jüdischer Friedhof im östlichen Bereich des Pragfriedhofes
belegt (Friedhofstraße 44, Fläche 150,87 a). Die dortige Friedhofshalle wurde 1944
kriegszerstört. Seit 1925 befinden sich hier eine Gedenkstätte für die 98 jüdischen
Gefallenen des Ersten Weltkriegs aus Stuttgart und Bad Cannstatt und seit 1947
ein Mahnmal für die in der NS-Zeit ermordeten Juden Württembergs. Seit 1945
finden die Beisetzungen nur noch vereinzelt im jüdischen Teil des
Pragfriedhofes statt; dafür besteht seit 1937/38 bzw. 1945 im neuen
Zentralfriedhof im Steinhaldenfeld ein jüdischer
Teil mit einer
Friedhofshalle (Ziegelbrennerstraße 23, Fläche 145,46 a).
|
|

|
Lage der jüdischen Friedhöfe in Stuttgart
(der obere Pfeil markiert den Pragfriedhof)
(Karte kann durch Anklicken
vergrößert werden) |
Karte des Pragfriedhofes Stuttgart: der israelitische
Teil befindet sich an der östlichen Seite : Quelle: www.stuttgart.de/sde/dept/loc/100374.htm |
Fotos
Historische Fotos
(Quelle für das rechte Foto: Jüdische Friedhöfe und Gotteshäuser in
Württemberg. Hg. vom Oberrat der Israeliten in Württemberg 1932)
 |
 |
 |
| Eingangstor von der
Friedhofstraße |
Auf dem Hauptweg
durch den Friedhof |
 |
 |
 |
| Teilansicht |
Freifläche inmitten des
Friedhofes an der Stelle der im Krieg zerstörten Friedhofshalle |
Gefallenendenkmal des Ersten
Weltkrieges |
 |
 |
 |
| Gräber gefallener jüdischer
Soldaten aus Stuttgart |
Grab von Else (Elise) Wallach
geb. Weil, die in jungen Jahren Modell stand für den Kopf der "Stuttgardia"
am Stuttgarter Rathaus |
Grabstein für Helene Hirsch
geb. Reis, der Mutter von Ministerialrat Dr. Otto Hirsch mit
Gedenkinschrift für ihren Mann Louis Hirsch |
 |
 |
 |
| Grabstein für Josef
Ottenheimer und Helene geb. Straus; Ottenheimer war Teilh. der
Mechanischen Weberei Göppingen und Süßen |
Grabstein für Dr. Theodor
Kroner und Natalie geb. Freyhan; Kroner war 1893-1922 Stadtrabbiner in
Stuttgart und Verf. wissenschaftl. Werke |
Grabstein für Josef
Wochenmark, 1925-34 Vorsänger und Religionslehrer in Tübingen, zuletzt orthodoxer
Rabbiner in Stuttgart; Suizid am 8.3.1943. |
 |
 |
 |
| Einfache Ziegelsteine für
Personen, die nach 1940 beigesetzt wurden |
Neuere Gräber:
Deborah Rosenkranz (1960-1983) und ihre Mutter Marlies Rosenkranz geb.
Frensemeyer (1921-1998) |
Grab von Josef Warscher
(1908-2001): nach 1945 maßgeblich am Wiederaufbau der Stuttgarter
Gemeinde beteiligt; langjähriger Geschäftsführer der Israelitischen
Religionsgemeinschaft in Württemberg |
 |
 |
 |
| Eingangstor von der
Friedhofstraße |
Grabstein für Eduard Pfeiffer
(1819-1883) mit maurischen Stilelementen |
Grabstein für Seeligmann
Hirsch und Sara geb. Stettheimer |
 |
 |
 |
| Teilansichten des
Friedhofes |
Auf der leeren Fläche in der
Mitte des Friedhofes stand bis zum 2. Weltkrieg die Friedhofshalle |
 |
 |
 |
| Teilansicht im neueren Teil |
Gefallenendenkmal und Grabsteine für die im Ersten Weltkrieg aus Stuttgart und
Cannstatt gefallenen Soldaten |
Grabstein für den
Königl. Württ. Kammersänger Heinrich Sontheim ("Kaiser der
Tenöre" im 19.Jh.; 1820-1912) |
 |
 |
 |
|
Die klassischen Symbole des
jüdischen Friedhofes kommen nur noch selten vor, hier die Levitenkanne |
Auf dem Grabstein von Hirsch
Kahn finden sich noch die "segnenden Hände" der Kohanim |
 |
 |
 |
| Grabmal für Kommerzienrat
Adolf Wolf (1855-1928) |
Grabstein für Bezirksrabbiner
Dr. David Stössel (1848-1919) |
Ziegelstein auf einem
Kindergrab |
 |
 |
 |
| Grabstein für Felix David,
Lehrer an der jüdischen Schule, ging nach dem Novemberpogrom 1938 mit seiner
Familie in den Tod der Verzweiflung (Literatur) |
Grabstein von Abraham Chaim
Herszenbaum-Süssermann, der schlimme KZ-Zeiten nur um wenige Monate
überlebte |
Grabstein für die
Literaturhistorikerin Prof. Dr. Käte Hamburger (1896-1992) |
|
 |
|
|
Denkmal für die aus Württemberg in der NS-Zeit ermordeten
Juden |
|